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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peedee:

Wenn die Guten nicht mehr gut sind

Kaltes Versprechen von Katharina Peters

Krølle und Just, Band 1: Kriminalpsychologin Hannah Jakob ist zu Hause auf der Treppe zu Tode gestürzt – ein tragischer Unfall. Wirklich? Kommissarin Rebekka Just von der Mordkommission Hamburg hat grösste Bedenken. Als die grosse Soko keine Ergebnisse bringt, wird sie auf ein Minimum reduziert: Rebekka ermittelt weiter.

Sie erhält Unterstützung von einer Ermittlerin aus Berlin und Krølle, einem Mann mit unkonventionellen Methoden. Durch die Recherchen werden etliche Gespenster aus der Vergangenheit geweckt…

Erster Eindruck: Das Cover ist düster; die Kerbe in der Mitte absolut passend für einen Thriller (gute Haptik).

Rebekka Just, die 28-jährige Kommissarin, ist noch neu beim LKA-Dezernat für Tötungsdelikte in Hamburg. Sie kannte Hannah und schätzte sie als Kollegin. Sie ist über deren Tod erschüttert – wie viele ihrer Kollegen –, und es ist ihr ein grosses Anliegen, den Fall aufzuklären. Sie glaubt nicht an einen Unfall. Piet Röver, ihr Chef, lässt ihr freie Hand, weist sie aber immer wieder darauf hin, dass es nicht ausreicht, etwas zu glauben, es müssen hieb- und stichfeste Beweise her! Rebekka bekommt Unterstützung von Lone Gelsing, einer Ermittlerin aus Berlin, da Hannah vorher auch dort beschäftigt war. Durch Lones Kontakt ergibt sich eine weitere – inoffizielle – Unterstützung: Krølle. Lässt sich Rebekka darauf ein, mit einem Schattenmann zu arbeiten, wohlwissend, dass sie seinen Namen nicht nennen darf?

Ich kannte bisher „nur“ die Krimireihe um Romy Beccare von Katharina Peters und war daher sehr gespannt auf einen Thriller von ihr. Und? Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Etwas Mühe hatte ich mit den vielen Protagonisten und den verschiedenen Fällen. Erstaunt hat mich zudem, dass Rebekka Just, als noch nicht so routinierte Ermittlerin nach der Redimensionierung der Soko quasi im Alleingang ermittelt. Aber nun denn, das ist vielleicht tatsächlich so üblich. Krølle, der Schattenmann, ist ein Verwandlungskünstler – er hat viele Verkleidungen und Masken in petto. Er ist ein absoluter Tiernarr und hat Hannahs Hund Kotti zu sich genommen. Das ist m.E. auch sein Schwachpunkt: Wenn er in der Öffentlichkeit mit dem Hund auftritt, könnte ihm das mal auf die Füsse fallen, denn schliesslich kann sich der Hund nicht plötzlich als Deutsche Dogge oder als Pudel verkleiden. Seine Erscheinungen im Traum fand ich etwas merkwürdig. Auf der Rückseite des Buches heisst es: „Ein Fall, der unsere Vorstellungen von Gut und Böse in ihren Grundfesten erschüttert“ – das ist absolut zutreffend. Von mir gibt es 4 Sterne. Bei der Fortsetzung bin ich wieder mit dabei.

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Rezensionen von Tina:

Ein absolutes Highlight

Lucifer Ascending - One Sinful Secret von Marie Niehoff

"Lucifer Ascending - One Sinful Secret" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Das wunderschöne, düstere Cover spiegelt die Atmosphäre der Geschichte perfekt wider und macht sofort neugierig. Marie Niehoff erschafft eine faszinierende Welt voller Magie, Dämonen, Geheimnisse und spannender Wendungen, in der ich vollkommen versunken bin.

Besonders Lilian ist mir mit ihrer verletzlichen, aber gleichzeitig starken Art sehr ans Herz gewachsen. Ihre Ängste, Zweifel und ihr Wunsch nach Akzeptanz haben mich emotional tief berührt. Auch Jupiter konnte mich mit seiner Loyalität, Fürsorge und seinem Humor komplett überzeugen. Die Entwicklung ihrer Beziehung ist gefühlvoll, authentisch und voller spürbarer Spannung, ohne dabei kitschig zu wirken. Neben der Liebesgeschichte sorgen überraschende Wendungen, emotionale Momente und actionreiche Szenen dafür, dass die Geschichte nie an Spannung verliert. Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und mitreißend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Für mich ist "Lucifer Ascending - One Sinful Secret" ein absolutes Highlight und eine klare Leseempfehlung für alle, die romantische Fantasy mit starken Charakteren, viel Gefühl und einer packenden Handlung lieben.

