Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katja K.:
Schräg und toxisch oder einfach nicht mein Genre?
Woman Down von Colleen Hoover
Ich habe bislang ein Buch der Autorin gelesen, das mir schon nicht besonders gut gefallen hat, weil ich fand, dass ein Thema bagatellisiert wurde. Ich wollte ihr aber mit diesem Buch noch mal eine Chance geben und in ein anderes Genre hineinschnuppern. Nun bin ich etwas ratlos, weil ich das Buch wirklich richtig schlecht fand, mich aber auch frage, ob ich möglicherweise das Genre Romantic Thriller einfach nicht mag.
Ich fand die Toxizität in der Beziehung ganz schwer zu ertragen und es kam mir richtig "billig" vor, aber vielleicht gehört das bei dem Genre bis zu einem gewissen Grad auch immer dazu?
Definitiv kann ich sagen, dass mir der Beginn mit den Schilderungen zum Autorinnenleben und dem Cybermobbing ziemlich gut gefallen hat und ich optimistisch gestartet bin. Der Schreibstil ist nicht besonders anspruchsvoll, aber auf jeden Fall sehr flüssig und gut zu lesen. Sobald Saint seinen Auftritt hatte, kam mir die ganze Story total konstruiert vor und mir war völlig unverständlich, wie naiv sich die Protagonistin verhalten hat. Dass es hier um eine innere Ambivalenz geht im Love Triangle und Petra sich somit auch ambivalent und deshalb nicht immer ganz logisch verhält, ist klar, aber diese Ambivalenz wurde nicht nachvollziehbar dargestellt. Auch die Emotionen konnte ich nicht spüren und dadurch wirkte die ganze Story extrem platt.
Ich hatte dann zumindest mit einem großen Plot Twist gerechnet. Es kam aber lediglich eine unerwartete Wendung, alles andere lief genau so, wie ich es von Anfang an vermutet hatte. Das hat mich dann auch ziemlich enttäuscht. Ich hatte eigentlich nur deshalb weiter gelesen, weil ich dachte, dass das Buch ein interessantes Ende bereithält.
Fazit: Absolut nicht mein Geschmack, toxisches Verhalten, unglaubwürdige Charaktere. Möglicherweise ist es auch einfach nicht mein Genre. Ich kann auf jeden Fall keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.
Rezensionen von Krani:
Schön!
Der letzte Leuchtturm von Michael Pedersen
Ein angehender Selbstmörder lässt sich von einem vorbeifliegenden Baßtölpel überzeugen, vorher noch etwas zu erledigen. So reist er nach Muckle Flugga, eine unbewohnte Shetlandinsel, auf der Ouse und sein gewalttätiger Vater sich um den Leuchtturm kümmern. Der Autor ist erfolgreicher Poetry Slammer und Lyriker in Schottland.
Die Hauptpersonen haben mich fasziniert und überrascht. Immer wieder wechseln die Perspektiven, manchmal mehrmals im gleichen Absatz. Das ist immer eindeutig, und es bringt die Menschen dem Leser sehr nahe. Auf Anführungsstriche, die wörtliche Rede anzeigen, wird kompett verzichtet. Alles Gesagte ist kursiv gedruckt. Das verstärkt den Eindruck, es gehe hier mehr darum, wie die Menschen sind als darum, was sie darüber sagen.
Die Sprache ist besonders. Beispiel: „Lichtexplosionen aufgeplatzter Kirschen, die am Lätzchen des Himmels herabrinnen, während sich die Dunkelheit hereinwindet und Sternenlicht alles mit Juwelen besetzt“. Der Ausdruck „Sonnenuntergang“, so heißt es, sei doch viel zu mechanisch und klinisch!
Die Geschichte entwickelt sich eher langsam. Weil viel gestaunt wird und die Sprache so ungewöhnlich ist, erfordert dieses Buch viel Aufmerksamkeit. Dennoch ein Highlight!
Rezensionen von Annabell95:
Enttäuschend
Woman Down von Colleen Hoover
Nach einem heftigen Shitstorm zur Verfilmung ihres Romans steckt Autorin Petra Rose in einer Schreibkrise. In einer abgelegenen Hütte will sie zu sich finden. Dann taucht plötzlich der Detective Nathaniel auf, der ihrer eigenen Romanfigur gleicht. Er inspiriert sie, zieht sie in seinen Bann, doch die Nähe zu ihm wird schnell gefährlich und bedroht alles, was sie sich zurückerarbeitet hat.
Nachdem ich so viele unterschiedliche Meinungen zu dem Buch gehört habe, wollte ich mir unbedingt auch selbst eine Meinung bilden. Doch leider konnte mich "Woman Down" nicht überzeugen.
