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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

War solide

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Thriller von Andreas Winkelmann lese ich super gerne und Settingtechnisch hat er hier in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Ich finde allein den Rahmen so unheimlich und stimmungsvoll, dass er mich allein damit schon abgeholt hat.

Auch das Thema rund um den Social Media Kanal Moormaid, die erschreckenden Bilder und das Psychospielchen des Täters fand ich unglaublich packend und stark umgesetzt.

Da wird einem schon auch beim Lesen ganz anders.
Man merkt aber beim Lesen schon, dass der Autor hier gezielt Stimmung gegen einige seiner Charaktere macht und ich fand die ausgelegten Fährten teilweise wirklich sehr offensichtlich.

Mit der Auflösung hätte ich so ne gerechnet, vor allem weil diese im Vergleich zu vielem anderen überhaupt nicht angedeutet wurde. Es wird viel mit der Stimmung innerhalb der Ortsgemeinschaft und den Geheimnissen einzelner gearbeitet. Kommissarin Gold ist da selbst kein unbeschriebenes Blatt. Dadurch gibt es konstant neue Erkenntnisse und es herrscht nie Leerlauf.

Spannungsrechnisch ist es vielleicht nicht unbedingt der packendste Thriller von Winkelmann, trotzdem wird sie auf einem konstant guten Niveau gehalten. Mich haben hier vor allem die charakterlichen Entwicklungen in diesem Buch überzeugt. Würde einen zweiten Band daher auf jeden Fall lesen.

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Eine Küchenhexe räumt auf

The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota

Ich fand diese Geschichte nicht nur maximal cosy, sondern auch absolut hinreißend durch die herrlichen Figuren. Dass die männliche Künchenhexe und sein tierische Begleiter überzeugen, war ja nicht weiter verwunderlich, aber Hut ab vor der Charakterentwicklung der Ritter und den findigen Verstand von Lady Annika.

Und ich mags wie aufgeschlossen hier mit Sexualität, gesellschftlichen Konventionen und generell Beziehungen aller Art umgegangen wurde

Ich dachte erst das Königshaus-Setting könnte abgedroschen sein. Aber die königliche Familie war so sympathisch und nahbar, dass mir das richtig gut gefallen hat. Ich hätte da gerne sogar tiefere Einblicke bekommen und hoffe da auf den Folgeband. Fins Geschichte ist mir schon auch zu Herzen gegangen, gleichzeitig hätte ich mir hier zum Beispiel eine Konfrontation gewünscht.

Sogar Konfrontationen generell, denn das Ende wirkte super unfertig auf mich. Die Handlung reißt geradezu einfach ab. Ich weiß, dass es vermutlich noch mindestens einen weiteren Band geben wird, aber ich hätte mir trotzdem einen Abschluss oder zumindest Cliffhanger gewünscht, der sich wenigstens halbwegs nach einem solchen anfühlt.

Das Buch hat sich aber toll weglesen lassen und ich mochte die Atmosphäre und dezente Magie der Geschichte.

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Wie Feuer und Eis

Verrat der Schwäne von A. B. Poranek

Ich mag die Geschichte um die Schwanenprinzessin super gerne und diese märchenhaft magische Adaption gefällt mir richtig gut. Vor allem auch die Abkehr von der klassischen Liebesgeschichte fand ich stark und angenehm aufbereitet.

„Heldin“ der Geschichte ist schon Odile, die den Prinzen in Gerissenheit und Mut um Längen übertrumpft und treibende Kraft der Handlung ist.

Daneben fand ich vor allem auch die Figur der Stiefkönigin stark umgesetzt.

Ich mochte die Magie, die die Geschichte durchzieht richtig gern, sie ist geheimnisumwoben, düster und sehr atmosphärisch angelegt. Die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, fand ich überraschend und sehr spannend geplottet. Ich hatte gar nicht erwartet, dass da so viel passiert und die Ereignisse derartig große Wellen schlagen.

