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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

ein Buch voller Reibung

Beste Zeiten von Jenny Mustard

Coming-of-Age ist seit jeher eines meiner liebsten Roman-Themen und dieses Studentenleben mit dem Ausziehen und sich selbst finden ist ein nahbares, nachvollziehbares Thema, mit dem man sich gut identifizieren kann. Jenny Mustard hat hier wieder eine sehr eigenwillige Protagonistin geschaffen, kein 0815 Charakter, in vielen Punkten fast schon ins extreme überspitzt in dem was sie tut.

Ich glaube genau dadurch ist es mir so schwer gefallen Zugang zu Sickan zu finden und mit ihr mitzufühlen: vieles fühlt sich gewollt und gestellt an- Sickan die eine Rolle verkörpert und Punkte auf der To-Do-Liste des Lebens abhakt. Gleichzeitig kommen dadurch die Erlebnisse und Episoden sehr kraftvoll rüber

Die Freundschaft zwischen Sickan und Hanna ist schwierig, fast schon anstrengend zu verfolgen. Ich weiß gar nicht genau, was mich daran eigentlich gestört hat, aber für mich hat sich das stellenweise unnatürlich und geradezu negativ nuanciert angefühlt.

Dies ist kein bequemes Buch, aber eins, das irgendwie hängen bleibt. Das Leseerlebnis war teilweise fast schon fordernd, aber gleichzeitig auch wirklich interessant zu verfolgen. Bin unschlüssig, ob ich das Buch auf die klassische Weise mochte, aber es hatte was.

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Heilsam

Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page

Das Buch hat mich ein bisschen an „P.S. Ich liebe dich“ erinnert, da der Grundplot sehr ähnlich ist. die Idee mit den zwölft Büchern fand ich richtig schön und die monatlichen Buchempfehlungen zu verschiedenen Themen waren ein cooles Add On.

Diese fragmentierte Erzählweise, dass man pro Monat nur die jeweiligen Schlaglichter aus dem Leben von Tilly mitbekommen ist einfach nicht so 100% meins.

Klar, niemand interessiert sich für den ereignislosen Alltag, aber ich finds immer super schwer Zugang zu den Figuren zu bekommen, wenn man sie nur zu besonderen Anlässen und in Ausnahmesituationen erlebt.

Was mir aber richtig gut gefallen hat, das war alles rund um Elfies Buchhandlung. Die Atmosphäre im Laden, die Mitarbeiter und Alfie selbst, dem sein Job und dieser Laden im Speziellen so viel bedeuten. Hier wird auch auf sehr nahbare Weise auf die Schwierigkeiten des lokalen Einzelhandels aufmerksam gemacht, was ich sehr geschickt platziert fand.

Generell mochte ich, wie sich Tilly ein neues, positives Umfeld schafft, weitermacht, sich weiter entwickelt und sich selbst eine zweite Chance nach ihrem Verlust gibt. Dabei entstehen ein paar wunderbare Begegnungen und Momente.

Die Geschichte ist versöhnlich, heilsam und getrieben von innerer Entwicklung. Es ist eine anrührende Geschichte über die Kraft und den Trost von Büchern. Außerdem zeigt es ganz wunderbar, dass man nicht allein mit seinen Problemen fertig werden muss und dass es da draußen Menschen gibt, die einen verstehen und lieben. Super schöne Botschaft und ein richtig tolles Buch.

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Vielversprechend

Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli

Nisha J. Tuli schreibt einfach großartige Fantasy. Ich habe bereits die letzte Reihe der Autorin geliebt und mir gefällt auch dieser Reihenauftakt wieder ausgesprochen gut. Der Start ins Buch war eher gemäßigt und voller offener Fragen und Geheimnisse. Aber zumindest soviel: dieses Buch lässt den Leser nicht hängen und vis zum Ende bekommt man auf die drängendsten Fragen Antworten, was ich sehr zu schätzen weiß.

