Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Absoluter Knaller
Holiday Ever After von Hannah Grace
Dieses Buch liest sich wie ein Weihnachts-Hallmark-Film inklusive sehr vorhersehbarer Storyline. Ambitionierte Karrierefrau fährt in die winterliche Kleinstadt um kurzerhand ein Problem zu lösen und trifft dort nicht nur auf Hindernisse, sondern auch einen gutaussehenden Fremden. Ich liebs doch.
Aber mal im ernst, nicht nur ist die Story wirklich süß, ich liebe auch die Figuren und Anekdoten über die Bewohner der Stadt.
Tommy ist mir dabei besonders an Herz gewachsen, aber auch andere Figuren lassen den Leser schmunzeln und mir ein paar „Ach Donald“ über die Lippen kommen. Dadurch wirkt der Ort geradezu lebendig und die Story sehr nahbar.
Das Setting ist super cosy und gespickt mit winterlichen Aktivitäten. Es gibt ein bisschen Spice, gefühlt aber weniger als in den anderen Büchern der Autorin. Nebenher schneide das Buch auch ein paar wichtige Themen an und ist damit eine gelungene Mischung aus seichter, kurzweiliger Unterhaltung und Momenten, die zu Herzen gehen. Generell mochte ich, wie hier Gemeinschaft und Nächstenliebe im Fokus der Geschichte stehen, was auch schön zu einem weihnachtlichen Roman passt. Die Geschichte selbst ist einfach wunderbar stimmungsvoll.
Und die Lovestory? Einfach absolut bezaubernd. Ganz ehrlich, Jack und Clara sind ein Dreamteam und ich mochte die Dynamik und Chemie zwischen den beiden super gern. Ich fands schön zu sehen, wie sie einander herausfordern und unterstützen.
ich fand dieses Buch super schön und habs wirklich gern gelesen.
wirklich stark und richtig cool
Royal Heist von Lena Kiefer
Ich wusste nicht, dass ich eine Royal Heist Geschichte brauche, bis ich dieses Buch gelesen habe. Bin ja generell großer Fan der Bücher von Lena Kiefer und habe dieses hier wieder sehr geliebt.
Ich mochte den schrägen Gerechtigkeitssinn von Darcys Bande und generell fand ich auch ihre Familiengeschichte und ihren Background super einnehmend.
Das Werben um den Kronprinzen rückt ganz schnell in den Hintergrund als zwischen Tristan und Darcy die Funken und alte Gefühle aufleben. Die Chemie zwischen den beiden war fanatisch und ich fands genial die Geschichte auch aus seiner Perspektive zu erleben. Hatte bisschen Stolz und Vorurteil Vibes gepaart mit der angespannten Atmosphäre von Darcys Trickbetrug.
Bei Tristans Motiven ist mir schier ein bisschen das Herz gebrochen. Generell mochte ich, wie offen hier mir Verlust, Schmerz und Verrat umgegangen wird. Die Figuren sind nicht weichgezeichnet, sondern haben Ecken und Kanten. Das lässt sie verletzlich und authentisch wirken.
Das Buch ist die Perfekte Mischung aus Täuschung und ungeschönter Wahrheit, es ist cool und emotional ergreifend zugleich und ich hatte eine verdammt gute Zeit mit dieser Geschichte. Ich brauche unbedingt Band 2
Ganz schön, aber auch irgendwie flach
All We Lost Was Everything - Deine Liebe brennt wie Feuer von Sloan Harlow
Ich liebe ja Romantic Suspense und mochte das letzte Buch der Autorin super gerne, weshalb ich mich auf diesen Standalone-Roman sehr gefreut habe. Der Suspense-Teil lässt hier für meinen Geschmack sehr lange auf sich warten.
Stattdessen gibt es viel Teenage-Romance. Da ist absolut nichts verkehrt dran und ich mochte die individuellen Geschichten River und Logan sehr gerne, aber ich hätte mir insgesamt mehr Spannung gewünscht.
Denn die Themen sind ja quasi von Beginn an präsent, werden aber erst super spät in der Geschichte aufgearbeitet, sodass die Story lange so ein bisschen vor sich hinplätschert.
