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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

Gemeinsam essen, ausprobieren und entdecken

Ich mag nur Nudeln ohne Soße! von Alicia Metz-Kleine

Wie in so vielen Haushalten mit kleinen Kindern ist auch bei uns Lebensmittel und Essen ein großes Thema. Auf der einen Seite will man alles richtig machen oder es zumindest versuchen.Auf der anderen Seite möchte man seinem Kind die Freiheit geben und selbst entscheiden lassen, was es essen möchte und was nicht.

Dieses Buch kam für uns daher genau richtig.

Diesen Ernährungsratgeber zeichnet besonders aus, dass er sich sowohl an Kinder als auch an Eltern richtet. Für die Kinder gibt es eine unterhaltsame und entzückend geschriebene Geschichte und für die Erwachsenen viele gute Tipps. Die Illustrationen im Buch sind sehr schön gestaltet und unterstützen die Geschichte auf eine angenehme Art und Weise. Im Laufe der Geschichte erfahren die Kinder, wie viel Spaß es machen kann Essen gemeinsam zuzubereiten und dass es auch mal interessant sein kann, neue Lebensmittel zu kosten. Diese Informationen sind so gut in die Geschichte eingebunden, dass es nicht belehrend wirkt.

Zusätzlich gibt es immer wieder Fragen an die Kinder um sie zum Nachdenken und Mitmachen zu animieren. Dies gibt den Erwachsenen einen guten Startpunkt für ein Gespräch über Ernährung und Lebensmittel.
Des Weiteren gibt es auch noch kleine Infoboxen mit Anregungen für die Erwachsenen. Besonders gut ist bei uns die Idee angekommen, dass sich sowohl der kleine Leser als auch wir Erwachsenen im Supermarkt ein Lebensmittel aussuchen, das wir noch nie gegessen haben. Dies war für uns alle eine schöne Erfahrung und dies werden wir in Zukunft sicher noch öfter machen.

Am Ende gibt es noch eine Doppelseite, die sich nur an die Erwachsenen richtet und noch einmal diverse Ratschläge, Tipps und Informationen zusammenfasst. Da ich mich schon sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich hier wenig Neues lernen können. Die Zusammenfassung hat mir dennoch sehr gut gefallen.

Ein wirklich gelungenes Kinderbuch zum Thema Ernährung, welches wir gerne weiterempfehlen möchten.

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Eine tolle Grundidee, die leider im Spice untergeht

A Witch's Guide to Fake Dating a Demon von Sarah Hawley

Das Buch klang so vielversprechend und ich hatte mich auf einige amüsante und romantische Lesestunden eingestellt. Leider kam bei mir recht schnell die Ernüchterung auf. Die Grundidee des Buches ist interessant, leider verliert die Autorin im Laufe der Geschichte jedoch zunehmend den Fokus und konzentriert sich immer stärker auf die körperliche Anziehung der Figuren.

Dabei konnte mich der Einstieg zunächst durchaus überzeugen und ich fand schnell in die Geschichte hinein. Die Umgebung und die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Besonders interessant fand ich, dass in dem kleinen Städtchen die unterschiedlichsten magischen und nicht magischen Wesen friedlich zusammenleben. Dies verlieh dem von mir sehr geschätzten Kleinstadtfeeling eine ganz besondere Note.

Mariel ist ein sehr interessanter und komplexer Charakter. Laut Prophezeiung soll sie einmal eine sehr mächtige Hexe werden. Davon ist zunächst aber wenig zu spüren. Dafür merkt man, unter welchem ungeheuren Druck sie steht und wie sehr sie das belastet. Von Anfang an konnte ich mich gut in Mariel hineinversetzen und ihre Zauberversuche haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Mit dem Auftauchen von Ozroth, dem Dämon, änderte sich für mich jedoch die Richtung der Geschichte deutlich. Dabei störte mich weniger die Tatsache, dass ein Dämon eine zentrale Rolle spielt – schließlich verrät das bereits der Titel –, sondern vielmehr die Richtung, in die sich die Geschichte anschließend entwickelte.
Ich hatte mir erhofft, dass die Gefühle zwischen den beiden sich langsam aufbauen. Dies war aber nicht der Fall. Meine Lesefreude nahm immer mehr ab, als sich Mariel fast nur mehr Gedanken um das beste Stück des Dämons machte.
Die ursprünglich sehr interessante und durchaus auch spannende Handlung geriet immer mehr in den Hintergrund und wurde überschattet von der Anziehung zwischen Mariel und Ozroth sowie dem nicht enden wollenden Spice. Ich bin kein Fan von expliziten Szenen und mag es lieber, wenn dies nur angedeutet wird und der Rest meiner Phantasie überlassen bleibt. Ein gewisses Maß an Spice finde ich noch erträglich, aber in diesem Buch war es einfach übertrieben viel und die Geschichte wurde zunehmend seicht.