Die letzten Kapitel sind wirklich nochmal richtig packend, da kommen Magie, Loyalität und Freundschaft als wichtige Pfeiler der Geschichte nochmal richtig gut durch. Den Epilog fand ich dann etwas übers Knie gebrochen. Dachte hier zuerst, die Geschichte geht vielleicht in Folgebänden weiter. Habe dazu jetzt keine Info gefunden, aber auch mich wirkte das etwas halbfertig.

Mir das das Buch gut gefallen, es war eine schöne, märchenhafte Erzählung, in der vieles anders ist, als es scheint

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Zwischen Magie und Nostalgie

Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell

Vom Cover her hätte ich gedacht, dass dies eine leichte, unterhaltsame Geschichte ist- so ein bisschen Alice im Wunderland in der Moderne. Aber die Themen der Geschichte reichen tiefer und durch dir verschiedenen Zeitachsen, ist die Handlung deutlich vertrackter, als ich zuerst annahm. So ein bisschen schwergetan habe ich mich, die Erinnerungen und Erlebnisse der einzelnen Zeitachsen im Hotel, besonders von Max, auseinanderzuhalten.

Vor allem die magischen Gegenstände jeglicher Art haben es mir angetan und ich fand es einfach richtig toll, was es im Hotel alles entdecken gab. Dazu der Zeitreise-Charakter und Nostalgie-Flair- das gibt dem ganzen einen wunderbar dekandeten, fast hoheitlichen Rahmen. Und dazu die Gegenstände und Oktopusse, die teilweise unheimlich und sogar makaber anmuten- das schafft eine wirklich tolle Atmosphäre.

Ich wundersame, zauberhafte Welt des White Oktopus Hotels steht in hartem Kontrast zu Eves Familiengeschichte, die von Schuld, Trauer, Scham und viel ungesagtem besteht. Und nochmal in scharfem Kontrast zu den Schrecken, die Max im Krieg erlebte und die ihn danach verfolgen. Dass ausgerechnet diese beiden aufeinander treffen und ganz unterschiedlich Trost und Hilfe aneinander finden, hat mir gut gefallen.

Es hat mich manchmal echt wütend gemacht, wie hart Eve zu sich selbst ist, wie die harschen Worte ihrer Mutter und deren Distanz sie haben kalt werden lassen. Vor allem auch die Ungnade mit ihrem jüngeren Ich fand ich sehr schmerzlich zu verfolgen, das hat echt Eindruck hinterlassen. Deswegen gefällt mir ihre Entwicklung besonders gut.

Ich fand die Story rund um die magische Schnitzeljagd und was sie auslöst sehr gelungen und habe das Buch wirklich gern gelesen.

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Der Preis eines guten Lebens

Das schönste aller Leben von Betty Boras

Ich fand dieses Buch absolut beeindruckend. Nicht nur stark geplottet in seinen drei Handlungssträngen, die letztendlich alle eine ähnliche Geschichte, aber unter verschiedenen Gesichtspunkten, erzählen, sondern auch feinfühlig und emotional ergreifend geschrieben. Ein Buch, das bewegt, nachdenklich und stellvertretend betroffen macht.

Die drei Kapitel aus Sicht des Banater Landes waren mir ein bisschen too much, zu abstrakt, als dass ich darin mehr gesehen hätte als den Versuch die Geschichte zu verorten und zu verankern. Dabei ist das gar nicht nötig, da die Schicksale der Frauen das bereits großartig tun. Die Themen Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit sind allseits präsent und nahbar aufbereitet.

Bei Theresias Schicksal kam mir beim Lesen die Galle hoch. Nicht nur, was das Schicksal der Frauen an sich betrifft, sondern auch der scheinheilige Anstrich der Kircheninstanz in diesem Teil der Geschichte. Da wird man doch stellvertretend wütend und ich war stellenweise regelrecht fassungslos. Für mich waren vor allem ihre Kapitel eine einzige emotionale Achterbahnfahrt.