Das Magiekonzept orientiert sich an den Elementen, ist aber komplex und teilweise auch düster angehaucht. Die ominösen Seuche, die das Land bedroht gibt der Geschichte einen atmosphärisch dunklen Touch, der super catchy ist. Super catchy ist auch der dunkle mysteriöse Fremde, dem Protagonistin Zerya in einem ihren Träumen begegnet. Ich finde zwar ihren romantisch verklärten Blick auf Begegnungen mit Männern anfangs etwas fragwürdig, aber sie fängt sich. Hier wird auf jeden Fall Spannung aufgebaut.

Die Entwicklung, die Zerya in diesem Band durchläuft, gefällt mir schon richtig gut. Vom isolierten, unsicheren Mädchen wird sie zu einer starken Kämpferin, die für sich selbst einsteht, kein Blatt vor den Mund nimmt und ehrliche Bindungen aufbaut. Der Freundschafts-Aspekt kommt hier auch toll raus.

Das Buch hat sich toll lesen lassen. Beim Worldbuilding wurde noch ein bisschen gegeizt, aber ich denke das kommt mit dem nächsten Band.

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Eher speziell

Dr. No von Percival Everett

Percival Everett ist ein Autor, bei dem mich die Bandbreite seiner Bücher staunen lässt, weil sie sich nicht in eine bestimmte Schublade stecken lassen. Jedes seiner Bücher ist aus seine Weise originell und besonders. Was sie vllt eint ist, dass in irgendeiner Form immer POC im Fokus stehen, was mir gut gefällt.

Ich fand dieses Buch thematisch etwas abstrakt. Nichts stehlen und damit einen schurkischen Geniestreich landen klingt jetzt erstmal eher abstrus. Und abstruser wird es, als das tatsächlich zu gelingen scheint. Die mathematischen Relationen waren jetzt nicht so ganz mein Fall, sind aber auch nicht essentiell um die Geschichte zu verstehen. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl etwas elementares zu verpassen, nur weil ich mathematisch nicht ganz folgen konnte.

Die Figuren wirken alle ähnlich überzogen, in ihre Extreme verzerrt und dadurch nicht so ganz nahbar. Zumindest hatte ich Schwierigkeiten einen echten Zugang zu ihnen zu finden. Das macht sie und ihre Interaktionen aber nicht weniger unterhaltsam.

Vom Lesegefühl her war es nicht ganz leichtgängig, aber das sind Bücher von Percival Everett (zumindest für mein Empfinden) ja nie. Auch hier hat es wieder ein bisschen gedauert in den Flow der Erzählung reinzukommen und sich damit anzufreunden. Aber wenn man sich drauf einlässt, dann hats was und ist eigentlich sogar ziemlich cool.
Auf jeden Fall mal eine etwas andere Super-Coup-Geschichte.

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Schockierend düster, ich liebe es

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde von Stella Tack

Waren die vorherigen Bände auch derartig düster und abgründig? Ich kann mich nicht erinnern, aber damn ich liebe den Vibe dieses Buches.

Die Figuren sind einfach der Knaller und durch sie schafft das Buch spielend leicht den Spagat zwischen Reibung und Leichtigkeit. Ich hab so oft über Avery und Thomas schmunzeln müssen und gleichzeitig ist da so viel Spannung, so viel Grausamkeit und viel bittere Erkenntnis.

Dieses Buch schließt den Kreis zu den vorherigen absolut grandios.

Es passiert in diesem Band einfach wahnsinnig viel, sodass der Leser vor Schreck, Ekel, Spannung und Panik kaum zu Atem kommt. Dieses Buch ist ein absolut wilder Ritt und dadurch echt fesselnd.

Es werden ein paar grundlegende Zeitreise-Paradoxa aufgeworfen, die aber in meinen Augen gut gelöst werden. Außerdem werden auch endlich Antworten auf Fragen aus den anderen Bänden gegeben, was ein sehr stimmiges, rundes Gesamtbild erzeugt.

