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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

unbedingt lesen

Deutschland 2033 von Justus Bender

Der FAZ Autor Justus Bender hat sich mit den Strukturen nach der Wahl 2033 in Deutschland auseinandergesetzt. Wie zu Erwarten bekommt die AfD bei den Wahlen 36 % und geht als klarer Sieger hervor. Genau dort setzt das Szenario an und wirft einen Blick auf die Vergangenheit der Parteienlandschaft Deutschlands im letzten Jahrhundert.

Die Parallelen sind auf der einen Seite erschreckend, auf der nicht doch verwunderlich.

Der Autor beschreibt sehr realistisch wie die Brandmauer fällt, wie die Demokratie nicht durch Gewalt, sondern still und leise durch neue Verwaltungsvorschriften und kleine Änderungen mehr und mehr abgeschafft wird.
Den meisten Raum nimmt die Frage nach dem "Warum" bei den AfD Wählern in Anspruch, ohne dabei weit über die Unzufriedenheit hinauszugehen. Dabei spielen doch die sozialen Medien, allen vorn TikTok eine große Rolle-dort werden die Parolen und die Unzufriedenheit der Menschen mit Desinformationen angestachelt.
Der Autor hinterfragt ausreichend, kann jedoch wie die meisten Menschen keine Lösung anbieten, die Menschen dazu zu bringen das Parteiprogramm zu lesen und nicht nur ein Kreuzchen am Wahlabend zu machen.

Besonders beeindruckend fand ich die Gegenüberstellung Gegenwart -Vergangenheit, da heute die Menschen weitaus aufgeklärter sein sollten als unsere Vorfahren und diese Chance nicht zu nutzen wissen.

Ein wichtiges Buch welches unbedingt gelesen werden sollte.

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gelungener Abschluss

Immerkalt von Roman Klementovic

Mit "Immerkalt" ist der letzte Band der "Immermorde" Reihe erschienen und somit zu einem gelungen Abschluss gebracht worden.

Schulz kehrt nach den vielen Schicksalsschlägen, die ihn mittlerweile ereilt haben und ihn zudem noch depressiv werden lassen haben nach Grundendorf zurück.

Patrick hat ihn um Hilfe gebeten: Wieder ist ein Kleinkind mit seiner Babysitterin verschwunden und es fehlt jede Spur von ihnen. Diesmal ist Patrick persönlich involviert und bangt um sein Kind.

Die einzelnen Charaktere sind mir aus den Vorgängerbänden bekannt und hatten in dieser Story sich sowohl privat als auch beruflich noch ein Stück weiterzuentwickeln. Ein wenig Konzentration wird allerdings durch die Vielzahl der agierenden Personen abverlangt, macht es für mich aber auch besonders spannend.

Die überraschende Wendung zur Auflösung des Falles hat mich begeistert.

Wie auch in den vorherigen Bänden hat Roman Klementovic es geschafft mich mit seinem prägnanten Schreibstil von der ersten Seite an zu fesseln und die Spannung auf einem hohen Maß zu halten.

Ein toller Thriller, der Spaß macht.

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für eine junge Zielgruppe

1999 Meter über dem Meer von Caroline Wahl

Nachdem ich von "22 Bahnen" der Autorin Carolin Wahl begeistert war, freute ich mich sehr auf "1999 Meter über den Meer" als Hörbuch eingelesen von Lisa Hrdina.

Samira's Leben sollte jetzt beginnen: Das Studium geschafft, einen Job, aber da ist etwas was in ihr gärt und die veranlasst ihren Job zu lassen und sich mit dem geschenkten Auto ihrer Eltern auf ihren eigenen Roadtrip zu begeben.

Dieser bringt sie in die Schweizer Berge, wo sie auf Luxus, Yachten und einen völlig anderen Lebensstil trifft, als dem der ihr eigentlich liegt. Sie bleibt weiterhin auf der Suche nach sich selbst, greift allerdings um dazuzugehören zu einigen Hochstapeleien.
Samira bleibt mir als Protagonistin sehr fremd und unnahbar.

