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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Genialer Vibe

Hustle von Julia Bähr

„Hustle“ hat mich sofort angesprochen: ich finde nicht nur das Cover seltsam einnehmend, obwohl ich eigentlich keine Personen auf Covern mag aber dieses Comicstil gefällt mir eben doch, ich steh ja auch total auf Hochstapler-Geschichten. Wobei man auch hier sagen muss, dass das keine Hochstaplergeschichte im klassischen Sinne ist.

Dieses Buch vereint Female Rage, das sich zu eigen machen des kapitalistischen Systems und Girl Power im wohl genialsten Sinne. Ich hatte eine höllisch gute Zeit mit diesem Buch.

Der Vibe der Geschichte ist super besonders und der Erzählstil sehr einnehmend, obwohl die Protagonistin seltsam distanziert bleibt. Obwohl sich die Geschichte um Leonie dreht, steht sie gar nicht unbedingt im Fokus, was ich einen sehr spannenden Erzählkniff finde. Man erfährt überraschend wenig von ihr, gleichzeitig aber viel über ihr Leben und ihr Umfeld.

Das Geschäft mit der Rache fand ich super witzig aufgezogen und habe die Aktionen total gefeiert, die zwar kindisch, teils rechtswidrig, aber auf jeden Fall voll verdient waren. Auch die Geschäftsmodelle der anderen Frauen waren einfach eine Wucht. Und dieser Spagat aus kosmopolitischem Alltagsleben und Kleinkriminalität war einfach genial.

Der Erzählstil war pointiert, teilweise regelrecht scharfzüngig. Obwohl ein System angeprangert wird, machen es sich die Frauen gleichzeitig zunutze. Gefällt mir schon ganz gut, wie hier die Faltenlage so gedreht wird, dass es zum Ansinnen passt.

Zwischenmenschliche Beziehungen, Begegnungen, das Dazugehören wollen und eine sehr unübliche Frauenfreundschaft stehen hier im Fokus. Das Buch liest sich fast schon berauschend und ich hatte einfach umfassbar viel Spaß bei der Lektüre.

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Mal ein etwas anderer Fall

Mit kalter Hand von Michael Tsokos

Ich gestehe: irgendwie war ich am Anfang irritiert: ein vermeintlicher Selbstmord aus der Fetischszene und ein Pferdemord- komische Kombi, aber ok. Als sich dann aber der Pferdemord als Hauptfall in diesem Band herausstellt, war ich überrascht. Einfach weil ich es so skurril fand, dass sich die Einheit für Extremdelikte mit sowas befasst.

Und irgendwie hat es dadurch thematisch auch lange gedauert, bis mich dieser Band wirklich gecatcht hat.

Es gibt zwar noch einen zweiten Fall, aber der kommt eher gemächlich in die Gänge und stand daher für mich lange im Hintergrund. Ich fand auch die Täterperspektive dieses Mal eher abstrakt und distanziert, fast so als würde /so lange wie möglich offengelassen ob und wie diese überhaupt mit einem der Fälle in Verbindung steht.

Mein Highlight war hier ganz klar die Sektionsarbeit selbst. Bei Sabine Yao würde ich echt gerne mal Mäuschen spielen. Durch die Praktikantin im Sektionssaal bekommt auch der Leset viele schön, detaillierte Beschreibungen und ich finde das jedes Mal so spannend und interessant.

Am Ende kommt alles halbwegs stimmig zusammen, mir ging das gemessen am eher langsamen Erzähltempo zwar dann alles ein bisschen schnell, aber ok. Insgesamt für mich eher eines der schwächeren Bücher des Autors, aber nicht jeder Fall kann immer gleich spektakulär sein. Hat sich trotzdem angenehm lesen lassen.

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Hat Potential

Heart of the Damned - Ihr Versprechen ist sein Untergang von Julia Pauss

Akutell bin ich total angefixt von fantasy und Romantasy und fand, dieses Buch hört sich einfach großartig an. Und da ist auch schon viel schönes dabei, hatte aber das Gefühl, dass hier das potential dessen, was vorbereitet wird, nicht ausgeschöpft wurde. Besonders die Welt und das Magiesystem wurden für meinen Geschmack nicht ausreichend beleuchtet.

