Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tobias Kallfell:
KI und virtuelle Realität als Lebenshilfe?
Im Winterschlaf besuche ich den Mars von Simone Weinmann
Der Golfstrom ist versiegt, Europa leidet unter Ressourcenknappheit und Energiemangel. Der Winter ist erbärmlich kalt und dauert lang. Also begeben sich die Menschen in einen Winterschlaf und nutzen nur die Hälfte des Jahres, um ein erfülltes Dasein zu verbringen. Lediglich medizinisches Personal und systemrelevante Berufe bleiben wach.
Isas frühzeitiges Erwachen
Isa erwacht verfrüht aus ihrem Winterschlaf. Ihr Partner Theo schläft weiterhin. Und auch andere Bekannte, Freunde und Familienmitglieder, die sie zu kontaktieren versucht, sind noch nicht bei Bewusstsein. Sie ist zunächst allein, doch schon bald erscheint bei ihr der medizinische Dienst, da sie unter erhöhtem Puls und erhöhter Temperatur leidet. Sie wird in ein Hotel gebracht, wo sie zusammen mit anderen frühzeitig Erwachten sechs Wochen überbrücken soll. Die Atmosphäre des Hotels wirkt trist und trostlos.
Isas Flucht in die virtuelle Realität
Isa lernt weitere Hotelgäste kennen. Doch die Gespräche verlaufen oberflächlich. Es entsteht wenig Nähe. Sie vermisst ihre Familie und fühlt sich einsam. Langeweile macht sich breit. Isa flüchtet sich in die virtuelle Realität auf den Mars. Sie genießt das neue Körpergefühl ihres Avatars, erkundet die neue Umgebung, die sie fasziniert, und gibt sich dem Spiel völlig hin. Ja, sie verliert sich regelrecht darin. Die Simulation ist erschreckend realistisch und kann unbewusste Wünsche eines Spielers realisieren. Mit der Zeit gerät das Spiel zunehmend außer Kontrolle. Entscheidungen, die Isa in der Wirklichkeit trifft, haben unmittelbare Auswirkungen auf den Spielinhalt. Isa entwickelt zunehmend eine Sucht. Sie vernachlässigt ihre körperlichen Bedürfnisse und macht zu wenig Pausen. Eine klare Warnung vor den Gefahren virtueller Realität, die hier anklingt. Und es stellt sich die Frage, ob Isa es schafft, wieder in die Wirklichkeit zurückzukehren und das Spiel hinter sich zu lassen.
Worldbuilding
Von der Außenwelt erfährt man wenig. Nur hin und wieder ist von einer KI die Rede, die die Geschicke der Menschheit lenkt. Doch das alles bleibt vage und nebulös. Auffällig war für mich allerdings der Umstand, dass der Blick auf das KI-System positiv ausfällt (anders als z.B. bei Neumüllers „Das zweigeteilte All“). In diesem Buch erscheint KI als eine Chance, um das Leben der Menschen zu verbessern und von Menschen verursachte Probleme zu lösen (wenn auch zu einem hohen Preis). Und man erfährt noch mehr über die Welt von Isa: Die Menschheit scheint sich oft in virtuelle Welten zu begeben, um zu spielen. Isa ist kein Einzelfall. Allerdings gibt es mehr Probleme und Gefahren, als den Nutzerinnen und Nutzern bewusst und bekannt ist. Und was auch interessant ist: Die Menschen haben sich mit dem Winterschlaf arrangiert, auch wenn sie dadurch viel Lebenszeit verlieren. Es gibt so gut wie keine Widerstände dagegen. Die Mehrheit fügt sich ihrem Schicksal (so wie Isa). Misstrauen gegenüber dem System wird nur punktuell deutlich (am Beispiel der Äußerungen anderer Hotelgäste). Doch Isa fehlt der Mut, zu viel in Frage zu stellen. Schade, eigentlich.
