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Rezensionen von Marw76:

Ein wertvoller Ratgeber für alle Eltern

Klar, ruhig & verbunden von Gesa Marie Meinardus

Viele Eltern wünschen sich einen Familienalltag mit weniger Streit, weniger Druck und mehr echter Verbindung.

Dieses Buch zeigt, wie du die Beziehung zu deinem Kind stärken kannst, ohne auf Grenzen, Orientierung oder Führung zu verzichten.

Dein Kind hört nicht zu , wird wütend, diskutiert endlos, möchte sich nicht anziehen, verweigert Hausaufgaben, hat Angst, klammert, nutzt Medien exzessiv, gerät in Geschwisterstreit oder wertet sich selbst ab – für diese und viele weitere Situationen bekommst du konkrete Formulierungen, hilfreiche Perspektivwechsel und direkte Handlungsempfehlungen unter dem Motto: „Das kannst du sagen“ und „Das kannst du tun“.

Dieser Ratgeber ist ideal für alle Eltern, die manchmal an ihre Grenzen stoßen und endlich wissen möchten was sie ganz konkret in einer Situation machen können.

Der Schreibstil ist einfach und sehr verständlich gehalten und es gibt immer wieder "Merksätze" und andere Tipps die sich vom Fließtext abheben und die ideal für Partner sind, die nicht das ganze Buch lesen wollen.

Ich habe schon einige Ratgeber über das Thema Erziehung gelesen, aber oft mangelt es diesen an ganz konkreten Praxisbeispielen. Dies ist in diesem Buch anders. Es gibt sogar ein ganzes Kapitel, dass sich wirklich nur um die verschiedenen Praxissituationen dreht und man bekommt Tipps was man sagen kann, aber auch was man tun kann, einfach klasse!

Manche Tipps die in diesem Buch standen kannte ich schon und waren mir nicht neu, es gab aber auch einiges was ich mitnehmen konnte und was ich nun im Alltag versuchen möchte.

Besonders schön fand ich, dass dieser Ratgeber nicht belehrend daher kommt, sondern sehr verständig ist und es nicht schlimm ist wenn man mal einen Fehler macht und daraus lernt.

Ich kann das Buch uneingeschränkt an Eltern weiterempfehlen, die Hilfe bei Alltagssituationen mit ihrem Kind benötigen.

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Komplex und geheimnivoll

Never Leave the Path von Antonia Michaelis

Natürlich gibt es den Hexer vom Berg nicht, da ist sich der 17-jährige Jesper sicher. Doch wer streift dann nachts um die abgelegene Hütte, in der er und seine Mutter Abstand vom Großstadtleben suchen?

Was hat es mit den beklemmenden Bildern auf sich, die Jesper zusammen mit vergilbten Zeitungsartikeln über einen Mord in den Schubladen findet?

Und wer ist das seltsame Mädchen, das im Wald lebt und über Regen und Wind zu gebieten scheint? Wohin geht sie, wenn sie verschwindet, und weshalb kann Jesper nicht aufhören, an sie zu denken?

Als ein plötzlicher Wintereinbruch es unmöglich macht, den Berg zu verlassen, und Jespers Mutter krank wird, weiß er nicht mehr, wem er trauen kann.

.. Doch diese Frage entscheidet über Leben und Tod.

Ich kenne die Autorin bereits von anderen Geschichten, doch diesmal ist das Buch viel düsterer und geheimnisvoller gewesen als die Werke die ich sonst von ihr kenne. Ich hätte das Buch deshalb auch eher einer Altersgruppe ab circa 16 Jahren empfohlen, da die Geschichte ziemlich komplex und anspruchsvoll ist.

Der Schreibstil ist wie von der Autorin gewohnt einfach wunderbar und einzigartig! Das Buch beginnt sehr märchenhaft und voller Rätsel und Geheimnisse. Alles wirkt wie ein düsteres Märchen, das mit Legenden und Sagen vermischt wurde. Je mehr man liest desto öfter fragt man sich auch was davon Wirklichkeit ist und was Traum oder Fantasie?

Ich finde das dieses Buch gerade sehr gut in die herbstliche Jahreszeit passt. Der herbstliche Wald im November wird von der Autorin sehr bildhaft beschrieben und mit der Zeit wirkt alles immer düsterer.

