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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

zu distanziert

Wenn wir lächeln von Mascha Unterlehberg

Die Autorin Mascha Unterlehberg hat mit "Wenn wir lächeln" ein interessantes und dichtes Buch über Freundschaft zweier Mädchen, die sie als Schwesternschaft empfinden geschrieben.

Jara lernt Anto auf dem Aschenplatz kennen und ordnet sie im ersten Moment als ein Mädchen, mit dem sie normalerweise keinen Kontakt hätte, ein.

Anto ist anders, sie ist das Mädchen mit dem Baseballschläger unter dem Bett. Unangepasst, laut und irgendwie auch anstrengend. Ihre Mutter hat ausreichend Geld, ist aber für Anto nie greifbar. Wohlstandsverwahrlost habe ich sie empfunden.
In der Welt des Erwachsenwerden fühlen sie sich den Blicken und Anzüglichkeiten der Männer ausgesetzt und ihre Wut, wächst von Seite zu Seite mehr.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gewöhnungsbedürftig und verlangte mir eine große Menge an Konzentration ab. Besonders das Fehlen der wörtlichen Rede im Dialog hat mich irritiert, denn dadurch konnte ich keine wirkliche Nähe zu den Protagonistinnen aufbauen. Stellenweise waren mir die Geschehnisse etwas zu konstruiert und die Gefühle von Jara zu Anton fanden mir zu wenig Beachtung, und wurden nur rudimentär angedeutet.

Ein mit Sicherheit gutes Buch über eine Freundschaft, doch insgesamt konnte es mich leider nicht wirklich erreichen.

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Rezensionen von Sabina Haslinger:

Achtsam sein

Hellwach am Leben von Steve Heitzer

ist gar nicht so einfach...
ich lese gerade dieses Buch und muss sagen, dass es mich über das erste 4tel hinweg sehr anspricht - eine Mischung aus dem ganz normalenn Leben, Vorstellungen und Wünschen und dem wie es kommt... wo und wie sich Achtsamkeit einbauen lässt...
Gespickt auch mit vielen Zitaten und Hinweisen.

..

Achtsam sein heißt - auch wenn ich mich gerade zur Achtsamkeitspraxis aufraffe oder zur Meditation hinsetzte, mir mein Körper aber sagt - JETZT musst du aufs Wc - das auch zu tun... oder wenn das Leben es gerade JETZT vor deine Nase stellt: zb die Zeit mit deinen Kindern... Achtsam darauf hinhören, was jetzt ist!

Gefällt mir und lese mit Freuden weiter...

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Rezensionen von mo.ni.books:

Wohlfühlroman in Südtirol's Bergen

Schreib mir einen Brief von Heidi Troi

Schreib mir einen Brief ist der zweite Band der Reihe von der Autorin Heidi Troi rund um das Hotel Liebelei auf einer Alm in Südtirol.

Schon im ersten Band haben die Magie des Wasserfalls und Oma Rosie zwei Liebende zusammen gebracht und auch im zweiten Band ist es spannend ob sich Bunny alia Sina und Blackpanther alias Jason finden.

Die zwei chatten online und haben eigentlich nicht vor sich persönlich kennenzulernen. Wie es der Zufall will, verlässt Jason München um Eva's Jobangebot als Buchhalter im Liebelei anzunehmen und Sina ringt mit sich ihren Urlaub im denselben Hotel zu machen.
Beide wissen nichts von den Plänen des anderen und treffen sich nichtsahnend. Oma Rosie und der Wasserfall verbreiten derweil ihre Magie...

Nicht nur die Gäste fühlen sich im Liebelei wohl, sondern auch ich als Leser. Die Autorin schafft es auch diesmal wieder einen Roman zu schreiben, bei dem man sich wohl fühlt und ankommt. Ich mag ihren Schreibstil und die Eigenheiten der Hauptfiguren. Ganz nebenbei spricht sie noch wichtige Themen an wie die Diskriminierung nach Äußerlichkeiten, dabei sind unseren inneren Werte weit mehr wert und wichtiger.

