Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katja K.:
Absolute Sogwirkung
Dire Bound von Sable Sorensen
Ich hatte lange kein Buch mehr, bei dem ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen und ständig Angst vor dem Moment hatte, in dem ich das Ende erreichen würde. Für mich ist dieses Buch jetzt schon ein absolutes Highlight, so muss Fantasy sein!
Tatsächlich erinnert die Story sehr an Fourth Wing mit Panem-Vibes und ist damit nicht unbedingt neu, wird aber meiner Meinung nach erwachsener und extrem mitreißend erzählt.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und fesselnd, die Charaktere gut ausgearbeitet und für mich deutlich spürbar, auch wenn manche von ihnen mysteriös scheinen. Die Schattenwölfe liebe ich! Eigentlich passiert ständig etwas, ohne dass die Story gehetzt wirkt. Ich fand sie durchweg spannend und es gab auch unerwartete Wendungen.
Kleine Kritikpunkte beziehen sich auf die Spice-Szenen, die ich teilweise überflüssig und langatmig fand. Außerdem war ich etwas enttäuscht darüber, dass ich ein Ereignis schon sehr lange habe kommen sehen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Insgesamt kann ich für dieses Buch nur eine große Empfehlung an alle Fantasy-Fans aussprechen, die kein Problem mit Brutalität haben. Macht euch darauf gefasst, dass ihr das Buch nicht so schnell aus der Hand legen könnt!
Gefühlvolle spicy Romance zwischen Bullenreiten und Datingshow
Fever Dream von Elsie Silver
Dies war mein zweites Buch der Autorin und ich war einmal mehr angetan von dem wirklich tollen Schreibstil, der anschaulich und humorvoll-spritzig ist und gleichzeitig irgendwie klug und reif wirkt.
Die Charaktere hatten überraschend viel Tiefgang, was mich begeistert hat. Sowohl Emmett als auch Julia haben mir sehr gut gefallen.
Sie waren für mich in ihren Emotionen und ihrer Persönlichkeit richtig gut spürbar und die Päckchen, die sie zu tragen hatten, haben mich ebenso wie die gefühlvolle Dynamik zwischen ihnen sehr berührt. Dadurch konnte ich richtig gut mitfiebern.
Slow Burn und Pacing fand ich hervorragend umgesetzt. Die Spannung zwischen den beiden wurde richtig schön aufgebaut und die Geschichte erschien zu keiner Zeit gehetzt oder langatmig, sondern war für mich vom Tempo her rundum stimmig.
Auch das Setting auf der Ranch mit der überaus liebenswerten und lustigen Familie von Emmett und der Datingshow, die für viel Spannung und Drama gesorgt hat, fand ich toll. Es wurde ein Blick hinter die Kulissen einer solchen Show gegeben, was zusätzlich interessant war und zum Nachdenken angeregt hat.
Meine einzigen kleinen Kritikpunkte beziehen sich zum einen darauf, dass im ersten Drittel sehr viele sexuelle Anspielungen durch Emmett gefallen sind, die ich schon grenzwertig übergriffig fand. Auch die Spice-Szenen waren mir zu häufig und lang (weniger ist mehr!). Wenn so viele ausführliche Sexszenen geschildert werden, empfinde ich das mit der Zeit immer als etwas langweilig, weil es dann nicht mehr zum Plot und zur emotionalen Annäherung der Charaktere beiträgt. Aber es gehört auch irgendwie zu den Büchern der Autorin dazu. Zum anderen wäre das Buch für mich auch ohne die letzten zwei Kapitel stimmig gewesen. Die fand ich fast ein bisschen zu viel des Guten, ohne jetzt spoilern zu wollen.
Insgesamt hat mich diese Romance vor allem durch die intensiven Emotionen und das tolle Setting überzeugt und ich kann es kaum erwarten, nach Emerald Lake zurückzukehren für die weiteren Bände. Eine große Empfehlung für Romance-Fans, die kein Problem mit Spice haben!
Starke Kombi aus reifen Charakteren, Charme und Spannung
Witch of the Wolves: Halbmond Erbe von Kaylee Archer
Hexen und Werwölfe im viktorianischen London, reife Charaktere, feiner Humor, eine Prise Feminismus und viel Spannung - was will man mehr?!
