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Rezensionen von PMelittaM:

Für mich persönlich nicht das Richtige

Die Herrin vom See – Schatten über Avalon von Sabrina Qunaj

In ihrem neuen historischen Roman erzählt Sabrina Qunaj die Artus- beziehungsweise Arthur-Legende vor dem tatsächlichen historischen Hintergrund, beginnend ab dem Jahr 506, basierend aber auch auf den mythologischen Charakteren. Unter den Charakteren gibt es daher sowohl historische Persönlichkeiten als auch solche aus der Legende.

Im Fokus steht dabei Nimue sowie Merlins Obsession für sie.

Die Arthur-Saga kennt wahrscheinlich jede:r, zumindest eine ihrer Adaptionen. Sabrina Qunaj hat sich vor allem auf die mythologischen Figuren gestützt, gerade auch ihr Merlin ist ein ziemlich düsterer Charakter, der auf viele vielleicht ungewohnt wirkt. Ich kannte zwar bereits seine mythologische Seite, hatte aber dennoch meine Probleme mit ihm, aber auch mit der Protagonistin. Vielleicht kenne ich schon zu viele verschiedene Adaptionen und ein bestimmtes Bild hat sich in mir festgesetzt.

Vielleicht ist es aber auch die Geschichte an sich, die die Autorin hier erzählt. Auch diese ist sehr düster. Die Beziehung zwischen Nimue und Merlin tritt immer mehr in den Vordergrund und nimmt immer toxischere Züge an. Dass die Geschichte in diese Richtung geht, deutet sich schon früh an, ich hatte aber trotzdem auf eine andere Entwicklung gehofft. Die beiden Hauptcharaktere kamen mir kaum näher, Nimue noch am ehesten, ich hätte mir bei ihr aber mehr Entwicklung gewünscht. Außerdem hätte ich auch gerne mehr über den alten Glauben gelesen, der immer mehr vom Christentum zurückgedrängt wird.

Enthalten sind Karten Britanniens und Galliens und ein Personenverzeichnis, in dem die Personen, die weder historisch überliefert sind noch aus der Legende stammen, gekennzeichnet sind, Unbedingt sollte man auch die Vorbemerkung und das Nachwort der Autorin lesen.

Es wird noch einen weiteren Band geben, den ich wahrscheinlich, trotz meiner Kritikpunkte lesen werde, auch, weil ich gerne mehr über das Schicksal des einen oder anderen Nebencharakters, der mir doch ans Herz gewachsen ist, lesen möchte.

Leider konnte ich den Roman nicht so genießen, wie erhofft, ich hatte eine andere Erwartung beziehungsweise konnte ich mit den beiden Hauptcharakteren und ihrer jeweiligen Entwicklung nicht warm werden. Ich denke, dass der Roman dennoch seine Fans haben wird.

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Interessant erzählt

FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Auf einem Bahnsteig warten mehrere Personen auf den Zug nach London, der in fünf Minuten eintreffen soll. Mit dem Einlaufen des Zuges wird es einen Todesfall geben.

Dieser Todesfall wird von Anfang an angekündigt und es werden fünf Personen genannt, von denen es eine treffen soll. Von allen Fünf bekommt man schnell einen gewissen Eindruck, später erfährt man mehr über ihr Leben und erhält so die Möglichkeit, den ersten Eindruck zu revidieren, oder eben auch nicht.

Jede:r der Fünf hat sein eigenes Päckchen zu tragen, allerdings erschienen mir die Lebensläufe im Gesamten doch etwas zu überzogen.

Es wird abwechselnd das Geschehen auf dem Bahnsteig und das Leben einer der fünf Personen erzählt, und jede von ihnen könnte aus den Bahnsteig-Situationen heraus tatsächlich zum Todesopfer werden. Für die Bahnsteig-Erzählung wählt die Autorin einen besonderen Erzählstil, sie bezieht den:die Leser:in in das Geschehen mit ein, macht sie:ihn zum Zuschauer auf dem Bahnsteig und spricht sie:ihn auch immer wieder direkt an. Mir hat das gut gefallen.

Neben den Personen, die näher beleuchtet werden, sind noch weitere auf dem Bahnsteig anwesend und tragen ihren Teil zum Geschehen bei. Diesen gibt die Autorin nur beschreibende Namen, wie zum Beispiel „Rückenproblem“. Auch über sie erfährt man das eine oder andere, aber keine komplette Lebensgeschichte wie bei den Protagonist:innen.

