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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Clever, Herr Herr!

Der Doktor und der liebe Mord von René Anour

Severin, gutherziger und engagierter Tierarzt, gerät in eine unmögliche Situation: sein Ekel von Chef bedroht ihn und irgendwie … ist der plötzlich tot!
Wie er mit der Konstellation umgeht, welche Konsequenzen sich daraus ergeben und welche Rolle Putzfrau Jedna dabei spielt, hat René Anour in einem äußerst witzigen und unterhaltsamen Roman verarbeitet.

Seine Charaktere sind vielschichtig und gut vorstellbar angelegt, sie polarisieren. Die Eltern! Die Kommissarin! Der Tierarzthelfer! Überhaupt sind Tiere aller Couleur wichtige Akteure, liebevoll und originell beschrieben. Spezielle Kenntnisse werden dargelegt, das Tierarztstudium schlägt durch …
Unerwartete Wendungen, eine gewisse Boshaftigkeit und deutliche Anspielungen machen den Reiz dieses empfehlenswerten Krimis aus!

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Im Internat

The Academy von Elin Hilderbrand; Shelby Cunningham

Das Leben an einem renommierten Internat wird aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert. Da wäre die Schulleiterin, unter Leistungsdruck stehend, die neuen oder dienstälteren Lehrer und natürlich die Schüler: durch Papas Sponsoring narrenfrei oder Influencer mit großer Reichweite, bestimmte Universitäten anstrebende oder wirklich Lernwillige.

Auch einige Eltern werden vorgestellt.
Als dann aber im Schulranking die „Tiffin“ absolut unerwartet von Rang 17 auf den zweiten Platz vorrückt, ändert sich alles. Nicht nur zum Besten.
Elin Hilderbrand weiß, wovon sie schreibt. Sowohl Sohn als auch Tochter besuchten Internate und konnten viel zum Thema beitragen. Entstanden ist ein spannendes und vielschichtiges Buch, sehr gut zu lesen. Probleme wie Mobbing, Cyberkriminalität, Diversität, Abhängigkeit von Sponsoren, Probleme im Elternhaus, aber auch gelungene Gestaltung des Schülerlebens spielen eine Rolle. Die Kids haben tolle Möglichkeiten. Und ohne die Liebe geht es natürlich auch nicht.
Gelungener Einblick in eine andere Welt.

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Rains Märchen

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde von Stella Tack

Alles auf Anfang - das war Rains Wunsch und genau der wurde ihr erfüllt. Die Götter leben noch, ihr Mann ist ein misshandelter Stallbursche und erkennt sie nicht. Huch! Gruseliges geschieht. Albtraumhafte Szenarien werden geschickt in Worte gekleidet.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Rains und Coles Sicht erzählt
Natürlich gerät Rain in viele gefährliche Situationen, oft überlebt sie nur knapp.

Ihren Freunden ergeht es nicht besser. Wenn es den Anschein hat, dass Rain endlich Erfolg haben wird, erleidet sie prompt einen Rückschlag. Stets sehr schmerzhaft.
Wieder gelungen: jedes Kapitel beginnt oder beinhaltet einen Absatz in Anspielung auf historische Märchen. Man kennt nicht alle, viele klingen interessant.
Stella Tack generiert auch im dritten Teil ihrer Märchenfantasy ( man sollte übrigens die Vorgängerbände gelesen haben), Spannung, überraschende Twists, Grusel und Romantik. Ja, auch Spice … . Es ist mitunter verwirrend, offenbar hat Gott Chaos zugeschlagen (;-)), die Zeit- und Raumsprümge irritieren nicht nur Rain und Gefährten, dennoch sehr gut zu lesen, gelungene Unterhaltung.

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Wieder in Karlsbad

Turbulente Zeiten von Ada Caine

1896: Burgl ist der Neuanfang in Karlsbad geglückt. Die Oblatenbäckerei floriert und Burgl erwartet ihr erstes Kind. Allerdings hat sie auch einige Neider, die ihr den Erfolg nicht gönnen. Hört das denn nie auf?
Und noch mehr geschieht: Junge Frauen verschwinden. Hier spielt jemand ein ganz mieses Spiel.

