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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Süßes mit Sinn

Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu

Eine ganz besondere Konditorei ist ausschließlich zwischen Vollmond und Neumond geöffnet. Sie ist ein Ort zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Nur wenn man große Probleme hat, kann man sie betreten. Wie zum Beispiel Kana, eine Schülerin oder Koguma, ein Immobilienmakler. Die Probleme sind vielfältig, betreffen verschiedenste Aspekte des alltäglichen Zusammenlebens.

Fuchsgeist-Verkäufer Kogetsu gibt seinen sechs Besuchern eine traditionelle japanische Süßigkeit, die ihre Probleme lösen können soll. Wirklich? Die Kümmernisse sind leider oft anzutreffen und glaubhaft, die anschließenden Verhaltensweisen mir aber zum Teil zu moralisierend.
Der Halbfuchs-Verkäufer beobachtet, wie sich das Leben seiner Gäste nach dem Verzehr gestaltet, möchte Wissen, was Menschen fühlen, was sie ausmacht.
Die Geschichte ist gut ersonnen, erinnert an traditionelle japanische Fabeln.
Den Erzählstil finde ich etwas hölzern, dennoch sanft und bedächtig.
Eine märchenhafte Idee, aber nicht wirklich meins.

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Cozy Romcom

Spookily Yours von Jennifer Chipman

Menschen feiern Weihnachten, Hexen Halloween. Hexe Willows Lieblingsmonat ist demzufolge Oktober. Derzeit hat sie kein Vertrauenstier. Ein kleiner schwarzer Kater aus dem Tierheim soll das ändern. Nur: er ist nicht wirklich ein Kater, aber auf dem besten Weg dorthin. Ob Willow, die Menschenfrau aus Pleasant Grove, ihn zurückverwandeln kann? Würde ich nicht, wenn er mich immer mit „klein“ abwertet.

Aber: sie tut es, denn sie ist zucker-, zucker-, zuckersüß. Und er entpuppt sich als ein ganz heißer Typ. Natürlich ist er auch ein genialer und oft beschriebener Liebhaber. Viel mehr als das und dass Willow gut küssen kann, erfährt man nicht über sie. Dafür eine Menge über Sachen, die man aus und mit Kürbis machen kann.
Jennifer Chipman hat mit der Konstellation Hexe/ Dämon ein Pärchen kreiert, das eigentlich gegensätzlich sein sollte, aber perfekt zusammenpasst. Die Autorin gibt eine Portion Magie und Romantik dazu, einige Dämonen-Gewissenskonflikte obendrauf und fertig ist eine leichte Urlaubsgeschichte wie ein Keks: schnell konsumiert, schnell verdaut.

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Im Zauberwald

Ein Einhorn namens Oktober von Maria Höck

Im Zauberwald kommt ein kleines Einhorn zur Welt. Oktober, so heißt es nach seinem Geburtsmonat, ist fröhlich, temperamentvoll und ziemlich verkuschelt. Auf den ersten Geburtstag freut er sich ganz besonders, da bekommen nämlich Einhörner Zauberkräfte. Jedes Einhornkind erhält eine andere. Einige werden aufgezählt, sogar in farbiger Schrift.

Alle sind supertoll. Aber Oktober wartet vergeblich. Er macht sich auf die Suche. Was er erlebt, wird liebevoll geschildert.
Schöne Gesprächsanlässe ergeben sich : Was würdest du gern können? Das fördert Phantasie, motiviert zum Erzählen. Wichtige Eigenschaften werden thematisiert, eine lesenswerte Story mit gelungenen Illustrationen.
Eine bezaubernde und kindgerechte Mutmach- und Wohlfühl- Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, für Kinder ab 4 Jahren.

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Trödeln

Die Sekundenochs von Markus Hennig

Smilla muss immer schnell-schnell oder hoppi-galoppi alles erledigen. Kennt man, oft ist ein gewisser Zeitdruck gegeben, man hat Termine. Aber muss wirklich alles immer gleich zu Stress führen? Die Sekundenochs sehen das entspannter. Trödeln ist ein Muss! Man wird dafür gelobt! Witzig getextet von Markus Hennig, lustig und farbenfroh illustriert von Nikolai Renger.

