Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lese-Abenteurerin:
Der Realität erschreckend nah!
Red Star Down von D. B. John
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Red Star Down“ ein faszinierender, packender, wendungsreicher und der Realität nicht allzu ferner Spionagethriller auf das Beste gelungen.
Ich war von der Geschichte derart in den Bann gezogen, dass ich überlegte, Sonderurlaub zu nehmen, um die 716 Seiten möglichst in einem Rutsch lesen zu können.
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und ich flog daher nur so durch die angenehm überschaubaren Kapitel. Dieser Thriller hat Suchtpotential!
Die fein und vielschichtig ausgearbeiteten Protagonist*innen entwickelten sich im Laufe der Handlung immer noch weiter und ich konnte mich sehr gut in ihre Denk- und Gefühlswelt hineinversetzen. Vieles schien aus ihrer Sichtweise logisch, auch wenn es moralisch stark anzuzweifeln war. Das Zusammen- bzw. Gegenspiel der Politik mehrerer Weltmächte und die Fragilität des internationalen Geflechtes wurden mit diesem Thriller auf besonders gelungene Weise dargestellt. Vieles war an tatsächliche Ereignisse angelehnt, sodass oftmals der Grat zwischen Fiktion und Realität ein recht schmaler war und damit bei mir Betroffenheit bewirkte. Die vielschichtige und mehrsträngige Handlung konzentrierte sich zunehmend und führte schließlich zu einem Ende, das mich das Buch zufrieden aus den Händen legen ließ und dabei gleichzeitig einen starken Nachhall auslöste.
Ich freue mich schon jetzt auf ein neues Buch des Autors, der hoffentlich bald mit einem ähnlich faszinierenden Thriller aufwarten kann.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem faszinierenden Spionagethriller mit einer perfekten Mischung aus Realität und Fiktion ist, dem sei „Red Star Down“ auf das Allerbeste empfohlen. Ich fühlte mich intelligent, kurzweilig und packend unterhalten und vergebe meine absolute Leseempfehlung. 6 von 5 Sternen!
In der Tiefe der Alpen
Brünigpass von Silvia Götschi
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Brünigpass“ ein Krimi mit viel Schweizer Lokalkolorit gut gelungen.
Ich kannte die Reihe um Max von Wirth, einem Privatdetektiv, nicht und hatte zu Beginn des Buches Probleme, die handelnden Personen in Beziehung zueinander zu setzen. So kam ich nicht so recht in die Geschichte hinein, zumal mir die Protagonist*innen etwas spröde erschienen.
Auch wenn der Fall in sich abgeschlossen ist, würde ich empfehlen, die Vorgängerbände zunächst zu lesen.
Der Krimi ist handwerklich gut gemacht, doch dauerte es meiner Auffassung nach zu lange, bis die eigentliche Tat in der Geschichte auftauchte. So gab es nach meinem Geschmack ein paar Längen, welche die Spannung reduzierten. Der Plot ist zwar vielschichtig aufgebaut, doch das übereilte Ende nahm mir ein wenig die Freude an diesem Krimi.
Was mir gut gefiel, war die Verwendung von schweizerischen Spezifika der Sprache. Grammatische Eigenheiten gaben der Geschichte Authentizität und besonders Ausdrücke wie z. B. der Töfffahrer (=Motorradfahrer) brachten mich zum Schmunzeln. Diese Details verstärkten das transportierte Lokalkolorit.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem Krimi mit viel schweizerischem Lokalkolorit ist, dem sei „Brünigpass“ empfohlen. Ich würde allerdings davor die Lektüre der Vorgängerbände zum besseren Verständnis den Lesenden ans Herz legen.
Beziehungsnöte
Love and Rent von Jo Cheetham
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Love and Rent“ ein Roman gut gelungen, der sich nicht in die Reihe der klassischen Liebesromane einfügt, obwohl er Elemente davon enthält. Wer auf ein herkömmliches Happy End hofft, wird vergeblich warten. Wer allerdings einen modernen Roman zur Liebe in unserer heutigen Zeit lesen möchte, der wird eine kurzweilige, mit unterhaltsamen Dialogen garnierte, aber auch traurige Geschichte präsentiert bekommen.
