Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Wiederum 5 Sterne
Temptation Trails von Claire Kingsley
Die Haven Brothers, Band 3: Garrett Haven ist Deputy mit Leib und Seele. Aber in erster Linie ist er alleinerziehender Vater. Nachdem seine Ehe zerbrochen ist, will er von Frauen nichts wissen; er muss sein Herz schützen. Aber seine verkupplungsfreudige Tante Louise hat ganz andere Pläne für ihn. Harper Tilburn übernimmt die Konditorei ihrer Tante und freut sich auf einen Neuanfang in der Kleinstadt ohne Beziehungsstress.
Die erste Begegnung mit Garrett ist jedoch regelrecht magisch. Aber sie glaubt nicht an ihr Glück in Liebesdingen, ebenso wenig wie Garrett. Ein Cold Case fordert seine volle Aufmerksamkeit – erst recht, als Harper ins Visier gerät…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich jedoch nicht.
Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Ich mag die Havens und bin seit Band 1 begeistert dabei.
Garrett wurde von seiner überzeugungskräftigen Tante Louise zu einem Date mit einer gewissen Harper überredet. Louise sollte es einfach akzeptieren, dass er nicht daten will. Aber er selbst sollte akzeptieren, dass das nicht passieren wird. Zu seinem Glück wird er durch einen kurzfristigen polizeilichen Einsatz daran gehindert, zum Date zu gehen.
Als Deputy hat man eine gewisse Vorbildfunktion, insbesondere in einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt. Garrett ist wenig erfreut, dass sein vierzehnjähriger Sohn Owen in der „Angel Cakes Bakery“ ein paar Dinge mitgehen liess. Sie werden bei der Inhaberin Doris vorstellig, damit Owen sich entschuldigt und die Wiedergutmachung besprochen werden kann. Garrett hat nicht mitbekommen, dass die Konditorei neu von Doris‘ Nichte geführt wird: Harper. Ja genau, DIE Harper! Ein peinliches und zugleich magisches Treffen. Harper macht sich jedoch aufgrund ihres Spiegelfluchs, der noch ein paar Monate andauern wird, keine Hoffnung. Oder nur eine ganz kleine Hoffnung…
Es war lesetechnisch wieder ein gelungener Ausflug nach Tilikum: Aberglaube, Familie, Liebe, Freundschaft, Cold Case, Spannung… und selbstverständlich Eichhörnchen. Wie bitte? Ja, die Eichhörnchen und die Eichhörnchen-Schutztruppe sind in Tilikum sehr wichtig. 493 Seiten waren schnell ausgelesen; ich freue mich, dass noch weitere Bände rund um die Havens folgen. Von mir gibt es erneut 5 Sterne.
Rezensionen von Lese-Abenteurerin:
Action in Oberbayern
Drama, Datschi, Diridari von Alexandra Stiglmeier
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Drama, Datschi, Diridari“ ein weiterer amüsanter, rasanter, spannender und herzerfrischender Regionalkrimi aus Bayern in der Nachfolge der Reihe um Elli Fuchs aufs Beste gelungen.
Man kann den Band auch ohne Vorkenntnisse lesen und wird sich bald zurechtfinden, doch entgeht einem eindeutig ein Lesevergnügen, falls man die anderen Bände nicht nachholt.
Die Hauptdarstellerin Elli Fuchs ist eine bodenständige, sympathische Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist und noch dazu einiges aushält, wenn es ums Feiern, aber auch ums Kriminalisieren auf eigene Faust geht. Mit ihrem zeitweiligen Ermittlungskompagnon Heinzi sammelt sie wertvolle Hinweise, wer am Tod eines Mannes schuld sein könnte, der dem König Ludwig überraschend ähnlich sieht. Als Elli dann noch auf eine zweite Tote stößt, meint sie, die Ermittlungen selbst in die Hand nehmen zu müssen, denn ihr geht das alles viel zu langsam. Auch in ihrem privaten Leben ergeben sich für Elli einige große Umwälzungen und die Kombination zwischen Krimi und Privatleben fand ich sehr gelungen und kurzweilig.
Viele der Protagonist*innen des Krimis sind Originale der bayrischen Dorfkultur und wurden, meiner Ansicht nach, mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Dass dabei einige Klischees bedient werden, störte mich ich in diesem Zusammenhang nicht, weil es hier ganz eindeutig der Unterhaltung dient.
Mordverdächtige Personen gibt es im Laufe der Geschichte genug und ich konnte bis zuletzt nicht erraten, wer es gewesen sein könnte. Es blieb für mich also spannend bis zum Schluss, welcher eine stimmige, aber unerwartete Auflösung des Falls bereithielt.
