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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marw76:

Mitreißende historische Geschichte für ältere Kinder

Joshua Jackelby von Benedict Mirow

Cover: Das Cover ist wirklich ein Hingucker und ist mir direkt ins auge gefallen. Ich finde es wunderschön gemacht und dann auch noch sehr detailgetreu mit den Protagonisten im Vordergrund und der Kutsche und den Banden unten im Hintergrund. Es passt sehr gut zur Geschichte und lädt zum längeren Betrachten ein.

Auch die tolle Karte in den Buchklappen ist eine Erwähnung wert und ebenfalls wirklich toll gezeichnet!

Inhalt: London, 1851. Joshua Jackelby, ein cleverer Zeitungsjunge, träumt von einem eigenen Pferd und einer Zukunft als königlicher Bote. Als er einen verletzten Hundewelpen aus der Themse rettet, ahnt er nicht, dass dies sein Leben für immer verändern wird. Zusammen mit seinen Freunden und seiner treuen Hündin Hazel stellt sich Josh den düsteren Schatten Londons: einer Welt aus Straßenbanden, Schurken und verborgenen Geheimnissen. Im Wettlauf gegen die Zeit jagt er Dieben nach, die einem genialen Erfinder seine Pläne für eine bahnbrechende Flugmaschine gestohlen haben – und deckt dabei eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft reicht. Und damit geraten Josh und seine Freunde in Lebensgefahr!

Meine Meinung: Mir hat dieses Kinder- und Jugendbuch, das den Leser mit ins London des 19. Kahrhunderts mitnimmt richtig gut gefallen! Der Schreibstil passt gut zum Genre, ist einfach und kindgerecht und dennoch sehr bildhaft und lebendig geschrieben. Vorallem das Leben von damals wird wirklich eindrücklich und unbeschönt beschrieben und deshalb ist das Buch auch eher eine Empfehlung für ältere Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene, die sich für das Genre und die Geschichte intressieren. Die Charaktere sind authentisch und sympathisch beschrieben, vorallem der Zusammenhalt zwischen Jackelby und den Jungs vom Bahnhof ist immer spürbar und hat mir sehr gut gefallen. Obwohl das Buch düster ist und eher ein Mix aus historischem Roman und Krimi darstellt (natürlich Kinderkonform), besticht es auch durch exotische Ideen wie einen Ballon der einen in die Lüfte trägt oder einem Zirkus mit Artisten und Wahrsagern. Mir hat die Geschichte bis zuletzt gut gefallen und die Spannung war immer da. Das Ende war mir fast ein wenig zu actiongeladen, aber dies ist immer auch Geschmackssache und ich vergebe deshalb gerne eine Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sternen.

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Spannend und überraschend

Der Trailer (Donkerbloem 1) Donkerbloem von Linus Geschke

Cover: Das düstere Cover mit dem Wohnwagen passt optimal zu diesem Thriller, der sich im Kern auf einem Campingplatz abspielt. Das Cover macht neugierig auf die Geschichte und sieht unheimlich aus.

Inhalt: Ein abgelegener Campingplatz in den Ardennen. Eine Studentin, die dort unter mysteriösen Umständen verschwindet.

Als der Fall auch knapp 15 Jahre später noch ungelöst ist, nimmt die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke an einem True-Crime-Podcast teil, um den Fokus der Öffentlichkeit erneut auf die Geschehnisse zu richten. Sie ahnt nicht, dass sie damit nur weitere Morde auslösen wird. Wout Meertens, ein schmieriger Barbesitzer aus Köln, hört diesen Podcast. Er war zur selben Zeit wie die verschwundene Lisa Martin in Camp Donkerbloem, aber er redet nicht mit der Polizei. Verurteilte Stalker tun das nie. Nicht, wenn sie sich nicht selber verdächtig machen wollen. Als sich die Wege von Frieda und Wout kreuzen, wird klar, dass sie nur gemeinsam herausfinden können, was mit Lisa Martin geschah. Dafür müssten sie sich jedoch vertrauen, ohne es später zu bereuen.

