Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buchina:
Kunst zum Ausprobieren
Dieses Buch zeigt dir, wie's geht: Kunst von Ruth Millington
Dieses Buch ist ein besonderes Wissensbuch für Kinder, weil es Kunst nicht nur erklärt, sondern direkt zum Ausprobieren einlädt. Zu jedem vorgestellten Künstler und jeder Künstlerin gibt es passende Mal- oder Bastelanleitungen, und genau das macht für mich einen großen Reiz des Buches aus. Einige der Ideen habe ich gemeinsam mit meinen Kindern ausprobiert, und dadurch wurde aus dem Anschauen und Lesen schnell ein richtig schönes gemeinsames Kreativerlebnis.
Die Anleitungen sind verständlich, abwechslungsreich und regen dazu an, selbst etwas zu gestalten, ohne dass man dafür besonders viel Vorerfahrung braucht.
Sehr gelungen finde ich außerdem die große Vielfalt der vorgestellten Künstlerinnen und Künstler. Neben bekannten Namen aus der europäischen Kunstgeschichte finden auch Kunstschaffende aus anderen Regionen der Welt ihren Platz, zum Beispiel aus Afrika. Dadurch vermittelt das Buch ganz nebenbei, dass Kunst viel größer und vielfältiger ist als das, was man vielleicht aus dem klassischen Schulunterricht kennt. Unterschiedliche Epochen, Stile und kulturelle Hintergründe stehen ganz selbstverständlich nebeneinander.
Auch die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr. Es ist bunt, modern und ansprechend, ohne zu überladen zu wirken. Die kurzen Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern sind gut verständlich und machen neugierig, sich mit einzelnen Werken oder Personen noch weiter zu beschäftigen. Für mich ist das Buch deshalb eine sehr schöne Mischung aus Kunstvermittlung und Mitmachbuch. Gerade für Familien finde ich es besonders gelungen, weil man nicht nur gemeinsam darin blättern, sondern viele Ideen direkt ausprobieren kann. So wird Kunst nicht nur betrachtet, sondern tatsächlich erlebt. Ich hoffe sehr, dass der nächste Besuch im Kunstmuseum auch für meine Kinder dank dem Buch spannender wird.
Rezensionen von Claudia R.:
herrlich amüsant
Blümerant von Susanne Fröhlich
Klappentext / Inhalt:
Andrea Schnidt startet nochmal durch!
Der 14. humorvolle Roman um die Kult-Heldin Andrea Schnidt ist wie ein Treffen mit lieben Freunden, die uns jedes Mal mit den lustigsten Geschichten unterhalten.
Andrea Schnidt landet ohne große Ambitionen und mit ihrem Mann Paul auf einem Kreuzfahrtschiff und schippert Richtung Nordkap.
Alles nur, um ihrem Ex-Schwiegervater Rudi und seiner Liebsten Irene einen Gefallen zu tun. Schließlich handelt es sich um den letzten Wunsch von Irene. Dass auch noch ihr Ex und dessen Neue auf dem Schiff sein werden und Andrea dem All You can verfällt – geschenkt. Rudi verschwindet, und auch Enkelsohn Halvar sorgt für Aufregung.
Empathischer Humor und Figuren, die wir uns als Freunde wünschen.
Bestseller-Autorin Susanne Fröhlich weiß einfach, wie sie uns zum Lachen bringt. Ihre klug beobachteten Geschichten aus dem ganz normalen Alltagswahnsinn treffen den Nerv der Zeit. Und Andrea Schnidt hat nicht nur das Herz am rechten Fleck, sondern am Ende auch immer die Lacher auf ihrer Seite.
Cover:
Das Cover zeigt einen Anker mit Blumen verziert und setzt die Thematik interessant um. Durch die gelbe Hintergrundfarbe sticht es sehr gut heraus und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Das Cover ist nicht zu überladen und erzielt gleichzeitig Interesse. Wiedererkennungseffekt zur Reihe ist gegeben und ist finde es interessant gemacht.
