Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Unfassbar packend
Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln von Florian Schwiecker
Rein thematisch ist dieses Buch absolut brisant, trifft den Nerv der Zeit und spiegelt Potential und Gefahr von und durch KI eindrucksvoll wider. Ein absolut grandioser Thriller, der an die Nieren geht, aber auch einfach höllisch Spaß macht. Florian Schwieger hat hier echt stark abgeliefert.
Wer auf Politthriller und Verschwörungen im großen Stil steht, der wird hier fündig.
Das Buch bringt eine schöne Bandbreite an Themen mit, bleibt aber allgemein genug, dass auch Fachfremde Leser gut mitkommen und verliert sich nicht in verklausulierten Details. Wer hier High-Level-IT sucht, wird enttäuscht werden. Das ist auch gar nicht der Fokus der Geschichte. Vielmehr wird die Thematik rund um KI auf sehr nahbare und verständliche Weise runtergebrochen und Szenarien kreiert, die nachvollziehbar und vor allem sehr gut vorstellbar sind. Und genau darin liegt in meinen Augen eigentlich auch der Schrecken der Handlung.
Charlie ist ein absoluter Rockstar. Sie ist schlau, gerissen, mutig und unfassbar cool. Allein für ihre Figur lohnt es sich, ins Buch reinzulesen. Sie vereint die Nerdigkeit von IT mit dem Selbstbewusstsein eines Hackers, biegt sich Regeln auch mal zurecht und schreckt nicht davor zurück, sich selbst in Gefahr zu bringen um das Richtige zu tun. Liebe es, dass wir hier eine zentrale Heldin haben.
Ich fand den Plot durchweg spannend und durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man auch echt tiefe Einblicke in das Szenario. Dadurch, dass es mehrere Angriffe gibt, bei denen man nie weiß, wie sie ausfallen werden, fiebert man eigentlich konstant mit und die Geschichte legt ein gutes Tempo vor. Vor allem zum Ende hin spitzt es sich nochmal richtig nervenaufreibend zu. Der Schluss teasert mehr oder weniger einen weiteren Band an, den ich kaum erwarten kann. ich fands großartig. gerne mehr davon
Wow, anders als erwartet
People in Love von Claire Daverley
Ich hab ja gedacht, die Geschichte bedient gängige Klischees rund um verpasste Chancen und kalten Füßen vor der Hochzeit. Aber die Story war völlig anders als erwartet und ich hab glaube ich noch nie so oft meine Meinung geändert, für wen ich jetzt eigentlich mitfiebere.
Mir hat vor allem die Core-Message gefallen: es ist ok sich nach dem „was wäre wenn“ zu fragen und mal zu zweifeln, aber wir schlagen Lebenswege immer aus Gründen ein und es ist ok, wenn Träume und Pläne sich ändern.
Ich fand die Geschichte sehr dramatisch, die Figuren sind fast schon extrem angelegt in ihren Verhaltensmustern und Sichtweisen. Und gerade das erzeugt Reibungspunkte. Die Story ist unbequem, voller Konflikte und Menschen, die nicht ehrlich sagen, was sie denken. Das führt natürlich immer wieder zu Missverständnissen und Streit, trägt aber auch maßgeblich zum Unterhaltungswert bei.
Am Ende habe ich quasi den Atem angehalten, fand ich richtig gut gemacht.
Genialer Vibe
Komm spielen von Linwood Barclay
Ich liebe diese schauerlichen Kleinstadt-Geschichten wo hinter der Fassade von Behaglichkeit etwas schreckliches lauert. Diese Geschichte erinnert tatsächlich stark an ähnliche Bücher von Stephen King und ich habs richtig gern gelesen.
In Lucknow erschüttert eine Reihe seltsamer Ereignisse Polizei und Einwohner.
Doch was genau geht dort vor sich und was hat der neu eröffnete Modellbahnladen damit zu tun? Die Geschichte ist leicht horror-artig angehaucht, gewürzt mit einer Prise Übernatürlichkeit. Denn das Böse lauert hinter der Facette von Alltäglichkeit und Freundlichkeit. Und es ist hungrig.
Ich mags, dass die Geschichte quasi in zwei Handlungssträngen erzählt ist, die trotzdem miteinander verbunden scheinen. Ich liebe es wie absolut schaurig die Geschichte erzählt ist, abgründig und auch ein bisschen brutal. Die Erzählart hat fast schon etwas episodisches, weshalb ich mir das ganze auch gut verfilmt vorstellen könnte, hat mir auch so ein bisschen „Welcome to Derry“-Vibes gegeben.
