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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Mondtaube:

Der Schein trügt

Most Hated Girl von Kirsty Lockwood

“Sie war dabei, ihr Leben zu zerschlagen, und es war zu früh, um zu beurteilen, ob sich aus den Einzelteilen etwas Neues ergeben würde.”

Odette versucht, sich nach dem Tod ihrer Mutter ein neues Leben aufzubauen. In einer Wohnung, in welcher sie nicht gewollt wird, und ganz ohne Job und Freunde ist das alles andere als einfach.

Jedoch trifft sie kurz darauf Amos, einen netten älteren Mann. Könnte er sein, was ihr hilft, ihr Leben zu verändern? Und falls ja, in welche Richtung?

Bei “Most Hated Girl” handelt es sich um das Debüt von Kristy Lockwood. Man merkt keinesfalls, dass es ihr erster Roman ist. Das Buch ist durchweg spannend geschrieben.
Ein großer Teil, der zur Spannung beiträgt, ist der Wechsel zwischen Kapiteln, die in der Vergangenheit und in der Zukunft spielen. Dadurch ist man als Leser durchweg am Rätseln, wie es überhaupt zu den Geschehnissen in der Zukunft kommen konnte.
Denn die Protagonistin Odette mag zwar sozial unbeholfen sein, wirkt jedoch so gar nicht wie eine Mörderin. Gleichzeitig wirkt ihre doch etwas ungewöhnliche Freundschaft zu Amos wirklich schön.
Jedoch ist das auch die Stärke des Buches.
Wie viel ist wahr, und wie gut kennen wir die Personen in dem Buch wirklich?

Das Einzige, was ich in dem Buch etwas unrealistisch fand, war die Social Media Präsenz von Odette und Amms. Beide gingen unglaublich schnell viral, ohne viel dafür zu tun. Jedoch kann ich darüber hinwegsehen, da ich denke, dass ein größerer Fokus darauf dem Spannungsaufbau hätte schaden können. Das, was davon da ist, reicht dennoch aus, um die Thematik anzusprechen und sich zu fragen, wie es wohl im echten Leben hinter den Kulissen vieler Influencer aussieht.

Nachdem das Buch mich anfangs doch sehr in eine Wohlfühlatmosphäre bringen konnte, hatte es mich gegen Ende immer mehr erschüttert und die eigentliche Thematik kam unerwartet für mich. Aber genau das macht das Buch auch so stark.

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es beginnt sehr ruhig, baut jedoch langsam mehr und mehr Spannung auf. Das Thema war in dieser Art etwas Neues für mich und hat mich sehr zum Nachdenken anregen können.

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Rezensionen von carola1475:

Sehr unterhaltsamer Cosy Crime-Krimi mit eigenwilligem Ermittlerduo

Mord in perfekter Ordnung - Jules Gespür für Symmetrie von Anett Diell

Der aus Hannover strafversetzte Kriminalhauptkommissar Jeremias Killick langweilt sich seit zweieinhalb Monaten im idyllischen Kreisstädtchen Bad Krozingen im Schwarzwald. Nicht nur passieren keine Verbrechen, sondern er versteht auch das Alemannisch nicht, das die Menschen dort sprechen. Killick ist ständig schlecht gelaunt und tritt arrogant auf.

Als eine junge Frau tot am Fuß ihrer Kellertreppe gefunden wird, liegt offenbar, zu Jeremias Bedauern, „nur“ ein Unfall vor, bis die Tatortreinigerin Jule Vögelein behauptet, die Tote sei ermordet worden. Jule hat einen zwanghaften Ordnungsdrang und andere Zwangsstörungen und sieht Details, die anderen nicht auffallen. Jeremias nimmt Jule zunächst nicht ernst, aber weitere Todesfälle und die forensische Untersuchung der Opfer führen dann doch zur Zusammenarbeit des ungleichen Ermittlerduos.
Fast noch fesselnder als die zum Miträtseln einladende Krimihandlung fand ich das Zusammenspiel von Jule und Jeremias, beide sind eigenwillig und haben ihre Besonderheiten. Durch die zwischen ihnen abwechselnde Erzählperspektive teile ich auch ihre Gedanken über den anderen und es hat Spaß gemacht, die Entwicklung ihrer Zusammenarbeit wie auch ihrer Gefühle mit zu erleben. Die Figurenzeichnung der ungewöhnlichen Protagonisten ist gelungen, Nebencharaktere treten auch mal ihrem Klischee entsprechend auf, was hier aber passt.
Anett Diell schreibt lebendig und humorvoll und die Geschichte ist angenehm zu lesen. Lokalkolorit des charmanten Bad Krozingen und die Beschreibung lokaler Gepflogenheiten machen Lust auf eine Reise in den Schwarzwald.
Ich habe den Cosy Crime-Krimi gern gelesen, 'Mord in perfekter Ordnung' hat mich gut unterhalten und ich freue mich auf weitere Bände der neuen Serie.

