Kunden em pfehlungen
Rezensionen von tonton:
Gute Einführung in die Mythologie
WAS IST WAS Comic - Mythologie von Aljoscha Jelinek; Matthias Kempke
Mein Kind liebt diese Reihe und war total begeistert, den letzten Band zu lesen. Ich muss zugeben, dass mich das Thema Götter und Mythologie etwas überrascht hat. Ich hatte irgendwie "konkretere" Themen erwartet, da die Handlung bisher immer "in der Realität" stattfand.
In dieser Geschichte reisen die Hauptfiguren nicht durch Raum und Zeit.
Stattdessen reisen sie in Iris' Träume, um für ihre Mythologieprüfung zu lernen.
In der Traumwelt wird Professor Quecksilber von Quetzacoatl entführt.Die Kinder jagen ihm durch das alte Ägypten, Griechenland, Asgard und Mesoamerika nach, wo sie auch den jeweiligen Gottheiten begegnen.
Mir gefällt, dass es diesem Buch gelingt, auf wenigen Seiten so viele Kulturen abzudecken. Es gibt auch kurze Erwähnungen von Maui, Sun Wukong und Kintaro, um die Neugier der Leser zu wecken, falls sie mehr darüber erfahren möchten. Obwohl ich mir wünschen würde, dass auch weniger bekannte Mythologien vertreten wären, bietet dieses Buch meiner Meinung nach einen sehr guten Überblick über das Thema für junge Leser wie meine, die mit Mythologien überhaupt nicht vertraut sind.
Rezensionen von M:
Liebesroman einmal anders
Der Sommer, in dem Henry die Tiere verstand und sein Herz verlor von Robert Isaacs
Henry, der eher zurückhaltend, ängstlich und schüchtern ist, verliebt sich nach einem ersten von einer Kollegin arrangierten Date in die lebenshungrige, quirlige Molly. Dazu kommt, dass er plötzlich auch die Sprache der Tiere verstehen kann und gar nicht weiß, was mit ihm los ist. Der Sommer, indem Henry die Tiere verstand und sein Herz verlor ist eine wunderschöne, teilweise märchenhafte, sehr poetische Geschichte.
Sie bleibt aber nicht auf dem Level einer Liebesgeschichte, es kommen auch spannende Elemente dazu, als Henry durch Verstehen der Sprache der Ratten im U-Bahnschacht von einem Mord erfährt und so selber zum Verfolgten wird. Das Schöne ist, dass der Leser im Laufe der Geschichte miterlebt, wie Henry immer mutiger wird, über sich selber hinaus wächst und endlich für sich selber eintritt und seine Liebe findet. Aber das Rätsel, wieso Henry die Tiere verstand, bleibt.
Rezensionen von Claudia R.:
Krebs kindgerecht erklärt
Als der Krebs bei Mama einzog von Maria Schmid
Klappentext / Inhalt:
Ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das Kindern Krebs erklärt und Familien ein Stück Trost schenkt
Manchmal passiert etwas, das niemand erwartet: Mama bekommt Brustkrebs. Dann verändert sich vieles – für sie und auch für dich.
Wie sich diese Zeit für dich anfühlen kann
Im Buch Wie der Krebs bei Mama einzog wird gezeigt, wie ein Kind diese besondere und manchmal schwere Zeit erlebt.
Du siehst, was bei der Behandlung passiert und welche Gefühle dabei auftauchen können.
Bilder, die dir Mut machen
Die schönen Aquarell-Bilder und die einfachen Erklärungen helfen dir zu verstehen, was los ist. Sie zeigen dir, dass du mit deinen Gedanken und Gefühlen nicht alleine bist.
Gemeinsam darüber sprechen
Dieses Buch möchte dir Mut machen, Fragen zu stellen und über alles zu reden, was dir wichtig ist. So können du, Mama und alle, die dich liebhaben, gemeinsam durch diese Zeit gehen.
Cover:
Ein wenig abstrakt und mit vielen verschiedenen Strukturen und Verläufen probiert es die Thematik aufzugreifen. Es zeigt eine Frau und ein Kind welche sich verbinden und die Mutter wird von vielen weiteren kleinen Strukturen und Bahnen gelenkt, die man hier unterschiedlich interpretieren kann. Es wird einerseits recht abstrakt erfasst und doch kann man die Thematik hier schon sehr gut erkennen, daher finde ich das Cover durchaus passend und gut gewählt.
