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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Neluna:

Diese Unterwelt fesselt mich!

Upon a Broken Throne 1. King of Ravens von Clare Sager

Das Jahr ist noch nicht ganz vorbei aber ich denke, ich habe mein Lesehighlight für dieses Jahr gehabt! Die Geschichte rund um die todkranke Rhiannon und ihr Zwangsverlobter Drystan, nichts geringer als der König des Todes, hat mich beeindruckt. Aufgrund eines Handels ihres Vaters und der "Obergöttin" muss Rhiannon in die Unterwelt an den Hof des Königs samt Fae-Untertanen und muss diesen auch noch ehelichen.

Schon alleine wie sie vom König persönlich abgeholt wurde, hat meinen Lesegeschmack absolut getroffen.
Rhiannon hat mich in ihrer Art beeindruckt, sie ist totkrank, kämpft für eine Heilung und Selbstmitleid ist für sie keine Option. Genauso energisch verfolgt sie die Möglichkeit die Unterwelt für immer verlassen zu können. Der Weg nach Hause kann nur durch das Labyrinth erfolgen und Rhiannon stellt sich jeden Tag dieser Herausforderung. Wohingegen sie sich nachts gegen die Anziehungskraft von Drystan stemmt.
Mich hat die Schreibweise, der Aufbau der Geschichte und die Protagonisten überzeugt und in den Bann gezogen. Aufgrund der tollen Atmosphäre hat es sich schnell zu einem Page-turner entwickelt, der auch mit gutem Spice gewürzt ist.
Ich konnte in die schön schaurige Fae-Unterwelt abtauchen und da es aus Rhiannons Sicht geschrieben ist, konnte ich mit ihren Emotionen so richtig mitleben. Man leidet mit ihr mit, ohne jedoch Mitleid zu haben.
Am Schluss gibt es dann noch einen bösen Cliffhanger, der mich jetzt schon auf Band 2 hinfiebern lässt.
Vom Cover bis zur letzten Seite war es purer Lesegenuss, der mit einer wendungsreichen Handlung und interessanten Charakteren vollends überzeugt. Romantasy vom Feinsten!

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Ein herbstliches Abenteuer.

Hase Hibiskus und die Herbstsause von Andreas König

Hase Hibiskus und seine zwei dicksten Freunde, Max Maus und Tom Bär haben sich mit mit ihrer liebevoll gestalteten Geschichte rund um die Herbstsause in unser Herz geschlichen.
Die Zeichnungen sind sehr ansprechend und ein Genuss für die Augen! Besonders durch die warmen Herbstfarben hat man gleich Lust auf einen herbstlichen Waldspaziergang mit anschließendem Laubhaufen-springen.

Optisch weckt es sofort gute Herbstvibes. Aber nicht nur die Zeichnungen sondern auch die Geschichte rund um Hase Hibiskus kann überzeugen. Er und seine Freunde helfen bei den Vorbereitungen zur großen Herbstsause und bis zur Feier erleben die Freunde so allerhand.
Die Geschichte ist kurzweilig und wurde vom Kind ausgiebig bestaunt und für toll befunden.
Als Erwachsener liest man sie gerne vor, sie ist in sich stimmig und kann mit dem Ende überzeugen. Gerne mehr davon!

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Dürfte ruhig etwas lauter flüstern.

Silent Whispers - Wie Stimmen im Wind von Sophia Como

Silent Whispers von Sophia Como handelt von Giulia, die auf ihrer Wanderung durch die Wälder aufgrund eines Unfalls auf Scott trifft, der in der Nähe mit seiner Familie eine Farm bewirtschaftet. Er nimmt Giulia mit und diese beginnt allmählich auf der Farm mitzuhelfen. Giulia und Scott haben eine schwierige Vergangenheit und Vertrauen ist für beide ein Fremdwort.

Die Tatsache, dass beide Protagonisten mit den Dämonen der Vergangenheit kämpfen und eben nicht vom Glück verwöhnte Alleskönner sind, hat für mich den Lesereiz ausgemacht. Zumal die Geschichte ja auch noch eine Romanze versprach.
Leider konnte mich die Vergangenheitsbewältigung bzw. die aufkeimende Romanze nicht gänzlich überzeugen. Die Schicksale beider werden immer wieder angedeutet, wobei die von Scott irgendwie mehr Raum einnimmt. Giulias Geschichte lässt sich erahnen und wirkt bis zum Showdown eher schnell abgehandelt. Vielleicht wäre es besser gewesen, nur einem von beiden einen emotionalen Rucksack umzuhängen. So blieben beide Vergangenheiten an der Oberfläche und konnten mich nicht mitreißen. Irgendwie habe ich auch den Beginn der Romanze verpasst. Um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und dann den prickelnden Moment der Verliebtheit zu spüren, hätten die beiden meiner Meinung nach öfter miteinander konfrontiert werden müssen. So war Scott die meiste Zeit nicht da und wenn, dann war er grantig.
Während mich die Geschichte nicht zur Gänze abgeholt hat, konnte ich dem Schreibstil aber viel abgewinnen. Ich konnte mich dadurch gut auf die Handlung einlassen, wurde von der Ausarbeitung aber etwas verlassen. Solide, aber noch Luft nach oben.

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Nicht nur die Krähen sehen beim Schlafen zu.