Ich war mir lange nicht sicher was ich mit den zwischen den Text gestreuten Briefen anfangen soll. Als das aufgelöst wurde, fand ich es zwar einen netten Twist, aber die Briefe hätte es dafür eigentlich nicht gebraucht.
Und das klingt jetzt vllt picky, aber ich fand auch die Sprache nicht so richtig rund. Ich bin immer mal wieder über Ausdrücke gestolpert und mochte dieses ständige „Yeah“ nicht.
Das Buch ist kurzweilig, liest sich super flüssig (abgesehen von der Ausdrucksweise, die nicht ganz so meins war) und ist insgesamt schon interessant unf gegen Ende dann auch durchaus spannend. Für mein Empfinden aber deutlich mehr Romance/Familiendrama als Suspense
Bodenständig
Before I met Supergirl von Rea Garvey
Ich mag Rea Garvey als Künstler, aber auch rein menschlich von seiner Art her super gern und war sehr gespannt auf seine Biografie. Ich hab das Buch als Hörbuch gehört und der Sprecher passte für mich einfach perfekt zur Geschichte und trifft auch ausgesprochen gut den Ton, den man von Garvey kennt.
Die Story ist überraschend bodenständig. Es geht um das Aufwachsen im eher ländlichen Irland, als Sohn eines Polizisten und einziger Junge in einer 10-köpfigen Großfamilie. Zwischen Mädchen, Schule und Sport spielt Musik eine immer größer werdende Rolle, wobei man hier nicht vom Starpotential in den Kinderschuhen sprechen kann. Vielmehr ist Garvey Jugend geprägt von Rückschlägen, Krankheit und Außenseitertum.
Genial fand ich, dass man hier nebenher viel über die Politik, Gesellschaft und allgemein das Leben in Irland erfährt, da die Geschichte Jahrzehnte umspannt.
Von den namentlich genannten Band kannte ich zwar keine, aber Garveys Erzählungen über Bands, Festivals und Musik an sich, sowie seine Begeisterung sind wirklich ansteckend, sodass man sich wünscht, man wäre dabei gewesen.
Die Geschichte ist einfach super angenehm zu verfolgen, einnehmend erzählt und echt sympathisch. Es macht beim Hörbuch einfach Spaß den Eskapaden der Jugend zu lauschen und den Lebensweg des Sängers nachzuverfolgen. Macht Realität Garvey in meinen Augen einfach nochmal sympathischer, dass er sich hier nicht künstlich in ein gutes Licht rückt und idealisiert, sondern auch offen Fehler eingesteht.
Fands richtig cool.
Geht an die Nieren
Memories So Golden Like Us von Gabriella Santos de Lima
Mit der Autorin und mir ist das so ein stetiges Auf und Ab, aber diese Buch hat mir wieder 100% gefallen und mich vor allem auch thematisch total abgeholt. Ich mochte den Wechsel aus leisen, emotionalen Zwischentönen und unbequemer, präsenter Wahrheit.
Ich fands so erfrischend, dass Blairs Trauer nicht sanft und ästhetisch ist, sondern laut, wütend und explosiv.
Die abgedruckten Beiträge eines Klatschblattes fand ich in diesem Zusammenhang ein gelungenes Stilmitte, weil es zeigt wir unbarmherzig das Internet ist und dass Frauen in diesem Narrativ eigentlich nur verlieren können
Geschichten wie diese sind die einzige Form von Second Chances, die ich wirklich mag, weil sie zusätzlich diesen Love at first sight Vibe hat. Blair und Connor sind einfach echt, verletzlich, unsicher und einfach emotional greifbar. Das zwischen ihnen ist nicht leicht, aber trotzdem schicksalhaft. Und ich fands total schön und auch irgendwie heilsam ihre Geschichte und Annäherung zu verfolgen.
Die Botschaft des Buches, die aufgegriffenen Themen an sich, sind so wertvoll und wichtig, dass eigentlich jedes Mädchen und jede junge Frau Bücher wie dieses gelesen haben sollte. Denn die meisten würden sich wohl darin wiederfinden. Inhaltlich geht das Buch total an die Nieren, ist aber gleichzeitig auch irgendwie heilsam. Mochte ich wirklich sehr gerne.