Denn wir haben hier genau eine Infizierte mit einer dämonischen Fähigkeit, erleben so gut wie keines der magischen Artefakte und auch Dämonenbegnungen gestalten sich eher unspektakulär. dafür, dass das alles doch aber die Prämisse für die Handlung ist, also der Schutz von Lethia vor eben genau diesen Dingen, war es überraschend unspektakulär und eher spärlich vertreten. Da hätte gerne mehr kommen dürfen, dann eigentlich war ja alles vorhanden, was ein Fantasyepos braucht.

Was ich richtig cool fand und sehr genossen habe ist, dass Scar kein zartes Mauerblümchen ist. Sie ist tough, frech, weiß sich zu verteidigen und zu provozieren. Sie lässt sich nichts bieten, aber sie ist loyal. Ich bliebe es, wie sie Ren gegenüber nicht kuscht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Generell gefallen mir die Szenen, in denen die beiden gemeinsam auftreten sehr gut, weil sie eine tolle Dynamik haben und sich ihre Beziehung spürbar entwickelt und auch auf mehr aufbaut, als nur körperlicher Anziehung. Die wechselnden Erzählperspektiven helfen, ihre Handlungen nachzuvollziehen und sorgen für einen ausgewogenen Erzählstil, in denen der Leser viel mitbekommt und gut abgeholt wird.

Zwischenzeitlich wirken die Szenen rund um Intrigen und Mordversuche wie eine Fantasyvariante von „Cluedo“, die Komplotte werden erzählerisch null vorbereitet, passieren gefühlt aus heiterem Himmel und dann wird im Anschluss zur Tagesordnung übergegangen. So richtig rund fühlte sich das für mich nicht an, eher wie nervige kleine Unterbrechungen in der fortschreitenden Lovestory.
Generell ist der Plot eher auf die beiden Protagonisten fokussiert und es passiert innerhalb der Handlung gar nicht mal so wahnsinnig viel. Und zudem war die Storyline (mit Ausnahme der Identitäten der Verräter, die gefühlt aus dem Nichts agieren) ziemlich vorhersehbar. Prinzipiell finde ich Vorhersehbarkeit ja nicht schlimm und das rad kann nicht neu erfunden werden, aber hier waren die Hinweise schon sehr offensichtlich.

Die letzten knapp 100 Seiten waren dann so, wie ich mir das gesamte Buch erhofft hat: spannend, düster, überraschend und temporeich. Hier hat mich die Story dann auch irgendwie so richtig gecatcht. Warum nicht gleich so? Jetzt bin ich dann tatsächlich auch angefixt und würde einen zweiten Band definitiv lesen wollen. Der erste Band war für mich insgesamt ok und legt einen ganz guten Grundstein, hätte aber unterm Strich einfach etwas knackiger sein können. Rein plottechnisch würde ich 3 Sterne vergeben, das Lesegefühl war an sich aber super und da es vor allem durch Scar und Ren getrieben war, hatte ich auch einfach Spaß an dem Buch. Daher insagesamt 4 Sterne

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Begegnungen im Café Torunka

Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa

Ähnlich wie schon in den anderen Büchern von Satoshi Yagisawa, die sich um die Buchhandlung Morisaki drehen, geht es auch in diesem Roman um besondere Begegnungen zwischen Menschen, die einander prägen, ihre Leben nachhaltig beeinflussen und einander tief im Herzen bewegen.

Der Autor bleibt sich in seinem Erzählstil treu und so besteht auch dieses Buch aus Einzelgeschichten, die sich in und um das Café abspielen.

Ich muss sagen, dass ich dieses mal nicht die selbe Verbindung aufbauen konnte, wie bei der Buchhandlung. Denn obwohl es ein paar Kaffeeweisheiten/ Cafébezüge gab, rückte das ganze derart in den Hintergrund, dass es für die Handlung kaum eine Rolle spielte.

