Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Familienzuwachs
Die Grüffelo-Oma von Axel Scheffler; Julia Donaldson
Auf dem Cover sind sie alle drei abgebildet, der Grüffelo, das Grüffelo-Kind und dann auch noch die Grüffelo-Oma.
Das Grüffelo-Kind schnitzt Tier als Papa ihm vom Besuch der Oma erzählt. Wir erfahren einiges über die alte Dame und dass sie ein „HUNGRIGES Tier“ ist. Also machen sich Vater und Kind auf, um nach einem Tier zu suchen, dass sie der Oma anbieten können.
Doch jedes Tier, dass sie finden, weist darauf hin, dass ein anders Tier die besser Wahl sei. Statt Fuchsschwanzsuppe empfiehlt der Fuchs Eulenpizza. Die Maus steht auf einem Stein und erzählt den anderen Tieren wie sie den Grüffelo besiegt hat. Da hat der Grüffelo sie schon am Schwanz und er steckt sie in einen Käfig, um sie in der Suppe zu kochen.
Der Grüffelo und seine größer werdende Familie ist natürlich eine fantastische Erscheinung und auch diesmal gibt es eine nicht ganz unerwartete Wendung zum Guten. Viele fantasiereiche Illustrationen und die Aufforderung des Grüffelo-Kindes an die Oma vorzulesen mit der die Geschichte endet. Ich finde auch der Grüffelo sollte eine Oma haben, vor allem, wenn sie so nett ist.
Liebevoller Umgang mit dem kleinen Erdi
Wieso denn plötzlich NEIN? von Heidemarie Brosche
Erstaunt schaut Erdi uns vom Cover aus an, er und wir erfahren in diesem Buch etwas über Wünsche und Bedürfnisse.
Als Erdi am Morgen aus seinem Zelt-Bett aufsteht, will er sofort sein Shirt mit dem Seepferdchen, das er schon gestern Abend bereitgelegt hat, anziehen. Doch dann kommt Papa und er meint, wäre heute zu kalt.
Natürlich will Erdi es trotzdem anziehen. Papa geht sehr lieb und verständnisvoll auf seinen Sohn ein und schlägt ihm vor eine Jacke in den Rucksack zu packen. Draußen ist es dann doch zu kalt und Erdi zieht die Jacke über. Weil sein Freund heute Geburtstag hat, wird in der Kita gefeiert und es gibt Eis. Auch Mama hat zu Hause Eis zum Nachtisch und sie findet heute darf Erdi auch einmal zwei Eis essen. Doch als Erdi von der Geburtstagsfeier am Nachmittag wieder zu Haus ist, verlangt er noch einmal ein Eis. Diesmal sagt Mama „Nein!“ und weil Erdi daraufhin sehr wütend wird, bietet sie kalte Melone an.
Es ist immer schwierig mit Enttäuschungen umzugehen, wenn man sich auf etwas freut und dann läuft es anders. Hier hat Papa sehr liebevoll reagiert, Verständnis gezeigt und eine andere Lösung angeboten. Erst bei dem dritten Eis kam das Nein von Mama, aber auch sie bietet etwas anderes Kaltes an.
Wie auf den letzten Seiten erklärt wird gibt es einen Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen. Erdi wünscht das Shirt anziehen zu dürfen, Papa „respektiert sein Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit, Verlässlichkeit und Selbstbestimmung“.
Mir haben die Beispiele sehr gut gefallen und ich verstehe einiges besser. Das Buch zeigt, wie wir auf liebevolle Weise die Bedürfnisse unserer Kinder/Enkel besser erkennen und wie wird ihnen Hilfe anbieten können, wenn sie vor Enttäuschung wütend werden.
Die beschriebenen alltäglichen Szenen sind schön illustriert und die Texte sind sehr gut verständlich und einleuchtend.
Fanatsievolle Spiele
Die grüne Kiste, m. 1 Buch von Gundi Herget
Nach zehn Jahren wird das Buch wieder von einem anderen Verlag angeboten und ich freue mich, dass so ein schönes Buch wieder ein zu Hause gefunden hat.
