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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lotta:

Spannender Ausflug nach Lund

Schattenmädchen von Frida Skybäck

Isabelle verschwindet spurlos nachdem sie auf einer Party gesehen wurde. Ihr Handy wird später im an die Zentrale einer aufstrebenden App angrenzenden Apartment des Firmenchefs gefunden. Von einer Leiche keine Spur. Parallel haben Fredrika und Henry wieder allerhand privat zu klären...

Der Schreibstil ist im nun dritten Band um Fredrika und Henry bekannt.

Es ist möglich den Fall einzeln zu lesen, jedoch fehlen im privaten Umfeld dann die entsprechenden Hintergrundinformationen bzw. es wird definitiv zu den vorherigen Fällen gespoilert. Fredrika und Henry bleiben sich charakterlich gesehen treu und als Leser kann man hautnah ihre Probleme verfolgen und vielleicht würde man an der ein oder anderen Stelle anders entscheiden...

Besonders gefallen hat mir, dass dieser Teil in Teilen an der LTH spielt und dadurch die Teile von Lund, die mir sehr gut bekannt sind, immer wieder auftauchen. Gleichzeitig sind die Beschreibungen so gut, dass meist schon vor Nennung der Straßennamen klar ist, wo sich Fredrika und/oder Henry gerade aufhalten.

Insgesamt daher ein spannender Ausflug nach Lund. Ich bewerte mit 4 von 5 Sternen.

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Rezensionen von Claudia R.:

holprig

Cruel is the Light - Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich (Cruel is the Light 1) von Sophie Clark

Klappentext / Inhalt:

+ Mit hochwertigem Farbschnitt in der 1. Auflage je nach Verfügbarkeit +Ein Kampf und eine verbotene Liebe, die die Welt für immer verändern werden ...Seit über einem Jahrhundert tobt in einem alternativen Europa ein brutaler Krieg zwischen Dämonen und Menschen. Im Mittelpunkt stehen zwei Elitesoldat:innen: Selene Alleva, eine mächtige Exorzistin, und der Waisenjunge Jules Lacroix, der von der Armee des Vatikans rekrutiert wurde.

Als sich ihre Wege unerwartet kreuzen, erkennen Jules und Selene trotz anfänglichem Misstrauen – und einer unerwünschten Anziehungskraft – dass sie sich gegenseitig helfen können, die Geheimnisse ihrer Vergangenheit zu lüften. Doch die Wahrheit deutet auf eine finstere Verschwörung im Herzen des Vatikans hin. Mit jeder neuen Entdeckung ist Jules gezwungen, alles in Frage zu stellen, was er jemals gewusst hat – einschließlich sich selbst. Und Selene, die ihre wachsenden Gefühle für Jules nicht ignorieren kann, muss eine unmögliche Wahl zwischen Liebe und Pflicht treffen ...Der epische Auftakt einer packenden Romantasy-Dilogie!

Cover:

Das Cover wirkt kämpferisch und emotionsgeladen und macht einen sehr spannenden Eindruck. Das Cover ist toll herausgearbeitet und die Charaktere sind hier auch sehr gut ersichtlich. Optisch sind einige Elemente durch goldene Verzierungen hervorgehoben und geben dem Ganze so etwas edles und glanzvolles. Das Cover finde ich wunderschön und hat mein Interesse auf das Buch geweckt. Auch der Farbschnitt ist wirklich toll und rundet das Buch und den ersten Eindruck sehr schön ab.

Meinung:

Klappentext und Cover hatten mein Interesse geweckt. Jedoch kam ich nur schwer in Charaktere und Story hinein. Anfangs machten mir Namen und Ränge zu schaffen und auch das wechselnde Du und Sie machte es nicht einfacher. Die Grundidee fand ich interessant und auch der Weltenbau ist sehr schön und aufwendig ausgearbeitet, aber mich konnte das Ganze nicht wirklich packen.

Inhaltlich gehe ich hier nicht weiter ins Detail, wer mehr erfahren möchte, sollte die Geschichte selbst lesen und sich ein Bild davon machen.

Der Schreibstil war für mich sehr fordernd, holprig und man musste stets wachsam lesen, was es sehr anstrengend machte. Auch eine Bindung zu den Charakteren wollte sich nicht so recht einstellen. Nach und nach wurde es im Verlauf etwas besser, aber richtig abholen konnte das Buch mich leider nicht.