Ich mochte die Geschichte insgesamt sehr gerne, besonders der geheimnisvolle, rätselhafte Anfang und das sehr gut geschriebene Ende mit einer gelungenen Auflösung, haben mir gefallen. Die Mitte des Buches ist gut geschrieben, aber manchmal war es mir fast ein wenig zu komplex und rätselhaft, hier war es teils ein bisschen zäh für mich persönlich, aber das ist immer Geschmackssache.

Die Geschichte ist ein Mix aus Märchen, Legende und ganz viel Wechsel von Traum und Fiktion, komplex zu lesen aber mit einer gelungenen Auflösung. Für Fans der Autorin und Jugendliche auf jeden Fall zu empfehlen, gerade jetzt im Herbst oder Winter!

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Rätselhaft, spannend und voller Atmosphäre

Four Heads Missing von Thorsten Schleif

London, 1888

Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Ein neues Hauptquartier wird errichtet, das mächtige Kellergewölbe steht bereits.

Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Arbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket.

Darin eingeschlagen: der entsetzlich zugerichtete Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur.

Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der wortkarge Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise.

Schnell stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Doch kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Auch ihr fehlt der Kopf. Es beginnt die Jagd auf ein gesichtsloses Phantom.

Das Cover alleine ist schon richtig toll gemacht und verbreitet eine düstere Atmosphäre, die auch auch ganz wunderbar zur Handlung der Geschichte passt!

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen! Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, spannend und mitreißend auf der einen Seite, aber auch leicht und verständlich auf der anderen, ein optimaler Mix aus beidem also.

Eigentlich ist dies der zweite Band einer Reihe, aber ich kannte die vorherige Geschichte nicht. das Buch lässt sich aber auch sehr gut ohne großes Vorwissen lesen und ich hatte wenig Probleme in die Geschichte reinzufinden.

Die beiden Ermittler Irene Adams und William Berger sind ein tolles Team! In ihrem Charakter sehr unterschiedlich, aber gemeinsam passt es dann wieder sehr gut. Ich hatte viel Spaß mit ihnen gemeinsam auf Mörderjagd zu gehen.

Der Fall an sich ist spannend und voller Rätsel. Diese zu knacken war gar nicht so einfach und man wurde immer wieder in die Irre geführt. Zu erwähnen ist ausserdem die tolle Atmosphäre in diesem Buch, dieses gruselig-düstere und auch die Zeit rund um 1988 wurde in meinen Augen super eingefangen.

Auf jeden Fall eine große Empfehlung wenn man sich für einen historischen Krimi/Thriller interessiert

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Hat meinen Sohn sogar noch mehr begeistern können als der erste Band

Der verbotene Atlas von Sam Sedgman

Isaac und Hattie werden zu einer hochkarätigen Veranstaltung im französischen Nationalarchiv in Paris eingeladen, um ihre Rettung der Zeit zu feiern.

Doch als Isaac sich auf seine Rede vorbereitet, gehen die Lichter aus und ein Schuss fällt.

Die Polizei glaubt, es handle sich um ein Attentat auf den berüchtigten Geschäftsmann Balthazar Blaise, aber Isaac und Hattie erkennen schon bald, dass etwas ganz anderes vor sich geht, als sie einen Jungen entdecken, der etwas aus dem Archiv entwendet und dann spurlos verschwindet.

Während ihrer Ermittlungen geraten Isaac und Hattie in eine Untergrundwelt und suchen an geheimen und vergessenen Orten nach einem gestohlenen Brief, einer vermissten Schwester und einer Karte, die ein lange verborgenes Geheimnis enthüllen wird ...

Mein Sohn hat schon den ersten Band der Reihe mit großem Vergnügen gelesen und hat mich jetzt nach dem lesen berichtet, dass er diesen Teil sogar noch ein wenig besser gefunden hat! Die Charaktere haben sich hier noch weiter entwickelt, im Vergleich zum ersten Teil und man kann einfach wunderbar mit ihnen mitfiebern! Sowohl Isaac als auch Hattie sind tolle Charaktere, mit denen man sich als Kind gut identifizieren kann.

Das Abenteuer war richtig stark und hat meinem Sohn großen Spaß gemacht. Es gibt Rätsel zu entdecken, Abenteuer zu erleben und die Stadt Paris mit ganz anderen Augen kennen zu lernen.

Fazit: Meinem Sohn hat dieser Teil sogar noch besser gefallen als der erste und er wäre begeistert wenn es noch weitere Bände geben wird!

