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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lotta:

Spannend und recht brutal

The Killer Profile von Helen Fields

Mitten in London treibt ein Killer sein Unwesen. Mitten drin Necto, ein Unternehmen, welches sich sehr für die Gesellschaft engagiert. Midnight analysiert für Necto Profile, die zur Aufnahme von Studierenden erstellt werden. Doch so etwas hat sie noch nie gesehen und ein absolut schlechtes Gefühl im Hinblick auf die Morde.

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Ein Buch von Helen Fields lässt den Leser kaum zu Atem kommen. Das ist bisher so gewesen und ändert sich auch mit diesem Buch nicht. Es gehört zu denen mit durchaus brutaleren Szenen. Ich musste ab und an mal eine Pause einlegen, weil ich nicht alle Beschreibungen aufeinmal verkraftet habe. Perspektivisch zeigt einem Helen Fields verschiedene Seiten, Midnight, der omniöse Bewerber, der Ermittler und weitere Personen spielen eine Rolle. Die Ermittlungsarbeit ist dabei nicht im Vordergrund und dadurch wird das Buch zu etwas anderem als einem 08/15 Thriller. Leider konnte ich mich mit der Hauptperson Midnight nicht immer identifizieren, sodass ich ihre Handlungen an der ein oder anderen Stelle etwas in Frage gestellt habe.

Insgesamt ein spannendes, jedoch recht brutales Buch. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen.

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Rezensionen von peedee:

Sehr berührend

Feuer der Barmherzigkeit von Serkan; Ronja Treibholz

Serkan wächst als Muslim in Deutschland auf. Er ist von klein auf daran gewöhnt, Leistung erbringen zu müssen, und hat oft das Gefühl, vor Allah und seiner Familie nicht zu genügen. Der Glaube bestand für ihn lange aus Pflichtübungen – wie den auswendig gelernten arabischen Gebeten – sein Herz wurde dadurch nicht erfüllt.

Als er Katja kennenlernt, die eine begeisterte Christin ist, lernt er sodann auch Jesus kennen – und lieben. Doch darf das sein? Darf ein Muslim Christ werden? Die Geschichte wurde mit Unterstützung von Ronja Treibholz geschrieben.

Erster Eindruck: Ein im wahrsten Sinne feuriges Cover – gefällt mir gut.

Ich lese sehr gerne Lebensgeschichten, und auch darüber, wie Menschen ihren Glauben erleben. Die Geschichte von Serkan wird nicht chronologisch erzählt, was jedoch aus meiner Sicht auch nicht nötig ist. Es braucht Mut, sich zu einem anderen Glauben zu bekennen. Und es braucht noch mehr Mut, dies öffentlich zu tun. Es ist jedoch wichtig, solche Geschichten zu bekannt zu machen, denn sie wird etliche Menschen ansprechen, die sich in einer ähnlichen (Glaubens-)Krise befinden und dadurch neue Hoffnung schöpfen.

Diese zwei Zitate haben mich besonders angesprochen:
- „Nie wieder will ich zurück zu jenem Leben, das getrieben war von Leistungsdruck im Glauben, im Beruf und in der Gesellschaft.“
- „Für Gott bin ich absolut wertvoll! Und mich umgibt die Gewissheit, dass er mich liebt, was auch immer ich tue oder was auch passiert.“

Das Buch mit seinen 224 Seiten zeigt nur einen ganz kleinen Ausschnitt aus seinem Leben. Doch diese Essenz mit all den Hochs und Tiefs ist sehr gut getroffen. Es war für mich sehr berührend, zu lesen, wie er mit sich, den Erwartungen anderer (und auch von sich selbst) kämpfte, wie die Beziehung zu Katja mehrfach fast am Ende war. Doch als er sich zum Christentum bekannte, wurde er innerlich frei, trotz all der persönlichen Einschränkungen von Seiten seiner Familie, die diesen Schritt nicht gutheissen konnte. Das fand ich sehr traurig. Umso mehr freut es mich, dass die Familie von Katja ihn moralisch unterstützt, obwohl auch sie zu Beginn auf die unterschiedlichen Lebensgrundlagen des Paares hingewiesen haben. Ich bedanke mich für Serkans Offenheit und wünsche ihm nur das Beste; von mir gibt es 5 Sterne.

