Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Schlafmurmel:
erotisch historischer Liebesroman
Der wollüstige Fürst und das scharfe Bauernmädchen | Historischer Erotik-Roman von Julia Ward
In der damaligen Zeit war es so das der Vater den Mann für seine Tochter ausgesucht hat und so war es auch in dieser Geschichte Lia ein Bauernmädchen wurde von Ihrem Vater verkauft um an etwas Geld zu bekommen. Der Fürst möchte dieses aber unterbinden und lässt Lia an seinem Hof holen
Nun hat Lia zwei Möglichkeiten entweder heiraten sie einen alten reichen Mann oder sie bleibt beim Fürsten.
Denn der Fürst hat ein Auge auf sie geworfen und würde sie gerne an seinem Hof behalten und so bleibt Lia natürlich bei dem Fürsten. Und bald eröffnet sich ihr sich ihr eine neue Welt erotisch wild und zügellos, bald kann sich Lia dem auch nicht mehr entziehen. Da ging es ziemlich wild und zügellos ab sehr heiß und erotisch mit dem hat Lia überhaupt nicht gerechnet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig ohne obzön zu wirken, es hat richtig spaß gemacht die Geschichte zu lesen und das Kopfkino har sich auch eingeschaltet. Mir hat es sehr gut gefallen und empfehle es sehr gerne weiter
Rezensionen von Danislesestube:
Ein grandioser neunter Teil
Kalte Erlösung von Leo Born
Mittlerweile sind wir bereits bei Teil neun der Mara Billinsky Reihe. Ein Ende ist, zumindest wirkt es so, bisher nicht in Sicht. Warum auch? Es gibt auch nach diesem Buch immer noch Dinge, die aufgeklärt werden können. Was unter anderem auch daran liegt, dass mit jedem Teil etwas Spannendes dazu kommt.
Der Anfang des Buches hält sich nicht lange mit einer ewigen Einführung auf, sondern knallt uns gleich die kalte Realität um die Ohren. Nicht nur, weil wir das erste Opfer zu Gesicht bekommen, sondern auch weil Mara Billinsky wieder eine neue Seite ihrer Persönlichkeit zeigt, die man zuvor nicht gekannt hatte. Besonders in diesem Buch wurde mir wieder klar, dass im Inneren unserer knallharten Ermittlerin doch ein weicher Kern steckt, den sie die Teile zuvor erfolgreich vor uns verborgen hat. Nicht nur sie durchlebte eine spannende Charakterentwicklung. Auch Rosen, Klimmt und alle anderen wichtigen Nebencharaktere haben wieder ein Stück mehr Persönlichkeit spendiert bekommen.
Die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend. Wenn es mal etwas Ruhe einkehrt, dann, nur wenn unser Täter zu Wort kommt. Seine Vorgeschichte ist leider sehr nah an der Realität. Kein Wunder also, dass dieser irgendwann die Faxen dicke hatte und es sämtlichen Menschen heimzahlen wollte. Konsequenzen hin oder her. Irgendwer muss dafür büßen. So ein Mensch könnte übrigens auch so in unserer Welt existieren. Lest euch nach diesem Buch ein paar Geschichten zu Serienmördern durch, vielleicht seht ihr ein paar Parallelen.
Generell ließ es sich der Autor nicht nehmen, sämtliche Szenen so detailliert wie es die Wirklichkeit zulässt zu beschreiben. Dennoch wirkte nichts übertrieben oder gar überzogen. Die abwechslungsreiche Erzählung sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und innerhalb von zwei Abenden beendete. Der Schreibstil gefiel ganz allgemein wieder unglaublich gut. Leo Born hat's einfach drauf. ;)
Unerwartete Wendungen gab es eher spärlich, dafür wurden diese ausgezeichnet eingesetzt, sodass mir nicht nur einmal die Kinnlade Richtung Boden segelte.
Schlussendlich kann gesagt werden, dass auch Teil neun dieser wundervollen Reihe ein Knaller ist.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Wer morgen auf dem Seziertisch liegt, lebt heute noch....