Meine Meinung: Ich liebe gut geschriebene und mitreißende Thriller und der Autor war mir vorher bereits bekannt. Deshalb war ich gleich sehr gespannt auf das Höruch. Und was soll ich sagen? Ich wurde richtig gut von der Geschichte unterhalten. Es hat mich von Anfang bis zum Ende mitgerissen. In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist dabei locker, ohne viel Geschnörkel und bildlich , sodass ich mich ganz auf den Inhalt konzentrieren konnte. Ausserdem war das Hörbuch so spannend und mitreißend, dass ich in jeder freien Minute weiterhören wollte. Obwohl die Protagonisten eigentlich keine Sympathieträger sind, fand ich gerade Wout Meertens immer sympathischer, er wirkt irgendwie cool und kann einen überraschen. Außerdem sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und handeln authentisch und nachvollziehbar. Sehr überraschend ist auch das Ende des Thrillers. Eine große Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Ein kleiner Cliffhanger findet sich am Ende, für einen zweiten Teil, jedoch ist der Fall an sich abgeschlossen und das finde ich immer das Wichtigste. Der Sprecher hatte eine tolle Stimme, die gut zu diesem Hörbuch gepasst hat. Er hat diesen düsteren Thriller gut eingefangen und noch lebendiger gemacht. Zusammengefasst ist „Der Trailer“ ein mitreißender Pageturner, den ich in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen habe. Von mir erhält das Hörbuch ganz klar 5 von 5 Sternen

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Großartig gelesen

Unbeugsam wie die See von Emilia Hart

Cover: Das Cover passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte, denn es geht immer wieder um den Ruf des Ozeans, die raue See und mystische Kreaturen im Wasser.

Inhalt: 2019: Lucy erwacht aus einem Albtraum und findet ihre Hände an der Kehle ihres Ex. Entsetzt flieht sie zu ihrer Schwester Jess an die australische Küste, doch diese ist verschwunden.

Während Lucy auf ihre Rückkehr wartet, erfährt sie von seltsamen Ereignissen in der Kleinstadt: Männer sind verschwunden, ein Baby wurde in einer Höhle gefunden, und Seeleute hören Frauenstimmen auf den Wellen. 1999: Jess ist eine einsame Sechzehnjährige in einer ländlichen Stadt in der Mitte des Kontinents. Mit einer seltenen Wasserallergie diagnostiziert, hat sie sich schon immer anders gefühlt, bis ihr junger, charmanter Kunstlehrer sich für ihre Zeichnungen interessiert. 1800: Die Zwillingsschwestern Mary und Eliza wurden von ihrem Vater in Irland getrennt und nach Australien verbannt. Auf der langen Reise beginnen sie, seltsame Veränderungen an sich zu bemerken und spüren, wie das Meer sie zu rufen scheint...

Meine Meinung: In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil gefällt mir absolut gut, denn er ist mystisch und schön bildlich gewesen und konnte mich begeistern und mitreißen. Ich habe mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens gefühlt und es hat sich auch ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die einzelnen Charaktere wurden interessant beschrieben und vor allem Lucy, Mary und Eliza sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich habe alle drei Zeitebenen sehr gerne gelesen, 2019 geht es mehr um Nachforschungen was an einen Krimi erinnert, im Jahr 1999 ist es eher ein Drama und das Jahr 1800 ist einem historischen Roman angelehnt, aber alle drei Handlungsstränge vereinen mystische Frauenwesen, die von der See gerufen werden. Ich fand die Geschichte wirklich packend und wollte in jeder freien Minute weiterlesen. Langweilig wurde es bei dem Buch nie. Im Gegenteil: Mitreißend wird die Storyline erzählt mit einigen überraschenden Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Das Hörbuch wird wirklich großartig gelesen, in jeder Zeitebene liest eine andere Sprecherin vor und alle passen sehr gut zu den jeweiligen Charakteren und machen die Geschichte lebendig und schön. Ich kann die Geschichte deshalb gerade auch als Hörbuch sehr empfehlen.