All jene, die Spice in Büchern lieben, kommen hier definitiv auf ihre Kosten und werden das Buch sicher sehr genießen können. Für mich war es leider eine Enttäuschung und ich bin froh, dass ich das Buch endlich beendet habe.

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Lehrreich, unterhaltsam und wunderschön illustriert

Der kleine Alexander von Humboldt. Eine Reise durch die Wälder dieser Erde von Verena Linde

Dieses Buch ist eine sehr gelungene Kombination aus unterhaltsamer Geschichte, interessanten Fakten und ansprechenden Bildern. Der kleine Leser hatte sichtlich viel Spaß an der Geschichte und konnte nebenbei noch so einiges über die Wälder lernen.

Bereits der erste Eindruck des Buches hat mir sehr gut gefallen.

Die großflächigen Illustrationen im Buch sind realistisch, aber dennoch ansprechend für Kinder gestaltet. Das Farbkonzept ist sehr gut abgestimmt und es macht bereits viel Freude sich nur die Bilder anzusehen.

Der Hauptschwerpunkt des Buches sind die Wälder der Erde. Hierbei wird vornehmlich auf die Pflanzenwelt eingegangen, aber auch über die Tierwelt gibt es einige Informationen. Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich bei diesem Buch um kein reines Sachbuch handelt. Die Informationen sind vielmehr in einer kleinen Geschichte verpackt. Vor allem Kinder, die keine reinen Sachbücher mögen, weil sie sie vielleicht als zu langweilig empfinden könnten, werden mit diesem Buch ihre Freude haben. Andererseits gibt es meines Erachtens dadurch aber auch weniger Informationen bzw. das Wissen geht nicht so sehr in die Tiefe.

Den kleinen Leser hat der letzte Punkt nicht gestört, denn er hat trotzdem genug Neues erfahren. Dies ist aber auch seinem Alter geschuldet. Mit seinen drei Jahren hat er bis dato nur ein begrenztes Wissen über die Wälder der Erde. Empfohlen wird das Buch vom Verlag für Kinder ab 5 Jahren. Kinder mit viel Vorwissen werden sich eventuell ein wenig mit dem Buch langweilen.

Dieses Buch ist eine großartige Möglichkeit Kindern zu zeigen, welche verschiedenen Wälder es auf der Erde gibt. Und wodurch sich ein Nadelwald von einem Mischwald oder einem Regenwald unterscheidet. Besonders empfehlenswert für Kinder die lieber einer Geschichte lauschen, als reines Sachwissen zu hören.

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Herbstlicher Vorlesespaß mit wichtiger Botschaft

Hase Hibiskus und die Herbstsause von Andreas König

Wir haben den Hasen Hibiskus und seine Freunde erst vor kurzem kennen und lieben gelernt. Daher waren der kleine Leser und ich schon sehr gespannt auf das neueste Abenteuer. Dieses hat uns auch wieder sehr gut gefallen, wenn es auch im Vergleich zu anderen Büchern aus der Reihe nicht ganz so überzeugend ist.

Die Reihe rund um den kleinen Hasen und seine tierischen Freunde umfasst mittlerweile acht Bände und ich vermute, dass noch einige folgen werden. Die Bücher können alle unabhängig voneinander gelesen werden, sodass ein Einstieg jederzeit möglich ist. Alle wichtigen Charaktere werden in jedem Buch kurz vorgestellt.

Die Illustrationen von Günther Jakobs kennen der kleine Leser und ich bereits aus anderen Büchern, wie zum Beispiel der Zoo-Reihe von Sophie Schoenwald. Die Bilder sind unglaublich aussagekräftig und stimmungsvoll. Die vorherrschenden Rot- und Brauntöne passen zur Jahreszeit und vermitteln eine wunderbare Herbststimmung.

