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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

lebendige Charaktere

Middle of the Night von Riley Sager

Ethan Marsh ist zurück an den Ort seiner Kindheit gekommen, da seine Eltern in Florida ihr Rentner-Dasein verbringen wollen. Nun sitzt er wieder im Haus seiner Albträume, die nicht weniger werden, seitdem sein Freund Bill vor 30 Jahren beim gemeinsamen Zelten im Garten dieses Hauses verschwunden ist.

Schon in der ersten Nacht alleine in dem Haus spürt Ethan, dass etwas nicht stimmt: Er ist überzeugt Billy zu spüren. Lebt er womöglich noch und ist jetzt zurückgekommen?
Diese Vision löst sich nach einem Leichenfund bald in Luft auf, doch Ethan sucht obsessiv weiter nach der Wahrheit und muss sich dabei auch seinen eigenen Ängsten stellen.

Der Autor versteht es gekonnt eine düstere und bedrohliche Atmosphäre rund um den Ort Hemlock Circle zu schaffen. Die Charaktere, alle aus Ethans und Billys Vergangenheit scheinen alle mehr zu wissen, als sie bereit sind zuzugeben.
Die Spannung ist nicht besonders hoch und auch den weiteren Verlauf konnte ich schnell erahnen, dennoch hat der Schreibstil mich am Lesen gehalten. Besonders gefallen mir die Charakterisierung der einzelnen Charaktere, die altersentsprechend gezeichnet sind.

Die eingeschobenen Vergangenheit-Episoden machen das Buch lebendig.

Ein Buch für Nebenher mit Unterhaltungswert.

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gruselig grausam

Tödliche Tiefen von John Marrs

John Marrs schafft es, mit jedem seiner Bücher mich auf äußerste in die Verwirrung zu treiben. Er versteht es wie kein anderer falsche Fährten und hoch psychologische Thriller zu schreiben, sodass ich jedes Mal begeistert und traurig zugleich die letzten Zeilen lese.

Eine Wette unter Freunden wird für Damon zur Katastrophe seines Lebens.

Was als Scherz und Mutprobe begann, endet für Damon mit dem kurzzeitigen Ertrinken und der damit verbundenen Nahtoderfahrung. Nur durch das Eingreifen seiner Ex-Frau kann Damon letztendlich gerettet werden,
Doch was er während der Nahtoderfahrung gesehen hat, lässt ihn nicht los und verändert sein Leben für immer:
Bald verfolgen ihn die Bilder des toten Jungen im gesamten Alltag und hindern ihn auch am Schlafen. Auf der Suche nach Hilfe wendet er sich abermals an Melissa. er ist überzeugt, er muss noch einmal sterben, um zu wissen, wer der Junge ist und was er mit ihm zu tun hat. Doch diese lässt sich nicht darauf ein, was Damon dann ins Internet zu einer dubiosen Person treibt. Es beginnt eine Reise in die Vergangenheit, die sich Damon so nicht vorgestellt hat.

Oftmals ist mir beim Lesen des Buches ein Schauer des Grauens über den Rücken gelaufen, so dich beschreibt der Autor die Not, in der sich Damon bei der Suche nach einem Ausweg aus seiner Situation befindet. Es tauchen diesmal auch Personen aus einem früheren Buch auf, es muss dennoch nicht unbedingt bekannt sein um der Story zu folgen.

Eine Bitte an John Marrs:
Weiter so!

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perfekt

Zerbrochene Stille von Arnaldur Indriðason

"Zerbrochene Stille" des Autors Arnaldur Indriðason ist der mittlerweile 6. Band um den pensionierten Kommissar Konrad. Ich mag die Kriminalromane von Arnaldur Indriðason sehr und verfolge seine unterschiedlichen Reihen schon seit Jahren.

Auch mit dem neuen Band um Konrad konnte mich der Autor wieder überzeugen, ist der Aufbau und die Thematik wieder hervorragend.

Die Dichte der Ereignisse und der Bezug zur Vergangenheit von Konrad als Kommissar haben mich von der ersten Seite und dem Leichenfund direkt wieder in seinen Bann gezogen.
Besonders hervorzuheben ist auch hier wieder, die vielen auf den ersten Blick nicht zueinander gehörenden Stränge und Personen zum Abschluss überraschend zusammenzuführen. Dabei immer wieder neue Informationen über Island, die gekonnt und interessant eingebaut werden.
Darin ist Arnaldur Indriðason ein absoluter König, der seinesgleichen suchen kann.