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Gelungener Reihenauftakt

Der Wind von Yorkshire von Lia Scott

Cover: Das Cover konnte mich gleich begeistern und passt mit der etwas rauen aber wunderschönen Landschaft sehr gut zur Geschichte die rund um Yorkshire spielt. Das Cover hat mich direkt neugierig gemacht und konnte mich in den Bann ziehen.

Inhalt: Yorkshire, 1868: June Barlow wächst mit ihren beiden Schwestern in den malerischen Craven Dales auf.

Am liebsten unterstützt sie ihre Tante Eliza, die als Hebamme und Heilerin die Menschen versorgt. Doch als Junes ältere Schwester Schwindsucht bekommt, ist sie gezwungen, sich Arbeit in einer der zahlreichen Spinnereien von Bradford zu suchen – eine der schmutzigsten Städte Englands. Hier rauchen die Schornsteine so sehr, dass der Himmel nie richtig hell wird. Dort trifft June ausgerechnet auf Franky O’Donovan. Sie kennt den eigensinnigen irischen Wollsortierer von früher. Er hat ein besonderes Feingefühl, das es ihm ermöglicht, die gute Wolle von der schlechten zu unterscheiden. Tatsächlich scheint er die ganze Welt zu erfühlen. Doch June weiß, dass Franky auch eine dunkle Seite hat, denn die beiden verbinden die Geschehnisse einer besonders düsteren Nacht. Und trotzdem konnte sie ihn nie vergessen.

Meine Meinung: Ich lese sehr gerne Bücher mit einem schönen Setting und interessanten Figuren, die mich mit ihren Geschichten fesseln. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe. In die Geschichte habe ich gut hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht, schön bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Geschichte selbst war anfangs noch etwas schleppend, aber nach und nach wurde Spannung aufgebaut und zum Ende hin konnte ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Das Ende ist etwas fies, da man nach einem Cliffhanger auf den nächsten Teil warten muss, aber ich wurde von dem Buch gut unterhalten und vergebe deshalb 4 von 5 Sternen. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Reihe.

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Mutige Frauen in einer harten Zeit

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit von Corina Bomann

Cover: Das Cover passt sehr gut zu dieser Geschichte, im Vordergrund ist die Protagonistin Liv zu sehen und im Hintergrund das Haus "Rosenhag". Ausserdem mag ich, dass man sofort sieht das es der zweite Teil der Reihe ist, da es sehr dem Coverbild vom ersten Band ähnlich sieht.

lnhalt: Karlskrona 1910.

Dank ihrer Freundschaft und ihres Mutes haben Marlene und Liv gemeinsam eine Zuflucht geschaffen: Der malerische Rosenhag ist ein Ort, an dem Frauen einander helfen, sich gegenseitig unterstützen und Geheimnisse austauschen – ganz gleich, welche Herkunft sie auch haben mögen. Doch als ein Mann aus Marlenes Vergangenheit plötzlich in ihrem wohl geordneten Leben auftaucht, scheint alles, woran sie einst glaubte, nicht mehr gültig. Und auch das zarte Band zu Oskar könnte nun zerreißen. Liv hingegen ist bereit, sich neu zu verlieben. Wäre da nicht ihr grausamer Ehemann Sten Boregard, der mit allen Mitteln versucht, ihr Leben aus den Angeln zu reißen. Mit Zuversicht wollen die Frauen in eine selbstbestimmte Zukunft schreiten – aber ihnen werden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Können sie ihren Gegnern endlich gemeinsam die Stirn bieten? Oder müssen sie ihre Träume ein für alle Mal aufgeben?