Meinung:
Ich bin erst recht spät in die Reihe eingestiegen und kenne einige der letzten Bücher der Reihe und komme dennoch gut und schnell in Geschehnisse und Charaktere hinein. Die Reihe ist interessant und humorvoll umgesetzt und eine Mischung aus Wiedererkennungsmomenten, gespickt mit einer Prise Humor, aber auch Emotionen und Tiefe. Die Bücher der Reihe sind aber auch durchaus gut einzeln lesbar, da sich jedes einer etwas anderen Thematik widmet und diese daher durchaus in sich geschlossen sind und man sie so auch recht gut unabhängig lesen kann. Mit Vorkenntnissen kann man natürlich die Charaktere und das Drumherum besser greifen, aber es ist meines Erachtens nicht zwingend erforderlich. Diesmal geht es auf Kreuzfahrt und es wird herrlich unterhaltsam mit so einigen Verwechslungen, Peinlichkeiten und allerhand Geheimnissen.
Aber hier sei noch nicht zu viel verraten. Inhaltlich halte ich mich hier zurück. Wer mehr Informationen und Details haben möchtest sollte sich das Buch selbst zur Hand nehmen. Es lohnt sich.
Der Schreibstil ist locker, angenehm und flüssig lesbar. Der Humor reicht von locker flockig bis etwas überzogen und ironisch und macht den Reiz der Geschichte damit durchaus aus, denn der Humor bringt die Geschichte in die richtige Richtung. Ich mag solche Geschichten, bei denen ich mich teils ertappt, aber auch extrem gut unterhalten fühle und man immer mal wieder den Spiegel auf lustige Weise vorgehalten bekommt, aber dadurch auch eine Tiefe und Nachdenklichkeit hineingebracht wird. Eine gelungene Mischung aus Unterhaltung, Tiefe und Humor.
Die Geschichte ist toll erzählt und eigentlich liebe ich Gliederungen in Kapitel und gut herausgearbeitete Anfänge. Soetwas hat man hier nicht. Die Geschichte wird von Grund weg durch erzählt ohne Einteilung in Kapitel. Das ist für mich immer erst etwas merkwürdig, da das Buch aber nicht allzu viele Seiten hat (knapp 270), ging es durchaus für mich. Aber ich bin schon eher ein Fan von Gliederungen und Unterteilungen.
Die Geschichte ist herrlich amüsant und man kann gut in Charaktere und Situationen eintauchen. Andrea Schnidt ist schon besonders, aber auch sehr liebenswert und durch die Ich-Perspektive ist man ihr sogar noch näher. Alles in allem sehr unterhaltsam und empfehlenswert.
Fazit:
Die Geschichte ist herrlich amüsant mit einer gelungen Mischung aus Unterhaltung, Spannung, Humor und Tiefe.
Rezensionen von Claudia R.:
Spannung, Intrigen und Emotionen
The Cursed Queen | Dolch des Thanatos (Band 3) von Juliane Maibach
Klappentext / Inhalt:
+++ Aufwendig gestaltete Ausgabe mit limitiertem Farbschnitt +++
Alles, was sie liebte, wurde ihr genommen.
Elana ist gescheitert.
Sie hat nicht nur den Thron verloren – sondern auch ihre Zukunft. Jasmine wird Königin und Riven gehört nun auf ewig ihr. Aller Titel beraubt, bleibt Elana nichts außer dem Schmerz ihres Verlustes.
Doch das Schicksal ist noch nicht fertig mit ihr:
Der Dolch des Thanatos erwacht.
Eine Waffe, geschmiedet aus uralter Dunkelheit – einzig und allein mit dem Ziel, sie zu töten. Doch Elana ist kein Mädchen, das auf Rettung wartet.
Sie ist der Sturm, der zurückkehrt.
Und diesmal kämpft sie nicht nur um einen Thron.
Sie kämpft für Riven. Für ihre Freiheit.
Und für eine Welt, die noch nicht begreift, dass sie kurz vor dem Untergang steht.
