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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von lorireads:

Hat mich leider nicht richtig erreicht

The Weight of Falling (in Love) von Sarah Stankewitz

Nachdem ich mein letztes Buch von Sarah Stankewitz positiv in Erinnerung hatte, war ich neugierig auf ihr neues Buch.
Der Klappentext hat zwar schon erahnen lassen, dass traurige Themen im Buch eine Rolle spielen, aber trotzdem war mir die Stimmung, die beim Lesen aufkam zu schwer und düster. Gleichzeitig kam bei mir nicht wirklich Spannung auf und ich hatte das Gefühl, dass sie Handlung einfach so vor sich hin plätscherte und man nur auf das Happy End am Ende gewartet hat.

Ich glaube, mir hat etwas gefehlt, dass da Buch aus der Menge der NA-Bücher hervorhebt, aber das kam für mich leider nicht durch. So richtig benennen, was genau mir gefehlt hat, kann ich aber gar nicht.
Zu Silas und Cloud bin ich trotz der wechselnden Sichtweise, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, nicht so richtig durchgedrungen und konnte keine Verbindung zu Ihnen aufbauen.
Letztendlich muss ich sagen, dass die Geschichte zwar grundsätzlich schön erzählt ist und das Free Running in Verbindung mit der Musik schöne und interessante Themen waren, aber das Buch konnte mich emotional nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte. Daher habe ich es schweren Herzens nach ca. einem Drittel abgebrochen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Buch bei anderen sehr gut ankommt.

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Biographie mit Fakten untermauert

Good Girl Exit von Silvi Carlsson

Ich habe Good Girl Exit als Hörbuch gehört und war sehr gespannt auf das Buch, weil ich Silvi Carlson bereits durch ihre spannenden Youtube-Videos kenne, in denen sie mir immer sehr sympathisch ist. Mir hat gut gefallen, dass die Autorin das Hörbuch selbst eingesprochen hat, wodurch sie ihre Geschichte an einigen Stellen vielleicht auch nochmal authentischer erzählen konnte.

Das Buch selbst fand ich sehr interessant und es hat mir einige Denkimpulse gegeben. Den Erzählstil fand ich angenehm und kurzweilig und auch den Aufbau des Buches fand ich gut strukturiert. Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin eigene Erlebnisse autobiographisch erzählt und diese gleichzeitig mit Fakten und wissenschaftlichen Untersuchungen unterbaut. Dadurch hat sie sich verletzlich gezeigt und das Buch persönlich gemacht, während sie gleichzeitig gezeigt hat, dass es sich nicht um Einzelerlebnisse, sondern ein strukturelles Problem in unserer patriarchalen Gesellschaft handelt, die Frauen immer wieder in bestimmte Rollen und auch Denkmuster gedrückt werden. Ich habe mich an vielen Stellen wiedergefunden und gemerkt, dass auch ich ein großes Good Girl in mir trage. Gleichwohl könnte ich mir vorstellen, dass der starke Fokus auf eigene Erfahrungen der Autorin nicht für jede/n das ist, was sich vom Buch erhofft wurde.
Spannend fand ich auch die Sicht der Autorin auf weibliche Bösewichtinnen in Filmen von Disney und Co.
Ab und an hatte ich das Gefühl, dass die Autorin thematisch hin und her springt und der klare rote Faden hat mir gefehlt. Zusammenfassend fand ich das Buch aber dennoch sehr gelungen und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Tu Gutes und sprich nicht darüber

Theo in Golden von Allen Levi

Nachdem mir die englische Version von 'Theo in Golden' bereits mehrfach auf Social Media begegnet ist und in den höchsten Tönen angepriesen wurde, war ich sehr neugierig auf dieses Buch, auf Theo, aber auch auf die ganzen Menschen, denen er in Golden begegnet.
Schon auf den ersten Seiten hat mich der ganz besondere Schreibstil des Autors gefangen genommen.

