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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Danshi:

Mit den drei Damen wird es auch in Paris nicht langweilig!

Ein Mord zum Croissant von Lilly Hess

Nachdem mir schon der erste Band so gut gefallen hat, war ich natürlich gespannt auf das nächste Abenteuer von Rosi, Olga und Monique. Und auch diesmal haben mich die drei bestens unterhalten!
Statt an die Weinstraße geht es nun nach Paris, wo Rosi eigentlich ihre Auszeichnung als Reiseleiterin entgegennehmen möchte.

Doch als ein Kunsthistoriker ermordet wird, können die drei Freundinnen das Ermitteln natürlich nicht lassen.
Besonders schön finde ich, dass die Figuren ihren ganz eigenen Charakter behalten haben. Rosi versucht, alles zu organisieren, Olga sorgt mit ihrer direkten Art immer wieder für Lacher und Monique bringt ihren ganz eigenen Charme mit. Auch Tanja ist wieder dabei und hat mich diesmal besonders oft zum Schmunzeln gebracht.
Die Busreise durch Paris ist herrlich beschrieben. Ob die Eigenheiten der Mitreisenden, die turbulenten Situationen oder die kleinen kulinarischen Ausflüge – ich konnte mir vieles richtig gut vorstellen. Auch das farbenfrohe Cover mit den drei Damen und dem Eiffelturm passt wunderbar dazu.
Der Schreibstil ist locker, witzig und angenehm zu lesen. Die kurzen Kapitel und wechselnden Perspektiven sorgen für Abwechslung. Dabei geht trotz der vielen humorvollen Momente der eigentliche Kriminalfall nicht unter. Ich habe fleißig mitgerätselt und war von der Auflösung tatsächlich überrascht.
Für mich ist auch der zweite Band ein rundum gelungener Wohlfühlkrimi, bei dem ich oft lachen musste und trotzdem bis zum Schluss gespannt war. Wer humorvolle Krimis mit sympathischen, etwas eigenwilligen Figuren mag, sollte sich diese Reihe unbedingt anschauen. Ich würde jedenfalls sofort wieder mit Rosi und ihrer Reisegruppe in den Bus steigen!

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Rezensionen von Astrid:

Farbenfroher Mutmacher für kleine Monsterfans!

Vor Monstern hab' ich keine Angst! Bilderbuch von Mike Byrne

In „Vor Monstern hab' ich keine Angst“ wird es herrlich bunt und wunderbar monstermäßig! Die farbenfrohen Illustrationen machen das Buch zu einem echten Hingucker und laden kleine Leserinnen und Leser ab 3 Jahren zum Entdecken und Staunen ein.
Ella zeigt uns, dass man vor Monstern keine Angst haben muss – doch bei Spinnen hört der Spaß auf! Iiiiieeeh!
Zum Glück eilt Papa zur Rettung, wenn Ella sich doch einmal fürchtet.

Eine fröhliche, kunterbunte Geschichte, die Mut macht, zum Schmunzeln bringt und zeigt, dass selbst die Mutigsten manchmal Hilfe brauchen.

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Rezensionen von Danshi:

24 kleine Auszeiten vom Weihnachtstrubel

Frau Elises Stand der kleinen Weihnachtswunder von Vanessa Göcking

In der Vorweihnachtszeit nehme ich mir jedes Jahr vor, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Meistens kommt dann doch wieder alles anders. Deshalb hat mir die Idee dieses Buches sofort gefallen: ein Adventskalender zum Lesen, mit 24 Kapiteln für die Tage bis Weihnachten. Und dann ist da natürlich diese wunderschöne Aufmachung! Das kräftige Rot des Covers, die beleuchtete Weihnachtshütte und der grüne Farbschnitt passen einfach toll zusammen.

Auch innen wurde an viele kleine Details gedacht. Die Geschichte spielt in Winterswalde, wo Frau Elise einen besonderen Stand auf dem Weihnachtsmarkt betreibt. Bei ihr gibt es handgefertigte Geschenke, aber keine Preisschilder. Wer etwas haben möchte, erzählt ihr stattdessen eine Geschichte aus seinem Leben. Ich fand es interessant, wie unterschiedlich die Menschen sind, die bei ihr vorbeikommen. Manche Begegnungen machen traurig, andere lassen einen lächeln, und bei einigen habe ich über mein eigenes Leben nachgedacht. Frau Elise mochte ich besonders, weil sie nicht versucht, für jedes Problem sofort eine Lösung zu finden. Sie hört erst einmal zu, stellt Fragen und hat manchmal einen herrlich trockenen Humor. Vanessa Göcking beschreibt den Weihnachtsmarkt und die Begegnungen so lebendig, dass ich beim Lesen richtig Lust auf einen Spaziergang zwischen den geschmückten Buden bekommen habe. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und eignen sich wunderbar, um sich im oft hektischen Dezember jeden Tag ein bisschen Zeit für sich zu nehmen. Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich kann es allen empfehlen, die sich gerne mit einer schönen Geschichte auf Weihnachten einstimmen möchten. Auch als Adventsgeschenk ist es eine tolle Idee.