Meine Meinung: Ich lese immer wieder sehr gerne historische Romane, die mich mit interessanten Figuren unterhalten sowie mit einer mitreißenden Storyline. Nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe, wusste ich direkt, dass das ein Buch ganz nach meinem Geschmack sein wird. Und ich muss sagen, dass ich regelrecht durch den Roman geflogen bin. Da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt, war ich vorerst etwas ängstlich, dass ich nicht richtig in die Geschichte hineinfinden werde. Aber das hat sich als unproblematisch herausgestellt. Die Autorin schafft es vergangene Vorkommnisse in die Geschichte zu integrieren, so dass ich mich nach kurzer Zeit gut zurecht gefunden habe. Die einzelnen Charaktere wurden auch interessant beschrieben und vor allem Marlene, Liv und Oscar sind mir richtig ans Herz gewachsen. Die Geschichte selbst blieb die ganze Zeit über unterhaltsam und mitreißend. Ich habe richtig mitfiebern müssen und vor allem das Ende war nochmal richtig spannend und man ist nach dem Lesen sehr erleichtert als Frau in der heutigen Zeit zu leben. Im Roman lernt man ein wenig über Suffragetten und vorallem wie es sich als Frau Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt hat, als die Welt von Männern dominiert war. Ich wurde sehr gut unterhalten von dem Roman und vergebe gute 4,5 von 5 Sternen.

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Interessante Dystopie

Soulmates and Other Ways to Die von Melissa Welliver

Cover: Das Cover ist sehr jugendlich und bunt gestaltet und passt durch den Comicstil gut zur Zielgruppe der Jugendlichen. Das es sich um eine Dystopie handelt, merkt man aber erst auf den zweiten Blick, finde ich.

Inhalt: Zoe ist ein echter Kontrollfreak, durch und durch organisiert und sie will vor allem eins: unbedingt am Leben bleiben! Gar nicht so einfach in einer Welt, in der das Überleben von einem per Gencode vorgegebenen Seelenverwandten abhängt.

Und erst recht nicht, wenn der eigene Soulmate scheinbar von Gefahr angezogen wird und ein absoluter Adrenalinjunkie ist. Als Zoe herausfindet, dass es ausgerechnet Milo Spencer ist, mit dem sie ihr Leben verbringen soll, ist ihr klar: Sie müssen unbedingt eine Heilung für diese ganze Seelenverwandten-Scheiße finden. Denn NIE IM LEBEN wird sie mit Milo mehr Zeit verbringen als unbedingt notwendig!

Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan von Dystopien und deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich habe es in nur wenigen Tagen verschlungen und wurde davon gut unterhalten. In die Geschichte habe ich sehr gut hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht und jugendlich und passt gut zu der Zielgruppe. Es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich habe das Buch auch in nur wenigen Tagen verschlungen. Sowohl Zoe als auch Milo wurden interessant beschrieben, jedoch konnte ich die Anziehung zwischen den Beiden nicht immer so richtig greifen, was etwas schade gewesen ist, den beide sind wirklich sympathisch und tolle Charaktere. Die Story selbst blieb recht spannend und Ich wurde auf jeden Fall – trotz der kleinen Schwächen – gut von dem Buch unterhalten. Die Geschichte bekommt deshalb 4 Sterne und eine Leseempfehlung, vorallem für die Zielgruppe der Jugendlichen und solche, die gerne Dystopien lesen.

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Der geheimnisvolle Kaspar Hauser

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten von Davide Morosinotto

Cover/Illustrationen: Das Cover des Buches ist schon sehr geheimnisvoll und düster gemacht. Man sieht die Protagonistin Greta Grimaldi darauf und ausserdem Bücher und Zeitungsausschnitte die von Kaspar Hauser erzählen. Die Lupe, die Handschuhe und der alte Schlüssel zeigt schon sehr gut, dass es sich hier um das Genre eines historischen Krimis handelt.

Im Buch finden sich eine wirklich schön gezeichnete alte Karte von Nürnberg und auf einigen Seiten im Buch finden sich alte schwarz-weiss Zeichnungen von Briefen, Bildern und Zeitungsauschnitten. Diese passen sehr gut zum Buch und zu dessen Inhalt und unterstreichen das düstere und geheimnisvolle der Geschichte noch.

