Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marw76:
Märchenhaftes Hörbuch
Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds Eventyr-Saga von Gry Kappel Jensen
Am Rande eines düsteren Waldes lebt Ava mit ihrer kleinen Schwester Linn und ihrem Vater. Das Leben ist hart und die Familie hungert. Als der Vater spurlos verschwindet, irren die Schwestern alleine umher und finden schließlich Unterschlupf bei der unheimlichen Nebula, die tief im Wald in einer alten Kate haust.
Sie sorgt wie eine Mutter für die Schwestern, doch warum nur hält sie die kleine Linn in ihrer Kammer gefangen? Und wer sind all die anderen Kinder, die bei ihr leben? Ava beschleicht ein schrecklicher Verdacht: Ist Nebula eine Hexe?
Auf dieses Hörbuch war ich sehr gespannt, das Cover ist ganz wunderbar und märchenhaft und der Klappentext weckte schnell meine Neugier. Ich lese und höre unheimlich gerne solche Märchenadaptionen und diese Geschichte, die an "Hänsel und Gretel" erinnert hat viel Spaß gemacht.
Die Geschichte ist sehr atmosphärisch und schön geschrieben, vorallem der Anfang erinnert sehr an das Märchen ums Hexenhäuschen. Sehr leicht und einfach verständlich kann man sich ganz auf die Geschichte konzentrieren. Dennoch ist das Buch nichts für Kinder, da es hier schon einige unheimliche und gruselige Szenen gibt.
Der Anfang und der Schluss der Geschichte haben mir richtig gut gefallen, der Mittelteil war ebenfalls unterhaltsam, aber ich meine das ein-oder andere hätten man hier auch kürzen dürfen. Nichtsdestotrotz hat mir die Grundidee richtig gut gefallen wer in der Geschichte denn nun eigentlich gut und wer böse ist.
Mit der Sprecherin musste ich, zugegeben, erst warm werden. Sie hat eine etwas verwaschene Stimme und vorallem wie sie das "sch" ausspricht hat mich irgendwie zunächst irritiert. Aber je mehr ich gehört habe, desto besser und märchenhafter fand ich die Stimme und muss am Ende sagen, dass sie sehr gut zum Hörbuch gepasst hat und das ganze noch ein wenig mystischer und atmosphärischer gemacht hat.
Rezensionen von flyingmouse88:
Miteinander statt Gegeneinander
tiptoi® Abenteuer Großwerden - Smilla lernt ein gutes Miteinander von Sandra Grimm
Dieses Tiptoi-Buch überzeugt erneut als gelungener Teil der Reihe und vermittelt Kindern auf spielerische Weise wichtige Themen rund um ein gutes Miteinander und den Umgang mit Gefühlen. Besonders für jüngere Kinder ist es sehr gut geeignet, da die Seiten nicht überladen sind und stattdessen mit liebevollen, detailreichen Illustrationen zum Entdecken einladen.
So gibt es auf jeder Doppelseite viel zu sehen und immer wieder Neues zu entdecken.
Die Bedienung mit dem Tiptoi-Stift ist wie gewohnt kindgerecht gestaltet: Die Symbole sind klar erkennbar, übersichtlich platziert und dadurch schnell wiederzufinden. Das sorgt für eine einfache und selbstständige Nutzung durch die Kinder.
Inhaltlich greift das Buch alltagsnahe Situationen auf, etwa das Teilen von Spielzeug oder das Versöhnen nach einem Streit. Dadurch werden soziale Fähigkeiten auf eine verständliche und nahbare Weise vermittelt. Die Figur Smilla erlebt dabei verschiedene Gefühle und macht eine nachvollziehbare emotionale Entwicklung durch, was Kindern hilft, eigene Emotionen besser einzuordnen.
Ein besonderes Highlight ist das integrierte Hörspiel am Ende des Buches, das mit Dialogen und guter Vertonung zusätzlich zum Zuhören und Verstehen einlädt und das Lernerlebnis abrundet.
Insgesamt ist es ein sehr stimmiges, interaktives Lernbuch, das durch die Kombination aus Bild, Ton und Handlung überzeugt und Kindern einen leichten Zugang zu wichtigen sozialen Themen ermöglicht.
Rezensionen von Lesemaus:
Spannung bis zur letzten Seite
Nebelbeute von Benjamin Cors
Der Thriller „Nebelbeute“ von Benjamin Cors ist der dritte Band der Reihe um die Ermittlungsgruppe „Gruppe 4“.