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Rezensionen von Tina:

Fesselnd, düster und voller Geheimnisse

Komm spielen von Linwood Barclay

Schon beim ersten Blick auf das düster und geheimnisvoll gestaltete Cover von "Komm spielen" war ich neugierig auf die Geschichte. Es fängt die beklemmende Atmosphäre des Thrillers perfekt ein und passt hervorragend zum Inhalt. Nach den ersten Seiten war ich dann völlig in die Geschichte eingetaucht.

Linwood Barclay versteht es meisterhaft, eine geheimnisvolle und spannungsgeladene Atmosphäre aufzubauen, die mich sofort gefesselt hat. Besonders der Prolog hat einen starken Eindruck hinterlassen und mit den rätselhaften Ereignissen rund um die Modelleisenbahn viele Fragen aufgeworfen, die mich unbedingt weiterlesen lassen wollten. Gleichzeitig haben mich die emotionalen Kapitel rund um Annie sehr berührt. Ihre Trauer, ihre Schuldgefühle und ihr Wunsch nach einem Neuanfang wirken authentisch und machen sie zu einer Figur, mit der ich schnell mitgefühlt habe. Die Mischung aus psychologischer Spannung, emotionaler Tiefe und unterschwelligem Horror sorgt dafür, dass die Geschichte durchgehend fesselnd bleibt. Der flüssige Schreibstil macht das Lesen zu einem Vergnügen und die Spannung steigt mit jeder Seite. Für mich verspricht Komm spielen einen atmosphärischen Thriller mit Gänsehautmomenten, starken Charakteren und einer geheimnisvollen Handlung, die lange nachwirkt.

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Rezensionen von Harakiri:

spannende Unterhaltung

Blaues Feuer von Michael Thode

Ein Wissenschaftskrimi, der es in sich hat
Kristina und ihr Kollege José haben ein Bakterium entdeckt, das das Potenzial hat, die Welt zu verändern. Doch während der Forschung ereignet sich ein Unfall. Um weitere Bakterienstämme zu sichern, begibt sich Kristina auf eine Schiffsexpedition – und damit beginnt ein spannender Wettlauf.

Die Handlung des Buches verläuft auf verschiedenen Ebenen: Neben Kristina, Yorrick und José begleiten wir auch zwei Paare auf einem Segeltörn. Langsam nähern sich die Ebenen einander an.
Das Buch ist spannend von der ersten Seite an. Besonders fasziniert hat mich Yorrick. Allerdings werde ich da aus dem Prolog nicht richtig schlau – vielleicht ist seine Story der Aufmacher für eine Fortsetzung? Ich würde mich jedenfalls freuen.
Die Handlung regt zum Nachdenken an, besonders der Raubbau der Weltmeere hat meine Gedanken beschäftigt.
Fazit: toll geschrieben, nachdenklich machend, aber vor allem eins: sehr gute Unterhaltung.

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Rezensionen von Anonym:

Wunderbares Buch

Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

Mitreißend geschrieben. Es fällt schwer, das Buch wegzulegen.

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Rezensionen von Claudia R.:

liebenswert

Tiere aus Speckstein. Life is a Story - story.one von Natascha Behr

Klappentext / Inhalt:

Ein Mutmach-Buch für schüchterne Kinder zum Schulwechsel auf die weiterführende Schule
Etwas abseits, nahe am Wald, liegt das Jugendhaus, in dem die Sommerferienspiele stattfinden. Annabelle und Carlotta sind zum ersten Mal dabei und sie müssen sich zwischen den anderen Kindern zurechtfinden.

Denn an den Kickern herrscht eine raue Hierarchie und der zwei Jahre ältere Jan lässt nicht mit sich spaßen. Zum Glück gibt es auch noch die Arbeit mit den Specksteinen und Annabelle verliert sich darin, wundervolle Tiere aus ihnen zu schleifen. Dabei lernt sie den gefühlvollen Kai kennen, mit dem sie plötzlich mehr Zeit verbringt, als mit ihrer besten Freundin. Und dann kreuzt Jan auch immer wieder an den Specksteintischen auf, obwohl das doch eigentlich gar nicht sein Ding ist. Und was ist mit diesem Alligator ohne Kopf, der ihn frustriert?
Altersempfehlung: Ab 9 Jahren

Cover:

Das Cover ist sehr süß und liebenswert umgesetzt und zeigt ein Jungen und ein Mädchen, welche sich recht schüchtern gegenüber stehen und diese Schüchternheit schwebt über dieser Situation und hat zugleich etwas sehr liebenswertes und authentisches. Optisch und farblich ist das Ganze sehr passend umgesetzt. Die eher gediegenen erdigen Farben machen es emotionsreich und gefühlvoll. Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend.

