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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Simone:

Der mutige Blick in die Ferne

Drei Länder, zwei Frauen, ein Zelt von Tanja Willers

Als ich das Buch „Drei Länder, zwei Frauen, ein Zelt“ von Tanja Willers und Johanna Hochedlinger gelesen habe, hat es mich sofort gepackt. Die beiden Frauen nehmen uns mit auf eine ganz besondere Reise durch den Kaukasus – und zeigen dabei, dass Abenteuer nicht immer bequem sein müssen.

Die Reise führt durch Aserbaidschan, Armenien und Georgien, vom Kaspischen Meer bis zum Schwarzen Meer.

Dabei sind die beiden nicht einfach mit dem Auto oder einem normalen Fahrrad unterwegs. Sie fahren mit ihren Rädern und haben zusätzlich kleine Packrafts dabei. Das sind leichte Boote, die sie auf ihrer Reise immer wieder nutzen. So wechseln sie zwischen Fahrrad und Wasser.

Besonders beeindruckt hat mich, dass die Autorinnen nicht nur die schönen Seiten zeigen. Natürlich gibt es atemberaubende Landschaften, Berge und besondere Momente. Aber es gibt auch Müdigkeit, Muskelkater, schwierige Wege und Situationen, in denen man sich fragen muss: „Schaffen wir das wirklich?“ Genau das macht die Geschichte für mich so ehrlich und glaubwürdig.

Sehr schön fand ich auch die Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Die Reise besteht nicht nur aus Sport und Kilometer sammeln. Tanja Willers und Johanna Hochedlinger erleben die Kultur der drei Länder, probieren landestypisches Essen und lernen verschiedene Menschen kennen. Auch georgischer Wein und Khinkali gehören zu ihren Erlebnissen. Dazu kommen besondere Orte und alte Gebäude, die noch an die Zeit der Sowjetunion erinnern.

Ein großes Highlight sind für mich die authentischen Fotos im Buch. Sie machen die Reise noch viel lebendiger. Man kann sich die Landschaften, die Straßen, die Berge, die Flüsse und die besonderen Begegnungen viel besser vorstellen.

Für mich ist die wichtigste Botschaft des Buches: Man muss nicht immer in seiner sicheren und gewohnten Welt bleiben.

Die beiden Frauen zeigen, was möglich ist, wenn man sich etwas zutraut. Ihre Reise hat mich deshalb nicht nur neugierig auf den Kaukasus gemacht. Sie hat mich auch persönlich zum Nachdenken gebracht.

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Rezensionen von Immenhof:

Für Kleinkinder

Play+ Mein allererstes Soundbuch Tiere im Wald - ab 12 Monate von Maria Höck

„Mein allererstes Soundbuch Tiere im Wald“ aus der Play+ Reihe richtet sich an Kinder ab einem Jahr. Das Buch besteht aus fünf Doppelseiten und die Buchseiten sind aus stabilem Karton gefertigt, sodass sie auch von kleinen Kinderhänden gut umgeblättert werden können. Sehr praktisch für den Alltag finde ich den An und Ausschalter.

Auch die Knöpfe zum Auslösen der verschiedenen Geräusche sind schön gross und lassen sich bereits von Einjährigen gut drücken.

Die Zeichnungen sind eher einfach und übersichtlich gehalten und passen damit gut zur Altersgruppe. Trotzdem gibt es auf den einzelnen Seiten verschiedene Tiere zu entdecken, sodass sich beim gemeinsamen Anschauen immer wieder Gesprächsmöglichkeiten ergeben. Auch die Auswahl der unterschiedlichen Lebensräume und der dazu passenden Tiere gefällt mir gut.

Im Vergleich zu anderen Kleinkinderbüchern fehlen mir ein wenig die unterschiedlichen haptischen Elemente, beispielsweise Fell zum Fühlen. Dafür sind die Knöpfe einfacher zu bedienen und meiner Meinung nach gerade für Kinder ab einem Jahr sehr gut geeignet. Insgesamt ein schönes erstes Soundbuch, bei dem insbesondere die altersgerechte Gestaltung überzeugen kann.

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Rezensionen von Ryria:

Magie, Taktik und spannende Ideen

Queen of Faces - Die Königin der tausend Gesichter von Petra Lord

Queen of Faces zeichnet eine interessante Welt: Ein Großteil der Welt ist bereits vom Meer überflutet worden, die verbliebenen Länder sind von Kriegen und Rebellionen geprägt. Menschen haben die Fähigkeit, ihre "Seelen" in neue Körper zu transferieren - und dazu gibt es natürlich auch noch Magie.