Fietes Zimmer sieht wieder aus wie ein Saustall und die Mama hat ihm eine grüne Kiste ins Zimmer gestellt damit er alles dort hinein räumen kann.
Doch Fiete hat einfach zu viel Fantasie, so wird aus der grünen Kiste ein Traktor und Fiete arbeitet fleißig als Bauer. Als er Pause macht, wird aus seinem Traktor ein Segelschiff. Mit dem Fernglas schaut Fiete auf eine Insel und dort sieht er eine Schatztruhe. Im U-Boot schaut er sich die Fische unter Wasser an und dann hebt er mit dem Flugzeug ab in die Luft.
Die Illustrationen beschränken sich auf wenige klare Farben und zeigt uns doch sehr genau, wie die Kiste sich in die Fahrzeuge verwandelt. In wenigen Worten werden uns Fietes fantastische Abenteuer geschildert und mir gefällt besonders, dass die Mama am Ende nicht schimpft, sondern sich die Zeit nimmt mit Fiete in den Ballon zu steigen.
Wie Autismus sich auswirkt wird sehr gut erklärt
Linus liebt Licht von Anna Mendel
Auf dem Cover des kleinen quadratischen Pappbilderbuches sehen wir Linus mit einer Taschenlampe.
Auf der ersten Seite wird uns Linus, der mit zwei Mamas lebt, vorgestellt und wir erfahren, dass in diesem Buch erzählt wird, „was Linus macht, damit es ihm gut oder besser geht.“ Wenn die Sonne ins Zimmer scheint und dort etwas an die Wand malt, berührt Linus die Sonnenflecken mit seinen Händen.
Er genießt es hinten auf dem Fahrrad den Wind zu spüren, das fühlt sich gut an, aber es wühlt ihn auch auf. So weint er als die Fahrt endet. Zu Hause hängt ein Hängesessel und Linus liebt es darin gedreht zu werden. In der unruhigen Stadt trägt Linus Ohrenschützer und mit seiner Hand durch Wasser zu streichen beruhigt den Jungen.
In dem Buch werden Alltagsszenen beschrieben und wir erfahren, wie Linus sich fühlt. Was ihn beruhigt oder auch aufwühlt. Hinten im Buch wird in kurzen Texten noch einmal darauf eingegangen und den Kinder, die sich das Buch anschauen, wird eine Frage gestellt. Danach werden die Erwachsenen über autistische Kinder wie Linus informiert.
So kann das Buch dazu beitragen, dass autistische Kinder und ihr Verhalten besser verstanden werden. Denn die beschrieben Szenen können von uns falsch interpretiert werden und das kann zu Ausgrenzungen führen.
Mir gefielen die weich gezeichneten Bilder sehr gut, dadurch wird das Buch ruhiger und sanfter. Ich bin überzeugt, dass die Kinder Linus besser verstehen werden. Ich möchte auch auf „Momo ist das alles zu viel“ hinweisen, dass von Linus Freund berichtet.
Kindgerechte Aufklärung über Autismus
Momo ist das alles viel zu viel von Anna Mendel
Passend zu dem Buch „Linus liebt Licht“, lernen wir jetzt Linus Freund Momo kennen. Auch Momo ist Autist und dieses Pappbilderbuch berichtet von alltäglichen Situationen, die dazu führen, dass Momo alles zu viel wird.
Zunächst werden und die Protagonisten vorgestellt und wir erfahren, was Momo braucht und liebt.
Dann wird vom Morgenkreis berichtet, den die Kinder aus ihrer Kita kennen. Alle Kinder sind aktiv und laut, „nur Momo bleibt sitzen.“ Und in einem besonderen Textfeld erfahren wir „Für Momo ist das alles viel zu viel.“ Auch der Urlaub überfordert den Jungen, alles ist anders, sogar das Wasser schmeckt nicht wie zu Hause. Er möchte wieder heim. Auch an seinem Geburtstagmorgen werden selbst die Geschenke für Momo zu viel. So schön die neue gelbe Mütze ist, etwas stört Momo, wie gut, dass der Zettel einfach entfernt werden kann und das Kratzen aufhört.
