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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Odina:

Solide

Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

In „Der Einsiedlersommer“ geht es um Eva Wist, die nach einem Verlust in ein Dorf in Vestfold zieht um den ausgestorben geglaubten Eremitenkäfer zu suchen. Dort lernt sie Olga kennen, die ihren alten Eichenwald vor einem Steinbruch schützen will. Durch die Begegnung mit ihr und der Natur findet Eva langsam aus ihrer Trauer zurück ins Leben.

Das Cover passt gut zum Titel und zur naturverbundenen Atmosphäre. Der Schreibstil ist flüssig, ruhig und teils melancholisch. Die wechselnde Erzählweise aus Evas und Olgas Sicht macht beide Frauen greifbar; jede hat ihre Eigenarten, beide empfand ich als sympathisch. Leider waren einige Passagen für mich zu langatmig und detailliert, wodurch mein Interesse zwischendurch nachließ. Auch wirkliche Überraschungen blieben aus. Insgesamt ist es ein solides Buch mit schöner Grundidee, konnte mich aber nicht ganz überzeugen.

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Rezensionen von Harakiri:

Toll geschrieben, aber bisschen viel Privates

Tödliches Verderben von Karin Slaughter

Auf dem Heimweg von der Beerdigung ihrer Mutter wird Sheriff Emmy in eine Schießerei verwickelt. Der Täter kann entkommen und eine fieberhafte Suche beginnt. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden – aber es fehlt jeglicher Beweis.
Der zweite Band der Georgia-Reihe kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden.

Die wichtigsten Stichpunkte werden in der Handlung aufgegriffen.
Das Buch beginnt gleich spannend und hält die Spannung relativ hoch. Allerdings zog sich das Buch etwas. Zu viel Privates und auch die Ermittlungen traten etwas auf der Stelle.
Slaughters Erzählweise ist aber wieder gewohnt mitreißend. Die Handlung ist komplex und geschickt aufgebaut, die Erzählung wechselt öfters die Perspektiven, was die Spannung mit jedem Kapitel hochhält. Die Protagonisten sind authentisch und vielschichtig, was sie besonders glaubwürdig macht.
Lediglich die vielen Namen machten mir Probleme – die ganze Stadt ist miteinander verwandt.
Fazit: für mich hätte man die Handlung etwas straffen können. Anfangs ist sie zwar schnell und rasant, aber durch die vielen Personen, die mauern und die Unwahrheit erzählen, kommt die Handlung teilweise nicht schnell genug voran.

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Rezensionen von milky:

Cozy Crime mit Anlaufschwierigkeiten

Three Willows: Mord und Häkeldeckchen von Katie Kento

Der Krimi "Three Willows" von Katie Kento handelt von der 83-jährigen Adelaide Peel, die ins Altersheim muss. Eigentlich sind dort keine Tiere erlaubt, doch von Beginn an gelingt es ihr, ihren Rauhaardackel Broderick einzuschmuggeln, die einzige Konstante in ihrem Leben. Von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern will sie nichts wissen und versteckt ihre grantige Art nicht.

Doch als ihre Zimmernachbarin stirbt und sich einige merkwürdige Dinge in Three Willows ereignen, fängt Adelaide Peel, die eingefleischte Kimi-Leserin, selbst an zu ermitteln.
Die Geschichte ist in der Sie- bzw. Er-Perspektive geschrieben und deckt Adelaides und die ihres Großneffen Oliver ab. Das war aus meiner Sicht gut gewählt, da sich eine Ich-Perspektive unpassend angefühlt hätte. Insgesamt war das Buch etwas zu langwierig und vor allem zu Beginn während der ersten Hälfte des Buches konnte ich mich nicht wirklich gut einfinden und fand auch die Hauptfigur etwas aufgesetzt. Das hat sich mit der zweiten Hälfte geändert und sowohl die Geschichte als auch die Hauptfigur waren etwas nahbarer.
Fazit: man darf hier keine große Spannung erwarten, aber wenn man einen gemütlichen Krimi zum Schmunzeln sucht, ist man hier richtig.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Im Kühlschrank ist immer Licht

Pina fällt aus von Vera Zischke

*Pina fällt aus* hat mich restlos begeistert. Das Buch greift ein unfassbar wichtiges Thema auf, das in der Literatur und allgemein in der Gesellschaft noch immer viel zu wenig Raum bekommt: das Leben von Menschen mit Behinderungen und ihren pflegenden Angehörigen.
Da ich selbst mit Menschen mit Behinderungen und Autismus arbeite, war das Thema für mich von Anfang an ein echtes Herzensthema.

