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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von askyfullofpages:

Förderung und Überforderung liegen nahe beieinander

Wer möchte nicht im Leben bleiben von Helene Bukowski

Fremdbestimmung.
Einsamkeit.
Spurensuche.

Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.

Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt.

Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht.

Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann.

Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch.

Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben?

Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat.

„Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen.

⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung

Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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Wenn Erwartungen auf die Realität treffen

Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas

[Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]

Beziehung.
Liebe.
Identität.

Ich habe mich sehr auf „Die zweitgrößte Liebe“ von Ruth-Maria Thomas gefreut, weil mich ihr vorheriger Roman sehr begeistert hat. Umso höher waren vermutlich meine Erwartungen und genau deshalb konnte dieses Buch sie leider nicht ganz erfüllen.

Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, worauf die Geschichte hinauswill und was sie mir eigentlich sagen möchte. Obwohl die zentralen Themen durchaus erkennbar sind, hat mich der Roman emotional leider nicht so erreicht, wie ich es mir erhofft hatte. Ich mag Geschichten, die mich tief berühren und bei denen ich mit den Figuren mitfühle. Genau das hat mir hier während des Lesens gefehlt.
Interessanterweise gefällt mir das Buch im Nachhinein besser, als während des Lesens. Mit etwas Abstand sehe ich manche Aspekte anders und kann mehr mitnehmen, als noch während der Lektüre. Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt nicht so gepackt wie erwartet.
Keine Frage, das ist Jammern auf hohem Niveau, denn der Schreibstil ist nach wie vor sehr gut, auch wenn ich mir bei den Charakteren etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.
Ein großes Kompliment geht an Lili Zahavi. Das Hörbuch ist hervorragend eingesprochen und hat mir trotz der angesprochenen Kritikpunkte ein sehr angenehmes Hörerlebnis beschert.

Vielen Dank an den Argon Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.

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Das Leben lebt sich vorwärts

Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz

Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Vor allem durch die Frage, wie sehr einen vergangene Entscheidungen ein Leben lang begleiten können. Ich glaube, viele kenne dieses Gefühl, sich zu fragen, was gewesen wäre, wenn man sich damals anders entschieden hätte.

Mich hat vor allem die Frage beschäftigt, was passiert, wenn man zu lange an einer Vorstellung festhält, anstatt sich der Realität zu stellen.

Das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie Erinnerungen und Sehnsüchte unser Leben beeinflussen können.

Sehr berührend fand ich, wie feinfühlig erzählt wird, dass Entscheidungen der Eltern ihre Kinder oft noch viele Jahre später prägen und dass manche Verletzungen mit der Zeit nicht einfach verschwinden.

Das Buch arbeitet nicht mit großen Dramen. Es erzählt einfach vom Leben. Es geht um Reue, Verantwortung, Beziehungen, dem Älterwerden und die Frage, ob man irgendwann lernt, die Vergangenheit loszulassen, um im Hier und Jetzt zu leben.
Am Ende hat mich das Buch daran erinnert, dass man das Leben nur vorwärts leben kann.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die ruhige, tiefgründige Geschichten mit viel Gefühl mögen.

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Die wahren Heldinnen des Stoffwechsels

Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels von Stephan Barth

Dieses lehrreiche Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist verständlich geschrieben, ansprechend illustriert und vermittelt Wissen über die wichtige Rolle der Mitochondrien für unsere Energieversorgung und Gesundheit. Gleichzeitig zeigt es auf, welche Folgen es haben kann, wenn diese nicht mehr optimal funktionieren.

Der Energie-Check hat mich sehr beeindruckt. Der Selbsttest gibt einen guten Überblick über die eigene gesundheitliche Situation und hilft dabei, Bereiche zu erkennen, in denen Veränderungen sinnvoll sein können. Diese Fragen finde ich auch für die ärztliche Praxis sinnvoll.

Der letzte Teil mit seinen praktischen Tipps und Beispielen, wie man unterschiedlichste Aspekte der Gesundheit unterstützen kann, hat mir besonders gut gefallen. Dabei wird deutlich, dass schon kleine Veränderungen im Alltag eine große Wirkung haben können.

Ich kann dieses lehrreiche Buch allen empfehlen, die ihren Körper und ihre Gesundheit besser verstehen und langfristig erhalten möchten.

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Wie man Kinder mit ADHS besser versteht und unterstützt

Konfetti im Kopf von Doreen Aldugan

Wie sehr ich gut durchdachte, hilfreiche, liebevoll gestaltete und wunderschöne Bilderbücher liebe.❤️

Dieses Sachbilderbuch von Doreen Aldugan erklärt kindgerecht und verständlich, was Neurodivergenz bedeutet, welche verschiedenen Erscheinungsformen von ADHS es gibt und wie sich ADHS im Alltag zeigen kann.

Die liebevollen Illustrationen von Emily Claire Völker finde ich wunderschön. Sie untermalen die Inhalte perfekt.

Das Buch zeigt, wie wichtig Verständnis ist. ADHS ist definitiv kein Mangel an Fleiß und Kinder brauchen keine Vorwürfe, sondern eine unterstützende und liebevolle Begleitung. Themen wie Reizüberflutung, Emotionen und Impulskontrolle werden verständlich erklärt und mit praktischen Beispielen und Hilfestellungen ergänzt.

Besonders wichtig finde ich die Botschaft, dass Kinder nicht ihre Diagnose sind. Sie haben nicht nur Herausforderungen zu meistern, sondern auch viele Stärken und besondere Fähigkeiten.

