Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marw76:
Märchenhaftes Hörbuch
Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds Eventyr-Saga von Gry Kappel Jensen
Am Rande eines düsteren Waldes lebt Ava mit ihrer kleinen Schwester Linn und ihrem Vater. Das Leben ist hart und die Familie hungert. Als der Vater spurlos verschwindet, irren die Schwestern alleine umher und finden schließlich Unterschlupf bei der unheimlichen Nebula, die tief im Wald in einer alten Kate haust.
Sie sorgt wie eine Mutter für die Schwestern, doch warum nur hält sie die kleine Linn in ihrer Kammer gefangen? Und wer sind all die anderen Kinder, die bei ihr leben? Ava beschleicht ein schrecklicher Verdacht: Ist Nebula eine Hexe?
Auf dieses Hörbuch war ich sehr gespannt, das Cover ist ganz wunderbar und märchenhaft und der Klappentext weckte schnell meine Neugier. Ich lese und höre unheimlich gerne solche Märchenadaptionen und diese Geschichte, die an "Hänsel und Gretel" erinnert hat viel Spaß gemacht.
Die Geschichte ist sehr atmosphärisch und schön geschrieben, vorallem der Anfang erinnert sehr an das Märchen ums Hexenhäuschen. Sehr leicht und einfach verständlich kann man sich ganz auf die Geschichte konzentrieren. Dennoch ist das Buch nichts für Kinder, da es hier schon einige unheimliche und gruselige Szenen gibt.
Der Anfang und der Schluss der Geschichte haben mir richtig gut gefallen, der Mittelteil war ebenfalls unterhaltsam, aber ich meine das ein-oder andere hätten man hier auch kürzen dürfen. Nichtsdestotrotz hat mir die Grundidee richtig gut gefallen wer in der Geschichte denn nun eigentlich gut und wer böse ist.
Mit der Sprecherin musste ich, zugegeben, erst warm werden. Sie hat eine etwas verwaschene Stimme und vorallem wie sie das "sch" ausspricht hat mich irgendwie zunächst irritiert. Aber je mehr ich gehört habe, desto besser und märchenhafter fand ich die Stimme und muss am Ende sagen, dass sie sehr gut zum Hörbuch gepasst hat und das ganze noch ein wenig mystischer und atmosphärischer gemacht hat.
Leben zwischen Ost- und Westberlin
Die geheime Mission von Titus Müller
Nela wächst als Tochter einer Kommunistin auf und hilft beim Aufbau in der Sowjetischen Zone. Vom Vater redet die Mutter nur verächtlich, er ist in ihren Augen ein Kollaborateur der Nazis.
Nela trifft sich heimlich in Westberlin mit ihm. Je näher sie den Vater kennenlernt, desto mehr erfährt sie über ihn und die tragische Vergangenheit der Familie.
Und desto mehr muss sie ihre Ideologie hinterfragen.
Als die Lage in den westlichen Sektoren Berlins sich weiter zuspitzt, gesteht ihr der Vater, für die CIA zu arbeiten, und macht sie zur Kurierin zwischen Ost und West.
Bald steht Nela zwischen allen Fronten und muss entscheiden, wen sie künftig unterstützen will. Auch Erik, den sie in der Redaktion der »Jungen Welt« kennenlernt, wirft Fragen auf. Wochenlang bleibt er verschwunden und offenbart ihr nicht, wo er war. Wem kann Nela noch vertrauen?
Ich habe schon "Die Dolmetscherin" von Titus Müller gelesen und war ganz begeistert von diesem Roman! Auch mit seiner neuen Geschichte konnte er mich wieder überzeugen, auch wenn sie für mich nicht ganz an die andere Story rankommt, aber das liegt vielleicht auch einfach am persönlichen Interesse welche Zeit man da als Leser spanneder findet.
Wieder ist es dem Autor gelungen den Leser ganz in die Vergangenheit Deutschlands mitzunehmen, es war wie eine sehr spannende Zeitreise und ich habe wieder sehr viel dazulernen dürfen! Das Leben in West-und Ostberlin wird in der Geschichte sehr eindrücklich beschrieben und man erlebt die Geschichte sehr bildhaft mit, die Unterschiede, die Vor- und Nachteile der Luftbrücke und vieles mehr.