Gut gefallen hat mir auch, dass der Roman nicht mit dem Todesfall endet, sondern uns auch einen Blick in die Zukunft erlaubt. In der Danksagung erfährt man zudem, wie die Autorin recherchiert hat und ihre eigene persönliche Betroffenheit.

Mich hat die besondere Erzählweise eines Teils des Romans angesprochen, ich habe interessiert die verschiedenen Lebensgeschichten gelesen und war gespannt, wer der Pechvogel sein würde, dessen Tod von Anfang an angekündigt wurde.

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Sehr spannender zweiter Band

Die maskierte Stadt von Genevieve Cogman

Irene Winters ist Bibliothekarin der Bibliothek, einer Institution, die besondere Bücher aus allen Parallelwelten einsammelt, um sie zu bewahren. Nach den Ereignissen des Vorgängerbandes wurde sie die ortsansässige Bibliothekarin in der Welt, in der Peregrine Vale und Lord Silver leben. Als ihr Lehrling Kai Strongrock entführt wird, macht sie sich ohne den Segen der Bibliothek auf den Weg, ihn zu retten.

Sollte sie keinen Erfolg haben, könnte das die Auslöschung vieler Welten zur Folge haben.

Ich habe diese Reihe nicht in der veröffentlichten Reihenfolge gelesen, so dass dieser zweite Band mein vorletzter ist. Spannung hat mir das keine genommen, auch wenn ich natürlich im wesentlichen wusste, wie er enden muss. Die Reihe, und vor allem auch dieser Roman, punkten aber auch mit vielen phantastischen Einfällen der Autorin und den sehr spannenden Geschichten, die zwar aufeinander aufbauen, aber auch pro Band abgeschlossene Abenteuer erzählen. Insgesamt hat die mittlerweile abgeschlossene Reihe acht Bände.

Auch dieses Mal kommt Irene schnell in sehr gefährliche Situationen, bei denen ich mich jedes Mal frage, wie sie wohl daraus entkommen soll. Aber Irene hat auch ihre eigenen Fähigkeiten, die ihr oft zugutekommen. Hier allerdings muss sie in eine Welt reisen, in der manches nicht so funktioniert, wie es sollte. Für mich war dieser Band einer der spannendsten und besten der Reihe.

Interessant sind auch die Charaktere, die Irene auf dem Weg zu der Welt, auf der Kai gefangen gehalten wird, und auch auf der Welt selbst, trifft. Außerdem muss sie sich auch im Vorfeld mit Kais Familie auseinandersetzen. Wer den ersten Band gelesen hat, weiß, dass Kai besonders ist, und das wird hier eine große Rolle spielen.

Gut gefallen hat mir auch der Anhang, der einige weitere Informationen zum Universum der Reihe und ein Interview mit der Autorin bietet.

Band 2 der Reihe hat mir richtig gut gefallen, er ist sehr spannend und man erfährt allerhand Neues über die verschiedenen Wesen, die in diesem Universum eine Rolle spielen. Da ich auch schon spätere Bände der Reihe kenne, kann ich diese insgesamt sehr empfehlen.

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Geschichte und Illustrationen ergänzen sich perfekt

Dunkle Künste 1. Pudel-Panik von Daniel Bleckmann

Was macht man, wenn man als Zwölfjähriger erfährt, das man ein Nachfahre Doktor Johann Fausts ist und außerdem Fausts Notizbücher und allerhand Alchemieutensilien von seinem Großvaters erbt? Na klar, man versucht sich selbst in Alchemie und Magie.

Nachdem die Koboldkroniken beendet waren, war ich gespannt, ob Daniel Bleckmann und Thomas Hussung noch einmal etwas ähnliches auf die Beine stellen würden, und tatsächlich, hier ist er nun, der erste Band „Dunkle Künste“, passend zur Jahreszeit.

Im Mittelpunkt steht Henri Auerbach, und hier merkt vielleicht schon der eine oder andere, dass die Geschichte auch uns Erwachsenen etwas zu bieten hat, nämlich eine Reihe von Anspielungen. Henri muss sein Abenteuer zum Glück nicht alleine erleben, ihm zur Seite stehen Sahin und Charlotte, die er beide schon lange kennt, außerdem ist da noch sein Zwergpudel Jowo und Homie, über den ich hier noch nichts verraten möchte, lest es am besten selbst.

