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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Julchentim:

Mein neues Lieblings-Retelling mit Suchtfaktor

Beth is dead von Katie Bernet

Beth Is Dead von Katie Bernet hat mich komplett erwischt. Ich liebe Little Women schon lange, aber diese moderne Version fühlt sich trotzdem frisch an und bleibt den Figuren treu. Die vier Schwestern wirken hier echter, kantiger und viel näher dran. Man merkt ihre Dynamik in jeder Szene, inklusive der Fehler, die sie machen.

Genau das hat mich richtig reingezogen.

Und dieser Krimi-Teil? Ich hatte absolut keine Chance. Ich habe die ganze Zeit gerätselt und lag am Ende komplett daneben. Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und lässt einen kaum los.

Dazu kommt noch das Setting in der heutigen Zeit mit Social Media und öffentlichem Druck, das passt einfach gut rein und gibt der Geschichte mehr Gewicht.

Ich habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen und war danach noch lange gedanklich drin. Für mich ein klares Highlight. Und ja, das Cover ist genauso gut, wie alle sagen.

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Rezensionen von Micki:

Interessanter Mutter-Tochter-Roman

Schlaf von Honor Jones

Schlaf von Honor Hones hat mir überraschend gut gefallen. Er ist eine angenehme Sommerlektüre – leicht zu lesen, aber mit einer subtilen Tiefe, die sich nach und nach entfaltet. Die Sprache ist unaufgeregt, meistens sauber, manchmal etwas seicht, doch genau diese Leichtigkeit hat mir die Geschichte schön zugänglich gemacht.

Die Handlung ist etwas vorhersehbar, aber das hat der Atmosphäre keinen Abbruch getan. Viel mehr hat mich überzeugt, wie gut die Autorin Margarets innere Welt einfängt: ihr Kampf, ihrer eigenen Stimme Raum zu geben, während sie sich von der sterbenden Mutter verabschiedet. Die Mutter bleibt eine faszinierende, widersprüchliche Figur – streng und fürsorglich zugleich –, und ihre Beziehung zu Margaret fühlt sich durchdacht und glaubwürdig an. Man schwankt beim Lesen wirklich zwischen Mitgefühl und Frust, genau wie Margaret selbst.

Besonders gefallen hat mich die kindliche Sommerstimmung in den Abschnitten von Margarets Kindheit – das Glitzern des Pools, die Hitze, das drückende Gefühl der elterlichen Räume. Diese Atmosphäre schafft eine wunderbare Gegenwelt zu den schweren Geheimnissen, die Margarets Kindheit geprägt haben

Die Figuren bleiben mir im Gedächtnis, vor allem Margaret. Ihre Entwicklung – von Zurückhaltung zu eigener Stimme – wirkt glaubwürdig und ehrlich. Die Mutter bleibt ambivalent, was sie zu einer bleibenden, prägenden Figur macht, statt einer einstudierten Vorlage.

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Rezensionen von Shilo:

Ein historischer Roman, der neugierig auf mehr macht

Die Geheimnisse von Liebental von Marion Johanning

Das Leben auf Schloss Liebental wirkt nach außen geordnet und ruhig, doch hinter den Mauern liegt vieles im Verborgenen. Zwischen Küche, Gängen und den strengen Regeln des Hofes versucht Sophie nach dem Tod ihrer Ziehmutter ihren Platz zu finden. Als Küchenmagd gehört sie zum Alltag und wird oft übersehen, doch es bleibt nicht verborgen, dass sie etwas in sich trägt, das sie lieber für sich behält.

Mit ihrem Wissen über Kräuter wird Sophie bald unentbehrlich in der Küche und auch darüber hinaus. Immer wieder zeigt sich, dass sie mehr kann, als man ihr zutraut.
Als sich auf dem Schloss durch eine arrangierte Heirat neue Verhältnisse ergeben, verändert sich auch für Sophie vieles. Ein alter Streit zwischen zwei Familien rückt wieder in den Vordergrund, und ohne es zu wollen, gerät sie immer tiefer in diese Spannungen hinein.
In dieser unruhigen Zeit wird ausgerechnet der Verwalter Andreas Rotfeld zu einer wichtigen Stütze für Sophie. Er wirkt besonnen und gerecht, jemand, auf den man sich verlassen kann. Zwischen beiden entsteht mit der Zeit eine vorsichtige Nähe.
Doch was sich zwischen ihnen entwickelt, steht unter keinem guten Stern. Vor allem ihre unterschiedliche Herkunft steht zwischen ihnen und macht deutlich, wie eng die Grenzen damals gezogen waren. Dazu kommt, dass beide Dinge mit sich tragen, die sich nicht einfach ablegen lassen.
Die Geschichte hält durchgehend die Spannung, auch wenn manche Entwicklungen vorhersehbar sind. Besonders Sophies Weg fesselt, weil man wissen möchte, wie sie mit den Herausforderungen und Geheimnissen umgeht. Die Atmosphäre auf Schloss Liebental und die Figuren sorgen dafür, dass das Lesen angenehm bleibt und gleichzeitig die Neugier auf die Fortsetzung weckt, um zu erfahren, wie es mit Sophie weitergeht.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Geschichten mögen, die Spannung, historische Atmosphäre und glaubwürdige Figuren verbinden.