Die Hauptdarstellerin Hannah lebt trotz Vollzeitjob mehr schlecht als recht von ihrem Einkommen und als der wohlhabendere Oscar Interesse an ihr zeigt, erliegt sie der Versuchung, sich mit seinem finanziellen Polster ein angenehmeres Leben zu gestalten. Die beiden ziehen nach Schottland, doch die Beziehung hält nicht das, was sich Hannah davon versprochen hat. Bald schon wird sie mit Umständen konfrontiert, die sie dazu zwingen, ihr Leben zu überdenken.
Was mir an diesem Buch besonders gefiel, war die realistische Darstellung der Lebensumstände von Frauen in ihren Dreißigern, die zwar beruflich ihre Frau stehen, doch trotzdem in finanziellen Belangen nicht die Gleichberechtigung zu Männern erlangen. Welche Probleme damit einhergehen, wurde in diesem Roman gut aufgearbeitet. Auch das Thema Freundschaft wurde facettenreich beleuchtet, was ich als gelungen empfand.
Was mir an diesem Roman weniger gut gefiel, war die recht eindimensionale Darstellung der Männer, die meiner Ansicht nach, zu klischeehaft war.
Der Schreibstil ist flüssig und so liest sich die Geschichte flott und unkompliziert.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem nicht klassischen Liebesroman ist, der die heutigen Lebensumstände von Mittdreißigern recht realistisch darstellt, dem sei „Love and Rent“ empfohlen.
Schmugglerspiele mit Folgen
Tödliche Eifelpfade von Carla Capellmann
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Tödliche Eifelpfade“ ein Cosy Crime mit viel Lokalkolorit und einer sympathischen Privatermittlerin bestens gelungen.
Ellen Engels ist Privatdetektivin und verbringt mit ihrer Nichte Macy ein Wochenende auf einem Hof, der Schmugglerspiele anbietet. Was zunächst als Spiel und Spaß konzipiert ist, wird rasch ernst, denn die Veranstalterin der Schmugglerrouten wird tot aufgefunden.
Ellen Engels ist zwar aufgrund des Wiedertreffens eines einstigen Schwarmes von ihr emotional zu nahe am Geschehen, doch sie lässt sich nicht beirren und nimmt neben der Polizei die Ermittlungen auf. Dabei stößt sie auf ein Gewirr an Machenschaften, Lügen und alten Feindschaften, was ihr die Suche nach den Tätern nicht gerade erleichtert.
Der flott und spannend geschriebene Cosy Crime wartet neben einem nicht allzu blutrünstigen Todesfall mit jeder Menge Twists und damit Verdächtigen auf, sodass ich ständig am Rätseln war, wie alles zusammenhängen könnte. Für mich war zumindest einmal jede Person des Krimis unter den Verdächtigen und so konnte mich die Autorin an der Nase herumführen, bis sich schließlich mit einem schlüssigen Ende alles aufklärte.
Was ich an diesem Krimi besonders mochte, war die intensive Schilderung der lokalen Gegebenheiten so nahe an der Grenze zu Luxemburg und Belgien. Dadurch ergaben sich mit den Schmugglerspielen noch zusätzliche interessante Punkte in der Krimihandlung. Ich habe auch ein paar Mal die örtlichen Gegebenheiten mit den realen Ortschaften auf der Karte abgeglichen, da ich diese Ecke Deutschlands gar nicht kenne, aber mit der Schilderung im Buch darauf neugierig wurde. Das wäre vielleicht sogar eine Urlaubsdestination für mich!
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannend zu lesenden, gut aufgebauten Cosy Crime mit viel Regionalbezug ist, dem sei „Tödliche Eifelpfade“ bestens empfohlen. Für mich war es kurzweilige Krimiunterhaltung, die Lust macht, diese Ecke Deutschlands selbst zu erkunden - jedoch bitte ohne Kriminalfall!
Vorsicht, Gewittergefahr!
Murnauer Morde von Inga Persson
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Murnauer Morde“ der zweite Fall rund um die Hauptdarstellerin Anna Sieveking mit viel Lokalkolorit der Region um Murnau in Oberbayern gut gelungen.