So sehr Vio sich Schönheit für ihre Tochter wünscht, ist genau diese für Theresia ein Fluch. Und gleichzeitig rettet diese sie, zusammen mit schierem Überlebenswillen und unvorstellbarem Mut, vor einem absolut elenden Schicksal.Und auch Vios Familiengeschichte ist eine Geschichte der Aufopferung, Verlusts und steten Kampfes um eine bessere Zukunft, ein besseres Leben und das Gefühl endlich angekommen und akzeptiert zu sein,

Ich mochte die kurzen Kapitel und steten Perspektivwechsel. Die Geschichte hatten einen guten Flow, besonders Vios Gegenwart wirkt authentisch, ihre Schuld, Angst und Liebe nahbar und nachvollziehbar. Wirklich stark, hat mir sehr gut gefallen.

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die Unberechenbarkeit des Lebens

Salto von Kurt Prödel

Kurt Prödel hat eine unnachahmlichen Art seine Geschichte zu erzählen, sodass ich mich selbst mitten in die Handlung versetzt fühle.

Marco ist Einerseits absolut nahbar angelegt- Schulabschluss, das Bangen um den eigenen Wert und Platz in der Welt, die es ihm bisher nicht leicht gemacht hat. Diese Art mit der er verliert in seiner Realität und in Details verliert und gleichzeitig aber auch immer wieder abdriftet in eine Art Gleichgültigkeit, das ist schon absolut toll gemacht.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, was sich als absoluter Glücksgriff entpuppt hat. Der Sprecher hat seine Arbeit grandios gemacht, er hat eine angenehme, ausdrucksstarke Erzählstimme, die den Figuren Leben einhaucht und die beim Zuhören einfach gute Laune macht.

Den Verlauf, den die Handlung nimmt fand ich super überraschend. Man wartet eigentlich gespannt auf einen Wendepunkt in Markos Leben, der zwar kommt, aber ganz anders als gedacht. Die Themen sind authentisch und nahbar aufbereitet und Markos Emotionen habe ich als sehr greifbar empfunden.

Ich fand dieses Buch einfach toll. Hat mich total abgeholt

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Wie sympathisch will man sein?

Alt genug von Ildikó von Kürthy

Wann ist man eigentlich alt genug um so cool, charmant und witzig zu sein, wie Autorin Ildiko von Kürthy? Ich mochte ja schon die Romane der Autorin, aber dieses biografische Resümee zum Alter, Frausein, Freundschaften und ihrer Karriere war ja mal der Oberknaller. Jetzt will ich nicht nur sein wie sie, wenn ich mal Best Ager bin, sondern wäre auch gerne ihre Freundin.

Diese Frau ist ein Rockstar.

Ich glaub ich hab noch nie bei einer Biografie so viel geheult, wie bei dieser. Erst hab ich Tränen gelacht und später vor tiefem Mitgefühl schluchzen müssen. Weil die Autorin derartig nachbar, offenherzig und ehrlich von Schwächen, Ängsten, Unsicherheiten und auch Schicksalsschlägen berichtet, hatte ich das Gefühl es mitzuerleben.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin selbst und kann as nur wärmstens empfehlen. Fühlt sich an wie Girlfriend-Talk. Und ich habe mich tatsächlich immer wieder ertappt zu erwidern „say it louder“, „you go, girl“ und „so und nicht anders“. Hab mich gesehen und verstanden gefühlt und ein bisschen so, als hätte sie dieses Buch nicht nur für sich selbst und zur Erfüllung des Verlagsvertrags geschrieben, sondern vor allem für uns leise, oft ungesehene Frauen.

ich fands nicht nur ein absolut großartiges Hörerlebnis, sondern einfach auch inhaltlich super stark. Hab nicht nicht nur unterhalten gefühlt, sondern habe was gelernt, wurde zum Nachdenken angeregt und habe mich selbst in den Anekdoten gesehen gefühlt. Wahnsinnig tolles Buch.

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Berührend

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand von Baek Seungyeon

Titel und Cover sind bei diesem Buch nicht nur wunderbar aufeinander abgestimmt, sondern auch auf den Inhalt des Buches. Die Geschichten rund im den anonymen Brieffreunde-Service und die abgedruckten Briefe haben mir sehr gut gefallen und stellenweise wirklich berührt und zum nachdenken angeregt.

