Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anonym:
Ein klasse Buch mit Mehrwert auf mehreren Ebenen
Tom Tauber - Ratte der Lüfte von Hannah Schenk
Das Buch ist wirklich sehr gut gelungen und begeistert unsere ganze Familie. Es ist recht groß, das Cover ist matt und leicht angeraut und die Seiten hochwertig. Der Hintergrund ist immer recht simpel gehalten, dafür stehen die niedlichen Tierchen im Vordergrund.
Es geht um Identität, Familie und Zugehörigkeit und vermittelt schon den Kleinsten, dass Liebe nichts mit biologischer Abstammung zu tun hat, sondern man diese von den unterschiedlichsten Konstellationen erfahren kann.
Außerdem zeigt es, dass Mut sich auszahlen kann und den Horizont erweitert.
Nach der eigentlichen Geschichte gibt es noch eine Doppelseite mit dem „Tauben Tagesspiegel“, auf der die Situation von Stadttauben kindgerecht erklärt wird, z. B. warum es so viele gibt und warum die meisten Menschen unberechtigte Abneigungen gegen sie haben.
Generell finde ich das Konzept des Verlages mit ihren nachhaltig produzierten Büchern und den Erlösen, die zum Teil an tiergestützte soziale Angebote gespendet werden, toll. So werden auch mit Tom Tauber unter anderem Taubenschutz-Projekte unterstützt.
Alles in allem ein klasse Buch, das Kindern zwei unterschätze Tierarten näherbringt und vielleicht auch bei Erwachsenen mit einigen Vorurteilen über Ratten und Tauben aufräumen kann.
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Geliebt habe ich sie immer, sie ist ein Teil von mir selbst
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe (Hanser Verlag)
Meine Urgroßmutter Margarethe war eine strenge Mutter. Auf die aus ihrere Sicht falschen Lebensentscheidungen meiner Großmutter Marianne hat sie später scharf reagiert.
Die ersten drei Jahre meines Lebens wurde ich meiner Urgroßmutter verschwiegen.
Als ich in die Schule kan, musste ich dieser fremden unheimlichen Frau Briefe schreiben, die dann mit ihren roten Korrekturen und getrockneten Blüten zurückkamen. S.59
Der autobiographische und teils mit fiktiven Anekdoten gefüllte Roman basiert auf den Tagebüchern der weiblichen Vorfahren der Familie von Mirian Carbe: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam selbst. Ein weiterer Hauptdarsteller ist der Schrank, den sich Urgroßmutter Margarethe 1912 in Dresden anfertigen lässt. Der Inhalt wechselt mit der Besitzerin und so spiegelt dieses Möbelstück den Charakter, die jeweiligen Vorlieben und den Zeitgeist der Nutzerin wieder. Eitelkeiten spielen bei den Frauen dieser Familie keine Rolle. Anna Maria Augusta Webers Ehemann Carl Hermann bringt es gekonnt auf den Punkt, indem er sagt: „Du schimpfst immer auf alles, was du eitel findest. Aber das ist deine Form der Eitelkeit.“ Margarethes Mutter liebt klassiche Literatur, Poesie und das rezitieren von Goethe. Hier findet sie Ruhe und Antworten. Geprägt durch diese Erziehung stehen die Werke der Dichter Goethe, Lessing, Hauff und Schiller noch bei Margarethe hinter den zweimal achtzehn kleinen Glasfensterchen.
Marianne zweckentfremdet den Bücherschrank zur Dekoration für Nippes und verbannte die Literatur in den Seitenflügel. Die zarte Frau ist immer in Bewegung und es gibt unablässig etwas zu tun und zu erledigen. Ihre Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Monika füllt das Familienerbstück wieder mit klassischer Literatur und modernen, europäischen Werken. Bei ihren Erzählungen gibt es einige Längen. Trotzallem ist auch ihr Leben bewegend und verläuft nicht immer geradlinig.