Ich fands sehr kurzweilig und spannend zu verfolgen. Hat mir gut gefallen.
Richtig düster
Anathema von Keri Lake
Ich hab mit Dark Fantasy bisher wenig Erfahrung, finde die Altersempfehlung aber sehr angemessen, die Geschichte ist voller Gewalt und Brutalität und auch die mittelalterlich antiquierten Ansichten sind nicht ganz ohne. Ich lese ja auch gerne mal brutale Thriller oder Horror, aber das hier geht anders an die Substanz.
Dafür, dass das Buch verhältnismäßig dick ist, hat die Geschichte eher einen slow pace und kommt vor allem in der ersten Hälfte eher schwer in de Gänge. Dabei waren die ersten Seiten wirklich absolut stimmungsvoll und gruslig. Aber danach flacht es irgendwie erstmal sehr ab. Auch in Sachen Lovestory (und in meinen Augen ist das hie recht keine Lovestory) tut sich ewig nichts, bevor die beiden Protagonisten sich überhaupt das erste Mal live treffen.
Das Worldbuilding fand ich absolut gelungen, es ist schauerlich und düster, voller dunkler Magie und erschreckenden Wesen. Maevyth mausert sich zu einer ziemlich starken Protagonistin mit echt coolen Fähigkeiten. Nachdem ich die Charaktere aus der ersten Hälfte des Buches wenig bzw. nur negativ bemerkenswert fand, kommen in der zweiten Hälfte ein paar ziemlich coole Nebencharaktere hinzu.
Gegen Ende hin hat mir das Buch immer besser gefallen aber es gibt auf jeden fall noch Luft nach oben für den zweiten Band.
Romantasy trifft Regency- gefällt mir ja mal richtig gut
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
Ich finde ja dieses Crossover aus Bridgerton-Vibes und düsterer Fae-Fantasy richtig ansprechend. Hätte nicht gedacht, dass das für mich so ein Ding sein könnte, aber wow, ich mochte den Flair dieser Geschichte richtig gerne. Bin ja sowieso absoluter Fan von der Kunst des Werbens im alten England, den Bällen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten, aber das ganze nochmal gepaart mit magischen Pakten und einer beängstigenden Fake-Queen ist einfach nochmal so viel spannender.
Auch das Love-Triangle aus Ivy, Bram und Emdet gefällt mir richtig gut. Man merkt sehrt gut, wie Ivy hin und her gerissen ist zwischen dem, was sie sich selbst erhofft und dem, was sie für das Beste für das weitere Schicksal ihrer Familie hält. Ich mochte auch die Nebenhandlung rund um Lydias Rose Bargain und fand es so spannend herauszufinden, was wohl dahintersteckt.
Am Erzählstil hat mir besonders gut gefallen, dass auch jedes der anderen Mädchen ein eigenes Kapitel bekommt. So lernt man sie etwas besser kennen, erfährt viel über ihre Motive und Lebensumstände und das ganze macht die Geschichte dreidimensionaler und authentischer. Neben den Interaktionen der Mädchen selbst waren für mich die seltsam grausamen Prüfungen der Queen mein absolutes Highlight. Das hat der Geschichte einen bedrohlichen touch gegeben und sie zusätzlich interessant gemacht.
Ich fand auch das Ende absolut gelungen und will jetzt unbedingt wissen, wie es weitergeht. Hat mir richtig gut gefallen.
Hatte bisschen Pipi in den Augen
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Matt Haig schreibt einfach Bücher, die mich thematisch sehr ergreifen, trotzdem ist es immer so ein bisschen Glücksspiel, ob mir das jeweilige Buch aber auch tatsächlich gefällt. Hier war der Fall aber für mich sehr klar: habs geliebt. Für mich das bisher beste Buch von Matt Haig, ich hab ja so geheult beim Lesen.
Lieben wir nicht alle diese „Grumpy old man“-Geschichten?! Nur dass Wilbur eigentlich nicht grumpy ist, sondern jemand, der viel Schmerz erfahren, falsche Entscheidungen getroffen und das eigene Leben verpasst hat. Zudem ist Wilbur nun tot, gestorben einsam und allein. Am Ende seines Lebens geht er als Geist auf Reise durch die Schlüsselmomente seines Leben. Durch die Höhen und Tiefen, die Liebe und den Verlust.