Das Krähenzimmer von Carolin Frey

Das Krähenzimmer ist ein wirklich gelungenes Thrillerdebüt aus der Feder von Carolin Frey. Gekonnt spielt die Autorin mit der Angst vor einem Fremden im Haus und mir jagt der Gedanke daran einen Schauder über den Rücken. Sonderbare Geräusche und das Gefühl nicht allein im Haus zu sein, lassen nicht nur die Hauptfigur Lotta gruseln, sondern lösen automatisch bei mir als Leser beklemmende Gefühle aus.

Dies führt aber gleichzeitig wieder dazu, dass es mich bis zur letzten Seite in den Bann zieht. Schon alleine auch, da man hin und wieder von der Vormieterin liest, die ein tragisches Ende fand.
Immer wieder verdächtige ich jemand anderen, ohne es aber wirklich genau zu wissen und selbst bis zum Schluss bin ich mir nicht sicher. Die Verdachtskrümmelchen werden wirklich gut gestreut!
Lotta stellt sich mutig den einzelnen Vorfällen und selbst als sie ihr Leben bedroht sieht, lässt sie sich nicht unterkriegen. Schön finde ich auch, dass Lotta positiv aus dem Rahmen fällt und nicht der klassischen Miss Sunshine entspricht.
Gut hat mir auch gefallen, dass die Geschichte im Winter spielt. So lässt sich die düstere Stimmung durch Nebel, Kälte und Dunkelheit noch mehr verstärken. Zumindest ich konnte dieser düsteren Atmosphäre viel abgewinnen.
Das Krähenzimmer hat mich mit der Geschichte abgeholt, mit dem Schreibstil überzeugt und mit der spannungsgeladenen Atmosphäre gefesselt. Es macht wirklich Lust auf mehr und ich hoffe, bald wieder von der Autorin zu lesen.

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Tragische Lügen

Er lügt von Rebecca Taylor McKay

Rebecca Taylor McKay hat mit ihrem Debütroman Er lügt eine Geschichte geschaffen, die mich von Anfang an in den Bann gezogen hat und dass, obwohl es eigentlich kein Thriller ist.
Jedenfalls ist für mich zu wenig Thrill vorhanden. Was aber wahnsinnig viel vorhanden ist, ist das Talent der Autorin meine Emotionen zu wecken.

Durch ihren einnehmenden Schreibstil fühlt man die heißen Sonnenstrahlen auf der Haut, den betörenden Duft der Glyzinien zur Mittagszeit, man fühlt jeden einzelnen Regentropfen und jedes Sandkorn an den Füßen und genauso intensiv fühle ich Clara mit all ihren Empfindungen.
Clara, blutjung und ohne Familie, hat ein schwieriges Jahr hinter sich und jemand bezichtigt ihren Ehemann zu lügen und das in ihren Flitterwochen. Nach und nach löst sich für Clara der Schleier der Unwissenheit und als Leser wird einem bewusst, wie manche Entscheidungen ein Echo der Tragik auslösen können und eben nichts vorhersehbar ist.
Mir gefallen die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, es bringt einem Claras Situation näher und so wurde es immer mehr ein Page-turner für mich.
Aus meiner Sicht empfehlenswert. Der Schreibstil schafft eine zum Greifen nahe Atmosphäre, die einen die Amalfiküste der 60er fühlen lässt und kann mit seinen Protagonisten überzeugen.
Schon länger habe ich nicht mehr so intensiv die Geschichte gefühlt und schon länger hat ein Buch nicht mehr so für Nachhall gesorgt. Wie ein tragisches Echo eben.

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Ratten gibt es hier wie dort

Insel der Ratten von Jo Nesbø

Mit Insel der Ratten hat Jo Nesbø eine Dystopie geschaffen, die leichtgängig zu lesen ist, einen neuen Ansatz zeigt und im Großen und Ganzen gefällig ist. Leider holt mich die Erzählung nicht ganz ab.
Nach einer Pandemie zerfällt die Gesellschaft in wohlhabende und mittellose Bürger. Letztere schließen sich zu skrupellosen Gangs zusammen, während die Reichen auf eigene Inseln oder auf ein Kreuzfahrtschiff flüchten.

Wir begleiten Will und seine Familie, die einer Gang zum Opfer fällt. Das Buch ist in Rückblenden aus der Sicht von zwei Personen geschrieben. Die von Will und die eines Mädchens aus der Gang. Die Wechsel sind gut gemacht, wobei ich an der Erzählungen des Mädchens mehr interessiert war.
Ein neuer Ansatz ist, dass zwar Anarchie herrscht, jedoch die Gerichte, Polizei und Gefängnisse noch tätig sind. Dieser Umstand ist nett aber irgendwie auch verwirrend und für mich nicht ganz stimmig.
So richtig kann ich auch keinen Zugang zu den einzelnen Charakteren finden. Sie ziehen mich einfach nicht so in den Bann, was ich mir bei Endzeitgeschichten aber wünschen würde. Den schließlich ist es das Auflehnen gegen die brutale Hoffnungslosigkeit, die einen Charakter in solchen Zeiten neu formt. Dieses Kratzen an der Oberfläche ist leider vielleicht auch der Buchlänge geschuldet. Wenn man aber weiß, dass es sich um eine Kurzgeschichte handelt, dann kann man getrost darüber hinwegsehen.
Leider für mich nicht ganz wie erwartet, jedoch solide umgesetzt und flüssig geschrieben.

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