„Konfetti im Kopf“ ist ein wirklich gelungenes Bilderbuch, das hilft, Kinder mit ADHS besser zu verstehen, um sie bestmöglich zu unterstützen.

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Alles ist und bleibt verbunden

Leuchtfeuer von Dani Shapiro

Dieses Buch transportiert so viel Gefühl. Dani Shapiro erzählt von falschen Entscheidungen, Familie, Liebe, Verlust, Tod, Sterben, Schuld, Geheimnissen, Alkoholabhängigkeit und den unsichtbaren Verbindungen, die Menschen über Generationen hinweg miteinander verknüpfen. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie sie Zeit, Erinnerung, Verbundenheit und Vergänglichkeit betrachtet.

Nicht als etwas, das einfach vergeht, sondern als etwas, das fortbesteht.

Die Geschichte hat eine unglaubliche emotionale Tiefe, die sich langsam entwickelt. Nach und nach fügen sich die einzelnen Lebenswege zu einem Gesamtbild zusammen. Vor allem die Frage, ob Menschen und ihre Geschichten nach dem Tod verschwinden, hat in mir viel Resonanz ausgelöst.

Da meine eigene Mama erst vor Kurzem verstorben ist, beschäftige ich mich momentan viel mit der Frage, was nach dem Tod kommt, ob man einfach ganz verschwindet und ob die Verbindungen zu den Menschen, die wir lieben, wirklich gekappt werden.

Ein berührendes, kluges und einfühlsames Buch. Mich hat dieser Roman tief bewegt und er wird mich wahrscheinlich noch lange beschäftigen.

Triggerwarnung: Das Buch behandelt unter anderem die Themen Tod, Sterben, Demenz, Alkoholabhängigkeit, Verlust und Trauer.

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Viva la vida

Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer

Ein berührendes Buch über die erste Liebe, tiefe Freundschaften und den Traum, Profifußballer zu werden. Es erzählt von Sehnsucht, Schicksal und den besonderen Verbindungen zu den Menschen, die unser Leben prägen. Besonders gefallen haben mir die transportierten Emotionen und das Gefühl, das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen intensiv zu spüren.

Wunderschön fand ich die Gedanken darüber, wie sich Träume und Wünsche im Laufe des Lebens entwickeln. Ohne zu viel vorwegzunehmen, zeigt das Buch auf bewegende Weise, dass manche Träume wahr werden und dass wichtige Begegnungen unser Leben oft stärker prägen, als wird zunächst ahnen.

Für mich ist dieses Buch ein sehr warmherziger Roman über das Erwachsenwerden, große Träume, die Liebe und die tiefe Verbundenheit zu Familie und Freunden.

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Macht und Machtmissbrauch

Die Liebeshungrigen von Karine Tuil

„Die Liebeshungrigen“ hat mich vor allem beschäftigt, weil das Buch viele aktuelle Themen aufgreift. Die Fassade bleibt erhalten, während sich hinter den Kulissen unglaublich heftige Szenen abspielen. Es geht um Macht, Politik, Ruhm, Ansehen und darum, was passiert, wenn jemand plötzlich degradiert wird und nicht mehr wichtig ist.

Gleichzeitig geht es um Beziehungen, Ehe, Affäre, Identität, Kinder, Feminismus, Karriere, Filmwelt, MeToo und Machtmissbrauch.

Besonders extrem und sehr verstörend habe ich die Darstellung von Machtmissbrauch gefunden. Einige Szenen habe ich als sehr erniedrigend empfunden und sie waren für mich mehr als verstörend und teilweise nur schwer zu lesen. Denn für mich hatten sie viel mit sexualisierter Gewalt und absolutem Machtmissbrauch zu tun.

Das Buch zeigt mehr als eindrücklich, wie Machtgefälle Menschen und Beziehungen beeinflussen können und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Den Schreibstil der Autorin fand ich richtig gut. Ich konnte mich sehr gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen und ihren teilweise heftigen, chaotischen und manchmal auch sexistischen Gedankengängen und Gefühlslagen folgen.

Für mich ist „Die Liebeshungrigen“ ein sehr gesellschaftskritischer und brandaktueller Roman, der überaus wichtige Themen anspricht und sehr lesenswert ist.

Triggerwarnung: Das Buch behandelt unter anderem Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt, Sexismus und Alkoholismus. Passt bitte gut auf euch auf.

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Zwischen Wahrheit und Lüge

Weil sie lügt von Caroline Seibt

Die Geschichte lebt von ihren Geheimnissen, den vielen Verdächtigungen und der durchgehend hohen Spannung.

Besonders gut gefallen haben mir die familiären Verhältnisse und die Frage, wem man überhaupt noch trauen kann. Die Liste der Verdächtigen scheint dabei immer länger zu werden oder etwa doch nicht?

Das Buch ist kurzweilig geschrieben, lässt sich flüssig lesen, hält die Spannung von Beginn an hoch und hat mir bis zum Schluss großen Lesespaß bereitet.

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Rassismus geht uns alle an!

Rassismus im Rückspiegel von Angélique Beldner

Ein eindrucksvolles, starkes Buch, das viele wichtige Themen anspricht. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Die geschilderten Erfahrungen sind verabscheuungswürdig und zutiefst rassistisch und zeigen deutlich, wie tief Rassismus in unserer Gesellschaft verankert ist. Wie die Autorin selbst schreibt: Rassismus geht uns alle an!

Eine absolute Leseempfehlung von mir.

Bitte beachtet die Triggerwarnung zu Beginn des Buches.

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