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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

Hole ist Klasse

Kill Shot (Ein Harry-Hole-Krimi 14) von Jo Nesbø

Mit "Kill Shot" ist der mittlerweile 14. Band um den sehr eigenen Ermittler Harry Hole des Autors Jo Nesbø erschienen.

Als seine ehemalige Chefin und Mutter seines Sohnes Gert ihn um Hilfe in einer Mordserie bittet, springt Hole über seinen Schatten und kündigt seinen gerade erst angetreten Job bei einer Versicherung.

Eigentlich hatte er der Polizeiarbeit abgeschworen, aber Hole bliebt eben Hole.

Die gefundenen Leichen sind auf makabre Weise ums ihr Leben gebracht worden und bald geht Hole von einem Serienmörder aus. Dreh- und Angelpunkt der Ermittlungen finden im Filmmilieu statt und gestalten sich aufgrund der doch sehr exklusiven Charaktere teilweise sehr bizarr.

Spannend fand ich vor allem den Bezug zu den echten Filmen über Serienmörder, da hat Nesbø sehr gut und umfassend recherchiert. Im Laufe der Ermittlungen gibt es so einige Verdächtige, aber der wahre Täter wird erst im grandiosen Finale gelüftet.

Nun hoffe ich, dass Jo Nesbø nicht wieder 4 Jahre vergehen lässt bis ein neuer Harry Hole erscheint.

Klare Leseempfehlung von mir.

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empfehlenswert

Novembersommer von Andreas Eschbach

In "Novembersommer" thematisiert Andreas Eschbach ein Thema, welches aktueller nicht sein könnte, den menschengemachten Klimawandel. Der letzte Sommer und seine Auswirkungen steckt mir immer noch sehr im Gedächtnis.

Die Geschichte spielt im Jahr 2036, also in naher Zukunft, was für mich ein wenig beängstigend war.

Passend zum Titel, herrschen im November noch sommerliche Temperaturen. Wie in der Realität passiert von Seiten der Politik nicht viel, immer noch wird das Augenmerk mehr auf die Wirtschaft gesetzt. Wim Rookwerper, Ceo der Umweltorganisation Greenforce, glauben mit Geo-Engineering eine Lösung des Problems gefunden zu haben. Nachdem sich ein Mitglied der Organisation vor laufender Kamera suizidiert hat, bekommt Greenforce einen nie gekannten Zulauf und andere Weltmächte werden auf die aufmerksam. Was zu einem Angebot führt, welches Rookwerper nicht ausschlagen kann. Die Durchführung jedoch zeigt neue Probleme auf.

Andreas Eschbach versteht auch in diesem Buch wieder gesellschaftliche, politische wie auch wirtschaftliche Themen miteinander zu verknüpfen. Die wissenschaftliche Seite nimmt viel Raum ein, was für mich teilweise etwas ermüdend zu lesen war, dabei jedoch auch äußerst interessant.

Novembersommer ist ein Buch für alle die sich mit der aktuellen Klimasituation, deren Auswirkungen und die Chancen ihn aufzuhalten bzw. abzumildern auseinandersetzen möchten.

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super Fortsetzung

Moorland. Die Braut von Andreas Winkelmann

Mit "Moorland die Braut" hat Andreas Winkelmann den zweiten Band um die Ermittlerin Malia Gold veröffentlicht. Ort des Geschehens ist wieder der Ort Moorbach mit seinen Einwohnern und natürlich dem Sichler-Hof, ihr ehemaliges Zuhause.

Das Moor brennt und für Moorbach besteht die Gefahr einer Evakuierung, sollte es nicht bald zu regnen beginnen oder der Wind sich drehen.

Doch damit nicht genug, es wird eine Leiche im Moor gefunden, eine Frau liegt im Boot wie zu einer Hochzeit vorbereitet, in der Hand einen Trockenblumenstrauß. Doch bei einer Leiche bleibt es nicht und als dann noch Malias Ex-Mann im Dorf auftaucht, wird es für Malia und ihre Familie gefährlich.


Winkelmann hat den ersten Band der Moorland- Reihe an Spannung noch übertroffen. Er hat so viele falsche Fährten gelegt, sodass ich als Leserin des Öfteren dachte, den Täter identifiziert zu haben. Hinzu kommt die detaillierte gruselige Mooratmosphäre, die ihr Übriges zu dem guten Thriller beiträgt.

Die Kapitel sind kurz und der Schreibstil rasant und teilweise atemlos machend. Ein echter Pageturner, bei dem ich gar nicht schnell genug weiterlesen konnte.


Eine klare Leseempfehlung für Thriller Fans.

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nicht meins

Die Familie sehen und sterben von Toni Rivera

"Die Familie sehen und sterben" von Toni Rivera hat mich mit dem Klappentext und dem Handlungsort, das wunderschöne Tessin sehr angesprochen.

Enzo Rossi bekommt es in diesem Buch mit zwei Leichen zu tun, bei denen es sich letztendlich um Tötungsdelikte handelt. Zu Beginn erfahre ich als Leserin viel über die chaotische Familie von Rossi, die sehr unterschiedlich aufgestellt ist.