Anna Sieveking hat über Umwege ihren neuen Wohnsitz, und damit einen Neuanfang, in der Oberbayerischen Gemeinde Murnau gefunden.
Als sie aber in einen mysteriösen Todesfall hineingezogen wird, findet sie sich rasch in einem Geflecht von Vertuschung, Macht und Lügen wieder und gerät auch selbst in Gefahr. Zum Glück steht ihr der momentan suspendierte Kommissar Andreas Kienlechner bei und gemeinsam starten sie im Wettlauf gegen die Zeit und das Wetter ihre Suche nach Verdächtigen.
Neben der Krimihandlung machen die Gefühle und die Beschreibung der Zerrissenheit der handelnden Hauptpersonen einen großen Teil des Plots aus, was ich aber durchaus interessant fand. Kunsthistorische Informationen zu den in Murnau einstmals ansässigen Künstler*innen sind ebenso in den Krimi mit aufgenommen, wie die authentische Schilderung des Lokalkolorits. Das machte die Handlung kurzweilig und sorgte so nebenbei für einen Wissenszugewinn.
Der flüssige und moderne Schreibstil ließ mich das Buch flott lesen und ich konnte nach einem schlüssigen Ende das Werk zufrieden aus den Händen legen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem leicht zu lesenden, nicht allzu blutrünstigen Krimi mit Lokalkolorit der Gegend um Murnau in Oberbayern ist, dem sei „Murnauer Morde“ empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig unterhalten und vergebe gerne meine Leseempfehlung.
Packender Thriller
Was sie nicht weiß von Shari Lapena
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Was sie nicht weiß“ ein packender, vielschichtiger und mitreißender Thriller auf das Beste gelungen.
Als die junge Mutter Bryden ihre dreijährige Tochter nicht rechtzeitig von der Kindertagesstätte abholt, wird eine ganze Lawine an Geschehnissen losgetreten.
Die Polizei schaltet sich in den Vermisstenfall ein und die sympathische Kommissarin hat alsbald alle Hände voll zu tun, um diesen vertrackten Fall zu lösen.
Die Autorin hat sich, ihrer eigenen Aussage nach, das Ziel gesetzt, Bücher zu schreiben, die man nicht aus der Hand legen kann. Diesem Anspruch wird sie vollauf gerecht: Ich musste mich zwingen, die Lektüre zu unterbrechen, um meinen Verpflichtungen nachzukommen. Am liebsten hätte ich den gesamten Thriller in einem Rutsch gelesen.
Es ist ein Thriller, der einem den Atem stocken lässt und der durch ein raffiniert eingefädeltes Geflecht immer wieder mit neuen Verstrickungen und damit Verdächtigen aufwarten kann. Ich war ständig am Rätseln, wie alles zusammenhängen könnte und die Autorin verstand es ausgezeichnet, mich mit gefinkelten Fährten und Wendungen an der Nase herumzuführen. Dabei blickte die Autorin tief in menschliche Abgründe, was den fesselnden Charakter des Buches unterstrich.
Der Schreibstil ist unverschnörkelt und flüssig zu lesen und daher flog ich nur so durch die Seiten. Ein schlüssiges und dennoch unerwartetes Ende ließ mich schließlich das Buch nach spannenden Lesestunden zufrieden aus den Händen legen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem fesselnden, packenden und gut eingefädelten Thriller ist, der wird mit „Was sie nicht weiß“ fündig. Ich verbrachte spannende Lesestunden, freue mich auf mögliche neue Thriller der Autorin und vergebe gerne meine Leseempfehlung.
Cosy Crime mit Lokalkolorit
Ploatzlich tot von Tim Frühling
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Ploatzlich tot“ ein spannender Cosy Crime mit viel Lokalkolorit der Gegend um die Kuppenrhön gut gelungen.
Die beiden Bad Hersfelder Kommissare Daniel Rohde und Brigitte Schilling, die auch seit kurzem privat ein Paar sind, nehmen nach dem Tod an einem Ortsvorsteher die Ermittlungen auf.