Ich liebe Wölfe und Werwölfe, so dass mich dieses Buch gleich neugierig gemacht hat. Die Story beginnt eher ruhig mit einiger Situationskomik und den ersten unerwarteten und spannenden Wendungen, bis sie sich zum Ende hin zu einem regelrechten Showdown steigert.
Besonders gut hat mir der unaufgeregte, dem Setting entsprechend etwas altmodische und verschmitzt-humorvolle Schreibstil gefallen, der zugleich so bildhaft ist, dass ich mir das Ganze wie in einem Film vorstellen konnte. Er sorgt dafür, dass die Geschichte bei aller Unberechenbarkeit und Grausamkeit doch auch immer ein bisschen charmant und leicht wirkt. Es wird ausschließlich aus Cordelias Perspektive (Ich-Form) erzählt, was sich für mich stimmig angefühlt hat.
Die Charaktere fand ich toll. Sie haben sich reif und erwachsen verhalten,; nicht so, wie in vielen anderen Romantasy-Romanen, wo einfach mal impulsiv vorgeprescht wird. Sowohl Cordelia als auch Bishop mochte ich als Protagonist*innen sehr. Das kommt bei mir eher selten vor, weil ich meistens einen der beiden Hauptcharaktere zu blass oder zu wenig ausgearbeitet finde. Auch die Dynamik zwischen den beiden konnte ich spüren.
Ich möchte gar nicht zu viel verraten. Ich habe das Setting auf jeden Fall geliebt und war zunehmend gefesselt von der Story, die man nie so ganz vorhersehen konnte. Spice-Szenen gibt es auch, aber nicht in übertriebenen Ausmaß.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die Hexen und Werwölfe und viktorianische Settings lieben, die auf reife Charaktere stehen und auch eine langsamere, dafür aber sehr charmante und durchdachte Storyentwicklung zu schätzen wissen.
Ganz süß, konnte mich aber nicht richtig fesseln
The French Escape - Love & Lavender, Band 1 von Sarah Fleury
Dieses Buch ist auf jeden Fall eine nette und leichte Urlaubslektüre für zwischendurch. Das Setting an der Côte d'Azur ist herrlich, die Gerüche und die typische Atmosphäre in der Provence werden gut transportiert. Dadurch hat es für mich eine angenehme Leichtigkeit verströmt und mich an meine Urlaube in der Provence erinnert.
Auch die Charaktere fand ich sehr liebevoll gezeichnet und die Ausgangsidee der Geschichte ganz spannend. Allerdings hatte ich zum einen ein bisschen Probleme mit dem Schreibstil, da mir in den Dialogen und auch in den Grübeleien der Charaktere zu viele Fragen hintereinander vorkamen, die mir unnatürlich erschienen und mich aus dem Lesefluss gerissen haben. Auch waren die Rückblicke zwar interessant, aber wirkten immer etwas willkürlich eingestreut. Zum anderen konnte ich die Emotionen bei den ernsten Themen irgendwie nicht richtig spüren, so dass es zum Ende hin für mich auch etwas langatmig wurde.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass zu viele Themen in diese Story gepackt werden sollten: die Berufe und Leidenschaften der Charaktere, ihre Persönlichkeitseigenschaften, ihre Vergangenheit und ihre Kämpfe damit, ein wenig Spannung um ein Familiengeheimnis und dann natürlich noch das Setting in der Provence,... Dadurch konnte nichts so richtig tief bearbeitet werden.
Mein Fazit: Eine nette Lektüre für zwischendurch, die das Provence-Feeling wunderbar vermittelt und auch liebenswerte Charaktere bietet, mich aber emotional nicht richtig fesseln konnte.
Spannende Idee, die Umsetzung war mir jedoch zu pathetisch und flach
Illusion - A Lie Worth Believing von Janine Ukena
Grundsätzlich hat mir das Setting einer Illusionsshow in Las Vegas als Idee enorm gut gefallen und am Anfang war ich auch von dem fast poetisch anmutenden Schreibstil angetan.