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Rezensionen von Havers:

Diesem Buch mangelt es an allem, was einen skandinavischen Thriller ausmacht

Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Thriller, in denen Serienmörder im Fokus stehen, lese ich eigentlich kaum noch. Warum? Weil es in erster Linie den Autoren/Autorinnen darum geht, die Beschreibungen der Morde/Mordopfer möglichst pervers bzw. brutal darzustellen.

Ich hatte ja gehofft, dass Bukkehaves „Prätorianer“ dem Leser/der Leserin Rätsel im Dan Brown-Stil mit mythologischen Bezügen aufgibt, musste aber leider recht schnell feststellen, dass der Autor dies mit der dünnen Story und seinen mangelnden schriftstellerischen Fähigkeiten dies leider nicht erfüllen konnte.

Mythologisch ist lediglich die Wächter-Thematik, die sich bereits aus dem Titel der Übersetzung ergibt, ansonsten wird hier mit mehr oder weniger bereits vielfach (speziell in skandinavischen Thrillern) durchgekauten Versatzstücken gearbeitet: problematische Geschwisterbeziehung, Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlergruppe, ein wegen Mordes einsitzender Vater mit speziellen Kenntnissen, Incels (diese Vermutung hatte ich schon gleich zu Beginn) und Social Media/Dark Net, und als Kirsche auf dem Kuchen fungieren dazu die mehr als unappetitlichen Beschreibungen der Mordopfer. Das Ganze wird zusätzlich mit sich wiederholenden Beschreibungen aufgebläht und in die Länge gezogen, so dass bereits nach der Hälfte mein Interesse gegen Null tendierte und ich das Buch, wenn es keine Leserunde gewesen wäre, abgebrochen hätte.

Offenbar ist „Der Prätorianer“ als Reihenauftakt für weitere Fälle mit Team Sara und Adam konzipiert, was die Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, vermuten lässt. Allerdings werde ich die Fortsetzungen nicht mehr lesen; dafür war mit diese effekthascherische Story mit ihrem unsympathischen Personal zu plump, zu aufgebläht und zu vorhersehbar geplottet. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, ein paar Schneeflocken in der Dunkelheit sind kein Alleinstellungsmerkmal für Dänemark. Nein, diesem Buch mangelt es an allem, was einen lesenswerten skandinavischen Thriller ausmacht.

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Rezensionen von Havers:

Diesem Buch mangelt es an allem, was einen skandinavischen Thriller ausmacht

Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Thriller, in denen Serienmörder im Fokus stehen, lese ich eigentlich kaum noch. Warum? Weil es in erster Linie den Autoren/Autorinnen darum geht, die Beschreibungen der Morde/Mordopfer möglichst pervers bzw. brutal darzustellen.

Ich hatte ja gehofft, dass Bukkehaves „Prätorianer“ dem Leser/der Leserin Rätsel im Dan Brown-Stil mit mythologischen Bezügen aufgibt, musste aber leider recht schnell feststellen, dass der Autor dies mit der dünnen Story und seinen mangelnden schriftstellerischen Fähigkeiten dies leider nicht erfüllen konnte.

Mythologisch ist lediglich die Wächter-Thematik, die sich bereits aus dem Titel der Übersetzung ergibt, ansonsten wird hier mit mehr oder weniger bereits vielfach (speziell in skandinavischen Thrillern) durchgekauten Versatzstücken gearbeitet: problematische Geschwisterbeziehung, Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlergruppe, ein wegen Mordes einsitzender Vater mit speziellen Kenntnissen, Incels (diese Vermutung hatte ich schon gleich zu Beginn) und Social Media/Dark Net, und als Kirsche auf dem Kuchen fungieren dazu die mehr als unappetitlichen Beschreibungen der Mordopfer. Das Ganze wird zusätzlich mit sich wiederholenden Beschreibungen aufgebläht und in die Länge gezogen, so dass bereits nach der Hälfte mein Interesse gegen Null tendierte und ich das Buch, wenn es keine Leserunde gewesen wäre, abgebrochen hätte.