Ada Caine hat ihre Karlsbader Geschichten liebevoll weitergeführt und ausgebaut. Wieder taucht man in den Jahren um 1900 in die Bäderszene ein, erlebt eine Saison mit reichen Kurgästen und der arbeitenden Bevölkerung. Das ist interessant, auch Aufregung gibt es genug. Sogar oberste Stellen müssen eingreifen!
Schöne, gemütliche und unterhaltsame Alltagsgeschichten einer vergangenen Zeit.

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Der Zauberbus

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger

Ein wunderschönes Cover mit funkelnden Glitzersternchen macht Lust auf das Buch. Auch die Vorsatzseiten mit Schneeflocken passen gut. Die sofortige Landung auf der Fähre ist etwas hart, kaum eine Vorstellung von Otto ( „… ich bin ein Zauberbus…“, aha) oder den Reiseplänen. Dann ist man in Finnland und dort ist es schön.

Es gibt viel zu entdecken, viel zu erfahren. Wie heißt der Weihnachtsmarkt, wie nennt man finnische Pfefferkuchen, und wie den Weihnachtsmann ( Joulupukki ). Es gibt das Lucia- Fest, Saunawichtel, den Feuerfuchs, Polarlichter ( wenn man Glück hat!) und vieles mehr. Die Einwohner heißen Samen, nett sind sie auch.
Sehr kindgerecht wird erzählt, abenteuerlich geht es zu, aber das Beste sind die wunderschönen Zeichnungen, farbenfroh, fantasievoll, schön anzuschauen.
Die Packliste für einen „Winterkoffer“ ist zwar nicht ganz vollständig, aber das erwartet man ja auch nicht.
Mit kleinen Abstrichen ( uns fehlt eine sanfte Einleitung) eine gute Einstimmung auf die Weihnachtszeit und gelungenes Vermitteln von Wissen zum Thema hoher Norden und dortige Sitten. Schön für Kinder ab vier Jahren.

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Magische Musik

Magic Music, Band 1 - Der rätselhafte Rückwärtszauber von Michael Petrowitz

Lady Frost hat in der kleinen irischen Bücherei eine gaaaanz wichtige Aufgabe: sie muss die magische Harfe hüten! Davon weiß Tristan, urlaubend in dem kleinen Örtchen, natürlich nichts. Aber er wundert sich: über Roller fahrende Schwäne, einen Konditor, der vor seinen Augen die ersehnten Törtchen selber vernascht, bis auf … klingende Törtchen.

Darüber hätten wir gern mehr erfahren.
Dann geschieht Tristan ein Missgeschick.
Michael Petrowitz schreibt leicht verständlich, kindgerecht und in kurzen Sätzen. Die Handlung ist ist gut nachvollziehbar, die beiden Kinder sind sympathisch und besonders Mel ist clever und mutig. Ein wenig Abenteuer, eine Portion Magie und ein gelungenes Beispiel für Zusammenhalt und Freundschaft prägen das Buch. Gelungene, gut erkennbare und hübsch gestaltete Illustrationen lockern den Text auf.
Das Buch liest sich flüssig und angenehm, ist unterhaltsam und lässt auf weitere Geschichten aus Glennyfey hoffen.

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Clever

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5) von Richard Osman

Eine Hochzeit zu Beginn, wie schön! Joana heiratet, aber der Trauzeuge ist extrem nervös. Klarer Fall, er braucht Hilfe. Elizabeth Brett, ehemalige Agentin), übernimmt. Nicht allein, sondern mit bewährten Mitstreitern. Es kommen auch einige neue Gesichter dazu, ebenfalls ganz spezielle Menschen.
Richard Osman schreibt gewohnt witzig bis sarkastisch, gibt seinen Charakteren jeweils einen eigenen Stil und lässt sie anschaulich und gut vorstellbar agieren.