Dabei müssen sie sich nicht nur gegen die Ermittler aus der benachbarten Stadt durchsetzen, die zu diesem Fall ebenfalls hinzugezogen wurden, sondern auch jede Menge Verdächtige befragen. Bald schon stecken sie in einem Geflecht von Seilschaften und Lügen und alten Geheimnissen und haben alle Hände voll zu tun, um den wahren Täter zu finden.
Was mir an diesem Cosy Crime besonders gefiel, war das Lokalkolorit und der in richtigem Maße einbezogene Dialekt der weiteren Umgebung. Das gab auch den mitwirkenden Personen noch mehr Authentizität. Die beiden Kommissare Rohde und Schilling wurden ebenfalls von ihrer privaten Seite gezeigt, was ich sympathisch fand.
Es wurde das oftmals umstrittene Thema der Errichtung von Solarparks mit den dazu existierenden Standpunkten geschickt in das Geschehen eingebaut, sodass der Krimi nicht nur Unterhaltung bot, sondern auch zum Überdenken der eigenen Meinung animierte.
Am Ende des Buches laden zwei Rezepte zum Nachkochen regionaler Spezialitäten ein, die in diesem Cosy Crime eine Rolle spielen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem geschickt eingefädelten Cosy Crime mit einem aktuellen Thema als Leitmotiv und einem sympathischen Ermittlerpaar ist, dem wird „Ploatzlich tot“ gefallen. Ich verbrachte kurzweilige Lesestunden mit diesem Lokalkrimi.
Knuffiger Cosy Crime
Klein aber tot von Jo Fischler
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Klein aber tot“ ein unterhaltsamer und witziger Cosy Crime bestens gelungen.
Der Hauptdarsteller Kommissar Jojo Wunder lebt und arbeitet in der Kleinstadt Knuffingen, die es so im Miniaturwunderland Hamburg zu sehen gibt. Nicht nur einige Brandanschläge auf das Schloss in Knuffingen beschäftigen ihn, nein, plötzlich hat er es auch mit einem Mord in seinem geliebten Knuffingen, in dem sonst alles seinen geregelten und gewohnten Gang geht, zu tun.
Alle seine Kolleg*innen sind nicht greifbar und so macht er sich, nur mit der Unterstützung des Bernhardiners seines auch nicht anwesenden Chefs, auf die Mörderjagd.
Der flotte und leicht zu lesende Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Unterhaltsame Beobachtungen der Kleinstadtidylle und amüsante Dialoge machten den Cosy Crime zu einer kurzweiligen Lektüre. Die Charaktere wurden vom Autor liebevoll ausgestaltet und ich hatte den Eindruck, tatsächlich in einer Miniaturwelt mit ihnen unterwegs zu sein. Dabei kam aber die Spannung nicht zu kurz und einige Wendungen sorgten für Überraschungsmomente im Plot.
Ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung der Reihe der Knuffingen-Krimis.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem witzigen, kurzweiligen und leicht zu lesenden Cosy Crime mit einem sympathischen Kommissar ist, dem sei „Klein aber tot“ bestens empfohlen. Ich verbrachte kurzweilige und humorvolle Lesestunden mit Jojo in Knuffingen.
Fesselnder Krimi im historischen Wien von 1907
Raub in der Wiener Werkstätte von Beate Maly
Meine Meinung
Der Autorin Beate Maly ist mit „Raub in der Wiener Werkstätte“ ein historischer Kriminalroman in der Reihe um den Kommissar Max von Krause wiederum bestens gelungen.
Besonders ansprechend fand ich die Ansiedlung des Krimis in der Donaumetropole Wien im Jahre 1907. Lilian Feigl, eine der Hauptdarstellerinnen, arbeitet als Putzfrau in der Wiener Werkstätte und wird dadurch von mehreren Seiten als prädestiniert angesehen, Informationen zusammenzutragen bzw.
Kontakte in der Werkstatt zu knüpfen. Auch wenn sie sich am liebsten aus allem heraushalten würde, so ist sie erpressbar und muss so schon aus Eigeninteresse beim Ermitteln helfen.
