Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Micki:
Ein wunderschöner Bildband
Das Museum der Vögel von Dominic Couzens; Teagan White
Ich bin wirklich begeistert von diesem Bildband! Schon beim Auspacken war ich von dem großen Format und der hochwertigen Aufmachung angetan. Das Buch wirkt sehr edel und hochwertig und macht schon von außen Lust darauf, es aufzuschlagen.
Und auch im Inneren hält es, was das Äußere verspricht.
Die Illustrationen sind wunderschön und machen das Buch zu einem echten Hingucker. Ich mag besonders, dass die Seiten nicht mit Informationen überladen sind. Stattdessen gibt es zu den einzelnen Vögeln kurze Fakten, die sich schnell lesen lassen. So kann man einfach durch das Buch blättern, hier und da etwas entdecken und bleibt trotzdem immer wieder bei den tollen Bildern hängen.
Für mich lebt das Buch ganz klar von seiner Optik. Es ist weniger ein Sachbuch, das man von vorne bis hinten durcharbeitet, sondern eher ein wunderschöner Bildband zum Stöbern, Entdecken und Immer-wieder-Anschauen. Durch das große Format kommen die Illustrationen richtig schön zur Geltung.
Das Buch ist hochwertig verarbeitet, sieht toll aus und eignet sich meiner Meinung nach genauso gut zum Verschenken wie zum Selberbehalten. Ich habe große Lust auf die weiteren Bände in diesem Stil.
Rezensionen von LeserinLu :
Atmosphärisch
Memories of Heidelberg von Heinz Strunk
Bertram und Isolde sind in Heidelberg im Urlaub. Aber nicht in dem Hotel, was sie kennen, sondern in einem anderen - teurer, aber offenbar schlechter. Restaurants haben irgendwie auch zu, also gehen sie abends immer in dasselbe italienische Restaurant auf einem Schiff. Isoldes Mutter ist im Krankenhaus.
Und die Ehe von Bertram und Isolde am Ende. Mehr muss man zur Story nicht wissen.
Das Ganze ergibt dann eine typische Heinz-Strunk-Geschichte. Absurd, mit Einwürfen in Großbuchstaben, teilweise etwas konfus und vor allem meistens zum Fremdschämen.
Man schämt sich für das Verhalten sämtlicher Figuren, sowohl der Hauptfiguren als auch der Nebenfiguren. Oftmals wird es eklig - das, was Strunk vermutlich als Provokation versteht, ist vielfach einfach nur unappetitlich. Es werden genüsslich Essensberge und Körperfunktionen, Körperflüssigkeiten und hämische Gedanken und Selbsthass beschrieben. Wie Strunk dicke Menschen und Frauen beschreibt, ist aber nicht mehr nur provokativ, sondern einfach unschön. Gut, dass das Buch kurz ist und das Ende konsequent (kein Spoiler, wenn man schreibt, dass es in der Katastrophe endet), sonst wäre es viel zu viel davon geworden. Warum das Buch auf der Longlist gelandet ist, bleibt bis zur letzten Seite vollkommen unklar.
Rezensionen von LeserinLu :
Atmosphärisch
Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova
Jarka Kubsovas neuer Roman hat mir vor allem sprachlich gefallen. Besonders die Beschreibungen des Waldes sind schön gemacht und atmosphärisch beschrieben. Der Wald wird hier beinahe selbst zu einer Figur und schafft eine ganz besondere Stimmung.
Mit der Geschichte selbst wusste ich anfangs allerdings noch nicht so recht, wohin sie eigentlich führen möchte.
Die verschiedenen Ebenen und die Verbindung zwischen Elli und Viktorka haben sich für mich erst nach und nach erschlossen. Dann wurde die Handlung jedoch zunehmend spannender und hat mich immer mehr gepackt. Besonders interessant fand ich die Themen rund um weibliche Geschichtsschreibung, verdrängte Vergangenheit und die Frage, wessen Geschichten eigentlich überliefert werden. Elli muss sich dabei nicht nur mit Viktorkas Geschichte auseinandersetzen, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit und genau diese Verbindung hat für mich den Roman immer stärker gemacht.
Ein atmosphärischer, sprachlich schöner Roman über Frauen, deren Geschichten über die Zeit hinweg miteinander verbunden sind. Für mich brauchte er etwas Zeit, um seinen Sog zu entwickeln, hat mich dann aber immer mehr für sich eingenommen.
Rezensionen von askyfullofpages:
Förderung und Überforderung liegen nahe beieinander
Wer möchte nicht im Leben bleiben von Helene Bukowski
Fremdbestimmung.
Einsamkeit.
Spurensuche.
Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt.
Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht.
Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann.
Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch.
Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben?
Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat.
„Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen.
⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung
Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.
Rezensionen von askyfullofpages:
Förderung und Überforderung liegen nahe beieinander
Wer möchte nicht im Leben bleiben von Helene Bukowski
Fremdbestimmung.
Einsamkeit.
Spurensuche.
Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt.
Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht.
Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann.
Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch.
Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben?
Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat.
„Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen.
⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung
Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.