Dass der Tod von Konrads Vater auch in diesem Band nicht aufgelöst wird, ist für mich ein kleiner Wermutstropfen, lässt mich aber gleichzeitig auf den nächsten Band hoffen.

Ein komplexer und dabei trotzdem überaus spannender Kriminalroman aus der Feder von Indriðason, der von mir eine klare Leseempfehlung bekommt.

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Geduld gefragt

Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf

"Die Housesitterin-Ein Traum von einem Job. Oder?" der Autorin Emily Rudolf eingelesen von Nils Nelleßen, Florense Schmidt und Rebecca Veil entführt den Leser in die Welt der Reichen und Schönen.

Cecilia versucht sich nach dem Tod ihrer Mutter mit Housesitting über Wasser zu halten und hat dabei ein besonderes Augenmerk auf die Häuser der Familie Waldner abgesehen, die direkt mehrere imposante Häuser besitzen.

Eins davon auf einer Privatinsel in der Nordsee. In diesem Haus findet ein Großteil der Story statt. Nicht nur die Häuser sind für Cecilia wichtig, sie beginnt auch eine Affäre/Beziehung zu dem Sohn der Familie Johannes.

Auf der Insel entpuppt sich der äußere Schein, sowohl von Cecila, als auch ihren Freunden, die sie besuchen und Johannes als perfides und abgekartetes Spiel, welches wohl nur einer oder eine von ihnen Gewinnen kann. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir diesmal nicht ganz so leicht gefallen, gab es zu viele parallele Stränge, die ich erst einmal zusammen bekommen musste.
Es war nicht mein erstes Hörbuch der Autorin, aber im Vergleich fand ich die vorherigen um einiges ansprechender. Hier gab es einiges an Längen, völlig unnötige Sexszenen, die zum Verlauf der Geschichte nichts beizutragen hatten und darum bin ich insgesamt von dem Verlauf, bis auf das doch überraschende Ende ein wenig enttäuscht.

Die Sprecher haben einiges aus dem Buch herausgeholt, und mit ihrer Intonation die Charaktere, insbesondere Cecilia sehr lebendig wirken lassen.
Dafür ein großes Lob.

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beeindruckend

Eden von Jan Costin Wagner

Eden des Autors Jan Costin Wagner reiht sich in die schwierigen Themen ein, mit denen der Autor schon des Öfteren bei mir Punkten konnte.

Das Buch startet mit einer regelrechten Familienidylle:
Der Architekt Markus Stenger hat alles, was man für ein glückliches Leben braucht, zuoberst steht für ihn seine 12-jährige Tochter Sofie.

Diese vergöttert er geradezu. So kann er ihr auch den Wunsch nach einem Konzert ihrer Lieblingssängerin Ariana La Vega nicht abschlagen und besorgt kurzerhand Karten für Sofie, Tante und Cousine. Während er im Foyer auf die Konzertgänger wartet, kommt es zum unvorstellbarem: Es explodiert ein Sprengsatz. Ab diesem Zeitpunkt ist für die Familie, Angehörige und Freunde das Leben nicht mehr wie es vorher war.

Der Autor beleuchtet die Situation, die einem realen Geschehen angelehnt sind, aus den unterschiedlichen Perspektiven und dies sehr eindrücklich.
Auch die Warte des Selbstmordattentäters findet sein Kapitel, für mich sehr schwierig zu lesen, da mir da jedes Verständnis für fehlt. Der Versuch auch dieses Leben zu beleuchten ist dennoch auch wichtig und gut.

Ein schwieriges Buch ein äußerst schwieriges Thema:
Abschied, Verlust, Trauer, Unverständnis und eine große Portion Gesellschaftskritik haben das Buch von der ersten Seite an fesselnd und lässt mich nachdenklich zurück.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

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tolle, spannende Fortsetzung

Der Kuckucksjunge von Søren Sveistrup

"Der Kuckucksjunge" von Søren Sveistrup wurde von mir mit Spannung erwartet, da mich er Kastanienmann vor Jahren absolut begeistert hat.