Meinung:
Krebserkrankungen sind kein leichtes Thema und schon gar nicht für ein Kind. Wie erklärt man dies am Besten besonders wenn ein Angehöriger davon betroffen ist?
Mit dieser Geschichte wird direkt, liebevoll, feinfühlig und gut verständlich auf diese Thematik eingegangen und erklärt. Als der Krebs bei Mama einzog erzählt aus Sicht des Kindes, was geschehen ist und wie sie sich, aber auch wie die Mama sich fühlt und was dann passiert. Chemotherapie und Operation werden erklärt und verständlich herübergebracht. Auch mit der Vorstellung von Krebs wird aufgeklärt. Auf kindgerechte und verständliche Weise wird hier auf die Thematik Brustkrebs eingegangen und verarbeitet.
Zu viel vom Inhalt möchte ich hier jedoch nicht vorweg nehmen und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und gut verständlich. Es wird aus Sicht des Kindes in der Ich-Perspektive erzählt. So ist man dem Mädchen sehr nah und kann besonders auch ihre Gefühle und Gedanken gut greifen.
Die Textpassagen je Seite haben eine angenehme und gute Länge.
Die bunten Bilder setzen das Ganze sehr schön um und besonders das Ende ist sehr liebevoll und hoffnungsvoll mit den vielen Blumen gestaltet und gibt dem Ganzen ein schönes Ende.
Toll fand ich auch das informative Glossar am Ende, welches manches nochmal ausführlicher erklärt.
Fazit:
Krebs verständlich, kindgerecht und feinfühlig erklärt.
Rezensionen von Claudia R.:
Yoga für alle
Simon und Balou im Yogawald von Diana Sellmann
Klappentext / Inhalt:
Simon und Balou im Yogawald lädt Kinder ab 4 Jahren auf eine besondere Reise zu den Tieren des Waldes ein. Gemeinsam mit Simon und seiner Schildkröte Balou begegnen sie verschiedenen Waldtieren und entdecken spielerisch einfache Yogaübungen, die Bewegung, Achtsamkeit und Körperwahrnehmung miteinander verbinden.
Kindgerecht angeleitete Übungen regen dazu an, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig Kraft, Beweglichkeit und Balance zu erleben. Dabei stehen nicht Leistung oder perfekte Bewegungen im Mittelpunkt, sondern die Freude am Ausprobieren und Mitmachen.
Die Tiere des Waldes werden zu kleinen Vorbildern: mal ruhig und aufmerksam, mal stark, beweglich oder voller Leichtigkeit. Kurze Impulse begleiten die Übungen und schaffen Momente, in denen Kinder ihren Atem, ihren Körper und ihre Umgebung bewusster wahrnehmen können.
Ein spielerisches Mitmachbuch für gemeinsame Ruhe und Bewegungsmomente zu Hause, in der Kita oder überall dort, wo Kinder Yoga und Achtsamkeit auf natürliche Weise entdecken möchten.
"Simon und Balou im Yogawald" ist der zweite Band der Kinderbuchreihe "Simon und Balou : Die Reise zu mir".
Cover:
Das Cover ist super niedlich gestaltet und strahlt eine besondere Ruhe und wärme aus. Ein Junge in einer Yoga Pose und eine niedliche Schildkröte daneben im Schneidersitz sind erkennbar und auch noch weitere Tiere des Waldes. Das Ganze ist sehr schön und detailreich umgesetzt. Der Wiedererkennungseffekt zum ersten Band ist auch hier erkennbar.