Umso mehr hat mich beeindruckt, wie feinfühlig Vera Zischke ihre Figuren zeichnet. Sie porträtiert nicht nur Leo mit großer Wärme und Authentizität, sondern gibt auch den Sorgen, der Erschöpfung, der Stärke und den täglichen Kämpfen seiner Mutter Pina eine glaubwürdige und berührende Stimme.
Besonders gefallen hat mir die Entwicklung der Hausgemeinschaft. Nach und nach wächst sie trotz aller Widrigkeiten zusammen und wird zu einem Ort des Zusammenhalts und der gegenseitigen Unterstützung. Sicherlich ist nicht jede Entwicklung vollkommen realistisch – aber das muss sie auch gar nicht sein. Viel wichtiger ist das Gefühl, das die Autorin vermittelt: Hoffnung, Solidarität und die Erkenntnis, wie viel Menschen füreinander bewirken können. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Repräsentation von Menschen, die von gesellschaftlichen Normvorstellungen abweichen. *Pina fällt aus* zeigt, wie wichtig Sichtbarkeit und Vielfalt in Geschichten sind, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen erzählt Vera Zischke eine berührende, menschliche Geschichte, die lange nachhallt.
Für mich ist *Pina fällt aus* ein wichtiges und emotionales Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Flo:

Sternbilder erkennen

Sterne finden ganz einfach von Klaus M. Schittenhelm

Sterne finden ganz einfach - die 25 schönsten Sternbilder sicher erkennen.
Und der Buchtitel ist hier Programm! Es wird super verständlich erklärt, wie man die bekanntesten Sternbilder erkennen kann.
Aufgeteilt ist das Buch nach den Jahreszeiten, wann man welche Sternbilder am besten sehen/finden kann.

Als Maßstab kann die eigene Hand genutzt werden. Die Erklärungen sind sehr verständlich und einfach gehalten. Ideal auch für Anfänger und Familienp!
Die Sternbilder werden zudem auch erklärt und es gibt zusätzliche Fakten aber auch die Sagen, die mit dem Sternbild zusammenhängen. Das Buch enthält super viele schöne Bilder.
Es gibt ein extra Kapitel zum Mond und eine Auflistung von Sternwarten und Planetarien.
Ein tolles Buch für alle, die gerne den Nachthimmel anschauen und Sternbilder erkennen (lernen) möchten. Richtig gut gemacht.

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Rezensionen von C.J.W.:

Tick, Tack und die Zeit steht einfach auf den Kopf

Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund

Was passiert, wenn plötzlich die ganze Welt stillsteht? Genau mit dieser genialen Idee startet „Juli im Land der Zeitgeister“ – und ab der ersten Seite gibt es kein Zurück mehr. Ohne lange Erklärungen wirft Wieland Freund seine Leser direkt ins Geschehen, was die Geschichte sofort unglaublich spannend macht.

Juli ist eine Heldin, die man gerne begleitet: mutig, schlagfertig und mit einer ordentlichen Portion Neugier. Besonders ins Herz geschlossen habe ich allerdings den kleinen Zeitgeist Trim. Mit seiner herrlich chaotischen Art und seinen witzigen Sprüchen sorgt er immer wieder für echte Schmunzelmomente.

Die Welt der Großen Uhr steckt voller origineller Ideen und wirkt wie ein fantasievolles Uhrwerk, in dem hinter jeder Ecke ein neues Abenteuer wartet. Das Erzähltempo ist hoch, manchmal hätte ich mir etwas mehr Zeit zum Entdecken dieser faszinierenden Welt gewünscht. Trotzdem bleibt die Geschichte durchgehend fesselnd und überrascht immer wieder mit neuen Einfällen.

Ein fantasievolles Abenteuer mit liebenswerten Figuren, Humor und einer Prise Nachdenklichkeit über die Bedeutung der Zeit. Perfekt für junge Leserinnen und Leser – und genauso für Erwachsene, die sich noch gerne verzaubern lassen.

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Rezensionen von Immenhof:

Tolle Darstellungen

Sterne finden ganz einfach von Klaus M. Schittenhelm

Astronomie hat mich schon immer fasziniert. Bereits in der Schule gehörten astronomische Themen zu meinen Lieblingsinhalten. Trotzdem tue ich mich im Alltag oft schwer, mehr als den Orion oder den Grossen Wagen am Nachthimmel zu erkennen. Genau deshalb hat mich „Sterne finden ganz einfach“ sofort angesprochen.

Besonders gelungen finde ich die praktische Herangehensweise. Die Sternbilder sind übersichtlich nach Jahreszeiten geordnet, sodass man schnell die passenden Seiten für die aktuelle Beobachtung findet. Sehr hilfreich sind auch die Darstellungen, die mit Handabständen arbeiten und so eine einfache Orientierung am Himmel ermöglichen. Dadurch fällt es deutlich leichter, Sternbilder selbst zu finden und ein Gefühl für Entfernungen und Grössenverhältnisse zu entwickeln.

Das Buch richtet sich klar an Einsteigerinnen und Einsteiger und vermittelt die Inhalte verständlich und nachvollziehbar. Gerade für Familien bietet es viele Anregungen, gemeinsam den Nachthimmel zu entdecken. Ich freue mich jedenfalls darauf, mit meiner Familie auf die Suche nach Sternbildern zu gehen und das Gelernte direkt auszuprobieren.

