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Rezensionen von Lese-Abenteurerin:

Kritischer Blick auf Genies

Unsichtbare Musen von Elisa von Hof

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Unsichtbare Musen“ ein kurzweilig geschriebenes Sachbuch gut gelungen.

Die Beziehung zwischen Muse und Genie steht in diesem Buch im Mittelpunkt der Erzählung. Auch wenn der Titel auf die Musen abzielt, so wurde doch das Genie ausführlich im Text behandelt.

Das mag auch daran liegen, dass die Literaturlage zu den Musen, meist weiblichen Geschlechtes, weit dünner ist als zu den Genies, meist männlichen Geschlechtes. Die Autorin arbeitet in ihrem Sachbuch mit viel Herzblut an der Ausdifferenzierung des Rezeptionsproblems und gibt damit aber nicht nur den Musen, wie im Titel angekündigt, sondern auch den Genies sehr viel Raum.

Die Recherchearbeit der Autorin hat mich an ihrem Werk besonders beeindruckt. Eine Vielzahl an Literaturbelegen macht das Buch zu einem seriösen Sachbuch und bietet die Möglichkeit, sich vertiefend in die Materie anhand der angeführten verwendeten Literatur einzuarbeiten.

Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, ist der Schreibstil eher frech und spritzig und oftmals an der Alltagssprache orientiert. Das mag bei einem Sachbuch etwas befremdlich wirken, tat aber der Seriosität der Aussagen insgesamt keinen Abbruch.

Was mir bei diesem Buch ein wenig gefehlt hat, war die Durchmischung der Künste. Es standen vor allem Maler und Bildhauer und ihre Musen im Vordergrund. Andere Kunstrichtungen kamen meinem Dafürhalten ein wenig zu kurz.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem gut recherchierten, modern geschriebenem Sachbuch zum Thema Muse und Genie ist, dem sei „Unsichtbare Musen“ bestens empfohlen. Wer allerdings darauf hofft, die titelgebenden Musen im Vordergrund des Buches zu finden, wird enttäuscht sein.

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Gin oder nicht Gin, das ist hier die Frage!

Am Ende ergibt alles einen Gin von Markus Fix

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Am Ende ergibt alles einen Gin“ ein spannender und fein gesponnener Krimi mit viel Lokalkolorit der Gegend um Freiburg und dem Schwarzwald sehr gut gelungen.

Der winterliche Schwarzwald ist der Tatort eines heimtückischen Mordes. Der unter einer Erkältung leidende Hauptkommissar Thomas Häberle soll mit seinen beiden Kolleginnen Julia und Maria den Mord aufklären.

Das Mordopfer war Journalist und besonders mit seinen Artikeln bei den Themen Gin und Klimawandel aktiv. Hat jemand aus der jeweiligen Community ein Mordmotiv und wenn ja, welches?

Durch geschickt eingebaute Informationen aus den vorherigen Bänden werden sich auch Neueinsteiger*innen in die Reihe um Hauptkommissar Häberle rasch im aktuellen Buch zurechtfinden. Der mit Ecken und Kanten ausgestattete Hauptkommissar Häberle konnte durch seine unkomplizierte Art wieder rasch meine Sympathie erringen. Besonders die spritzigen Dialoge, unter anderem mit seinen beiden Kolleginnen aus dem Mordermittlungsteam, gefielen mir sehr. Die Kalauer und der Wortwitz brachten mich immer wieder einmal zum Schmunzeln.

Mit immer neuen Wendungen und einem sich ständig verdichtenden Netz an Hinweisen wurde mir die Lektüre nicht langweilig. Im Gegenteil: Die Seiten des nach Wochentagen in Kapitel untergliederten Krimis flogen nur so dahin und ich war gepackt vom „Mitermittlungsfieber“.

Was mir ebenfalls Spaß machte, war der Wissenszugewinn, wenn es um Informationen rund um den Gin oder regionale Besonderheiten ging. Hier konnte ich allerhand Neues erfahren. Das mag ich besonders gerne, wenn ich gut unterhalten werde und dabei noch meinen Wissenshorizont erweitern kann.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannenden, gut eingefädelten und thematisch vielschichtigen Krimi mit viel Lokalkolorit des Schwarzwaldes ist, dem sei „Am Ende ergibt alles einen Gin“ empfohlen. Ich fühlte mich abwechslungsreich und spritzig unterhalten und freue mich schon jetzt auf eine baldige Fortsetzung der Reihe rund um den Hauptkommissar Häberle.