Über Leben und Tod von Florian Klenk
Sachbuch? Biographie? Anekdoten? Ganz klar einordenbar ist dieses Buch nicht – von allem a bißl was. Glücklicherweise!
Denn so erfährt die Leserin viel über die Geschichte der Rechtsmedizin, über spektakuläre Fälle oder allgemein über Historisches (Angst vor Vampiren? Warum? Und wie war das noch mit Beethovens Schädel?).
Auch aktuelle Themen und Hintergrundinformationen aus der Gerichtsmedizin kommen nicht zu kurz.
Mit Florian Klenk und Christian Reiter haben sich zwei kongeniale Geschichtenerzähler gefunden,
die ihr breitgefächertes Wissen intelligent, manchmal sehr amüsant, aber immer pointiert vermitteln können. Das haben sie auch schon in ihrem Podcast – „Klenk + Reiter“ - eindrucksvoll bewiesen. Großartige Unterhaltung!
Schaurigschöne, humorvolle und vor allem informative Lesestunden sind garantiert!
Das Negative an diesem Buch?
Es ist viel zu kurz;-)
Rezensionen von Jule:
Ehrlich und rau
Klapper von Kurt Prödel
4,25 von 5
"Klapper" von Kurt Prödel ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es ist so ehrlich, rau und eindringlich geschrieben, dass es noch lange im Kopf hängen bleibt. Wir begegnen Klapper und Bär, die zumindest vom Äußeren her nicht unterschiedlicher sein können. Im Laufe des Buches lässt sich dann doch die ein oder andere Gemeinsamkeit feststellen.
Nur was ist passiert, dass Bär seit 4891 Tagen nicht mehr online war? Das erfahren wir ebenfalls und es kommt überraschend.
Beeinflusst durch den Schreibstil, der durch eine einfache Wortwahl und kurze Sätze überzeugt, bekommt die Geschichte von Klapper und Bär ein authentisches Flair. Durch die Erwähnung von einem IKEA-Wellenspiegel und Zitronenkrümeleistee fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt. Es fühlt sich so an, als wäre man im Jahr 2011 unterwegs und nicht schon in 2025. Zwar mag sich die Geschichte an manchen Stellen etwas repetitiv anfühlen, so wird nur das Leben von Klapper und Bär widergespiegelt. Und so wie das Leben nun mal ist, kann es nicht immer spannend sein. Dennoch ist die Geschichte Abwechslungsreich und es kommen immer wieder neue Aspekte hinzu.
Mit den Protagonisten dagegen bin ich nicht immer warm geworden. So sind mir die Familien der Beiden doch eher unsympathisch gewesen, sodass ebenfalls häufig eine gewisse Distanz vorhanden war. Klapper und Bär dagegen hat man auf tieferen Ebenen kennengelernt. Besonders von Klapper hat man immer wieder mal andere Seiten gesehen und auch wenn seine Emotionen für mich manchmal nicht nachvollziehbar waren, so konnte ich ihn doch zum Großteil verstehen. Bei Bär dagegen ist es etwas anderes: Man sieht Ausschnitte aus ihrem Leben und kann sich in gewisser Hinsicht in sie hineinversetzen. Trotzdem werden ihre tiefgehenden Gefühle nie explizit erwähnt. Das fehlt dem Buch auch nicht, aber an manchen Stellen wäre es irgendwie schön gewesen.
Im Großen und Ganzen ist die Geschichte wirklich ehrlich und rau. Es wird nichts beschönigt und alles geschildert, wie es ist. Dazu gehört auch ein hartes Ende. Ein Ende, das man vielleicht nicht erwartet hat, aber einen super Abschluss der Geschichte bildet.
So kann ich die Geschichte nur allen empfehlen, die auch mal was anderes als Wohlfühl-Geschichten lesen wollen. Diese Geschichte ist eine Erinnerung daran, dass hinter jeder Fassade ein Mensch mit Gefühlen steckt und dass man das Leben genießen soll, wenn man die Möglichkeit dazu hat.