Jetzt: Miriam. Hier finden sich die generationsübergreifenden Tagebücher in dem geschreinerten Möbelstück wieder. Sie formt aus dieser Fülle an Eindrücken, Erlebnissen, Gefühlen und Gedanken eine von einem Jahrhundert geprägte Geschichte. Eingezwängt in Normen, Erwartungen und Umstände und gezeichnet von Verlusten der jeweiligen Zeit, sind die Frauen selbstbewußt genug, um ihren eigenen Weg zu gehen. Gern hätte ich noch viel mehr von Miriam Carbe selbst erfahren, die aus der Gegenwart ihre Geschichte erzählt. Abwechselnd lieben und leiden wir anfangs mit ihrer Ur-Urgroßmutter in der Villa Parsifal in Dresden, und mit ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter in Meiningen und Ostwestfalen mit. In Rückblenden schreibt die Autorin diese eindrücklichen Anekdoten. Zum Schluss findet sich eine runde Geschichte, die an dieser Stelle perfekt zu Ende geschieben ist.
Fazit: Ich habe diesen einfühlsamen und gleichzeitig direkt erzählten Roman in kleinen Portionen gelesen. Man muss das Erzählte setzten lassen. Doch schnell hatte ich, nach zugeschlagenen Buchdeckeln, das Bedürfnis weiter lesen zu wollen.
Miriam Carbes Hauptprotagonistinen haben Ecken und Kanten. Sie sind vielleicht nicht unerwünscht, wie der Buchtitel sagt, sondern sie starten eher unerwartet in das Leben und in diese Familie. Die Ähnlichkeiten, die meist eine Generation überspringen, spiegeln sich auch in Miriam Carbes besonderer Beziehung zu ihrer Großmutter wieder. Denn trotz aller Prägung und Ansichten siegt das Herz über den Verstand; und das ist gut so!
Liebe Miriam Carbe, danke für das Teilen ihrer Geschichte. Ich habe die Familie gern begleitet. Ein wundervoller Roman, der zu Herzen geht.
Rezensionen von S.L. :
Was für eine Zukunft!
Cryptos von Ursula Poznanski
Was für eine Zukunft!
Jana programmiert Phantasiewelten. Perfektes Leben, perfekte Welt. Die wirkliche Welt ist nicht lebenswert. Als in einer Wunschzone eine Störung auftritt, bleibt Jana in einer diesen Welten gefangen. Alle Welten sind originell, einige wunderschön, aber auch gefährlich. Nicht wirklich, wird man gefressen, findet man sich in seinem zuhause lebendig wieder.
Aber neuerdings: nicht! Tot ist tot. Wer sabotiert die Traumwelten? Das will Jana unbedingt herausfinden. Böse, sogar tödliche Überraschungen erwarten sie. Kein Ausweg in Sicht. Inzwischen geschehen auch in der Realwelt unkontrollierbare Dinge.
Ursula Poznanskis Figuren wirken authentisch, sind vielschichtig angelegt. Ihre Welten sind inspirierend, wecken Wünsche. Unerwartete Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Ein Bild einer möglichen, gar nicht so weit entfernten Zukunft wird entworfen: Klimaschutz, Lebensmittelsorge, kaum körperliche Arbeit und strenge Kontrolle.
Die Autorin schreibt wunderbar und atemberaubend spannend, phantasievoll und originell. Ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!
Rezensionen von ReiShimura:
Klassische Chick-Lit mit frischem Twist
Fake Date Me. Neun Hochzeiten zum Verlieben von Michaela Tiedemann
Die Zeit der Chick-Lit Romane der 1990iger Jahre ist ja leider vorbei. Ich habe diese Romane und auch die romantischen Komödien der Zeit wirklich geliebt. Doch hin und wieder gibt es Bücher die an diese Zeit erinnern. Dieses Buch ist eben so eines. Ein herrlich lustiger, erfrischender Liebesroman ohne viel Spice, dafür mit Charme und Witz.