Das epische Finale der gefeierten Romantasy-Reihe – voller Verrat, Leidenschaft und einer Liebe, die selbst den Tod herausfordert.
***Hochwertige Ausstattung***
mit Page-Overlay,
Lesebändchen
sowie einem aufwendig gestalteten Vor- und Nachsatz
Cover:
Das Cover steht förmlich in Flammen, was an der Krone, in der Flammen züngeln, gut erkennbar ist. Das Ganze wirkt wieder sehr edel und prächtig und zeigt so die Macht, aber auch die Spannung. Die Cover sind vom Aufbau ähnlich gehandhabt und doch ist jedes anders und einzigartig. Die Krone ist toll in Szene gesetzt und auch die Symbolik ist gut erkennbar. Ein Wiedererkennungseffekt der Reihe ist deutlich erkennbar. Auch die Farbwahl mit den orange roten Tönen ist hier sehr gut getroffen. Farblich und optisch finde ich es sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den dritten und finalen Band der Reihe. Um diesem folgen zu können und die Ereignisse und Figuren fassen zu können, sollte man die vorherigen Bände kennen, da man ansonsten die Stränge kaum zuordnen und fassen kann. Vorkenntnisse sind hier zwingend erforderlich und so auch das Lesen in Reihenfolge sehr zu empfehlen.
Die Geschichte steckt voller Spannung um Emotionen und spitzt sich zum Ende hin nochmals extrem zu. So einige Wendungen sorgen für Überraschungen und auch die Entwicklungen innerhalb der Reihe haben mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind facettenreich und auch die Nebencharaktere stehen hier den Hauptfiguren in nichts nach und sind sehr gut herausgearbeitet, so dass man auch diese sehr gut greifen kann.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit genaueren Details und Informationen zur Geschichte zurück.
Der Schreibstil ist lebendig, angenehm und flüssig lesbar. Man findet schnell in Geschehnisse und Charaktere hinein. Auch in diesem Band zieht sich der gute Schreibstil weiter fort. Die Geschichte ist spannend und emotionsreich umgesetzt. Gedanken und Gefühle sind nah spürbar. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man findet sich in alles sehr gut hinein. Auch der dritte Band bringt die Mischung aus Spannung, Intrigen und Emotionen nochmals sehr gut zusammen und eskaliert in einem gelungenen Finale. Mir hat es sehr gut gefallen und ich fand das Ende auch sehr passend und gut umgesetzt.
Die Kapitel sind teils recht kurz und bringen so Spannung und Tempo hinein. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die kleinen Verzierungen sind passend gewählt. Die Kapitel selbst sind einfach durchnummeriert. Gliederung und Gestaltung sind sehr schön gemacht. Auch der Farbschnitt ist hier wieder sehr schön und die Aufmachung im Gesamten mit Lesebändchen und inneren Zeichnungen wirkt edel und ist schön umgesetzt.
Alles in allem wird man hier von der Geschichte und der Reihe mitgenommen und überzeugt. Die Aufmachung trägt zum Gesamtbild bei und rundet diese perfekt ab. Eine wundervolle Reihe, die sehr schön umgesetzt wurde.
Fazit:
Auch der dritte Band bringt die Mischung aus Spannung, Intrigen und Emotionen nochmals sehr gut zusammen und eskaliert in einem gelungenen Finale.
Rezensionen von Ameland:
Warum in die Ferne schweifen ...
DUMONT #genausoschön in Nordrhein-Westfalen von Antje Zimmermann
Ich bin da ganz der Meinung von Antje Zimmermann, die im Vorwort bereits fragt: „Warum in den Billigflieger steigen und überfüllte Trendmetropolen besuchen, wenn es … gleich vor der Haustür gibt?“ Als Bewohner von NRW haben wir schon viele schöne Ecken in unserem Bundesland besucht, aber immer wieder gibt es noch etwas Neues zu entdecken wie ich auch in diesem Buch des Dumont-Verlags gemerkt habe.