Der Schreibstil hat mich anfangs etwas abgeholt. Er lässt sich flüssig lesen und so wie es geschrieben ist, wirkt es recht lebendig und auch authentisch. Stückchenweise wirkt die Erzählung wie aus einer Talkshow, Podcast oder einem Film. Jedoch wurde alles unnötig ist die Länge gezogen. Es wird viel geredet, aber wenig erzählt, und die Handlung verliert dadurch an Fokus. Irgendwann habe ich quasi nur noch quergelesen, weil ich doch wissen wollte wie es alles zusammenhängt und wo es am Ende hinführt.
Mit der Hauptfigur Petra, einer Autorin mit Schreibblockade, konnte ich leider nicht warm werden. Sie versinkt häufig in Selbstmitleid und bleibt insgesamt unsympathisch und schwer greifbar. Auch die übrigen Figuren wirken eher wie Rollen, die eine Funktion erfüllen sollen, statt wie echte Menschen. Für mich waren sie oberflächlich und eindimensional, ohne wirkliche Tiefe.
Was ich mir besonders gewünscht hätte, waren Spannung und Thriller‑Elemente. Doch das Buch baut kaum Spannung auf, und die wenigen Ansätze verlaufen schnell im Sande. Einige Szenen wirkten sogar unwirklich, und der Plot insgesamt war für mich vorhersehbar. Inhaltlich hat mich die Geschichte daher nicht erreicht.
Mein Fazit:
Trotz flüssiger Sprache blieb Woman Down für mich inhaltlich schwach. Die Figuren wirkten eindimensional, die Handlung vorhersehbar und echte Spannung kam nie auf. Irgendwann habe ich quasi nur noch quergelesen, weil ich doch wissen wollte wie es alles zusammenhängt und wo es am Ende hinführt. Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen, daher von mir keine Empfehlung.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Wenn das Paradies zur Falle wird
Summer Heat von Solveig-Marie Kastner
Schon das Cover von Summer Heat hat mich sofort in Urlaubsstimmung versetzt – doch was mich dann erwartet hat, war alles andere als leicht und unbeschwert.
Ich habe Mia auf Schritt und Tritt begleitet, ihre Unsicherheit, ihre Angst und dieses immer stärker werdende Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, regelrecht mitgefühlt.
Das luxuriöse Resort an der Algarve wird schnell zu einem Ort voller Misstrauen, Ablehnung und unterschwelliger Bedrohung.
Die Atmosphäre hat mich total gepackt und nicht mehr losgelassen – ich war emotional richtig drin und konnte den eBook-Reader kaum weglegen. Die wechselnden Perspektiven machen alles noch intensiver und treiben die Spannung immer weiter nach oben.
Und dann diese Wendung… damit habe ich wirklich nicht gerechnet!
Kleine Unstimmigkeiten konnte ich da völlig verzeihen, weil mich die Geschichte einfach mitgerissen hat. Zurück bleibt ein beklemmendes Gefühl – und die Hoffnung, dass alles wirklich nur Fiktion ist.
Ganz klare 5 Sterne und eine große Leseempfehlung
Rezensionen von milky:
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
Solange ein Streichholz brennt,1 Audio-CD, 1 MP3 von Christian Huber
Das Hörbuch "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber handelt von Alina und Bohm. Alina ist Journalistin bei einem bekannten TV-Sender, jedoch geht ihre Karriere eher bergab als bergauf. Bohm ist ein Obdachloser, dem ein Hund zugelaufen ist und der gerne schnitzt. Beide lernen sich zufällig bei einer Reportage kennen, die Alina über Obdachlosigkeit dreht.
Beide kommen sich während des Drehs näher, obwohl das weder von Alina noch von Bohm je die Intention war.
Die Geschichte wird sowohl aus Alinas als auch aus Bohms Perspektive erzählt, was ich als sehr positiv empfinde. So erhält der Leser Einblick in beide Hauptfiguren und kann zu beiden eine gute Verbindung aufbauen.
Christian Huber erzählt sehr feinfühlig und bedächtig. Auch wird das Thema „Obdachlosigkeit“ gut aufgegriffen und von verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Insgesamt erhält der Leser einige Erkenntnisse, die man in sein eigenes Leben einfließen lassen kann.
Die beiden Sprecher:innen des Hörbuchs haben von der Stimme her fantastisch zu den Hauptfiguren gepasst. Beide hatten eine gute Betonung und haben die Emotionen sehr gut mit ihrer Stimme transportieren können.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Evi Werkl:
Butterfly-Effekt
Die Namen von Florence Knapp
Eine Entscheidung – drei Versionen eines Lebens.