Von einem Bruder der Multimillionär ist, Eine Schwester, die eine Gaststätte betreibt, aber mit dieser kaum Umsatz macht.

Im Job ist Rossi eher wie eine Karikatur, was von seiner jüngeren Kollegin genutzt werden will, seine Stelle einzunehmen. Da hat sie die volle Unterstützung der Chefin, die ihn ein paar Jahre vor der Pension gerne loswerden würde.

Ich hatte mir einen spannenden Krimi vorgestellt, doch leider verliert sich der Autor in den Familienerzählungen, was dann für mich in einen Roman mündete. Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig und insgesamt für einen Krimi zu humorvoll.

Ein Buch für nebenbei, dass mich leider nicht fesseln konnte.

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Herausforderung

Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova

Jarka Kubsovas Roman "Im Licht des neuen Tages" unterscheidet sich sehr von ihren anderen Romanen und der Einstieg in die Geschichte fiel mir ehrlicherweise nicht leicht.

Ich schätze die Autorin sehr und mag vor allem ihren Schreibstil, der auf mich sehr authentisch und nahbar wirkt. In diesem Roman erzählt sie Lebensgeschichten von 2 respektive 3 Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten lebten.

Elli, eine Schriftstellerin hat eine langandauernde Schreibblockade und begibt sich in eine einsame Hütte im Wald um an ihrem neuesten Werk zu arbeiten. Doch es kommt anders als geplant, ihre Trauer, die sie als Kind beim Zurücklassen ihrer Oma in Tschechien verspürt hat, drängt sich mit aller Macht an die Oberfläche. Sie beginnt sich mit dem ihrem Lieblingsmärchen"Die Großmutter" welches ihr ihre Oma vorgelesen hatte. Elli begibt sich auf eine schmerzhafte Reise in ihre Vergangenheit und lernt einiges über sich selber und die Geschichte ihrer Familie.

Ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren, um im Geschehen zu bleiben um zu verstehen, von welcher der drei Frauen die Rede. Im Licht des neuen Tages ist kein Buch für nebenher. Nachdem ich im Lesefluss war, konnte mich die Geschichte sehr begeistern. Sie macht nachdenklich und mit dem Wissen um den Hintergrund der Schriftstellerin werden große Teile autobiografisch sein.

Ein in meinen Augen sehr persönliches Buch mit fiktiven Momenten.

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es geht weiter

Gnadenopfer von Viveca Sten

"Gandenopfer" mit dem Ermittlungsteam rund um Hanna Ahlander ist der mittlerweile fünfte Fall den die Autorin Viveca Sten veröffentlicht hat.

In dem Bergdorf Åre sterben gehäuft alte und von einem Seniorendienst betreute Menschen. Auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches bis eine Angehörige sich bei Hanna meldet und eine Untersuchung verlangt.

Hannas Freundin Karro ist seit einem halben Jahr die Leiterin des betroffenen Seniorendienstes und hat dort keinen leichten Stand.
Hinzu kommt, dass Daniel, Hannas Kollege sich immer weiter von ihr distanziert hat und eine Zusammenarbeit beinahe unmöglich erscheint.

Die Autorin schaffte es wieder einmal mich von der ersten Seite an zu fesseln. Es gibt im Verlauf der Story einige Wendungen und ich war mir mehrfach sicher den oder die Täterin zu kenne-doch es kam dann doch ganz anders. Der Schreibstil ist wie von der Autorin gewohnt, super zu lesen.

Der Cliffhanger am Ende lässt auf einen 7. Fall hoffen.

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bedrückend und wichtig

Juras letzter Winter,1 Audio-CD, 1 MP3 von Edgar Selge

"Juras letzter Winter" des Autors Edgar Selge habe ich als Hörbuch, eingelesen vom Autor selber gehört.

Selge, der in seinem vorherigen Buch "Hast du uns endlich gefunden" Kontakt zu seinem jüngeren Ich aufgenommen hat und sich diesem dabei angenähert hat, nimmt in diesem Buch die Tagebucheinträge des 16-jährigen Jura um sich fiktiv mit seinem Schicksal auseinanderzusetzen.

Ein grausames Schicksal in Stalingrad, Jura ist während der Blockade der Deutschen jämmerlich in Stalingrad verhungert.

Der Autor nimmt sich die Freiheit über die Tagebucheinträge hinaus das Leben von Jura und auch seiner restlichen Familie zu erzählen. Dabei geht er auch auf die unglaubliche Zahl von verhungerten Zivilisten von mehr als einer Million ein.

Mich hat das Buch sehr berührt, es ist bedrückend wie wenig bis heute darüber bekannt geworden ist und das Schicksal von Jura bewegt mich außergewöhnlich.

Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch sind die Ausschweifungen zu Erlebnissen des Autors, die für mich nicht im Verhältnis zu Jura stehen.

Eine Empfehlung spreche ich gerne aus für ein nicht ins Vergessen geratenes Thema.