Ich fand auch den Ton der Geschichten eher melancholisch, es sind Geschichten von Schmerz und Reue, Wut und Bitterkeit. Es entsteht zwar immer auch etwas positives aus diesen Begegnungen, aber trotzdem drückten die Geschichten mir ziemlich aufs Gemüt. Vielleicht hat mich das Buch in der falschen Stimmung erwischt aber Stand jetzt würde ich auch keinen zweiten Leseanlauf starten, da mich dir Handlung auch sich einfach nicht erreicht hat.

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Abstieg in die Hölle

Katabasis von Rebecca F. Kuang

R.F. Kuang ist für mich so eine Autorin, von der ich inzwischen alles lesen würde, einfach weil ihre Bücher immer wahnsinnig besonders sind. So auch wieder dieses Werk, es ist unbequem, teilweise wirklich fordernd und mit seiner pseudowissenschaftlichen Art nicht immer ganz leicht zu lesen. Aber ich mag diese Herausforderung echt gerne.

Das Buch hat vor allem zu Anfang einen ganz schön negativen und unangenehmen Touch, der maßgeblich zur Stimmung innerhalb der Geschichte beiträgt. Auch Protagonistin Alice ist keine Sympathieträgerin, aber das macht sie auch do unfassbar spannend. Sie ist (heraus)fordernd, hast schon selbstzerstörerisch und absolut starrköpfig. Auch auch unfassbar begabt, getrieben und aufopfernd. Man will unbedingt wissen, was sie ausmacht und bewegt.

Die Hölle selbst bzw. ihr Aufbau war ganz anders als von mir erwartet und ein bisschen hab ich mich mit diesem Konzept schwergetan, weil es manchmal etwas willkürlich wirkte und es mir schwerfällt, das nicht zu hinterfragen. Das Magiekonzept fand ich eigentlich ganz cool und auch die eingestreuten Fachtexte zu Anfang haben mir gut gefallen.

Am Ende ging es mir alles etwas zu schnell. Hier hätte ich mir gerne ein paar Seiten mehr gewünscht, ein bisschen mehr Reibung und weniger willkürliches Zufliegen der gesuchten Lösung. Das hat die vorherige Reise für mich ein bisschen ad absurdum geführt. Was mir aber richtig gut gefallen hat, das war die charakterliche Entwicklung, die Alice und Peter durchmachen.

Das Buch ist eine echte Wucht und ich müsste es vermutlich noch mindestens ein weiteres Mal lesen, um alles zu erfassen, was die Autorin hier für ihre Leser platziert hat. Von der Storyline her fand Ichs gut, was mich aber wieder völlig überzeugt hat, war der Schreibtsil. Innere Konflikte kommen gut zur Geltung, das Worldbuilding ist absolut heftig und ich mochte die gekonnten Wechsel zwischen nüchternen Betrachtungen und emotional aufgeladenen Reflexionen.
Das Buch lädt mit einigen interessanten Denkanstößen rund um die Themen Wert des Lebens/Tod und Wiedergeburt zum philosophieren und mitdenken ein und auch was das Unisetting und Alices ganz eigene Position an der Universität betrifft, ist das Buch eine geniale Basis für Reflexion und Diskussion.

Mochte es wieder richtig gerne.

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Wenn aus Feinden unerwartete Verbündete werden

Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich von Sandra Grauer

Der Name der Autorin hat bei mir nichts läuten ladden, aber schon nach wenigen Seiten kamen mir die Beschreibungen der übernatürlichen Clans bekannt vor und spätestens bei den Drachen hat es dann geklingelt. Dies ist zwar kein Fortsetzungsband, bewegt sich aber im selben Universum wie diverse andere Bücher der Autorin.

Und die fand ich teilweise sehr durchwachsen.

Gefühlt ist dieses Buch thematisch düsterer und auch erwachsener als die anderen Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe. Zumindest kommen mir die Figuren reifer und ausgewogener vor. Am Anfang plätschert die Handlung so ein bisschen vor hin mit leichtem Enemies to Lovers Vibe. Ich mochte die unerwartete Verbrüderung zwischen Paige und Lavaughn und vor allem seine Lebensgeschichte war total cool.

Ungefähr im letzten Dritten wirds dann richtig interessant, als die Artefakte in den Fokus rücken. Da kommt dann auch Spannung und Tempo auf, es wird noch deutlich magischer und die Geschichte bekommt einen tollen, übernatürlichen Touch.