Fazit
Insgesamt hat mir das Buch von Weinmann gut gefallen. Der Schreibstil war ansprechend und flüssig. Das Schicksal von Isa hat mich von Anfang bis Ende interessiert und ich wollte wissen, worauf das Ganze hinausläuft. Ich hätte mir lediglich noch ein umfassenderes Worldbuilding und mehr Informationen zur Außenwelt gewünscht.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Eine Entdeckung, die aus der Masse heraussticht
Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein von Deborah Levy
Für ein Jahr kommt die Ich-Erzählerin von London nach Paris, um für einen Essay über Gertrude Stein zu recherchieren und zu schreiben. Es stellt sich als schwierigere Herausforderung dar, als sie angenommen hatte. Sie macht sich auf die Spurensuche bei Spaziergängen durch Paris und am Friedhof Père Lachaise, wo sie das Grab von Gertrud Stein und Alice B.
Toklas besucht.
Beim Schreiben wird die Ich-Erzählerin immer wieder von ihren beiden Freundinnen Eva und Fanny abgelenkt. Evas Kater ist entlaufen und ihr Mann lebt in Amerika, der Kontakt zu ihm scheint immer distanzierter zu werden. Fanny ist in drei Beziehungen mit anderen Frauen und genießt ihr Sexualleben. Abends kochten die drei Freundinnen aus Alice B. Toklas Kochbuch und diskutieren über Gertrud Stein, den Kater und Beziehungen.
Ich fand es fantastisch, wie hier vieles miteinander verwoben wurde: Steins Biographie, ihr Studium der Medizin ohne Abschluss, ihre schwierigen literarischen Werke (wo immer wieder in passender Weise daraus zitiert wird), die lesbische Beziehung zwischen Alice B. Toklas und Gertrude Stein. Stein hat Alice B. Toklas als ihre Frau bezeichnet, obwohl es damals noch keine gleichgeschlechtlichen Ehen gab. Fantastisch die Anfänge in Paris mit ihrem Bruder und wie die beiden Geschwister Kunstwerke von damals noch unbekannten Künstlern, wie Picasso und Cezanne, kauften und das mühsame Unterfangen der Ich-Erzählerin darüber zu schreiben.
Dieses schmale Buch ist in kurzen Kapiteln aufgebaut und liest sich sehr abwechslungsreich und interessant, dabei versprüht es einen herrlichen Paris-Flair.
Rezensionen von askyfullofpages:
Verkehrte Welt
Flustered and Falling von Natascha Behr
Triggerwarnung: Das Buch behandelt Alkoholkonsum, Erbrechen, aufdringliches Verhalten und sexuelle Inhalte.
Was für eine wundervolle Geschichte!
Mit „Flustered and Falling“ ist Natascha Behr ein äußerst feinfühliger Young-Adult-Roman gelungen. Neben den großen Gefühlen greift sie auch weitere ernste Themen auf.
Wie etwa Alkohol und aufdringliches Verhalten. Und sie zeigt, dass man sich gewissen Problemen stellen muss.
Die 16-jährige Amber ist zum ersten Mal verliebt und steht plötzlich zwischen zwei Jungen: Nathan, von dem sie schon lange träumt, und dem arroganten, schlagfertigen Jorah.
Das Cover ist für mich ein absolutes Highlight. Die Autorin hat es selbst gemalt und gestaltet. Sie steckt unglaublich viel Liebe ins Detail. Auf ihrem Instagram-Kanal nimmt sie einen sogar mit in den Entstehungsprozess. Es ist wirklich schön zu sehen, wie viel Herzblut in diesem Buch steckt.
Natascha ist ein so warmherziger Mensch, und das passt wunderbar zu ihrem Buch. Sie schreibt sehr einfühlsam und zeichnet ihre Figuren fein und liebevoll. Dabei hat die Geschichte genau die Tiefe, die es braucht.