Meinung:

Eine gefühlvolle und herzergreifende Geschichte über Schüchternheit, Mut und ein wenig Liebe. Annabelle und Carlotta sind sehr unterschiedlich. Während Carlotta schnell Anschluss findet, fällt es der schüchternen und eher ängstlichen Annabelle nicht leicht mit anderen Kontakt aufzunehmen. Daher sind die Ferienspiele und neue Kinder für sie nicht leicht. Beim Arbeiten mit Speckstein geht Annabelle aber auf und kommt aus sich heraus, ob das der Schüssel für neue Freundschaften ist?

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel erzählen und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist lockern und einfach lesbar. In Charaktere und Situationen findet man sich schnell hinein. Die Emotionen und Gefühle sind nah spürbar und wirken authentisch. Man kann sich gut in die Gedanken und Charaktere hineinversetzen und so auch die Emotionen gut nachempfinden. Besonders die schüchterne Annabelle war mir sehr verstraut und ich konnte mich gut in sie hineindenken.

Die Idee und Story dahinter fand ich sehr ergreifend und liebenswert umgesetzt. Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und auch die Anfänge sind sehr gut erkennbar und schön heraus gearbeitet.Die Überschriften sind passend, ohne zu viel zu verraten. Leider haben sich so einige kleinere Fehler eingeschlichen, die leider hin und wieder den Lesefluss doch etwas gestört haben, aber dies ist nichts, was man nicht mit einem Korrektorat und Lektorat lösen könnte. Die Geschichte in sich ist liebenswert und kurzweilig lesbar und besonders für schüchterne Mädchen und Jungen eine Art Mutmachbuch, welches unterstützt und stärkt. Eine mutige, liebens- und lesenswerte Geschichte. Sehr schön umgesetzt. Die bunten Illustrationen fand ich auch sehr schön und diese lockern das Ganze sehr gut auf, jedoch sind die Bilder in sich sehr unterschiedlich von Art und Zeichenstil, so dass man Charaktere nicht immer direkt wiedererkennt oder zuordnen kann, was ich leider etwas schade fand. Die Idee mit den bunten Illustrationen finde ich sehr schön, aber leider konnte ich diese nicht immer ganz greifen.

Alles in allem jedoch sehr emotionsreich und eine tolle Geschichte, die Mut macht und vielleicht ein wenig hilft Schüchternheit abzulegen. Das Ganze ist liebenswert und herzerwärmend umgesetzt. In sich sehr schön gemacht, mit kleineren Ansätzen, die man noch verbessern könnte. Man merkt aber, dass hier sehr viel Herzblut und Liebe der Autorin mit einfließt und es ist eine wunderschöne Geschichte, die ich gern weiterempfehle, denn die Idee und die Story dahinter ist einfach lesenswert.

Fazit:

Eine gefühlvolle und herzergreifende Geschichte über Schüchternheit, Mut und ein wenig Liebe.

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Rezensionen von gerlisch:

Eine abenteuerliche Mission

Nobody's Quest von Alyssa Day

Die Kriegsgöttin Corvynne hält ihre Schwester die Göttin Artemisen gefangen und erobert durch ihre Krieger die Zhagarn und die Tell ein Königreich nach dem anderem im Land Altarra und niemand kann sie stoppen. Dieser Niemand ist Soli Greymind und an ihrer Seite fünf sehr unterschiedliche Begleiter

Die Gruppe aus sechs Figuren ist einer der größten Pluspunkte des Romans.

Ihre Unterschiede sorgen für Dynamik, Reibung und Tiefe. Jede Begegnung, jeder Konflikt und jede Entscheidung fühlt sich dadurch lebendiger an. Gemeinsam sind sie stärker als geglaubt und zusammen Altarras letzte Chance zu überleben.

Besonders stark ist Solis Charakterentwicklung. Vom eingeschüchterten Mädchen zur selbstbewussten, mutigen Frau, dieser Wandel ist glaubhaft, berührend und fühlbar. Auch ihre psychischen Probleme, der Greymind, ein grauer Nebel in ihrem Kopf, sind feinfühlig umgesetzt. Das verleiht der Geschichte noch zusätzlich Tiefe.