Die Ermittlerin Mila Weiß verfolgt auf eigene Faust die Spur von Johannes Toblach, einem Kindesentführer aus dem vorherigen Band. Ihre Suche führt sie in ein abgelegenes, verschneites Bergdorf.
Dort wird eine grausam inszenierte Leiche entdeckt, und kurz darauf verschwindet Mila selbst.
Das Buch hat mich direkt gepackt. Die Atmosphäre ist richtig düster, und bei dem abgelegenen Dorf hatte man ständig das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Mila fand ich als Hauptfigur sehr interessant.
Ständig tauchten neue Verdächtige und offene Fragen auf, sodass man unbedingt weiterlesen wollte. Auf dem Weg zur Auflösung blieb vieles offen und unvorhersehbar. Die Ermittlungsarbeit der Gruppe 4 gefiel mir sehr, weil sich nach und nach die einzelnen Puzzleteile zusammenfügten.
Das Finale hat mich noch einmal richtig gepackt. Ich lag mehrmals falsch mit meinen Verdächtigungen, und die Auflösung konnte mich wirklich überraschen. Die Szenen waren unglaublich spannend und sehr bildhaft beschrieben. Auch das Zusammenspiel der Gruppe 4 hat mir wieder gut gefallen.
Insgesamt war „Nebelbeute“ für mich ein atmosphärischer Thriller mit vielen Wendungen, der die Spannung bis zur letzten Seite aufrechterhalten konnte.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Marianne Schaffer-Schellander:
Ein bisschen Mut tut gut!
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
In einem leichtfüßigen Ton erzählt Tanja Kokoska, wie selbst kleine Schritte zu großen Wirkungen führen können. Der Alltag in einer Vorstadtsiedlung muß nicht trostlos sein, wenn es nur Menschen gibt, die
sich beherzt für ihre Mitmenschen einsetzen und dabei auf sich selbst nicht vergessen.
Schon ein Anruf, eine kurze Begegnung, hinschauen statt wegschauen können Leben nachhaltig verändern. Die Autorin zeichnet liebevoll Einzelschicksale, die durch eine Notsituation zusammengeführt werden. Das macht Mut, eigene Trägheit oder Vorurteile zu überwinden.
Wie das gehen könnte, ist in diesem Roman nachzulesen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Unterhaltsam und interessant
Cultish. Fanatische Sprache und woran wir sie erkennen von Amanda Montell
In ihrem neuen Buch "Cultish" widmet sich Amanda Montell, die sich auch in ihren vorigen Büchern schon mit interessanten psychologischen Phänomenen auseinandergesetzt hat, der Verbindung zwischen Sprache und destruktiven Kulten. Anhand historischer Beispiele bekannter Sekten wie Scientology oder Peoples Temple, aber auch moderner Beispiele zu Pyramidensystemen, Multi-Level-Marketing, Fitnessgurus und Influencern mit sektenhaften Zügen zeigt sie auf, wie es Organisationen schaffen, Anhänger zu gewinnen, an sich zu binden und für ihre Zwecke auszubeuten.
Es ist ein persönliches und gut recherchiertes, umfangreiches Buch, in dem man viel über diese Themen lernen kann und das ich gerne gelesen habe.
Rezensionen von Gute_Laune:
Eine Reise mitten in mein Herz!
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Wilbur Budd ist Anfang 80 und gerade hat seine große Liebe nach so vielen Jahren bei ihm angerufen. Doch er wird nicht herausfinden, ob sie sich wieder annähern können, denn Wilbur landet unversehens in einem ganz besonderen Zug. Darin wartet Agnes Bagdale auf ihn. Jene Frau, die eine Buchhandlung hatte, als er ein Kind war.
Mit dem Zug reist er durch sein bisheriges Leben und Wilbur merkt schnell, dass er vieles gerne anders, besser gemacht hätte.
Matt Haig hat eine unbeschreiblich intensive Art, über Dinge zu schreiben, die bewegen. Statt dass, wie man so oft sagt, das Leben vor Wilburs innerem Auge noch mal vorbeizieht, erlebt er alles in einem Zug, kann nicht selbst bestimmen, welche Situationen er näher betrachten kann, darf oder muss. Natürlich sind es deshalb nicht nur die schönen Momente, sogar auch genug jener, die er gern ganz vergessen oder nie erlebt hätte.