Normalerweise tendiere ich dazu, schnell zu lesen und auch mal einzelne Wörter und Halbsätze zu überspringen, aber hier habe ich jedes Wort aufgenommen und mich auf die Erzählweise eingelassen. Man merkt schnell, dass Theo ein ganz besonderer Mensch ist, auch wenn er bis zuletzt nur wenig und auch das meist nur bruchstückhaft von sich preisgibt. Im Zentrum stehen vielmehr seine Begegnungen mit den Menschen in Golden und seine Art, deren Geschichten durch geschicktes und aufmerksames Fragen aus Ihnen herauszuholen. Die Porträts der Einwohner:innen, die in einem Café in Golden ausgestellt sind und die Theo nach und nach kauft, um sie ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben und dadurch mit ihnen ins Gespräch zu kommen haben der Geschichte einen tollen Rahmen gegeben. Trotz der vielen neuen Personen, die nach und nach eingeführt wurden gelang es dem Autor immer, ein genaues Bild jedes einzelnen zu zeichnen, sodass man sich, auch wenn einige Kapitel dazwischen lagen, immer wieder an die Personen erinnern konnte, sobald sie wieder auf die Bildfläche traten.
Schleichend bemerkt man beim Lesen die Veränderungen, die durch Theos Auftauchen bei den Einwohnern von Golden losgetreten werden und die sich auch in deren eigenem Handeln widerspiegeln. Ohne dafür große Anerkennung zu wollen oder seine Taten ins Licht zu rücken, schenkt Theo den Menschen so viel mehr als nur ihre Porträts und hat auch mich immer wieder nachdenklich gestimmt.
Ich mochte die durchweg positive Stimmung im Buch sehr gerne, die die Eigenarten eines jeden Charakters oft ganz neutral hervorhebt, aber nie Kritik enthält. Auf nur wenigen Seiten gelang es dem Autor, auch anfangs sehr seltsam oder auch unsympathisch anmutende Personen begreifbar zu machen, in dem er ihre persönliche Geschichte offen legte und den ganzen Menschen dadurch viel nahbarer werden lies.
Durch die Geheimnisse, die Theo umgaben und die Klarstellung bereits zu Beginn, dass seine Zeit in Golden auf ein Jahr begrenzt ist, war ich während des Lesens stets neugierig, was hier verborgen bleibt. Dennoch hatte das Buch für mich keinen richtigen Spannungsbogen und zog sich dadurch an einigen Stellen. Besonders gegen Ende wurde mir die Geschichte auch ein wenig zu kitschig und plakativ. Ein weiterer Punkt, der mir ab und an negativ aufgefallen ist, ist das christlich-traditionelle Weltbild Theos, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann. Auch das dadurch entstehende Frauenbild und die an einer Stelle sexistischen Beschreibungen einer jungen Frau fand ich eher unangebracht.
Alles in allem schafft das Buch eine besondere und zum Nachdenken anregende Atmosphäre, aber gleitet manchmal auch etwas träge dahin und konnte mich nicht vollständig überzeugen.

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Überraschendes Highlight!

The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis

"Written into my heart" hatte mich ehrlich gesagt erst einmal gar nicht so sehr angesprochen und ich habe darüber hinweggeblättert. Doch dann bin ich zufällig auf das Hörbuch zum Buch gestoßen und weil es mir schon bekannt vorkam, dachte ich: Warum nicht? Und im Nachhinein bin ich mehr als froh, denn mit Saskia Louis habe ich hier vielleicht eine meiner neuen Lieblingsautor:innen gefunden.