Offenbar ist „Der Prätorianer“ als Reihenauftakt für weitere Fälle mit Team Sara und Adam konzipiert, was die Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, vermuten lässt. Allerdings werde ich die Fortsetzungen nicht mehr lesen; dafür war mit diese effekthascherische Story mit ihrem unsympathischen Personal zu plump, zu aufgebläht und zu vorhersehbar geplottet. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, ein paar Schneeflocken in der Dunkelheit sind kein Alleinstellungsmerkmal für Dänemark. Nein, diesem Buch mangelt es an allem, was einen lesenswerten skandinavischen Thriller ausmacht.

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Rezensionen von Havers:

Diesem Buch mangelt es an allem, was einen skandinavischen Thriller ausmacht

Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Thriller, in denen Serienmörder im Fokus stehen, lese ich eigentlich kaum noch. Warum? Weil es in erster Linie den Autoren/Autorinnen darum geht, die Beschreibungen der Morde/Mordopfer möglichst pervers bzw. brutal darzustellen.

Ich hatte ja gehofft, dass Bukkehaves „Prätorianer“ dem Leser/der Leserin Rätsel im Dan Brown-Stil mit mythologischen Bezügen aufgibt, musste aber leider recht schnell feststellen, dass der Autor dies mit der dünnen Story und seinen mangelnden schriftstellerischen Fähigkeiten dies leider nicht erfüllen konnte.

Mythologisch ist lediglich die Wächter-Thematik, die sich bereits aus dem Titel der Übersetzung ergibt, ansonsten wird hier mit mehr oder weniger bereits vielfach (speziell in skandinavischen Thrillern) durchgekauten Versatzstücken gearbeitet: problematische Geschwisterbeziehung, Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlergruppe, ein wegen Mordes einsitzender Vater mit speziellen Kenntnissen, Incels (diese Vermutung hatte ich schon gleich zu Beginn) und Social Media/Dark Net, und als Kirsche auf dem Kuchen fungieren dazu die mehr als unappetitlichen Beschreibungen der Mordopfer. Das Ganze wird zusätzlich mit sich wiederholenden Beschreibungen aufgebläht und in die Länge gezogen, so dass bereits nach der Hälfte mein Interesse gegen Null tendierte und ich das Buch, wenn es keine Leserunde gewesen wäre, abgebrochen hätte.

Offenbar ist „Der Prätorianer“ als Reihenauftakt für weitere Fälle mit Team Sara und Adam konzipiert, was die Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, vermuten lässt. Allerdings werde ich die Fortsetzungen nicht mehr lesen; dafür war mit diese effekthascherische Story mit ihrem unsympathischen Personal zu plump, zu aufgebläht und zu vorhersehbar geplottet. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, ein paar Schneeflocken in der Dunkelheit sind kein Alleinstellungsmerkmal für Dänemark. Nein, diesem Buch mangelt es an allem, was einen lesenswerten skandinavischen Thriller ausmacht.

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Rezensionen von Simo.Monet:

Magisch und Wunderschön

Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub

„Stolz, Vorurteil und Hexerei“ hat mich vor allem durch die ungewöhnliche Mischung aus Jane Austens bekanntem Klassiker, Magie und der Perspektive von Lydia Bennet überrascht. Ich fand es spannend, die Geschichte einmal aus ihrer Sicht zu erleben und dadurch mehr über ihren Charakter und ihre Gedanken zu erfahren.

Besonders ihre freche und humorvolle Art hat mir gut gefallen.
Die magischen Elemente wurden kreativ in die bekannte Geschichte eingebaut und geben ihr eine ganz neue Richtung. Auch der Schreibstil hat mir gefallen – er ist locker, unterhaltsam und passt meiner Meinung nach sehr gut zum historischen Setting. Allerdings war mir die Geschichte teilweise zu langartmig und kam nicht immer sofort voran. Dadurch hat sich das Lesen an manchen Stellen etwas gezogen.
Optisch ist das Buch in Hardcover für mich jedoch ein echtes Highlight. Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt mit den vielen kleinen Details perfekt zur Geschichte. Auch der Farbschnitt und die liebevollen Verzierungen machen das Buch zu einem richtigen Hingucker im Regal.
Mein Fazit also. Wichtig im Kopf zu behalten ist das dieses Buch Nicht von Jane Austen ist, wer jedoch vor allem Stolz und Vorurteil von ihr mag, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

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Rezensionen von Micki:

Ein wunderschöner Bildband

Das Museum der Vögel von Dominic Couzens; Teagan White

Ich bin wirklich begeistert von diesem Bildband! Schon beim Auspacken war ich von dem großen Format und der hochwertigen Aufmachung angetan. Das Buch wirkt sehr edel und hochwertig und macht schon von außen Lust darauf, es aufzuschlagen.