Es war dunkel, böse und voller Spannung. Fands richtig toll

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Eigentümlich, aber auf gute Art

Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu

Ich lese diese Art Bücher super gerne in denen ein magisch anmutender Laden seinen Gästen nicht nur eine klassische Ware verkauft, sondern auch ein Gefühl, eine Reflexion, eine Erkenntnis oder was immer diese Menschen gerade brauchen. Die Fähigkeiten der hier verkauften Süßwaren fand ich tatsächlich ziemlich cool, wie kleine Hilfsmittel sich dem zustellen, was sowieso bereits vorhanden ist und in den Menschen schlummert.

Das Buch ist wie für derartige japanische Romane üblich, in einzelne Kurzgeschichten unterteilt. Die Geschichten sind in der Ich-Perspektive erzählt, die Themen tatsächlich alle sehr alltäglich/ banal. Dadurch sind sie aber auch sehr nahbar und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Nach jeder Geschichte gibt es ein kurzes Resümee durch Kogetsu.

Mir hat vor allem auch Kogetsus eigene Geschichte richtig gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr über das Halbwesen erfahren und mehr Einblicke in die Mondlichtgasse bekommen. Vor allem das Thema, dass nur Leute, deren Leben ins Wanken geraten ist, die Mondscheingasse überhaupt betreten können, hätte gerne intensiver werden dürfen, denn eigentlich macht gerade das die Geschichte so intertessant. Ich hoffe hier so ein bisschen auf einen weiteren Band, in dem das vllt nochmal vertieft wird.

Den Schreibstil fand ich angenehm einfach gehalten, von der Kultur selbst, bekommt man überraschend wenig mit und wären die Süßwaren nicht so exotisch und würde der Weg nicht immer über einen Schreib führen, könnte die Geschichte beinahe überall angesiedelt sein. Aber auch hier wieder: das trägt natürlich dazu bei, dass man sich ziemlich gut damit identifizieren kann und nicht groß drüber nachdenken muss.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich hätte wirklich gerne ein Fortsetzung.

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Süße Sommer-Romance

Die kleine Inselbibliothek von Savannah Carlisle

Das Buch, was das Cover bereits verspricht: ein leichter, sommerlicher Inselroman mit Romcom-Feeling, Enemies-to-Lovers und Buchblinddates. Eine richtig schöne Geschichte für leichte Lesestunden, oder um den Sommervibe noch ein bisschen zu verlängern.

Die Geschichte selbst hat mich stark an ein anderes Buch erinnert, indem auch ein Bücherschrank und anonyme Korrespondenz vorkommt.

Das Buch selbst zieht immer leichte Referenzen zu „Email für dich“. Was ich hab super gern mochte war das Small Town/ Inselsetting.

Die Buchempfehlungen und kleinen Briefchen fand ich super herzig und habe mir tatsächlich zwei der Bücher für meinen SuB vorgemerkt. Daneben haben mir auch die Inselbewohner, die für den Erhalt ihrer historischen Bauten und den gemütlichen Inselcharm kämpfen, richtig gut gefallen. Neben den Protas bleiben zwar alle Nebenfiguren relativ blass zurück, der Leser bekommt aber trotzdem umfassende Einblicke in das Inselleben.

Die Lovestory war sehr süß und kommt ohne jeglichen Spice aus, was für mich ein echtes Plus ist.
Für mich einfach ein richtig schöner Sommer-Read.

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Sie blühen für ihn

Garden Girls von Jessica R. Patch

Vorab: ich bin mir nicht sicher, ob dieses Buch ein zweiter Band ist. Bei einer schnellen Kurzrecherche habe ich keinen Vorgänger gefunden, aber das Buch las sich für mich wie ein zweiter Band, da eine gesamte Vergangenheit und ein vergangener Fall referenziert werden. Man versteht trotzdem alles, es gibt genug Kontext, ich hab mich nur zwischendurch gewundert.

Der Fall selbst ist einerseits irgendwie skurril und andererseits wirklich sehr abgründig. Und die Themen, die tangiert werden, sind schon auch echt heftig. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber es gibt schon auch eine sehr interessante psychologische Komponente, die ich so nicht erwartet hatte und die zwischenzeitlich absolut bösartig Züge offenbart. Gleichzeitig ist die Geschichte null blutrünstig, sondern auf einer ganz anderen Ebene bitterböse, schockierend und beängstigend.