Wie in allen Hase-Hibiskus-Büchern, die wir bis jetzt gelesen haben, zieht sich ein Leitspruch durch das Buch. In diesem Fall ist es: „Wir sausen durch Waldhausen. Für das Beste aller Feste.“ Bereits nach kurzer Zeit hat sich der dreijährige kleine Leser den Spruch gemerkt. Ich musste dann immer nur mehr die ersten beiden Wörter vorlesen, den Rest hat er begeistert herausgerufen und sich jedes Mal irrsinnig darüber gefreut.

Die Geschichte wirkt an manchen Stellen ein klein wenig konstruiert und unrund. Dies fand ich sehr schade, da ich eigentlich eine höhere Qualität der Bücher gewohnt bin. Allerdings handelt es sich hierbei wohl um eine rein erwachsene Sicht der Dinge. Denn der kleine Leser hat sich daran nicht gestört und will das Buch immer wieder vorgelesen bekommen.

Das Buch bietet aber nicht nur eine unterhaltsame Geschichte und zauberhafte Zeichnungen, sondern auch eine sehr gute Botschaft. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt werden in diesem Buch großgeschrieben. Den Kindern wird auf spielerische und unterhaltsame Weise vermittelt, wie wichtig diese Werte sind.

Dieses Buch ist ein zauberhaftes Herbstabenteuer für Kinder ab drei Jahren und eignet sich sowohl für Neueinsteiger in das Hase Hibiskus-Universum als auch eingefleischte Fans.

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Eine Geschichte, die Mut macht

Hahn Bruno traut sich was von Janina Wanek

Kinderbücher müssen für mich nicht nur eine spannende Geschichte haben, sondern auch eine wichtige Botschaft vermitteln. Dieses Buch schafft den Spagat zwischen den beiden Dingen recht gut, wenn es uns auch nicht vollständig überzeugen konnte.

Das Buch ist stabil und wertig ausgeführt. Die Seiten haben eine angenehme Dicke, wobei ich persönlich kein großer Fan von Hochglanzpapier bei Büchern bin.

Hierbei finde ich die Haptik nicht ganz so angenehm, dies ist aber natürlich Geschmackssache. Die Illustrationen kommen dafür auf diesem Papier besonders gut zur Geltung. Diese heben sich auch deutlich von anderen Kinderbüchern ab. Der Zeichenstil ist gewöhnungsbedürftig, aber er hat den Geschmack des kleinen Lesers getroffen. Die meisten Tiere sind auch sehr realistisch dargestellt.

Bei uns wurde das Buch großteils am Abend vor dem Einschlafen gelesen. Dafür haben die Kapitel eine sehr gute Länge, sodass man auch mal zwei Kapitel lesen kann, falls das Kind noch nicht müde ist.

Hahn Bruno und seine Hühnerschar sind uns schnell ans Herz gewachsen und es hat wirklich Spaß gemacht, der Geschichte zu folgen. Positiv hervorheben möchte ich, dass dieses Buch nicht nur zur Unterhaltung dient, sondern an einigen Stellen auch Wissen vermittelt.
Die zentralen Themen des Buches sind die Stärkung des Selbstvertrauens und die Überwindung von Ängsten. Beides wird sehr gut in die Geschichte eingebunden und auf eine kindgerechte Art vermittelt. Hierbei werden auch diverse Strategien gezeigt, wie man seine Aufregung oder Angst überwinden kann, wie zum Beispiel die 5-4-3-2-1-Methode.

Kritisieren muss ich leider, dass Hahn Bruno an manchen Stellen sehr verantwortungslos handelt. Kinder neigen dazu, Verhaltensweisen nachzuahmen, daher finde ich es keine gute Idee, dass Bruno unbekannte Beeren isst, obwohl er vermutet, dass diese giftig sind.

Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 5 Jahren. Das Buch eignet sich aber auch für jüngere Kinder, wenn diese bereits Erfahrung mit Büchern dieses Umfangs haben. Der dreijährige kleine Leser konnte der Geschichte ohne Probleme folgen.

Insgesamt hat uns das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es kleinere Kritikpunkte gibt. Wer eine unterhaltsame Geschichte sucht, die Kindern gleichzeitig Mut macht und zeigt, wie sie ihr Selbstvertrauen stärken und Ängste überwinden können, ist hier gut aufgehoben.