Den Schreibstil der Autorin fand ich einfach nur toll, sie findet sie perfekten Worte, um die Charaktere und das Setting zu beschreiben und hat die perfekte Chemie zwischen Rowan und Stella aufgebaut. Gleichzeitig fand ich das Buch spannend genug, um in jeder freien Minute die Kopfhörer ins Ohr zu stecken und weiter zu hören. Manches war vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber das ist ehrlich gesagt auch nicht das, was ich an einem Roman suche, sondern dass der Weg dahin aufregend ist und man mit den Protagonisten mitfiebern kann und das wurde hier mehr als zufriedenstellend erfüllt. Beim Lesen hatte ich nahezu konstant ein warmes Gefühl im Herzen und auch die Lebensweisheiten, die Stella und Rowan immer wieder austauschen, fand ich nicht überzogen, sondern stets passend eingearbeitet, sodass man selbst zum Nachdenken angeregt wurde.
Sunset Cove ist ein süßer Ort und ich mochte das Setting bei der Sunset Gazette, aber auch die vielen anderen Orte in der Stadt, die man gemeinsam mit Stella und Rowan besucht hat. Toll fand ich auch den Abstecher zum Weingut von Rowans Familie.
Was mir außerdem richtig gut gefallen hat und direkt Lust auf die hoffentlich schnell erscheinenden Fortsetzungen macht, waren die Nebencharaktere. Besonders Stellas Freundin Marlow und Leto haben es mir angetan und ich kann es kaum abwarten, zu erfahren, was die Freundschaft zwischen den beiden zerstört hat und ob sie wieder zueinander finden, bzw. ob da sogar mehr zwischen den beiden ist.
Alles in allem für mich ein unerwartetes Highlight und ich werde mir sicherlich noch andere Bücher der Autorin näher anschauen.

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Finale mit großem Knall

A Girl Named Josie von Kristina Moninger

Da mir Band 1-4 der Breaking Waves Reihe bereits sehr gut gefallen hatten, war ich neugierig und vorfreudig auf das große Finale der Reihe, das endlich aus der Sicht von Josie erzählt wird, um die sich ja auch in den vorherigen Bänden bereits vieles dreht. Und ich muss sagen, hier hat Kristina Moninger nochmal alle Register gezogen und die Reihe würdig abgeschlossen!
Die Rückblenden, die sich auf zwei verschiedenen Zeitebenen abspielen, in Kombination mit den Ausschnitten aus Verhandlungen zu einer Tat, über die man als Leser erst spät aufgeklärt wird fand ich spannend und gelungen.

Auch hat es mir gut gefallen, dass die fünf Freundinnen endlich auch im Jetzt, bzw in der näheren Vergangenheit, wieder Zeit gemeinsam verbringen, ohne dass eine Person fehlt. Auch die komolexe Beziehung zwischen Josie und Andrea habe ich gespannt mitverfolgt und fand es super, wie die Autorin die immer wieder aufkommenden Konflikte zwischen ihnen, aber auch die Entwicklung von Josie und Andrea beschrieben hat.
Insgesamt war es ein toller Abschluss der Reihe, wobei mir trotzdem das gewisse etwas gefehlt hat, dass mich komplett an das Buch gefesselt hat. Woran genau das lag, kann ich allerdings gar nicht so richtig einordnen.

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Mitten aus dem Leben erzählt

Halbwach von Sophia Como

Halbwach hat mich besonders durch das Cover neugierig gemacht. Ich mag diesen gemalten Stil, aber das dennoch moderne Bild. Die Art und Weise, wie die junge Frau auf dem Sessel sitzt, macht nachdenklich und regt dazu an, tiefer in sich hinein zu blicken. Und ich finde, damit passt das Cover wie die Faust aufs Auge zum Inhalt des Romans.