Meinung:
Ein weiteres Buch mit Simon und Balou, welche zum Mitmachen einladen. Diesmal halten sie so einige Yoga Übungen bereit. Die Bücher sind unabhängig lesbar und auch die Reihenfolge ist belanglos, da jedes Buch unterschiedliche Übungen bereit hält.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Die Übungen sind einfach und gut verständlich umgesetzt. Zu Beginn werden die beiden Charaktere kurz vorgestellt und dann geht es auch schon los. Im Yogawald gibt es so einige Übungen und Impulse zu entdecken. Sie lernen unterschiedliche Tiere im Yogawald kennen, wie einen Frosch, eine Katze oder auch eine Schlange. erst beobachten sie die entsprechenden Tiere und dann machen sie eine entsprechende Yogaübung mit dem Namen des Tieres und es wird dabei alles gut beschreiben, was man tut und wie man dies kanalisiert. Die Übungen werden gut und verständlich erklärt. Die bildlichen Beschreibungen helfen dabei die Übung nachzumachen. Auch die Bilder und Illustrationen sind sehr schön umgesetzt und runden es im Gesamten sehr gut ab.
Auch am Ende findet man noch einige Atemübungen und es wird toll und liebevoll abgerundet. Eine schöne Zusammenfassung schließt das Ganze sehr gut ab.
Die Umsetzung und Gliederung finde ich sehr gut gelungen und auch die Gestaltung ist sehr liebevoll und schön umgesetzt. Die Geschichten und Übungen sind gut verbunden und Klein und Groß können hier einiges erlernen und mitnehmen. Die Übungen laden zum mit- und nachmachen ein.
Fazit:
Yoga Mitmachübungen für klein und groß, liebevoll und einfach erklärt.
Rezensionen von Ameland:
Eiskalt und düster
Weißer Rausch von Anu Ojala
Hier muss ich einfach etwas zu dem tollen Cover sagen. Ein zugefrorenes Fenster, dessen Mitte frei gemacht wurde, gibt den Blick auf ein einsames Haus und einen dick zugefrorenen See frei. Ich vermeinte die Kälte zu spüren und die Haptik tat ihr übriges hinzu.
Eine Serie verschiedenster Verbrechen an der finnisch-schwedischen Grenze hält die Kommissarin Ronja Jentsch und ihre Kollegen in Atem.
Die wenigen Atempausen, die ihr Beruf ihr lässt, kümmert sie sich um ihre an Demenz erkrankte Mutter. Die aufreibenden wie zeitraubenden Ermittlungen und zu wenig Schlaf fordern irgendwann ihren Tribut.
Anu Ojala hat da einen nervenaufreibenden Thriller geschrieben der mich kaum zu Atem kommen ließ. Wechselnde Perspektiven, immer neue Verbrechen und Erkenntnisse, diverse Spuren und private Probleme hielten den Spannungsbogen hoch. Für Gänsehaut sorgten nicht nur Temperaturen von minus 33 Grad, sondern auch die Brutalität.
Der Thriller zeigt sehr gut das Drogenproblem mit dem nicht nur die nordischen Länder zu kämpfen haben. Immer mehr und neuartige Drogen schwemmen auf den Kontinent. Die Auswirkungen sind schrecklich. Die einen treibt die Gier nach dem nächsten Schuss, die anderen nach dem schnellen Geld. Drahtzieher und Dealer finden immer neue Wege. Ein Kampf gegen Windmühlen.
Mich konnte der erste Teil der Trilogie begeistern. Am Ende bleiben zwar noch einige Fragen offen, die wohl erst in den nächsten beiden Bänden beantwortet werden. So bleibt die Spannung erhalten.
Rezensionen von Claudia R.:
Ruhe finden
Ich bin bei mir von Diana Sellmann
Klappentext / Inhalt:
Ich bin bei mir ist ein liebevoll gestaltetes Achtsamkeits- und Mitmachbuch für Kinder ab 4 Jahren. Gemeinsam mit Simon und seinem Freund Balou begeben sich Kinder auf eine ruhige Entdeckungsreise zu ihrem Atem, ihren Gefühlen und ihrem Körper.
In kurzen, kindgerechten Texten und einfachen Übungen lernen Kinder, innezuhalten, bewusst zu atmen und ihre Wahrnehmung zu schärfen.
Sie entdecken, wie es sich anfühlt, zur Ruhe zu kommen, ihren eigenen Körper zu spüren und auf ihre inneren Signale zu hören. Themen wie Achtsamkeit, Selbstwahrnehmung, Meditation und bewusstes Essen werden dabei spielerisch und alltagsnah vermittelt.