Inhalt: Nürnberg 1829. Greta hastet durch dunkle Gassen. Sie muss Kaspar Hauser treffen, den mysteriösen Fremden, der allen ein großes Rätsel aufgibt. Wurde er als Kind tatsächlich viele Jahre lang in einem Keller gefangen gehalten, wie er behauptet? Gemeinsam mit ihrem Vater, dem berühmten Meisterdetektiv Dr. Grimaldi, stößt Greta auf ein immer größeres Dickicht aus Täuschungen und Geheimnissen.

Meine Meinung: Natürlich kannte ich die Geschichten rund um Kaspar Hauser und ich fand die Erzählungen um sein geheimnisvolles Auftauchen in Nürnberg und seinen mysteriösen Tod schon immer faszinierend. Deshalb musste ich das Buch auch unbedingt lesen und es hat sich gelohnt! Der Schreibstil ist sehr bildhaft und leicht zu lesen. Es liest sich alles sehr locker und die Seiten fliegen nur so dahin, natürlich auch durch die mitreißende Handlung. Greta Grimaldi ist eine Protagonstin mit der man schnell mitfiebern kann, sie ist nicht fehlerlos aber gerade das macht sie authentisch und lebendig. Toll fande ich, wie der Autor die wahren Begebenheiten in die Handlung einfließen lässt und man Kaspar Hauser und die verschiedenen Theorien rund im seine Person besser kennenlernen kann. Es hat großen Spaß gemacht mitzurätseln wer dieser geheimnisvolle Junge wohl gewesen sein könnte. Das Ende fand ich wirklich gut gelöst, es war nachvollziehbar aber trotzdem mit überraschendem Ausgang. Das Buch wirkt ja schon vom Cover und dem Klappentext recht düster und ich würde es deshalb auch wirklich nur Kindern empfehlen die mit düsteren Themen wie eingesperrt sein, Tod und Attentaten klarkommen. Natürlich ist die vergangene Zeit immer auch etwas dunkler und bei diesem Buch ist das besonders oft gegeben, sodass man schon starke Nerven braucht. Gut finde ich deshalb hier die Triggerwarnung am Ende der Geschichte.

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Anders als erwartet, aber dennoch unterhaltsam

Whisperling - Die Geister-Detektivin von Hayley Hoskins

Cover: Das Cover finde ich wirklich wunderschön gemacht, die kleinen Geister, die um Peggy herumfliegen machen die Szene ein wenig unheimlich, aber nicht zu gruselig für ein Kinderbuch. Peggy ist so gezeichnet, wie sie auch im Buch vorgestellt wird und man bekommt durch das Cover schon einen recht guten Eindruck von der Geschichte.

Mich hat das Cover jedenfalls direkt angesprochen und konnte mich gleich in den Bann ziehen.

Inhalt: England, 1897. Peggy Devona ist kein normales 12-jähriges Mädchen. Sie ist ein Whisperling. Doch dass sie mit den Seelen Verstorbener kommunizieren kann, behält sie lieber für sich. Zwar werden Whisperlinge geduldet, aber die Wahrheit würde den Bewohnern ihres kleinen Dorfs nur Angst machen. Neben ihrer Familie weiß nur Peggys beste Freundin Sally davon. Als ausgerechnet die des Mordes angeklagt und ins Gefängnis gesteckt wird, weiß Peggy, dass sie ihre Gabe nutzen muss. Kurzerhand zieht sie zu ihrem Onkel in die Stadt und sucht in seinem Hellseher-Geschäft nach Geistern, die ihr helfen, Sallys Fall zu lösen. Doch die Zeit rennt, und nicht nur Sallys Leben steht auf dem Spiel.