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Wenn der Wald bei Nacht erwacht

Die kleine Spinne Widerlich - Die Nachtwanderung von Diana Amft

Die kleine Spinne Widerlich und ihre Abenteuer erfreuen sich bei uns großer Beliebtheit. Daher durfte auch das neueste Abenteuer bei uns einziehen. Autorin Diana Amft konnte uns auch mit diesem Buch wieder überraschen und begeistern.

Es handelt sich hierbei um den mittlerweile dreizehnten Band der Serie und man könnte annehmen, dass es langsam langweilig wird.

Wir kennen zwar nicht alle Bücher, aber die, die wir gelesen haben waren durchwegs liebevoll gestaltet und hatten eine interessante Geschichte. Dieses Buch stellt hierbei keine Ausnahme dar. Alle Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

In diesem Band unternehmen die kleine Spinne Widerlich und Niesi eine Nachtwanderung durch den Wald. Dabei treffen sie natürlich wieder den einen oder anderen Bekannten oder Freund. Vornehmlich geht es aber um die Tiere, die ihnen auf ihrer Nachtwanderung begegnen. Dabei lernen die beiden, so wie auch die Leserinnen und Leser einiges über die nachtaktiven Tiere im Wald.
Die Informationen zu den Tieren fügen sich sehr gut in die Geschichte ein. Die Kinder hören eine spannende und unterhaltsame Geschichte und können nebenbei noch einiges an Wissen abgreifen. Für mich eine optimale Kombination.

Der kleine Leser war ganz begeistert von der Geschichte und das Buch wird bei uns regelmäßig aus dem Regal genommen. Die Zeichnungen und Illustrationen sind wie gewohnt zauberhaft. Die Tiere sind realistisch und dennoch niedlich dargestellt. Die Bilder sind stimmungsvoll und detailreich.

Die Altersempfehlung des Buches liegt bei vier Jahren. Meiner Meinung nach kann das Buch aber auch mit jüngeren Kindern gelesen werden. Der kleine Leser kennt die kleine Spinne seit er zwei Jahre alt ist und mochte die Geschichte von Anfang an gern. Ältere Kinder wissen die Geschichte sicher auch zu schätzen, allerdings werden diese wahrscheinlich eher weniger neues Wissen durch das Buch erwerben.

Wie so oft bei den Büchern aus dem Baumhaus Verlag, gibt es noch ein kleines Extra im Buch. In diesem Fall ist es ein Stickerbogen. Die Sterne- und Mond-Sticker sind dabei bei uns zuhause der absolute Favorit, da sie im Dunkeln leuchten.

Ein warmherziges, zauberhaftes und lehrreiches Buch, das Lust darauf macht, den Wald im Dunkeln zu erkunden. Das Buch vermittelt auf kindgerechte Weise, wie spannend die Natur ist und dass man keine Angst im Dunkeln haben muss. Eine klare Weiterempfehlung von unserer Seite.

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Ein außergewöhnlicher Reiseführer mit enttäuschendem Schwerpunkt

Hidden Japan von Chiara Terzuolo

Obwohl bei mir in nächster Zeit keine Reise nach Japan ansteht, musste ich diesen Reiseführer einfach haben. Meine Erwartung war klar: Ich wollte ein Buch, dass sich deutlich von klassischen Reiseführern abhebt. Diesbezüglich wurde meine Erwartung nicht enttäuscht. Rundum glücklich bin ich aber auch nicht.

Als Erstes muss ich die außerordentliche Gestaltung des Buches hervorheben. Auf Fotos wird in diesem Buch verzichtet. Dafür gibt es sehr viele Zeichnungen und Illustrationen. Der Stil gefällt mir gut und ist auch wirklich ansprechend. Fotos wie man sie aus klassischen Führern kennt, habe ich auf keiner Seite vermisst.

Das Buch ist kein Leichtgewicht, was vor allem auch an der hochwertigen Ausstattung und dem sehr stabilen Einband liegt. Die Haptik und Optik konnten bei mir auf jeden Fall punkten. Allerdings ist dies für mich eher ein Buch, dass ich zum Spaß oder als Vorbereitung für den Urlaub lesen würde. Aufgrund des hohen Gewichts würde ich das Buch nicht den ganzen Tag mit mir herumtragen wollen. Für mich wäre dies eher ein Nachschlagewerk fürs Hotel oder zuhause.