Die Ästhetik des Falls ist eigentlich erschreckend, aber auch total catchy. Einfach sehr besonders. Und man merkt richtig, wie der Täter mit den Ermittlerin spielt und gefühlt immer einen Schritt voraus ist. Sowas mag ich ja sehr gerne und es gibt dem Fall eine schöne Dimension, dass nie ganz klar ist, wer gerade tatsächlich die Oberhand hat.

Was mir außerdem super gefallen hat war, wie nahbar und menschlich der zentrale Ermittler Ty war, das fällt bei Thrillern ja oft hintenüber. Aber hier merkt man richtig wie er kämpft, verzweifelt, sich aufrafft und entwickelt. Auch sein ganzes Team fand ich super sympathisch, sodass man gerne mehr über sie erfahren will. Ich hab aber das Gefühl, dass man bei dieser Autorin sein Herz nicht zu sehr an die Figuren hängen sollte.

Ich würde auf jeden Fall auch weitere Bücher rund um Ty lesen.

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Selten ein Buch von Beginn an so gefeiert

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse von Sabine Schoder

Ich hatte ehrlich gesagt keine konkreten Erwartungen an das Buch, ich mag aber generell mythisch angehauchte Fantasy in denen aus Wettkämpfe/ Spiele jeglicher Art geht.

Die Protagonistin Liv ist einfach mal selten cool und ich liebe ihren Humor. Ich hab schon zu Beginn des Buches derart Lachen müssen, dass ich quasi schockverliebt war.

Und ich liebe die Magie in diesem Buch, sie ist witzig, bunt, ein bisschen chaotisch und einfach furchtbar einnehmend. Und sorry aber kann ich Shelley bitte in real life haben?

Flame ist in meinen Augen eine einzige Green Flag und ich bin so hin und weg von dem. Die Chemie zwischen den Protas stimmt total, aber man merkt, dass da so viel mehr ist. Und genau das macht die Geschichte so mitreißend.

Die Prüfungen und die Musen selbst sind spannend und interessant umgesetzt, vieles ist super unerwartet und dadurch mitreißend. Ich hab wirklich an den Seiten gehangen. Weiß nicht wann ich das letzte Mal so einen Fantasy-Pageturner in der Hand hatte. Ich hab das Buch quasi weginhaliert. Und das Ende? Come on! Ich brauche doch Antworten. Ich kann Band 2 kaum erwarten.

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Ganz cool

Cozy baking time von Theresa Haubs

Das Backbuch ist genau so, wie sich Theresa auch in den Sozialen Medien Präsentiert. Der Ton ist eher umgangssprachlich und locker, einiges an Slang und mit einem gewitzt charmanten Unterton. Das gibt dem Buch direkt etwas persönliches.

Die Playlist finde ich ein nettes Add on, während ich die Hacks nicht wirklich als solche Empfunden habe.

Ich habe aber selbst schon einiges an Backerfahrung und dieses Buch richtet sich eher an jüngere Einsteiger.

Direkt ausprobiert: die Pumpkin Spice Muffins und für gut befunden. Insgesamt sind die Rezepte eher Basic, nichts wildes und daher wirklich toll für Anfänger geeignet. Geschmacklich bedient das Buch eine breite Palette, einige der Rezepte kannte ich tatsächlich so oder sehr ähnlich schon von Chefkoch. Die Ästhetik ist aber natürlich hochwertiger.

Mich haben vor allem die Plätzchenrezepte und der Glühweinkuchen angesprochen, das wird auf jeden Fall noch ausprobiert. Muss aber sagen: alle Rezepte kommen tatsächlich mit überschaubaren, gängigen Zutaten daher, die es auch für kleines Geld gibt und auch aufwandstechnisch liegt das alles im Rahmen, was ich eine gelungene Zusammenstellung finde

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