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Rezensionen von Shilo:

Ein Sommer, der Spuren hinterlässt

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Britta, Pia und Martin wachsen in einer kleinen Stadt zusammen auf und sind lange unzertrennlich. Sie kennen sich gut, verbringen viel Zeit miteinander und fühlen sich in ihrer kleinen Welt sicher. Doch in diesem einen Sommer gerät etwas ins Wanken, auch wenn es zunächst kaum greifbar ist.
Viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder.

Aus der früheren Nähe ist Abstand geworden, und vieles aus der Vergangenheit wurde nie wirklich ausgesprochen. Man spürt schnell, dass zwischen ihnen mehr steht als nur die verstrichene Zeit.
Mit der Zeit wird deutlich, wie sehr dieser Sommer Spuren hinterlassen hat. Alte Erinnerungen kommen zurück, manches wirkt noch immer nah, anderes fremd. Es sind vor allem die kleinen Dinge, die hängen bleiben und immer wieder auftauchen.
Die Geschichte wird ruhig erzählt und lässt sich gut lesen. Die Stimmung ist oft nachdenklich, ohne schwer zu wirken. Beim Lesen entsteht nach und nach ein klares Bild von den Figuren und dem, was zwischen ihnen steht, auch wenn nicht alles direkt ausgesprochen wird.
Britta, Pia und Martin wirken als Erwachsene greifbar und glaubwürdig. Jeder von ihnen geht anders mit dem um, was damals passiert ist. In kleinen Reaktionen und Gesprächen zeigt sich, wie viel unausgesprochen geblieben ist und wie schwer es fällt, daran etwas zu ändern.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich alte Fehler und verletzte Gefühle nach so langer Zeit noch klären lassen. Es geht um verpasste Chancen, um Schuld und darum, ob man den Mut findet, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.
Die Geschichte lebt von ihrer leisen Art und den vielen Zwischentönen. Nicht alles wird bis ins Detail aufgelöst, was gut zur Stimmung passt. Am Ende bleibt ein nachdenkliches Gefühl zurück und die Frage, wie viel Zeit manchmal vergeht, bis Dinge ausgesprochen werden.
Insgesamt ein ruhiger, gefühlvoller Roman, der ohne große Dramatik auskommt und gerade dadurch wirkt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Freundschaft, Erinnerungen und zweite Chancen mögen.

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Rezensionen von Ele:

Josefs letzter Wunsch

Mirabellentage von Martina Bogdahn

Mirabellentage, Roman von Martina Bogdahn, 352 Seiten, Kiepenheuer & Witsch
Nur wenn von zuhause weggeht, kann heimkommen
Als der Ortspfarrer Josef ganz plötzlich verstirbt, ist es für Anna, seine Haushälterin ein großer Schock. Schon von Kindesbeinen an waren die beiden befreundet und schon jahrzehntelang führte sie ihm den Haushalt.