Herzstück ist für mich die Liebe zu Maggie, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Sie begleitet Wilbur von seiner Kindheit an und zu wissen, dass er am Ende ohne sie ist, hat mir schon von Beginn an das herz schwer gemacht. Die Geschichte ist einfach wundervoll in ihrer Tragik, einfach weil das Thema sehr nahbar und ergreifend ist. Natürlich geht es hier nicht nur um die Liebe, die mal ganz leicht und dann wieder unfassbar schwer ist, aber sie schwingt eben doch bei allen mit, was Wilbur erlebt.
Es hat mir gefallen, wie er seine Lebensetappen rekapituliert, sie in ein neues Licht gerückt sieht, bereut und begreift. Und dann wirkt die Geschichte ihre Magie. ich will hier nicht zu viel verraten, aber was Wilbur tut, ist absolut ergreifend. Die Geschichte birgt einiges an Lektionen, die jeder beherzigen sollte und gibt reichlich Denkanstöße, das eigene Verhalten mal zu hinterfragen. Denn was am Ende zählt ist, geliebt zu haben und geliebt worden zu sein.
Unerwartet charmant
Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow
Bin ehrlich, ich hab dem derartig süßen Cover eine eher seichte Storyline und außer einer Lovestory nicht allzu viel erwartet. Und bin absolut positiv überrascht worden. Die Mischung aus magischer Schule, magischen tierischen Geschöpfen und Academic Rivalry gefällt mir ja sowas von gut. Was mich aber unerwartet und eiskalt erwischt hat ist die „he falls first“ Komponente der Geschichte- wie süß will man bitte sein?
Den akademischen Wettstreit zwischen Gwendolynne und Harrisford fand ich einen guten Aufhänger für ihre Bekanntschaft.
Ich mochte, wie sie sich gegenseitig aufziehen und reizen und dass gleichzeitig aber auch die Spannung zwischen ihnen greifbar ist. Die Entwicklung ihrer Beziehung wirkte natürlich, nicht übertrieben eilig, sondern auf angenehme Art herantastend. Wie eine erste Liebe eben sein sollte. fand ich total sympathisch.
Tatsächlich hätte ich gerne noch mehr von den Seelentieren und magischen Geschöpfen erlebt, das kam mir fast ein bisschen zu kurz in diesem Buch. Dafür bekommt die Geschichte aber eine unerwartet spannende Wendung, als sich Gwendolynne mit den energetischen Entladungen zu beschäftigen beginnt und deren Ursache auf den Grund geht. Hatte echt nicht erwartet, dass hier eine derartig düstere Story wartet, fand ich echt toll.
Und das Ende war ja mal absolut dramatisch, ich brauche jetzt bitte dringend Band 2. Fands klasse.
alles auf Anfang
Pause von Lena Kupke
"Pause" war ein Buch, das meine Erwartungen mehr als nur übertroffen hat und mental Health, sowie das Zusammenspiel von körperlicher und geistiger Gesundheit in ein nachvollziehbares und ergreifendes Licht rückt. Ich fand das beklemmende Gefühl der Abhängigkeit, des vermeintlichen Scheiterns geradezu mit Händen greifbar.
Wieso fällt es uns nur so schwer einzugestehen, dass wir Hilfe brauchen und diese auch aktiv einzufordern? Und wieso ist es überhaupt nötig, sie wortstark einzufordern?
Hanna tat mir richtig leid, gefangen zwischen der gleichgültigen Reaktion ihres Lebensgefährten, der vermutlich mit seinen eigenen Issues zu kämpfen hat, aber einfach auch keinen angemessenen Anteil an Hannas Lage nimmt, und der erdrückenden Stimmung zu Hause, wo sie mehr Eindringling als willkommen ist. Das Buch beleuchtet anschaulich, welch große Rolle auch unser Umfeld spielt, wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht. Hanna hat keine verlässlichen Stützen in ihrem Leben, selbst ihre Freundin ist mehr auf Distanz als ein offenes Ohr. und irgendwie hat mich all das für Hanna betroffen und wütend gemacht. Denn Hanna geht es eben nicht gut. Hanna kann nicht mal eben mit ihrem Leben weitermachen und allen mal ein bisschen weniger zur Last fallen
Ich fand vor allem die Reaktion der Mutter unerwartet distanziert. Für mich ist generell die Beziehung zu den Eltern und zum Heimatort der Kindheit Schlüsselelement der Geschichte. Generell wirkt der Alltag der Familie sehr distanziert, Konflikte werden nicht ausgesprochen und ausgetragen und brodeln entsprechend unter Hannas Haut, die zunehmend zu entgleiten droht.