Das Ermittlerteam Naia Thulin und Mark Hess, welches im ersten Band nicht nur mit einigen privaten Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, werden in diesem Band ungewollt wieder zu Partnern gemacht.

Übers Smartphone werden Menschen gestalkt, verschwinden kurz darauf und werden anschließend bestialisch ermordet aufgefunden.
Bezeichnend bei allen Personen ist der abgewandelte Kinderreim vom Verstecken spielen, der immer während des stalkings auftaucht "Hab Dich". Dem Mörder scheint das Geschlecht seiner Opfer völlig egal zu sein, mordet er doch sowohl Männer als auch Frauen.

Als ich den Thriller bekam und sah, dass er 670 Seiten hat, stellte ich mir einige langatmige Passagen vor, aber weit gefehlt, ich konnte kaum mit dem Lesen aufhören. Der Autor hat es hervorragend verstanden, die Spannung beinahe unerträglich hochzuhalten.

Das Warten auf den Thriller hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt und ich wünsche mir, auf das nächste Buch von Søren Sveistrup nicht 6 Jahre warten zu müssen.

Eine klare Leseempfehlung für Thriller-Fans.

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ungewohnt aber spannend

Die Tote im Götakanal: Ein Kommissar-Beck-Roman von Maj Sjöwall; Per Wahlöö

" Die Tote im Götakanal" ist der Auftaktband der Kriminalreihe der Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die schon in den 60-iger Jahren erschienen sind.

Mir als Kriminalroman Liebhaberin war diese Reihe unbekannt und nun habe ich noch 9 Bände die ich lesen kann. Im Jahre 1964 wird die Leiche einer jungen Frau aus dem Borensee geborgen.

Aufgrund ihres Zustandes ist schnell klar, sie kann noch nicht lange da gelegen haben und sie wurde auf übelste misshandelt. Die örtliche Polizei kommt schnell an ihre Grenzen und so wird Martin Beck aus Stockholm zu dem Fall hinzugezogen. Erst einmal kann die Leiche nicht identifiziert werden und die Ermittlungen geraten ins Stocken. Nur durch die Verbissenheit von Beck wird weiter gesucht und nach Monaten steht fest, es handelt sich um eine junge Frau aus Amerika. Es kommt zur Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Kollegen, doch der Täter wird deshalb noch nicht gefasst. Beck versucht es mit einem Lockvogel, doch auch dies geht schief....

Anfangs habe ich mich etwas mit der Sprache schwergetan und empfand einige Aussagen doch als sehr sexistisch, im Verlauf des Buches habe ich mich damit arrangieren können. Sprache ändert sich und diese Beschreibungen waren eventuell in den 60-iger Jahren üblich.

Insgesamt konnte mich das Hörbuch allerdings komplett überzeugen und ich habe viele Dinge der Ermittlungsarbeit wieder erkannt, die damals neu und innovativ, heute manchmal schon veraltet sind.

Dieses Autoren-Duo hat die Schweden-Kriminalromane aus der Taufe gehoben und dies auf geniale Art und Weise.

Günther Harder als Sprecher war prima gewählt und hat die Atmosphäre durch seine Intonation an der richtigen Stelle herausgearbeitet.

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Lokalkolorit spannend

Hass ist meine Liebe von Andreas Schmidt

Im Buch "Hass ist meine Liebe" des Autors Andreas Schmidt spielt in meiner Nachbarstadt Wuppertal. Als Ermittlerteam bekommen es Mia Sommer und Björn Lassner mit bestialischen Morden zu tun.

Ein Taxifahrer findet im denkmalgeschützten Brunnen am Toelleturm einen leblosen Frauenkörper.

Da ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden kann, beginnen Mia und Björn mit den umfangreichen Ermittlungen. Die tote war Psychologin und arbeitete mit Sexualstraftätern. Ist der Täter in ihrem beruflichen Umfeld zu suchen? Doch erst einmal gerät ihr Ex-Mann ins Visier der Polizei, vor allem, nachdem es Ungereimtheiten in seinen Schilderungen gibt. Als eine zweite Frauenleiche auf der bunten Holsteiner Brücke gefunden wird, nimmt der Fall richtig an Fahrt auf.