Ich fands cool bekannte Figuren wiederzutreffen, man muss die anderen Bücher der Autorin aber nicht gelesen haben, um sich hier zurecht zu finden. Aber wenn man es getan hat, gibt es hier ein sehr gelungenes Wiedersehen.

Das Ende macht auf jeden Fall Lust auf die Fortsetzung, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass die Story erst so richtig losgeht. Würde Band 2 also auf jeden Fall lesen

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wieder richtig süß

Willow-Falls-Reihe, Band 2 - Stay With Me in Willow Falls von Greta Milán

So Kleinstadtromance ist ja inzwischen irgendwie total mein Ding und dieses Buch liest sich wie so ein Hallmark-Film, bei dem man genau weiß, was passiert, es aber trotzdem einfach schön findet. Die Storyline ist bisschen klischeehaft: Smalltownboy Miles hat sich vor seiner Vergangenheit in die Großstadt geflüchtet, ist aber gezwungen heimzukehren und sieht sich dort mit den Schatten seiner Jugend konfrontiert- und mit Smalltowngirl Paige, die ihm nie vergeben hat.

Fernab dieser Hauptstory möchte ich einmal absolut 100% positiv anmerken, wie wundervoll und besonders Willow Falls selbst ist und was für coole Jobs dort alle haben. Darf man so bodenständig und gleichzeitig zuckersüß sein?! Mochte das schon im ersten Band total gerne, aber mit dem Herbstmarkt und den Einblicken in Paiges Holzwerkstatt war das einfach nur super urig und ich hätte mir am liebsten eine Reise nach Willow Falls gebucht.

Ich finde die Storyline rund um die gemeinsame Vergangenheit sehr schön aufgearbeitet, vor allem auch in der Hinsicht, wie die Leute Miles begegnen, welche Vorurteile es ihm gegenüber gibt und wie eine Nacht das Leben dreier Menschen verändert hat. Die Auseinandersetzung mit dieser Nacht und ihren Folgen fand ich sehr gelungen und nahbar erzählt.

Es geht in diesem buch generell viel um Liebe und Dating und so gibt es ein paar echt süße Couple-Momente auch aus Paiges Umfeld. Ich liebe es wie viel Beachtung auch die Nebencharakter und so kleine, besondere Szenen finden, die dem Leser die Figuren näherbringen. Paiges Clique ist echt Friendship Goals.

Für mich ist dieses Buch die perfekte Herbstlektüre- cozy, warmherzig, auf charmante Art witzig und vor allem versöhnlich. Habs sehr genossen.

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Fands ok, mir hat das gewisse Etwas gefehlt

Heir of Storms von Lauryn Hamilton Hamilton Murray

Ich weiß gar nicht was ich zu diesem Buch schreiben soll. Es war nicht schlecht, aber halt irgendwie auch nicht herausragend. Gefühlt sind hier ganz viele aktuell beliebte Themen aufgegriffen und zusammengeworfen worden, wodurch es aber für mich auch nicht den einen Fokus innerhalb der Handlung gab.

Ich glaube aber, dass das Buch ganz viele genau deshalb anspricht, weil es halt von allem so ein bisschen was mitbringt.

Die Protagonistin kam mir insgesamt irgendwie wehledig und weinerlich vor, ich mag aber auch dieses „schwaches, völlig unvorbereitetes Mädchen wird zur spontanen Thronanwärterin und heimlichen Favoritin“ überhaupt nicht. Ich hab das Buch teilweise gelesen und teilweise gehört und muss sagen, dass ich sie im Buch einen Ticken lieber mochte. Die Sprecherin war leider nicht mein Fall und hat der Protagonistin so eine schwache, dünne Stimme gegeben.

Die Handlung ist sehr auf die Protagonistin, ihr Innenleben, ihre Wahrnehmungen und Empfindungen konzentriert. Dadurch schreitet der Plot selbst eher langsam voran und fühlte sich für mich teilweise etwas zäh an. Ich bin aber auch kein großer Fan von figurengetriebenen Büchern.