Rezensionen von Pearl:
Ginsterburg
Ginsterburg von Arno Frank
Die Handlung spielt in den Jahren 1933 bis 1945 also bis zum Kriegsende. Ginsterburg ist eine fiktive Stadt und man erfährt im Laufe der Geschichte wie die Stadt unter dem Nationalsozialmus erblüht und danach wieder in sich zerfällt. Merle eine Buchhändlerin lebt dort mit ihrem natur liebenden Sohn Lothar.
Die liebevolle Mutter Sohn Beziehung verändert sich als der Sohn zur Hitlerjugend geht um seinem Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Später wird er dann Bomben auf Städte abwerfen und mit dieser Schuld muss er für immer leben.
Fazit:
Dauernd wechselnde Personen an die man sich gewöhnen muss. Der Schreibstil ist sehr zerfahren und schwierig. Die Botschaft hier ist, da so was nicht mehr passieren darf, besonders im Anbetracht was es jetzt für Konflikte in der Welt gibt.Daher wird man doch sehr nachdenklich über diese tragische Handlung
Rezensionen von Pearl:
Der große Riss
Der große Riss von Cristina Henríquez
Der Riss ist die Geschichte über den Panama Kanal, der um das Jahr 1900 gebaut wurde um den Atlantik und den Pazifik zu verbinden. Der Roman beschreibt verschiedene Charaktere die für den Bau gearbeitet haben, oder dort hingezogen sind. Es ist auch ein Riss durch die Gesellschaft, denn hier treffen reich und arm aufeinander.
Es geht um Ausbeutung, sowie die Rolle der Frau dort und überhaupt in der damaligen Zeit. Aber auch um Krankheiten das Gelbfieber und die Malaria die sich unter arm und reich verbreitete. Auch wird hier gnadenlos das Ziel für den Durchbruch des Kanals in kurzer Zeit verfolgt, egal was es kostet.
Fazit:
Ein Epos über den eigentlich dramatischen Bau des Panamakanals, wobei viele Menschen starben, kommt hier etwas zu kurz zu wenig Recherche. Der Schreibstil ist sehr lebendig, das Cover passt gut und ist aufschlussreich.
Rezensionen von Lotta:
Sehr spannend, viele Wendungen und mega Schreibstil!
Haltlos von Sarah Nisi
Emily, eigentlich einzige Zeugin des tragischen Todes ihrer Freundin Liv, kann sich an nichts erinnern. Seit dem Vorfall kann sie nicht zu ihrem Alltag zurückkehren. Zu gerne möchte sie ihre Blockade lösen und wissen, was an diesem Tag passiert ist. Gleichzeitig hat sie extreme Angst, dass sie schuld sein könnte an Livs Tod oder irgendein Mörder frei rumläuft, denn die Ermittlungen wurden eingestellt.
..
Der Schreibstil ist einfach mega. Ich hatte immer wieder das Gefühl, den Charakteren einfach über die Schulter zu schauen und alles aus der Umgebung mitzubekommen. Z.B.:
" Nur Sekunden später begann die Luft zu wirbeln. Turbulenzen fegten durch die schmale Röhre, über den Bahnsteig. Der Wind riss jetzt mit Gewalt an der Kleidung der Wartenden, Haare flogen in die Luft, während die U-Bahn sich in der Finsternis wie eine angriffslustige Schlange durch den Untergrund wand."
So geht es quasi nahtlos in jeder Szene, absolut passende Vergleiche werden aufgeführt und machen das Buch neben der Spannung zu einem extremen Lesegenuss.
Perspektivisch wird aus mehreren Sichten in immer kürzer werdenden Kapiteln erzählt. Teilweise bleibt die Einordnung der jeweiligen Perspektive bis zum Ende offen. Doch alles wird logisch zusammen geführt. Dabei bleibt die ein oder andere Wendung natürlich nicht aus. Gerade Verdachtsmomente werden immer wieder in andere Richtungen gelenkt. So bleibt die Spannung definitiv erhalten.