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toller Auftakt

Weißer Rausch von Anu Ojala

"Weißer Rausch" der Autorin Anu Ojala ist der Auftaktband zu einer angekündigten Trilogie aus Lappland. Das Hörbuch wurde von der Sprecherin Lina Syren eingelesen.

Ronja Jentsch arbeitet als Kommissarin grenzübergreifend mit Kollegen aus Schweden zusammen, was die nordische Atmosphäre noch einmal unterstreicht.

Der Autorin ist es fantastisch gelungen, die von mir erwartete düstere und bedrückende Stimmung, die ich bei skandinavischen Krimis und Thriller so schätze und auch erwarte zu transportieren.

Die einzelnen Charaktere werden sehr gut eingeführt und in ihrer Unterschiedlichkeit passt trotzdem alles gut zusammen. Besonders hat mich die Situation von Christian eingenommen, welch ein Desaster. Das Privatleben von Ronja wird thematisiert, führt manchmal zu Kopfschütteln, aber nimmt dennoch nicht zu viel Raum ein.

Die Autorin hat keine Scheu vor detaillierten Gewaltbeschreibungen, die vielleicht für manchen Leser/Hörer zu brutal sein könnten. Für mich waren sie genau richtig dosiert, da sie nicht überhandnahmen.

Lina Syren war mir als Sprecherin noch nicht bekannt, konnte mich mit ihrer Stimme und der Emotionalität überzeugen.

Ein Thriller den ich sehr gerne weiter empfehle und mich auf den Folgeband freue.

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beeindruckend

Mann ohne Kind von Ulf Erdmann Ziegler

"Mann ohne Kind" des Autoren Ulf Erdmann Ziegler beschreibt eindrucksvoll die Sehnsucht eines Mannes mit unerfülltem Kinderwunsch. Dem gegenüber steht die 17-jährige Miki, die ihren Vater früh verloren hat und sich nichts sehnlicher wünscht, als das ihre Sehnsucht nach einem Vater gestillt wird.

Als sie auf Ole trifft, scheint ihr Wunsch in Erfüllung zu gehen.

Ole ist 57, Kunstexperte und der Roman wird gänzlich aus seiner Perspektive erzählt. Als Leserin kann ich genau beobachten, wie sich die Beziehung von Ole zu Miki entwickelt und welche Emotionen auf beiden Seiten entstehen. Allerdings verpasst Ole die Chance, da Mikki irgendwann das Gefühl bekommt eingeengt zu werden,
Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt, wobei im zweiten Mikis Rückkkehr nach Tokio und Oles Besuch bei ihr im Vordergrund steht. Es ist beeindruckend zu lesen, welche kulturellen Unterschiede es zwischen Deutschland und Japan gibt. Da finde ich die Tiefe der Erzählung wunderbar gelungen und konnte tief eintauchen.

Oles Leiden wird durch Emotionalität und doch genügend Distanz zum Geschehen eindrucksvoll geschildert. Mikis Weg zwischen kindlicher Unschuld und das gleichzeitige Erwachen einer jungen Frau.

Das Buch von Ulf Erdmann Ziegler hat mich sehr beeindruckt aufgrund der Themen und auch kulturellen Vielfalt die der Autor hier gekonnt verbindet.

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Was wäre wenn?

Noch einmal, für immer von Mitch Albom

Seit "Dienstags bei Morrie" kann ich mich als großer Fan von Mitch Album bezeichnen. Seine Bücher haben eine Wärme und lassen mich ein Drumherum für die Lesezeit völlig vergessen.

Die Frage: Was wäre wenn?" hat sich bestimmt jeder schon einmal gestellt und genau dort setzt das Buch von Mitch Album an.

Alfie bemerkt mit 8 Jahren, dass er eine besondere Gabe bekommen hat. Am Todestag seiner Mutter erfährt er, dass er eine Situation ein zweites Mal erleben kann. Dies schenkt ihm wertvolle Momente mit seiner Mutter, auch wenn er auf das taurige Geschehen selber keinen Einfluss nehmen kann. Im Laufe seiner Teenagerzeit nutzt er seine Gabe häufig, unter anderem um für ihn unangenehme Situationen zu seinem Vorteil zu drehen. Doch nicht immer gelingen diese zweiten Chancen und Alfie muss mit dem Ergebnis leben, auch wenn es nicht die erwünschte Wirkung zeigte.

Das Notizbuch, welches Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, wechselt immer wieder in die Gegenwart, und zeigt die Tücken der zweiten Chance auf. "Noch einmal, für immer" ist eine ganz besondere Liebesgeschichte, die nachdenklich macht, bewegt und noch lange bei mir auf emotionaler Ebene nachgewirkt hat.

Nach der Lektüre des Buches bin ich froh keine zweiten Chancen in meinem Leben zu haben, auch wenn es manchmal sehr verlockend erscheint.
Die Frage: Was wäre wenn?, stelle ich mir dennoch so manches Mal.

Eine klare Empfehlung für ein ganz besonderes Buch.

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