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Rezensionen von MarcoL:

Elf eindrückliche, unterhaltsame Kapitel über das Thema Leben, gut und einfach erzählt, die zum Nachdenken anregen

Alles was lebt von Kristina Schilke

Karla erbt von ihren Eltern ein Haus, irgendwo im Bayerischen Wald. Die Ortschaft ist überschaubar, man kennt sich in der Nachbarschaft, hilft untereinander, wenn und wo und wie es geht. Soweit nichts Spektakuläres. Karla hat das Haus so übernommen, wie sie es von ihren verstorbenen Eltern vorgefunden hatte.

Die alten Möbel, Nippes und sonstiges Zeug belässt sie zunächst, so wie es ist. Zuerst einmal einleben, nur nicht zu viel auf den Kopf stellen. Apropos Kopfstellen: ein Zimmer im Obergeschoß des Hauses ist so gut wie leer, bis auf eine alte Kommode. Allerdings scheinen die Naturgesetze dort außer Kraft zu sein, zumindest was die Schwerkraft anbelangt. Denn jedes lebende Wesen, das den Raum betritt, schwebt unweigerlich zur Zimmerdecke. Egal ob Mensch oder Maus. Gegenstände lassen sich davon nicht beeindrucken.
Die Autorin erzählt uns in elf Kapitel von Zwischenmenschlichem, vom Leben miteinander, oder auch nebeneinander, von den Alltagsproblemen, mit denen die Menschen so zu kämpfen haben. Sie führt schriftstellerisch mit zarter Feder durch mehrere Genres, ohne es zu übertreiben (bisweilen hätte es für meinen Geschmack ruhig intensiver werden können). Manchmal steht die Liebe im Vordergrund, dann eine kleine Gruselstory. Karla ist der Anknüpfungspunkt in den Kapiteln. Ihr sonderbares Zimmer taucht auch immer wieder auf, mal mehr, mal weniger. Und ob wir das Geheimnis am Ende lüften können? Oder ist es eine Metapher – eine Art Ausflucht von einem sorgenbereitenden Leben, eine kleine schwerelose Auszeit, die wir alle ab und an benötigen?
Das komplexe Thema Leben in all seinen Facetten (also auch dessen Ende) wird auf eine zugängliche und auch einfühlsame Weise zu behandelt, die Charaktere haben „Hand und Fuß“ – wirken authentisch.
Es sind gerne gelesene Episoden, die in einer leichten, lockeren Erzählweise uns nähergebracht werden, und zum Nachdenken anregen, gepaart mit magischem Realismus.

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Rezensionen von Lili-Marie:

Spannender Auftakt

Dark Cinderella von Anya Omah

"Dark Cinderella" von Anya Omah ist ein fesselnder Roman, der mich von der ersten Seite an begeistern konnte. Sofia ist auf der Suche nach ihrer verschwundenen Freundin. Zuletzt war diese im königlichen Palast. Dort nach Hinweisen zu suchen, ist gar nicht so einfach. Aber Sofia hat Glück und rettet der Prinzessin kurzerhand das Leben und erhält somit die Eintrittskarte in das Schloss.

Doch niemand darf von ihrem Vorhaben erfahren.

Der Schreibstil der Autorin ist fließend und packend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Anya Omah versteht es, mit ihren Worten Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen und die Emotionen der Charaktere lebendig werden zu lassen.

Sofia ist mir sehr sympathisch. Sie lässt sich wenig beeindrucken und hat immer ihr Ziel vor Augen auch wenn es manchmal nicht so einfach ist. Besonders in der Nähe von Maximilian, dem Kronprinzen.

Auch die Nebencharaktere sind liebevoll ausgearbeitet und tragen wesentlich zur Tiefe der Handlung bei. Ihre Beziehungen untereinander sind glaubwürdig und emotional berührend, was das Leseerlebnis noch intensiver macht.

Insgesamt hat mich "Dark Cinderella" sehr gepackt und ich mochte das Buch unheimlich gerne. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich von einer mitreißenden Geschichte verzaubern lassen möchten!

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Rezensionen von Arambol:

Emphatisch unterhaltsam

Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann


"Wir hatten einen Plan und eine Aufgabe, die dem Nachmittag einen Sinn und dem Leben eine Normalität geben würden."