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Frau Morgenstern sammelt Karma Pluspunkte

Frau Morgenstern und die Entführung von Marcel Huwyler

Meine Meinung
Dem Autor Marcel Huwyler ist mit dem 8. Band aus der Reihe der Frau Morgenstern neuerlich ein hintersinniger, skurriler und schwarzhumoriger Kriminalroman grandios gelungen.

Falls jemand die anderen Bände der Reihe nicht gelesen hat (und daher ganz eindeutig etwas versäumt hat) findet er sich in „Frau Morgenstern und die Entführung“ durch geschickt in den aktuellen Fall eingewobene Vorinformationen rasch zurecht.

Frau Morgenstern und Herr Schlunegger haben mit den beiden unerwartet aufgetauchten Zwillingstöchtern von ebendiesem zu einer Art Patchworkfamilie zusammengefunden. Nach Violettas letztem Auftrag hat sie das Gefühl, ein wenig Abstand zu ihrem Job und den Familienpflichten zu brauchen und bricht zu ihrem Maurice nach Gozo für ein paar Ferientage auf. Doch dort kommt sie nicht an, denn als sie noch Proviant für die Reise besorgen möchte, gerät sie vor dem Feinkostladen in eine Entführung. Da sie meint, einige Pluspunkte auf ihrem Karma Konto wären nicht verkehrt, schließt sie sich freiwillig als zweite Entführungsgeisel dem Ganzen an und möchte damit der Entführten helfen. Herr Schlunegger sucht bald darauf mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nach Omistern, ohne jedoch den Arbeitgeber der beiden, die Agentur TELL, einzuweihen. Miguel stößt bei der Suche fast an seine physischen und psychischen Grenzen, aber auch Frau Morgenstern ist in der Zwischenzeit nicht untätig und tüftelt mit allen erdenklichen Mitteln an einer Befreiung aus der Geiselhaft.

Mehrere Erzählstränge sorgten für nervenaufreibende Spannung und gleichzeitig humorvolle Unterhaltung beim Lesen. Schien der Fall auf den ersten Blick noch so skurril - es gelang dem Autor den Spannungsbogen bis zu einer schlüssigen Erklärung und Auflösung des Ganzen aufrecht zu erhalten.

Besonders der Wortwitz und die Wortneuschöpfungen im Krimi begeisterten mich wiederum hellauf. Einziger Wermutstropfen in der aktuellen Geschichte ist das Fehlen der aberwitzigen Dialoge und Frotzeleien zwischen Miguel und Violetta, denn die beiden agieren diesmal getrennt voneinander. Die Verwendung von einigen schweizerischen Ausdrücken gefiel mir, da sie Lokalkolorit in die Geschichte brachten. Die Charaktere wurden detailreich und menschlich sehr vielschichtig präsentiert und ich sah die Personen sehr gut vor meinem geistigen Auge.

Der Krimi faszinierte mich, wie bereits seine Vorgänger, aufgrund seines Aberwitzes und seiner Skurrilität. Ich konnte tief in die Geschichte eintauchen und mich von ihr mitreißen lassen. Aufgrund der spannenden Erzählweise und des gut eingefädelten Plots las ich die Geschichte fast in einem Rutsch - ein echter Pageturner!

Mein Fazit
Wer einen aberwitzigen, skurrilen, aber dennoch gut eingefädelten Krimi mit schweizerischem Lokalkolorit und vielen Wortneuschöpfungen sucht, dem sei „Frau Morgenstern und die Entführung“ wärmstens empfohlen. Ich habe die schwarzhumorige, temporeiche Lektüre des 8. Bandes, wie auch schon die der Vorgängerbände, genossen und oute mich gerne als Morgenstern-Fan. Ich vergebe die volle Sternezahl und meine absolute Leseempfehlung!

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Gemütlicher Cosy Crime

Am Limes stirbt man auch nicht anders von Tessy Haslauer; Peter Barth

Meine Meinung
Den beiden Autoren ist mit „Am Limes stirbt man auch nicht anders“ ein gemütlicher Cosy Crime mit viel niederbayerischem Lokalkolorit sehr gut gelungen.