Auch wenn ich selbst nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre, hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Wer Love Triangles, Enemies to Lovers, erste Liebe und Schulgeschichten mag, dem kann ich „Flustered and Falling“ von ganzem Herzen empfehlen.
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin erhalten. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.
Rezensionen von Shilo:
Klara geht ihren eigenen Weg
Die Winzertochter von Martina Frey
1899 steht das Weingut der Familie Wenninger nach den schweren Reblausjahren vor dem Ruin. Klara, die älteste Tochter, will sich damit nicht abfinden. Sie möchte das Familiengut retten und zeigen, dass sie dazu in der Lage ist. Doch ihr Vorhaben ist nicht einfach, denn Frauen haben zu dieser Zeit nur wenig zu sagen.
Klara weiß, was sie will, und lässt sich nicht so leicht davon abbringen. Sie möchte ihrer Familie helfen, hat aber auch eigene Vorstellungen von ihrer Zukunft. Beides miteinander zu vereinbaren, ist nicht leicht. Immer wieder muss sie sich fragen, wie weit sie gehen kann, ohne alles aufs Spiel zu setzen.
Für die Familie steht viel auf dem Spiel, denn ohne das Weingut verliert sie ihre wichtigste Einnahmequelle. Klara überlegt, wie sie den Betrieb retten kann, auch wenn andere an ihren Fähigkeiten zweifeln.
Auch Liebe und Familie spielen eine wichtige Rolle. Doch Klara hat nicht nur Sorgen um das Weingut. Auch in ihrem eigenen Leben muss sie Entscheidungen treffen, die ihr nicht leichtfallen. Sie muss ihren Platz in einer Zeit finden, in der Frauen viele Dinge nicht selbst bestimmen dürfen.
Martina Frey verbindet das Leben auf einem Weingut mit den Schwierigkeiten, denen Frauen Ende des 19. Jahrhunderts begegneten. Klara möchte nicht länger nur das tun, was von ihr erwartet wird. Sie will selbst entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll, und ist bereit, dafür einiges zu riskieren.
Mir hat die Verbindung von Familiengeschichte und Weinbau gefallen. Der Roman zeigt eine junge Frau, die sich trotz der schwierigen Umstände nicht mit ihrer Lage abfindet.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Petra:
Entgegen meinen Erwartungen
Der Sommer, in dem Henry die Tiere verstand und sein Herz verlor von Robert Isaacs
Henry ist harmoniesüchtig, er lässt immer allen den Vortritt und kann nicht Nein sagen. Frauen die er datet, wollen ihn nicht noch einmal sehen. Da trifft er auf Molly, das genaue Gegenteil von seinem Wesen. Sie ist laut wo er leise ist, sie redet und redet, während er schweigt. Trotzdem treffen sie sich ein zweites mal, Gegensätze ziehen sich an.
Auch als Henry feststellt das er der Unterhaltung von Tieren folgen kann, hält Molly zu ihm.
Ein interessanter Plot, ein schönes Cover, aber die Geschichte hat mich enttäuscht. Es war die Umsetzung, denn die Unterhaltungen der Tiere waren nicht sehr freundlich. Die Beleidigungen die sie sich gegenseitig an den Kopf werfen sind unterirdisch. Die Kommentare zu ihren Menschen sind lieblos. Da hatte ich etwas anderes erwartet.
Auch die Liebesgeschichte wirkt farblos. Die Plapperei von Molly nervt auf die Dauer, genau wie die Liebeswürdigkeit von Henry. Ein Ausraster weil er allmählich überfordert ist, hätte dem Buch gut getan.
Rezensionen von v_im_wunderland:
klasse
Die Schule der Mitternachtswelt 2 - Ein Dämon auf der Flucht von Maëlle Desard
Ich finde diese Bücherreihe richtig klasse. Denn sie holt ganz viele Kinder bei ihren Interessensgebieten und in ihrem eigenen Alltag ab, wenn auch eher auf einer magischen Art und Weise. Wir kannten diese Bücherreihe noch nicht vor diesem Buch, konnten uns aber schnell einfinden und hatten auch keine Probleme uns in die Handlung hineinzuversetzen.
