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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Was für eine Zukunft!

Cryptos von Ursula Poznanski

Was für eine Zukunft!
Jana programmiert Phantasiewelten. Perfektes Leben, perfekte Welt. Die wirkliche Welt ist nicht lebenswert. Als in einer Wunschzone eine Störung auftritt, bleibt Jana in einer diesen Welten gefangen. Alle Welten sind originell, einige wunderschön, aber auch gefährlich. Nicht wirklich, wird man gefressen, findet man sich in seinem zuhause lebendig wieder.

Aber neuerdings: nicht! Tot ist tot. Wer sabotiert die Traumwelten? Das will Jana unbedingt herausfinden. Böse, sogar tödliche Überraschungen erwarten sie. Kein Ausweg in Sicht. Inzwischen geschehen auch in der Realwelt unkontrollierbare Dinge.
Ursula Poznanskis Figuren wirken authentisch, sind vielschichtig angelegt. Ihre Welten sind inspirierend, wecken Wünsche. Unerwartete Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Ein Bild einer möglichen, gar nicht so weit entfernten Zukunft wird entworfen: Klimaschutz, Lebensmittelsorge, kaum körperliche Arbeit und strenge Kontrolle.
Die Autorin schreibt wunderbar und atemberaubend spannend, phantasievoll und originell. Ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!

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Ein unheimlich guter Mensch von Kirsten King

Ist sie nicht
Lillian mit Doppel-L ist einsam und sucht krampfhaft den Mann, der sie liebt. Selbstverleugnung und der Verlust jeglicher Selbstachtung begleiten ihre Bemühungen. Sie lässt sich von Henry benutzen und findet das ok.
Hilft alles nicht, Henry erwidert die Liebe trotz aller Bemühungen nicht in erwünschtem Maße.

Dabei kann Lilian auch anders. Höchst unsympathisch, gemein und herablassend behandelt sie andere Menschen, besonders ihre beste Freundin.
Und was stellt sie mit dem enttäuschenden Wunschmann an? Ein Zauber soll sie rächen. Das geht sowas von schief, die Folgen sind unerwartet.
Nein, diese Lilian ist egozentrisch angelegt, manipulativ, leidet an enormer Selbstüberschätzung, hält sich für gut und genial. Ihre Wahrnehmung ist verzerrt. Außerdem trinkt sie zu viel.
Kirsten King hat ihre Hauptfigur konsequent überzeichnet. Sie sorgt für negative Gefühle beim Lesen, die angekündigte Witzigkeit habe ich vermisst. Ich hatte sehr auf Lillians Erkenntnis, dass sie doch nicht so toll ist, einen läuternden Twist, gehofft. Vergeblich.
Fazit: angenehmer Schreibstil, offene Sprache, polarisierende, aber nervende Protagonistin. Ich wurde enttäuscht, von der „Heldin“ und vom Buch.

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Leo, 20, Busfahrer

Pina fällt aus von Vera Zischke

Leo, 20, Busfahrer
Das Unglaubliche geschieht: Pina hat einen schweren Unfall, wird ins Koma versetzt. Niemand erfährt davon. Nicht einmal ihr 20jähriger, autistischer und auf ihre Hilfe angewiesener Sohn Leo. Im Haus wohnen noch die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der Einsiedler Wojtek und die lebensmüde 86jährige Inge.

Aber: was haben sie mit Leo zu tun? Alle haben genug eigene Probleme.
Vera Zischke schildert die Charaktere der anderen Hausbewohner detailliert. Sehr glaubhaft, sehr vorstellbar. Einige Verhaltensweisen kommen dem Leser bekannt vor.
Wie die Entwicklung verläuft und die Gedankengänge von Zola, Inge und Wojtek werden verfolgt. Man hofft das Beste …
Die Autorin stellt die Frage, worum es wirklich im Leben geht. In einer Welt, in der Viele möglichst für sich bleiben. Soziale Abkapslungen und Kälte spürbar sind. Auch hier möchten die Bewohner gern Verantwortung abgeben. Ein so nicht voraussehbarer Prozess wird in Gang gesetzt.
Nachdenklich machend, emphatisch geschrieben, emotional mitnehmend.
Lesenswert.

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Go, Joanna, go!

Hope Joanna von Horst Evers

Schönen Dank auch für den Ohrwurm. Werde ich den ganzen Tag nicht los! Aber das Buch selbst: Vergesst Jason Statham und Tom Cruise, jetzt kommt Joana. Witzig, clever, rigoros und einfach …. Super! Sie setzt sich für Recht und Ordnung ein - das ist ihr Job. Aber wie sie das tut - genial. Ihre Taekwondoausbildung kommt ihr dabei zugute.