Der wiederkehrende Satz "Ich bin bei mir" begleitet die Kinder durch das Buch und stärkt ihr Vertrauen in sich selbst. Die ruhigen, stimmungsvollen Illustrationen schaffen eine warme Atmosphäre und laden zum Mitfühlen und Mitmachen ein.
Das Buch eignet sich ideal zum Vorlesen im Familienalltag sowie für den Einsatz im Kindergarten und in der Grundschule. Es unterstützt Kinder dabei, ihre Gefühle besser zu verstehen, innere Ruhe zu finden und ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln.
Cover:
Achtsam und entspannt wirkt hier bereits das Cover. Eine Schildkröte und ein Junge daneben im Schneidersitz vermitteln eine entspannte und ruhige Atmosphäre. Optisch und farblich ist das Ganze sehr schön und passend umgesetzt.
Meinung:
Ein wunderschönes Kinderbuch mit einfachen Übungen zur Entspannung, Meditation und Achtsamkeit. Simon und Balou werden am Beginn kurz vorgestellt und dann geht es auch schon los.
Zu viel möchte ich hier gar nicht verraten. Schaut am Besten selbst hinein. Es ist wunderschön und sehr liebevoll gestaltet und gezeichnet.
Die Charaktere werden kurz vorgestellt und dann geht es auch schon mit den ersten Übungen los. Im ersten Kapitel geht es um Achtsamkeit. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit Meditation und im dritten Kapitel geht es um bewusst essen. Es folgt eine Zusammenfassung und was man gelernt hat. Das Ganze ist gut verständlich und übersichtlich aufgebaut.
Die Übungen sind leicht und gut verständlich beschrieben und umgesetzt, so dass man diese leicht nachmachen kann. Die Impulse sind sehr schön und hilfreich und es zeigt, wie wichtig Achtsamkeit und bewusstes Handeln ist.
Jede Seite ist wunderschön gezeichnet und die Bilder und Illustrationen passen sehr gut zu den Übungen und den Impulsen und veranschaulichen diese sehr gut.
Das Ganze strahlt eine sehr positive Atmosphäre aus und auch eine gewisse Ruhe.
Die Bilder sind sehr schön gewählt und diese setzen das Ganze sehr schön um. Die liebevollen Zeichnungen unterstreichen das Ganze sehr gut.
Man kann hier sehr viel lernen und mehr zu sich selbst und Ruhe finden. Hilfreich für kleine und große Kinder und auch ich als Erwachsener finde es sehr schön gemacht und mag die Übungen sehr gern und konnte so einiges für mich mitnehmen und fand die Impulse und Übungen sehr liebevoll und hilfreich.
Fazit:
Ein wunderschönes Kinderbuch mit einfachen Übungen zur Entspannung, Meditation und Achtsamkeit.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Sehr therapeutisch und wissenschaftlich, nur ein paar persönliche Übungen am Ende
Bin ich einsam? von Barbara Steinhilber
Wenn ich ein Buch mit dem Titel "Bin ich einsam? Die eigene Einsamkeit erforschen und sich wieder verbinden" sehe, dann würde ich auf den ersten Eindruck erwarten, dass es sich um ein sehr persönliches Arbeitsbuch handelt und es im Großteil des Buches um meine eigene Einsamkeit als Leserin geht.
So ist es schließlich angekündigt. Auch der Text auf der Rückseite lässt auf so ein Buch schließen.
Tatsächlich handelt es sich aber um etwas anderes: einen großen Teil des Buches nimmt die biographische Geschichte der Patientin "Anna" ein. Wir erfahren ganz viel über Annas Leben und Einsamkeitserfahrungen: von der frühen Kindheit über die Schulzeit, Jugend, das erste Verliebtsein, die Beziehung mit einem Mann, Mutterschaft und später ihre Weiterentwicklung in einer Therapie.
Ergänzend dazu werden verschiedene wissenschaftliche Ansätze zur Erklärung von Einsamkeit vorgestellt: von psychoanalytischen Theorien über die Bindungsforschung und evolutionäre Blickwinkel bis zur Vererbung. Durchaus unterhaltsam lässt die Autorin dabei an mehreren Stellen im Buch Vertreter und Vertreterinnen der verschiedenen Perspektiven miteinander zu dem Thema diskutieren, etwa Charles Darwin, Sigmund Freud, eine Yogalehrerin, eine Unternehmensberaterin und weitere Personen. Hier werden humorvoll, kurzweilig und prägnant die verschiedenen Sichtweisen deutlich.
