Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lerchie:
Die neue Stelle
Das erkaufte Glück von Anna Johannsen
Lea Nielsen entschließ sich das LKA zu verlassen und eine Stelle im ostfriesischen Wittmund anzunehmen. Dort wartet dann auch schon der erste Fall auf sie. Mya van Berg, 19 Jahre alt, wird von ihren Eltern als vermisst gemeldet. Die Mutter , eine Life-Coachin, ist ziemlich kühl, der Vater betroffen.
Leas Chef vermutet, dass Maya freiwillig aus dem Elternhaus geflohen ist. Aber er lässt Lea ermitteln, denn Mayas Mutter hat beste Kontakte zum Staatanwalt. Neue Spuren tuen sich auf, der Fall wird für Lea zu einer Herausforderung. Zudem muss sie sich um ihren demenzkranken Vater kümmern, und das obwohl er sie vor Jahren im Stich gelassen hat.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Kaum ist Lea in Wittmund und stellt sich bei ihrem Vorgesetzten vor, da bekommt sie schon den Fall Maya Berg aufgedrückt. Und das, obwohl ihr Chef nicht an eine Entführung glaubt. Sie lernt die anderen Kollegen kennen, und muss feststellten, dass zumindest einer davon ihr übernimmt, diesen Posten erhalten zu haben. Ob der Chef mit seiner Vermutung recht hat, stellt sich im Laufe des Buches heraus. Allerdings wird Lösegeld gefordert, was eigentlich für eine Entführung spricht. Wobei außer dem Lösegeld noch eine zweite abstruse Forderung gestellt wird. Und Mayas Mutter ist eigentlich nicht bereit, diese zu erfüllen, denn es hat etwas mit ihrer Arbeit zu tun. War es nun tatsächlich eine Entführung? Wenn nein, wieso dann die Lösegeldforderung? Maya hat ja gerade nach dem Abitur eine Jahr Pause machen wollen, doch sie ist viel früher zu den Eltern zurückgekehrt, als diese vermuteten, und sie waren darüber überrascht. Warum hat sie die Zeit nicht genutzt? Der geneigte Leser wird es erfahren. Auch wird er erfahren, wie es Lea ergeht als Frau, die zudem den Stellvertreterposten bekommen hat obwohl ein Kollege ihn auch haben wollte. Das Buch ist spannend, hat mich gefesselt und auch gut unterhalten. Ein Weiterempfehlung von mir sowie fünf Sterne.
Rezensionen von Gundi57:
Die Macht des Clans
Der Clan - Die Straße von Pascal Engman
Der Autor Pascal Engmann hat mit dem Buch " Der Clan " ein tolles Werk geschaffen.
Ein toller Thriller der unter die Haut geht.
Es geht um den Mansour Clan der hier beschrieben wird.
Im Auftakt geht es um Josef der mit seiner Mutter in armen Verhältnissen lebt.
Er hilft ihr schon früh bei vielen Tätigkeiten da sein Vater ihnen hohe Schulden hinterlassen hat.
Er ist ein guter Schüler der locker einige Klassen überspringt.
Als er eines Tages einem Jungen helfen will der verprügelt wird kommt er das erste mal in Kontakt mit dem libanesichen Mansour Clan.
Dieser ist bekannt in ganz Stockholm und viele Verwandte sind in Eruropa verstreut.
Josef ist bals mitten im Clan dabei und er weiß nicht wie er diesem wieder entkommen soll.
Es geht auch um Antonia die aus einem guten Elternhaus kommt aber ihr Leben ist nicht so leicht.
Ein Buch voller Spannung und Höhepunkten.
Rezensionen von Normanfips:
Einfach nur schön!
Das Museum der Vögel von Dominic Couzens; Teagan White
Willkommen im Museum der Vögel! In diesem Museum halte ich mich gerne auf. Nicht nur weil ich ein Vogel-Fan bin, sondern weil dieses Buch so wunderbar gestaltet wurde. Es ist großformatig und fühlt sich sehr wertig an. Die Informationstafeln sind interessant, informativ und verständlich. Die Einteilung der Säle ist wohl durchdacht, so kann man flugunfähige Vögel, Seevögel, Wasservögel, Greifvögel, Bodenvögel, Tropenvögel, Wald- und Gartenvögel, insektenfressende Vögel und samenfressende Vögel bestaunen.