Die Geschichte um die Mitternachtsschule hat uns auch richtig gut gefallen. Sie ist für uns die perfekte Mischung aus Spannung und Freundschaft mit Abenteuer. Wir sind schon sehr gespannt auf das nächste Buch dieser Reihe, da dieses Buch super gut für uns zu lesen war. Besonders gut hat uns auch die Sprache und die Schreibweise des Buches gefallen, da es leicht zu lesen war und keinen Moment irgendwie zu langatmig. Auch das Cover des Buches hat uns richtig gut gefallen. Eine klare Empfehlung von uns.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Ganz ok
Alles wird gut, aber nicht von alleine! von Nina Ruge
Der Begriff Langlebigkeit beziehungsweise Logevity hat schon viel Erwartung in mir ausgelöst. Die Autor anscheinen gut aufgestellt zu sein was Recherchen und Wissenschaftliche Arbeit zu tun hat. Sie schneidet sehr viele Themen an, die absolut relevant sind und das ist doch interessant, kurz in diese Themen einzusteigen.
Und für sich vielleicht Dinge zu finden, die anwendbar oder interessant sind. Doch da komme ich schon zu meinem Kritikpunkt. Denn für mich sind die ganzen Themen viel zu kurz angeschnitten und ich kann mich wirklich richtig denn hineindenken und versetzen da ich viel zu wenig Informationen durch dieses Anschneiden habe. Es wird immer wieder auf den Podcast von der Autorin hingewiesen. Und dieses Buch ist ein Dauerwerbesendung für Ihren Podcast. Man kann auch hinten ihre ganzen Podcasts per QR-Code aufrufen. Aber ich sparte einen Buch lesen und kein Podcast hören.
Rezensionen von inya:
berührend
A Song I Wrote for Charlotte von Caitlin Devlin
Das Cover des Buches passt sehr gut zu dem Inhalt des Buches. Auch wenn ich nicht mehr ganz alterstechnisch zu der Zielgruppe des Buches gehöre, habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Denn man lernt in diesem Buch sehr viele Charaktere kennen und auch ein wenig lieben. Es geht um Connie. Sie wollte eigentlich an der Musikhochschule studieren, jedoch hat sie dort die Aufnahmeprüfung nicht geschafft.
Somit fängt sie nun ihr Studium an, welches ihr Plan B ist. Bei Studium angekommen, lernt sie ihre neue WG kennen. Obwohl sie eher ein zurückgezogener Mensch ist, kann sie sich den Charme ihrer WG-Mitbewohnerin nicht ganz entziehen. Ein toller Coming of Age Roman, der sich locker und leicht lesen lässt und die Leser:innen mitnimmt. Ich habe mich von diesem Buch berühren und einnehmen lassen und habe es sehr gerne gelesen und kann es empfehlen.
Rezensionen von Lesehamster12:
Interessante Rezepte
Winterzeit mit Herz von Saliha Özcan
Im Koch- und Backbuch "Winterzeit mit Herz" von Saliha Özcan, genannt Sally, sind sehr schöne Rezepte für die Winter- und Weihnachtszeit vereint.
In vielen Rezepten für die Hauptspeisen sind Nahrungsmittel nötig, die für mich totales Neuland sind und ich muss mal schauen, wann ich mich da ran traue.
Allerdings sind sie alle toll beschrieben, Schritt für Schritt erklärt, was man tun soll, so dass nichts schief gehen kann.
Klasse finde ich auch, die Erklärungen von den Abkürzungen und Tipps rund ums Kochen und Backen.
Die tollen Fotos, auf denen man schauen kann, wie es aussehen soll und man so nebenbei Hilfestellungen bekommt.