Der Punkt, der mich am meisten enttäuscht hat, betrifft den Inhalt des Buches bzw. seinen Schwerpunkt. Aufgrund des Titels bin ich davon ausgegangen, dass es hier einen guten Überblick über das gesamte Land gibt. Leider beschäftigen sich rund zwei Drittel des Buches mit Tokio. Natürlich ist mir bewusst, wie groß die Stadt und wie vielfältig das Angebot ist. Dennoch hat das Land mehr zu bieten als nur seine Hauptstadt. Ich habe mir vor allem Tipps abseits der bekannten Touristenpfade gewünscht. Hiermit meine ich aber nicht nur Geheimtipps in den Touristenstädten, diese sind im Buch vorhanden, sondern vor allem Empfehlungen, welche Orte man unbedingt besuchen sollte.

Als Ergänzung zu einem klassischen Reiseführer ist dieses Buch auf jeden Fall für all jene empfehlenswert, die eine Reise nach Tokio planen und sich abseits der Touristenpfade bewegen möchten.

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Spannender Auftakt mit magischem Potenzial

Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein

Sophie Oldensteins Debütroman besticht durch eine geballte Ladung Spannung und Action. Die magischen Elemente geben dem Buch noch einen besonderen Touch. Ein sehr guter Auftakt der Reihe, der Lust auf mehr macht.

Die Autorin greift in diesem Buch auf viele bekannte und bewährte Elemente zurück.

Dennoch schafft sie es, der Geschichte ihren eigenen, ganz persönlichen Stempel zu geben und etwas Besonderes zu erschaffen. Leider gab es aber auch die eine oder andere Unstimmigkeit in der Handlung, daher bekommt das Buch von mir nicht die volle Punktezahl.

Die Internatsschule Ashfield Academy hat bei mir für einige Überraschung gesorgt. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine Zauberschule handelt. Dies ist aber nicht der Fall, wenn es auch einige magisch begabte Schülerinnen und Schüler gibt. Die Kombination finde ich sehr spannend, wobei mir nach dem ersten Band nicht ganz klar ist, ob der Lehrkörper von den magischen Fähigkeiten weiß. Gleiches gilt für die anderen Schülerinnen und Schüler. Hier hätte ich mir ein paar erklärende Worte gewünscht, da so einfach viele offene Fragen geblieben sind.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und an die empfohlene Altersgruppe angepasst. Die Sätze sind recht einfach gehalten. Dennoch verzichtet Sophie Oldenstein nicht auf ausführliche Beschreibungen. Die Schule und die Umgebung kann man sich gut vorstellen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass sie noch ein wenig mehr Zeit und Energie in die Erklärung der Welt investiert hätte. Ich kann mir aber vorstellen, dass dies in den weiteren Bänden der Fall ist.

In diesem Band wird nur eine überschaubare Anzahl von Personen eingeführt. Nicky, Agatha, Pauly und Shu sind eine interessante, aber auch eine recht klischeebehaftete Truppe. Das Zusammenspiel der Charaktere funktioniert und man merkt deutlich, dass alle ihre Stärken und Schwächen haben. Dennoch fand ich die Verhaltensweisen zwischen den Personen manchmal ein wenig zu hart. Der Umgangston ist für meinen Geschmack manchmal ein wenig zu rau.

Alles in allem ist dies eine solide Mischung aus Kriminalfall, Fantasyroman und Internatsgeschichte. Die Academy bietet noch einiges an Potential und es bleibt noch ein wenig Luft nach oben. Dennoch macht das Buch Lust darauf, die Reihe weiterzuverfolgen.
Empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die auf der Suche nach einer magischen Geschichte mit viel Spannung sind.

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Süße Geschichte mit kleinen Schwächen

Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint

Emma Flint hat mit diesem Buch einen zauberhaften Auftaktband für ihre Reihe geschaffen. Das Buch kann zwar nicht vollständig überzeugen, bietet aber ein paar vergnügliche Stunden Lesespaß.

Da die Lieblingsfarbe des kleinen Lesers Lila bzw. Violett ist, hat das Cover natürlich sofort unsere Aufmerksamkeit erregt.

Da es in diesem Buch um Feen geht war ich ein wenig skeptisch ob es das richtige Buch für ihn sein würde. Feen gehören nicht unbedingt zu seinen Lieblingsthemen.