Christian Schünemann gelingt mit "Bis die Sonne scheint" ein anrührender Roman, der das glaubhafte Porträt einer Familie in den 80er Jahren zeichnet. Im Mittelpunkt steht der fünfzehnjährige Daniel, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird.

Seine Erlebnisse als Jugendlicher prägen den Roman ebenso wie die Einblicke in die familiären Hintergründe seiner Eltern Marlene und Siegfried und in die Vergangenheit von Daniels Großeltern.

Der Roman überzeugt durch seinen authentischen 80er-Jahre-Flair, einer Zeit ohne soziale Medien, in der das Leben noch viel unmittelbarer und greifbarer erscheint. Besonders eindrucksvoll ist die Art und Weise, wie der tägliche Kampf der Familie ums wirtschaftliche Überleben geschildert wird. Trotz aller Herausforderungen bewahren sich die Hormanns ihren Humor, was sich immer wieder in den zahlreichen, sehr amüsanten Anekdoten zeigt.

Die Erzählstruktur ist stimmig: Schünemann wechselt zwischen Daniels persönlichem Erleben und den Erfahrungen der Eltern, wodurch das Familienschicksal lebendig erfahrbar wird. Allerdings gibt es eine Vielzahl von handelnden Personen, weshalb ein Personenverzeichnis hilfreich gewesen wäre, um besser den Überblick halten zu können.

Der Schreibstil ist angenehm lesbar, flüssig, die Charaktere empathisch. Leider verliert die Geschichte zum Ende hin etwas an Spannung und Dramatik – hier hätte ich mir einen stärkeren Abschluss gewünscht.

Dennoch bleibt "Bis die Sonne scheint" eine lohnende Lektüre, die auf berührende Weise daran erinnert, dass sich das Leben nicht nur um beruflichen Erfolg dreht. Es ist eine Reise zurück in eine Zeit, in der andere Werte im Mittelpunkt standen – eine Geschichte über Familie, Zusammenhalt und die kleinen, aber bedeutsamen Momente des Lebens.
Lesenswert.

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Rezensionen von begine:

Ein toller Roman

Von hier aus weiter von Susann Pásztor



Von hier aus weiter, von der Schrittstellerin Susann Pásztor ist ein interessanter Roman.
Feinfühlig berührt die Autorin die Bewältigung der Trauerarbeit.
Marlenes Mann ist nach dreißigjähriger Ehe gestorben. Sie ist wütend das er sie allein gelassen hat. Jeden Morgen denkt sie als erstes an Suizid.

Als der Klempner Jack, der einmal ihr Schüler war bei ihr einzieht, ist endlich jemand da, der sich um sie kümmert. Er ist eine liebenswerte Person. Als die Ärztin Ina noch mitspielt, wird es immer lustiger.
Die Autorin schreibt mit Ernst und Humor die Situation Marlenes.Ich muss sagen, das ihre Romane echt wunderbar geschrieben sind. Sie ist eine wunderbare Schriftstellerin.
Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte. Die Personen sind alle brillant getroffen.
Der Roman unterhält gut und ich kann ihn gerne weiter empfehlen. Er ist absolut lesenswert.

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Rezensionen von liesmal:

Von Angst und Mut

Alles Safe. Ein Comic-Abenteuer von Rüdiger Bertram

Alles SAFE – „Wunderbar witzig und leicht zu lesen“, heißt es in der Buchbeschreibung. Das kann ich bestätigen, würde allerdings noch erweitern und sagen „… leicht und schnell zu lesen“. Ich weiß gar nicht, ob ich jemals mit einem gebundenen Buch schneller fertig war.

Gleich auf der Innenseite des Buchdeckels den Inhalt von Flos Notfallrucksack zu sehen, gefällt mir.

Der Junge denkt ja wirklich an alles! Doch für Flo ist es „nur das Nötigste!“ Wenn man sich nur vorstellt, was alles passieren kann während einer Urlaubsreise! Flo könnte ein Lied davon singen, denn auf der Fahrt in den Urlaub sieht er sich gedanklich den größten Gefahren ausgesetzt.