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Starke Frauen und viel Zusammenhalt!

Die Honigfrauen - Eine neue Heimat von Mirjam Müntefering

Bergisches Land, 1910.

Irma ist verzweifelt: Das Landcafé im Honigstal hat bei der Einweihung versagt! Es fehlen die einzigartigen Kreationen ihres verstorbenen Großvaters.

Einzige Lösung scheint ihre Tante Harriet, die das Talent Ludwigs geerbt hat. Womöglich weiß sie von den geheimen Rezepten? Aber wird Irmas Großmutter die uneheliche Tochter ihres Mannes hier wirken lassen?

Auch Arno lässt sich seit der Eröffnung nicht mehr blicken, während Irmas guter Freund Eugen sich höchst sonderbar verhält.

Als sich ein Tester des Guide Michelin ankündigt, gilt es für die Honigfrauen, zusammenzuhalten.

Das Buch startet nahtlos wo der erste Band geendet hat und Vorkenntnisse sind sinnvoll, jedoch würde sich das Buch zur Not auch eigenständig lesen lassen.

Der Schreibstil ist wunderbar locker und einfach zu lesen und die Landschaftsbeschreibungen des kleinen Cafes sind sehr lebendig und prägen sich beim Lesen auch sehr gut ein. Durch den tollen Schreibstil ist es mir auch nicht schwer gefallen das Buch an fast einem Tag zu lesen.

Das Buch lebt ganz klar von den großartigen Protagonistinnen, die der Leser sehr schnell ins Herz schließt und sie voller Freude auf ihrem Weg begleitet. Alle drei haben einen unterschiedlichen Charakter, aber jede für sich ist sehr stark, liebenswert und klug. Ganz zauberhaft sind aber auch die Nebencharaktere wie Eugen der immer da ist wenn man ihn braucht oder die Weise Minna die mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Geschichte um das kleine Landcafe ist immer spannend und es gibt immer wieder Überraschungen im Buch, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ein toller Abschluss der Reihe, der mich wieder voll in die Vergangenheit hineingezogen hat und mich für ein paar Stunden den Alltag hat vergessen lassen!

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Sehr liebevoll gemacht! Für Fans der Autoren ein MUSS

Die Weltenerschaffer von John Hendrix

Die Welten von C.S. Lewis' Die Chroniken von Narnia und J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe faszinieren seit Generationen Leser:innen jeden Alters.

Doch bevor der Hobbit seine Reise antrat und Narnia seine Türen öffnete, führten die Lebenswege der beiden Autoren durch die Schützengräben des Ersten Weltkriegs.

Später begegneten sie sich in Oxford und fanden ineinander den Mut, über literarische Konventionen hinauszugehen und jene Geschichten zu schreiben, die sie selbst lesen wollten. So prägten die beiden Autoren die Geschichte der Fantasy und veränderten das Erzählen nachhaltig.

Schon alleine das Cover ist eine wahre Pracht und lässt einen gleich an lichtdurchflutete Fantasywelten denken!

Genauso schon wie das Buch von außen wirkt, ist es auch von innen gemacht worden! Hier wechseln sich wunderbare Comic- Elemente mit Fließtexten ab und man erfährt viel über das Leben der beiden großartigen Männer!

Ich bin schon sehr lange ein Fan von Mittelerde und Narnia, und habe sowohl den Hobbit, als auch "Der Herr der Ringe" und alle Bücher von "Die Chroniken von Narnia" verschlungen, sowie auch alle Filme gesehen und bin immer wieder gerne in diese tollen Welten eingetaucht. Sie lassen alle Sorgen und Probleme für einen Moment vergessen.

Ich habe mich so gefreut durch dieses Buch nun auch die Lebensgeschichte der beiden noch besser kennen gelernt zu haben, vieles war mir neu und konnte etwas dazulernen. Dies hat durch den abwechslungreichen Stil des Buches ganz viel Spaß gemacht und ich bin nur so durch die Seiten geflogen!

Das Buch ist sehr liebevoll und schön illustiert worden, viele Zeichnungen sind bunt bemalt und man kann richtig schon in die Welt der Autoren eintauchen.

Ich finde das Buch ist so besonders, dass es ein richtiges Muss für Fans der Autoren ist und es sich ausserdem auch wunderbar als Geschenk eignet.