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Rezensionen von Danshi:

Zwei Perspektiven, die zum Nachdenken bringen

Chimaira: Malin & Maira von Sabine Giebken

Schon die Gestaltung hat mich neugierig gemacht. Die beiden unterschiedlichen Cover, der wunderschöne Farbschnitt und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, mit welcher Seite man beginnt, machen dieses Buch zu etwas Besonderem.
Ich habe zuerst Malins Geschichte gelesen. Sie ist ein junges Mädchen, das ständig an sich zweifelt und sich mit anderen vergleicht.

Besonders ihr Wunsch, endlich wahrgenommen zu werden, ist gut nachvollziehbar. Als die geheimnisvolle Maira auftaucht, bekommt die Geschichte eine ganz andere Richtung.
Am besten hat mir gefallen, wie unterschiedlich die beiden Mädchen dieselben Situationen erleben. Nach der ersten Hälfte dachte ich, ich hätte mir bereits ein recht gutes Bild gemacht. Doch Mairas Perspektive hat mich einige Dinge noch einmal überdenken lassen. Gerade das macht für mich den Reiz dieses Wendebuchs aus.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, die Kapitel sind angenehm kurz. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht, besonders bei Mairas Hintergründen. Auch das Ende hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher ausfallen dürfen.
Neben den fantastischen Elementen geht es vor allem um Selbstvertrauen, Freundschaft und die Frage, wie sehr wir uns von der Meinung anderer beeinflussen lassen. Themen, die nicht nur Jugendliche beschäftigen.
Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten. Eine originelle Buchidee, die auch inhaltlich einiges zu bieten hat. Besonders für Jugendliche, die gerne spannende Geschichten mit einem Hauch Fantasy lesen, kann ich das Buch empfehlen.

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Rezensionen von kabo16:

Digitale Welten treffen auf "Klufti"

Blendwerk von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Als Leser der ersten Stunde von dieser Reihe um den allgäuer Kommissar, fühlt sich diese Geschichte wie ein "Nachhausekommen ins eigene Wohnzimmer" an. Man kennt die Familie und die Kollegen genau. Ihre Vorlieben, Stärken und Abneigungen. In jedem Band taucht der Leser etwas tiefer ins Privatleben der einzelnen Personen mit ein.

Nun hat es Kluftiger tatsächlich in den Gemeinderat geschafft, natürlich mit seinem Rivalen Langhammer. Man wird sich dadurch nicht gerade grüner.

Neben all dem Essen und dem Privaten geht es natürlich um einen Mord, sonst wäre es ja kein Krimi. Ein Influencerin wird tot in einer Schlucht aufgefunden. Mord oder Leichtsinn, um durch ein spektakuläres Foto mehr Follower auf ihrem Kanal zu erhalten, das ist hier die Frage.
Bei den Ermittlungen tauchen die Ermittler tief in die digitale Welt hinein. Einige kennen sich aus, andere lernen viel hinzu. Da stellt sich Klufti überhaupt nicht dumm an.
Ich bin weder auf TikTok, Instagram und ganz selten auf YouTube unterwegs, daher fand ich die ganzen Erläuterung und die Ermittlungsarbeit interessant. Auch ich habe hinzu gelernt. Es ist eine ganz eigene harte Geschäftswelt, mit der sich viel Geld verdienen lässt.

Einziger Kritikpunkt: man schmeißt keine Semmel in den Mülleimer!
Da das Thema Essen immer mehr Raum in der Geschichte einnimmt, sollte man auch verantwortungsvoll damit umgehen.