Die Idee zu Michalea Tiedemanns Roman ist definitiv nicht neu, aber mir gefällt ihre Interpretation der ganzen Geschichte wirklich sehr gut. Im ersten Augenblick habe ich befürchtet, dass das Buch mit der Zeit langweilig werden könnte. Der Hauptteil der Handlung spielt auf verschiedenen Hochzeiten und die Vermutung lag nahe, dass es hier viele Wiederholungen und Ähnlichkeiten geben wird. Zu meiner großen Freude muss ich aber sagen, dass ich die Kreativität und den Einfallsreichtum der Autorin unterschätzt habe. Jede der Hochzeiten ist einzigartig und etwas ganz Besonderes.
Den Schreib- und Erzählstil der Autorin fand ich sehr ansprechend. Leider hat mich die Leseweise von Susanna Cuda nicht ganz überzeugen können. Daher habe ich in der Mitte des Buches vom Hörbuch zum E-Book gewechselt. Susanne Cuda hat auf jeden Fall eine solide Arbeit abgeliefert, allerdings traf ihre Art zu lesen nicht ganz meinen Geschmack.
Die Handlung selbst durchläuft die für dieses Genre klassischen Irrungen und Wirrungen. Es gibt das eine oder andere Missverständnis und eine knisternde Stimmung. Die weibliche Hauptperson Lily hat mich hin und wieder ein wenig genervt und ich konnte ihre Gedanken nicht immer nachvollziehen. Bei Thomas hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin ein wenig von den üblichen Klischees, reich, gutaussehend und arrogant, abgewichen wäre.
Alles in allem ist dies ein wirklich erfrischender Liebesroman. Ideal für alle Fans von klassischer Chick-Lit.
Rezensionen von Marw76:
Die Karte
Das Rad der Welt von Hendrik Lambertus
Lüneburg um 1300.
Die junge Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, des Fürsten Otto, der entschlossen ist, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Doch Agnes' Liebe gilt der Wissenschaft: Begeistert studiert sie Werke der Naturkunde und Geografie. Sie erstellt Skizzen für eine eigene Darstellung der Welt, eine Karte, in die ihr gesamtes Wissen einfließen soll.
Bei ihrer Recherche begegnet sie dem jungen Krämer Liudger, der ihre Leidenschaft teilt und in den sie sich verliebt. Sie plant, mit ihm davonzulaufen, den Standeszwängen zu entfliehen und endlich etwas von der Welt zu sehen, als ihr Vater hinter die Affäre kommt und sie zur Buße für den Rest ihrer Tage ins Heidekloster Ebstorf schickt.
Agnes ist verzweifelt, bis sie den großen Wissensschatz des Klosters entdeckt: die Bibliothek. Während ihr Traum zu reisen in unerreichbare Ferne rückt, wächst die Entschlossenheit, ihre Karte fertigzustellen. Ein prunkvolles Dokument, das die Welt als großes Ganzes abbildet – eine Karte, die in die Geschichte eingehen könnte. Wenn es Agnes gelingt, sie zu vollenden ...
Der Schreibstil war immer sehr mitreißend und leicht zu lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Ausserdem wurde die Welt zu dieser Zeit sehr gut beschrieben, das Buch war wie eine kleine Zeitreise ins 12. Jahrhundert.
Die Handlung habe ich sehr gemocht, sie ist mitreißend und spannend geschrieben. Obwohl das Buch 600 Seiten hat, kam niemals Langeweile auf! Auch die Recherchearbeit war sehr penibel und wunderbar.
Der Autor integriert immer wieder Traditionen und Feste von der damaligen Zeit in die Handlung, ich konnte deshalb allerlei dazu lernen. Auch die Zeit im Kloster wird anschaulich und lebendig beschrieben.
Agnes ist ihrer Zeit vorraus, aber dadurch war ich als Leser auch immer sehr nah an ihr dran und konnte ihr Handeln nachvollziehen.