Der Schreibstil der Autorin ist flott, modern, flüssig und vom bayrischen Dialekt durchsetzt und ich musste an vielen Stellen herzhaft lachen, denn die Situationskomik wurde grandios wiedergegeben und die Autorin ist eine Meisterin des Wortwitzes. Im Anhang befindet sich ein Glossar, um die wichtigsten regionalen Ausdrücke für die Leserschaft ins Hochdeutsche zu übersetzen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem humorvollen, temporeichen und flüssig zu lesenden Regionalkrimi aus Bayern ist, dem sei „Drama, Datschi, Diridari“ wärmstens empfohlen. Ich fühlte mich witzig, spannend und damit grandios unterhalten und vergebe daher gerne die volle Sternezahl und meine Leseempfehlung!
Rezensionen von Male7:
Auf vier Pfoten hoch hinaus - leichter gesagt als getan!
Cat and the Tower von Masakazu Takizawa
Wir haben Cat and the Tower zu dritt (drei Erwachsene) gespielt, um zu testen, ob das Spiel auch für Kinder gut geeignet ist. Offiziell ist das Spiel ja ab 8 Jahren. Die Regeln sind grundsätzlich recht einfach - allerdings ist das Turm bauen schon recht anspruchsvoll und kann Kinder eventuell überfordern oder es fehlt ihnen noch die Geduld.
Es kann auch recht frustrierend werden, wenn der Turm dann immer wieder umfällt.
Trotz der lieblichen Aufmachung des Spiels ist das Spiel schon herausfordernd und auch für Erwachsene super geeignet. Es hängt wirklich vom Kind ab, aber vielleicht tun sich 10-jährige Kinder bei diesem Spiel etwas leichter als 8-jährige Kinder - dies ist aber wie schon gesagt völlig vom Typ des Kindes abhängig.
Es kann zwar grundsätzlich kooperativ und kompetitiv gespielt werden - mir gefällt die kooperative Variante aber schon besser. Alle teilnehmenden Personen können hier gemeinsam mitfiebern und versuchen, den schwierigen Turmaufbau zu meistern und Yuki auf das vorher vereinbarte Stockwerk zu bringen.
Hat man dies einmal geschafft, kann man sich an ein höheres Stockwerk wagen.
Durch die Aktions- und Missionskarten ist jeder Durchgang anders und das Spiel hat auch einen guten Wiederspielwert.
Die Spielidee finde ich super originell und auch die Materialien (u.a. Holzkatzen) sind toll. Durch die unterschiedlichen Wandhöhen ist es oft wirklich nicht einfach, die Balance zu halten und die Schräglagen irgendwie wieder auszugleichen.
Rezensionen von askyfullofpages:
Liebe ist grenzenlos
Judith und Hamnet von Maggie O'Farrell
Triggerwarnung: Das Buch behandelt Krankheit, den Tod eines Kindes, Trauer und häusliche Gewalt.
Was für ein grandioser Roman, der mich immer wieder zu Tränen gerührt hat!
Mit „Judith und Hamnet“ ist Maggie O'Farrell ein unglaublich berührender Roman gelungen, der die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt.
Im Mittelpunkt steht aber nicht der berühmte Dichter, sondern seine geliebte Frau Agnes.
Agnes liebt den Wald und die Heilkräuter. Sie ist eine ganz besondere Frau und spürt, was in den Menschen vorgeht. Als sie den jungen Lateinlehrer das erste Mal sieht, weiß sie sofort, dass er es sein wird. Später haben die beiden drei Kinder, darunter die Zwillinge Judith und Hamnet, die eine ganz besondere Verbindung haben. Weil Agnes ahnt, dass es ihrem Mann in London viel besser ergehen wird, redet sie ihm gut zu, dorthin zu gehen. Seither verbringt er viel Zeit beim Theater. Dann bricht im Heimatort der Familie die Pest aus und plötzlich ist die ganze Familie in Lebensgefahr.
Das Innenleben von Agnes ist beim Lesen unmittelbar spürbar. Ihre schier unendliche Trauer hat mich zutiefst berührt und mir ehrlich gesagt das Herz gebrochen. Für mich war dieser immense Verlust kaum auszuhalten. Umso entsetzlicher ist es, dass Eltern auch im wirklichen Leben ihre Kinder verlieren. So erging es unter anderem Shakespeare und seiner Frau.