Auf den beiden Klappentext-Innenseiten kann ich auf den Karten schon grob erkennen, wo die 33 Traumziele und ihre ebenso schönen Alternativen in West und Ost zu finden sind. Genauer ist es auf der kleineren Karte, die es zu jedem Ausflugsziel gibt, zu erkennen. Und diese Lieblinge der Autorin sind so unterschiedlich und vielfältig wie das Bundesland. Es geht auf die Schiene, zu Weihnachtsmärkten, in Museen, in hübsche Orte, aufs Wasser, unter die Erde, betrachten besondere Architektur, gehen baden und noch viel, viel mehr. Zu jedem Ziel gibt es nicht nur einen kurzen Text, der Lust auf einen Ausflug dorthin macht, sondern auch tolle Fotos. Außerdem gibt es zusätzliche Empfehlungen und Tipps z. B. zu Einkehrmöglichkeiten. Mit Hilfe der angegebenen Internet-Adressen können schnell weitere Infos eingeholt werden.
Wer sich gerne auf Entdeckungsreise in NRW begibt oder demnächst begeben möchte, dem kann ich dieses handliche Buch nur empfehlen. Mein Fazit zu diesem gut strukturierten Tippgeber für Nordrhein-Westfalen: Uns wird es in den nächsten Wochen und Monaten mit Sicherheit nicht langweilig werden.
Rezensionen von Claudia R.:
laufender Krimi
Der Tod hat einen langen Atem von Achilles
Klappentext / Inhalt:
Ultra-Marathon und eine zerstückelte Leiche in Berlin!
Achilles lässt seinen laufenden Ermittler Peer Pedes im 3. Berlin-Krimi unfreiwillig am Ultra-Marathon entlang der Route der Berliner Mauer teilnehmen.
Während des längsten Rennens der Hauptstadt werden grausame Funde gemacht: einzelne Körperteile, methodisch entlang der historischen Mauer verteilt.
Kommissar Peer Pedes und seine queere Kollegin Stephanie stehen vor einem Rätsel, das sie tief in die Geschichte der Stadt und in menschliche Abgründe führen wird.
Während sich ein erbitterter Lauf gegen die Zeit entspinnt, verwebt sich ihr Fall mit dem Berliner Ultra-Marathon. Dabei wird nicht nur ihre Ausdauer, sondern auch ihr polizeiliches Geschick auf die ultimative Probe gestellt. Die Ermittlungen führen das unkonventionelle Duo in die Welt der Laufsucht sowie auf die Spur einer verlorenen Liebe mit fatalen Konsequenzen. Ihr Gegenspieler: ein Mörder, der mit jedem Schritt immer verrückter zu werden scheint …
Regionalkrimi aus Berlin mit einer gehörigen Portion Tempo und Humor
Auch im 3. Teil der humorvollen Krimi-Reihe aus der Welt der Läufer muss Kommissar Peer Pedes wieder alles geben – und das wird nicht reichen: Denn der Berliner Ultra-Marathon zum Gedenken an die Teilung Berlins und die Mauertoten führt über eine Strecke von 161 Kilometern. Und Marathon-Läufer Peer trainiert für 42 Kilometer …
Wer den Humor von Thomas Raab oder Tommy Jaud liebt, wird mit den Kriminalromanen von Achilles viel Spaß haben.
Die »Laufenden Ermittlungen« aus Berlin erscheinen in folgender Reihenfolge:
Nur der Tod ist schneller
Lügen haben schnelle Beine
Der Tod hat einen langen Atem
Cover:
Das Cover ist cool umgesetzt und zeigt einen Kranz mit Schleife und Laufschuhen drumherum. Thema Tod und Laufen wird hier anschaulich verdeutlicht in Szene gesetzt. Optisch und farblich finde ich es klasse gemacht auch der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern der Reihe ist vorhanden.