Ich finde die Autorin schafft hier starke Bilder und spricht Themen an, die bestimmt viele Leserinnen betreffen, Situationen die sie selbst erlebt haben und Gefühle, die sie nachempfinden können. Zurück bleibt für mich die Botschaft, dass ich nicht immer stark sein und alles allein schaffen muss, Kommunikation aber der Schlüssel ist. Die Geschichte hat mich bewegt und zum Nachdenken angeregt und ich kann sie sehr empfehlen
Endlich gehts weiter
Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi
Ich fand ja den ersten Band rund dieses ungewöhnliche, literarische Ermittler-Duo richtig toll und hab mich sehr gefreut, dass sie einen zweiten Band bekommen haben. Auch in diesem Buch ermitteln Großvater und Enkelin wieder in 5 verschiedenen Fällen. Die Ereignisse knüpfen dabei an den ersten Band an und der Leser trifft ein paar bekannte Figuren.
Auch das Privatleben der Figuren wird kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt, was mir gut gefällt. Mein größter Kritikpunkt ist vielleicht, dass es von der persönlichen Entwicklung von Kaede und ihren Freunde gerne mehr geben dürfte. Es stehen ganz klar die einzelnen Fälle im Vordergrund der Kapitel.
Die Fälle sind durchweg interessant und spannend angelegt- immer auch mit so einem Hauch Mystik untermalt und auch weiterhin das aktuelle Umfeld von Großvater und Enkelin betreffend. Finde diese Mischung aus bekannten und neuen Figuren gut angelegt, man startet nicht von null aber es kommt wieder frischer Wind rein. Ich fand vor allem die Weihnachtsmann-Geschichte sehr interessant und auch ergreifend.
Highlight sind aber schon die zwei letzten miteinander verknüpften Geschichten, die einen noch stärkeren persönlichen Bezug zu Kaede und ihrem Großvater haben. Das Wissen und die Auffassungsgabe des Großvaters sind wieder mal absolut spitzenmäßig und stehen im markanten Gegensatz zu der Krankheit, die ihm das Leben schwer macht.
ich habe das Buch wieder super gern gelesen und mag diese Aufteilung in einzelne Fälle sehr. Ich hab wieder so ein bisschen versucht "mitzurätseln", aber das ist hier quasi nicht möglich. Trotzdem habe ich die Fälle mit Spannung verfolgt und freue mich schon auf einen dritten Band.
wow, was für eine Achterbahnfahrt
Nebelbeute von Benjamin Cors
ich liebe diese Reihe seit Band 1; nicht nur die Fälle selbst, die sich rund um die Gruppe 4 immer grausiger und erschreckender darstellen, sondern einfach auch das Team selbst. Ich mag diese Kombination und diesen Kontrast aus absolutem Schrecken der menschlichen Abgründe und dem sehr nahbaren, emotional greifbaren Team.
Und auch dieser dritte Band war für mich wieder eine absolute Wucht und schlägt auch wieder einen schönen Bogen zu den anderen Büchern.
Was Benjamin Cors in meinen Augen hervorragend gelingt, das ist die Figurenentwicklung. Oft bleiben die Ermittler in Thrillern ja eher blass zurück, mehr Mittel zum Zweck als tatsächlicher Handlungsmittelpunkt. Aber bei Mila und ihrem Team habe ich jedes mal das Gefühl, greifbare Personen gezeichnet zu bekommen, die nicht nur Ermittler sind, sondern auch Freunde, Kollegen, Liebende, Menschen die Fehler machen, Angst haben und die Hoffnung nicht aufgeben. ich fand es fast schmerzlich Mila in diesem Buch so in Bedrängnis zu sehen- generell wurde die Jäger/Beute Thematik hier stark durch das gesamte Buch gezogen.
Den Fall selbst fand ich wieder wunderbar grausig. Eine gewisse Brutalität bleibt da ja nicht aus, aber Cors verzerrt es nicht ins obszöne um des schreckhaften Spektakels willen, sondern schafft mit wenig Einzelheiten Bilder, die aus Albträumen entstammen könnten. Mit gefällt das deutlich besser als extremes Blutvergießen und Gewaltverherrlichung. Die Szenen des Todes, die hier geschaffen werden, haben beinahe etwas künstlerisches. ich finde, allein das macht es irgendwie besonders.
Ich hab weider total mitgefiebert und hab einige der Wendungen absolut nicht kommen sehen. Benjamin Cors schafft es tatsächlich bisher mit jedem Buch, mich neu zu überraschen. Wollte es am lieben gar nciht aus der Hand legen. Klare Empfehlung von mir!