Mir als Bewohnerin der Nebenstadt hat das Lokalkolorit von Wuppertal sehr gut gefallen, hatte ich die einzelnen Orte doch durch die guten Beschreibungen von Andreas Schmidt genau vor Augen.
Die Charaktere von Mia und Björn wurden gut eingeführt und haben dadurch ein großes Potenzial zu einem prima Team zusammen zu wachsen. Die Privatsequenzen der beiden in der Geschichte nehmen einen akzeptablen Raum ein, sodass man ausreichend Hintergrundinformationen bekommt, ohne den Fall zu stören.

Der Fall ist spannend, hat einen angenehmen Schreibstil und eine gute Auflösung, sodass ich mich schon auf den Folgeband der Ermittler freue.

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tlle Fortsetzung

Tannengrab von Ines Buck

"Tannengrab" ist der zweite Band um die resolute Ermittlerin Karla Sommerfeld der Autorin Ines Buck. Eingelesen wurde das Hörbuch von der Sprecherin Claudia Schwartz.

Was wie eine normale Geburtstagsfeier für Karlas Mutter beginnt, endet in ziemlich verworrenen Ermittlungen in dem kleinen Ort Birkenweiler.

Mathilda, das kleine Nachbarskind, zeigt Karla stolz ihren vermeintlichen "Wildschweinknochen", den sie in ihrem Waldkindergarten gefunden hat. Die Kinder finden dort des Öfteren Knochen, doch Karla sieht auf den ersten Blick, dass es sich hier anscheinend um ein menschliches Schlüsselbein handelt. Nach der kriminaltechnischen Untersuchung steht fest, dass Karla richtig lag. Die Vermissten-Kartei gibt mehrere Fälle preis, doch schnell stellt sich heraus, dass es sich um die vor 5 Jahren verschwundene Marie handelt.
Die Ermittlungen führen in Abgründe und gestalten sich aufgrund der Verschlossenheit und Abwehr der Familien schwierig und zäh. Karla und Henning können wieder einmal zeigen, dass sie trotz ihrer Unterschiedlichkeit sehr gut als Team funktionieren.

Das Hörbuch habe genossen, der Aufbau der Geschichte beginnt schon mit einem spannenden Prolog und die Spannung wird über das gesamte Buch gehalten. Das Privatleben von Karla hält sich mit den Ermittlungen die Waage und nimmt genau den richtigen Raum ein. Der Waldkindergarten als Ausgangspunkt und der dadurch erreichte Kontrast ist fantastisch gewählt.

Claudia Schwartz als Sprecherin hat genau die richtige Intonation, um die Geschichte zu unterstützen, dafür ein großes Lob von mir.

Tannengrab ist kein schneller, sondern ein in jeder Hinsicht gut durchdachter Kriminalfall mit der ein oder anderen Überraschung.

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bedrückend

Ein stilles Mädchen Eddie Feber von Karin Fossum

"Ein stilles Mädchen" der Autorin Karin Fossum ist der dritte Band um den Ermittler Eddie Feber. Eingelesen wurde das Hörbuch von dem Sprecher
Frank Stieren.

Das Hörbuch beginnt mit der Entführung der kleinen fast 6-jährigen Kandiz, die von ihrem Vater als vermisst gemeldet wird. Die Familie besteht nur noch aus Vater und Tochter, nachdem die Mutter an Krebs verstorben ist.

Nach einem selbstverschuldeten Unfall leidet der Vater unter enormen Schmerzen und ist kaum in der Lage sein Leben zu bewältigen.

Dieser Krimi besticht nicht durch Tempo, sondern durch eine dichte Atmosphäre, die tief in die menschliche Psyche eindringt und ein damit bedrückendes Szenario erschafft. Eddie Faber, selbst Vater vieler Kinder und einer Tochter in Kandiz Alter unternimmt alles in seiner Macht Stehende, um das Kind zu finden.
Gleichzeitig konnte ich als Hörerin gebannt erleben, wie es Kandiz mit ihrem Entführer in der einsamen Hütte in den norwegischen Wäldern ergeht.
Das Teilnehmen an den Gedanken von Kandiz hat dieses Buch wunderbar abgerundet. Alle Protagonisten wurden sehr gut charakterisiert und wirkten dadurch sehr lebendig und authentisch.

Frank Stieren als Sprecher empfand ich als tolle Besetzung. Durch seine exzellente Art wurde der Inhalt und die Atmosphäre hervorragend transportiert.

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