Macht Spaß, kann kreativ selbst ergänzt werden.
Dass Trödeln und mitunter entspanntes Herangehen wichtig ist, sollte stärker betont werden. Kinder brauchen ein ausgeglichenes Zeitmanagement, lasst ihnen Zeit, wenn möglich. Sonst gibt es viel Streit, nervende Hektik und schlechte Laune. Braucht Keiner!
Aber es wird auch gezeigt, dass Kinder wie Smilla verstehen, dass Trödelei für Mitmenschen ärgerlich sein kann. Balance ist eben wichtig.
Nette Idee, lustig, aber ausbaufähig.

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Poppy mit den bunten Haaren

Red Flags von Sophie Jo

Mit 11 Jahren beschließt Poppy, nur ihren absoluten Traummann zu akzeptieren. Mit weniger als aufgelisteten Eigenschaften wird sie sich nicht zufrieden geben. Nie.
Nur: ihre Ansprüche sind sehr, sehr hoch. Die Chance, ihrem Traumprinzen zu begegnen, ist gering. Sehen ihre Freundinnen auch so, wollen aber, dass sie einen Freund findet und sich bindet.

Sie wetten: Poppy soll es zwei Monate mit einen Date aushalten, dann wird man sehen. Wenn sie das nicht schafft, darf sie weiter an allen herummäkeln.
Bus-Boy Cam hält es auch nicht lange mit Mädchen aus. Mit seiner Kumpel- Freundin macht er aus, dass seine nächste „Freundin“ die Beziehung beendet, nicht er. Dafür nimmt er so Einiges in Kauf. Cam hat viele Gedanken, die ich eher Teeniemädchen zuschreiben würde.
Es läuft erwartungsgemäß. Poppy legt ein übertrieben feministisches Verhalten an den Tag. Cam mutiert zu einem Ekel, … . Na gut, ist eben eine Romcom für Teenies. Den Kerlen wird es hier mal richtig gezeigt!
Die Idee der Zwangsdates ist nicht schlecht, hat Potenzial. Sophie Jos Schreibstil ist locker, liest sich luftig- leicht. Nicht originell ausgebaut, aber das Richtige als Sommer- Sonne- Strand Lektüre.

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Krimiliebe

Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi

Kaedes Großvater lebt in seinem behaglichen Haus, sein Gedächtnis lässt nach. Wenn sie, die junge Lehrerin aus Tokio, ihn besucht, erzählt er Geschichten von blauen Tigern, die in sein Zimmer kommen oder schläft ein.
Früher war das anders. Beide dachten sich phantasievolle Erzählungen aus, lösten Rätsel.

Jetzt hat der Opa eine besondere Form der Demenz, die auch ausführlich thematisiert wird. Doch manchmal spinnt er mit seiner Enkelin mögliche Geschehnisse in gleich mehreren Varianten. Begleitet von vielschichtigen Halluzinationen. Dennoch: seine Schlussfolgerungen sind genial.
Seine Enkelin liebt Bücher, liest auch anspruchsvolle Literatur, gern Krimis. Darüber gibt es ausufernde Diskussionen. Nicht nur mit dem Großvater, leider. Die Kneipendebatte soll offenbar mit Riesen-Emojis interessanter werden. Hat nicht geklappt. Auch im weiteren Verlauf nicht wirkungsvoller.
Ich mochte die Idee, aus wenigen Beobachtungen eine Geschichte zu entwickeln. Die Umsetzung war sehr, mir zu sehr, detailliert. Kaedes Geschichte hat mich dann aber doch gecatcht.
Am Anfang zögerlich, nimmt die Geschichte letztlich Fahrt auf, ist packend gestaltet.
Hinterlässt gemischte Gefühle.

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Von der Großmutter

6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller

Sehr anschaulich erzählt Jaqueline Kornmüller von ihrer Großmutter. Kindheit, erste Arbeitsstelle mit 13. Durch Glück Anstellung als Servierfräulein, Wechsel nach Bayern. Beginn einer düsteren Zeit Ende der 30er Jahre. Dennoch lernt sie auch eindrucksvolle Gäste kennen, ist zufrieden. Ein großer Schritt: sie macht sich mit eigenem Hotel ( zur Pacht) selbständig.