Denn auch Zoe, die Protagonistin des Buches, befindet sich in einem Prozess des Innehaltens. Sie denkt viel über ihr Leben und ihre Ziele nach, die Erwartungen, die sie selbst, aber auch andere an sie haben und den Druck, gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Die Einblicke in ihr Leben regen beim Lesen immer wieder dazu an, auch über die eigene Situation nachzudenken, sich mit Zoe zu vergleichen oder sich auch in einigen Aspekten von ihr zu distanzieren. Aber auch wenn in meinem Leben nicht alles so läuft wie in Zoes, konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren und mich in sie hineinversetzen. Ihre Gedanken und Handlungen waren stets menschlich und auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht nicht immer logisch erschienen, konnte man durch den tiefen Einblick in ihr inneres immer nachvollziehen, warum sie sich so verhält. Die Nähe, die dadurch zur Protagonistin entstand, hat mir gut gefallen.
Zoe ist Autorin und schreibt über die Liebe und Beziehungen, will sich aber selbst an niemanden binden und stößt jeden von sich, sobald es zu ernst wird. Aber auch ihre Freunde machen ihre ganz eigenen Probleme durch und zeigen dadurch die ganze Bandbreite an Beziehungen in der heutigen Zeit auf. Die Gespräche zwischen Zoe und ihren Freunden fand ich toll und manchmal hat es sich fast so angefühlt, es bekäme man selbst gerade einen Rat von einem guten Freund.
An manchen Stellen hat für mich ein wenig die Spannung gefehlt und Zoes Gedanken haben sich immer wieder um die selben Themen gedreht und sich wiederholt. Aber gleichzeitig wurde das Buch dadurch auch echter, denn die eigene Entwicklung läuft ja auch nicht geradlinig ab und passt nicht immer in das vorgesehene Pacing des Lebens. Trotzdem habe ich dadurch aber länger für das Buch gebraucht als gewöhnlich, weil ich nicht automatisch in jeder freien Minute weiter lesen wollte. Alles in allem hat es mir aber gut gefallen und klingt auch jetzt noch in mir nach.

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Grandiose Fortsetzung!

The Sea Spinner von Julie Johnson

Auf den zweiten Teil von The Wind Weaver habe ich mich sehr gefreut und war neugierig, wie die Geschichte nach der Schlacht von Caeldera weiter geht. Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen. Durch die Art, wie man als Leser Rhyas neuem Alltag in den Überbleibseln von Caeldera folgt, wurde ohne viele Worte deutlich, wie viel Zeit vergangen ist, aber gleichzeitig kehrt man schnell in die Welt zurück.

Ich fand vor allem die Charakterentwicklung von Rhya zwischen Band 1 und 2 total bemerkenswert und auch sehr glaubwürdig dargestellt. Sie ist nicht mehr die selbe junge Frau von damals, sondern hat einiges erlebt, muss mit den Folgen kämpfen und scheint erwachsen geworden zu sein. Penn hingegen geht auf seine ganz eigene Art mit dem Erlebten um, was die beiden auseinandettreibt.
So landet Rhya in Hylios, der Hauptstadt des Königreichs von Soren, dem Windverbliebenen. Ich fand es toll, dass man durch diesen Handlungszweig so viel mehr von dieser Welt kennen lernt und die bildgewaltigen Beschreibungen der Stadt haben mir gut gefallen. Schön fand ich auch, dass sich die Handlung nicht nur von Kampf zu Kampf gehangelt hat, sondern dass Rhya zwischendurch auch viel Zeit hatte, in Hylios anzukommen, die Stadt und vor allem Soren kennen zu lernen und einfach mal im Moment zu leben, wobei es trotzdem nie langweilig wurde. Allgemein hatte ich das Gefühl, beim Lesen richtig gute Laune zu bekommem, während ich den ersten Band deutlich düsterer in Erinnerung habe. Insgesamt finde ich das World Building absolut gelungen, man konnte sich gut in die Welt hineindenken.
An ein paar Kleinigkeiten bin ich beim Lesen hin und wieder hängen geblieben: Während langer Gespräche waren die Erläuterungen dazu, was die Personen währenddessen tun oder wo sie sich überhaupt befinden, mir manchmal zu kurz. Und bezüglich der Zeitangaben in der Zeit vor der Hochzeit, war ich mehr als einmal verwirrt, da es immer wieder hieß, Rhya wäre seit drei Wochen am Wasserhof, wobei zwischen diesen Aussagen eigentlich Tage oder fast Wochem verstrichen sein müssten.
Der Beziehung zwischen Rhya und Soren wurde im Buch viel Zeit eingeräumt und mir hat gut gefallen, wie Rhyas Sorgen und Gefühle beschrieben wurden, vor allem auch ihre Zwiegespaltenheit zwischen Soren und Penndefyre. Gleichzeitig fand ich die Gefühle, die Soren scheinbar schon für Rhya entwickelt hatte, bevor die beiden sich richtig kennen gelernt hatten, schon sehr extrem. Wobei das vielleicht auch Sinn macht, wenn man bedenkt, wie lange er schon allein durch die Welt geht. Insgesamt fand ich den Fokus auf das Emotionale aber sehr lesenswert und ich bin während der Geschichte ganz klar zu Team Soren gewechselt.
Nach dem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende kann ich jetzt nur noch vorfreudig auf Band drei warten. Trotz der kleinen Schwächen hat mich das Buch absolut überzeugt und bekommt wohlverdiente 5 Sterne von mir.