Eine wilde Mischung, die aber recht faszinierend ist, sobald man einmal in der Geschichte angekommen ist.
Im Fokus steht Ana, die nur einen billigen, kränklichen Jungenkörper ihr Eigen nennt. Um dem drohenden Tod zu entgehen lässt sie sich auf eine Arbeit als Söldnerin ein, während sie gleichzeitig auch noch eine magische Eliteschule besucht. So zusammengefasst klingt es nach recht viel, daher ist es nicht verwunderlich, dass einige Aspekte durchaus zu kurz geraten dabei.
Während das Buch als Dark-Academia-Sensation beworben wurde, ist dieser Teil der Handlung wohl mit am kürzesten ausgefallen. Ja, es gibt die Schule, und zwischendurch ist man auch mal kurz dort, aber insgesamt spielt das Leben dort keine große Rolle.
Viel öfters ist man bei den Söldnermissionen dabei und ich muss sagen, dass mir diese doch gut gefallen haben. Sie waren oft sehr spannend und ich habe mich jedes Mal darauf gefreut zu verfolgen, mit welcher Strategie diesmal die Probleme gelöst wurden.

Dieser taktische Aspekt neben der Magie ist eine schöne Kombination, aber auch das Magiesystem mochte ich. Es ist nicht zu kompliziert und wird Stück für Stück eingeführt, und auch Ana muss erst noch viel lernen, was sie mir sympathisch gemacht hat. Generell gab es einige coole Charaktere, auch wenn diese manchmal ein wenig verwirrend waren.
Die Autorin ist eine Transfrau und so fühlte sich vieles wie ihre eigenen Gedanken an, wie Anas Wunsch ihrem Jungenkörper zu entkommen. Im Laufe der Handlung kommen nur sehr viele Charaktere hinzu, die irgendwie in einem anderen Körper sind - während dies zwar die Botschaft unterstreicht, dass es nur auf die Seele ankommt, war es für das Kopfkino beim Lesen doch manchmal ein wenig erschwerlich. Prinzipiell also sehr cooles Konzept, in dieser Masse fand ich es aber leicht zu viel.
Trotz vieler düsterer Themen wirkte das Buch auch irgendwie öfters noch recht jung, die Hauptcharaktere sind 17.
Insgesamt hat mir vor allem das Worldbuilding und die Mischung aus Taktik und Magie gut gefallen, daher bin ich auf die Fortsetzung gespannt.

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Rezensionen von hohleborn8:

Sexy Bourbon-Boys and -Brothers aus Kentucky

Bourbon and Lies von Victoria Wilder

Laney Young ist auf der Flucht. Sie rettete einer Frau in einer beherzten Aktion das Leben. Nun ist ihr eigenes Leben nicht mehr sicher. Da die Zeit drängt, wird sie inoffiziell im Zeugenschutzprogramm untergebracht. Die taffe New Yorker Hochzeitsplanerin findet sich unvermittelt in der familiären Whiskey-Brennerei der Familie Foxx in Fiasco/Kentucky wieder.

Die drei hoch attraktiven Foxx Brüder sind nicht begeistert über den Überraschungsgast. Grant Foxx, der jüngste Bruder, riecht als Ex-Cop die Gefahr, die Laney mit sich bringt. Er misstraut der heißen Braut und versucht sie auszuhorchen. Doch in Laney findet der mürrische, vom Leben geschlagene Cowboy eine würdige Gegnerin.
Victoria Wilder gelingt mit "Bourbon & Lies" eine hochspannende Liebesromanze mit Thrillercharakter. Ich würde dieses Buch in die Kategorie der Lady-Thriller einordnen: Krimi, Thriller, eine große Portion Liebe und Erotik gemischt mit Kleinstadt- und Country-Feeling. Ein gute Mischung fürs Herz, hochspannend bis zum Schluss. Für Whiskey-Liebhaber eignet sich dieser erste Teil der Bourbon-Reihe fast als Lehrbuch der Bourbon-Herstellung.
Obwohl ich von Anfang an die Parallelen zwischen den Fällen von Frauenentführung und Misshandlung in Kentucky und dem von Laney in New York befreiten Opfer gesehen habe, wurde ich von der Auflösung am Ende doch überrascht. Ich bin gespannt, wie Grants Brüder in den Folgebänden ihre Liebe finden und ob es dabei auch so spannend zugeht? Findet einer der beiden eventuell mit Hadley sein Glück? Denn sie war neben Opa Griz eindeutig mein Liebling.