Rezensionen von clematis:
Verfluchtes Dorf
Immerkalt von Roman Klementovic
Grundendorf ist ein verfluchtes Dorf, sind doch schon in den letzten Jahren mehrfach Menschen von hier verschwunden. Auch jetzt werden ein Kleinkind und seine Babysitterin vermisst, weshalb der pensionierte Kriminalpolizist Schulz auf den Plan gerufen wird, um Kollegen Patrick zu unterstützen. Dieser ist nämlich sehr persönlich betroffen.
Fesselnd vom ersten Satz weg, spannend auf der ganzen Länge, überraschend mit seiner Auflösung – so kann man den aktuellen Thriller von Roman Klementovic mit gutem Gewissen beschreiben. Figuren, welche wir unter Umständen schon aus Immerstill und Immerschuld kennen, entwickeln sich nun weiter und sind mit ihren privaten Belangen ebenso interessant wie der komplizierte Fall, in welchem ermittelt wird. Das ungewöhnliche Team der Polizei ist durchaus authentisch, nicht immer sympathisch, jedoch mit den originellen Persönlichkeiten äußerst lebendig. Alleingänge und spontane Entscheidungen liefern nach einigen Sackgassen schlussendlich die zusammenpassenden Puzzleteile, insbesondere die letzte Szene bildet einen würdigen Abschluss für die Immermorde-Reihe.
Wer gut strukturierte Thriller und Krimis sucht, die in einem packenden Stil verfasst sind und wer sich auch durch eine Vielzahl an Personen nicht verwirren lässt, der liegt mit Immerkalt (und seinen Vorgängern) goldrichtig!
Rezensionen von Katja K.:
Großartiger Spionage-Thriller zur "berühmtesten autokratischen Bromance unserer Zeit"
Red Star Down von D. B. John
In diesem spannenden Spionage-Thriller rund um Trump, Putin und Kim Jong-un ist D. B. John das Verweben von tatsächlich vorgefallenen (2017/18) und fiktiven Ereignissen meiner Meinung nach hervorragend gelungen und macht den besonderen Reiz dieses Thrillers aus. Er ist politisch höchst brisant und aktuell.
Mein letzter Spionage-Thriller ist schon lange her und ich hatte zugegebenermaßen etwas Bedenken wegen der Länge des Buches und die Befürchtung, dass ich bei politischen Ereignissen, mit denen ich mich weniger gut auskenne, den Faden und auch die Lust an dem Buch verliere. Diese Sorge war völlig unbegründet. Ein paar Mal habe ich kurz recherchiert, ob bestimmte Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben, allerdings war dies dann auch im äußerst interessanten Nachwort zu finden.
Den Schreibstil fand ich direkt angenehm und flüssig, zudem hat der Autor einen trockenen Humor und ich musste einige Male über die meiner Meinung nach passende Beschreibung bestimmter realer Persönlichkeiten lachen (auch wenn das eigentlich eher ein Grund zum Weinen ist).
Mich hat die Story insgesamt komplett gepackt, ich fand sie richtig spannend und hatte mehrmals Gänsehaut, weil ich es doch immer wieder kaum glauben konnte, dass manche Begebenheiten tatsächlich so stattgefunden haben, und mir auch die fiktiven Ereignisse durchaus realistisch erschienen.
Es gibt im Prinzip drei Handlungsstränge zu den drei im Klappentext genannten Charakteren Jenna, Ljoscha und Eric, die ich allesamt gelungen fand. Ich hatte auch keinerlei Probleme, bei den Wechseln den Überblick zu behalten, auch wenn bei diesem Buch natürlich insgesamt durchaus Konzentration erforderlich ist. Mit Jenna und Ljoscha habe ich sehr mitgefiebert und gelitten und Eric fand ich psychologisch äußerst interessant gezeichnet.
Generell hat der Autor auch Wert auf das Entlarven psychologischer Techniken und Mechanismen im Zusammenhang von Autokraten gelegt, was ich als spannend und lehrreich empfand.
Inhaltlich möchte ich gar nicht mehr verraten. Ich kann nur sagen, dass ich das Buch wirklich großartig fand, ich einiges gelernt habe und es mich auch im Nachgang (noch mehr) zum Nachdenken über das derzeitige weltpolitische Geschehen angeregt hat. Große Empfehlung!
Rezensionen von Katja K.:
Bindungsangst? Ich doch nicht!
Halbwach von Sophia Como
Was für ein grandioser, pointiert geschriebener Prolog! Nach der Leseprobe war mir sofort klar, dass dieses Buch auf die Wunschliste kommt.
Die Attraktivität emotionaler Nicht-Verfügbarkeit, das Schönreden von abweisendem Verhalten, das Nähe-Distanz-Spiel beim Dating und in Beziehungen - wer kennt es nicht?!
Der Einstieg in das Buch war für mich dann allerdings etwas schleppend.
Zoe, die sich so viel Mühe gibt, cool, unnahbar und distanziert zu wirken, die ihre Emotionen unterdrückt, der alles egal ist und die möglichst allen anderen egal sein möchte, sie hat es tatsächlich geschafft, dass sie mir zu Beginn, nun ja, egal war... Mich hat nicht wirklich interessiert, wie ihre Story weitergeht und so habe ich erstmal etwas desinteressiert weitergelesen.