Der Schluss war absolut berührend und der Autor hat das Ende der beiden in diesem Buch nochmal zu etwas einzigartigem gemacht!

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und gebe verdient die volle Punktzahl. Es wird bei mir einen Ehrenplatz bekommen, so dass ich immer wieder darin blättern kann.

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Unheimlicher und noch mitreißender als die Vorgänger

Irida 3. Irida und das Flüstern in den Feldern von Markus Heitz

Ich kenne bereits die ersten beiden Bücher rund um Irida und Hohenburg und fand sie einfach toll! Voller Sagen, Mythen und fantastischer Wesen. Deshalb wollte ich unbedingt wissen wie es weiter geht und kann sagen, dass der dritte Band sogar noch einen Tick besser geworden ist!

In Hohenburg verschwinden plötzlich Menschen - spurlos.

Aber nicht in den Höhlen, sondern unter freiem Himmel! Ufos? Kidnapper? Irida und die Furchtlosen sind sich schnell sicher: Das ist ein Rätsel für sie!

Recherchen führen sie zu einer unheimlichen Legende, laut der ein Wesen alle sieben Jahre sein Unwesen treibt.

Als nun auch einer der vier Freunde verloren geht, beginnt für Irida und die übrigen Furchtlosen ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie müssen den Fluch brechen und ihren Freund retten!

Der Schreibstil war von Beginn an sehr mitreißend und bildhaft, im Vergleich zu den Vorgängern wurde es diesmal aber auch deutlich unheimlicher! Man konnte gut erkennen, dass der Autor auch Horror-Bücher schreibt.

Es wird gruselig und öfter hat sich eine Gänsehaut von hinten angeschlichen, aber die tollen Sagen, Märchen und Geschichten, die man schon aus den Vorgängern kennt sind auch wieder mit dabei!

Es war ein richtig toller Mix aus Historie, Sagen und Märchen, Grusel, Freundschaft Fantasy. Ab und zu neues lernen konnte man auch noch.

Wer schon die anderen Bücher um Irida gelesen hat, sollte sich dieses unbedingt holen, allen anderen kann ich die ganze Reihe sehr empfehlen, aber bitte in der richtigen Reihenfolge , da man schon immer das Vorwissen braucht.

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Zwischen den Zeilen lesen

Sommerrauschen von Christiane Adlung

Seit Kindheitstagen reist Judith in das Sommerquartier ihrer Familie im Médoc. Der Atlantik, die Wälder und Seen hinter den Dünen – der August verhieß einst endlose Wochen gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester und Natascha, dem Mädchen aus dem Nachbarhaus.

Das Schicksal zerbrach die besondere Freundschaft, die Heranwachsenden verloren einander aus den Augen.

Heute bewohnt Judith, mittlerweile eine erfolgreiche Bildhauerin, mit Robert, den beiden Töchtern und ihrer Mutter das Quartier. Der Verkauf des leer stehenden Nachbarhauses scheint Robert Gelegenheit, die beengten Räumlichkeiten zu erweitern.

In Judith jedoch rühren jene vier Wände mit ihren Geschichten an lang Vergangenem. Als Natascha unvermittelt in Begleitung ihres Mannes eintrifft, kehren all die Erinnerungen, denen Judith seit jenem Sommer vor vierzig Jahren zu entkommen versucht, jäh zurück.

Wenn man das Cover des Buches getrachtet, könnte man auf die Idee kommen es handelt sich um einen leichten und seichten Sommerroman, der die schönen Tage am Strand erzählt. Dies trifft es jedoch ganz und gar nicht, denn das Buch ist so viel mehr als das! Es ist tiefgründig und behandelt interessante Themen, die aber nicht ganz leicht zu lesen sind.

Schon der Schreibstil ist nicht einfach locker- leicht zu lesen wie ein Sommerroman, sondern der Schreibstil ist tiefgründig und man muss auch zwischen den Zeilen lesen. Deshalb erfordert das Lesen auch Zeit und Konzentration, einfach mal zwischendurch "weglesen" ist hier eher schwierig.

Die Protagonistin ist ziemlich eigen, nicht unbedingt eine Sympathieträgerin für mich, aber dennoch ein interssanter Charakter der auch einfach "echt" wirkt. Vorallem das zwischenmenschliche, die Gespräche und Begegnungen haben mir sehr gefallen.