Es gefällt mir, dass die Geschichte, anders als bei asiatischen Romanen häufig, nicht episodisch in Einzelgeschichten sondern kontinuierlich erzählt wird.

Es gibt zwar auch hier Begegnungen mit den verschiedensten Kunden, die ganz eigene Wünsche, Sorgen und Hoffnungen haben, aber man trifft auch diese immer wieder, sodass man sie näher kennenlernt und ihre Entwicklung verfolgen kann.

Vor allem Protagonistin Hyoyeong und ihre Familiengeschichte fand ich bewegend und neben den Briefen selbst ist sie für mich das Herzstück der Geschichte. Die Themen rund um Familie, Liebe, Verlust, Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und Suche nach Bestätigung sind sehr authentisch und ich fand es sehr heilsam, wie unbekannte Menschen sich hier Mut zusprechen, einander bestärken und aufrichtig bewundern. Das ganze Buch ist dadurch so freundlich und herzlich.

Ich habe die Geschichte sehr genossen und werde bestimmt noch oft an dieses Buch zurückdenken.

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Ich tu mich schwer mit diesem Buch

Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict

Ich bin ja großer Fan der Weihnachts-Thriller von Alexandra Benedict und war entsprechend neugierig auf diesen märchenhaft angehauchten Thriller. Der Anfang startete sehr vielversprechend, aber leider hat mich das Buch zunehmend verloren. War stilistisch gar nicht mein Fall.

Ich finde die Art des Erzählens sehr mutig gewählt, ist mal was anderes und irgendwie besonders.

Aber diese Art der Geschichte in der Geschichte, in der die Autorin selbst Teil der Geschichte ist, fand ich stellenweise, vor allem im letzten Drittel, anstrengend zu verfolgen. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zunehmend, was nicht nur die Figuren belastet, sondern auch mich als Leser.

Den Handlungsstrang in Wolfs Hütte selbst fand ich irgendwie drüber, so richtig bin ich da nicht drangekommen. Da mochte ich die Perspektive von Lyla deutlich lieber, einfach auch weil ich ihre verbissene, skeptische Art mochte. Meine Lieblingsfigur war aber die Kräuterhexe Mellicent Farling, die für meinen Geschmack gerne mehr Raum hätte einnehmen dürfen.

Was mir gut gefallen hat, das waren die von Katie verfassten Märchen-Morde selbst. Dir waren packend und bösartig. Also genau der richtige Vibe. Die Morde selbst sind eine gelungene Mischung aus grausig und ästhetisch und die Märchen-Motive fand ich einen tollen Kniff bei der Inszenierung.

Insgesamt eine coole Idee, deren Umsetzung aber einfach nichts meins war.

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Absolut toll, hab mich prächtig amüsiert

Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson

Spionageromane sind ja so ein Genre, damit kriegt man mich. Ich liebe gute Geheimnisse, verdeckte Identitäten und Doppelbluffs, die Ereignissen unerwartete Wendungen geben. Und dieses Buch ist einfach eine charmante, leicht überspitzte Version, da nah an der Parodie kratzt, aber dadurch einfach super kurzweilig und unterhaltsam ist.

Die Figuren sind einfach köstlich konstruiert, bedienen reichlich Klischees und machen einfach Spaß. Es ergeben sich herrliche Konversationen und äußerst schräg anmutende Situationen, bei denen man nie so richtig weiß, wer eigentlich auf welcher Seite steht.

Ähnlich wie Jakob wird auch der Leser einfach mitgerissen auf dieser schrägen Mission deren genauer Inhalt eigentlich zu keiner Zeit eindeutig definiert wird. Aber Jakob lässt sich vom Moment leiten, verzeichnet Erfolge und Rückschläge und so richtig weiß man nie, ob er seine Sache eigentlich gut macht oder überhaupt gutmachen soll.

Das Ende fand ich nochmal sehr speziell, ein bisschen hektisch und unübersichtlich. Es endet so ein bisschen , wie es begann. Mit einem Gespräch, dessen Ausgang und Auswirkung auf Jakobs Leben ungewiss ist. Einerseits sehr passend, andererseits hätte ich mir vielleicht einen letzten großen Knall gewünscht.

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