Der flotte Erzählstil, der mit einigen humorvollen Stellen punkten konnte, trug dazu bei, dass ich nur so durch die Seiten flog.

Das niederbayerische Ambiente und Beschreibung der Örtlichkeiten gefielen mir und ich konnte mich in das ganze Setting gut hineinversetzen.

Bei den Protagonisten wuchs mir besonders Hans Moser, ein pensionierter Kriminalkommissar, mit seiner unaufgeregten und bodenständigen Art ans Herz. Auch die Schilderungen seines Geplänkels mit Fräulein Pfeiffer waren erfrischend zu lesen.

Was die Tätersuche anbelangte, war ich rasch auf der richtigen Spur, was aber der Krimispannung in diesem Cosy Crime keinen Abbruch tat. Ich fühlte mich kurzweilig, witzig und spannend unterhalten.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem gemütlichen, humorvollen und mit viel niederbayerischem Charme ausgestatteten Cosy Crime ist, der wird mit „Am Limes stirbt man auch nicht anders“ fündig.

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Kriminalfall in Bella Italia

Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Abfahrt ins Jenseits“ ein wunderbar unterhaltsamer und witziger Cosy Crime mit ganz viel ligurischem Lokalkolorit auf das Beste gelungen.

Die resolute, aber liebenswerte Marcella macht sich als echte italienische Mamma Sorgen um das Liebesleben ihres, von ihr trotz seiner 35 Jahre noch immer allzeit umhätschelten, Sohnes, der Gendarm von Beruf ist.

Als er mit einer neuen Freundin auftaucht, kommt Marcella diese suspekt vor und so beginnt sie Erkundigungen über sie einzuholen und weil sie schon dabei ist, auch in einigen mysteriösen Todesfällen nachzuforschen. Sie bringt sich damit bald schon in Gefahr und schließlich muss sie selbst sogar um ihr Leben fürchten.

Mir bereitete der flotte Schreibstil des Autors großes Lesevergnügen und ich flog nur so durch die Seiten. Die kurzweilig geschriebenen Abenteuer und Ermittlungen von Mamma Marcella brachten mich immer wieder zum Schmunzeln, obwohl die Spannung bis zum Schluss gegeben war. Auch wenn einige typische Stereotype über Italien bedient wurden, so war es trotzdem wertschätzend und humorvoll geschrieben und ich empfand das ganze Setting als sehr stimmungsvoll.

Nicht nur Marcella wurde mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeitet, sondern auch die anderen Charaktere waren griffig und zur jeweiligen Rolle passend beschrieben. Die Hauptakteur*innen wuchsen mir rasch ans Herz. Es war die gesamte Geschichte für mich wie ein virtueller Ausflug nach Italien und ich freue mich schon heute darauf, womöglich bald schon einen Folgeband des Autors mit seiner Mamma Marcella lesen zu können.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem herzerfrischenden, aber dennoch spannenden, Cosy Crime mit viel italienischem Flair und einer aufgestellten italienischen Mamma als Hauptakteurin ist, dem sei „Abfahrt ins Jenseits“ bestens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und amüsant unterhalten und vergebe gerne meine Leseempfehlung.

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Nichts für schwache Nerven!

Schattendeich von Heike Denzau

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Schattendeich“ ein nervenzerfetzender, mitreißender und vielschichtiger Krimi auf das Beste gelungen.

Obwohl ich die Vorgängerbände der Autorin nicht kannte, fand ich mich durch geschickt eingeflochtene Informationen im Beziehungsgeflecht der Hauptdarsteller*innen rasch zurecht.

Der Band ist in sich abgeschlossen.

Ich war sofort vom flotten Schreibstil der Autorin gefesselt und die vielschichtig aufgebauten Handlungsstränge trugen wesentlich zur Spannung in diesem Krimi bei. Ich konnte zeitweise das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, da ich von der Geschichte regelrecht aufgesogen wurde. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich konnte mir die Personen und die gesamte Handlung wie einen Film vor meinem geistigen Auge abrufen. Ich denke, dass der Krimi auch das Zeug für eine Verfilmung hätte. Was mir besonders gut gefiel, war das norddeutsche Setting, das mich in eine Gegend entführte, die ich nicht kenne und mir dadurch ein wenig nähergebracht wurde.