Packende Dystopie
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast
Das Buch klang schon richtig cool und hat mich quasi von Beginn an abgeholt. Die Geschichte hat alles um den Leser in den Bann zu schlagen und bis zum Ende darin gefangen zu halten. Absolut grandios, mit epischen Szenen, die mich auf eine Verfilmung hoffen lassen
Obwohl ein Großteil der Handlung innerhalb des Gefängnis-Settings von Endlock spielt, wird ein anschauliches Bild der drei Ebenen von Dividium und auch der anderenen verbliebenen Städte gezeichnet, sodass der Leser einen Eindruck von der Größe der bestehenden Welt bekommt.
Der dystopische Charakter schlägt immer wieder eindrucksvoll durch und verknüpft Politik und Sozialstruktur mit dem tödlichen Entertainment für die Elite. Die Figuren werden herausgefordert ihre virgefertigten Meinungen und Denkmuster zh hinterfragen, Allianzen zu schmieden und Vertrauen im Angesicht des ungewissen zu fassen.
Die Arena erinnert teilweise stark an Tribute von Panem hat aber einen nich düstereren Vibe, bei dem ich total mitgefiebert habe.
Das Finale ist absolut fulminant. Es ist eine mitreißende Geschichte über Freundschaft, Loyalität und den simplen Willen zu überleben und sich nicht einem korrupten System zu beugen. Das Ende macht so Lust auf Band 2, ich kanns kaum erwarten
In den Schuhen ihrer Schwester
Belladonnas von Liann Zhang
Dieser Thriller ist eine Art böse „doppeltes Lottchen“ Geschichte, bei der Julie in die Rolle ihrer toten Zwillingsschwester Chloe schlüpft, die ein deutlich privilegierteres, glamouröses Leben geführt hat. Doch mit diesem opportunistischen Rollentausch gehen auch Schwierigkeiten einher, die drohen, Julie zu Fall zu bringen, sodass sie immer tiefer in den Sumpf ihrer eigenen Lügen gerät.
Die Geschichte entwickelt sich anfangs recht gradlinig und vorhersehbar. Und dann wird es plötzlich irgendwie seltsam. Im Leben hätte ich nicht vorhersehen können, in welche Richtung sich die Handlung bewegt. Hätte es diesen Twist nicht gegeben wäre die Geschichte vielleicht sogar langweilig gewesen. Aber stattdessen wurde es schräg, irgendwie verdreht und auch ein bisschen unheimlich.
Ich hatte tatsächlich mehrere WTF-Momente beim Lesen und war total gebannt von der Handlung. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und ob Julie wirklich damit durchkommt. Die Erzählung ist schon super wild und so nen Ticken drüber, sind wir mal ehrlich. Ich würd sagen da ist absolut nichts authentisch und nachvollziehbar. Liest sich mehr wie so ein Fiebertraum. Aber echt nicht schlecht und einfach unfassbar packend.
Die Geschichte selbst ist echt nicht so krass, lebt halt total von den schrägen Episoden und davon, dass man sich permanent fragt, was zur Hölle da vor sich geht. Die Charaktere sind alle insgesamt super flach und ziemlich klischeehaft angelegt.
Definitiv nicht der stärkste Thriller, aber ich hab mich gut unterhalten gefühlt und die Geschichte ist sehr kurzweilig angelegt. So als Standalone kann man das ganz gut machen.
Wenn mächtige Frauen sich in egoistische Männer verlieben
Medea von Rosie Hewlett
Ich weiß gar nicht, wieso Frauen in der griechischen Geschichte immer derart tragische Figuren sind. Fremdbestimmt, behandelt wie Eigentum, verschmäht und verachtet ist Medea das glänzende Beispiel einer mächtigen Frau, die durch ihre Liebe zu einem ehrgeizigen Mann zu Fall gebracht wird.
Medeas Geschichte macht wütend, betroffen und stimmt nachdenklich.