Meinung:
Es handelt sich hierbei bereits um den dritten Fall für Peer Pedes und seine Kollegin Stephanie Kramer. Das Ermittlerteam ist einfach unschlagbar und die Mischung aus Spannung, Humor und die Begeisterung zum Sport des Ausdauerlaufes ist hier erkennbar und toll umgesetzt.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit inhaltlichen Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist locker, lebendig und flüssig lesbar. Schnell ist man im Geschehen und findet sich gut in alles hinein. Ich bin selbst 10 mal den Berlin Marathon und einige weitere Langstreckenläufe gelaufen und kann die Laufszene gut nachvollziehen und finde hier viele Aspekte gut wieder und sehr gelungen umgesetzt. Dieses Buch ist aber nicht nur etwas für Krimi Fans und Marathonbegeisterte, sondern spricht durchaus eine größere Leserschaft an. Mit Vorkenntnissen im Marathon- und Laufbereich, sowie als Krimifan kann man es aber sic ehrlich noch etwas mehr genießen. Ich fand die Mischung aus Krimi, Sport und Humor sehr ausgewogen und gut gelungen.
Die einzelnen Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut und deutlich erkennbar und werden durch eine kleine Laufersilhoutte in Szene gesetzt. Die Kapitel sind einfach durchnummeriert. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen.
In die Geschichte und den Fall findet man schnell und gut hinein und es spitzt sich mehr und mehr zu, so dass es auch an Fahrt weiter aufnimmt und der Spannungsbogen gut gewählt wurde. Die Ermittlungen sind gut gelungen und auch das Drumherum wird gut aufgeschnappt und veranschaulicht dargestellt. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, was aber auch gut zum Gesotten passt. Auch das Berliner Flair wird gut wiedergegeben. Man erkennt hier so einiges wieder und auch die Berliner Laufszene wird gut aufgegriffen. In dieser war ich lange Jahre auch sehr aktiv und konnte mich an vielen Ecken gut Wiedererkennen. Ein tolle, spannende, aber auch durchaus humorvolle und unterhaltsame Geschichte, die für tolle Lesemomente sorgt.
Fazit:
Spannender, humorvoller und unterhaltsamer Laufkrimi, der mit Tempo voran läuft.
Rezensionen von buchina:
Gelungener Einstieg in einen Klassiker
Die Zeitmaschine von Thilo Krapp
Ich kannte den Klassiker „Die Zeitmaschine“ von H. G. Wells bisher nicht und fand gerade deshalb die Graphic-Novel-Adaption von Thilo Krapp besonders interessant. Für mich sind Graphic Novels eine schöne Möglichkeit, sich bekannten Stoffen anzunähern, vor denen man als klassischer Roman vielleicht erst einmal etwas zurückschreckt.
Und genau das funktioniert hier sehr gut: Die Geschichte ist leicht zugänglich, ohne banal zu wirken, und macht durchaus Lust darauf, sich irgendwann auch mit dem Original zu beschäftigen.
Im Mittelpunkt steht ein Zeitreisender, der mit seiner selbst gebauten Maschine weit in die Zukunft gelangt und dort auf eine völlig veränderte Menschheit trifft. Die friedlich und fast kindlich wirkenden Eloi leben an der Oberfläche, während die unheimlichen Morlocks unter der Erde hausen. Nach und nach wird deutlich, dass hinter dieser merkwürdigen Zukunftswelt weit mehr steckt als ein reines Abenteuer. Themen wie gesellschaftliche Unterschiede, Macht und die Entwicklung der Menschheit spielen eine wichtige Rolle und wirken erstaunlich zeitlos.
Besonders gefallen haben mir die Zeichnungen und die Atmosphäre. Die Zukunftswelt wirkt gleichzeitig schön, fremd und immer ein wenig bedrohlich. Gerade der Kontrast zwischen der hellen, fast idyllischen Welt der Eloi und den dunklen unterirdischen Bereichen der Morlocks ist sehr wirkungsvoll umgesetzt. Viele Bilder laden dazu ein, einen Moment länger hinzuschauen, und tragen viel zur Stimmung der Geschichte bei.