Meine Meinung: Auch als Erwachsener lese ich immer wieder gerne Kinder- und Jugendbücher und dieses hat mich vom Cover und Klappentext sofort angesprochen. Ich habe es auch nicht bereut das Buch gelesen zu haben und wurde gut unterhalten, auch wenn die Geschichte anders war als zunächst gedacht. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, der Schreibstil ist bildhaft und lebendig und die Seiten sind nur so dahingeflogen. Vorallem die Zeit des viktorianischen Zeitalters hat die Autorin ganz wunderbar eingefangen. Da diese Zeit und auch die Geschichte selbst aber schon ziemlich düster sind, würde ich das Alter hier etwas hochsetzen und eher Jugendlichen ab 12 oder 13 Jahren empfehlen. Ich hatte anfangs mit einer Handlung gerechnet, die sich zwischen "Ghost Wisperer" für Kinder und Wednesday Addams ansiedelt, das Buch ist aber ganz anders. Für mich hat es sich auch eher wie ein Auftaktband gelesen, denn die Autorin lässt sich viel Zeit die Charaktere einzuführen, Peggys Gabe einzuführen und die Welt in der Peggy lebt und wie darin mit dieser Gabe umgegangen wird. Es ist kein klassischer Kinderkrimi mit jeder Menge Geisterkommunikation, wie ich es zunächst angenommen habe. Stattdessen erhält man eine sehr düstere und mysteriöse Handlung, ziemlich komplex geschrieben und die "Ermittlungen" halten sich bei diesem Buch in Grenzen. Dafür werden die Personen sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben und das Leben zur Zeit des viktorianischen Zeitalters gut eingefangen. Peggy ist auch keine kleine "Miss Addams" sondern hat ihren ganz eigenen, starken und manchmal frechen Charakter. Der Krimi ist abgeschlossen, aber ich könnte mir gut einen zweiten Teil der Reihe vorstellen, bei dem die Handlung auch etwas spannender sein düfte. Insgesamt ein Buch das ich gerne gelesen hat und das mich gut unterhalten hat, auch wenn ich anfangs mit einer anderen Geschichte gerechnet habe.

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Auftakt der Secret Forest Academy

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung von Tina Stein

Cover: Das Cover passt wunderbar zum Inhalt und hat meinen Sohn direkt neugierig auf die Geschichte gemacht. Der grüne Wald und mitten darin Ava und der Bär Urs passen natürlich perfekt zum Inhalt, ohne zu viel zu verraten.

Inhalt: Schon wieder ist Ava mitten im Wald aufgewacht! Seit ihre Eltern verschwunden sind, passiert ihr das immer wieder.

Eines Tages taucht ein unheimlicher Fremder auf, der behauptet zu wissen, wo Avas Eltern sind – und warum es sie nachts in den Wald zieht. Als er Ava angreift, bekommt sie unerwartet Hilfe von einem sprechenden und sehr verfressenen Bären: Urs kennt ihre Eltern und er hat den Auftrag, Ava in eine geheime Akademie zu bringen. Sie spürt, dass sie dem Bären folgen muss. In der Secret Forest Academy erwarten sie magische Wesen und coole (und auch ein paar nicht so coole) Mitschüler. Darunter der geheimnisvolle River, der sich nachts immer heimlich in den Wald schleicht. Ava beginnt zu ahnen, dass hinter dem Verschwinden ihrer Eltern mehr steckt, als sie bisher dachte. Und sie ist bereit, sich ihrem Schicksal zu stellen.

Unsere Meinung: Ich bin immer wieder auf der Suche nach gutem Lesestoff für meinen Sohn. Als ich von diesem Buch hier erfahren habe, war ich gleich sehr neugierig darauf, denn der Klappentext hat mich schon einmal neugierig gemacht. Unterhalten wurde er sehr gut von dem Buch und wir hoffen, dass es noch viele weitere Bände dieser Reihe geben wird. In die Geschichte hat mein Sohn ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist auf jeden Fall altersgerecht und er hatte überhaupt keine Probleme, der Geschichte zu folgen. Generell ist alles sehr bildlich beschrieben und mein Sohn konnte sich die Academy und seine Bewohner gut vorstellen. Ava sowie auch der sprechende Bär Urs sind meinem Sohn schnell ans Herz gewachsen, aber auch die anderen Charaktere sind interessant beschrieben worden. Generell bleibt die Geschichte von Anfang bis zum Ende interessant und spannend. Wir wurden von dem Buch gut unterhalten und hoffen auch noch viele weitere Bände der Reihe. Gerne geben wir die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung ab.