Insgesamt ein sehr zu empfehlender Psychothriller, der neben Spannung, Wendungen und dem Schreibstil noch ein bisschen Fachwissen hier und da über die Amnesie bereithält, die Emily befallen hat. So bewerte ich mit 5 von 5 Sternen!
Rezensionen von Minangel:
Ein Wohlfühl-Aufenthalt in der Pension am Meer
Ein Winter am Meer von Julie Klassen
Meine Meinung: Nach Beendigung des ersten Bandes: „Die Pension am Meer“ habe ich angestrebt, wieder einen Aufenthalt zu buchen und somit freute ich mich sehr, dass ich rasch wieder zur Familie Summers zurückkommen konnte im vorliegendem 2. Band. Das bildlich beschriebene Setting am Meer mit den Bädern und dem Kurort lädt sehr zum Verweilen ein.
Dazu findet man liebenswerte Charaktere allen voran die Familie Summers mit ihren Töchtern und ihre Bekannten, ihre Gäste und Freunde im Ort Sidmouth.
Auch der Schreibstil dient dabei zur Erholung: unaufgeregt ohne zu viele dramatische Spitzen plätschert die Geschichte dahin. Ein Highlight sind die historischen Überschriften der einzelnen Kapitel und das Einfließen des Glaubens in die Geschichte.
In diesem Band steht vor allem die Tochter Emily im Vordergrund und wir begleiten sie auf ihrem Weg zu ihrem Lebens- und hoffentlich auch Liebesglück. Das Setting ist gebetet im Besuch des Herzoges von Kent – welcher damals wirklich historisch korrekt recherchiert stattgefunden hat. Einige Bedienstete des Herzoges logieren auch in der Pension und somit sind auch spannende Geschichten, Verwicklungen und Einblicke in das Leben der Fürstenfamilie garantiert.
Fazit: ein Wohlfühlroman aus der Zeit von Jane Austen der unaufgeregt eine schöne Auszeit beschert. Von mir gibt es 5 Sterne mit Meeresbrise.
Rezensionen von FogandBooks:
Zwischen Schmerz und Hoffnung – Eine Liebe, die mehr gibt...
To The Shaking Ground von Nina Kay
To The Shaking Ground von Nina Kay ist ein Buch, das tief unter die Haut geht. Es ist roh, intensiv und voller leiser, aber dennoch gewaltiger Emotionen. Ashley verlässt Burlington mit nichts als einem Rucksack und seinen Friseurscheren, auf der Suche nach einem besseren Leben in New York – weit weg von Gewalt und den Erwartungen seiner Familie.
Nico hingegen bleibt gefangen in einem Alltag zwischen Arbeit und der Pflege seiner kranken Mutter, in dem für eigene Träume kaum Platz bleibt.
Die Geschichte lebt von den stillen Momenten, von Blicken, Berührungen und unausgesprochenen Worten. Die Entwicklung zwischen Ashley und Nico ist geprägt von einer tiefen, fast greifbaren Achtsamkeit füreinander, die sich in jedem Detail widerspiegelt. Besonders beeindruckend ist, wie Nina Kay es schafft, Themen wie familiäre Gewalt, Verantwortung und psychische Belastungen sensibel, aber ungeschönt darzustellen. Die toxische Realität der beiden Protagonisten wird nicht beschönigt, doch sie finden einander inmitten all dessen – nicht als schnelle Rettung, sondern als gegenseitige Stütze.
Der Schreibstil ist typisch Nina Kay: kein einfacher Mainstream, sondern herausfordernd, roh und mit Bedacht gewählt. Die Geschichte verlangt Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung, gerade wegen der ernsten Themen. Inhaltlich überzeugt das Buch auf vielen Ebenen, dennoch gab es Momente, in denen die Erzählung sich etwas zog oder manche Emotionen stärker hätten ausgearbeitet werden können.