Schließlich werden noch praktische Ansätze zur therapeutischen Arbeit zum Thema Einsamkeit vorgestellt: eine Therapiegruppe und therapeutisches Schreiben.
Von all dem kann man sich durchaus für die Erforschung der persönlichen Einsamkeit etwas mitnehmen, wenn man in der Lage ist, die allgemeinen Ansätze auf die eigene Situation umzulegen. Konkrete Übungen zur Erforschung der eigenen Einsamkeit finden sich auch noch einige, und zwar auf den Seiten 190 bis 193, ganz am Ende des Buches.
Ich persönlich hätte mir aufgrund der Art, wie das Buch sich nach außen präsentiert, eine viel stärkere Einbindung der Einladung zur persönlichen Reflexion samt Übungen gewünscht, die sich durch das ganze Buch ziehen würde, nicht nur eine kurze Übungsliste ganz am Ende.
So kann ich dieses durchaus interessante und wissenschaftlich fundierte Buch jenen mit Vorkenntnissen in diesem Bereich sehr empfehlen, also Psychologinnen, Therapeuten und anderen professionell Tätigen aus dem psychosozialen Bereich. Für diese ist es eine sehr gute Arbeitsgrundlage und gibt auch gute Ideen für die eigene therapeutische Arbeit mit Einzelnen und Gruppen in diesem Bereich.
Für interessierte Laien könnte es hingegen stellenweise zu theoretisch sein. Wer ein Buch mit vielen persönlichen Übungen und Reflexionsfragen für die individuelle Analyse des eigenen Lebens sucht, wird womöglich nicht ganz glücklich damit werden.
Rezensionen von Rinoa:
Der Twist rettet das Buch
Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He
Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu schreiben, da mich das Buch sehr zwiespältig zurückgelassen hat.
Ich mag YA-Thriller mit Highschool-Setting wirklich gern und deshalb war mir schnell klar, dass ich "Perfect Little Monsters" unbedingt lesen möchte, auch wenn ich dieses Alter schon längst überschritten habe.
Und von den Zutaten hatte es auch alles, was es für eine spannende Geschichte braucht: Die neue an der Schule, eine manipulative Cheerleaderin, ein Mord und ganz viele Motive.
Und dann das große Aber: Ich fand den Schreibstil einfach nur grausig. Er war dermaßen simpel, hölzern und oberflächlich, das hat fast weh getan. Ich weiß auch nicht, ob es an der Übersetzung lag oder doch an der Autorin selbst. Letztlich ist das aber eigentlich egal, Fakt ist, dass ich es zwischendurch kaum ausgehalten und ernsthaft überlegt habe, abzubrechen. Im Grunde habe ich nur durchgehalten, weil ich Bücher in der Regel auch zu Ende lese.
Doch dann ist etwas passiert, mit dem ich wirklich nicht gerechnet habe: Es wird ein Plot-Twist ausgepackt, der mir regelrecht die Schuhe ausgezogen hat. Das hatte ich überhaupt nicht kommen sehen und es hat das Buch schlagartig aufgewertet. Den für meinen Geschmack schlimmen Schreibstil hat es zwar nicht wettmachen können, die Entwicklung und das Ende waren aber wirklich klasse.
Rezensionen von Claudia R.:
Familienzeit
Wie schön, dass wir uns haben, kleiner Fuchs! von Ulrike Motschiunig
Klappentext / Inhalt:
Der kleine Fuchs entdeckt, wie kunterbunt und unterschiedlich sich das Zusammenleben der Tiere im Wald gestaltet: Wie es sich wohl bei der großen Ameisenfamilie lebt? Und ob Frau Elster wirklich lieber den Tag für sich alleine verbringt? So unterschiedlich die Sichtweisen über das Zusammenleben auch sind, haben die Waldtiere eines gemeinsam: sie alle sind Familie.