Die romantischen Gefühle zwischen Soli und Kaelen, dem Prinzen ohne Königreich, bleiben dagegen etwas blass. Der Funke springt nicht ganz über, und der Spice wirkt stellenweise etwas deplatziert.

Das Worldbuilding ist bildhaft und hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, dadurch konnte ich schnell in die Story eintauchen. Nach einem starken Aufbau hätte das Ende allerdings noch mehr Spannung vertragen können.

Diese Geschichte mit Göttern, Machtstrukturen und einer permanent greifbaren Bedrohung hat mir gut gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Claudia R.:

Pubertät

Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden von Heike Abidi

Klappentext / Inhalt:

Wie überlebe ich bloß die Pubertät?
Ganz schön tricky, wenn der Körper sich auf einmal verändert, das Leben zur Gefühlsachterbahn mutiert und sich die Sache mit der Liebe als furchtbar kompliziert herausstellt! Henriette hat das alles einmal gründlich untersucht und ihre Ergebnisse in diesem Buch zusammengetragen: mit Blogeinträgen, Checklisten und kleinen Interviews.

Dieser Ratgeber ist informativ, auf Augenhöhe geschrieben und ideal für alle Mädchen kurz vor oder in der Pubertät. Auch Teenager, die wenig lesen, werden begeistert sein, denn dieses Aufklärungsbuch muss nicht am Stück gelesen werden und eignet sich gut zum Schmökern.

Cover:

Eine Tasse mit einer 13 darin, umschließende Hände und ein Handy daneben, zeichnen dieses Cover aus. Bunte freundliche Farben runden das Cover ab. Der Titel sagt, was angesagt ist und setzt das Ganze gut in Szene. Ein moderenes und ansprechendes Cover, welches fast schon ein wenig erwachsen für die Zielgruppe wirkt.

Meinung:

Dieses Buch ist besonders geeignet für Mädchen die bald in die Pubertät kommen oder sich bereits darin befinden und setzt viele unterschiedliche Themen verständlich, wissenschaftlich und fundiert um, ohne dabei zu trocken herüber zu kommen.

Ein lebendiger Ratgeber voller Wissen und Informationen, aber verständlich und gut erklärt, Listen und eigene Eintragungen runden das Ganze perfekt ab. Alles rund um Pubertät und dem Alltag einer 13 jährigen wird hier sehr gut aufgearbeitet und informativ erklärt, ohne zu medizinisch oder zu wissenschaftlich zu wirken. Die verschiedenen Themen werden toll angesprochen und man findet sich schnell hinein und in den Situationen und Geschehnissen gut wieder,

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm, bildlich und gut verständlich. Informativ und zugleich lebendig ist das Ganze umgesetzt. Die Informationen sind verständlich eingestreut und mit Erlebnissen und Beschreibungen umhüllt. Listen und Impulse runden das Ganze gut ab und genügend Freiraum und Platz für eigene Eintragungen ist auch gegeben.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Gliederung und Gestaltung ist sehr gut gelungen und sehr schön umgesetzt. Kleine schwarz-weiß Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab und lockern so manches sehr gut auf.

Alles in allem ein tolles Ratgeber und Vorbereiter auf Pubertät und folgendes. Aber nicht nur diese Zielgruppe fühlt sich angesprochen, auch ältere finden sich hier wieder und können so manches leichter verarbeiten, nachvollziehen und nachempfinden und so in das jüngere eigene Ich eintauchen. Ein tolles Buch, welches die körperlichen Veränderungen gut erklärt, sensible Einblicke offenlegt und gleichzeitig zeigt, dass man in dieser Lebensphase nicht allein ist.

Fazit:

Ein lebendiger Ratgeber voller Wissen und Informationen, aber verständlich und gut erklärt, Listen und eigene Eintragungen runden das Ganze perfekt ab.

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Rezensionen von PMelittaM:

Der Tradwife Hölle

Yesteryear von Caro Claire Burke

Natalie Heller Mills wächst in einer sehr christlich geprägten Umwelt auf, heiratet noch während des Studiums und wird schnell schwanger, so dass sie ihr Studium abbricht. Mit ihrem Ehemann Caleb kauft sie eine Farm in Idaho und bekommt weitere Kinder. Ihre Instagramposts, in denen sie ihr traditionelles, christliches Leben zeigt, locken zunehmend Follower an, so dass sie bald gut als Influencerin verdient.

Eines Tages wacht sie auf und findet sich offenbar im 19. Jahrhundert wieder.