To The Shaking Ground ist eine Geschichte für Leser*innen, die nicht nur konsumieren, sondern fühlen wollen. Ein Roman, der nachhallt, weil er nicht an der Oberfläche kratzt, sondern dort ansetzt, wo es wehtut. Trotz kleinerer Längen ist es ein bewegendes Buch, das wichtige Themen behandelt und zeigt, wie Liebe inmitten von Chaos und Schmerz ein sicherer Hafen sein kann. 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Intrigen im Kaiserhaus
Der Fotograf der Kaiserin von Tom Sacher
Das österreichische Kaiserhaus, allen voran Kaiserin Elisabeth und ihr Ehemann Kaiser Franz Joseph sowie dessen Brüder, ist immer einen historischen Roman wert.
Diesmal liegt der Fokus allerdings auf Lieselliesel, der jungen Kammerdienerin der Kaiserin, die sich gemeinsam mit dem Hoffotografen Viktor Angerer, plötzlich und ungewollt im Mittelpunkt einer Agenten-Krimi-Posse befindet
Lieselliesel ist eine Bauernmagd aus Bayern, die Kammerdienerin, die es am steifen Wiener Hof, wo jeder sein eigenes Süppchen kocht und penibel darauf achtet, den Herrschenden zu gefallen, nicht ganz einfach hat.
Sie soll, da des Lesens und Schreibens unkundig, einen geheimen Brief an Franz Josephs Bruder Ludwig, das schwarze Schaf des Clans, überbringen. Was wohl so Geheimes darin steht, wenn sich Agenten des Geheimdienstes unbedingt dieses Schreibens bemächtigen wollen? Es scheint, als schrecke man auch vor einem Mord und willkürlichen Verhaftungen nicht zurück.
Meine Meinung:
Tom Sacher ist ein Pseudonym von Michael Seitz, von dem ich bereits einige Krimis gelesen habe. Deshalb war ich recht neugierig, wie er einen historischen Roman rund um Kaiserin Elisabeth, die ja schon mehrere Meter Bücherregale füllen, angeht. Die Idee, diesmal das schwarze Schaf der Familie Habsburg, Erzherzog Ludwig, genannt Luziwuzi, in den Mittelpunkt zu stellen, hat mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte spielt atkuell im Jahr 1882 in Mayerling, in jenem Jagdschloss, das wenige Jahre später, nämlich 1889, Kulisse der sattsam bekannten Tragödie rund um Kronprinz Rudolph werden wird, den wir hier genauso treffen wie Baronin Helene Vetsera und ihr Tochter Mary.
Lieselliesel und Angerer wissen phasenweise nicht, wem sie noch vertrauen können, denn beide sind mit den Usancen im höfischen Intrigantenstadel nicht so vertraut.
Die Charaktere sind fein herausgearbeitet, wobei die Lieseliesel mit ihrem frechen Mundwerk besonders heraussticht. Sehr gut kommt die Scheinheiligkeit und Bigotterie zum Vorschein, die man unter dem Satz „Du darfst alles machen, nur erwischen lassen, darfst dich nicht!“ zusammenfassen kann.
Der Schreibstil ist durchaus humorvoll. So nennt die Kaiserin ihren Mann „Eselchen“ (angeblich wegen seines grauen Backenbartes), er wiederum tituliert sie als „Engelchen“. So wirklich viel hat man sich nicht zu sagen.
Gut gelungen ist das durchgängige Sprechen in der dritten Person, also das „Erzen“. Das muss man als Autorin/Autor erst einmal durchhalten. Ander Personen wie die bayerische Bauernmagd Lieseliesel dürfen im heimischen Dialekt reden und der Schauspielerin Mina Pick werden jiddische Worte in den Mund gelegt.
Fazit:
Ein historischer Roman, der aufzeigt, dass auch im österreichischen Kaiserhaus nicht immer alles eitel Wonne war. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.