Ja, der Preis fürs Buch ist schon recht hoch, aber man bekommt ein super gut gebundenes Buch, mit ausgefallenen und auch bekannten Rezepten, die detailreich beschrieben und für jeden machbar sind.
Zudem sind auch noch tolle Ideen für kleine, selbstgemachte Geschenke in der Weihnachtszeit im Buch.
Rezensionen von nessabo:
So viel mehr als der Klappentext ankündigt
Inter alia von Suzie Miller
Suzie Miller legt nach dem verdienten Erfolg von „Prima Facie“ auf gleichem Niveau nach. Wieder einmal schreibt sie über das Rechtssystem und doch ist dieser Roman noch so viel mehr als der angekündigte moralische Konflikt einer feministischen Mutter.
Denn bevor es überhaupt zum Vergewaltigungsvorwurf gegen ihren Sohn kommt, zeichnet die Autorin erst einmal intensiv ein reizvolles, hochwertiges Bild der Protagonistin: Einerseits knallharte feministische Richterin, andererseits Mutter und Ehefrau, die trotz aller Bemühungen in erlernte Muster rund um Care Arbeit verfällt.
Dass sie auf der Karriereleiter weiter oben steht als ihr Mann, verursacht regelrechte Schamgefühle, obwohl sie sich der Ironie dessen bewusst ist. Ich bin beeindruckt davon, dass Suzie Miller es schafft, wie nebenbei und dabei doch so zentral Themen wie Mental Load und die unausgeglichene Belastung in Hetero-Beziehungen in der Geschichte mit zu verhandeln.
Die Autorin zieht die Spannung in der ersten Hälfte immer weiter an. Subtil, aber doch bis in jede Zelle spürbar. Dabei verbindet sie elegant Gegenwart und Vergangenheit, um zum einen herauszubilden, dass ihr Sohn ein sensibler Mensch ist, der in der Vergangenheit intensiv gemobbt wurde und zum anderen, um die Feinheiten ihrer Hetero-Ehe mit Klassenunterschieden abzubilden. Beim Lesen ist spürbar, wie bewusst sie plottet, was sie aber so geschickt tut, dass es sich trotzdem ganz natürlich anfühlt.
Die Gratwanderung zwischen patriarchaler Prägung und feministischem Bewusstsein ist brillant! Jess schwankt bspw. zwischen dem Stolz darüber, als feministische Frau ins Richterinnenamt berufen worden zu sein, und einer tiefliegenden Scham ihrem Mann gegenüber, weil er sich angesichts dieser gefühlten Ungerechtigkeit unsicher fühlt - ist er doch selbst „nur“ Kronanwalt. Die natürliche Anspruchshaltung von Männern ist hier ebenso feinsinnig dargestellt wie die erlernte Kleinmachung von Frauen.
Natürlich ist die Ambivalenz sowie die Suche nach einer Wahrheit in Folge des Vergewaltigungsvorwurfs ein emotional zentrales Thema. Jess ist zwar zutiefst feministisch mit dem Anspruch, Betroffenen bedingungslos zu glauben, aber sie ist eben auch Mutter eines feministisch erzogenen Sohnes mit Mobbingvergangenheit. Diese moralische Gratwanderung ist unglaublich gut geschrieben, jeder Absatz enthält wertvolle Gedanken, die mich richtig eingesaugt haben.
Doch was den Roman so besonders macht, sind die Feinheiten um den moralischen Kernkonflikt herum: die Details patriarchalen Denkens sowie feministischen Kämpfens, von Beziehungsdynamiken und Elternschaft. Suzie Miller hat eine Beobachtungsgabe und Präzision wie kaum eine Zweite und zeichnet ihre Figuren voller Ambivalenz sowie emotionaler Tiefe. Das Ende hätte sie nicht besser verfassen können, einfach wieder ein makelloses Werk dieser kämpferischen Autorin.