Bei diesem Buch bin ich anscheinend leider nicht die richtige Zielgruppe gewesen. Mich konnte die Story, die sich auf den ersten Blick vielversprechend ausnahm, auf Dauer nicht erreichen. Der Charakter von Samara und ihr daraus resultierendes Verhalten langweilte und empörte mich gleichermaßen. Einzig das von Carolin Wahl wieder temporeiche Erzählen hat mich das Hörbuch zu Ende hören lassen.

Für eine junge Zielgruppe mit Sicherheit sehr Hörenswert.

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Hörempfehlung

Unter Toten von Andreas Franz; Daniel Holbe

Das Hörbuch "Unter Toten " von Andreas Franz geschrieben von Daniel Holbe wurde von Julia Fischer eingesprochen. Hierbei handelt es sich um den mittlerweile 26. Fall um die Kommissarin Julia Durant.

In diesem spannenden Fall taucht der Hörer tief in die Vergangenheit von Julia Durant ein.

Die Story beginnt 1992 als die junge Julia Durant aus München nach einer Trennung nach Frankfurt wechselt. Zu diesem Zeitpunkt arbeitet sie noch bei der Sitte, aber ihr höchstes Ziel ist eine Stelle bei der Mordkommission.
Kaum in Frankfurt angekommen bekommt sie mit Tina ihrer neuen Kollegin einen Vermisstenfall aus dem Milieu zugeteilt, der sich aber anscheinend in Wohlgefallen auflöst. 24 Jahre später werden Leichenteile entdeckt, die bei tieferer Recherche eine Verbindung zu dem alten Vermisstenfall aufweisen. Gab es etwa die ganzen Jahre einen Serientäter vor den Augen der Kripo? Die Erinnerungen von Julia an ihre Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen, auch die Entwicklung der einzelnen Charaktere sind wieder einmal passend zum Fall.

Die Ermittlungen ließen sich gut lesen und die Spannung und Verwicklungen über die lange Zeitspanne haben mir beim Lesen wieder einige Freuden bereitet.

Julia Fischer als Sprecherin hat mir durch ihre exzellente Betonung an den richtigen Stellen die Geschichte sehr lebendig werden lassen. Alle Emotionen der Protagonisten waren gut getroffen.

Eine klare Hörempfehlung für "Unter Toten".

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gute Idee

Der Vorhang von Ondřej Hübl

"Der Vorhang" von Ondřej Hübl beschäftigt sich mit dem Leben in der kommunistischen Tschechoslowakei in den 1950-iger Jahren. Josef Kaarl`s Tochter Luise entwickelt sich politisch nicht ganz nach den Vorstellungen ihres Vaters, der ein erfolgreicher Unternehmer ist. Da kommt ihm die Werbung eines Reiseunternehmens gerade Recht.

Diese bieten eine Reise in die Vergangenheit an: Die Reisenden begeben sich in ein Rollenspiel in die Zeit des Kommunismus in der Tschechoslowakei. Dies ist genau, dass was seine Tochter braucht, beschließt er und so begeben sie sich auf die Reise in die Vergangenheit. Was anfangs wirklich nach einer guten Idee und einer Lektion für Luise aussieht, kippt relativ schnell.

Die Idee zu dem Buch finde ich genial, nur die Umsetzung war für mich nicht so leicht zu lesen, ich brauchte eine ganze Weile um mit dem Schreibstil zurechtzukommen. Vieles war mir zu detailliert und ausschweifend geschrieben, sodass ich den Faden verloren habe.

Die Charaktere waren jedoch gut gezeichnet, besonders der von Josef und Luise. Der Grad zwischen dem Rollenspiel und der Realität verschwimmt beim Lesen zusehends, so konnte ich mir gut ein eigenes Bild der Situationen machen. Das Experiment droht zu scheitern, da auch die Teilnehmer nicht mehr unterscheiden können.

Das Buch ist eine kuriose Mischung aus Gesellschaftskritik, Spannungsroman und auch Satire. Durch die teilweise langatmigen Beschreibungen verlor sich die Spannung leider dann doch.

Kein leichtes Buch, aber lesenswert.

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toller Thriller

Totensee von Sophie Czerny

"Totensee" ist der Debüt-Thriller der Autorin Sophie Czerny. Eingelesen und gesprochen wurde das Hörbuch der Sprecherin Christiane Marx.