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Witziges Thema aber konnte mich nicht ganz überzeugen

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) von Kasie West

Zunächst muss ich erst einmal festhalten, wie schön ich die Gestaltung des Covers finde. Gemeinsam mit dem tollen Farbschnitt macht das Buch ganz schön was her und macht Vorfreude auf den Inhalt. Die Grundidee zur Geschichte und die Rahmenhandlung des Buchs fand ich sehr unterhaltsam. Auch dass der Kontakt zwischen Margot und Oliver sich anfangs auf den Chat der Dating-Plattform beschränkt und sie sich darüber näher kennen lernen hat mir ganz gut gefallen, das war mal etwas anderes.

Margot und Oliver fand ich beide sympathisch, allerdings konnte ich keine richtige Verbindung zu Ihnen aufbauen und hatte beim Lesen konstant ein gewisses Distanzgefühl. Die Mischung aus Margots Chaos und Olivers durchgetaktetem Tagesplan und seiner Ordentlichkeit hat mir allerdings gut gefallen und hat irgendwie trotzdem gut zusammen gepasst. Was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, war die Beziehung zwischen Margot und ihrer Schwester Audrey. Eigentlich wurde immer nur beschrieben, wie unterschiedlich die beiden sind, welche hohen Ansprüche Audrey an Margot stellt und wie sehr Margot unter diesem Druck leidet. Die Begegnungen zwischen beiden bestanden entweder aus Konflikten oder aus distanzierter Neutralität, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden auch eine positive emotionale Verbindung haben. Dennoch gab es ein paar Situationen, die eine sehr enge Verbindung zwischen den beiden in meinen Augen eigentlich vorausgesetzt hätten, z.B. dass Audrey und Margot wohl zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben beide den Wunsch hatten, gleichzeitig Mutter zu werden. Das hat für mich nicht so richtig zusammen gepasst.

Der Schreibstil war zwar grundsätzlich gut und lies sich flüssig lesen, allerdings glaube ich, dass ein Großteil meines Distanzempfindens während des Lesens auch auf den Schreibstil zurück fällt. Ich denke, manches liegt auch an der Übersetzung, da mir die Formulierungen teilweise etwas gestelzt vorkamen.

In Summe bekommt das Buch von mir daher 3,5 Sterne.

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Süße Teenieromanze für jedes Alter

All the things I didn't say von Ann Liang

All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich trotzdem etwas skeptisch bezüglich des Settings und des Alters der Protagonisten. Aber schlussendlich hat sich das Buch absolut gelohnt und zählt für mich zu den Jugendbüchern, die man auch als Erwachsener gut lesen kann.

Außerdem hat es mich hin und wieder sehr an "Better than the movies" erinnert, das ich absolut geliebt habe.

Die Handlung fand ich spannend und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Hier bekommt man Enemys to Lovers pur, den Sadie und Julius waren sich anfangs wirklich spinnefeind und haben mit ihrer gegenseitigen Abneigung kaum hinter dem Berg gehalten. Es war sehr süß zu lesen, wie sich aus diesen starken Gefühlen langsam etwas anderes entwickelt hat. Ich fand es authentisch beschrieben, wie Sadie ihre Gefühle anfangs zu verleugnen versucht, diese aber nach und nach die Oberhand gewinnen.