Ein wirklich tolles Buch über eine mutige Frau, die die erste Karte der Welt vollenden möchte. Nur zu empfehlen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Einfach zum Wohlfühlen
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Ein sehr berührendes und wunderschönes Kaleidoskop über die vielfältige Welt einiger Bewohner einer Wohnblocksiedlung. In wohlwollender Sprache taucht der Roman ein in die Sorgen, Freuden, Nöte, Ängste, Wünsche, Bedürfnisse, Begegnungen uvm. dieser Menschen; realistisch geschildert und liebevoll erzählt, subtil garniert mit Lebensweisheiten in etlichen Situationen.
Ein Lesevergnügen der besonderen Art, ohne spektakulären Beginn und dramatische Höhepunkte, einfach Erzählungen aus dem Fluss des Alltagslebens von Menschen, vielleicht wie du und ich oder Menschen von nebenan. Schade, dass der Roman nach 350 Seiten endet, es hätten gerne noch einmal so viele sein können. Vielleicht gibt es eine Fortsetzung.
Ein liebevoller Blick in ein bisschen Leben von Mitmenschen, einfach zum Mitfühlen und gute Laune bekommen.
Rezensionen von Lesemaus:
Toller Einstieg
Leserabe Vor-Lesestufe - Eine kleine Katze für Anton von Katharina E. Volk
Die Vorlesestufe von Ravensburger ist für Kinder ab 5 Jahren gedacht. Einige Hauptwörter werden im Text durch Bilder ersetzt, so kann der Text mit Kindern gemeinsam erlesen werden und die Lust aufs Lesenlernen wird geweckt.
Die Geschichte erzählt von Anton, der nach einem Umzug Schwierigkeiten hat, sich in seiner neuen Umgebung einzuleben.
Als er ein Kätzchen findet, gewinnt er nicht nur einen tierischen Freund, sondern lernt durch die Suche nach dessen Besitzer auch neue Freunde in der Nachbarschaft kennen.
Das Cover ist gelungen, spricht Mädchen und Jungen an.
Die Illustrationen sind sehr liebevoll, kindgerecht und farbenfroh. Sie unterstreichen den Text passend. Die durch Bilder ersetzten Hauptwörter sind gut erkennbar. Am Ende des Buches befindet sich auch noch eine Wörterliste zum Ausklappen.
Die Sätze sind kurz und die Schrift ist groß und gut leserlich und der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich.
Das Buch ist somit auch für Leseanfänger noch gut geeignet.
Insgesamt ist es ein schönes Buch für Kinder im Kindergarten-/Vorschulalter, das schöne, gemeinsame Leseerlebnisse ermöglicht. 5 Sterne!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
DIe Bewohner und Bewohnerinnen der Siedlung "Am Kastanienbaum" leben wie die meisten Menschen in großen Ballungszentren nah beisammen. Ob alt oder jung , einheimisch oder mit Migrationshintergrund, alle haben ihre eigenen Herausforderungen und tief verborgen den Wunsch nach Verständigung und Gemeinschaft.
Der Fund einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg führt dazu, dass die Siedlung geräumt werden muss und sich dadurch Möglichkeiten zur Annäherung und der Bewältigung der Situation entstehen.
Mit viel Mitgefühl und Verständnis beschreibt die Autorin leicht und humorvoll die Einzigartigkeit jedes Menschen und wie Wege der Selbstfindung , Befreiung und Hoffnung gelingen können.
Ein wunderbares Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.
Rezensionen von Shilo:
Ein gelungener zweiter Band
Die Welt in Meran - Schattenflamme von Angela Marina Reinhardt
Die Rückkehr nach Meran fühlt sich an wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Viele Figuren stehen erneut vor wichtigen Entscheidungen, während vergangene Ereignisse noch immer nachwirken. Dadurch entsteht eine Geschichte, die von der ersten Seite an fesselt und neugierig macht.
Schnell war die Verbindung zu den bekannten Figuren wieder da.
Jean, Max und Helen stehen erneut vor Herausforderungen, die ihre Vergangenheit nicht zur Ruhe kommen lassen. Gerade das macht die Handlung spannend, denn vieles entwickelt sich anders, als zunächst erwartet. Gleichzeitig verlieren die übrigen Figuren nicht an Bedeutung. Auch ihre Wege werden weitererzählt und fügen sich stimmig in das Gesamtbild ein.