Dass seine magischen und alchemistischen Experimente auch ihre gefährlichen Seiten haben, hat Henri wahrscheinlich schon geahnt, hier erhält er nun den Beweis, und hat ziemlich damit zu tun, das wieder gerade zu bügeln. Tja, die Geister, die er rief ...

Erzählt wird wieder spannend in Tagebuchform von Daniel Bleckmann, und Thomas Hussungs Illustrationen sind erneut sehr gelungen und vielgestaltig, immerhin legt, malt und klebt man allerhand in sein Tagebuch, was hier perfekt dargestellt wird. Die abwechslungsreiche Gestaltung hält auch Kinder am Geschehen, die sonst nicht so gerne lesen und hat auch mir Spaß gemacht.,

Daniel Bleckmann und Thomas Hussung sind ein perfektes Team und Garanten für gelungene Kinderbücher, die nicht nur eine spannende Geschichte erzählen sondern auch optisch sehr gelungen sind. Empfehlenswert für Kinder ab 10 Jahre und ihre Eltern, die sicher auch Spaß am Buch haben werden.

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Passt wunderbar ins Sandman-Universum

The Dreaming von Simon Spurrier

The Dreaming knüpft an das Geschehen aus „Sandman Universe“ an und macht die dort eingeführte Dora zu einer der Protagonist:innen.

Dream ist verschwunden und auch die anderen Ewigen können nicht kontaktiert werden. Dreams Reich verändert sich, Lucien verliert nach und nach sein Gedächtnis und die Schutzschilde werden brüchig.

Kürbiskopf Mervyn versucht das Ganze in den Griff zu bekommen und stiftet damit nur noch mehr Chaos.

Über die geheimnisvolle Dora gibt es ein paar Informationen, aber wer oder was sie tatsächlich ist, bleibt noch im Verborgenen. Am Ende darf man gespannt auf die Fortsetzung sein.

Die Geschichte passt wunderbar in das Universum rund um Dream, auch wenn dieser hier kaum zu sehen ist. Die Geschichte ist spannend, die Zeichnungen gelungen, ich freue mich auf Band 2.

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Einstiegsband in weitere Geschichten aus Dreams Universum

Sandman Universe von Neil Gaiman

In Dreams Reich gibt es auf einmal viele Probleme und Dream selbst ist nicht zu erreichen. Der Rabe Matthew wird ausgeschickt, seinen Herrn zu finden.

Nach dem Ende der ursprünglichen Sandman-Reihe sind ab 2018 weitere Bände erschienen, die die Fans mit neuen Geschichten aus Dreams Welt versorgen.

Dieser Band ist der Einstiegsband zu einer ganzen Serie weiterer Bände und Reihen. Er bietet Wiedersehen mit bekannten Charakteren und führt den neuen spannenden Charakter Dora ein. Matthew springt von einem Traum in den nächsten und hat auch bald eine Spur zu Dream, die Auflösung gibt es in diesem Band aber noch nicht.

Im Anhang findet sich wieder eine Covergalerie und ein paar Hintergrundinformationen.

Mir hat der Einstieg in die neuen Bände, die ab 2018 nach dem Ende der Ursprungsreihe erschienen sind, Lust aufs Weiterlesen gemacht. Wer Dreams Welt mag, ist auch hier richtig, muss aber auf Dream auch verzichten können.

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Fesselnd

Honey von Imani Thompson

Yrsa ist Doktorantin der Soziologie in Cambridge. Als sie ihr die Möglichkeit eröffnet, den Tod eines Professors herbeizuführen, der kurz vorher eine ihrer Freundinnen verletzt und benutzt hat, nutzt sie diese und der Professor stirbt. Yrsa erlebt dadurch ein High, ein Hochgefühl, so dass sie sich entscheidet, weitere misogyne, Frauen ausnutzende Männer zu töten.

Trotz dieses Themas ist der Roman kein Krimi oder gar Thriller, es geht vor allem um Yrsa, ihre Gedanken und Emotionen und was das Geschehen mit ihr macht. So erlebt man es auch komplett aus ihrer Perspektive, lernt nach und nach ihr Umfeld näher kennen, erlebt ihre Taten mit und lernt dabei auch ihre Opfer näher kennen. Yrsa teilt mit den Leser:innen außerdem auch ihre Gedanken zu ihrer Doktorarbeit, in der es um Sklavenbefreiung und Afropessimismus geht, was ich sehr interessant fand. Yrsa ist selbst eine Woman of Color, sie teilt sich mit der Autorin jamaikanische Wurzeln, außerdem hat der Roman einen stark feministischer Aspekt.