Der im Piper Verlag erschienene Roman „Judith und Hamnet“ ist für mich ein ganz besonderes Buch, dessen Thematik mich unglaublich bewegt hat. Schlimm fand ich, wie Agnes von ihrem Umfeld gesehen wird. Sie wird als nahezu verrückt dargestellt. Das ist zwar sehr gut beschrieben, hat mich aber trotzdem sehr geschmerzt. Beim Verlust des Kindes habe ich wirklich Rotz und Wasser geweint. Das Buch zeigt aber auch, wie schwer es für ein Paar sein kann, nach so einem Verlust wieder zueinanderzufinden. Trauer verläuft sehr unterschiedlich und kann eine Partnerschaft auf eine harte Probe stellen.
Gleichzeitig lässt die Geschichte erahnen, wie viel von Shakespeares eigenem Schmerz in seine Werke eingeflossen sein könnte.
Unter Berücksichtigung der Triggerwarnung kann ich „Judith und Hamnet“ allen von Herzen empfehlen, die äußerst bewegende Familiengeschichten mögen.
Rezensionen von Petra:
Enttäuschend
Mary und der Tote im Schrank von Susanne Arnold
Dieses Buch erinnert stark an die Serie von Colleen Cambridge über die Haushälterin Phylllis Bright die für Agatha Christie arbeitet. Die Parallelen sind sehr stark. Sehr ordentlich und selbstbewusst, besser im Ermitteln als die Polizei. Damit hören die Gemeinsamkeiten auf. Hier war sehr schnell klar wer der Mörder war und warum.
Es war nur die Frage wie sich das Drumherum auflöst. Die Figuren waren sehr überzeichnet und dadurch klar zu erkennen welche Rolle sie zu spielen hatten. Auch wenn jemand noch nie einen Krimi gelesen hat, konnte den Fall schnell lösen. Damit ging jede Spannung verloren. Einige Figuren agierten hölzern so das sie nicht in das Geschehen passten. Sie waren in meinen Augen Staffage weil ein Pferdebursche und ein Gärtner nun mal zu einem herrschaftlichen ländlichen Anwesen gehören.
Auch Logikfehler tauchten auf.
Dieses Buch war eine Enttäuschung.
Rezensionen von evaki:
Wahr ist, was wir in uns tragen
Ein guter Charakter von Julie Orringer
Julie Orringer hat mit 'Ein guter Charakter' wahrlich einen großen Roman und ein Familiendrama geschrieben. Wunderbar übersetzt von Gesine Schröder. So sanft und friedlich wie es das Titelbild zeigt, geht es allerdings nicht immer zu. Sagen wir mal so, wer bereit dazu ist, wird in den Roman hineinstürzen und ihn verschlingen, mit allen Gefühlshöhen und Tiefen.
Er führt uns einfühlsam zu den einzelnen Protagonisten, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise miteinander verwoben sind und unserer Fantasie freien Lauf lassen. Zwischendrin habe ich mir selbst einen Verlauf der Geschichte ausgedacht und war überrascht, wenn es genauso kam und etwas enttäuscht, wenn es in eine andere Richtung verlief. Verknüpfendes Band zwischen all diesen Charakteren ist der, einen Brand überlebende, Hund, der von Luna zu Phoenix bis zur Queen wurde. Ein tolles Buch, wer sich darauf einlässt!
Rezensionen von Anjulia :
Dunkle Zeiten
Under the Iron Sky von A. T. Emerald
Soraya war noch ein Kind, als die Erde aufbrach und Magier den Himmel über Vordell verfinsterten. Seitdem ist Soraya erwachsen geworden und im Krieg zu einer unerbittlichen Kommandantin aufgestiegen. Doch die Ausgangsposition der Menschen gegen die mit Magie kämpfenden Dar'rak ist ausgesprochen schlecht.
Die Sonnenenergie, mit der Waffen, Gleiter und Infrastruktur betrieben werden, geht zur Neige. Bei einem Einsatz gerät Soraya in Gefangenschaft. Ausgerechnet einer der ranghöchsten Gegner, versucht sie mental zu brechen. Doch bald stellt sich die Frage, ob Gut und Böse so einfach zu unterscheiden sind.