Ein Punkt, der mich etwas gestört hat war, dass vieles im Buch stark überzeichnet war. Die intensiven - positiven wie negativen - Gefühle zwischen Sadie und Julius haben noch sehr gut zum Thema gepasst, aber vor allem wie die Schule und die Lehrer teilweise dargestellt wurden, war meiner Meinung nach etwas übertrieben.

Ansonsten mochte ich das Buch sehr gerne und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich denke, ich werde mir auch die anderen Bücher der Autorin noch näher anschauen, da mir der Schreibstil echt gut gefallen hat.

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Leider hat sich mein erster Eindruck nicht fortgesetzt

Picking Daisies on Sundays von Liana Cincotti

Bei "Picking Daisies on Sundays" hat der erste Eindruck irgendwie etwas ausgelöst. Das Cover und der tolle Farbschnitt, aber auch die ersten Seiten der Leseprobe fand ich so unglaublich süß und ich war gespannt, warum damals in der Highschool nichts aus Levi und Dani geworden ist. Aber natürlich auch, ob die beiden beim zweiten Versuch zueinander finden.

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch dann doch sehr enttäuscht hat. Die Geschichte lies sich zwar flüssig lesen aber dennoch hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und der Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Dani und Levi beschrieben wurde und sich entwickelt hat. Es wurde zwar sehr viel geredet und vor allem beteuert, wie gern die beiden sich haben, aber irgendwie hat mir die Tiefe dabei gefehlt und auch das Gefühl, wirklich mitzuerleben, warum sie so füreinander empfinden. Allerdings war es vielmehr so, dass die Gefühle einfach da waren und immer wieder betont wurden, aber der Funke dadurch für mich nicht übergesprungen ist. Aber auch insgesamt hat der "Vibe" im Buch für mich nicht so richtig gepasst.
Auf der einen Seite waren die Charaktere ausnahmslos übertrieben dramatisch und emotional. Danis Freunde und ihre Kommilitoninnen, die so sehr mitfiebern und alle hellauf begeistert von Levi sind. Levis kleine Schwestern, als sie Dani nach vier Jahren zum ersten Mal wieder sehen. Aber auch Levi selbst, der ständig verlegen ist oder errötet und vor allem seine Gefühle für Dani so gar nicht verstecken kann. Ich mag das sonst immer total, wenn man anhand von Blicken etc. merkt, wie das Gegenüber sich verliebt. Aber bei Levi ging mir das zu schnell und war zu offensichtlich. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was damals vorgefallen sein kann, das diesen kompletten Kontaktabbruch rechtfertigt, aber gleichzeitig wohl auch gar nicht nochmal aufgearbeitet werden muss, als die beiden wieder Kontakt zueinander haben. Aber Levi und Dani kehren super schnell und selbstverständlich in ihre innige Beziehung zurück und auch die "Auflösung" des Kontaktabbruchs hat mich nicht überzeugt. Eigentlich sollte man meinen, dass so enge Freunde, sich besser gegenseitig lesen können. Was ich auch schwierig fand, war Levis übertriebene Besorgnis und sein Beschützerinstinkt in Bezug auf Dani, aber auch seine Eifersucht.
Das Buch hatte zwar viel Handlung und viele verschiedene Settings, aber auf der emotionalen Ebene hatte ich nicht das Gefühl, dass eine richtige Entwicklung stattfand, sodass ich die Geschichte als sehr langatmig empfunden habe. Durch Danis tief sitzende Unsicherheit, die mir als ihr prägendster Charakterzug im Gedächtnis geblieben ist, wurde jeder Schritt nach vorne im nächsten Moment wieder zurück gegangen.
Im Fazit kann ich nur sagen, dass ich es sehr schade finde, weil das Buch für mich viel Potenzial hatte, aber mich leider nicht von sich überzeugen konnte.

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