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Rezensionen von cosmea:

Toxische Beziehungen

Die blaue Stunde von Paula Hawkins

In der Ausstellung von Skulpturen der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman entdeckt ein Besucher einen menschlichen Knochen. James Becker, der Kurator der Stiftung, der Chapman ihre Kunst vermacht hat, wird von seinem Chef Sebastian Lennox auf die einsame schottische Eris Island geschickt, wo Grace Haswell, die Freundin der Verstorbenen lebt.

Vanessa hat ihr zwar keine Kunstwerke vermacht, aber das Haus und die Insel, die wegen der Gezeiten zwölf Stunden pro Tag vom Festland aus nicht erreichbar ist. Der Kurator soll nicht nur Details über den gefundenen Knochen in Erfahrung bringen, sondern auch klären, ob Grace Kunstwerke und Papiere zurückhält, die der Fairburn-Stiftung zustehen. Es gibt mehrere Begegnungen zwischen den beiden, und im Lauf der Geschichte kommen viele Details ans Licht, die zeigen, wie kompliziert die Beziehungen zwischen allen Beteiligten sind. Vanessa hatte eine schwierige Ehe mit ihrem vor zwanzig Jahren spurlos verschwundenen Ehemann Julian, einem notorischen Schürzenjäger. Sie selbst hatte eine Affaire mit Douglas Lennox, dem damaligen Chef der Stiftung, weshalb seine Witwe Emmeline die Künstlerin gehasst hat, genauso wie sie James hasst, der mit Helen, der Ex-Verlobten ihres Sohnes Sebastian verheiratet ist. James, Sebastian und Helen sind noch immer befreundet, aber manchmal gestaltet sich ihr Umgang miteinander schwierig. Auch Vanessa und Grace hatten eine komplizierte Beziehung. Vanessa hat Grace oft vor den Kopf gestoßen. Sie wollte sie nicht ständig in ihrer Nähe haben, obwohl es dann Grace war, die Vanessa in der Endphase ihrer Krankheit gepflegt hat.
Im Laufe der Geschichte werde viele Geheimnisse aufgedeckt, und es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Da ist nichts, wie es scheint. Allerdings besticht der Roman eher durch atmosphärische Schilderungen der einzigartigen Landschaft, der Gezeiten und des faszinierenden Lichts als durch vordergründige Spannung. Ich empfehle “Die blaue Stunde“ auch deshalb, weil ein in der Welt der Kunst spielender Thriller eher ungewöhnlich ist.

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Rezensionen von PMelittaM:

Lesenswerte Anthologie

Sternenglut - Überleben auf dem schwarzen Planeten von Szosha Kramer; O. E. Wendt; Mary Stormhouse; R. M. Amerein; Matilda Best; Aybiline I. Dahlson; Katharina Maier; Alexander Lenz

Die vierte Sternenglut-Anthologie enthält acht Geschichten bereits aus den Vorgängern bekannter Autor:innen. Dieses Mal ist das Thema „Überleben auf dem schwarzen Planeten“, welches auf vielfältige und interessante Weise verarbeitet wurde.

Wie meist bei Anthologien, hat mir nicht jede Geschichte gut gefallen, die meisten aber schon.

Besonders gut fand ich zum einen „Sturmreiter“ von R. M. Amerein, in der die Menschheit nur noch in einer einzigen Stadt wohnen kann, der Rest der Welt ist verbrannt. Aber auch diese Stadt ist in Gefahr, denn immer wieder gibt es neue Feuerstürme, die bekämpft werden müssen, und obendrein feurige Monster mit sich bringen. Der Protagonist erzählt seine bedrückende Geschichte in Ich-Form, so dass man als Leser:in nicht nur dicht dabei ist, sondern auch sehr berührt wird.

Auch sehr gut gefallen hat mir „Freiheit heißt Licht! von Aybiline I. Dahlson, deren Protagonistin sich als Mensch auf einem Planeten ohne Licht als Diebin durchschlagen muss. Als sie einen besonders reichen Besucher des Planeten bestiehlt, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt.

Besonders originell ist Alexander Lenz‘ „Das letzte Level“, der das Thema mit einem Computerspiel verbindet, das aus den Fugen gerät. Eine weitere Geschichte hat mir gut gefallen, das Ende aber gar nicht, da es mir ein großes Fragezeichen bescherte, hier fragte ich mich, ob es sich womöglich um den Beginn einer längeren Geschichte handeln könnte, was ich ohne verständliches Ende nicht gutheißen würde.

Nur eine Geschichte hat mir gar nicht gefallen.