Am Anfang hatte ich einen kurzen Moment, in dem ich mich gefragt habe, ob ich zu alt für den Roman bin, doch einmal kurz „Hinge“ gegoogelt, eine Dating-App, von der ich noch nie gehört habe, die aber hier öfter erwähnt wird, dann konnte ich mich doch schnell einlesen. Die Erzählsprache ist modern und nimmt kein Blatt vor den Mund, genauso wenig wie es Yrsa tut.

Imani Thompson stellt einige interessante Charaktere vor, auch wenn mir wenige davon wirklich sympathisch waren, inklusive der Protagonistin, im Grunde macht das den Roman aber auch zusätzlich interessant.

Das Ende kommt für mich zu plötzlich und ist mir etwas zu offen. Im Nachgang habe ich mich weiter mit dem beschäftigt, was ich über Yrsas Doktorarbeit erfahren habe, das möchte ich auch anderen Leser:innen empfehlen..

„Honey“ ist ein Roman, der nicht unbedingt in mein Beuteschema fällt, dessen Plot ich aber interessant fand, so dass ich wissen wollte, wie der Roman sich entwickeln würde. Auch wenn Yrsa nicht gerade ein Charakter ist, der mich anspricht, hat mich die Geschichte gefesselt. Besonders interessant sind auch die feministischen und gesellschaftskritischen Aspekte.

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Thriller der Extraklasse

Alles ihre Schuld von Andrea Mara

Als Marissa ihren vierjährigen Sohn Milo von seinem Playdate abholen will, stellt sich heraus, dass sie eine falsche Adresse bekommen hat. Nach einem Anruf bei der Mutter des Kindes, mit dem er das Date haben sollte, scheint klar, dass Milo entführt worden ist.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven dreier Frauen, die alle Mütter sind und auf ihre jeweils eigene Weise mit dem Fall zu tun haben, eine ist natürlich Marissa, über die beiden anderen möchte ich aus Spoilergründen lieber nichts sagen.

Mit einer davon konnte ich so gar nicht mitfühlen, aber das ist von Autorin wohl auch nicht beabsichtigt, denn diese Frau wird sehr kaltherzig und egozentrisch charakterisiert. Zwischendurch gibt es Rückblenden, die unter anderem eine weitere Frau mit ins Zentrum stellen, die ebenfalls in den Fall involviert ist.

Ein Fall übrigens, bei dem es öfter den Anschein hat, nun sei klar, was passiert ist, nur um dann wieder alles mögliche auf den Kopf zu stellen. Das macht einen großen Teil des Reizes und der Spannung aus, und ist in meinen Augen ohne eindeutige Logikbrüche, auch wenn mich der eine oder andere Charakter enttäuschen konnte. Aber auch das zeigt mir, wie gut der Aufbau der Geschichte und die Charakterzeichnungen gelungen sind.

Für mich ist dieser Roman ein Thriller der Extraklasse, spannend, überraschend, auch emotional packend und mit gelungenen Charakteren. Thrillerfans sollten zugreifen.

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Ein passender Abschluss der Trilogie

Three Shattered Souls von Mai Corland

Von den ehemals sechs Gefährt:innen sind nur noch vier zusammen, die beiden anderen entweder tot oder eingekerkert. Die Gefahren sind allerdings nicht weniger geworden, und wer am Ende überleben wird, ist ungewiss.

Das Finale der Trilogie, die mir von Anfang an ausgesprochen gut gefallen hat, ist nun auch gelesen.

Wie das oft so ist, konnte ich es kaum warten, diesen Band zu lesen, habe es aber trotzdem hinausgezögert, da ich mich nicht trennen wollte. Auch dieser Band hat mich wieder direkt gepackt, auch wenn er nicht mehr ganz so viele überraschende Wendungen zu bieten kann, wie die Vorgänger. Hier geht es nun vorrangig darum, das Ganze zu einem Ende zu bringen, aber natürlich gibt es trotzdem auch hier Unerwartetes.