Die Grundidee, die auch im Buchcover schön umgesetzt wird, finde ich außergewöhnlich und interessant: Haben Namen Einfluss auf unser Leben? Florence Knapp beantwortet diese Frage nicht (nur) in einem esoterischen Sinn, sie zeigt vielmehr, wie eine an sich kleine Entscheidung – die Wahl eines Namens – Auslöser für völlig unterschiedliche Lebensverläufe wird.
Die Sprache ist auffallend nüchtern und klar, damit erreicht die Autorin, dass – ohne Pathos und Drama – das Grauen, die Angst und die latente Bedrohung innerhalb der Familie sich schleichend aufbaut und langsam einsickert.
Formal ist der Roman streng konstruiert. Die Handlung wird in Sieben-Jahres-Schritten erzählt, was die Parallelführung der drei Lebenslinien unterstützt, zugleich aber den Lesefluss erschwert. Immer wieder wurde ich aus der jeweiligen Geschichte herausgerissen und musste mich neu orientieren. Trotzdem bleibt das Buch inhaltlich eindringlich, die Autorin verarbeitet die Themen häusliche Gewalt und ihre Folgen für die Kinder auf plakative und nachvollziehbare Weise.
Der Vater hingegen bleibt in allen drei Versionen eine eindimensionale Figur – ein Täter ohne erkennbare Tiefe, ein Klischee des gewalttätigen, sadistischen Patriarchen.
Trotz dieser Schwächen ist „Die Namen“ ein spannender Roman. Die beklemmende Atmosphäre, die ungewöhnliche Konstruktion und die zentrale Frage nach den Auswirkungen von Entscheidungen sorgen dafür, dass die Geschichte lange nachwirkt.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Spannender geht es nicht !
Ifrit von K. J. Ellinger
Dieses Buch hat mich schon im Vorfeld nervlich fertig gemacht : der erste Band von Marsolleks Morde „Die achte Linie“ hatte mich so gefesselt und ließ mich so tief in die Gedanken des Täters eindringen, so dass ich wusste – es MUSS einfach weitergehen. Dazu kam, dass mich die beiden Hauptfiguren Lukas und Aki so für mich eingenommen hatten, dass ich einfach nur dachte, diese Bücher dürfen nie ein Ende finden.
So habe ich gehadert – abwarten und auf den Genuss freuen, oder schnell lesen und das Buch wie ein Schwamm aufsaugen. So etwas hab ich wirklich noch nicht erlebt – schon bevor ich gestartet bin, war ich gedanklich permanent damit beschäftigt.
Wir starten hier im zweiten Band damit, dass Lukas seine neue Stelle antritt und Aki einen neuen Partner, Benni, bekommt. Dieser kann Aki nichts Recht machen – na klar, denn in die Fußstapfen seines besten Freundes Lukas zu treten, kann ja nur schief gehen.
Eine Reihe grausamer Morde an wehrlosen Obdachlosen, verwickelt die drei – Lukas, Aki und Benni – in nervenzerreißende Ermittlungen und auch Lukas´ Frau Melissa wird mit einbezogen, da sie als Streetworkerin einen guten Einblick in die Szene hat.
Für mich war es wie ein nach Hause kommen, ein Gefühl des Willkommen-Seins inmitten der Bro´s und deren Ermittlungen und Familien. Die Charaktere sind von der Autorin so authentisch dargestellt, dass sie mir wie gute Freunde vorkommen.
Rhetorisch für mich auf einem Höchstniveau und so packend und spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und die Fälle nicht mehr aus den Gedanken bekommen kann, hat mich dieser Band mitgenommen, Gänsehaut beschert und ein wundervolle Lesezeit beschert – Spannender geht es nicht !
Ich möchte eine absolute Kauf- und Leseempfehlung geben und wünsche mir einfach, dass diese Reihe nicht endet – ich bin jetzt schon so mega gespannt auf den dritten Teil !
Rezensionen von Anno:
Erstklassiges Finale
Sepia 3: Sepia und der Fluch des Tintendrachen von Theresa Bell
Leute, lest dieses Buch! Aber lest es ohne große Lücke zu den Vorgängerbänden. Oder startet erst ein reread. Es steckt so viel in diesem Band, so viele Querverweise und Andeutungen, die man nur mit dem entsprechenden Vorwissen richtig einordnen kann. Klar, versteht man auch mit Lücken dieses Band, aber die merkt ihr und dann geht es euch so wie mir und ihr ärgert euch darüber.