Wer schwache Nerven hat und auf einen Cosy Crime hofft, wird mit diesem Krimi allerdings nicht glücklich werden. Einige Stellen waren schon harter Tobak, besonders dann, wenn es um Lyn Harms und ihre Familie ging. Ich fieberte bis zum Ende mit und verbrachte mit diesem Krimi sehr spannende Lesestunden.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem packenden, vielschichtigen und nervenaufreibenden Krimi im norddeutschen Setting ist, dem sei „Schattendeich“ bestens empfohlen. Ich vergebe gerne meine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Tod im Weinbaudorf

Winzermord von Andreas Wagner

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Winzermord“ ein geschickt eingefädelter, kurzweiliger Cosy Crime mit viel Lokalkolorit der Weingärten Rheinhessens sehr gut gelungen.

Während der Weinlese im Selztal kommt es zu mehreren merkwürdigen Unfällen mit teilweiser Todesfolge. Kurt-Otto Hattemer, pensionierter Winzer, glaubt nicht so recht an die Unfalltheorien und beginnt herumzuhorchen bzw.

herumzuschnüffeln. Dabei stößt er auf alte Geheimnisse, die bis in die Gegenwart nachwirken und nun zu tödlichen Verwicklungen führen.

Was ich an dem Kriminalfall besonders mochte, war das Lokalkolorit der Weinberge und die fachlich zum Weinbau passenden eingebauten Informationen. Das mag ich immer besonders gerne, wenn ich neben unterhaltsamer Lektüre noch etwas Neues dazulernen kann. Manch skurrile, aber lustige Szenen gaben der Geschichte eine humorvolle Note, ohne dass die Spannung dabei auf der Strecke blieb. Lange tappte ich bei der Tätersuche im Dunkeln, bevor sich eine gewisse Ahnung einstellte, die dann mit einem schlüssigen Ende auch bestätigt wurde.

Was mir beim Einstieg in das Buch ein wenig zu schaffen machte, sind die vielen Namen der Winzer, die sich für mich nur schwer auseinanderhalten ließen, da sie zunächst wenige Unterscheidungsmerkmale aufwiesen. Hier wäre vielleicht ein Personenregister hilfreich gewesen.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem nicht allzu blutrünstigen Krimi mit viel Lokalkolorit der Weinbaugegend Rheinhessens ist, dem sei „Winzermord“ empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig unterhalten und konnte gleichzeitig meine Kenntnisse zum Weinbau erweitern.

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Mysteriöse Verwicklungen

Buberlpartie von Petra Hartlieb

Meine Meinung
Die Latte lag nach dem überaus brillanten Vorgängerband „Freunderlwirtschaft“ sehr hoch und konnte meiner Auffassung nach mit „Buberlpartie“ nicht ganz erreicht werden. Der Autorin ist mit „Buberlpartie“ allerdings ein vielschichtiger, packender Krimi mit viel österreichischem Flair sehr gut gelungen.

Durch geschickt eingefügte Informationen aus dem Vorgängerband findet man sich leicht im Personengeflecht zurecht. Der Fall ist in sich abgeschlossen. Die Protagonist*innen des Krimis sind authentisch und mit viel Feingefühl ausgestaltet, sodass ich sie sehr realistisch vor meinem inneren Auge sah.

Auch wenn es sich um eine erdachte Geschichte handelt, so konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass so manche Situation der österreichischen Innenpolitik einen Gedankenanstoß zu diesem Krimi lieferte.

Der packende Schreibstil der Autorin hielt mich bis zuletzt in Atem und die Länge der Kapitel fand ich sehr angenehm. Das Zusammenspiel aus Zufällen und bewussten Entscheidungen wurden von der Autorin sehr gut präsentiert und auch der Schluss der Geschichte passte perfekt.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannenden Krimi mit vielen Anspielungen auf die österreichische Innenpolitik ist, dem sei „Buberlpartie“ bestens empfohlen. Ich fühlte mich kurzweilig und intelligent unterhalten und kann für dieses Buch meine Leseempfehlung aussprechen, wobei mir aber „Freunderlwirtschaft“ noch um ein „Eizerl“ besser gefallen hat.