Sie hat den Pfarrhof, den Garten und auch das gesellschaftliche, kirchliche Leben in Blumfeld im Griff. Sie ist ein wichtiger Teil des Gemeindelebens. Über Nacht erscheint Fridtjof, der neue Pfarrer, um den sie sich kümmern muss, die Beerdigung muss organisiert werden. Und dann ist auch noch Josefs letzter Wunsch den sie erfüllen will. Ein Geheimnis von dem keiner wissen darf, stellt Anna vor wichtige Entscheidungen.
Der Roman ist in kurze übersichtliche Abschnitte eingeteilt. Häufige Rückblicke in die Vergangenheit wechseln mit Abschnitten in der Gegenwart. Bogdahn schreibt flüssig und im Ich-Stil aus Sicht von Anna. Das Setting ist bildhaft geschildert, Gerüche und Geschmack sind so echt beschrieben, dass sie absolut greifbar und nachvollziehbar sind. Lesefluss war sofort da und innerhalb eines Tages hatte ich das Buch ausgelesen. Lustige Anekdoten und witzige Situationen, haben mich immer wieder schmunzeln lassen, doch auch die ernsthaften Abschnitte über Verlust und menschliche Tragödien haben mich nachdenklich gemacht. Die Autorin schreibt so leicht und so lebendig, man hat die Figuren vor Augen und meint jede Person zu kennen. Die Charaktere erscheinen natürlich und nicht wie geschaffen. Ganz besonders ergriffen haben mich die inneren Ansichten und Zweifel von Anna, das stellt eine Verbindung zur Protagonistin her, das macht sie authentisch. Alle Figuren sind durchweg sympathisch, das Dorfleben ist so liebevoll gezeichnet, ich habe mich sehr wohl gefühlt als ob ich dort auch zuhause wäre.
Ich mag Literatur dieser Art, unbeschwerte gute Unterhaltung, es muss nicht immer weltbewegendes passieren um eine gute Geschichte zu erzählen. Trotzdem hat der Plot Tiefgang. Gerade dies hat mir auch schon bei „Mühlensommer“ so gut gefallen, viele Parallelen kann ich zu eigenen Erlebnissen ziehen, Bogdahns Romane könnten hier, in der Nachbarschaft oder im eigenen Ort passieren. Die Autorin ist nicht weit entfernt von meiner Heimat aufgewachsen, viele geschilderte Dinge sind mir vertraut. Ein Hauch von Nostalgie und eine Prise Melancholie ist mit dabei. Deshalb genieße ich ihre Romane und hoffe, dass sie weitere schreibt.
Wem Mühlensommer gefallen hat, wird auch Mirabellentage genießen. Eine Leseempfehlung und von mir 5 Sterne.

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Rezensionen von Ryria:

Der Versuch die Leere zu füllen

Half His Age von Jennette McCurdy

Wer ist Waldo? Die mit der Teenager-Mutter, die aus dem Trailerpark, die mit dem Schreibtalent oder die, die eine geheime Affäre mit ihrem doppelt so alten verheirateten Lehrer anfängt?
Waldo ist all das, aber auch so viel mehr. In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte aus ihrer Sicht.
Wir lernen Auszüge aus ihrer Kindheit kennen, ihre Beziehungen zu Freunden und ihrer Mutter, aber im Fokus steht natürlich die verbotene Beziehung zu ihrem Lehrer.

Zunächst hat mir der Schreibstil echt gut gefallen. Kurze Kapitel mit wechselnden kleinen Szenen halten die Aufmerksamkeit hoch und erleichtern den Lesefluss noch zusätzlich. Waldo hat immer wieder beeindruckend kluge Gedanken und Beobachtungen, die sich in tollen Zitaten widerspiegeln.
Sie drückt sich durch das Schreiben aus, verliert sich aber gleichzeitig auch schnell in eher negativen Formen des Leere Füllens.
Auf der Suche nach einer echten Verbindung und Anerkennung findet sie zu ihrem Lehrer und immer wieder lässt sich gut rauslesen, wie die Erlebnisse ihrer Kindheit ihr Verhalten geprägt haben.
Die Charakterdarstellung von Waldo fand ich dadurch echt gut gelungen, ich konnte zwar nicht mitfühlen, aber ihre Gefühle irgendwie nachvollziehen.
Als Erzählerin hat sie auch eine freche, aber gleichzeitig verletzliche Art, was ich sehr authentisch fand.

Das Thema der Affäre hingegen ist ja eher schwierig und nicht wirklich leicht zu verdauen, gerade wenn man Waldo als Charakter besser kennenlernt.
Man kann nicht mit ihr mitfiebern und hoffen, dass ihr "Auserwählter" sich meldet, weil diese ganze Beziehung einfach so falsch ist.
Auch werden oft recht explizite und teils sehr seltsame Szenen eingebaut, die ich ein wenig überflüssig fand, da sie vermutlich nur den Schockfaktor erhöhen sollten.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hat mich das Buch aber auf seine ganz eigene Art unterhalten und zum Nachdenken gebracht.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Auftakt der humorvollen Reihe um Frankensteins Urururenkelin

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama! von Astrid Göpfrich

Die Geschichte um Frankensteins Monster ist wohl jedem bekannt; und hier wird dieses Thema witzig und kindgerecht aufgearbeitet, und zwar in Form von Nelly - Penelope Frankenstein, die 12jährige Ur-ur-ur-Enkelin DES berühmten Dr. Frankensteins. Auf deren Familie natürlich seitdem ein Trauma liegt.