Elizabeth, die Kluge, Joyce, die Aufmerksame und Verständnisvolle, Ibrahim, der Zuverlässige und Ron, das herzliche Raubein - ich mag sie alle. Natürlich auch die eingebauten Anekdötchen (angeben mit dem Schwiegersohn, Whirlpoolphobie … ).
Klar, dass es auch wieder massenhaft Probleme gibt. Einige Längen auch. Kommt der Donnerstagmordclub damit zurecht?
Spannend, unterhaltsam, gut ausgedacht - macht Spaß, zu lesen.

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Die Touristen sind weg!

Alle weg von Stefan Maiwald

Die Touristen sind weg! Die Touristen sind weg, es ist Nachsaison an der Adria. Die Monate in Pinos Bar sind dennoch nicht langweilig. Begebenheiten des Sommers, Unglücke, Anekdoten, unglaubliche Geschichten - so war es. Auch viele andere Themen kommen Stefan Maiwald vor die Feder: Krokodile, Vereinssport, Gulasch, Zentralheizungen, die Bora, ägyptische Bauarbeiter und mehr.

Aus Sicht eines Zugezogenen, aber als guter Beobachter mittendrin gibt er Lifeeindrücke vom Leben in Grado, Italien. Die Nebensaison ist alles andere als trüb.
Seine Sätze sind Statements. Präzise formuliert, authentisch und eindrucksvoll. Kurze Texte fangen die Stimmung ein. Der Hochsaisontrubel ist vorbei, man erholt sich und erwartet Kommendes. Liest sich fast so, als wäre man mittendrin. Besonders schön: kapitelweise konsumieren und ein wenig Nachdenkzeit investieren. Vielschichtig und interessant!

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Das Wasser des Avalon

Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater

Januar 1942. June Porter Hudson führt das abgelegene Luxushotel Avalon, bekannt für sein lebendiges und magisches Heilwasser. Eigentlich ein Platz für die Reichen. Dann beschlagnahmt die Regierung das Hotel für besondere Personen, nicht für irgendwelche: „300 hochrangige Diplomaten der Achsenmächte“.

Italiener, Japaner, Deutsche, … . Man achte auf die Zeit! Das Personal muss für sie sorgen, obwohl viele von ihnen selbst persönliche Verluste durch den Krieg erlitten haben.
Die Angestellten erweisen sich als loyal und höflich dank Hossˋ (June). Unter den Nationalitäten gibt es jedoch einige Probleme.
Maggie Stiefvater beschreibt das genial, anfänglich sogar witzig, auf den Punkt. Aber sie fordert den Leser auch: viel Ungesagtes hat eine große Bedeutung.
Ein sehr gelungener Roman über Geschehnisse in den USA 1942. Teilweise fiktiv, teilweise auf ähnlichen Vorkommnissen beruhend.
Kein Buch zum schnell mal drüberlesen, es braucht Aufmerksamkeit und Nachdenken. Lesenswert.

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Streuner unterwegs

3 Streuner und der sprechende Berg von Anja Fröhlich

Aus Hundesicht erzählt und dadurch besonders interessant: Frauchen Joy darf einen Hund mit in die Schule nehmen. King Kerls Tauglichkeit wird auf Joys Geburtstagsparty getestet. Er besteht und darf/ muss mit in die Schule.
Naturgemäß gibt es für den Fellfreund dort viel Neues und Rätselhaftes. Und eine Überraschung!
Dank Anja Fröhlich sieht der Leser Gewohntes aus anderem Blickwinkel.

Schön, dass hier keine Belehrungen oder besserwisserische Ratschläge erteilt werden, sondern staunend der Schulalltag und sein Drumherum beschrieben werden. Es werden Gefühle wie Stolz, Neugier und Toleranz angesprochen, aber es geht auch um Neid, Angeberei und Missgunst.
Liest sich ganz toll, meine Kleine hat richtig mitgefiebert und gespannt auf die Vorlesezeit am Abend gelauert. Vieles wird thematisiert: Spaß, Abenteuer, Ekel, Mut und Freundschaft - alles andere als langweilig!

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