Das Herzstück sind allerdings die beeindruckenden Illustrationen. Ich bin wirklich begeistert von den schönen Darstellungen. Der PRESTEL Verlag hat hier ein ganz besonderes Buch herausgebracht, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern zum Staunen einlädt. Eine ganz klare Empfehlung von meiner Seite!
Rezensionen von Rinoa:
Eher Familiengeschichte als Thriller
Eine zu viel von Samantha Hayes
Ich mag den Schreibstil der Autorin einfach, er ist wirklich einnehmend und sie schafft es, das Innenleben ihrer Figuren sehr nahbar darzustellen. Es gibt viele unterschiedliche Perspektiven in kurzen Kapiteln, was mir als Leser einen umfassenden Blick auf die Geschehnisse erlaubt. Auch wenn es mit der Zeit manchmal ein wenig anstrengend war; da alles in Ich-Form geschrieben ist musste ich mich schon immer mal wieder sortieren, wer denn jetzt eigentlich gerade erzählt.
Und obwohl Thriller draufsteht, war es für mich eigentlich eher eine Familiengeschichte oder Familientragödie, wenn auch eine wirklich spannende. Schon der Klappentext verrät, dass jemand sterben wird, nur wer, wie und wann, das weiß man nicht, was für sich genommen schon ein typisches Thriller-Element ist. Trotzdem passt diese Einordnung für mich nicht so ganz, was meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tat.
Man glaubt, was man glauben will oder verdächtigt vielleicht im ersten Moment eher diejenigen, die sich seltsam verhalten als diejenigen, die immer nett und freundlich wirken. Das Spiel mit diesen Gewissheiten oder eher Ungewissheiten beherrscht die Autorin auf jeden Fall. Hier ist wirklich nichts so, wie es scheint.
Das erhöht natürlich die Spannung und sorgt immer wieder für Twists, manchmal war es dann aber fast zu offensichtlich, dass es so nicht sein kann. Trotzdem fand ich den Weg dorthin wirklich sehr unterhaltsam. Nur den letzten Twist, den habe ich erraten, was ich kurz schade fand, letztendlich aber die ganze Geschichte abgerundet hat.
Mir hat "Eine zu viel" gut gefallen und ich habe die Lektüre genossen. Wer einen richtig knackigen Thriller sucht, ist hier vielleicht falsch. Spannend und unterhaltsam war es aber allemal.
Rezensionen von Nele33:
gelungener Abschluss
Immerkalt von Roman Klementovic
Mit "Immerkalt" ist der letzte Band der "Immermorde" Reihe erschienen und somit zu einem gelungen Abschluss gebracht worden.
Schulz kehrt nach den vielen Schicksalsschlägen, die ihn mittlerweile ereilt haben und ihn zudem noch depressiv werden lassen haben nach Grundendorf zurück.
Patrick hat ihn um Hilfe gebeten: Wieder ist ein Kleinkind mit seiner Babysitterin verschwunden und es fehlt jede Spur von ihnen. Diesmal ist Patrick persönlich involviert und bangt um sein Kind.
Die einzelnen Charaktere sind mir aus den Vorgängerbänden bekannt und hatten in dieser Story sich sowohl privat als auch beruflich noch ein Stück weiterzuentwickeln. Ein wenig Konzentration wird allerdings durch die Vielzahl der agierenden Personen abverlangt, macht es für mich aber auch besonders spannend.
Die überraschende Wendung zur Auflösung des Falles hat mich begeistert.
Wie auch in den vorherigen Bänden hat Roman Klementovic es geschafft mich mit seinem prägnanten Schreibstil von der ersten Seite an zu fesseln und die Spannung auf einem hohen Maß zu halten.
Ein toller Thriller, der Spaß macht.
Rezensionen von Rinoa:
Spannend bis zum Schluss
Alles ihre Schuld von Andrea Mara
Der Beginn hat es wirklich in sich und mich gleich mitten reingezogen in die Geschichte. Die Vorstellung, dass man sein Kind bei einem Playdate wähnt und dieses sich am Ende als nicht existent herausstellt, ist wirklich schockierend.
Nach diesem heftigen Einstieg gelangt das Buch allerdings schnell in ruhigere Fahrwasser und es scheint auch relativ klar, was passiert ist, trotzdem liegt eine subtile Spannung über allem und natürlich eine gewisse Erwartungshaltung, denn so einfach kann und soll es ja wohl nicht sein.