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Rezensionen von begine:

grandioses Leseerlebnis

Deutsches Kind von Melanie Levensohn


Melanie Levensohn hat mit „Deutsches Kind“ eine faszinierende Familiengeschichte geschaffen..
Geschickt wechselt sie zwischen den Zeiten und den Orten.
Da ist ab 1945 die deutsch französische
Nachkriegszeit in HERXHEIM IN DER Pfalz.:
Dann 2026 in Kalifornien.
1946 bekommt die sechzehnjährige ein Kind von einem Franzosen.

Sie liebt ihren kleinen Jolly, aber dann kommt die französische Politik, die diese Kinder den Müttern entreisst und nach Frankreich schafft.Die Kinder werden von Franzosen adoptiert und bekommen andere Namen.
Unser Jolly heißt jetzt Andre und hat eine schere Kindheit. Der Vater ist Winzer, er wollte einen Erben. Die Mutter ist eine unglückliche Frau, die ihren Frust an Andre auslebt.
Nach der Schule wandert er nach Kalifornien aus 8nd wird ein berühmter Winzer. Er wird bald achtzig und bittet seine Enkelin Maja nach Deutschland zu reisen und nach seiner Mutter zu suchen.
Lieses Leben war von ihrem Verlust geprägt. Sie heiratet zwar, aber sie ist nicht glücklich.

Am Schluss erleben wir noch die Brände in Kalifornien.
Die Autorin hat diese ganze Geschichte faszinierend erzählt.
Ich war bis zum Ende gefesselt.

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Rezensionen von nanu?!:

Die Symbiose von Küche und Garten

Marigold von Theresa Baumgärtner

Dieses Buch will vom Herbst erzählen.
Die ersten Nebel liegen über den Tälern, man merkt so langsam die kühleren Temperaturen. Die Tage werden kürzer und die Abende im Haus entspannter.
Für die Autorin gehen der Garten und die Küche eine Verbindung ein, denn der Spätsommer schenkt uns ein Fest der Farben und Aromen.

Die Bücher von Theresa Baumgärtner sind nie bloß reine Kochbücher. Ihr neustes Werk zum Beispiel, ist ein Loblied auf den Herbst.
Abwechselnd findet man wunderschöne Fotografien, kleine Reportagen und passende Rezepte zum Hauptthema. An den Bildern kann ich mich auch diesmal kaum satt sehen und mein Fernweh wird ebenfalls geweckt.

Sortiert sind die Rezepte nach der Jahreszeit.
Im Spätsommer wird das letzte Gemüse reif und einiges an Obst wird noch geerntet. So entstehen dann Gerichte wie etwa die Quiche mit Ziegenkäse, das Trio aus Tomaten, Pflaumen und Burrata oder auch die gerösteten Balsamico-Karotten.
Dann wird es langsam herbstlicher. Es gibt knusprige Pizza mit Butternutkürbis, Karottenkuchen mit zitroniger Frischkäsecreme oder auch den Picknick-Apfelkuchen mit Karamellsauce.
Dann blättert man weiter und es wird winterwunder-weihnachtlich. Jetzt werden die Rezepte festlicher. Serviert werden Aperitifs und Häppchen, es gibt Plätzchen und weihnachtlicher Teekuchen. Ganz besonders finde ich hier den Bratappfel-Tiramisu.
Und dann kann man sich auch bald schon auf die ersten Frühlingsboten freuen.
Ein optischer Knaller ist in diesem Kapitel der Frühlingskranz aus Frischkäsecreme. Der ist fast zu schön zum essen. Dann der erste Spargel, feine Erbsensuppe, Lemon Curd Biscuits oder Himmelstorte.

Die Anleitungen sind, wie immer, klar und deutlich, in machbaren Schritten zum abhaken, beschrieben. Die Zutatenlisten sind übersichtlich, die Zutaten selbst leicht zu bekommen.
Etwas gemein sind die Reportagen, denn die wecken die Reiselust enorm. Die Fotos sind eine wahre Augenweide und steigern die Lust, die vorgestellten Gärten und Landschaften mit eigenen Augen sehen zu dürfen.
Dieses Buch ist wieder ein echter Schatz!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Warmherzig geschriebener, persönlicher Trauerbegleiter

Jeder Mensch kann trauern von Eric Wrede; Fee Vogel

Dieses Buch kommt mit einem so unscheinbaren Cover daher, doch versteckt sich dahinter ein wirklich einfühlsamer und hilfreicher Begleiter für alle, die gerade einen geliebten Menschen an den Tod verloren haben. So geht es auch mir gerade, ich habe vor wenigen Wochen eine liebe Angehörige begraben müssen und fühle mich von den Worten, die in diesem Buch gewählt werden, sehr abgeholt und verstanden.