Sie kann nichts für das Leben in das sie hineingeboren wird und trotzdem ist sie die Schuldige für alles, was im weiteren Verlauf der Geschichte passiert. Denn die Geschichten der Frauen sind nie die des Ruhmes, wie ihre zeitweise Weggefährtin Atalante beweist. Es ist eine Geschichte über das männliche Narrativ, über Manipulation und Missbrauch.
Jason schreibt Medeas Geschichte während er ihre Seele vergiftet und ihren Kopf mit Lügen füllt. Und ihre Rache ist so wunderbar, so mächtig, so alles verzehrend. Female Rage auf eine ganz andere Ebene erhoben- liest sich wie alles, was schon immer aus einem herausbrechen wollte.
Das Buch ist toll geschrieben und die Geschichte absolut catchy und mitreißend. Gerne mehr davon
Angenehm märchenhaft
Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig
Ich hab das Buch als Hörbuch gehört, was für mich vermutlich die perfekte Wahl war. Die gesamte Geschichte mutet wie eine märchenhafte Erzählung an und das ist im Hörbuch perfekt rübergekommen.
Ich fand die Prämisse rund die Kraft und Macht von dreizehnten Kindern total interessant und ich mochte Hazels Geschichte richtig gern.
Ich finde zwar, dass das Cover deutlich düsterer wirkt als die Geschichte selbst, wobei auch diese nach dem ersten Drittel in Sachen Atmosphäre nochmal düsterer wird und die Geister und Behandlungsmethoden fast schon ein bisschen ekelerregend sind. Das wirkt aber überhaupt nicht effektheischerisch, es passt eher so Hazels unverblümter Art, dass auch hier nichts geschönt wird.
Im Handlungsverlauf scheint es einige fast schon schicksalhafte Begegnungen und Ereignisse zu geben, die Hazel Werdegang bestimmen. Die Götter, die hier über allem schweben, werden dabei auf gelungene Art mit der Handlung verwoben. Zwischenzeitlich hatte es, vor allem gegen Ende, so ein paar Längen wo die Geschichte gefühlt so ein bisschen künstlich dramatisiert wurde. Aber insgesamt hat das im Rahmen der Handlung alles gepasst.
Ich fands einfach total angenehm der Geschichte zu lauschen und mich in diese Welt hineinziehen zu lassen. Ich hatte keine großen Erwartungen an dieses Buch, aber es hat mir richtig gut gefallen.
Magische Familiengeheimnisse
The Blackgate Invitation von Sarah Henning
Die Idee hinter der Geschichte war eigentlich ziemlich cool, obwohl oder gerade weil sie recht simpel war: ein Mord, ein Rätsel und ein magisches Erbe. Das Buch liest sich ein bisschen wie eine Partie Cluedo- ein Mord, Hinweise suchen, eine Verdächtigung aussprechen, sie widerlegen, Repeat. Eigentlich ein ziemlich simples, aber cooles Konzept.
Das Setting des magischen Anwesens fand ich total cool, allerdings wurde das kaum ausgenutzt. Generell wird fast schon sparsam mit Magie umgegangen, dafür dass es sich um so mächtige Hexenlinien handelt, die Versuchen ein gewaltiges Erbe anzutreten. Da hätte ich eigentlich mit mehr Intrigen und generell mehr Hexerei gerechnet. Der Plot entwickelt sich zwar kontinuierlich, aber eher gemächlich.
Am Ende wird es dagegen ganz wunderbar düster, unheimlich und ein bisschen makaber. Habs total geliebt die Kräfte der Hexenlinien im Einsatz erleben. Schade eigentlich, dass es so lange gedauert hat all das zu entfesseln.
Es geht überraschend viel um Aufrichtigkeit, Moral, familiäre Band und Freundschaft. Das gibt der Geschichte einfach eine angenehme Grundstimmung, die die Schreckmomente ausgleicht. Ich fands sehr angenehm zu lesen, auch wenn es für mich gerne düsterer hätte sein dürfen. Die Grundlage. Dafür waren schließlich vorhanden.