Cover:
Das Cover ist sehr liebevoll gestaltet. Zwei Füchse eng aneinander gekuschelt sind erkennbar und auch viele weitere Tiere kann man auf dem Bild entdecken. Ameisen, Meisen, ein Eichhörnchen und ein Uhu sind auch auf dem Bild erkennbar. Das Ganze ist sehr schön und ansprechend umgesetzt. Ein sehr schönes und naturnahes Cover.
Meinung:
Die Umgebung entdecken und kennenlernen, so geht es dem kleinen Fuchs und erlernt viele verschiedenen und sehr unterschiedliche Tiere kennen und stellt dabei fest, dass es alles Familien sind und wie wichtig Gemeinschaft, Familie und Zusammenhalt ist. Die Liebe der Familie ist einfach etwas einzigartiges und besonders, wie unterschiedlich auch die Strukturen und Gegebenheiten sind, wichtig ist doch, dass man in einer Familie füreinander da ist und gemeinsam glücklich.
Zu viel möchte ich hier noch nicht verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell findet man sich in Geschichte und Charaktere hinein. Der kleine Fuchs ist neugierig und lernt dabei sehr viel kennen. Die. verschiedenen Familien und Tiere sind toll erfasst und umgesetzt und man lernt dabei so einiges über die unterschiedlichen Tiere kennen.
Eine sehr liebevolle und vielschichtige Geschichte. Kurze Textpassagen machen das Ganze gut verständlich. Die wunderschönen bunten Bilder runden es sehr gut ab und setzen das Gelesene sehr schön um. Die Geschichte ist liebevoll und interessant erzählt.
Fazit:
Wie wichtig und unterschiedlich Familien sein können, lernt man hier in diesem Buch.
Rezensionen von carola1475:
Überzeugende, gut recherchierte Dystopie mit fesselnden Handlungssträngen
Novembersommer von Andreas Eschbach
Auch Mitte der 2030er Jahre hat keine Regierung wirksam etwas gegen den steigenden Ausstoß von Kohlendioxid in die Atmosphäre getan. Nach der schockierenden Inszenierung eines Mitglieds wird eine Gruppe von Aktivisten um den charismatischen Wim Frederik Rookwerper aktiv, Geo-Engineering scheint die einzige verbleibende Möglichkeit gegen den Hitzekollaps zu sein.
Aber ihr mit bester Absicht durchgeführtes Experiment hat ungeahnte Folgen für die Menschheit und die Erde.
In 'Novembersommer' gibt es viele Protagonisten, Wissen vermittelt vor allem Clemens Arndt, der gern und gekonnt wissenschaftlich arbeitet und seine umfassenden Kenntnisse auch teilt. Naturwissenschaftliche und geschichtliche Hintergründe und die physikalischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge lässt Eschbach Arndt gut verständlich und nachvollziehbar erklären.
Durch Handlungsstränge anderer Protagonisten in Mali, Sibirien oder Südostasien wird sehr deutlich, dass es auch Profiteure des Klimawandel gibt, ebenfalls der Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden.
Andreas Eschbach hat sowohl wissenschaftlich gut recherchiert als auch gesellschaftlich und geopolitisch mögliche Entwicklungen weiter gedacht.
So wie es Beziehungen zwischen vielen der Protagonisten gibt, stehen auch die klimatischen Veränderungen miteinander in Verbindung und so entsteht eine komplexe Geschichte, bei der Eschbach zeigt, dass er ein guter Erzähler ist. Er schreibt klar, angenehm zu lesen und die Charaktere, aus deren wechselnden Perspektiven erzählt wird, sind gut ausgearbeitet. Ich kann ihre Ängste und Sorgen nachvollziehen, was sie bewegt, wird vom Autor glaubhaft geschildert.
Die umfangreiche Geschichte hätte an der ein oder anderen Stelle gestrafft werden können, aber ich habe mich beim Lesen nie gelangweilt, sondern alle Entwicklungen gebannt verfolgt.
Der bedrückende Roman mit seinem schönen wie passenden Cover ist atmosphärisch, vielschichtig und spannend, und auch beängstigend, was die Zukunft angeht. Mir hat der fesselnde 'Novembersommer' sehr gut gefallen.