Auch die vierte Anthologie der Autor:innen-Gruppe ist wieder lesenswert, auch wenn mir nicht jede Geschichte gut gefallen hat, unterm Strich haben mich die meisten aber gut unterhalten.

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Rezensionen von peppi:

schonungslos ehrlich

Das Lieben danach von Helene Bracht

In ihrem Buch "Das Lieben danach" erzählt die heute siebzigjährige Helene Bracht sehr offen und auch schonungslos von dem sexuellen Missbrauch, den sie als Kind von dem Untermieter ihrer Eltern erfuhr und wie diese Erfahrung ihr ganzes Leben beeinflusst hat.
Sie zeigt deutlich die die langfristigen Folgen des Missbrauchs, die erst viel später im Erwachsenenalter von ihr erkannt wurden.

"Die Geschichte erschien mir viele Jahre lang gänzlich unerheblich."
Zunächst brachte sie ihr Verhalten in ihren Beziehungen nicht in einen Zusammenhang mit dem Missbrauch. Erst viel später erkennt sie , dass ihr Handeln durch den Missbrauch beeinflusst wird.
Helene Bracht ist Psychologin, das gibt ihr die Möglichkeit ihr Verhalten genau zu analysieren.
Ich finde , das es ein wichtiges Buch ist, welches die Leser auf unterschiedlichen Ebenen erreicht und berührt.

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Rezensionen von nanu?!:

Dunkle Geheimnisse

Seven Ways to Tell a Lie von Colin Hadler

Stell dir vor, du siehst dir in einem Video selbst beim Sterben zu!
So jedenfalls ergeht es Jonah und seinen ehemals besten Freunden.
Das Video ist ein Deepfake, ganz klar. Aber es tauchen immer noch weitere Videos, in denen die dunkelsten Geheimnisse der Freundegruppe offenbart werden, auf.
Jemand hat es wirklich auf die Jugendlichen abgesehen, aber wer steckt bloß dahinter? Niemand wusste von diesen Geheimnissen.

Dieses Buch ist ein wahrer Pageturner!
Die Kapitel enden auch oft ganz gemein, mit einem Cliffhanger, sodass man einfach immer weiterlesen muss.

Erzählt wird die Geschichte, bis auf die Deepfakes, komplett von Jonah in der Ichform.
Jonah ist es auch, der versucht, die ehemalige Clique wieder zusammenzuführen, um den Täter zu finden.
Dafür kommen sie nicht umhin, sich mit einem tragischen Ereignis aus der gemeinsamen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Dabei tun sich schwere Abgründe auf.
Jede der Figuren fand ich auf seine Weise glaubhaft dargestellt, zu verbergen hat jeder etwas. Es wird bald klar, dass der Täter jemand aus Jonahs unmittelbaren Umgebung sein muss.
Als Leser kann man einfach nur erstmal alle unter Generalverdacht stellen. Sogar Jonah selbst.

Gut gefallen hat mir das Erzähltempo.
Jonah und die anderen kommen kaum zur Ruhe, schon erscheint wieder ein Skandalvideo im Netz. So wird die Spannung nicht nur konstant aufrecht erhalten, sie steigert sich sogar noch ständig.
Bis zur Auflösung am Ende konnte ich nicht den richtigen Täter herausfinden. Deswegen kann ich das Buch nur weiter empfehlen und die volle Punktzahl vergeben.

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Rezensionen von yellowdog:

Begegnung von Bretagne und Schwarzwald

Nur ein kurzer Sommer von Astrid Lehmann

Astrid Lehmann ist nach eigenen Angaben französische Schwarzwälderin und daher ist es kein Wunder, dass sie in diesem Roman französische und deutsche Schicksale zusammenbringt.

In der Zeit der deutschen Besetzung in der Bretagne 1940 werden zwei Menschen zusammengeführt: die schwangere Bretonin Anne-Marie und der deutsche Arzt Helmut.

Dann gibt es noch eine weitere Hauptfigur im Schwarzwald, der anfangs sechsjährige Emil. Er wird den zweiten Teil des Buches im Vordergrund stehen.

Die Autorin baut ihre Figuren sympathisch auf und wie sie Helmut die Bretagne sehen und empfinden lässt, ermöglichen wunderbare Sätze über das Land.
Genauso deutlich wird aber die gleichzeitige Verdüsterung durch deutsche Untaten als Besatzer und in der Heimat.