Diese Begeisterung hat sich jedoch bald zugunsten einer gewissen Genervtheit gelegt, weil in gefühlt jedem zweiten Satz ein bildgewaltiger Vergleich gebracht wurde und ständig Sätze mit dem Zusatz "mehr, als ich zulassen/zugeben wollte" fielen.
Das erschien mir viel zu aufgesetzt und pathetisch, als dass ich es hätte ernst nehmen können. Es hat mich aus dem Lesefluss gebracht und mir keineswegs emotionale Tiefe vermittelt, sondern im Gegenteil eher ein Gefühl von leeren Worthülsen, denn spüren konnte ich die beschriebenen Emotionen kaum.
Diese Kritik betrifft auch die Charaktere. Stella fand ich noch einigermaßen greifbar, wohingegen alle anderen Charaktere wenig bis gar nicht spürbar für mich waren, was auch für die Beziehungen untereinander und für die Liebesgeschichte gilt.
Dennoch fand ich die Story stellenweise recht spannend und besonders das Thema mit KI und Deepfakes hat mir gut gefallen. Das hätte meiner Meinung nach noch mehr ausgearbeitet werden dürfen, ebenso wie die Konflikte zwischen den Charakteren und die Gründe ihrer teilweise recht fragwürdigen Handlungen.
Fazit: Für mich hatte die Story originelle und spannende Ideen, die jedoch meiner Meinung nach ohne die nötige Tiefe und mit reichlich pathetischen Worten umgesetzt wurden. Ich könnte mir vorstellen, dass sie einem jüngeren Publikum von 16 bis 18 Jahren ganz gut gefallen könnte.
Geheimnisse und Intrigen in der Pariser Modewelt mit eher flachen Charakteren
Les Bouttiers - Wir sind jetzt von Antonia Wesseling
Dieses Buch war für mich eine kleine Achterbahnfahrt. Zunächst habe ich nicht wirklich gut hineingefunden, fand die Charaktere langweilig und musste es immer wieder zur Seite legen. Dann war es eine Zeit lang besser, die Charaktere etwas greifbarer, die Story fesselnder. Und im letzten Drittel war ich dann trotz der aufkommenden Spannung zunehmend genervt von den Charakteren und ihren Interaktionen.
Zunächst einmal möchte ich die Elemente erwähnen, die mir an der Story gefallen haben. Da ist zum einen das Setting der Pariser Modewelt, die sprachlich gemischten Überschriften und die eingestreuten französischen Begriffe, die einen nie vergessen lassen, dass wir uns im schönen Frankreich befinden. Außerdem fand ich es erfrischend, dass es drei unterschiedliche POV gibt. Die Spannung durch die Dreiecksgeschichte und die Rivalität der beiden Modehäuser hat mir ebenfalls gut gefallen sowie die Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Die Nebencharaktere Zoé und Ethan mochte ich mit ihrer erfrischend unangepassten Art sehr.
Meine Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die Darstellung der Hauptcharaktere und ihre Interaktionen. Dass in den traditionsbewussten Modehäusern eine patriarchale Struktur herrscht, war vielleicht zu erwarten, doch dies wird hier kaum kritisch aufgegriffen und hinterfragt, leider auch nicht von Elodie. Sie selbst wird meiner Meinung nach in ihrem Charakter inkonsistent dargestellt. Einerseits zeigt sie sich selbstbewusst, schlagfertig und traut sich, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, andererseits verhält sie sich seltsam überangepasst, passiv abwartend und lässt sich herumkommandieren und bevormunden. Adam und Gabriel sollen zwar vermutlich per se ein wenig distanziert und schwer greifbar wirken, dies war mir jedoch too much. Ich fand sie teilweise richtiggehend unsympathisch. Das hat dazu geführt, dass mir ihr Schicksal recht egal war. Auch die Anziehungskraft zwischen Elodie und Gabriel konnte ich nicht spüren. Außerdem sind mir Unstimmigkeiten bezüglich Gabriels Wissen um das Familiengeheimnis aufgefallen.
Mein Fazit: Schöne Idee, tolles Setting, zwischendurch durchaus fesselnd, aber den Charakteren fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe und sie waren mir teilweise unsympathisch. Dieses Buch hat mir etwas besser gefallen als "Dark Venice" von derselben Autorin. Ich würde es denjenigen Leser*innen empfehlen, die Fans der Autorin sind und mit ihrem Schreibstil und ihrer Charakterdarstellung vertraut sind und diese mögen.