Braucht sie auch bei der Jagd nach Wunderelixieren und anderen Schätzen, deretwegen gemordet wird. Ihre Kollegen sind ebenfalls toll. Manchmal fallen sie auf Leichen, manchmal haben sie geniale Einfälle - nicht. Loyal sind sie immer.
Joanas Job bietet viel Abwechslung. Ihre Klientel ist vielschichtig, mitunter muss sie sich als Batgirl beweisen.
Im aktuellen Fall trifft sie auf Verkäufer, Kunden und Lieferanten abstruser Gegenstände. Die werden stark überzeichnet, das macht Spaß zu lesen.
Horst Evers ( spricht das Hörbuch selber, sehr angenehme Stimme mit norddeutschem Anklang) hat einen spannenden und witzigen Krimi mit irrwitzigem Twists geschrieben. Nicht zu unterdrückende Lachflashs begleiten die Lesezeit anfänglich. Zum Ende hin sackt das Buch allerdings etwas ab. Bemühte Berührungspunkte zu politischen Gegebenheiten, Verschwörungstheorien, „Stimmen“ und unrealistisches Fairplay stören dann doch etwas.
Hat mich dennoch gut unterhalten, empfehle ich gern weiter.

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Tweed und Räucherfisch

Hedley Mill - Wo deine Träume leuchten von Sophie Oliver

1955, Northumbria. Tante Janesˋ Unfall, den die eifersüchtige Carol verursacht hat, hat unabsehbare, schwere Folgen.
Zehn Jahre später ergibt sich ein anderes Bild: Tante Jane geht es besser, die Tweed- Produktion läuft erfolgreich, aber die Fischverarbeitung bereitet Probleme.
Während Laura erfolgreich Verträge aushandelt, wird Ehemann Fred launisch.

Zu allem Überfluss schneit die unberechenbare Carol zurück ins Dorf. Kommt der hilfsbereite Ronan jetzt wieder ins Spiel?
Sophie Oliver schreibt anschaulich. Die Figuren wirken authentisch und gut vorstellbar. Hauptcharaktere werden klar herausgearbeitet, auch Mansplaining kommt nicht zu kurz. Ebenso Standesdünkel und Wertevorstellungen.
Im Gegensatz dazu gibt es eine schöne Liebesgeschichte.
Ich bin sehr angetan von den Erklärungen zur Tweedherstellung und den entsprechenden Mustern, sogar die Räucherfischverarbeitung sieht der Leser jetzt mit anderen Augen.
Auch der zweite Teil von „Hedley Mill“ ist gelungen, liest sich bestens. Gefühlvoll geschrieben, abwechslungsreich, spannend und interessant - eindeutige Leseempfehlung!

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Auf der falschen Seite der Vierziger

Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück von Alexandra Potter

Corona hat das gewohnte Leben gründlich verändert. Nun ist die Pandemie abgeklungen, die Normalität ist zurück. Erzählerin Nell erinnert sich, nicht alles war schlecht. Sie hat einen Podcast, frischt alte Bekanntschaften auf und hat einen neuen Freund. Der überrascht sie!
Alexandra Potter schreibt locker-leicht, ihr Stil ist erzählerisch, anschaulich und unterhaltsam.

In Nells Leben gibt es weiterhin Höhen und Tiefen, sehr realistisch und vorstellbar geschildert. Witziges, Peinliches und Schönes werden schonungslos ausgebreitet. Jedoch ist nicht alles leicht zu nehmen, es gibt Gedanken zu verschiedenen Verhaltensweisen, dazu, wie man auf andere wirkt, tiefergehende Erkenntnisse. Mitunter etwas viel davon.
Gut gefallen hat mir, dass am Ende jeden Kapitels aufgezählt wurde, wofür Nell dankbar ist. Eine gute Anregung für ein Bilanz ziehen vor dem Einschlafen.
Unterhaltsame Lektüre ist garantiert.

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Neue Reihe!

Meine tote Schwester: Psychothriller von Catherine Shepherd

Nora will weg aus Hamburg. Zu viele schlechte Erinnerungen, der Sohn wird gemobbt, als Mörder bezeichnet. In einer großen, schönen, aber verwahrlosten Villa weit weg möchte sie ein neues Leben beginnen. Nur: das Haus hat eine gruselige Vorgeschichte und durch Tratscherei kommt auch die üble Nachrede ins Städtchen.

Neuer Job und neue Mitschüler sind eigentlich ok, aber dann verschwindet ein Mädchen. War es der Neue? Oder doch Jemand aus der Vergangenheit?

Geschickt macht Catherine Shepherd das, was sie supergut kann: Verwirren, falsche Spuren legen, Verdachtsmomente schüren.

Neu ist, dass dieser Thriller überwiegend jugendliche Figuren hat, deren Welt viel Platz einnimmt.