Praktisch finde ich zudem die aufgeführten Sternwarten. Positiv ist dabei, dass nicht nur Orte in der Schweiz, sondern auch Sternwarten in Deutschland und Österreich berücksichtigt werden. Insgesamt ein sehr zugängliches Buch, das Lust macht, den Blick öfter in den Nachthimmel zu richten und die Welt der Sterne besser kennenzulernen.

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Rezensionen von Sassy:

Gibt es einen Schatz?

Wenn stille Wasser tödlich sind von Karen Finch

Bereits das Cover ist richtig spannend und es gibt viel zu entdecken.
Der Ort County Rutland wird sehr stimmungsvoll beschrieben. Ich bin ein bisschen bitzverliebt. Das wäre wirklich mal eine Reise wert. Der malerischen Ort steht im krassen Kontrast zu den stattfindenden Verbrechen. Sehr angenehm fand ich aber, dass auf unnötige Brutalität verzichtet wurde.

Stattdessen glänzt die Geschichte durch eine gute Prise Humor. Vor allem die teils schrulligen Dorfbewohner und ihr Dorftratsch hat mich häufig schmunzeln lassen. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Ich habe die ganze Zeit mit gerätselt und es gibt viele unerwartete Wendungen. Zu guter Letzt gibt es noch ein bisschen Romantik.
Die Geschichte liest sich sehr schnell und flüssig und ist bis zum Schluss spannend und unterhaltsam.
Ich möchte jetzt auf jeden Fall den Vorgänger lesen und freue mich dann auch auf die Fortsetzung. Die verschiedenen Personen sind mir richtig ans Herz gewachsen.
Klare Leseempfehlung für alle, die englische Krimis mögen.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Macht richtig Lust aufs Wiederverwerten

Das, was da ist von Konrad Staisch

Mit "Das, was da ist" hat der Künstler und Illustrator Konrad Staisch ein wunderbares, sehr niederschwelliges, persönliches Sachbuch geschrieben, um Menschen wie mir, die nicht viel Erfahrung mit Heimwerken haben, den Einstieg ins Recycling gebrauchter, aber wertvoller Rohmaterialien zu erleichtern.

Nach einer kurzen Einführung in das Thema Nachhaltigkeit und in die Arbeit mit verschiedenen Materialien wie Holz, Metall oder Glas finden sich viele hilfreich bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen etwa zum Bauen eines Bücherregals, eines Tisches oder eines Sofas aus Materialien, die man schon zu Hause hat oder von Bekannten oder am Schrottplatz finden kann.

Alles ist so einfach erklärt und so gut illustriert, dass es tatsächlich vorstellbar scheint, mit wenig bis gar keinen Vorkenntnissen direkt ins Heimwerken und Recyclen einzusteigen. Am Ende gibt es auch noch Ideen dazu, wie wir gemeinsam unsere Gesellschaft nachhaltiger gestalten können, zum Beispiel durch das Tauschen und Gemeinsam-Nutzen von Dingen, die man nicht jeden Tag braucht.

Ein unglaublich ermutigendes Buch, das einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leistet und dafür sensibilisiert, wie wertvoll all die Dinge sind, die wir schon haben und die sonst schnell ungenützt auf dem Schrottplatz landen.

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Rezensionen von Philiene :

Was für ein besonderes Buch

Der Betrachter von Judith Fanto

Manno ist zehn Jahre alt als er von Harlem nach Wien zurück Familie seines Vaters zieht.
1948 ist er zurück in Harlem und bekommt einen Brief der ihn an seine Vergangenheit erinnert.
Damit beginnt eine Geschichte von sechs Kindern die 1916 zu Freunden werden und miteinander erwachsen werden. Doch die Zeiten ändern sich und es stellt sich die Frage, ob ein Freundeskreis in diesen Zeiten bestehen kann, der aus so unterschiedlichen Menschen besteht.

Denn zwei von ihnen sind Juden, einer der Jungs steht auf Männer und zwei verfallen Hitlers Parolen. Mittendrin Manno der alles beobachtet und uns davon berichtet.

Judith Fanto erzählt die Geschichte einer Freundschaft die in anderen Ueiten wohl Anders ausgesehen hätte, sie erzählt tiefgründig von einer tiefen Freundschaft durch die sich langsam und schleichend ein Riss zieht. Sie erzählt wie die Zeiten das Leben verändern, denn zu Beginn ihres Romanes gibt es noch das Kaiserreich.
Ich habe bei. Lesen so viele Gefühle gehabt wie selten in einem Roman. Ich habe gelacht, gewinnt, gelitten, gehofft und gezweifelt. Die Autorin hat es einfach geschafft von einer fröhlichen Kindergruppe zu einer ernsten Erwachsenen Gruppe zu schreiben, ohne dabei die Persönlichkeiten zu verlieren.
Absolute Lese Empfehlung.

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