Ada Sabel als Ermittlerin ist gerade an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben. Nachdem ihre Teenager Tochter Mara verschwunden ist und sie aufgrund einer Verfehlung vom Dienst suspendiert wurde, ist sie nur noch verzweifelt.

Niemand glaubt ihr, dass Mara entführt wurde.
Als eine kopflose Leiche gefunden wird auf deren Rücken Ada's Name eingeritzt wurde, startet sie wie elektrisiert eigene Ermittlungen und gerät in einen Strudel der Vergangenheit. Einer Vergangenheit, die sie bis zum heutigen Tage aus ihrem Leben gestrichen hatte und sie immer weiter an ihre Grenzen bringt.

Mich hat die dunkle und spannungsgeladene Atmosphäre die Sophie Czerny geschaffen hat absolut begeistert. Es ist kaum zu glauben, dass es sich um ein Debüt handelt.
Dabei gibt es immer wieder einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet habe. Besonders der Charakter von Ada Sabel war sehr gut charakterisiert, gleichzeitig sehr verletzlich und dennoch auch sehr stark. Ein bisschen kaputt durch ihre Vergangenheit ist sie natürlich auch, wie es sich für eine starke Ermittlerin gehört.

Christiane Marx als Sprecherin gibt der Story genau die richtigen Emotionen und Spannungsmomente mit. Einen vorzügliche Wahl des Verlages.

Von mir eine klare Empfehlung für diesen tollen Thriller.

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Enttäuschung pur

Happy Weekend – Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum. von Arno Strobel

Auf "Happy Weekend-Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum." , hatte ich mich sehr gefreut, da mir die Mörderfinder Reihe sehr gefallen hat. Schon bei "Welcome Home" war ich enttäuscht, und hoffte nun auf einen spannenden Thriller in alter Strobel Manier.

Der Plot hatte durchaus Potenzial: Marcel und Katja starten in ein romantisches Wochenende und machen kurz Halt an einer Raststätte.

Der Albtraum beginnt als sie zurückkommen und ihr Kofferraum geknackt wurde: Ihr Gepäck ist verschwunden. Durch einen Zufall befindet sich im Koffer ein Tracker und so beschließen sie ihr Gepäck zu verfolgen, nicht die Polizei einzuschalten und fahren damit in den Albtraum ihres Lebens.

Nachdem mir der Einstieg gut gefallen hat, wurde ich im Verlauf des Buches immer mehr enttäuscht. Die Charaktere blieben hinter ihrer Möglichkeiten zurück und die Dialoge waren hölzern und wenig Aussagekräftig, zudem gab es in den Dialogen viele unnötige Wiederholungen, die keinerlei Spannung aufkommen ließen. Ziemlich früh war mir der weitere Verlauf sowie die Zusammenhänge klar.
Am sinnlosesten waren allerdings die mehr als brutalen und detaillierten Beschreibungen der Foltermethoden und Gewaltdarstellungen und ich bin in keinster Weise zart besaitet. Ein unendliches abgeschlachte von Personen zu denen im Vorfeld kein Bezug aufgebaut wurde.

Dies war einfach nicht mein Buch und ich weiß auch nicht, ob ich noch einmal einen Strobel lesen möchte.

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toller Auftakt

Nichts ist vergessen von Jo Adler

"Nichts ist vergessen" des Autors Jo Adler ist in meine Augen ein vielversprechender Auftaktband zu einer Reihe mit sehr viel Entwicklungspotential.

Franziska Löwe bekommt bei einem neuen Fall einen Kollegen aus dem Sauerland zugeteilt, der nicht nur gerade erst bei der Mordkommission angefangen hat, sondern auch mit ihrem Chef verwandt ist.

Dies ergibt für Tom Herbst keinen glücklichen Einstieg und Franziska geht auch erst einmal auf Abwehr.
Der Fall den Franziska und ihr Team lösen müssen spielt letztendlich auf 2 Zeitebenen und verbirgt ein trauriges Familiengeheimnis, welches niemals an Öffentlichkeit kommen sollte.