Der Autor hat für diesen Roman wieder sehr akribisch recherchiert und, obwohl ich schon einige Romane über diese Zeit gelesen habe, hat der Autor es immer wieder geschafft mich mit neuen, spannenden Fakten zu überraschen, die ich so noch nicht zuvor gehört hatte.
Die Story an sich ist spannend geschrieben und Langeweile kommt keine auf, die Personen sind authentisch, auch wenn nicht alle immer sympathisch sind. Die meisten Entscheidungen konnte ich auch gut nachvollziehen, bei einigen war ich aber auch mal überrascht.
Am Ende bleiben ein paar Fragen offen, deshalb bin ich nun sehr gespannt auf den zweiten Teil der Reihe und freue mich schon Nela dort wiederzusehen.
Lesenswert ist auch das kleine Nachwort, in dem nochmal die historischen Begebenheiten erklärt werden. Ein sehr gelungener Auftakt, den ich weiterempfehlen kann. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Neuanfang auf Neuseeland
Das Blau auf der anderen Seite von Lucinde Hutzenlaub
Ihre Hochzeitsreise sollte Karla und Sebastian nach Neuseeland führen. Doch Sebastian stirbt, und Karla steht vor den Scherben ihres Lebens.
Dass es ihr gelungen ist, den Flug nach Christchurch dennoch zu buchen, wundert sie selbst am meisten.
Als sie einen Zwischenhalt auf der Apfelplantage der 97-Jährigen Auswandererin Marge macht, stößt sie in der Scheune auf Dokumente von Dr.
Joshua Eichelbaum, die von einer dunklen Epoche in Deutschland erzählen. Und von einem Band, das die beiden ungleichen Frauen auf schicksalhafte Weise verbindet.
Dieses Buch ist etwas für Leser, die gerne über Hoffnung und Neuanfang lesen, egal wie alt man ist und egal wie lange es dauert mit der Vergangenheit abschließen zu können.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, locker und leicht fliegen die Seiten nur so dahin. Außerdem versteht die Autorin es Neuseeland sehr anschaulich zu beschreiben und ich habe immer wieder nach Bildern gegoogelt und würde gerne selbst einmal dorthin reisen.
Die Geschichte ist einerseits aus der Sicht von Karla und der 97-jährigen Marge geschrieben, aber auch Tagebucheinträge von Dr. Eichelbaum und seiner Frau begleiten die Storyline und bringen Abwechlung.
Ich mochte das Buch sehr gerne, es kann berühren und schafft Hoffnung das ein Neubeginn immer wieder neu möglich ist. Gerne empfehle ich die Geschichte weiter und werde mir die Autorin merken.
Eine Hommage an Marilyn Monroe
Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex von Hektor Haarkötter
Im Spätsommer 1956 kommt es in London zu einem ungewöhnlichen Treffen, um das sich bis heute viele Geheimnisse ranken: Marilyn Monroe , damals der größte Star Hollywoods, sucht die Psychoanalytikerin Anna Freud in deren Haus in Hampstead auf.
Sieben Tage lang begegnen sich zwei Frauen, die auf völlig unterschiedlichen Bühnen agieren und doch von ähnlichen Fragen getrieben sind: Identität, Begehren, Selbstbild und innerer Zerrissenheit.
Das Buch ist einfach wunderbar! Der Schreibstil hat sich sehr leicht lesen lassen und ich konnte richtig in das Buch eintauchen! Ich habe einiges über die beiden spannenden Frauen lernen können, über ihre Ansichten über das was sie als Mensch ausgemacht hat.
Dem Autor ist hier ein sehr feiner und toller Spagat aus Fiktion und echten Fakten gelungen, und man merkt ihm auch an wie wichtig ihm das Buch ist und wie viel Herzblut darin steckt!
Wer Marilyn (und natürlich auch Anna Freund) einmal näher kennen lernen möchte, der sollte sich dieses Buch hier auf jeden Fall ansehen. Ich empfehle es gerne weiter und wünsche diesem Buch viele Leser, denn es ist wirklich etwas besonderes geworden!
Magie und Tiermedizin
Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow
Gwendolynne Chan will nur ihren Abschluss am Seamere College für magische Tiermedizin schaffen und die Auszeichnung als Jahrgangsbeste erhalten. Doch Harrisford Briggs, ihr arroganter Kommilitone aus reichem Elternhaus, kommt ihr dabei ständig in die Quere.