Die Spiele des Turniers sind mehr oder weniger genau das was von erwarten würde und auch aus anderen Formaten schon kennt. Mir hat hier einfach der Funke gefehlt, der dem ganzen etwas besonderes verleiht.

Ich fands unterm Strich ok, kann man schon machen. Ich hab dieses Jahr einfach schon vergleichsweise so grandiose Fantasy gelesen, dass der direkte Vergleich hier etwas ungünstig ausfällt.

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Hier stimmt einfach alles

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse von Markus Heitz

Ich lese Markus Heitz schon richtig lange und insgesamt auch richtig gerne. Und ich wünschte, es hätte diese Jugendfantasy bereits in meiner Jugend gegeben. Denn nicht nur hätte ich dann viel eher Fantasy für mich entdeckt, das Buch deckt auch einfach super viele für Jugendliche relevante Themen ab und das auf eine Art, die sehr natürlich und dadurch authentisch ist.

Diese Verstrickung mit alltäglichen Teenie-Themen mit mystischen Elementen und übernatürlichen Wesen ist in meinen Augen ein absoluter Volltreffer.

Ich liebe es wie selbstverständlich hier in die Geschichte eingestiegen wird, ohne sich allzu lange mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten. Ein kleiner Ort, nichts besonderes, den man so in vielen Ecken Deutschlands finden könnte und ein Mädchen, dass sich in der eigenen Familie immer ein bisschen fehl am Platz gefühlt hat. Und der Beginn eines unglaublichen Abenteuers. Mit der Ausgestaltung der Figuren hat sich der Autor in meinen Augen mal wieder selbst übertroffen. Die Geschichte lebt von den Figuren, ihren Intentionen, Interaktionen und Persönlichkeiten. Sie hauchen der Geschichte Leben ein, verleihen ihr Tiefe und auch eine gewisse mythische Aura. Außerdem gab es einen feinsinnigen Humor.

Die Storyline mutet fast schon märchenhaft an, es gibt viele Geheimnisse zu lüften und Irida und ihre Freunde scheuen keine Mühen, um die Rätsel rund um einen geheimnisvollen Schlüssel zu lüften. Neben der fantasievollen und abenteuerlichen Handlung stehen auch angemessene Alltagsthemen rund um Freundschaft, Cliquenbildung, Familie und die Suche nach der eigenen Identität im Fokus. Dadurch wird die übernatürliche Handlung immer wieder aufgelockert und schafft ein schönes Wechselspiel zwischen Folklore, Mystik und Realität, was die Geschichte sehr kurzweilig macht.

Der Spannungsbogen hält sich sehr konstant und ich war einfach generell super neugierig, was Irida wohl alles entdecken würde und welche Antworten sie auf die Fragen, die sie so sehr umtreiben. Sie ist eine Protagonistin mit der man sehr mitfühlt und für die ich mir nichts anderes als Erfolg und ein happy End wünsche. Ich kann den nächsten Band nicht erwarten

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Schlägt einen in seinen Bann

Furye von Kat Eryn Rubik

Das Buch entwickelt direkt auf den ersten Seiten so eine unfassbar intensive Sogwirkung, dass ich beim Lesen Gänsehaut hatte. Ich mochte die Erzählweise, die sehr temporeich und pointiert ist, was fast getrieben und manisch wirkt und mir damit direkt unter die Haut gegangen ist.

Die namenlose Erzählerin gibt wenig und gleichzeitig alles über sich preis- gefangen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der sozialen Armut einer Immigranten-Familie und dem noblen Reichtum ihrer elitären Karriere, zwischen erster Liebe und später Reue über verpasste Chancen.

Die Themen sind aktuell, ergreifend, schmerzlich.

Es geht viel um Freundschaft, Familie ubf Liebe, aber auch um Machtlosigkeit und die Ohnmacht, die daraus folgt. Ich hab das Buch wie unter Wasser gelesen, eine Mischung aus Wahn und Hilflosigkeit. Die Geschichte selbst macht was mit einem, aber mehr noch hat mich der Schreibstil vereinnahmt.

Ein Buch, das mich wahrscheinlich noch lange beschäftigen wird und dir Gedanken auf eine wilde Reise schickt. Ich fands unfassbar stark.

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