Ich bin mit ihr durchs laute Nachtleben getaumelt, habe mich mit ihr betäubt und leer gefühlt, auf der Suche nach irgendetwas, das mich fühlen lässt. Und ganz langsam, zwischen viel Zynismus, Coolness und erzwungenem Lächeln, hat mich die Story immer mehr gepackt und je mehr Zoe strauchelte und sich selbst verlor, desto mehr habe ich zu ihr und ihrer Geschichte gefunden.
Fazit: Für mich war es ein besonderer, atmosphärischer Roman zu einem wichtigen Thema, der sich durchweg leicht lesen lässt, auch dank des flüssigen und modernen Schreibstils, der echt und schonungslos wirkt. Zudem enthält er viele Weisheiten zum Thema Bindungsangst, Selbstliebe und Vertrauen.
Rezensionen von ekiam:
Eine warmherzige Geschichte über Selbstakzeptanz
Nuno Nasenbär von Ingolf Lück
Nuno Nasenbär ist eine warmherzige und humorvolle Geschichte über Selbstakzeptanz und Freundschaft, die uns richtig gut gefallen hat. Die Geschichte wird lebendig und vor allem sehr kindgerecht erzählt und vermittelt dabei eine wichtige Botschaft, ohne belehrend zu wirken.
Nuno ist einfach unglaublich niedlich gestaltet, aber auch die übrigen Illustrationen haben uns gut gefallen.
Auf den Bildern gibt es jede Menge witzige Kleinigkeiten zu entdecken, sodass man auch beim wiederholten Anschauen immer wieder etwas Neues findet. Gerade bei einem Bilderbuch ist das für uns ein großes Plus.
Besonders interessant ist die Mischung aus klassischem Fließtext und Comic-Elementen. Beim ersten Lesen war ich dadurch stellenweise etwas unsicher, in welcher Reihenfolge die einzelnen Elemente gelesen werden sollen. Das hat sich beim mehrmaligen Vorlesen allerdings schnell gelegt. Gleichzeitig finde ich diese Gestaltung für junge Leserinnen und Leser spannend, weil sie ganz nebenbei an ein neues Erzählformat heranführt.
Die Texte sind kurz und altersgerecht und lassen sich dadurch schön vorlesen. Besonders gut gefällt mir die Botschaft hinter Nunos Geschichte: Manchmal sieht man selbst nur die eigenen vermeintlichen Schwächen und bewertet alles negativ, während andere Menschen dieselben Eigenschaften ganz anders wahrnehmen. Was für Nuno zunächst nur Ärger und Missgeschicke bedeutet, sehen seine Freundinnen und Freunde aus einer ganz anderen Perspektive.
Auch die Idee, dass gerade unsere individuellen Eigenheiten uns ausmachen, wird schön vermittelt. Jeder Mensch ist anders, jeder kann etwas anderes gut und genau das ist etwas Positives. Dazu kommt die Bedeutung von Freundschaft; seine Freunde wollen Nuno nämlich nicht verändern, sondern ihm zeigen, dass er genau so wertvoll ist, wie er ist.
Eine liebevoll erzählte Geschichte mit viel Humor, niedlichen Illustrationen und einer wichtigen Botschaft, die schon für kleine Kinder verständlich vermittelt wird.
Rezensionen von Murksy:
Lang lebe das Klischee
Final Show von Dirk Schmidt
Eine in die Jahre gekommene Rockband versucht noch einmal die wenigen, aber eisernen Fans auf einer Tour zu begeistern. Lucy stößt zu der Band und soll sich dabei um Social media kümmern. Ein Todesfall während der Tour hält die Band nicht davon ab, weiter durch Osteuropa zu reisen. Dabei werden die Streitigkeiten und das gegenseitige Misstrauen immer mehr zum Zentrum der Geschichte.
Da ich als begeisterter Musikfans schon etliche Publikationen wie Biografien und Sachbücher über das Business gelesen habe, finde ich in der fiktiven Bandgeschichte einiges, was mir sehr bekannt vorkommt. Es wird auch so gut wie kein Klischee ausgelassen. Aber genau das macht an der Mischung aus Bandgeschichte und Krimi so Spaß. Immer wieder ertappt man sich bei dem Gedanken, dass es genau so aussehen muss, das Rockerleben. Treffend sind die Charakterstudien der älteren Musiker, die schon beinahe verzweifelt an ihrem Status als harte Rocker festhalten wollen. Sex, drugs and rock’n’roll. So nach und nach gibt das Buch in Rückblicken immer mehr Details preis und zeigt, dass die Musiklegenden, oder was man eben so nennt, letztendlich doch nur ganz normale Menschen sind, mit Neid, Frust, Hoffnung und Träumen, die sich an ihren Nimbus festklammern, um nicht in der Masse der Gescheiterten unterzugehen.
Ein unterhaltsamer Roman mit wie gesagt allem, was man von einer Musikergeschichte erwartet. Lang lebe der Rock’n’roll und all seine skurrilen Gestalten.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.