Man mag glauben, dass die Story deshalb düster und depressiv ist, doch das Gegenteil ist der Fall. Selbst in den ergreifendsten Momenten gibt es immer einen Trost, immer ein Licht, immer auch etwas zu Lachen. Es ist eine unglaublich zärtliche Geschichte, die eine noch unglaublichere Sogwirkung hat. Dazu kommt, dass die Aufmachung des Buches enorm liebevoll ist. Es gibt tatsächlich Elemente, die im Dunkeln leuchten! Auch das auf dem Vorsatzblatt aufgedruckte Ticket hat seine eigene Wirkung. Allerdings verwirrt es mich auch ein wenig, das das Datum keinen Bezug zur Story hat und zudem kein Sonntag, wie aufgedruckt, ist.
Ein besonderes Element sind die vielen Bücher, auf die sich Matt Haig seine Figuren beziehen lässt. Das ist eine der Verbindungen zur Mitternachtsbibliothek. Doch keine Angst, es ist ein komplett anderes Buch, wenn auch hier der Tod und was danach kommt ebenfalls eine Rolle spielt.
Die Reise mit Wilbur durch die Stationen seines Lebens ist bewegend, auch mal lustig, hin und wieder traurig, und vor allem sehr aufschlussreich. Wie er erkennt man, wo und warum er falsch gehandelt hat. Automatisch wünscht man sich für ihn und Maggie ein Wunder.
Das Buch ist unfassbar tröstlich und bewegt zum Nachdenken über das eigene Leben und Handeln. Es ist nie zu spät, den Weg zu korrigieren. Ich lege dieses Buch jedem ans Herz und gebe die vollen fünf Sterne. Und Christoph Maria Herbst, den ich als Schauspieler so gar nicht mag, als Sprecher aber liebe, bekommt ein ganz dickes Lob und ein großes Danke von mir! Übrigens leuchtet die Schrift auf dem Buch-Cover im Dunkeln. Das sieht wunderschön aus!
Rezensionen von Lerchie:
Die Tote in der Sauna
Der Mallorca Mord Club - Tödliche Hitze von Laura Nieland
Marie, die auf Mallorca in einem Hotel angestellt ist, entdeckt zu ihrem Entsetzen eine Tote in der hoteleigenen Sauna. War es ein Unfall? Die Polizei geht davon aus, denn es stellt sich heraus, dass die Frau an einem Herzversagen wegen Überhitzung gestorben ist. Doch Marie glaubt nicht an einen Unfall.
Doch wer ist der Mörder? Der pensionierte Kommissar Christain hilft ihr bei den Ermittlungen, obwohl er eigentlich hier seinen Ruhestand genießen will. Doch gemeinsam suchen sie nach der Wahrheit.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen, denn es kamen keine Unklarheiten darin vor. In die Geschichte bin ich schnell hineingekommen und konnte mich auch ganz gut in die Protagonisten hineinversetzen. Marie, die die Tote gefunden hat, arbeitet eigentlich dort, um für eine eigene Bar zu sparen, denn deshalb ist sie nach Mallorca gekommen. Sie ist überzeugt, dass es kein Unfall war, und etwas Bestimmtes deutet auch sofort darauf hin. Sie hat es der Polizei gesagt, aber die sind darüber hinweggegangen. Und so macht sich Marie auf, selbst zu ermitteln und stellt fest, dass auch Christian, ein pensionierter Kommissar, wie sie erfährt, derselben Ansicht ist wie sie. Gemeinsam versuchen sie die Sache aufzuklären. Das Buch ist spannend geschrieben. Es hat mir gut gefallen, ist auch nicht sehr dick mit gerade mal etwa 200 Seiten auf dem E-Book-Reader. Auch hat es mich gefesselt, und ich war überrascht, als sich gegen Ende herausstellte, wer die Frau ermordet hatte. Ich hätte nicht unbedingt auf diese Person getippt, auch wenn sie mir ein bisschen verdächtig war. Das Buch empfehle ich gerne weiter und vergebe vier Sterne.
Rezensionen von Francesca :
Gute Ideen, aber leider mehr Verwirrung statt Lesegenuss - 2,5 Sterne
We Who Will Die von Stacia Stark
Mit diesem Buch bin ich aufgrund der vielen begeisterten Rezensionen und hohen Bewertungen mit entsprechend hohen Erwartungen gestartet. Leider konnte die Geschichte diese Erwartungen für mich über weite Strecken nicht erfüllen.