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Deutsch-französische Verwicklungen

Käichlmord von Fabian Borkner

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Käichlmord“ ein kurzweiliger, wendungsreicher und unterhaltsamer Cosy Crime auf das Beste gelungen.

Obwohl ich die Reihe um die beiden Versicherungsdetektive Agathe Viersen und Gerhard Leitner nicht kannte, fand ich mich durch geschickt eingebaute Informationen aus den Vorgängerbänden rasch im aktuellen Fall zurecht und schloss die beiden unkonventionellen Ermittler gleich ins Herz.

Die Städtepartnerschaft zwischen Schwandorf in der Oberpfalz und Libourne in Frankreich sind der Anlass für gegenseitige Besucher diverser Abordnungen aus den jeweiligen Orten. Dabei kommt es aber zu zwei Todesfällen, einer in Deutschland und einer in Frankreich, die sich die beiden Versicherungsdetektive im Zuge ihrer Berufstätigkeit näher betrachten sollen. Agathe und Gerhard ermitteln daher in Deutschland und Frankreich und stoßen alsbald auf Ungereimtheiten, die sie schließlich selbst in Gefahr bringen.

Ich mochte an diesem Cosy Crime besonders das Lokalkolorit und die immer wieder eingestreuten Vergleiche der deutschen und der bayerischen Lebensart. So manches wurde mit einem Augenzwinkern auf humorvolle Art und Weise kommentiert. Der Humor kam auch in den oftmals witzigen Dialogen nicht zu kurz und ich musste des Öfteren schmunzeln. Nichtsdestotrotz war der Plot spannend aufgebaut und mit einigen Wendungen versehen, sodass ich mehrmals mein Urteil über den möglichen Täter oder die Täterin revidieren musste. Auch ein Schuss Erotik machte den Krimi stellenweise pikant.

Ich freue mich auf weitere Bände mit den beiden Versicherungsdetektiven Agathe und Gerhard!

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen, witzigen, mitreißenden und gut eingefädelten Cosy Crime mit viel Oberpfälzer und französischem Lokalkolorit ist, dem sei „Käichlmord“ wärmstens ans Herz gelegt. Ich fühlte mich kurzweilig, humorvoll und dennoch spannend unterhalten.

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Der Realität erschreckend nah!

Red Star Down von D. B. John

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Red Star Down“ ein faszinierender, packender, wendungsreicher und der Realität nicht allzu ferner Spionagethriller auf das Beste gelungen.

Ich war von der Geschichte derart in den Bann gezogen, dass ich überlegte, Sonderurlaub zu nehmen, um die 716 Seiten möglichst in einem Rutsch lesen zu können.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und ich flog daher nur so durch die angenehm überschaubaren Kapitel. Dieser Thriller hat Suchtpotential!

Die fein und vielschichtig ausgearbeiteten Protagonist*innen entwickelten sich im Laufe der Handlung immer noch weiter und ich konnte mich sehr gut in ihre Denk- und Gefühlswelt hineinversetzen. Vieles schien aus ihrer Sichtweise logisch, auch wenn es moralisch stark anzuzweifeln war. Das Zusammen- bzw. Gegenspiel der Politik mehrerer Weltmächte und die Fragilität des internationalen Geflechtes wurden mit diesem Thriller auf besonders gelungene Weise dargestellt. Vieles war an tatsächliche Ereignisse angelehnt, sodass oftmals der Grat zwischen Fiktion und Realität ein recht schmaler war und damit bei mir Betroffenheit bewirkte. Die vielschichtige und mehrsträngige Handlung konzentrierte sich zunehmend und führte schließlich zu einem Ende, das mich das Buch zufrieden aus den Händen legen ließ und dabei gleichzeitig einen starken Nachhall auslöste.

Ich freue mich schon jetzt auf ein neues Buch des Autors, der hoffentlich bald mit einem ähnlich faszinierenden Thriller aufwarten kann.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem faszinierenden Spionagethriller mit einer perfekten Mischung aus Realität und Fiktion ist, dem sei „Red Star Down“ auf das Allerbeste empfohlen. Ich fühlte mich intelligent, kurzweilig und packend unterhalten und vergebe meine absolute Leseempfehlung. 6 von 5 Sternen!

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