Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anonym:
Tolles Buch für Fermentier-Anfänger
Fermentieren – Twist your Taste! von Nadine Schünemann
Das Buch ist wirklich super für alle geeignet, die mit dem Fermentieren beginnen wollen und bisher noch nichts darüber wissen. Ich als blutige Anfängerin habe mich von Anfang an abgeholt gefühlt, weil man hierfür wirklich keinerlei Vorkenntnisse braucht.
Das Buch ist grob unterteilt in Grundlagen, Basisfermente und Rezepte, in denen die Basisfermente zu ganzen Gerichten weiterverarbeitet werden.
Die meisten Basisfermente sind vegan, von den anderen Rezepten ist ca. die Hälfte vegan bzw. veganisierbar und ansonsten bis auf zwei Fischrezepte vegetarisch.
Die Grundlagen sind sehr umfangreich und behandeln alles, was man wissen muss: vom Equipment, das man benötigt, bis hin zu den Vorteilen für unseren Körper und chemischen Vorgängen bei der Fermentation. Es werden jegliche Fragen beantwortet, die sich stellen könnten.
Besonders interessant fand ich die fermentierten Getränke und den Foto-Guide über die Anzeichen gelungener und misslungener Fermentation. So kann man sicher sein, ob man alles richtig gemacht hat. Auch das Sauerteig 1 x 1 war für mich sehr hilfreich.
Generell sind die Seiten sehr ansprechend gestaltet: übersichtlich, viele Fotos, gut unterteilt, Tabellen, wo sie Sinn ergeben.
Einziges Manko: Das Buch wird durch sein weißes Cover und das Material schnell schmutzig, was bei Verwendung in der Küche nicht ganz so optimal ist.
Gute Dystopie, aber nicht feministisch
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, da es laut Werbung so feministisch wie Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ sein sollte. Es ist eine gute Dystopie, aber der Vergleich hinkt meiner Meinung nach.
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive einer Person geschrieben, über die wir nicht viel wissen, denn sie weiß selbst nicht viel von sich.
Als Kleinkind kam sie mit 39 anderen Frauen in ein unterirdisches Gefängnis und kann sich deshalb als Einzige weder an ihren Namen noch ihre Vergangenheit oder an ein Leben in Freiheit erinnern. Umso irritierender ist es für sie, als sie diese zusammen mit den anderen unter seltsamen Umständen wiedererlangt. Ich fand die Entwicklung und Handlungen der Protagonistin zwar nicht immer logisch, aber ein interessantes Gedankenexperiment.
Feminismus konnte ich nicht wirklich entdecken, eher das Gegenteil. Die Frauen leben zwar ohne Männer, aber das ist ja keine bewusste und freiwillige Entscheidung. Sie wirkten, als würden sie Männer vermissen und als wäre ihr Leben ohne diese sinnlos. Die namenlose Protagonistin ist aktiver in ihrem Verhalten, wohingegen die anderen Frauen eher passiv sind. Das könnte man natürlich als Auswirkung vom Aufwachsen und Leben im Patriarchat interpretieren, aber so richtig überzeugt mich das nicht.
Ansonsten ist das Buch sehr zeitlos, man merkt beim Lesen nicht, dass die Autorin es schon 1995 geschrieben hat. Vieles wird der Interpretation des Lesers überlassen und nicht aufgeklärt. Mit seinen philosophischen Ansätzen regt es auf jeden Fall zum Nachdenken und zum Austausch darüber an. Das ist meiner Meinung nach das Spannendste an dem Buch: nicht die Geschichte an sich, sondern das, was mit einem während und nach dem Lesen passiert.
Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen, solange man keine feministische Geschichte erwartet.
Ein klasse Buch mit Mehrwert auf mehreren Ebenen
Tom Tauber – Ratte der Lüfte von Hannah Schenk
Das Buch ist wirklich sehr gut gelungen und begeistert unsere ganze Familie. Es ist recht groß, das Cover ist matt und leicht angeraut und die Seiten hochwertig. Der Hintergrund ist immer recht simpel gehalten, dafür stehen die niedlichen Tierchen im Vordergrund.
Es geht um Identität, Familie und Zugehörigkeit und vermittelt schon den Kleinsten, dass Liebe nichts mit biologischer Abstammung zu tun hat, sondern man diese von den unterschiedlichsten Konstellationen erfahren kann.
Außerdem zeigt es, dass Mut sich auszahlen kann und den Horizont erweitert.
Nach der eigentlichen Geschichte gibt es noch eine Doppelseite mit dem „Tauben Tagesspiegel“, auf der die Situation von Stadttauben kindgerecht erklärt wird, z. B. warum es so viele gibt und warum die meisten Menschen unberechtigte Abneigungen gegen sie haben.
Generell finde ich das Konzept des Verlages mit ihren nachhaltig produzierten Büchern und den Erlösen, die zum Teil an tiergestützte soziale Angebote gespendet werden, toll. So werden auch mit Tom Tauber unter anderem Taubenschutz-Projekte unterstützt.
Alles in allem ein klasse Buch, das Kindern zwei unterschätze Tierarten näherbringt und vielleicht auch bei Erwachsenen mit einigen Vorurteilen über Ratten und Tauben aufräumen kann.