Grusel kommt auch noch hinzu, denn Nelly lebt mit ihren Eltern auf einem etwas abgelegenen Schloss, in dem es spukt.
Bis eines Tages eine von Nellys Erfindungen - dann doch klappt (naja, zumindest teilweise so, wie sie sich das vorgestellt hat): sie hat ihr rotbraunes Lieblings-Alpaka von der Weide nebenan wiederbelebt, indem sie es im Gewitter unter eine Eiche gezogen hat, in die dann auch der Blitz eingeschlagen hat. Juhu, es hat geklappt! Das Alpaka lebt wieder! Doch womit Nelly nicht gerechnet hat: das Tier kann nun plötzlich sprechen!
Es heißt Montserrat und möchte stäääändig Kokos-Limetten-Cocktails haben, das ist nämlich Montserrats Lieblingsgetränk. Klar, dass mit einem aufgeweckten, tollpatschigen und dauer-plappernden Alpaka sehr viel Chaos entsteht! Ich mag Montserrats lustigen und chaotischen Charakter und ihren trockenen Humor total gerne!
Und auch klar, dass Nellys Eltern alles andere als begeistert sind, denn sie wollen überhaupt nicht, dass Nelly Dinge erfindet (aus Angst vor dem, was in der Vergangenheit passiert ist - was man ja auch irgendwie nachvollziehen kann). Doch Nelly erfindet keine schlechten oder bösen Dinge, nur ihre Erfindungen funktionieren halt leider nie so, wie sie sich das vorgestellt hat.
Sehr witzig sind die Einschübe ihres Erfinderinnen-Tagebuchs, die - ebenso wie die restliche Geschichte - mit lustigen Illustrationen geschmückt sind. Natürlich gehen viele Erfindungen schief, nichts klappt so, wie sie sich das vorgestellt hat. Dabei sollten diese Dinge doch ihres und das Leben ihrer Eltern erleichtern, zB der Hausaufgabenstift oder die magische Wäscheleine.
Dann sind da noch Nellys beste Freunde Lou und Jamal, die sich wegen des Geistes nicht auf ihr Schloss trauen. Doch die beiden halten immer zu ihr, besonders als Montserrat in Gefahr gerät. Gemeinsam sind sie nämlich die Kokos-Limetten-Gang!
Tja und der Geist... ohne Montserrat hätten sie wohl nie erfahren, warum er im Schloss spukt! Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!
Die Themen Freundschaft, Familie, Hilfsbereitschaft und Mut sind wesentliche Themen in dieser Geschichte - und sich so zu lieben, wie man ist und das beste aus sich herausholen zu wollen.


Fazit:
Ein klassisches Thema humorvoll und kindgerecht umgesetzt; mit witzigen Illustrationen. Nelly ist ein tolles Mädchen, aber Alpakadame Montserrat ist einfach göttlich!

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Rezensionen von Buster:

Unglaublich spannend

Bachelorette Party von Camilla Sten

Mit diesem Buch ist Camilla Sten ein echt guter Psychothriller gelungen!
Schon das Cover verspricht ein düsteres Szenario: 6 Frauen auf einer Insel feiern Jungesellinen Abschied über 4 Tage.
Der Prolog beginnt gleich mit viel Spannung und dann kommt ein Sprung von 10 Jahren in die Gegenwart.

Es dauert einige Zeit bis man beginnt die Zusammenhänge zwischen damals und jetzt zu begreifen. Ich tappte lange im Dunkeln oder auf falschen Wegen.
Das Ende war nochmal richtig gut und hatte noch so einiges im Ärmel. Ich war beeindruckt was noch alles zum Vorschein kam.
Der Schreib und Erzählstil ist hervorragend und machte mir das Lesen sehr leicht. Es ließ sich flüssig lesen und ich hätte es am liebsten direkt zu Ende gelesen. Die atmosphärische Stimmung die es nur in den skandinavischen Thrillern gibt ließ mir manchmal fast das Blut in den Adern gefrieren.
Ich bin ein Skandinavien Thriller Fan und wurde auch von diesem nicht enttäuscht.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen...

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Rezensionen von PMelittaM:

Konnte meine Erwartungen nur zum Teil erfüllen, daher 3,5 Sterne

Die Unternehmerin von Amsterdam von Simone van der Vlugt

Purmerend, Niederlande, 1892: Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt Lydia Oorthuys Unterlagen, die darauf hindeuten, dass dieser eine Käsefabrik gründen wollte. Da Lydia ihr Leben sinnvoller verbringen möchte als das, was ihrem Stand und ihrem Geschlecht von der Gesellschaft vorgegeben wird, greift sie diese Idee auf.