Als gefährliche Magieexplosionen die Stadt erschüttern, die etwas mit den magischen Tieren in Gwens und Harrisfords Obhut zu tun haben, bleibt ihnen nur eins: zusammenarbeiten.
Zwischen knisternden Flirts, hitzigen Wortgefechten und einem mürrischen, sprechenden Kater steht plötzlich mehr auf dem Spiel als nur ihr Abschluss, nämlich das Schicksal der ganzen magischen Welt.
Der Schreibstil hat mich gleich sehr gut gefallen, er liest sich sehr leicht und angenehm und deshalb wollte ich das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Idee der magischen Tiermedizin fand ich sehr interessant und eine richtig spannende Idee die hier auch gut in die Geschichte gepasst hat. Auch die magische Welt wird gut beschrieben und ich mochte es sehr, dass es sich hier um eine magische Welt in unserer modernen Welt handelt. Manchmal hätte ich mir aber noch mehr, beziehungsweise früher mehr Infos über die Magie in der Welt gewünscht, das war mir manchmal nicht ganz klar.
Gwen mochte ich als Charakter gerne, gerade am Anfang ist sie sehr zielstrebig und lässt sich auch durch nichts von ihrem Traum abbringen das fand ich toll. Harrisford war erst sehr arrogant aber wenn man hinter die Fassade blickt, habe ich ihn zum Ende hin fast noch mehr gemocht als Gwen.
Die Geschichte ist spannend, interessant, mal actionreich aber es gibt auch spicy-Szenen. Etwas nervig fand ich allerdings, dass die Protagonisten immer wieder deutlich jünger gewirkt haben wie mitte 20. Da habe ich oft gedacht ich hätte es hier mit Teenagern zu tun.
Insgesamt aber ein wirklich toller Auftakt der Reihe, mit viel Magie und tollen fantasievollen Tieren und Charakteren. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe.
Wunderbares Buch von innen und außen
Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan
Das Cover ist schon ein Blickfang, aber ich habe eher mit einer seichten Geschichte gerechnet. das mich das Buch so in seinen Bann ziehen würde, hätte ich nicht erwartet und bin absolut positiv überrascht worden!
Inhaltlich dreht es sich um Roz die nach dem Tod ihrer Mutter Australien den Rücken kehrt.
Sie trägt nur einen Ring mit einem leuchtenden Opal bei sich, ein Erbstück, das sie bei der Räumung ihres Zuhauses entdeckt hat.
In London, zwischen den antiken Schätzen eines kleinen Ladens, fühlt sie sich auf beinahe mystische Weise von einem Gemälde angezogen, das vier Felsen an der Küste Schottlands zeigt. Von einer unstillbaren Sehnsucht getrieben, reist sie nach Skara, in die Heimat der verstorbenen Malerin.
Gemeinsam mit Drew, einem charismatischen Inselbewohner, enthüllt Roz nicht nur die Geschichte einer großen Liebe, sondern auch das tragische Geheimnis von vier Schwestern, das ihr eigenes Leben für immer verändern wird .
Der Schreibstil ist sehr locker zu lesen und ich wollte einmal mit dem Buch begonnen immer wissen wie es weiter geht. Auch die Beschreibungen der Landschaft hat mich wirklich umgehauen, ich hatte alles so schön vor Augen!
Die Charakteren wurden alle authentisch beschrieben und vorallem Roz war mir sehr schnell sympathisch. Aber auch Drew hat es mir nicht schwer gemacht ihn zu mögen und so konnte ich richtig gut mit ihnen mitfiebern und habe die Geschichte sehr genießen können!
das Buch ist nicht nur eine seichte Liebesgeschichte, mit etwas Familiengeheimnis wie zunächst erwartet. Sie ist so berührend, überraschend und auch voller Spannung das ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte, bis zum Schluss!
Ich freue mich schon jetzt sehr auf den nächsten Teil der Reihe, den der Auftakt konnte mich absolut von sich überzeugen.
Das Internet- großes Glück oder Gefahr?
Just Watch Me von Lior Torenberg
Dell Danvers braucht dringend Geld. Ihre Schwester liegt im Koma, das Krankenhaus will die lebenserhaltenden Maschinen abstellen.