Besonders schön ist die Stimmung, die das Buch vermittelt. Meran wird nicht nur als Schauplatz beschrieben, sondern wirkt wie ein Ort, an dem Menschen lieben, hoffen, zweifeln und Fehler machen. Die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist dabei stets spürbar, ohne dass historische Details die Handlung ausbremsen.
Mehrmals ergeben sich Situationen, in denen man wissen möchte, wie es weitergeht. Alte Konflikte brechen wieder auf, lang gehütete Gefühle spielen eine Rolle und manche Begegnung verändert mehr, als zunächst zu erkennen ist. Gerade diese leisen Entwicklungen haben den Reiz des Romans ausgemacht.
Auch die Nebenfiguren bleiben in Erinnerung. Rosa, Sigmund Hirsch und die Familie Haller bringen weitere Facetten in die Geschichte. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Bild vom Leben jener Zeit. Nicht jede Entwicklung verläuft geradlinig, und genau das macht viele Ereignisse glaubwürdig.
Die Autorin erzählt ruhig und mit viel Gespür für ihre Figuren. Große Dramatik steht nicht im Vordergrund. Vielmehr sind es die zwischenmenschlichen Momente, die das Buch tragen. Einige Szenen wirken noch lange nach, weil die Figuren mit ihren Stärken und Schwächen sehr menschlich dargestellt werden.
Wer den ersten Band gern gelesen hat, wird sich auch hier schnell wieder zurechtfinden. Die Fortsetzung führt die bekannten Geschichten auf gelungene Weise weiter und macht zugleich neugierig auf das, was noch kommen mag. Für diesen atmosphärischen Ausflug nach Meran vergebe ich wohlverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Julyy:
Wichtige Botschaften und Denkanstöße
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Da ich die Mitternachtsbibliothek bereits kannte, hatte ich insgesamt recht hohe Erwartungen an dieses Buch. Diese Erwartungen haben sich allerdings nur teilweise erfüllt.
Der Einstieg fiel mir persönlich etwas schwer. Ich hatte vor allem in den ersten ein bis sieben Kapiteln große Probleme, wirklich in die Geschichte hineinzufinden.
Es wirkte für mich am Anfang etwas zäh und ich musste mich erst an den Schreibstil und die Handlung gewöhnen. Danach wurde es jedoch deutlich besser, und ich konnte der Geschichte wesentlich leichter folgen.
In der Mitte des Buches gab es erneut einige Passagen, die sich für mich ein wenig schleppend angefühlt haben. Manche Abschnitte hätten meiner Meinung nach etwas straffer erzählt werden können. Gegen Ende hin nahm die Handlung dann aber wieder deutlich an Tempo zu, sodass ich das Buch schließlich sehr schnell zu Ende gelesen habe.
Inhaltlich bietet das Buch viele interessante Gedankenanstöße. Besonders gut gefallen hat mir, dass es immer wieder Situationen gab, die zum Nachdenken anregen und einen dazu bringen, eigene Entscheidungen und Lebenswege zu reflektieren. Das war definitiv eine der größten Stärken des Buches.
Auch die Charaktere waren insgesamt gut und glaubwürdig dargestellt. Besonders die Protagonistin hat mir sehr gefallen, da sie nachvollziehbar geschrieben ist und man ihre Entwicklung gut mitverfolgen kann. Außerdem konnte ich mich gut in die dargestellte Online-Welt hineinversetzen, was die Geschichte zusätzlich interessant gemacht hat.
Alles in allem finde ich, dass das Buch eine wichtige Botschaft vermittelt und es auf jeden Fall wert ist, gelesen zu werden. Auch wenn es einige Längen gab und nicht durchgehend spannend war, überwiegen für mich die positiven Aspekte. Deshalb würde ich dem Buch vier Sterne geben. Trotz kleiner Schwächen bleibt es eine empfehlenswerte Lektüre, die zum Nachdenken anregt.