Ich muss sagen, ich war sehr neugierig auf diesen Roman, und er hat mich tatsächlich sehr schnell gepackt. Erzählt wird in drei Abschnitten, betitelt mit „Gegenwart“, „Vergangenheit“ und „Zukunft“, wobei der mittlere, also Vergangenheit, den meisten Raum einnimmt. Zunächst erlebt man Natalie in ihrem Leben als auf Instragram postende Tradwife, und hier wird schon klar, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Dann folgt der Break, Natalie erwacht in einem Leben, das nicht das ihre sein kann, oder doch? Parallel dazu erfahren wir ihre Lebensgeschichte, ihre Kindheit, ihr Studium ihre Ehe, wie sie zur Influencerin wurde, und manches mehr. Im letzten Abschnitt gibt es dann das Danach.

Natalie ist von Anfang an unsympathisch, ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen, dass jemand der Lesenden sie mögen könnte. Nach außen hin zeigt sie sich auf eine Weise, die nicht wirklich mit ihrem Innenleben zusammenpasst, sie spielt eine Rolle. Die Autorin lässt sie selbst in ich-Form erzählen, so dass man nicht nur ihr Handeln erfährt, sondern auch ihre Gedanken und Emotionen. Und da ist sie erschreckend, missgünstig, egoistisch, manipulierend, und, was ihre Wortwahl angeht, sehr obszön.

Ihr Umfeld, das wir natürlich subjektiv gefärbt erfahren, ist, man möchte fast sagen, auch nicht besser, wobei das natürlich nicht ganz stimmt. Es gibt aber eine ganze Reihe wichtiger Personen, die mich ähnlich abgestoßen haben. Das hat auch mit dem aktuellen Bezug zu tun, der vielleicht nicht immer offensichtlich, aber sehr passend ist.

Selten habe ich einen Roman gelesen, bei dem ich, wie hier, nicht wusste, ob ich lachen, weinen oder einfach nur abgestoßen sein soll. Und genau das hat mich wahrscheinlich auch gefesselt. Es ist wie eine Katastrophe, bei der man nicht hinsehen will, es aber dennoch tut, weil sie eine eigene, wenn auch ungute Faszination hat. Dieser Roman schrecklich aktuell und voll mit tiefschwarzem Humor, Szenen, die man gar nicht glauben mag, und einem hohen Unterhaltungswert, wenn man sich darauf einlässt.

Nach dem Break habe ich lange überlegt, wie es erklärt werden wird, dass sich Natalie auf einmal in einer anderen Zeit wiederfindet. Es gibt den einen oder anderen Hinweis, und dennoch hat es mich überrascht. Zum Glück ist die Auflösung nachvollziehbar, so dass der Roman mich auch am Ende überzeugen konnte.

„Yesteryear“ ist ein Roman, auf den man sich einlassen muss, denn seine Protagonistin ist alles andere als sympathisch, und viele ihre Handlungen, vor allem auch ihrer Gedanken und Emotionen, sind eher erschreckend, der Roman ist bitterböse und voll schwarzem Humor. Mich hat er tatsächlich sehr fesseln können, ich schwankte ständig zwischen Unglauben, Lachenmüssen und Kopfschütteln. Caro Claire Burk hat mich mit ihrem Debütroman sehr neugierig auf weitere Werke gemacht.

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Rezensionen von Christina Schmädicke:

Leipzig in all seinen Faszetten entdecken

DUMONT Reise-Taschenbuch Reiseführer Leipzig von Anna-Sylvia Goldammer

Der Dumont Verlag hat ein Reisetaschenbuch über Leipzig herausgegeben. Das handliche Format passt gut in die Tasche und ist so ein treuer Begleiter bei meinen Streifzügen durch Leipzig. Gleich zu Beginn gibt es in der Innenklappe einen Stadtplan , wo 10 Highlights eingezeichnet sind. Wenn man dann durch das Buch blättert , stellt man fest das man Leipzig mehr als einmal besuchen sollte, um all seine Faszetten entdeckenzu können.

In 8 Abschnitte unterteilt lässt sich die Innenstadt wie auch das Umland und der Auenwald entdecken. Die Autorin Anna Sylvia Goldammer zeigt uns ihr Leipzig mit ihren ganz persönlichen Tipps. Tolle Bilder und auch die ganzen Beschreibungen liefern viele Informationen und so lässt sich der Aufenthalt in Leipzig wunderbar abwechslungsreich gestalten. Auch Thematische Touren wie Kind und Kegel oder aber auch die Wasserwege oder auch das Kaffeehaushopping finde ich klasse und laden zum selbst erleben ein.

Ein toller Reiseführer dazu eine herausnehmbarer Stadtplan, so lässt sich Leipzig gut entdecken.

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