Astrid Lehmann hat sich von der Geschichte ihrer Eltern inspirieren lassen und das gibt dem Buch eine ganz persönliche Note.

Meine Wertung: 4 starke Sterne für diesen Roman!

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Rezensionen von Vobabooks:

Krass

Das Lieben danach von Helene Bracht

In dem Buch „Das Lieben danach“ berichtet die Autorin Helene Bracht aus ihrem Leben. Im Fokus steht dabei, wie sie als Kind missbraucht wurde, was das für sie und ihr weiteres Leben bedeutete und wie sie Sexualität und Beziehungen lebt(e).
Helene Bracht berichtet offen und mutig über Themen wie Opfer und Täter/in, Traumata und Scham, bricht Stillschweigen und Tabus.

Keine leichte Lektüre, es sind wirklich schwerwiegende Themen und ich fand es „krass“. Teilweise gibt es durchaus detaillierte Beschreibungen, auch von manchen Missbrauchssituationen, was ich persönlich grenzwertig finde (da ich mir vorstellen kann, dass dies sowohl belastend sein kann für manche Lesenden, als auch das diese Passagen in Täterkreisen missbraucht werden könnten). Helene Bracht berichtet sehr persönlich, ergänzt durch fachliche analytische Anteile, wobei ihr ihre psychologischen Kenntnisse sicher geholfen haben. Eine wichtige Aufarbeitung eines wichtigen Themas.

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Rezensionen von Tara:

Aus dem Leben gegriffen

Das Glück in allen Farben von Tina Herz

„Das Glück in allen Farben“ ist ein authentischer und lebensnaher Roman der in Düsseldorf lebenden Autorin Tina Herz.

Valerie und Tom leben in Düsseldorf und eigentlich geht es den beiden gut. Sie haben eine schöne Wohnung, einen tollen, Job, nette Freunde. Lediglich ein Kind fehlt zu ihrem großen Glück.

Das Thema rückt immer mehr in den Mittelpunkt und dann erfährt Valerie, dass Tom ihr verschwiegen hat, dass er fast unfruchtbar ist. Valerie ist total enttäuscht und flüchtet zu ihren Eltern...

Der Schreibstil von Tina Herz ist sehr lebendig und liest sich angenehm. Sie beschreibt ihre Charaktere authentisch und facettenreich. Valerie ist sehr impulsiv, aber auch unsicher und verletzlich. Auf mich machte sie einen total sympathischen Eindruck und ich konnte ihre Emotionen sehr gut nachvollziehen. Tom war für mich ein wenig schwieriger zu greifen. Dennoch konnte ich auch seine Gedanken und sein Verhalten verstehen.

Die Situation von Valerie und Tom ist aus dem Leben gegriffen. Das Thema betrifft viele Paare und die Reaktionen von der Familie, Freunde und Bekannten wird sicherlich auch vielen bekannt vorkommen.

Mir hat der Verlauf der Story sehr gut gefallen, da sich alles so echt angefühlt hat. Ungewollte Kinderlosigkeit ist ein sensibles Thema, dass die Betroffenen schwer belasten kann. Die Umsetzung dieser Problematik ist hier gut gelungen.

Ich habe das Buch gerne gelesen, da es mich emotional berührt und gut unterhalten hat.

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Rezensionen von evaki:

Zarte, herzzerreißende Lebenseinblicke

Von hier aus weiter von Susann Pásztor

Mit "Von hier aus weiter" führt uns Susann Pásztor in das Leben der Grundschullehrerin Marlene, eine ernste und strenge Frau. Spät hat sie den verwitweten Landarzt Rolf geheiratet, der damals schon drei erwachsene Söhne hatte. Nach 30 Jahren Ehe trifft sie Rolf's Tod derart, dass sie sich vor jeglichen Kontakten zu Familie und Freunden verschließt.

Sie sucht Trost in Beruhigungsmitteln und Alkohol, so dass man das Schlimmste befürchtet. Eine defekte Dusche ist der Grund, einen Klempner zu rufen, der sich dann als ehemaliger Schüler entpuppt und als einer ihrer großen Verehrer. Denn schließlich hat sie, als seine Lehrerin, Ihren Vater auf einige Missstände hingewiesen, die ihm damals das Leben schwer machten. Je mehr man die Charaktere kennenlernt, um so deutlicher werden die feinen zarten Töne, die zwischen den Zeilen schwingen. Ein lesenswertes Buch und spannend bis zum Schluss.

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