Sticht für mich aus der Masse heraus
Nightweaver von R. M. Gray
Ich bin ganz erstaunt, dass die Meinungen zu diesem Buch so auseinandergehen und es vielen gar nicht gefallen hat. Ich muss sagen, für mich war es seit langem mal wieder ein Buch, bei dem ich keine Probleme hatte, dabei zu bleiben und das ich durchweg spannen fand.
Etwas irritiert hat mich, dass die Story vor allem an Land spielt, obwohl es als Piraten-Fantasy beworben wird.
Aber schlussendlich hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.
Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, ich fand ihn sehr bildhaft, flüssig und mitreißend. Auch die erschaffene Welt ist angenehm vielseitig, grausam und einfach mal etwas anderes. Es gibt sehr viele Geheimnisse und Lügen, durch die Spannung entsteht und die Welt noch mysteriöser wirkt.
Aster fand ich zwar vom Verhalten her nicht immer ganz logisch, aber im Charakter nicht inkonsistent und schon gar nicht anstrengend. Sie ist ja erst 17 Jahre alt und ich habe es eher als realistisch empfunden, dass sie sich mal als stark und tough zeigt und mal sehr unsicher und naiv wirkt. Auch die männlichen Hauptcharaktere fand ich gut gezeichnet. Sie waren eine willkommene Abwechslung zu den typischen mürrischen und wortkargen Love Interests /"Bad Boys", die mich schon langsam beginnen zu langweilen. Sie erscheinen vielschichtiger und gerade deshalb auch mysteriöser. Insgesamt finde ich, dass dieses Buch nicht dem Schema F einer klassischen YA Fantasy Romance folgt und das hat mir sehr gut gefallen.
Ein paar Nebencharaktere werden zugegebenermaßen etwas blass und hölzern dargestellt. Einige Plot-Twists habe ich schon sehr lange kommen sehen, was mich aber nicht gestört hat.
Ich würde diese Fantasy Romance allen empfehlen, die Lust auf eine neue Story haben, die gerne Young Adult ohne Spice lesen und einen guten Schreibstil zu schätzen wissen. Bei einer starken Vorliebe für radikale Badass-Heldinnen und typische Bad Boys sind sie mit diesem Buch dagegen wahrscheinlich nicht so gut bedient.
Ja, das Buch hat Potenzial, aber...
A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 von Sophie Jordan
Dass das Buch überraschend ist und großes Potenzial hat, das habe ich im Vorhinein am häufigsten gehört. Und es stimmt, es hat Potenzial. Ich fand sogar das erste Viertel richtig grandios und bin durch die Seiten geflogen. Die Idee des Prügelmädchens war innovativ.
Aber dann... Irgendwann fing es an mit den inneren repetitiven Monologen, sowohl aus der Sicht von Tamsyn als auch von Fell.
Diese haben mich aus dem Lesefluss gebracht und ich war mir von da an meistens bewusst, dass ich gerade eine Geschichte lese statt in sie einzutauchen.
Die Sprache an sich fand ich stellenweise sehr schön und bildhaft, außerdem passend zu Fantasy ein bisschen altertümlich. Dann wiederum jedoch wurde es richtig holprig. Ich werde nie verstehen, weshalb es irgendwie inzwischen zum guten Ton von Fantasy/ Romantasy gehört, durch Worte wie "Fuck" oder "Ich bin sowas von am Arsch" aus dem Rahmen zu fallen. Zu einer modernen Romance oder Urban Fantasy passt das, aber doch nicht hier.
Die Autorin hat einige Überraschungen eingebaut, die für mich dann aber doch nicht so überraschend kamen. Am Ende erschien mir die Handlung teilweise etwas arg konstruiert.
Gleichzeitig war ich stellenweise auch gebannt und könnte mir sogar vorstellen, den zweiten Band noch zu lesen. Den Einzug ins Regal erhält die Reihe jedoch definitiv nicht.
Fazit: Eine originelle Ausgangsidee, in der viel Potenzial liegt, die Umsetzung war für mich jedoch holprig. Trotzdem kann die Story für Drachenliebhaber ein netter Snack zwischendurch sein.