Mein größtes Problem war der Einstieg. Die ersten 30 % des Buches empfand ich als äußerst verwirrend und unstrukturiert.
Man wird direkt in die Handlung geworfen, ohne ausreichend Orientierung zu erhalten. Die Hintergründe der Welt werden nur angedeutet, zahlreiche Figuren und Orte werden eingeführt, ohne dass ihre Bedeutung klar wird, und wichtige Zusammenhänge bleiben lange unverständlich. Zusätzlich erschwerte der Schreibstil den Einstieg, da immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt wird. Da ich bereits Schwierigkeiten hatte, die aktuelle Handlung einzuordnen, sorgten diese Rückblenden eher für zusätzliche Verwirrung als für mehr Tiefe.
Tatsächlich habe ich das Buch mehrfach zur Seite gelegt und erst im dritten Anlauf vollständig konsumiert. Die ersten 30 % hätten für mich kaum mehr als einen Stern verdient.
Ab etwa 30 % wurde die Geschichte etwas zugänglicher. Nach und nach verstand ich zumindest die wichtigsten Figuren und einige Hintergründe besser. Dennoch musste ich häufig Szenen wiederholen, um Zusammenhänge nachvollziehen zu können. Selbst am Ende des Buches hatte ich nicht das Gefühl, wirklich alle Verbindungen zwischen den Figuren verstanden zu haben.
Zwischen 45 % und 65 % begann die Geschichte schließlich, mich zumindest stellenweise zu unterhalten. Einige Dynamiken zwischen den Charakteren funktionierten besser, einzelne Szenen konnten mich überzeugen und das Lesen beziehungsweise Hören fühlte sich nicht mehr dauerhaft anstrengend an. Ab ungefähr 65 % nahm die Handlung für mich deutlich Fahrt auf. Die Dialoge wurden stärker, die emotionalen Momente funktionierten besser und ich konnte erstmals eine gewisse Verbindung zu einzelnen Figuren aufbauen. Auch die Richtung der Handlung wurde klarer, wodurch Spannung entstand.
Besonders die letzten 20 % haben mir schließlich wirklich gut gefallen. Endlich hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte wusste, worauf sie hinarbeitet. Die Spannung zog spürbar an, wichtige Nebenfiguren bekamen mehr Gewicht und die Handlung entwickelte sich in eine interessante Richtung. Schade war allerdings, dass dieser Punkt erst so spät erreicht wurde.
Das grundlegende Konzept der Geschichte fand ich durchaus spannend. Die Gladiatorenkämpfe, die Herrschaft des Vampirimperators und die Andeutungen einer möglichen Revolution bieten viel Potenzial. Auch die verschiedenen Spezies und die politischen Machtstrukturen klangen interessant. Für mich blieb dieses Potenzial jedoch weitgehend unausgeschöpft. Viele Ideen wurden eher angerissen als wirklich vertieft.
Mit den Figuren hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten. Zu Arvelle konnte ich erst gegen Ende eine gewisse Beziehung aufbauen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen, da sowohl die Hauptfigur als auch die Love Interests für mich über weite Strecken zu blass und wenig greifbar wirkten. Tatsächlich fand ich die Beziehung zwischen Arvelle, und ihren Brüdern sowie ihrer Freundinnen deutlich interessanter als die romantischen Aspekte der Geschichte. Die beiden männlichen Hauptfiguren blieben für mich weitgehend irrelevant und konnten keine emotionale Bindung erzeugen.
Insgesamt bleibt für mich ein sehr gemischter Eindruck zurück. Während das letzte Drittel einige starke Momente bietet und das Grundkonzept vielversprechend ist, waren die langen Phasen der Verwirrung, die Vielzahl an Figuren und die fehlende Orientierung für mich zu große Schwächen. Das Ende konnte die Probleme des Einstiegs und der ersten Hälfte leider nicht mehr ausgleichen.
Fazit: Eine interessante Grundidee mit einem gelungenen Finale, die für mich jedoch unter einem sehr schwachen und verwirrenden Einstieg sowie wenig greifbaren Figuren leidet. Da ein großer Teil des Buches für mich nicht funktioniert hat, werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen und kann sie nicht empfehlen.
Rezensionen von Petra:
Eine Maklerin auf Abwegen
Ab durch die Mitte von Kristina Günak
Paula ist als Immobilienmaklerin nicht glücklich, aber sie will diesen Job auch nicht aufgeben, zu viel hat sie darin gesteckt. Durch besondere Umstände landet sie in einem kleinen Ort nicht weit von Hamburg. Der örtliche Tierarzt braucht Unterstützung und das sie gerade gekündigt wurde macht sie jetzt dort die Büroarbeiten.