An manchen Stellen ist das Erzähltempo eher ruhig, und nicht jede Figur bekommt sehr viel Tiefe. Das hat mich aber kaum gestört, weil die Graphic Novel vor allem von ihrer Atmosphäre und ihrer ungewöhnlichen Zukunftsvision lebt. Für mich war sie eine sehr gelungene erste Begegnung mit „Die Zeitmaschine“ und gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, wie Graphic Novels klassische Literatur auf eine zugängliche und trotzdem anspruchsvolle Weise vermitteln können.
Wer wie ich neugierig auf Klassiker ist, sich aber nicht unbedingt sofort an das Original wagen möchte, bekommt hier einen sehr schönen Einstieg. Die Graphic Novel hat mir jedenfalls gezeigt, warum Wells’ Geschichte bis heute so bekannt ist.
Rezensionen von anonym:
Schämt euch nicht!
Die unverschämte Frau von Miriam Stein
Ich fand das Buchcover wirklich sehr ansprechend. Die blumige Gestaltung und die Schriftart sind sehr gelungen. Es handelt sich bei diesem Buch von Miriam Stein um ein lesenswertes Sachbuch.
Die Autorin sucht die tieferen Gründe warum speziell wir Frauen uns aus vielen Gründen schämen.
Sie beschreibt die Herkunftsscham, die Scham über unseren Körper, die Essensscham, die Scham vor Ärzten und die Geldscham.
Ebenso Scham durch Erziehung, durch Schule, durch Medien und warum Scham über Generationen weitergegeben wird.
Der lockere Schreibstil ist durchzogen mit Eigenerfahrungen und Fakten.
Sie schreibt auch darüber, warum wir Frauen uns für Dinge schämen, die man als Mann als ganz normal empfindet, wie zum Beispiel das "Wohlstandsbäuchlein".
Die Fragen, die man sich zwischen den Kapiteln selbst stellen und beantworten kann, finde ich sehr hilfreich auf der Suche nach der eigenen Scham.
Ich fand es sehr toll, dass die Autorin immer wieder ihre eigenen Erfahrungen einfließen lässt.
Im Großen und Ganzen fand ich das Buch gelungen.
Rezensionen von mel:
Und es wird trotzdem wieder Sommer werden von Sebastian Becker
Das Cover ist schlicht gehalten mit dem blassen Blauton und der Fotografie des wolkenverhangenen Himmels in der Mitte, gefällt mir ganz gut wirkt nicht aufdringlich und passt zur Thematik, da es etwas ruhiges ausstrahlt.
Kurze Kapitel, die dennoch viel Gefühl vermitteln. Trauer, Verlust und wie man mit diesen Gefühlen umgeht, wenn sie einen überrumpeln und ganz unerwartet auf einen hineinbrechen.
Man lernt vergangene Erinnerungen des Autors mit seinem Vater kennen aber auch die schwere Zeit nach seinem plötzlichen Tod. Also leichte Momente, in den geschwelgt wird aber auch harte und schwierige Phasen, die emotionale Ebene wurde meiner Meinung nach gut vermittelt und man konnte gut mit fühlen, wie der Autor sich in diesen Momenten gefühlt hat.
Insgesamt ein tolles Sachbuch, da Trauer in schwierigen Momenten oft erschlagend wirkt, es aber auch immer wieder Hoffnung geben wird, auch wenn es manchmal so scheint, als würde sie nie eintreten.
Rezensionen von Shilo:
Ein dunkles Kapitel kommt ans Licht
Das Lächeln der Kinder von Julia Kröhn
Schon Lori und Milena haben mich beim Lesen sehr beschäftigt. Zwischen ihren Lebensgeschichten liegen viele Jahrzehnte, trotzdem gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Frauen, die sich erst nach und nach zeigt. Beide kümmern sich um Kinder, die durch Krieg und Gewalt viel verloren haben und von anderen Menschen vergessen wurden.