Vielleicht nichts wirklich Neues, aber was für ein Spaß!
Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer
Dieses Buch bietet von der Story her nicht wirklich viel Neues, hat mir aber richtig Spaß gemacht. Es liest sich unglaublich leicht und schnell. Der Schreibstil ist so locker-flockig und witzig, dass ich an mehreren Stellen laut losgelacht habe, was mir bei Büchern nicht oft passiert. Noch im Nachhinein muss ich über manche Situationen kichern.
Die spritzigen Dialoge, die witzigen Vergleiche, die Situationskomik - all das wurde einfach toll umgesetzt!
Beide Charaktere waren mir sehr sympathisch und für mich in ihrer Persönlichkeit spürbar, auch wenn Parker etwas weniger greifbar blieb als Lainey und ich mir zum Ende hin etwas mehr Einsicht in seine Perspektive gewünscht hätte. Da ging dann alles doch recht flott. Die Tension zwischen beiden wurde richtig gut aufgebaut. Es gab nur zwei Spice-Szenen, die meiner Meinung nach gut beschrieben wurden, ohne die immer gleichen Formulierungen zu verwenden, die ich schon nicht mehr lesen kann.
Natürlich waren einige bekannte und absehbare Klischees und Tropes vertreten, aber ich wurde auch überrascht, wenn sich die Figuren bei Kleinigkeiten anders und reifer verhielten als erwartet. Das fand ich erfrischend und insgesamt hat für mich einfach das Gesamtpaket gestimmt. Vor allem habe ich nicht nur gelacht, sondern auch viel gefühlt und das macht für mich eine gute Story aus!
Fazit: Eine leichte Fake Dating-RomCom, die mich durch ihren guten, witzigen und gleichzeitig behutsamen Schreibstil und die Gefühlsentwicklung zwischen den Charakteren überzeugt hat. Ich freue mich auf Band 2!
Schräg und toxisch oder einfach nicht mein Genre?
Woman Down von Colleen Hoover
Ich habe bislang ein Buch der Autorin gelesen, das mir schon nicht besonders gut gefallen hat, weil ich fand, dass ein Thema bagatellisiert wurde. Ich wollte ihr aber mit diesem Buch noch mal eine Chance geben und in ein anderes Genre hineinschnuppern. Nun bin ich etwas ratlos, weil ich das Buch wirklich richtig schlecht fand, mich aber auch frage, ob ich möglicherweise das Genre Romantic Thriller einfach nicht mag.
Ich fand die Toxizität in der Beziehung ganz schwer zu ertragen und es kam mir richtig "billig" vor, aber vielleicht gehört das bei dem Genre bis zu einem gewissen Grad auch immer dazu?
Definitiv kann ich sagen, dass mir der Beginn mit den Schilderungen zum Autorinnenleben und dem Cybermobbing ziemlich gut gefallen hat und ich optimistisch gestartet bin. Der Schreibstil ist nicht besonders anspruchsvoll, aber auf jeden Fall sehr flüssig und gut zu lesen. Sobald Saint seinen Auftritt hatte, kam mir die ganze Story total konstruiert vor und mir war völlig unverständlich, wie naiv sich die Protagonistin verhalten hat. Dass es hier um eine innere Ambivalenz geht im Love Triangle und Petra sich somit auch ambivalent und deshalb nicht immer ganz logisch verhält, ist klar, aber diese Ambivalenz wurde nicht nachvollziehbar dargestellt. Auch die Emotionen konnte ich nicht spüren und dadurch wirkte die ganze Story extrem platt.
Ich hatte dann zumindest mit einem großen Plot Twist gerechnet. Es kam aber lediglich eine unerwartete Wendung, alles andere lief genau so, wie ich es von Anfang an vermutet hatte. Das hat mich dann auch ziemlich enttäuscht. Ich hatte eigentlich nur deshalb weiter gelesen, weil ich dachte, dass das Buch ein interessantes Ende bereithält.
Fazit: Absolut nicht mein Geschmack, toxisches Verhalten, unglaubwürdige Charaktere. Möglicherweise ist es auch einfach nicht mein Genre. Ich kann auf jeden Fall keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.