Die Autorin berichtet vom schweren und vielfältigen Leben der Großmutter. Das ist interessant, vorstellbar. Die Beschreibung des eigenen Lebens erfolgt distanziert, ebenso distanziert die Schilderung der Handlungen der Mutter. Personennamen werden durch Ortsnamen oder Personalpronomen ersetzt. Nur Lina wird stets detailliert und umfassend charakterisiert. Ein Leben in Superlativen. Die stören nicht, auch stilistisch genutzte Wiederholungen passen.
Eine liebevolle Hommage für die verehrte Großmutter.

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Drachen haben kein Herz

Gwin und das Herz des Drachen (Band 1) von Verena Maier


Gwin ist ein armes reiches Mädchen, ohne Freunde, dafür mit einer schrecklichen Tante, bei der sie in Elternabwesenheit wohnen und Stiefel putzen muss. Als sie ausbüxen kann, erlebt sie Fantastisches. Bei einer freundlichen Hexe findet sie Unterschlupf. Gern würde sie zaubern lernen, aber der Oberste Zauberrat ist dagegen.

Warum? Beim Herumstöbern entdeckt sie einen verzauberten Drachen. Ein großes Abenteuer beginnt.
Verena Maier erzählt eine fantasievolle Geschichte ( mürrische Kater mit Samtumhang, nächtlich singende Wasserkocher, nörgelnde Flämmchen und mehr) mit einer mutigen und unerschrockenen Heldin. Gut, dass ihr Freunde zur Seite stehen! Nicht alles läuft glatt, manchmal zieht sich die Story arg, aber der Leser bangt und hofft immer mit den Figuren.
Spannend, abenteuerlich und gut zu lesen.

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Zweite Chance

Variation - Für immer oder nie von Rebecca Yarros

Allie Rousseau kennt Hudson Ellis schon seitdem sie 16 ist. Ihre Beziehung war perfekt, bis ein Unfall sie trennte. Hudson meldete sich nie, Allie wartete lange Jahre. Hudson ist jetzt ein wagemutiger Eliterettungsschwimmer, Allie eine berühmte Tänzerin. Nach erneuter Verletzung begegnen sie sich, jedoch ist Allie nicht bereit, zu verzeihen.

Unvorhersehbare Familienverhältnisse zwingen beide jedoch zu gemeinsamem Handeln. Ein zentrales Thema ist die Welt des Balletts mitsamt harter Arbeit und neidischer Konkurrenz.
Wie, warum und mit welchem Ergebnis Allie und Hudson ihre Probleme angehen, schildert Rebecca Yarros gewohnt gut lesbar, allerdings mitunter sehr langatmig. Ihre Figuren und deren Konflikte sind nachvollziehbar dargestellt. Es ist ein Auf und Ab in den Beziehungen zwischen Allie und Hudson, stark angereichert mit ausführlichst beschriebenen Liebesszenen.
Überwiegend unterhaltsam, prickelnd und romantisch!

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Im Prater

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4) Die Totengräber-Serie von Oliver Pötzsch

Zwei Varietékünstler faszinieren Wien im Jahr 1896. Ihre Zaubershows sind spektakulär, besonders die „Zersägte Jungfrau“. Bis aus dem Trick Wahrheit wird. Ein Fall für Inspektor Leopold von Herzfeldt. Ex-Freundin und Reporterin Julia Wolf wittert ihren Durchbruch bei einer Zeitung und engagiert sich stark.

Der Leser erinnert sich an die beiden schon von vorangegangenen Teilen der Totengräberromane. Man kennt und mag sie - bis auf einige Abstriche bei Leo - alle. Jetzt haben sich ihre Lebensumstände verändert. Julia ist erfolgreiche Journalistin, kommt Leo in die Quere und geht eigene Wege.
Das ist spannend, denn Gefahren lauern überall. Aber auch liebenswerte Sidekicks: Billa … Sehr anschaulich beschrieben.
Gut geschildert werden auch Fortschritte in der Forensik. Und Augustins Ziehtochter Anna - ja, die wird erwachsen. Ein Hauch Sozialkritik findet sich, Wiener Schmäh natürlich ebenso.
Am besten aber gefällt mir wieder Totengräber Augustin. Sehr gut vorstellbar, sehr interessant.
Spannung, Flair, Historisches; all das hat Oliver Pötzsch in einen packenden und unterhaltsamen Krimi um den Totengräber Augustin hineingepackt.
Klare Leseempfehlung!

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