In ihrer Verzweiflung startet Dell einen siebentägigen Livestream, um Spenden zu sammeln: schlagfertig, wütend, voller Schmerz und Schärfe - im wahrsten Sinne des Wortes, denn bald feiert das Internet ihre Chili-Challenges.
Je größer die Aufmerksamkeit, desto mehr entgleitet ihr die Kontrolle. Wie viel kann man von sich preisgeben, ohne sich selbst aufzugeben?
Mich hat das Thema des Buches und der Klappentext schnell faszinieren können. Wie wichtig ist heutzutage das Internet, manche verdienen viel Geld damit, haben Fans und Follower. Da stellt sich immer wieder die Frage: Internet-Fluch oder Segen?
Dieses Buch geht dem Thema mit viel Atmosphäre und Leidenschaft auf den Grund. Ich mochte zum Beispiel den Schreibstil sehr, der nicht nur Fließtext, sondern auch Chatnachrichten vereint. Das macht das Thema noch echter und greifbarer und man hat sich wirklich sehr nah an diesem Thema "Livestream" gefühlt.
Dell Danvers als Protagonistin ist nicht immer ganz einfach zu verstehen für mich als Leser. Sie handelt teils aus Trotzigkeit und sehr impulsiv und reflektiert das Verhalten in dieser Zeit wenig. Hier ist es mir manchmal schwer gefallen an sie als Mensch ranzukommen.
Das Buch ist auf jeden Fall sehr fesselnd und interessant geschrieben und einmal mit dem lesen angefangen ist es mir schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen. Man fiebert schon sehr mit und möchte immer wissen wie es weiter geht, es entwickelt sich eine Sogwirkung.
Andererseits ist es schon auch nichts für schwache Nerven, denn es geht hier auch darum die eigenen Grenzen zu testen und wie weit man eigentlich gehen kann/würde.
Ich finde das Buch richtet sich an ein breites Publikum, es ist auf jeden Fall etwas für junge Erwachsene, die ja auch viel in der Welt des Internets unterwegs sind, aber auch andere interessierte Leser werden sicher in den Bann gezogen werden. Gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 Sterne.
Eine sehr berührende Liebesgeschichte!
Das Echo deines Namens von Diana Ak
Ein Neuanfang in New York das ist alles, was Brittany Haris wollte, doch zwischen beruflichem
Erfolg und einer unerwarteten Begegnung mit Alex Sullivan, ihrem charismatischen und
verschlossenen Chef, wird sie in eine Welt aus Gefühlen und Geheimnissen gezogen.
Am Ende schreibt das Leben seine eigenen Regeln.
Ein Moment reicht aus, um alles zu verändern. Ein Tag, der Brittany zwingt sich ihren tiefsten Ängsten und Fragen zu stellen: Was bleibt, wenn alles zerbricht?
Der Schreibstil der Geschichte ist sehr leicht und locker zu lesen, ohne große Schnörkel kommt man beim Lesen gut vorran und ich habe die Geschichte in nur zwei Tagen regelrecht verschlungen.
Die Autorin hat ausserdem ein Händchen dafür die Personen sehr nahbar zu beschreiben und so konnte ich mir die Gedanken und Gefühle der drei Protagonisten sehr gut vorstellen. Sie waren echt und authentisch und vorallem Brittany war mir schnell sympathisch.
Es gab aber auch immer wieder interessante Wendungen in der Geschichte mit denen ich nicht gerechnet habe, dazu gehörte zum Beipiel wie sich Alex und sein Freund Nathan überhaupt kennen gelernt haben und auch wie der schicksalhafte Tag von 9/11 für die drei Personen enden wird.
Eine unglaublich schöne, berührende und besondere Geschichte, die einem das Herz erwärmt. Manchmal humorvoll, manchmal etwas traurig aber vorallem so hoffungsvoll und wunderschön!
Ich empfehle das Buch wirklich allen weiter, die an besonderen und berührenden Liebesgeschichten ihre Freude haben!
Mehr Krimi als Thriller
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
Im November 1967 möchte sich die vierzehnjährige Marsibil mit ihrem heimlichen Brieffreund treffen, doch am verabredeten Abend schafft sie es nicht zum Treffen zu gehen.