Und auch im Inneren hält es, was das Äußere verspricht.

Die Illustrationen sind wunderschön und machen das Buch zu einem echten Hingucker. Ich mag besonders, dass die Seiten nicht mit Informationen überladen sind. Stattdessen gibt es zu den einzelnen Vögeln kurze Fakten, die sich schnell lesen lassen. So kann man einfach durch das Buch blättern, hier und da etwas entdecken und bleibt trotzdem immer wieder bei den tollen Bildern hängen.
Für mich lebt das Buch ganz klar von seiner Optik. Es ist weniger ein Sachbuch, das man von vorne bis hinten durcharbeitet, sondern eher ein wunderschöner Bildband zum Stöbern, Entdecken und Immer-wieder-Anschauen. Durch das große Format kommen die Illustrationen richtig schön zur Geltung.
Das Buch ist hochwertig verarbeitet, sieht toll aus und eignet sich meiner Meinung nach genauso gut zum Verschenken wie zum Selberbehalten. Ich habe große Lust auf die weiteren Bände in diesem Stil.

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Rezensionen von LeserinLu :

Atmosphärisch

Memories of Heidelberg von Heinz Strunk

Bertram und Isolde sind in Heidelberg im Urlaub. Aber nicht in dem Hotel, was sie kennen, sondern in einem anderen - teurer, aber offenbar schlechter. Restaurants haben irgendwie auch zu, also gehen sie abends immer in dasselbe italienische Restaurant auf einem Schiff. Isoldes Mutter ist im Krankenhaus.

Und die Ehe von Bertram und Isolde am Ende. Mehr muss man zur Story nicht wissen.
Das Ganze ergibt dann eine typische Heinz-Strunk-Geschichte. Absurd, mit Einwürfen in Großbuchstaben, teilweise etwas konfus und vor allem meistens zum Fremdschämen.
Man schämt sich für das Verhalten sämtlicher Figuren, sowohl der Hauptfiguren als auch der Nebenfiguren. Oftmals wird es eklig - das, was Strunk vermutlich als Provokation versteht, ist vielfach einfach nur unappetitlich. Es werden genüsslich Essensberge und Körperfunktionen, Körperflüssigkeiten und hämische Gedanken und Selbsthass beschrieben. Wie Strunk dicke Menschen und Frauen beschreibt, ist aber nicht mehr nur provokativ, sondern einfach unschön. Gut, dass das Buch kurz ist und das Ende konsequent (kein Spoiler, wenn man schreibt, dass es in der Katastrophe endet), sonst wäre es viel zu viel davon geworden. Warum das Buch auf der Longlist gelandet ist, bleibt bis zur letzten Seite vollkommen unklar.

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Rezensionen von LeserinLu :

Atmosphärisch

Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova

Jarka Kubsovas neuer Roman hat mir vor allem sprachlich gefallen. Besonders die Beschreibungen des Waldes sind schön gemacht und atmosphärisch beschrieben. Der Wald wird hier beinahe selbst zu einer Figur und schafft eine ganz besondere Stimmung.

Mit der Geschichte selbst wusste ich anfangs allerdings noch nicht so recht, wohin sie eigentlich führen möchte.

Die verschiedenen Ebenen und die Verbindung zwischen Elli und Viktorka haben sich für mich erst nach und nach erschlossen. Dann wurde die Handlung jedoch zunehmend spannender und hat mich immer mehr gepackt. Besonders interessant fand ich die Themen rund um weibliche Geschichtsschreibung, verdrängte Vergangenheit und die Frage, wessen Geschichten eigentlich überliefert werden. Elli muss sich dabei nicht nur mit Viktorkas Geschichte auseinandersetzen, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit und genau diese Verbindung hat für mich den Roman immer stärker gemacht.

Ein atmosphärischer, sprachlich schöner Roman über Frauen, deren Geschichten über die Zeit hinweg miteinander verbunden sind. Für mich brauchte er etwas Zeit, um seinen Sog zu entwickeln, hat mich dann aber immer mehr für sich eingenommen.

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Rezensionen von askyfullofpages:

Förderung und Überforderung liegen nahe beieinander

Wer möchte nicht im Leben bleiben von Helene Bukowski

Fremdbestimmung.
Einsamkeit.
Spurensuche.

Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.

Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt.

Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht.

Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann.

Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch.

Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben?

Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat.

„Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen.

⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung

Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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