Ich mochte den Schreibstil und die verschiedenen Perspektiven, hauptsächlich in der Gegenwart spielend, allerdings gab es auch immer wieder Einschübe aus der Vergangenheit, Andeutungen und falsche Fährten. Ich fand die Lektüre wirklich sehr unterhaltsam und kurzweilig und bin auch lange im Dunkeln getappt bzw. befand mich mehrfach auf dem falschen Dampfer.
Die Auflösung fand ich dann ein wenig überladen, vor allem im Vergleich zum Rest des Buchs. Natürlich kann oder will man aus Spannungsgründen vielleicht nicht schon ab der Hälfte damit anfangen, die Zusammenhänge zu erklären. Hier hätte es aber gerne etwas ausgewogener sein können. Und manche Nebenhandlungen hätte es für meinen Geschmack sogar überhaupt nicht gebraucht.
Alles in allem hat mir "Alles ihre Schuld" aber gut gefallen, es war toll zu lesen, spannend und unterhaltsam.
Rezensionen von Nele33:
für eine junge Zielgruppe
1999 Meter über dem Meer von Caroline Wahl
Nachdem ich von "22 Bahnen" der Autorin Carolin Wahl begeistert war, freute ich mich sehr auf "1999 Meter über den Meer" als Hörbuch eingelesen von Lisa Hrdina.
Samira's Leben sollte jetzt beginnen: Das Studium geschafft, einen Job, aber da ist etwas was in ihr gärt und die veranlasst ihren Job zu lassen und sich mit dem geschenkten Auto ihrer Eltern auf ihren eigenen Roadtrip zu begeben.
Dieser bringt sie in die Schweizer Berge, wo sie auf Luxus, Yachten und einen völlig anderen Lebensstil trifft, als dem der ihr eigentlich liegt. Sie bleibt weiterhin auf der Suche nach sich selbst, greift allerdings um dazuzugehören zu einigen Hochstapeleien.
Samira bleibt mir als Protagonistin sehr fremd und unnahbar.
Bei diesem Buch bin ich anscheinend leider nicht die richtige Zielgruppe gewesen. Mich konnte die Story, die sich auf den ersten Blick vielversprechend ausnahm, auf Dauer nicht erreichen. Der Charakter von Samara und ihr daraus resultierendes Verhalten langweilte und empörte mich gleichermaßen. Einzig das von Carolin Wahl wieder temporeiche Erzählen hat mich das Hörbuch zu Ende hören lassen.
Für eine junge Zielgruppe mit Sicherheit sehr Hörenswert.
Rezensionen von Francesca :
Überraschend düster und unterhaltsam - 4,5 Sterne
Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1) von Emma Carroll
Ich wollte mit Dracula & Töchter mein erstes etwas gruseligeres Buch für den Herbst starten und habe dafür einfach mal wieder zu einem Jugendbuch gegriffen. Ich hatte wirklich richtig viel Spaß mit der Geschichte.
Das lag zum einen natürlich am Thema, aber auch am Setting und an der gesamten Handlung.
Der Einstieg war für mich allerdings erstmal ein bisschen schwierig, weil man wirklich sehr schnell in die Geschichte hineingeworfen wird. Wir lernen Mina direkt in der Ich-Perspektive kennen, während sie gerade auf einem Friedhof unterwegs ist und ab da geht die Geschichte eigentlich auch schon richtig los.
Wie man am Titel vermutlich schon erahnen kann, spielen Vampire eine ziemlich große Rolle. Die Umsetzung der Vampire hat mir dabei wirklich gut gefallen. Es gibt viele Dinge, die man aus anderen Vampirgeschichten schon kennt, aber gleichzeitig wurde einiges neu interpretiert. Sehr gerne mochte ich auch das Dreiergespann aus den drei Mädchen. Die drei sind doch ziemlich unterschiedlich und gerade dadurch hat die Dynamik zwischen ihnen richtig Spaß gemacht. Man begleitet die drei durch die unterschiedlichsten Situationen und auch die Nebencharaktere fand ich größtenteils sehr interessant.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings das Worldbuilding. Das wird leider eher angerissen. Es wird zwar einiges erklärt, aber ich hätte mir trotzdem noch mehr gewünscht. Gerade die Stadt und die verschiedenen Orte konnte ich mir teilweise nicht so richtig vorstellen, weil man ziemlich schnell in die jeweiligen Gegebenheiten hineingeworfen wird. Ein bisschen mehr Einführung hätte mir hier wirklich geholfen. Auch bei Mina und ihrem besten Freund Varney hatte ich ein kleines Problem. Die Handlung dreht sich sehr stark um ihn und darum, ihn zu retten. Ich hatte Schwierigkeiten, eine richtige Verbindung zu ihm aufzubauen, weil wir am Anfang des Buches keine Szenen mit ihm bekommen, wir bekommen zwar immer wieder kleine Informationen über ihn und Mina erzählt auch mal etwas über ihre gemeinsame Vergangenheit, aber für mich war es teilweise schwierig nachzuvollziehen, warum seine Rettung für die Figuren emotional so unglaublich wichtig ist. Ich habe natürlich verstanden, dass er ihnen sehr viel bedeutet, aber mir selbst hat dafür einfach ein bisschen die Grundlage gefehlt.