Die Stimmung ist schon zu Beginn düster und geheimnisvoller denn je. Wie schon in den vorangegangenen Story, liebe ich es wie deutlich sich die Buchmacherkunst in dieser Serie zeigt und essenzieller Bestandteil der Handlung ist. Genau wie die Magie nun größer wird, breitet sich auch der Schauplatz um Flohall nun immer weiter aus und zieht den Leser gekonnt in den Bann. Man erfährt nun auch Hintergründe und Zusammenhänge, die einem zuvor verborgen waren und stößt dabei auf eine Sage, die noch bedeutend für Sepias Geschichte werden wird.
Ich bin schwer begeistert von so viel Ideenreichtum und Erzählkunst, war gefesselt von Beginn an bis zur letzten Seite . Die Spannung stieg kontinuierlich, man rätselte und fieberte unweigerlich mit und war dadurch als Leser sehr im Geschehen involviert. Und das nicht ohne Folgen: ich verlies die Handlung euphorisch und auch etwas wehmütig. Flohall war für mich immer etwas ganz besonderes und der Abschied davon fällt mir nun verständlicherweise ganz leicht.
Für mich ist Sepia eine durchaus anspruchsvolle, aber einzigartige und herausragende Jugendtrilogie, die ich jedem (jungen) Buchliebhaber nur sehr ans Herz legen kann. Ließ und staune selbst!
Rezensionen von Anno:
Ist und bleibt genial
OTTO fährt los – Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
Ich bin immer wieder neu überrascht wieviele Eigenheiten und Sehenswürdigkeiten eines Landes doch in einem Otto-Buch stecken! Wir sind große Fans dieser Reihe und besitzen jedes bisher erschienene Band. Und das kommt nicht von ungefähr!
Auch im Englandbuch erfährt man viel über das Land. Erst wird Otto wie immer abgeholt und lernt seine Ferienfamilie kennen (dieses Mal ist es ein alleinerziehender Papa mit 2 Kindern, Tante und Hund).
Und dann geht es nach dem Packen auch schon los- durch den dunklen Tunnel direkt nach London. Otto findet‘s gruselig und wir toll! Angekommen in England erfahren die Kids aber nicht nur vom Linksverkehr, sondern auch ne lustige Geschichte über die Queen kennen, treffen Sherlock Holmes, sehen Stonehenge… und noch einiges mehr.
Dieses Buch greift auch wieder, wenn auch indirekt, die Geschichte früherer Bände auf (sehr euch dafür mal die Ankunft in England genauer an), was aber nur für Kenner ersichtlich ist und keine Auswirkung auf den Verlauf der Geschichte hat. Solche Kleinigkeiten machen diese Reihe aber sehr besonders und erzeugen ein Gefühl der Vertrautheit. Daher werden auch altbewährte Stilmittel, wie die bildliche Packliste wiederverwendet.
Man merkt aber auch deutlich, wie viel Mühe man sich wieder damit gegeben hat die Infos kindgerecht und spannend zu verpacken. Sogar ein paar englische Vokabeln findet man auf dem hinteren Vorsatzpapier.
Ja, es ist wieder mal ein rundum gelungenes Band. Und wir warten schon sehnsüchtig auf ein Wiedersehen.
‚See you later, Otto-gator!‘
Rezensionen von Julchentim:
Zwischen Liebe und Misstrauen
The Exes von Leodora Darlington
The Exes von Leodora Darlington hat mich ehrlich gesagt ganz schön durcheinandergebracht, im guten Sinne. Ich war beim Lesen ständig unsicher, wem ich glauben kann, und habe sogar meine eigenen Einschätzungen immer wieder hinterfragt.
Natalie als Hauptfigur fand ich gleichzeitig nahbar und irritierend.
Man versteht, warum sie sich nach einem ruhigen, normalen Leben sehnt. Aber je mehr passiert, desto weniger weiß man, ob sie Opfer ist oder selbst etwas Dunkles in sich trägt. Genau dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Buch und hält die Spannung hoch.
Die Geschichte startet fast ruhig, kippt dann aber immer mehr ins Unheimliche. Einige Wendungen waren für mich doch etwas drüber und nicht immer ganz glaubwürdig. Trotzdem konnte ich kaum aufhören zu lesen, weil ständig neue Fragen aufkamen. Besonders die letzten Kapitel haben für mich viel rausgeholt. Die hatten eine gewisse Tragik, die ich so nicht erwartet hätte.
Was mir gut gefallen hat, ist der Fokus auf Themen wie Trauma, Beziehungen und Kontrolle. Das geht über einen klassischen Thriller hinaus und bleibt länger im Kopf.
Am Ende bin ich bei soliden 4 Sternen gelandet. Nicht perfekt, aber intensiv, unbequem und definitiv ein Buch, das einen beschäftigt.