Ich kann das Buch Menschen empfehlen, die sich wirklich auf eine Geschichte einlassen wollen, die zwischen den Zeilen lesen möchten und tiefgründige Geschichten mögen. Wer sympathische Charaktere und eine lockere, sommerliche Handlung sucht, der sollte sich eher ein anderes Buch suchen.

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Die Karte

Das Rad der Welt von Hendrik Lambertus

Lüneburg um 1300.

Die junge Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, des Fürsten Otto, der entschlossen ist, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Doch Agnes' Liebe gilt der Wissenschaft: Begeistert studiert sie Werke der Naturkunde und Geografie. Sie erstellt Skizzen für eine eigene Darstellung der Welt, eine Karte, in die ihr gesamtes Wissen einfließen soll.

Bei ihrer Recherche begegnet sie dem jungen Krämer Liudger, der ihre Leidenschaft teilt und in den sie sich verliebt. Sie plant, mit ihm davonzulaufen, den Standeszwängen zu entfliehen und endlich etwas von der Welt zu sehen, als ihr Vater hinter die Affäre kommt und sie zur Buße für den Rest ihrer Tage ins Heidekloster Ebstorf schickt.


Agnes ist verzweifelt, bis sie den großen Wissensschatz des Klosters entdeckt: die Bibliothek. Während ihr Traum zu reisen in unerreichbare Ferne rückt, wächst die Entschlossenheit, ihre Karte fertigzustellen. Ein prunkvolles Dokument, das die Welt als großes Ganzes abbildet – eine Karte, die in die Geschichte eingehen könnte. Wenn es Agnes gelingt, sie zu vollenden ...

Der Schreibstil war immer sehr mitreißend und leicht zu lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Ausserdem wurde die Welt zu dieser Zeit sehr gut beschrieben, das Buch war wie eine kleine Zeitreise ins 12. Jahrhundert.

Die Handlung habe ich sehr gemocht, sie ist mitreißend und spannend geschrieben. Obwohl das Buch 600 Seiten hat, kam niemals Langeweile auf! Auch die Recherchearbeit war sehr penibel und wunderbar.

Der Autor integriert immer wieder Traditionen und Feste von der damaligen Zeit in die Handlung, ich konnte deshalb allerlei dazu lernen. Auch die Zeit im Kloster wird anschaulich und lebendig beschrieben.

Agnes ist ihrer Zeit vorraus, aber dadurch war ich als Leser auch immer sehr nah an ihr dran und konnte ihr Handeln nachvollziehen.

Ein wirklich tolles Buch über eine mutige Frau, die die erste Karte der Welt vollenden möchte. Nur zu empfehlen

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Humorvoll, aber auch mit ernsten Themen (Hörbuch)

Verlorene Schäfchen von Madeline Cash

Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander.

Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe Zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen.

Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.

Der Klappentext hat mich irgendwie neugierig gemacht und, ich muss es zugeben, ich habe auch schon einiges über diese Geschichte gehört und wollte sie deshalb nicht missen. Und ich kann sagen, dass mich das Hörbuch gut unterhalten hat, mal was er humorvoll, dann aber auch wieder überraschend tiefgründig.

Der Schreibstil war sehr leicht und einfach zu hören und immer mit einer Prise Humor versehen. Bei einigen Themen hat mir dies auch richtig Spaß gemacht und ich musste öfters grinsen, aber manchmal war der Humor auch etwas drüber für einige ernstere Themen, aber dies ist natürlich auch immer Geschmackssache.

Die Geschichte wird aus Sicht von allem Familienmitgliedern erzählt und dies hat eine gelungene Abwechslung ins Hörbuch gebracht, sodass ich auch immer weiterhören wollte.

Es werden allerhand Themen in dieser Geschichte behandelt, es geht um Schönheitswettbewerbe, Arbeitgeber, Seitensprünge, queere Liebe und sogar düstere Themen wie die Machtposition der Reichen dieser Welt spielen am Ende eine Rolle. Insgesamt eine unterhaltsame Story.

Sehr gut gelesen wird diese von der Sprecherin. Anfangs musste ich mich kurz an die Stimme gewöhnen, aber je mehr sie gelesen hat, desto mehr hat sie zum Hörbuch gepasst und hat den feinen Humor zwischen den Zeilen sehr gut vorgetragen! Deshalb kann ich die Story gerade als Hörversion sehr empfehlen.

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