Under the Iron Sky von A. T. Emerald ist für mich eine spannende Mischung aus Fantasy, Science-Fiction und Dark Romantasy. Die Welt, die die Autorin geschaffen hat, ist durch den bereits lange andauernden Krieg sehr düster. Der Kontrast zwischen dem technologischen Vordell und dem düsteren, unterirdischen Belvandor, sowie der Kampf Technologie/Licht gegen Dunkelheit/Magie, ist sehr gut dargestellt. Sowohl Soraya als auch Ikarus, der sie gefangen hält, sind gefürchtete Ikonen, wenn es um das Töten von Feinden geht. Trotz ihrer Gefangenschaft behält Soraya ihren starken Willen bei und widersetzt sich nach Möglichkeit. Ikarus kann sich auf Dauer nicht vor einer gewissen Faszination schützen. Obwohl zeitweise eine starke Anziehungskraft zwischen den beiden herrscht, überwiegt die Feindschaft. Das Ganze ist sehr Slow Burn, sodass man für die Romance wohl den zweiten Band abwarten muss. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr spannend und richtig gut aus den Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt. Gerade die letzten hundertfünfzig Seiten sind sehr actionreich und enthalten sowohl erwartete als auch unerwartete Wendungen.
Fazit: Das Buch konnte mich begeistern und ich bin auf Teil zwei gespannt.
Rezensionen von Barbara G.:
Dunkle Künste 1. Pudel-Panik von Daniel Bleckmann
Was tun, wenn sich das Lieblingshaustier in ein Monster verwandelt?
Genau das passiert Henris Zwergpudel! Henri ist ein neugieriger Junge, der gerne Fragen stellt und experimentiert. Aber alles ändert sich plötzlich, als er in seinem Keller Opas Tagebuch und einen Schlüssel zu magischen, alchemistischen Geräten findet.
Nachdem Pudel Jowo Tag für Tag seltsamer wird, wollen die Eltern ihn schon weggeben. Da muss Henri natürlich etwas unternehmen. Unterstützt von seinen Freund:innen Charlotte und Sahin wird alles versucht, dass Jowo wieder normal wird, aber das ist alles andere als einfach… ein wildes Abenteuer beginnt!
„Pudelpanik“ ist der 1. Teil der neuen Reihe „Dunkle Künste“ von Daniel Bleckmann und nimmt die Leser:innen gleich mit in einen Klassiker der Weltliteratur – ganz ähnlich und doch ganz anders! Mit vielen witzigen Illustrationen – die wir schon in den Koboldkroniken kennen und geliebt haben – gehen wir mit Henri auf diese aberwitzige Reise! Dabei startet die Geschichte schon ganz magisch und steigert sich im Laufe des Buchs bis es komplett skurril wird. Die 160 Seiten vergehen rasant wie im Flug, allerdings hätte man hier und da ein bisschen entschleunigen können.
Der witzige Mix aus Abenteuer, Horror, Action und viel Humor nimmt die Lesenden gleich mit – die Altersempfehlung 9-11 Jahre ist sicherlich passend, denn an manchen Stellen könnte es für die Kleinsten doch etwas gruselig werden.
Fazit: „Dunkle Künste“ = Koboldkroniken + Extraportion Horror --> Lesespaß für Groß und Klein!
Rezensionen von haberlei:
Glück und Leid für Kati
Zimtsterne und Pfötchenzauber von Petra Schier
Mit „Zimtsterne und Pfötchenzauber“ (erschienen 2026) hat Petra Schier nunmehr bereits den 11. Band der Reihe „Weihnachtshund“ vorgelegt. Es ist wieder ein sehr stimmungsvoller und romantischer Weihnachtsroman. Schon das Cover, weihnachtlich verschneit, mit einem entzückenden Affenpintscher stimmt auf das Buch ein und lässt Vorfreude auf die Advent- und Weihnachtszeit aufkommen.
Jeder Band kann aber unabhängig von den anderen gelesen werden, auch wenn die Protagonisten der Vorgängerbände als Nebenfiguren agieren. Kennt man bereits mehrere Bände, so fühlt man sich fast dazugehörig zur Dorfgemeinschaft.
Petra Schiers Schreibstil ist flüssig, humorvoll bis romantisch. Besonders liebenswert und amüsant finde ich jedesmal die Gedanken und Aktionen der Hunde, die unweigerlich die Hauptrolle spielen. Sehr einfühlsam versetzt sich die Autorin in die Gefühlslage der Protagonisten, ob Mensch oder Tier. Ob fröhliches Zusammensein der Freunde oder traute Gespräche unter vier Augen, es wirkt stets lebendig und authentisch. Ebenso die romantischen bis dezent erotischen Szenen.
Weihnachtsdeko, gemeinschaftliches Keksebacken, Weihnachtsmarkt-Flair und last but not least die Szenen mit dem Weihnachtsmann, seinen Rentieren und der Elfenschar – all das bringt einen wunderbar in Weihnachtsstimmung. Ich ließ mich von diesem Ausflug ins Märchenhafte gerne verzaubern.