Dann lernt er ausgerechnet Kaya kennen, das wohl mutigste Mädchen der Welt. Flo ist „knallschockverliebt“ (was für ein Wort! ????). Er lässt sich auf Experimente = Wanderungen ein, an die er ohne Kaya nicht einmal gedacht hätte.

Mir gefällt es gut, die Ängste und die Vorsicht von Flo so übertrieben stark dargestellt zu sehen, ebenso den Mut, das Draufgängerische und manchmal auch den Leichtsinn von Kaya.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke und daran, wie ähnlich – wenn auch notfallmäßig nicht so gut ausgestattet – ich Flo gewesen bin, dann denke ich auch daran, wie gut es tut zu erkennen, dass selbst ein so mutiges Mädchen wie Kaya auch Ängste haben kann. Und wenn es nötig ist, wird man tatsächlich auch manchmal plötzlich ganz mutig.

Die kurzen Texte von Rüdiger Bertram und dazu die passenden Bilder von Horst Hellmeier sind ein tolles Gespann!

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Rezensionen von clematis:

Es wird Zeit

Von hier aus weiter von Susann Pásztor

Nach seiner Krebsdiagnose scheidet Rolf aus dem Leben, Witwe Marlene igelt sich im eigenen Heim ein und schleppt sich mehr schlecht als recht von Tag zu Tag. Erst Installateur Jack, die neue Dorfärztin Ida und eine frühere Freundin, Wally, können Marlene aus ihrer Lethargie reißen. Es wird Zeit. Zeit, das eigene Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Mit einer ebenso irritierenden wie komischen Episode beginnt dieser kurze Roman. Dann geht es ins fast Unglaubwürdige, wie Jack vor Marlenes Tür steht und kurz darauf nicht nur den Duschkopf repariert, sondern gleich einzieht. Auch die weiteren Kapitel mit Ida, den Stiefsöhnen und Wally wirken auf mich nicht unbedingt realitätsnah, sondern eher ohne näheren Zusammenhang und roten Faden. Nichtsdestotrotz will man weiterlesen, um Marlenes Wut auf den Grund zu gehen, was schlussendlich auch gelingt und den gewissen „Aha-Effekt“ auslöst. Danach plätschert die Handlung wie gehabt dahin und endet mit etlichen offenen Fäden, die man selbst weiterspinnen kann.

Die Charaktere sind gut vorstellbar, ihre Handlungsweise kann ich aber in den wenigsten Fällen nachvollziehen, aber ich war auch noch nie in einer ähnlichen Situation. Dass Marlene (vermutlich) aus ihrer emotionalen Enge einen Ausweg findet, ist jedenfalls eine schöne Entwicklung ihrer Figur.

Diese Geschichte hat mich trotz ihrer grundlegenden guten Idee nicht vollends überzeugt, was den Handlungsverlauf und die Zusammenhänge der Personen betrifft. Drei Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Nicht uninteressant

Die Allee von Florentine Anders

Zum Inhalt:
Hier wird ins die Familiengeschichte des Hermann Henselmann näher gebracht. Dieser stieg nach dem Kriegsende zum Chefarchitekten in Ost-Berlin auf. So ist zum Beispiel der Fernsehturm, die Stalinallee oder der Leipziger Uniturm mit seinem Namen verbunden. Doch das System macht es ihm nicht leicht und er muss mitunter sehr taktieren.

Seine ebenfalls sehr talentierte Frau muss oft genug die Scherben aufkehren, emanzipiert sich aber zunehmend mehr.
Meine Meinung:
Mir sagte der Name Henselmann so gar nichts, liegt aber vielleicht auch daran, dass ich nicht im Osten aufgewachsen ist. Ich fand die Geschichte der Familie nicht uninteressant, aber auch schwer zu lesen, denn der Schreibstil ist nicht eben eingängig. Auch die doch sehr vielen Protagonisten machten es nicht leichter. Die kurzen Kapitel machten es etwas leichter, aber dennoch insgesamt nicht so leicht nachvollziehbar. Vielleicht hätte da ein Personenregister etwas geholfen.
Fazit:
Nicht uninteressant

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