Der ansprechende Schreibstil dieses flott geschriebenen Romans ließ mich nur so durch die Seiten fliegen und ich würde gerne gleich noch einen Folgeband davon lesen, um zu erfahren, wie es unter anderem mit Max von Krause, Liliane Feigl und Herbert Rossberg nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld weitergeht.
Bei den Ermittlungen ergaben sich durch die zeitliche Ansiedelung im Jahre 1907 völlig andere Zugangsweisen an die Auflösung des Kriminalfalles, denn die technischen Möglichkeiten entsprachen bei weitem nicht den heutigen. Max von Krause hätte zum Beispiel gerne Fotos vom Tatort und muss dabei auf einen etwas zwielichtigen privaten Fotografen ausweichen, weil der Gesetzgeber nichts von so neumodischen Verfahren hält.
Was mir ausnehmend gut gefiel, war die Veranschaulichung einer sozial sehr unterschiedlich angelegten Gesellschaft mit strengen Hierarchien zu jener Zeit in Wien. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin sehr sorgfältig zu dieser Epoche recherchierte und ihre Erkenntnisse im Roman einarbeitete. So konnte ich neben dem Lesevergnügen noch einiges Interessantes über die Wienerstadt dazulernen. Es kamen alle sozialen Schichten, vom Adel bis zu den Dienstboten, vom Industriellen bis zum Rastelbinder und der Planetenverkäuferin, vor und ihre jeweiligen Lebensumstände wurden eindrücklich geschildert. Das ließ vor meinem inneren Auge ein sehr lebendiges Bild des damaligen Lebens in Wien entstehen, wie ich auch generell das Lokalkolorit der Stadt in der Zeit des Jugendstils sehr gelungen nachgezeichnet fand.
Der Roman enthielt einige Wendungen und ließ mich immer wieder einmal an ein anderes Ende denken, als es schließlich war, doch konnte ich das Buch letztlich nach sehr kurzweiligen Lesestunden zufrieden aus den Händen legen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem historischen Krimi mit viel wienerischem Lokalkolorit des Jahres 1907 und authentischen Hauptdarsteller*innen ist, dem sei „Raub in der Wiener Werkstätte“ bestens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und klug unterhalten und vergebe gerne, neben der vollen Sternezahl, meine Leseempfehlung.
Spannung am Zugersee
Zuger Geist von Patrick Greiner
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Zuger Geist“ ein spannender Krimi rund um zwei Privatermittler am Zugersee gut gelungen.
Als die beiden Privatermittler Bernet und Godel vom reichen Ölmagnaten Boris Wenzel beauftragt werden, eine Reihe an ihn adressierter anonymer Briefe zu untersuchen, ahnen sie noch nichts von den verhängnisvollen Folgen ihrer Auftragsannahme.
Ihr Auftraggeber wird nämlich kurz danach tot aufgefunden und ein Geflecht aus Lügen, Geheimnissen und Rache tut sich auf. Sogar Bernet und Godel geraten selbst unter die Reihe an Verdächtigen. So haben sie berechtigtes Eigeninteresse, die Ermittlungen auch nach dem Tod des Auftraggebers voranzutreiben und finden sich tief in die Verstrickungen lokaler Eliten und einem zunehmend größeren Kreis an Verdächtigen wieder.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen. Obwohl der Autor sich bemüht, die Charaktere mit privaten Details auszustatten, blieben mir doch einige fremd. Vielleicht lag das auch daran, dass ich den Vorgängerband nicht gelesen hatte und mir damit einige Vorinformationen zu den handelnden Personen fehlten. Der Krimi ist zwar in sich abgeschlossen, doch ich würde die Lektüre des Vorgängerbandes trotzdem empfehlen.
Was mir an diesem Krimi besonders gut gefiel, war das Schweizerische Lokalkolorit. Besonders die für die Schweiz spezifischen Ausdrücke wie „innert“ gefielen mir sehr.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem Krimi mit zwei umtriebigen Privatermittlern und viel schweizerischem Lokalkolorit ist, der wird mit „Zuger Geist“ fündig. Ich verbrachte angenehme Lesestunden mit diesem Buch.