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Rezensionen von lorireads:

Hat mich leider nicht richtig erreicht

The Weight of Falling (in Love) von Sarah Stankewitz

Nachdem ich mein letztes Buch von Sarah Stankewitz positiv in Erinnerung hatte, war ich neugierig auf ihr neues Buch.
Der Klappentext hat zwar schon erahnen lassen, dass traurige Themen im Buch eine Rolle spielen, aber trotzdem war mir die Stimmung, die beim Lesen aufkam zu schwer und düster. Gleichzeitig kam bei mir nicht wirklich Spannung auf und ich hatte das Gefühl, dass sie Handlung einfach so vor sich hin plätscherte und man nur auf das Happy End am Ende gewartet hat.

Ich glaube, mir hat etwas gefehlt, dass da Buch aus der Menge der NA-Bücher hervorhebt, aber das kam für mich leider nicht durch. So richtig benennen, was genau mir gefehlt hat, kann ich aber gar nicht.
Zu Silas und Cloud bin ich trotz der wechselnden Sichtweise, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, nicht so richtig durchgedrungen und konnte keine Verbindung zu Ihnen aufbauen.
Letztendlich muss ich sagen, dass die Geschichte zwar grundsätzlich schön erzählt ist und das Free Running in Verbindung mit der Musik schöne und interessante Themen waren, aber das Buch konnte mich emotional nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Daher habe ich es schweren Herzens nach ca. einem Drittel abgebrochen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Buch bei anderen sehr gut ankommt.

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Rezensionen von Neluna:

Ein herbstliches Abenteuer.

Hase Hibiskus und die Herbstsause von Andreas König

Hase Hibiskus und seine zwei dicksten Freunde, Max Maus und Tom Bär haben sich mit mit ihrer liebevoll gestalteten Geschichte rund um die Herbstsause in unser Herz geschlichen.
Die Zeichnungen sind sehr ansprechend und ein Genuss für die Augen! Besonders durch die warmen Herbstfarben hat man gleich Lust auf einen herbstlichen Waldspaziergang mit anschließendem Laubhaufen-springen.

Optisch weckt es sofort gute Herbstvibes. Aber nicht nur die Zeichnungen sondern auch die Geschichte rund um Hase Hibiskus kann überzeugen. Er und seine Freunde helfen bei den Vorbereitungen zur großen Herbstsause und bis zur Feier erleben die Freunde so allerhand.
Die Geschichte ist kurzweilig und wurde vom Kind ausgiebig bestaunt und für toll befunden.
Als Erwachsener liest man sie gerne vor, sie ist in sich stimmig und kann mit dem Ende überzeugen. Gerne mehr davon!

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Rezensionen von lorireads:

Biographie mit Fakten untermauert

Good Girl Exit von Silvi Carlsson

Ich habe Good Girl Exit als Hörbuch gehört und war sehr gespannt auf das Buch, weil ich Silvi Carlson bereits durch ihre spannenden Youtube-Videos kenne, in denen sie mir immer sehr sympathisch ist. Mir hat gut gefallen, dass die Autorin das Hörbuch selbst eingesprochen hat, wodurch sie ihre Geschichte an einigen Stellen vielleicht auch nochmal authentischer erzählen konnte.

Das Buch selbst fand ich sehr interessant und es hat mir einige Denkimpulse gegeben. Den Erzählstil fand ich angenehm und kurzweilig und auch den Aufbau des Buches fand ich gut strukturiert. Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin eigene Erlebnisse autobiographisch erzählt und diese gleichzeitig mit Fakten und wissenschaftlichen Untersuchungen unterbaut. Dadurch hat sie sich verletzlich gezeigt und das Buch persönlich gemacht, während sie gleichzeitig gezeigt hat, dass es sich nicht um Einzelerlebnisse, sondern ein strukturelles Problem in unserer patriarchalen Gesellschaft handelt, die Frauen immer wieder in bestimmte Rollen und auch Denkmuster gedrückt werden. Ich habe mich an vielen Stellen wiedergefunden und gemerkt, dass auch ich ein großes Good Girl in mir trage. Gleichwohl könnte ich mir vorstellen, dass der starke Fokus auf eigene Erfahrungen der Autorin nicht für jede/n das ist, was sich vom Buch erhofft wurde.
Spannend fand ich auch die Sicht der Autorin auf weibliche Bösewichtinnen in Filmen von Disney und Co.
Ab und an hatte ich das Gefühl, dass die Autorin thematisch hin und her springt und der klare rote Faden hat mir gefehlt. Zusammenfassend fand ich das Buch aber dennoch sehr gelungen und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Rezensionen von PMelittaM:

Lachen oder Weinen - das ist hier die Frage

Memories of Heidelberg von Heinz Strunk

Isolde und Bertram, seit 17 Jahren verheiratet, sind von Oldenburg nach Heidelberg gefahren, um den 80. Geburtstag von Isoldes Mutter zu feiern. Leider erkrankt diese lebensgefährlich und muss ins Krankenhaus. Bedauerlicherweise ist das nicht das einzige, was schief läuft. Das sehr teure und für eine Woche gebuchte Hotel bietet weder Komfort noch Service, im Restaurantschiff gegenüber werden die beiden zunächst freundlich empfangen, doch mit jedem Besuch wird es unerfreulicher, und die beiden erleben ihre Heidelbergreise eher nebeneinander als miteinander.

Erzählt wird der recht kurze Roman, er hat weniger als 200 Seiten, aus Bertrams Perspektive, so kommt er einem auch um einiges näher als Isolde. Beim Lesen habe ich mehr als einmal gedacht, ich würde ganz gerne auch Isoldes Sicht erfahren, aber dann wäre die Geschichte wohl eine andere geworden, und sie sollte eben so erzählt werden, wie man sie hier liest.

Bertram hat es nicht leicht, die Ehe der beiden ist schon länger ein Trauerspiel, Isolde verweigert körperliche Nähe, was Bertram mit Essen kompensiert, zum großen Teil heimlich. In Gegenwart von Isolde ist er sehr vorsichtig mit dem, was er sagt und tut, er scheint sogar Angst vor ihr beziehungsweise ihren Reaktionen zu haben.

Dass die beiden fast jeden Tag das Restaurantschiff aufsuchen, kann man als Leser:in nicht so ganz nachvollziehen, die Szenen dort werden immer absurder, und aus den Lautsprechern hört man jedes Mal das titelgebende Lied von 1968, gesungen von Peggy March.

Manchmal wusste ich wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, man könnte den Roman vielleicht als voyeuristisches Vergnügen bezeichnen, der Humor hat peinliche Züge, man kann nicht wegsehen und leidet mit Bertram mit. Das Ende hätte ich mir anders gewünscht, aber das sollte wohl nicht sein.

Ich tippe mal, dass dieser Roman nicht für jede:n etwas ist, mich hat er allerdings erreicht, obwohl ich die beiden Hauptcharaktere am liebsten geschüttelt hätte. Ich wusste meistens nicht, ob ich lachen oder weinen soll, habe mit Bertram mitgelitten und bin froh, dass ich, mittlerweile leider verwitwet, keine solche Ehe führen musste, vielleicht ist das sogar die Moral von der Geschichte.

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Rezensionen von gletscherwoelfchen:

Abenteuerlicher Romantasy-Auftakt

Nobody's Quest von Alyssa Day

Schon auf den ersten Blick macht Nobody's Quest einiges her. Die hochwertige Gestaltung mit den liebevollen Details und der insgesamt sehr edlen Aufmachung sorgt dafür, dass das Buch im Regal sofort ins Auge fällt. Umso schöner ist es, dass sich hinter der ansprechenden Optik auch eine Geschichte verbirgt, die Lust auf mehr macht und einen gelungenen Grundstein für die Reihe legt.

Der Einstieg gelingt angenehm leicht und führt Schritt für Schritt in eine Welt ein, die vor allem durch ihre Quests und das durchdachte Magiesystem ihren ganz eigenen Reiz entwickelt. Gerade diese Aufgaben haben mir während des Lesens besonders viel Spaß gemacht. Sie lockern die Handlung immer wieder auf, sorgen für Spannung und vermitteln das Gefühl, gemeinsam mit den Figuren immer tiefer in die Geheimnisse dieser Welt einzutauchen. Dadurch entsteht stellenweise fast ein Abenteuercharakter, der sich angenehm von vielen anderen Romantasy-Titeln abhebt.

Überhaupt gehört das Worldbuilding für mich zu den größten Stärken des Buches. Alyssa Day erschafft eine Welt, die interessant aufgebaut ist und nach und nach immer mehr Facetten offenbart. Dabei wird nicht jede Information sofort erklärt, sondern vieles ergibt sich erst im Verlauf der Handlung. Das hat mir gut gefallen, weil ich das Gefühl hatte, die Welt gemeinsam mit den Figuren zu entdecken. Gleichzeitig merkt man, dass hier noch einiges an Potenzial für die Folgebände vorhanden ist und längst nicht alle Fragen beantwortet wurden.