Hinten im Buch gibt es noch einen kleinen Text, der sich an die Kinder und an die Erwachsenen wendet und der Autismus erklärt.
Für Kinder, die es lieben zu Toben und Krach zu machen ist es sicher unverständlich, dass Kinder, wie Momo, damit ein großes Problem haben. Umso wichtiger ist es ihnen die Situation autistischer Kinder vorzuführen. So lernen sie Rücksicht zu nehmen und Verständnis für Momo aufzubringen.
Die sanft gezeichneten Illustrationen auf denen zu sehen ist, wie Momo sich in seinen blauen Anzug zurückzieht und mit Hilfe der Kopfhörer die Geräusche dämmt. Der verständliche Text ist kurz.
Sommerurlaub bei Oma
Wo ist Bubu? von Nasrin Siege
Die Geschichte wird uns von Navid erzählt, der sich und seine Familie zunächst vorstellt. Er hat seinem kleinen Bruder Nima Bubu, einen Kuschelhund geschenkt. Seitdem sind die beiden unzertrennlich. Als die Familie mit dem Zug zur Oma nach Flensburg fahren ist Bubu natürlich mit dabei als Oma sie zusammen mit ihrem Hund Snoopy abholt.
Die Familie erlebt einen schönen Urlaub an der Ostsee, mit Standtagen, einem Hafenbesuch und Pferdereiten. Als die Familie ins Taxi steigt, sehen wir Snoopy mit Bubu in der Schnauze. Im Zu fällt Nima der Verlust auf und als Mama mit der Oma telefoniert, schickt die ein Bild von Snoopy der mit Bubu in seinem Körbchen sitzt. Beim ihrem nächsten Besuch bringt Oma Bubu mit.
Eine sehr schöne sommerliche Familiengeschichte, die in kurzen Sätzen erzählt wird. Wir wissen sicher alle wie schrecklich der Verlust eines Schmusetieres ist, aber hier geht zum Glück alles gut aus. Ich muss zugeben, dass ich mich mit den Illustrationen etwas schwertue, aber das ist ja wie immer Geschmacksache.
Wer macht den tollsten Streich an Halloween?
Krawall im Klassenzimmer - Das schaurige Schulfest von Anja Janotta
Ich steige hier erst beim 3. Band ein, aber ich bin schnell in der Geschichte, nehme mir aber vor die vorherigen Bände noch zu lesen.
Das „blaue Auge“ ist eine Zeitschrift, die in der Schule über besonders gelungene Streiche berichtet, zusätzlich verleiht sie auch den „Hammer-Preis“. Natürlich denken sich die Schülerinnen und Schüler an Halloween besonders tolle Streiche aus.
Besonders Nik und Fritzi sind da sehr kreativ. Die beiden stehen im ständigen Wettstreit und versuchen sich zu übertrumpfen. Beide gehen in die sechste Klasse, allerdings in Parallelklassen. Aber zunächst steht der Vorlesewettbewerb an und drei Teilnehmer benötigen aus unterschiedlichen Gründen Unterstützung, denn sie wollen nicht mit der Direktorin auf eine Pressefoto. Fritzi versucht durch Lärm das Lesen zu unterbrechen, während Nils alte Tomaten ans Fenster schießt. Aber der Gewinner ist ein Junge aus der 10. Klasse, der seine Schwester unterstützt.
Am Halloween. Abend geht es dann in der Schule hoch her, da passieren schon gruselige Sachen.
Ein einfach zu lesendes Buch mit größeren Buchstaben und einigen Zeichnungen. Es macht Spaß mit den Schülerinnen und Schülern die Nacht in der Schule zu verbringen und zu erleben welche verrückten Ideen ihnen eingefallen sind. Aber auch das Knistern zwischen Fritzi und Nik, die kleinen Berührungen, die neue Gefühle bei ihnen ausgelöst haben, haben mir gefallen.
Weltretter Super-Tino
Komm jetzt! von Daniel Fehr
Auf dem Cover sehen wir Tino in seinem Zimmer spielen. Papa ruft „Komm jetzt, bitte!“ Doch Super-Tino muss aus seinem Zimmer erst die kleinen bunten zotteligen Party-Trolle aus dem Fenster werfen. Papa steht schon mit dem Lastenrad vor dem Haus, er will ins Hallenbad, als Tino die Kekse gegen den Drachen verteidigen muss.