Die 17-jährige Sally steht im Mittelpunkt der Ermittlungen, soll sie doch ihren Englischlehrer erstochen haben. Sie schweigt zu den Vorwürfen, wie zu allen anderen Fragen die ihr gestellt werden. Franziska hat einen Bezug zu der Schule, war doch ihr Vater an der Schule Lehrer, sie selber hat diese allerdings nie besucht, da es sich um eine teure Privatschule handelt. Sie ist während er Ermittlungen hin- und hergerissen zwischen Professionalität und Emotionen. Alles scheint bei einer Stufenfahrt 1990 seinen Anfang genommen zu haben und zieht Kreise bis in Gegenwart und dem aktuellen Fall.

Mir gefällt das buntgemischte Team sehr gut, bringt es doch Abwechslung in die Krimi-Landschaft und bietet noch einiges an Möglichkeiten. Ton und Franziska sind im Laufe der Ermittlungen ein wenig zusammen gewachsen mit einiger Luft nach oben.

Mich hat "Nichts ist vergessen, sehr gut unterhalten und ich freue mich auf einen Folgeband.

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zuviel Klischee

Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Der Thriller "Der Prätorianer" von Tobias Bukkehave spielt in Kopenhagen und verströmt die gewohnte Dunkelheit und bedrückende Atmosphäre die ich von einem skandinavischen Thriller erwarte.

Sara Levin und ihr Partner Janus West bekommen es in dem Fall mit einem Ritual-Serienmörder zu tun, der seine Opfer nach Art der alten Mythologie drapiert und damit quasi Zeichen setzt.

Die Opfer wurden gefoltert und das Makabere an den Fällen ist, dass Sara anscheinend einen Bezug dazu hat, den Münzen, die bei einem Opfer gefunden wurden, gehörten ihrem Vater, der als Mörder verurteilt im Gefängnis sitzt.
Seit seiner Verurteilung verweigert Sara jeden Kontakt zu ihm, doch nun scheint sie auf seine Hilfe angewiesen zu sein. Gleichzeitig wird ihr Bruder Adam, ein sehr guter Profiler mit in den Fall involviert. Sehr zu Saras Leidwesen hielt sie doch zu ihm auch immer eine ausreichende Distanz.

Der Einstieg in die Story ist mir leicht gefallen, ist der Schreibstil doch angenehm zu lesen. Leider hatten die Schilderungen dann einiges an Längen und Details wurden mir zu umfangreich erläutert, sodass für mich die Spannung auf der Strecke blieb. Hinzu nahm das Privatleben der Geschwister für mich zu viel Raum ein und lenkte dadurch vom eigentlichen Fall ab.

Die Protagonisten konnten mich nicht erreichen, sie blieben für mich zu konstruiert und äußerst Klischeehaft charakterisiert. Darum ist dies leider keine neue skandinavische Reihe, die ich weiter verfolgen werde.

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Hörgenuss

Besser als nie von Stephan Thome

Mit "Besser als nie" hat Stephan Thome eine mehr als gelungene Fortsetzung zu seinem Roman "Grenzgang" veröffentlicht. Auch hier spielt wider der fiktive Ort Bergenstadt und sein traditionelles Volksfest der Grenzgang die Hauptrolle.

Die für das Hörbuch ausgewählten Sprecher*innen Claudia Michelsen, Harald Schrott, Luise Wolfram, Timur Işık, Achim Buch, Viola Müller, Maria Hartmann und Chantal Buss geben der Geschichte eine außergewöhnliche Lebendigkeit.

Da der "Mohr" de Grenzgang anführt entfacht eine Debatte über die Bedeutung des Mohren, die teilweise mehr als skurrile Formen annimmt. Wie von Thome gewohnt nimmt er sich in seinem Roman wieder aktuelle Themen an, die mehr als Grenzgängig zu sein scheinen.
Es geht um politische Zusammenhänge, die Flüchtlingskrise, Familienkonstrukte, die schwer zu durchschauen sind.
Dabei bleibt der Autor seinen prägnanten und klaren Schreibstil treu, sodass ich einen guten Einblick in das "idyllische Dorfleben" abseits des Großstadtlebens bekommen habe.

Der schwarze Humor und die Satire die dahintersteckte haben es mir sehr angetan und ließen mich trotz der Schwere der Thematik häufig schmunzeln.

Ein absoluter Hörgenuss.

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