Hunde und Katze mögen sie ziemlich schnell und das beruht auf Gegenseitigkeit. Auch der Tierarzt ist nicht ohne. Wäre da nicht die vielen Gedanken und Erwartungen die Paula mit sich herumschleppt. Die beginnende Romanze bekommt dadurch Schlagseite denn Luca kann nicht Gedanken lesen, Lippen lesen kann er denn er ist sehr schwerhörig. Ein Element das sehr gut eingearbeitet in dem ansonsten sehr humorvollen Roman.
Die Autorin kenne ich schon von anderen Büchern, ihr humorvoller Schreibstil ist ein Garant für gute Unterhaltung die nicht zu seicht geschrieben ist. Ob ihre Protagonisten ein körperliches, soziales oder emotionales Handicap oder Probleme haben, sie bringt es immer in einem passenden Zusammenhang ohne erhobenen Zeigefinger oder in einer anderen Art über griffig zu wirken.
Es macht Spaß sich das Buch zu nehmen und einige Stunden abzutauchen, auch wenn man selber keine Haustiere hat, lernt man hier welche kennen und die Probleme und Sorgen die sie verursachen können. Meistens sind nicht die Tiere und ihre Leiden oder Vorstellungen wie ihr Leben aussehen sollte das Problem sondern die Herrchen und Frauchen die entweder überfordert oder wenig empathisch sind. Das wird hier erwähnt in der Hoffnung das wir es besser machen.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Angst vor Männern
Angst vor Männern von Nicole List
Als ich den großen Spiegel-Artikel mit dem Interview von Collien Fernández las, in dem sie erzählt, warum sie jetzt eine Klage gegen ihren zukünftigen Exmann Christian Ulmen eingereicht hat, war ich entsetzt. Und gleichzeitig nicht überrascht. Schon lange weiß ich, was Männer Frauen antun können, nicht obwohl, sondern weil sie sich in ihrem direkten Umfeld befinden und manchmal sogar in einer Liebesbeziehung.
Und ich habe Angst davor.
Als ich dem Mann, der mir am nächsten steht, von dem Artikel und den Presseberichten erzählte und nach seinen Gedanken dazu fragte, hatte er noch gar nichts davon mitbekommen.
In seiner Welt gehören solche Meldungen zur Yellow Press und sind nichts, was ihn persönlich betrifft. Er liest „richtige“ Nachrichten, wie Börsenkurse etc.pp.
Und genau da liegt irgendwo ein Problem. Nicht meine Freunde, oder meine Arbeitskollegen lesen den Essay „Angst vor Männern“ von Nicole List, sondern ICH. Wobei fair enough: Meine Feunde und Arbeitskollegen lesen einfach vermutlich gar nicht, außer Aktionkurse und Bundesligatabellen, siehe oben.
“Dieses ganze Buch handelt davon, ist im Grunde ein einziges Lehrwerk für Männer, endlich die beschissene Situation zu verstehen, in der man als Frau so oft steckt.”
Nicole List erzählt darin sehr persönlich und auch anekdotisch von ihrer Angst vor Männern, die sie mit ihren Freundinnen teilt. Von den vielen Situationen als Frau, die einzeln genommen vielleicht gar nicht so schlimm oder alltäglich wirken, in ihrer Summe aber Frauen* immer wieder klar machen, in wessen Welt sie sich bewegen.
List adressiert dabei direkt die Lesenden und fordert sie auf, diese Realität und Angst von Frauen endlich anzuerkennen.
Das Ding ist nur, ich glaube wirklich, es interessiert Männer einfach nicht. Es ist ja nicht so, als hätten wir noch nie darüber geredet und als gäbe es keine Zahlen, Fakten und Statistiken darüber.
Meine persönliche Einstellung zum Leben, Lieben und Arbeiten mit Männern ist zynisch und pragmatisch und ich fürchte, anders als der Abschluss von Lists Essay, mit wenig Hoffnung auf Veränderung.
Ich begrüße jede Veröffentlichung und jede Stimme, die das ausdrückt und Worte dafür findet, was viele wahrscheinlich viele so Menschen empfinden, sich aber nicht trauen , auszusprechen, oder vielleicht gar zu denken.