Man merkt, dass hier mit Eric Wrede und Fee Vogel zwei Menschen schreiben, die als Bestatter und Trauerbegleiter ganz viel Erfahrung mit Trauernden haben.

Es tut gut, wie viel Raum für individuelle Trauer in diesem Buch gelassen wird, wie erklärt wird, dass Trauer ganz viele Formen und Facetten haben kann, mal stärker ist und mal schwächer, sich mal ein bisschen zurückzieht und dann wieder unerwartet stark hervorbricht, dass sie nicht unbedingt dem verbreiteten Phasenmodell folgen muss, und dass alles davon normal ist. Zusätzlich wird aber auch darauf eingegangen, woran man es erkennen kann, wenn die Trauer in Ausmaß und Länge tatsächlich außergewöhnlich ist und wo man sich dann Unterstützung holen kann.

Das Buch ist außergewöhnlich treffend formuliert. Es gibt auf fast jeder Seite prägnante Sätze, bei denen oft schwer ausdrückbare und ambivalente Themen rund um das Thema Tod und Trauer in Worte gefasst werden und von denen ich mich in meinem Trauerprozess sehr verstanden gefühlt habe.

Hier ein paar Beispiele aus dem Buch, die mir besonders gut gefallen haben:

"Die meisten Menschen brauchen keine Diagnose. Keine Therapie, keinen KI-Avatar und keine App auf dem Handy. Sie brauchen Raum und Zeit sowie jemanden, der nicht wegläuft, wenn es dunkel wird." (S. 12 im E-Book)

"Trauer ist nicht an konkrete Daten gebunden, nicht an Zeremonien, nicht an die Beerdigung. Sie lebt in Übergängen. Im Wechselspiel aus so vielem: Altes, das auf Neues trifft. Das erste Mal ohne den anderen. Sie lebt davon, dass du es schaffst, sie als einen neuen Bestandteil von dir zu akzeptieren und nicht gegen sie anzukämpfen." (S. 77)

"Vielleicht wird dir irgendwann klar, was du jetzt am dringendsten brauchst: Menschen, bei denen du wirklich du sein kannst. Die dich und deine Trauer aushalten. Die nicht sofort reparieren wollen. Die Stille stehen lassen können. Die manchmal die richtigen Worte finden und manchmal gar keine brauchen." (S. 85)

"Niemand hatte genau dieselbe Beziehung zu der verstorbenen Person. Niemand trägt die Erinnerung so wie du. Ein Teil deiner Trauer bleibt einzigartig, und damit bleibt auch ein Teil dieses Gefühls von Einsamkeit bestehen." (S. 99)

Gleichzeitig zeigen diese Sätze auch auf, wie nah und persönlich das Buch verfasst ist.

Für alle, die gerne nicht nur ein Buch lesen, sondern sich aktiv mit der eigenen Trauer auseinandersetzen wollen, gibt es auch Reflexionsfragen mit Platz zum Ausfüllen der Antworten oder Anregungen für Übungen, zum Beispiel dazu, die eigene Trauer zu malen oder dazu, nachzuspüren, ob man nach dem Begräbnis noch eine weitere eigene Zeremonie oder ein Erinnerungsbuch gestalten möchte, falls man mit der offiziellen Feier nicht sehr glücklich war, oder ergänzend dazu.

All diese interaktiven Elemente sind sanft ins Buch eingebettet, sodass man gut wählen kann, ob man sie machen möchte oder nicht. Auch für alle, die damit nichts anfangen können, ist das Buch gut lesbar, man kann sie auch einfach überspringen.

Inhaltlich wendet sich das Buch klar an Erwachsene, allerdings können sicherlich auch schon Jugendliche vieles Wertvolle daraus für sich mitnehmen. Auch auf spezifische Situationen, zum Beispiel den Umgang mit Kindern, die den trauernden Erwachsenen nahestehen, wird eingegangen, ebenso wie auf plötzliche oder gewaltsame Todesfälle, auch wenn das nicht der Hauptschwerpunkt dieses allgemein gehaltenen (und damit für viele Menschen in unterschiedlichsten Trauersituationen gut verwendbaren) Trauerbuches ist.