Die Feenwelt war genauso, wie wir uns vorgestellt haben. Bunt, voller Glitzer und guter Laune. Es gibt jede Menge Zucker zu essen, alle sind immer gut drauf und halten sich an alle Regeln. Klingt auf den ersten Blick nicht besonders spannend. Glücklicherweise gibt es Molli, die etwas andere Fee, die alles auf den Kopf stellt und salopp gesagt, Leben in die Bude bringt.

Mollis Charakter hat uns besonders gut gefallen, da sie aus dem Feen-Einheitsbrei heraussticht. Sie hat Ecken und Kanten und rebelliert gegen die Regeln. Anders als der Titel vermuten lässt, würde ich nicht behaupten, dass sie wirklich schlechte Laune hat, sie ist eben einfach nur ein wenig anders.
Der Wandelwicht Pepito war ein zweites Highlight in diesem Buch. Dieser Charakter hat uns sehr überrascht und uns immer wieder zum Lachen gebracht. Humor ist sowieso ein gutes Stichwort. Denn dieser ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Leider muss ich sagen, dass er an manchen Stellen ein wenig zu flach daherkam und zu gewollt war.

Das Ende konnte uns dann auch nicht wirklich überzeugen. Dieses kam ein wenig zu abrupt. Außerdem fand ich es ein wenig seltsam, dass es für Molli keine größeren Konsequenzen gab.

Das empfohlene Lesealter finde ich mit acht Jahren ein wenig hochgegriffen und würde das Buch eher ab sechs Jahren empfehlen. Aufgrund der angenehmen Kapitellänge kann das Buch auch als Vorlesebuch für Kinder ab vier Jahren verwendet werden. Natürlich nur, wenn die Kinder bereits Erfahrungen mit Büchern dieser Länge haben.

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Spannend, informativ – bis der Spice alles überschattet

In Stormy Weather von Chelsea Curto

Chelsea Curto hat mich mit diesem Buch wirklich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Es war eine phasenweise sehr aufregende Fahrt, die aber leider in einem Crash geendet hat.

Einer der ausschlaggebenden Gründe, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe war, der doch eher ungewöhnliche Schwerpunkt: Meteorologie.

Ich fand es faszinierend, dass die Autorin sich diesen Themenbereich ausgesucht hat. Da ich sowohl die Naturwissenschaften wie auch Liebesromane liebe, dachte ich wirklich, dass ich hier voll auf meine Kosten kommen werde.

Leider kam dann recht schnell die erste Ernüchterung, da es sich bei der weiblichen Hauptperson um eine Bloggerin/Influencerin handelt. Ich hatte erwartet, dass es sich hierbei eher um ein akademisches Setting handeln wird. Dies hätte ich der Autorin aber noch problemlos verzeihen können, da die Beiträge aus Quincys Sendung sehr informativ und unterhaltsam gestaltet waren.

Bis zur Hälfte des Buches habe ich mich im Großen und Ganzen sehr gut unterhalten gefühlt und war guter Dinge. Leider hat sich meine Meinung über das Buch ab dem Zeitpunkt geändert, an dem Quinn und Seb sich nähergekommen sind.
Prinzipiell bin ich kein Freund von pikanten Szenen, toleriere sie aber in einem gewissen Maße, insbesondere wenn sie ansprechend und ästhetisch dargestellt werden. Chelsea Curto hat es aber mit der Anzahl der Szenen übertrieben und ihre Beschreibungen waren für mich nicht ansprechend. Ihre Wortwahl war unpassend und ich habe viel Respekt und noch schlimmer Sympathie für die beiden Hauptpersonen verloren.

Dabei hätte die Geschichte all diesen übertriebenen, billigen und unästhetischen Spice nicht gebraucht. Auch ohne die Szenen waren die Gefühle von Quinn und Seb deutlich spürbar und ein Knistern lag in der Luft. Die Handlung des Buches war spannend, interessant, informativ und neuartig. Der Schreibstil, abgesehen von den bereits beschriebenen Szenen, war unterhaltsam, locker und leicht.
Die Geschichte hat mich anfänglich wirklich überzeugt und ich habe lange Zeit vermutet, dass es sich hierbei um ein mindestens 4 Sterne Buch handeln wird.

Wer Bücher mit einem hohen Maß an Spice liebt und kein Problem mit einer vulgären Beschreibung dieser Szenen hat wird bei diesem Buch auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. All jene, die damit weniger anfangen können, würde ich eher von dem Buch abraten.

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