Als Frau kann sie allerdings kein Unternehmen gründen, sie braucht einen Mann an ihrer Seite, zumindest als Gesellschafter, und so spricht sie den Bauern Huib Minnes an, den ihr Vater schon als Betriebsleiter eingeplant hatte. Huib dachte schon immer sehr fortschrittlich und hat auch schon als einer der wenigen eine Milchzentrifuge angeschafft, so dass sie sich einig werden und in Purmerend eine Käsefabrik gründen.

Nach einem Zeitsprung tritt 1913 Lydias Tochter Nora in den Vordergrund, die übereilt eine Heirat eingeht, die Ehe entwickelt sich aber nicht so, wie erwartet. Mit ihrem Mann lebt Nora in Belgien, als 1914 der erste Weltkrieg beginnt.

Der Titel des Romans hatte mich in die Irre geführt, ich erwartete einen ganz anderen Roman, in dem es vor allem darum geht, dass eine Frau Unternehmerin wird, mit den Herausforderung und Problemen, die damit einhergehen, gerade auch zur damaligen Zeit. Tatsächlich war das nur der kleinere Teil der Geschichte. Lydia steht weniger als die Hälfte des Romans im Mittelpunkt, danach wechselt es auf ihre Tochter, die so gar nichts mit der Fabrik am Hut hat. Während mir Lydia sofort sympathisch war, mochte ich Nora mit ihrem Standesdünkel deutlich weniger, was sich zum Glück im Laufe der Geschichte zum Positiveren entwickelt hat.

Der Roman war insgesamt eine echte Herausforderung für mich. Zunächst sehr langatmig, konnte er mich dann, als es mit der Fabrik konkreter wurde, fesseln. Nach dem Zeitsprung hat die Fabrik kaum noch eine Bedeutung für die Geschichte, sie dreht sich vor allem um Nora und ihre Liebesgeschichte, was mich wieder langweilte. Der erste Weltkrieg war für Belgien eine Katastrophe, und Nora muss ihr Leben anpassen, was wieder zu einer interessanteren Wendung führt. So war die Geschichte für mich ein Auf und Ab, mal hatte ich kaum noch Lust weiterzulesen, dann wieder war es interessant und spannend. Gut gefallen haben mir der feministische Aspekt, der sowohl bei Lydia als auch bei Nora eine Rolle spielt, sowie der historische Hintergrund.

Interessant ist auch das Nachwort der Autorin, dem man unter anderem entnehmen kann, wie viele handelnde Charaktere tatsächlich historisch belegt sind, das waren mehr, als ich erwartet hatte, und so wurden Teile des Romans rückwirkend noch ein Stück spannender für mich. Irritiert haben mich im Nachwort Verweise auf das Cover, die das niederländische betrafen und nicht auf das deutsche zutrafen, ich finde, das hätte der Verlag anpassen müssen. Den Originaltitel einfach ins Deutsche zu übersetzen, nämlich Die Käsefabrik, hätte zudem besser gepasst. Im Anhang findet sich auch ein Quellenverzeichnis.

Der Roman konnte mich nicht durchgehend überzeugen, im Gegenteil, er erfüllte meine Erwartungen nur zum Teil. Immer wieder hatte ich wenig Lust weiter zu lesen, um dann wieder gefesselt zu sein. Ein Pluspunkt ist die gute Recherche. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

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Rezensionen von Sheilo:

Sommerliche Backideen, auch mit Laktoseintoleranz

Sunny Baking Time von Theresa Haubs

"Sunny Baking Time" ist nicht nur ein richtiger Hingucker in jedem Küchenregal, sondern auch ein tolles Backbuch voller leckerer Rezepte für sommerliche Naschwerke.
Die Rezepte reichen dabei von klassischen Kuchen bis hin zu ansprechenden Desserts in Gläsern, wobei viele Rezepte Früchte beinhalten, wodurch sie mit dem fruchtigen Geschmack besonders erfrischend wirken.

Die benötigten Zutaten und das Zubehör sind dabei sehr einfach gehalten, sodass man viele Rezepte relativ spontan ausprobieren kann, was ich bereits mit Erfolg getan habe. Die Anleitungen sind kurz und knackig gehalten, beinhalten die wesentliche Informationen sowie wertvolle Tipps, damit die Umsetzung auch garantiert gelingt.
Ein großer Pluspunkt ist für mich, dass bei den Rezepten oft auf alternative Zutaten für eine laktosefreie oder vegane Version hingewiesen wird. So macht Backen mit Laktoseintoleranz gleich viel mehr Spaß.

Ich bin mir sicher, dass nach meinem ersten leckeren Kuchen noch so manches neues Lieblingsrezept in diesem Backbuch auf mich wartet. Wer Rezepte mit lockerem Ton, ansprechenden Bildern und schmackhaften Backideen sucht, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen.

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