Ist nicht ganz das Erwartete, dennoch spannend. Ganz so überraschend ist das Ende dann doch nicht, befriedigenderweise werden eigene Vermutungen bestätigt. Liest sich ratzfatz weg!

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Magisch

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin

Faye lebt in einem magischen Schloß und könnte die besten Dinge zaubern. Darf sie aber nicht! Weil sie ein Mädchen ist! Würde sie erwischt, könnte sie in einen Kater verwandelt werden. Oder in eine Spitzmaus. Aber ein Notfall erfordert Handeln: der Schloßherr, der Zauberer von West, ist verstorben und braucht dringend einen Nachfolger.

Ein riesiges Turnier soll es richten. Nur: ohne Zauberei klappt gar nichts in dem irren Schloß, in dem sogar Möbel und Statuen ihren eigenen Willen haben. Der tote Zauberer ist nicht hilfreich, schwebt als eitles und meckerndes Gespenst ohne Kraft umher.
Das Turnier verläuft anders als erwartet. Enttäuschungen, Gefahren und Überraschungen warten auf die Teilnehmer.
All das beschreibt Ryan Graudin spannend, erfindungsreich und zeichnet ihre Protagonisten anschaulich, gut vorstellbar. Sie stellt ihre Charaktere und Taten ausführlich vor, das Werten überlässt sie dem Leser.
Wer fantasievolle Geschichten und sowohl einfallsreiche als auch tapfere Figuren mag, ist hier bestens bedient. Unterhaltsam, anspornend, gut zu lesen - perfekt für Leser/innen ab acht Jahren.

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Finde deine Geschichte

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm von Mascha Matysiak

Das Konzept, den Leser frei entscheiden zu lassen, was und wo im Buch gelesen werden soll, gefällt uns. Je nach Stimmung mit Action oder eher ruhiger geht es weiter.
Die Illustrationen von Nicolai Renger gefallen uns mit Abstrichen gut. Allerdings wirken die Kinder älter und das knallrote Hufeisen ist gelb! Darauf achten die jungen Leser aber!
Die einleitende Erklärung des Konzepts passt, ist hilfreich.

Dann wird man ins Geschehen im Freizeitpark geworfen. Es muss hin- und hergeblättert werden. Mein sehr aktives Kind mag das, das kleinere Geschwister verliert die Lust. Das Rätsel auf S. 27 ist tricky, uns half das einzige sinnvolle Wort nicht weiter.
Kleiner Hinweis: auf Seite 66 und 68 oder auch auf anderen Seiten kann man nicht weiterlesen, dort steht kein Text. Und: warum lächelt Herr Nox, er hat gerade eine schlimme Nachricht bekommen? Es wird vieles zunächst nicht erklärt: Wer ist Marisol?
Aber mit einem gewissen Elan lässt sich alles klären. Spannend wird es, das große Kind ist begeistert. Die Rätsel sind teilweise schwer zu knacken, zum Glück gibt es Auflösungen im Anhang.
Unsere Bewertung ist durchwachsen: das Konzept ist interessant. Der lebhaften Großen (9) hat es ganz gut gefallen, die ruhige Kleine (7,5) fand es anstrengend und wirr, wollte nicht pausenlos blättern, gab schnell auf.
Die Story (Mascha Matysiak) hinter dem Geschehen war stellenweise etwas chaotisch, aber ok, die Geschwister agierten clever und sympathisch, mit ihnen konnte man sich identifizieren.
Das Buch sollte mehrfach gelesen werden, jeweils mit anderem Verlauf. Dann macht es mehr Spaß.
Empfehlen würden wir das Buch frühestens ab acht Jahren.

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Ausufernd

The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota

Der neue Koch des Königs widerspricht sämtlichen Vorstellungen von einem erfahrenen Küchenchef: er ist schlank, sehr jung, selbstbewusst. Erzählt wird in einfachen Sätzen, der Erzählfluss ist gemächlich, die Handlung schreitet mitunter langsam, manchmal sprunghaft voran. Auf jeden Fall im Überfluss vorhanden sind schmückende und romantisierende Adjektive und üppig ausgeschmückte Beschreibungen.

Es passiert wenig, geringe Ansätze einer Art Handlung sind vorhanden, versickern aber. Die Protas bleiben blass. Der Schreibstil entspricht eher einem Schüleraufsatz.
Durch das wunderschöne Cover habe ich mich täuschen lassen, eine wunderbare fantastische Geschichte mit einem zaubernden Koch erwartet und wurde enttäuscht.
Die Handlungen der beteiligten Personen sind manchmal ungewöhnlich oder plump, interessant sind sie nicht. Ich habe mich durch ausufernde Textpassagen gequält, Spannendes gesucht und nicht gefunden.
Ein Stern fürs Cover ist es nur geworden.

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