Loris Geschichte spielt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie setzt sich für Kinder ein, die von den Nationalsozialisten aus ihrer Heimat im Osten verschleppt wurden. Die Schicksale dieser Kinder haben mich sehr betroffen gemacht. Sie mussten Dinge erleben, die kein Kind erleben sollte. Lori versucht, ihnen zu helfen und ihnen wieder ein Stück Sicherheit zu geben. Dabei wird auch deutlich, wie viel Kraft dieser Einsatz von ihr verlangt.
In der Gegenwart ist es Milena, die sich um einen ukrainischen Jungen kümmert. Er wurde während des Krieges nach Russland verschleppt. Gerade dieser Teil hat mich nicht losgelassen, denn wieder sind es Kinder, die mit den Folgen eines Krieges leben müssen. Beim Lesen wurde mir dadurch sehr deutlich, dass solche Schicksale nicht einfach der Vergangenheit angehören.
Die beiden Zeitebenen haben für mich gut zusammengepasst. Nach und nach ergeben sich neue Zusammenhänge und ich wollte wissen, was Lori und Milena tatsächlich miteinander verbindet. Ich habe deshalb beim Lesen immer genauer auf die Hinweise geachtet. Erst nach und nach wird klar, was hinter der Verbindung der beiden Frauen steckt. Das hat meine Neugier bis zum Ende aufrechterhalten.
Julia Kröhn erzählt hier von einem sehr schwierigen Kapitel der Geschichte und stellt ihm eine Geschichte aus der Gegenwart gegenüber. Dabei begegnen einem Menschen, die trotz allem versuchen, für andere da zu sein. Gerade bei den Kindern hat mich manches sehr traurig gemacht. Es gab aber auch Stellen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sich trotz all des Erlebten noch etwas zum Guten wenden kann.
Ich musste beim Lesen öfter darüber nachdenken, was solche Erlebnisse mit einem Menschen machen und wie sehr sie ein ganzes Leben prägen können. Besonders bei den Kindern war das für mich schwer auszuhalten. Was ihnen genommen wurde, kann man nicht einfach ungeschehen machen. Umso wichtiger war mir, dass die Wahrheit über das Geschehene nicht verborgen bleibt und die Betroffenen nicht vergessen werden.
Am Ende bleibt bei mir vor allem die Geschichte von Lori und Milena und ihr Einsatz für Kinder zurück. Beide Frauen gehen ihren eigenen Weg und trotzdem verbindet sie viel mehr, als zunächst zu erkennen ist. Die Verbindung der beiden Zeitebenen hat mir dabei gut gefallen und auch das Geheimnis dahinter hat mich bis zum Schluss beschäftigt. Die Geschichte hat mich berührt und an einigen Stellen sehr nachdenklich gemacht. Lori, Milena und die Schicksale der Kinder sind mir auch nach dem Lesen noch im Kopf geblieben. Deshalb vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Klassenfahrt
Das Knistern im All von Stephan Lohse
Das Knistern im All von Stephan Lohse ist ein Buch, das interessante Ansätze hat, mich aber im Endergebnis nicht überzeugen konnte.
Die Geschichte von einer Klassenfahrt nach Amrun, erzählt aus der Sicht von Matti. Coming-of-Age-Elemente durchziehen das Buch. Sprachlich ansprechend, aber ganz konnte ich mit Lohses Stil nicht anfreunden.
Dem Schauspieler und Schriftsteller Stephan Lohse gelingt es, Mattis Gefühle zu vermitteln. Doch ganz glaubhaft finde ich ihn und seine Mitschüler nicht. Sie wirken wie Figuren aus den Achtzigern, die in die Gegenwart verlegt wurden. Sie repräsentieren meiner Meinung nach nicht die heutige Jugend.
Das Cover mit der Antilope in den Dünen passt gut zum Buch, denn Matti gerät schließlich in einen schwierigen Zustand.
Eigene Assoziationen an die Jugend weckst das Buch mir dann doch nicht. Ich bleibe beim Lesen letztlich distanziert. Das Buch hat mich kalt gelassen.
Immerhin, das Ende ist ganz gut gestaltet.