Dafür verschwindet ihre Schwester Stina in dieser Nacht, nur der blutbefleckte Anorak wird an dem Ort gefunden, an dem Marsi sich mit ihrem Brieffreund verabredet hatte.
Zehn Jahre vergehen und Stinas Verschwinden bleibt weiterhin ungelöst. Doch dann erhält Marsi einen Brief von ihrem ehemaligen Brieffreund.
Jetzt muss sie die Wahrheit ans Licht bringen, auch wenn sie sich dabei nicht auf ihre eigenen Erinnerungen verlassen kann.
Der Klappentext des Buches ist total spannend und hat mich wirklich neugierig gemacht, jedoch verspricht dieser viel mehr Spannung und Gänsehaut, als man dann in der Geschichte bekommt.
Ich hatte schon so meine Probleme ins Buch reinzufinden, es tauchen gleich viele verschiedene isländische Namen auf und man muss sehr aufpassen das man die Personen nicht verwechselt. Das Buch wird einmal in der Vergangenheit aus Sicht von Stina geschrieben und in der Gegenwart aus Sicht von Marsibil. Kapitelweise wechseln sich die Zeiten ab und dies macht das Lesen eigentlich recht abwechslungsreich.
Trotz der spannenden Grundstory liest sich das Buch leider über viele Strecken sehr zäh, ohne das viel Spannung aufkommt. Marsi befragt allerhand Personen im Dorf und es liest sich mehr wie ein Krimi ohne viele Gänsehautmomente. Die Autorin macht eigentlich jede Person im Dorf verdächtig, jeder hat irgendein Motiv. Statt Spannung hat dies für mich eher ein Gefühl von Frust geschaffen, es waren einfach viel zu viele Fährten.
Schwierigkeiten hatte ich auch mit den Charakteren, alle waren etwas seltsam, Sympathieträger gab es gar keine und manche Handlungen waren nicht so ganz nachvollziehbar.
Erst nach ungefährt 3/4 des Buches kam richtig Spannung und Nervenkitzel auf und dann hat das Lesen auch wirklich Spaß gemacht, es gab unerwartete Wendungen, aber auch Lösungen mit denen ich schon gerechnet hatte. Leider hatte das Ende für mich einige Logikfehler, weshalb ich dann von 3,5 Sternen auf 3 Sterne bei der Bewertung gekommen bin.
Für Fans von isländischen Krimis sicher ein passendes, interessantes Buch mit vielen falschen Fährten, wer einen Psychothriller sucht, ist hier eher falsch.
Hätte noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen dürfen
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
In einer idyllischen Kleinstadt erleben Britta, Pia und Martin eine Jugend voller Abenteuer und kindlicher Träume, doch dann reißt ein verhängnisvoller Sommer die enge Freundschaft der drei auseinander.
Zwei Jahrzehnte später, Inmitten von Schmerz und Vergebung müssen Britta, Pia und Martin entscheiden, ob ihre Freundschaft stark genug ist, um die Schatten der Vergangenheit zu überwinden.
Doch ein gut gehütetes Geheimnis droht die zarten Bande, die sie miteinander verbinden, endgültig zu zerreißen.
Das Cover des Buches ist ja ganz zauberhaft und deshalb wollte ich auch unbedingt wissen was sich hinter dem sommerlich- leichten Cover wohl für eine Geschichte zu verbergen hat!
Der Schreibstil war einfach zu lesen und hatte eine gewissen Leichtigkeit, deshalb bin ich im Buch auch gut vorrangekommen und wollte immer wissen wie es weitergeht. Vielleicht war es aber auch ein wenig zu viel Leichtigkeit, denn ich habe ab und an auch ein wenig die Tiefe vermisst.
Das die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen spielt fand ich schön, ich liebe solche Geschichten. Die Vergangenheit mochte ich sehr gerne, die Gegenwart spielt in der Coronazeit. Anfangs fand ich dies interessant aber es hat dann eigentlich wenig für die Geschichte getan.
Insgesamt mochte ich die Geschichte gerne lesen und kann sie empfehlen, aber ich hätte mir hier und da noch mehr Tiefe für die Geschichte und für den Umgang mit den Problemen gewünscht.