Man hat die einzelnen Protagonist:innen im Laufe der Trilogie liebgewonnen und kann mit ihnen mitfühlen. Royo, Aeri, Mikail und Sora sind nicht immer auf sich alleine gestellt, sie haben zeitweise Weggefährt:innen und mögliche Helfer:innen, trauen können sie aber kaum jemandem. Mittlerweile sind sie aber so stark zusammengewachsen, dass sie sich untereinander sicher sind, meistens jedenfalls. Wer die Vorgängerbände kennt, und das sollte man tunlichst, wenn man diesen Band liest, weiß bereits, dass auch ein Fünfter überlebt hat, für die Vier wird es aber eine große Überraschung sein und möglicherweise zu Misstrauen führen. Dass sie dazu noch mit anderen Todesfällen klarkommen müssen, kann man schon fast erahnen.

Sehr gut gefällt mir weiterhin, dass die Geschichte in relativ kurzen Kapiteln aus den Perspektiven der Protagonist:innen in Ich-Form erzählt wird, so ist man immer mittendrin und erhält unterschiedliche Einblicke. Die Geschichte bleibt weiterhin spannend, auch als Leser:in kann man sich nie sicher sein, wie etwas ausgehen wird oder wem man vertrauen kann. Das Ende ist abschließend, bleibt aber auch, was Einzelne angeht, zum Teil offen. Ob Mai Corland noch einmal darauf zurückkommen wird?

Das Finale der Trilogie beendet die Geschichte passend. Auch dieser Band ist wieder sehr spannend. Genrefans sollten bei dieser Trilogie zugreifen.

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Ich liebe diesen Humor!

Wir jagen Schatten von Richard Osman

Vern Blackwood macht sich Sorgen, einer seiner Leibwächter wurde ermordet und ein Zettel mit einer Drohung bei ihm gefunden. Zufällig sieht er die Krimiautorin Rosie D‘Antonio in einer Talkshow, die dort auch von ihrer Detektei mit Namen „Wir finden Mörder“ erzählt. Kurz entschlossen ruft er sie an und bittet um Hilfe.

Zusammen mit dem ehemaligen Polizisten Steve Wheeler und dessen Schwiegertochter, der erfahrenen Bodyguard Amy Wheeler, reist Rosie zu Verns Villa in die Toskana. Bald stecken die Drei wieder mitten in einem verzwickten Fall, der sie zwar nicht rund um den Globus, aber doch in einige Länder führt, und alles andere als ungefährlich ist.

Beim Start in den zweiten Band machten sich Rosie, Amy und Steve noch Gedanken darum, ob die Gründung der Detektei eine gute Idee war, denn nach den Ereignissen im Vorgängerband blieben die Fälle aus. Steve überlegte schon, ob er vielleicht nicht nur auf Morde warten, sondern auch Fälle von verschwundenen Haustieren und ähnlichem annehmen solle.

Neben den schon erwähnten trifft man auch andere Charaktere aus dem Vorgängerband wieder, alle ein bisschen skurril aber größtenteils auch liebenswert. Ein neuer Charakter ist der Spanier Ernesto Manuelo Santiago de Sousa de Cuéllar, der für Interpol arbeitet; ein alter Freund Rosies ist und gut zum Trio zu passen scheint.

Wer die Donnerstagsmordclub-Reihe des Autors kennt, weiß, dass man bei ihm auf Humor hoffen darf, und zwar auch auf schönen schwarzen britischen Humor. Die Wir suchen Mörder-Reihe legt sogar noch ein bisschen oben drauf, wie man auch hier wieder sehen kann. Es geht sehr turbulent und nicht immer gesetzestreu zu, man kann nicht immer erkennen, wer zu den Guten oder zu den Bösen gehört und geschossen wird auch.

Natürlich hat der Fall am Ende einige Überraschungen zu bieten, wird aber nachvollziehbar gelöst. Im Nachwort verspricht Richard Osman einen weiteren Fall, zunächst soll es aber einen neuen Fall für den Donnerstagsmordclub geben, gegen Ende dieses Romans gibt es sogar eine kleine Verknüpfung zwischen den beiden Reihen – ich liebe so etwas ja.

Band 2 der Reihe bietet wie erhofft sehr gute Unterhaltung mit viel britischem Humor. Man trifft einige bekannte Charaktere wieder, reist mit den Protagonist:innen durch mehrere Länder und erlebt eine spannende Geschichte. Ich würde sagen: Zugreifen!

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