Insgesamt ist es ein sehr einfühlsames Buch zum Thema Trauer, das ein wertvoller Begleiter an der Seite trauernder Menschen sein kann und voll Inspiration und Weisheit steckt. Ich kann es allen, die eine gute Buchbegleitung während dieser dunklen Lebensphase für sich selbst oder für Nahestehende suchen, aber auch jenen, die ihr Verständnis zum Thema Trauer erweitern möchten, sehr empfehlen.

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Rezensionen von Katto:

Mehr als eine Familiengeschichte

Deutsches Kind von Melanie Levensohn

Mit „Deutsches Kind“ hat Melanie Levensohn einen Roman geschrieben, der mich berührt hat. Besonders beeindruckt hat mich, dass die Geschichte auf einem historischen Hintergrund basiert, von dem ich vorher nur wenig wusste. Es ist erschreckend, sich vorzustellen, dass Müttern ihre Kinder genommen wurden und diese unter einer neuen Identität aufwachsen mussten.

Allein der Gedanke daran, was das für die Betroffenen und ihre Familien bedeutet, hat mich sehr bewegt.

Die Geschichte wird auf zwei Handlungsebenen erzählt, was mir richtig gut gefallen hat. Dadurch erfährt man nicht nur, was Liese damals durchmachen musste, sondern erlebt auch, wie sehr die Vergangenheit das Leben der nächsten Generationen beeinflusst. Ich fand es spannend, nach und nach mehr über die Familiengeschichte zu erfahren und gemeinsam mit Maya nach den Spuren der Vergangenheit zu suchen.

Der Klappentext verrät nicht alles, denn es geht nicht nur um Lieses und Johannes‘ bewegende Geschichte, sondern auch um den Weinbau und die Bedeutung, die er für die Menschen und ihre Heimat hat. Dieser Aspekt hat dem Roman für mich eine zusätzliche interessante Facette gegeben.

Melanie Levensohn erzählt die Geschichte auf eine gut lesbare Weise. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Auch wenn mich das Schicksal der Figuren sehr berührt hat, konnte mich der Schreibstil emotional nicht immer ganz so erreichen, wie ich es mir bei diesem Thema gewünscht hätte. Woran genau das lag, kann ich gar nicht richtig sagen. Es ist eher ein kleines Gefühl, das beim Lesen geblieben ist, hat meinen positiven Gesamteindruck letztlich aber kaum geschmälert. Die Figuren und Schicksale sind mir dennoch nahegegangen und der Roman zeigt, wie wichtig die eigene Herkunft und das Wissen um die Familiengeschichte sein können.

Für mich ist „Deutsches Kind“ ein gelungener Roman, der ein wenig bekanntes Kapitel der Nachkriegsgeschichte aufgreift und auf besondere Weise erzählt. Das Buch hat mich bewegt und zum Nachdenken gebracht. Ich kann es allen empfehlen, die historische Romane mit bewegenden Familiengeschichten mögen.

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Rezensionen von Ulla:

spannender Bernsteineinschluss

Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin

Mit ihren 26 Jahren führt Julika ein fremdbestimmtes Leben. Nach dem Unfalltod ihrer Schwester ist ihre Mutter seelisch krank und benötigt Hilfe, bei der auch ihr Vater überfordert ist. Statt des geplanten Sportstudiums forscht sie nun an Bernsteinen und findet zunehmend Interesse an den Einschlüssen, die ihr von einer längst vergangene Welt erzählen.

Eine außergewöhnliche Wespe erregt ihre Aufmerksamkeit, doch um mehr darüber zu erfahren hat sie an die Ostsee zu fahren und ihre Eltern allein zu lassen. Sie wagt die Fahrt zur fast 90-jährigen Ebba, die einst diesen Stein gefunden hat.
Abwechselnd mit den Erlebnissen von Julika wird uns die Lebensgeschichte von Ebba erzählt, die 1943 als 8-jährige mit ihrem Vater Bernsteine suchte, die an die Armee abzugeben waren. Doch diesen besonderen Stein versteckte sie mit Hilfe ihres Freundes Leo. Zum Kriegsende mussten sie fliehen und erst mit ihrem Wiedersehen mit Leo erhielt sie ihre Schätze zurück um aus ihnen Kunstwerke zu erstellen.
Die Geschichte von Ebba und Leo nimmt einen großen Raum ein, am Interessantesten fand ich hingegen die Erforschung der Bernsteine und was sie uns mitzuteilen haben. Der Roman ist emotional und gefühlvoll geschrieben und hat zusätzlich diesen wissenschaftlichen Hintergrund. Sehr lesenswert.

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