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Geschichte wird lebendig

Die Dolmetscherin von Titus Müller

Cover: das Cover passt sehr gut zu diesem historischen Roman, man sieht schnell um welches Genre es sich hierbei handelt und die Trümmer der Stadt Nürnberg passen im Hintergrund natürlich wunderbar dazu. Auch die beiden Charaktere im Vordergrund passen zur Beschreibung der Protagonisten im Buch.

Inhalt: Asta arbeitet als Dolmetscherin im Kurhotel »Palace« in Mondorf-les-Bains, wo die US-Armee gefangengenommene Nazi-Größen interniert.

Am 20. Mai 1945 reist ein neuer Gast an. Er bringt 16 Koffer, eine rote Hutschachtel und seinen Kammerdiener mit. Es ist Hermann Göring, Oberbefehlshaber der Luftwaffe und Hitlers designierter Nachfolger. Asta übersetzt bei den Verhören, reist dann mit nach Nürnberg zu den Prozessen und wird jeden Tag im Gerichtssaal anwesend sein, die abscheulichsten Dinge zu hören bekommen und sie zudem ins Englische übertragen müssen. Umso empfänglicher ist sie für Leonhard, ein junger, sensibler Mann, der ihr sanft den Hof macht. Doch seine Vergangenheit ist undurchsichtig und er stellt verdächtig viele Fragen zu den Prozessen ...

Meine Meinung: Ich lese immer wieder sehr gerne historische Romane, die mich in eine vergangene Zeit führen und gleichzeitig etwas dazulernen lassen. Deshalb war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Und ich wurde mehr als gut davon unterhalten, denn hier wurde Geschichte richtig lebendig! Mich hat das Buch aber auch immer wieder sehr zum Nachdenken gebracht und ich konnte es nicht mehr zur Seite legen. In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist einfach nur toll! Er ist locker-leicht, schön bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Überhaupt habe ich das Buch regelrecht verschlungen, da ich so von der Handlung mitgerissen wurde, dass ich es nicht mehr zur Seite legen konnte. Die beiden Protagonisten Asta und Leo wurden authentisch beschrieben und haben die meiste Zeit nachvollziehbar aggiert. Direkte Sympathieträger waren sie für mich beide nicht, sie haben ihre Geheimnisse und leben einfach in einer Zeit, die die Menschen hart gemacht hat und mit einigen Gedanken und Sätzen konnte ich mich deshalb auch schwer identifizieren. Beide Charaktere kommen deshalb aber auch sehr lebendig und für ihre Zeit menschlich und manchmal auch hart rüber. Dafür fand ich den Nebencharakter Robert wirklich toll und er ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen! Die Geschichte blieb die ganze Zeit unterhaltsam, lehrreich und spannend. Ich habe sehr viel neues über die Nürnberger Prozesse und über Hermann Göring dazulernen dürfen, ebenso wie über die Arbeit der damaligen Dolmetscher. Geschichte wird in diesem Buch wirklich lebendig und das Buch macht in vielerlei Hinsicht auch wirklich nachdenklich. Was war letzlich das wichtige am Prozess selbst und warum waren die Alliierten oft in einer Zwickmühle. Das Buch war unglaublich interessant und fesselnd bis zum Schluss. Vor allem gegen Ende wird noch einmal mächtig die Spannungsschraube nach oben gedreht und als Leser fiebert man regelrecht bis zur letzten Seite mit. Auch das Nachwort indem nochmal alle historischen Fakten aufgeklärt werden fand ich sehr aufschlussreich und interessant. Ein absolut tolles Buch und den Autor werde ich mir auf jeden Fall merken! Von mir erhält der Roman ganz klar 5 von 5 Sternen.

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