Papa steht schon vor dem Drehkreuz im Bad als Tino vor der Tür ein grünes Dino-Monster vertreiben muss und damit die Stadt rettet. Auch im Bad muss Super-Tino noch tätig werden, bis er endlich durch die Schlangenrutsche rutsche kann.
Ein witziges Buch, das zeigt, dass Kinder wie Tino in ihrer eigenen Fantasiewelt noch viel zu erledigen und zu retten haben. Deshalb können sie leider nicht sofort kommen, wenn Papa ruft. Lustige bunte Bilder mit vielem fröhlichen Monstern und eine Geschichte voller Fantasie machen dieses Buch zu einem Vorlesehit bei meinen Enkeln. Da bin ich mir sehr sicher.
Fantastische Geschichte um zwei alte Ballonroller
Die geheimnisvollen Zauber-Roller von Wolfram Hänel
Auf dem Cover sehen wir Alma und Rio auf altmodischen Ballonrollern fahren. Die beiden sind beste Freund, wohnen im selben Haus und gehen auf dieselbe Schule. Es gibt noch einiges, was die beiden gemeinsam haben, wie das Roller fahren. Im Ort gibt es ein kleines unbewohntes Haus, hinter dem ein Walnussbaum steht.
Als die beiden Kinder wieder einmal dort im Garten sind, steht das Tor zur Garage offen und dort finden die beide zwei alte verstaubte Roller. Als sie die Roller bewegen, geschieht etwa ganz unerwartetes.
Die abenteuerliche Geschichte wird in vier Kapiteln erzählt und neben den großen Buchstaben sorgen die vielen bunten Bilder dafür, dass das Buch sehr gut lesbar ist. Da viele Kinder heute mit ihren Rollern unterwegs sind, ist das Theam sicher sehr interessant für Grundschüler*innen.
Mit der kleinen Hexe Buchstaben lernen
Simsalapokus, Rina! Die wilde Buchstaben-Hexerei von Jasmin Schaudinn
Lässig sitzt Rina auf ihrem Besen und zaubert ein paar Buchstaben in die Luft. Sie wohnt im Knisterwald und eines frühen Morgens wird sie von Rudi der kleinen Fledermaus geweckt. Da Rudi sehr aufgeregt ist, beginnt er alle Wörter, die er spricht mit einem rollenden „R“. Er bringt einen Brief von der wilden Waldhexe, eine Einladung zum Hexenfest, aber vorher muss Rina noch fehlende Buchstaben im Text ergänzen.
Die erste Station ist der Wunderbaum und Rina starte mit einem Zauberspruch ihren Besen, um dort hinzufliegen. Der Baum fordert die kleine Hexe auf vier Dinge mit „M“ zu zaubern. Zum Glück weiß Rudi wie ein M aussieht und sie legt es mit zwei Pizzastücken.
So schafft es Rina mit Hilfe von Rudi alle fehlenden Buchstaben zu ergänzen, aber sie muss viele Aufgaben lösen, bis sie es schafft. Und wir sind immer an ihrer Seite und unterstützen sie, dabei lernen wir auch eine Menge über diese Buchstaben. Auf jeder Seite gibt es ein extra Textfeld für uns, da steht eine Aufgabe drin, die wir erledigen müssen. So werden sich die Buchstaben auch bei uns einprägen.
Der Text ist schon etwas länger, er wendet sich ja auch an Vorschulkinder und Erstklässler. Aber es gibt auch viele wunderschöne mit viel Fantasie gezeichnet Bilder. Ich weiß, dass meine Enkelin sich das Buch mit Begeisterung vorlesen lassen und die Aufgaben lösen wird. Ich freue mich schon auf ihren nächsten Besuch, wenn ihr ihr das Buch zeigen werde. Eine Empfehlung für alle Kinder, die Buchstaben lieben und gerne lesen lernen wollen!