Petra Schiers Geschichten basieren auf Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, echter Freundschaft und Harmonie. Es sind liebenswürdige Charaktere, durchwegs auch stur oder schwierig wie Kati, die aus einem desolaten Elternhaus stammt und sich stets alleine durchs Leben kämpfen musste. Sie fühlt sich verantwortlich für ihre Familie, wird von ihr immer wieder ausgenützt. Sich auf jemand anders zu verlassen, Hilfe anzunehmen, fällt ihr schwer. Aber dem warmherzigen Arian gelingt es mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Die kleine Affenpintscher-Dame trägt das Ihre dazu bei, Katis Herz zu gewinnen.
Ich liebe diese gefühlvolle Reihe, die mich immer wieder ein bisschen in traumhafte heile Welt gleiten und all die Schreckensnachrichten aus der realen Welt ausblenden lässt. Es waren entspannende, beglückende Lesestunden. Ich freue mich schon aufs nächste Buch.
Allen, die romantische Weihnachtsgeschichten lieben, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.
Rezensionen von haberlei:
Alt&Jung – ein erfolgreiches Team
Aufgetrennt von Vera Nentwich
Mit „Aufgetrennt“ lässt Vera Nentwich ihr generationenübergreifendes Ermittler-Duo, den Rentner Lutz Weber und Kaspar Wozniak, der seinen beruflichen Weg noch sucht, ein weiteres Mal erfolgreich ermitteln.
Das Cover des 2026 erschienenen Buches ist ansprechend, passt gut zum Thema des Krimis.
Der Roman spielt in der nicht näher bestimmten Gegenwart in Krefeld. Lokalkolorit ist gut dosiert mit verwoben. Der Schreibstil ist flüssig, gut beschreibend, auch sprachlich wird gut zwischen Alt und Jung differenziert. Ich kannte bereits den ersten Band. Es steht jeder Fall für sich, kann somit ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Trotzdem empfehle ich, der Reihe nach zu lesen.
Erzählt wird aus Sicht von Lutz, der sich zufällig am Tatort, dem Krefelder Design- und Vintage-Markt (SpätMAAT), aufhält, als dort eine der Ausstellerinnen, eine ihm bekannte Lehrerin, ermordet wird. Ihm war, als er kurz zuvor mit dem Opfer noch geplaudert hatte, eine seltsame Szene bzw. Person aufgefallen. Da er den Eindruck hat, dass seine Beobachtungen von der für die Ermittlungen zuständigen Kommissarin nicht entsprechend gewürdigt werden, beginnt er mit Hilfe von Kaspar das Umfeld des Opfers zu erkunden. Die beiden befragen Familienmitglieder, Kolleginnen, Freundinnen, usw. Puzzlesteinchen für Puzzlesteinchen sammeln sie Informationen, finden Verdächtige und Motive - bis es ihnen nach einigen falschen Spuren gelingt, der Polizei den wahren Täter zu präsentieren.
Was mir an dieser Reihe so besonders gefällt, ist der Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehungen von Alt & Jung. Sie profitieren voneinander. Der junge Kaspar bringt Schwung in das eintönige, einem geregelten Alltagstrott folgende Leben von Lutz, der nach dem Tod seiner Frau den Haushalt nur so recht und schlecht bewältigt und in Erinnerungen versponnen ist. Der vaterlos aufgewachsene Kaspar, der nicht so recht weiß, was er aus seinem Leben machen soll, findet in Lutz einen (groß)väterlichen Freund, Vorbild und Ratgeber, der ihn unterstützt, Zukunftsperspektiven zu finden.
Denn Lutz und Kaspar sind grundverschieden. Bei Lutz muss alles seine Ordnung haben, strukturiert sein, er ist höflich, rücksichtsvoll und zurückhaltend. Mit der modernen Technik ist er wenig vertraut, Kaspar dafür umso mehr. Die beiden ergänzen einander nicht nur ermittlungstechnisch ausgezeichnet – Lutz übernimmt die persönlichen Befragungen, während Kaspar sich mit den digitalen Recherchen befasst, sondern bereichern gegenseitig ihr Leben.
Mir hat der Krimi wieder sehr gut gefallen, insbesondere das Zwischenmenschliche, die Zusammenarbeit der beiden, die sich zu einer Freundschaft, sogar einer Wohngemeinschaft entwickelt hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.