Auch als Hörbuch hat mir die Geschichte gut gefallen. Die Sprecherin passt super zur jungen Zielgruppe und zu Mina. In dynamischen Szenen wird sie teilweise sehr laut, wodurch der Wechsel zurück zum normalen Monolog für mich manchmal etwas zu abrupt wirkte.
Fazit: Insgesamt war Dracula & Töchter für mich ein richtig schöner Einstieg in die herbstliche Lesestimmung. Die Geschichte, das Dreiergespann und die düstere Atmosphäre haben für mich sehr gut funktioniert. Ich hätte mir aber beim Worldbuilding und bei der Beziehung zwischen Mina und Varney noch etwas mehr gewünscht, aber ansonsten hatte ich wirklich viel Spaß mit der Geschichte.
Kleiner Reminder zur Altersangabe: Das Buch ist ab 10 Jahren empfohlen. Ich persönlich würde es eher ab 12 Jahren einordnen, wobei das natürlich sehr individuell ist. Es geht doch recht detailliert um Tod, Beerdigungen und das Töten bzw. Sezieren von Vampiren. Gerade die Beschreibungen rund um Brustkorb, Herz und Organe könnten für jüngere Leser:innen schon ziemlich gruselig sein.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Highlight
Mit anderen Augen von Jane Tara
„Mit anderen Augen“ von Jane Tara war für mich eines der Highlights in diesem Jahr. Besonders beeindruckt hat mich, wie subtil das Buch das Gefühl des Unsichtbarwerdens aufgreift – ein Gefühl, das vermutlich viele Frauen kennen: übersehen zu werden, langsam aus dem Blickfeld anderer zu verschwinden und sich selbst dabei vielleicht ebenfalls ein Stück weit zu verlieren.
Jane Tara übersetzt dieses zutiefst menschliche und gesellschaftlich relevante Gefühl in eine diagnostizierbare Erkrankung. Diesen Kniff fand ich wahnsinnig gelungen. Dadurch bekommt etwas, das im Alltag oft nur schwer greifbar ist, eine konkrete und gleichzeitig beklemmende Form. Gerade diese Verbindung aus einer fantastischen Idee und einer sehr realen weiblichen Erfahrung hat mich nachhaltig beschäftigt.
Mit Tilda gibt es außerdem eine Protagonistin, die mir schnell sympathisch war. Sie ist spannend gezeichnet, und ihre persönliche Reise habe ich sehr gern verfolgt. Dabei gelingt es dem Buch, nicht nur eine interessante Geschichte zu erzählen, sondern auch Fragen darüber aufzuwerfen, wie wir gesehen werden – und was passiert, wenn wir es plötzlich nicht mehr werden.
Für mich eine kluge, besondere und sehr lesenswerte Geschichte, die noch eine Weile nachwirkt.
Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Ludwig Janus:
Ein großer Wurf ...
Der beschämte Mensch und das Drama der Gewalt von Otto Teischel
Otto Teischel gelingt mit diesem Buch ein großer Wurf, indem er mit dem modernen entwicklungspsychologischen Wissen, dass sich ein stabiles Selbstgefühl und eine einfühlsame Emotionalität nur in einer liebevollen und sicheren Beziehung entwickeln kann, wirklich ernst macht und die teils latente, teils offene Präsenz von Gewalt und deren verhängnisvolle Folgen in dramatischer Weise vor Augen führt.
(Ludwig Janus)