Mit den Figuren bin ich insgesamt ebenfalls gut zurechtgekommen. Die Protagonistin entwickelt sich im Laufe der Geschichte nachvollziehbar weiter und findet sich gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern erst nach und nach in ihrer neuen Realität zurecht. Auch die Nebenfiguren machen neugierig auf die Fortsetzung und bringen ausreichend unterschiedliche Persönlichkeiten mit, um für Abwechslung zu sorgen.

Etwas zwiegespalten war ich dagegen bei der Romance. Grundsätzlich fügt sie sich stimmig in die Handlung ein. Gleichzeitig konnte mich die Liebesgeschichte emotional nicht immer vollständig erreichen. Hinzu kommt, dass ich persönlich auf den vorhandenen Spice gut hätte verzichten können. Für mich hätte die Geschichte auch ohne diese Szenen funktioniert, zumal sie der eigentlichen Handlung keinen entscheidenden Mehrwert verliehen haben.

Nichtsdestotrotz empfinde ich Nobody's Quest als einen gelungenen Reihenauftakt, der vor allem mit seinem spannenden Worldbuilding, den abwechslungsreichen Quests und einer Welt überzeugt, die noch viel Entdeckungspotenzial bereithält. Wer Romantasy mit Abenteuercharakter und einem gut durchdachten Weltenbau sucht, sollte sich dieses Buch definitiv näher ansehen.
4/5 Sterne

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Rezensionen von gletscherwoelfchen:

Fantasy trifft auf Mystery für junge Leser

Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein

Als die Nicky an der Ashfield Academy aufgenommen wird, beginnt für sie nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern auch das Leben an einem Ort voller Regeln, Erwartungen und kleiner Geheimnisse. Zwischen Unterricht, neuen Bekanntschaften und den ersten rätselhaften Ereignissen wird schnell deutlich, dass an der Academy nicht alles so gewöhnlich ist, wie es zunächst scheint.

Doch gerade diese Mischung aus Internatsalltag und unterschwelligen Mystery-Elementen macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus.

"Ashfield Academy" ist ein Jugendbuch, das sich angenehm leicht lesen lässt und dabei genau die Atmosphäre einfängt, die viele Leserinnen und Leser an Academy- bzw. Internatsgeschichten so schätzen. Alte Gebäude, neue Freundschaften und das Gefühl, plötzlich Teil einer ganz eigenen kleinen Welt zu sein, erzeugen schnell eine gewisse Vertrautheit. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen aber auch das Gefühl, dass das Setting durchaus noch etwas mehr Raum hätte einnehmen dürfen. Gerade der Alltag sowie Unterricht an der Academy und das Zusammenleben der Schülerinnen und Schüler wären für mich mit die interessantesten Aspekte des Buches gewesen, weshalb ich mir hier stellenweise noch tiefere bzw. überhaupt Einblicke gewünscht hätte.

Ein großer Pluspunkt waren für mich die Figuren und insbesondere ihre Freundschaften. Die Beziehungen untereinander wirken natürlich und ungezwungen, kommen ganz ohne künstliche Dramen aus. Besonders schön fand ich außerdem die selbstverständliche Inklusion innerhalb der Geschichte. Gerade dieser Punkt sorgt dafür, dass sich die Welt der Ashfield Academy lebendig und authentisch anfühlt.

Die Mystery-Elemente fügen sich ebenfalls gut in die Handlung ein. Sie sorgen für Spannung und werfen immer wieder neue Fragen auf, übernehmen aber nie komplett die Kontrolle über die Geschichte. Wer einen hochkomplexen Fantasy- oder Mysteryroman erwartet, wird hier vermutlich nicht vollständig auf seine Kosten kommen. Für mich war die Dosierung allerdings genau richtig, da der Fokus weiterhin klar auf den Figuren und ihrem Alltag liegt.

Insgesamt ist Ashfield Academy ein gelungenes Jugendbuch mit sympathischen Figuren und einer angenehmen Mischung aus Fantasy und Mystery. Wer Geschichten rund um Academys und neue Freundschaften liebt und sich an einer nicht zu intensiven, aber dennoch atmosphärischen Handlung erfreuen kann, sollte sich dieses Buch definitiv näher ansehen. Ich persönlich hätte gerne noch etwas mehr Zeit im Alltag der Academy verbracht – und genau das ist vermutlich das beste Zeichen dafür, dass ich mich dort durchaus wohlgefühlt habe.
4/5 Sterne

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