Die einzelnen Abschnitte bzw. Kapitel haben eine recht gute Länge und die Anfänge selbst sind durch Verzierungen sehr schön hervorgehoben. Die Gestaltung ist recht gut gemacht. Auch die Informationen zu Hierarchie und dem Handbuch zu Beginn, sowie die Infos zu den Personen am Ende des Buches fand ich gut und interessant und teils hilfreich, aber leider nicht ausreichend. Zwischendurch hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass mir etwas fehlte, oder Informationen vorausgesetzt wurden, die man aber nicht hatte und das machte, dass ganze leider etwas schwerer.

Die Grundidee und der Weltenbau und das Drumherum fand ich sehr interessant und spannend, leider konnte die Umsetzung im Gesamten aber leider nicht überzeugen. Einerseits bin ich gespannt, wie die Dilogie weitergeht und endet, jedoch bin ich andererseits Zwiegestalten und unsicher, ob ich Band 2 lesen werde. Etwas holpriger und leider eher schwacher Auftakt.

Fazit:

Schreibstil und Charaktere konnten leider nicht überzeugen, auch wenn die Grundidee interessant und spannend ist.

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Rezensionen von Lotta:

Klasse Dialoge, kleine unterhaltsame Twists und Spannung!

The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota

Fin ist auf Empfehlung der neue Koch des Königs. Zunächst beseitigt er das Chaos und reduziert die Anzahl seiner Helfer, denn er ist eine Haushexe und hat gar keinen Bedarf an so viel Unterstützung. Jedoch würde keinerlei Unterstützung auch auffallen. Jetzt muss er sich zunächst in seinem neuen Leben bei Hofe einfinden.

Der Schreibstil ist mega. Aus humorous romantic Fantasy sind humorous und fantasy gerade im ersten Teil des Buches definitiv führend. Ich weiß nicht, wie oft mein Freund mich schräg angeschaut hat, weil ich plötzlich laut losgelacht habe. Ab und an war es schon mal schwierig, direkt weiterzulesen, weil das Buch zu doll gewackelt hat. Die Dialoge sind mega, manchmal reichen schon die Gedanken und auch so sind einige wirklich unterhaltsame kleine Twists in der Geschichte versteckt.

Die Charaktere entwickeln sich deutlich weiter. Das stellt sich auch in der weiteren Entdeckung oder Entwicklung von Fins magischen Fähigkeiten dar. Dazu ist das Miteinander in diesem Buch weniger steif als es am Hof zu erwarten wäre. Mylady und mylord hier und ein dummer Spruch dort.

Spannung taucht hier und dort auch auf, da es nie ganz ruhig in einem Königreich zugehen kann (weil es nunmal nicht das einzige auf der Welt ist) und dazu kommt auch noch der Romantic Teil. Ich fand es sehr erfrischend, dass sich das verlieben, Gerüchte am Hof durchaus realistisch anfühlen. Es war nicht auf Seite 10 klar, wer dann auf Seite 200 mit wem ins Bett springt, sondern es hat sich alles langsam entwickelt.

Trotz meiner ganzen Begeisterung kann ich am Ende nicht mit 5 Sternen bewerten, sondern muss auf 4,5 Sterne reduzieren. Der ein oder andere Logikbruch findet sich. So hat Fin etwas im Ofen und wird dann für ein Fest abgeholt. Vom vorbereiteten Abendessen ist danach nicht mehr die Rede, die Küche steht zu Ende des Buches weiterhin. Dies kommt leider immer mal wieder vor. Dennoch freue ich mich sehr auf die deutsche Übersetzung aller weiteren Teile. Ich möchte noch so viel mehr Zeit mit Fin und seinen Freunden verbringen!

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Rezensionen von Ameland:

Wendungsreicher Psychothriller

Meine tote Schwester: Psychothriller von Catherine Shepherd

Mia hat aus ihrem Zimmer einen direkten Blick zu der seit Jahren leerstehenden Nachbarvilla, in der vor elf Jahren ihre Schwester starb. Jetzt zieht eine alleinerziehende Mutter mit ihrem jugendlichen Sohn dort ein und die Vergangenheit erwacht.

Für mich ungewohnt, stehen bei diesem Buch Jugendliche im Mittelpunkt und die Ermittler tauchen nur sporadisch als Randfiguren auf.

Überraschenderweise habe ich sie auch gar nicht vermisst. Ob das auch bei den Folgebänden der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Wäre aber mal eine Reihe, die nicht an einem Ermittler oder Team festgemacht ist.

Wie von Catherine Shepherd gewohnt, beginnt es direkt spannend und schon der Prolog hat mir eine Gänsehaut beschert. Es folgen weitere Gruselmomente, viele Verdächtige und ebenso viele Wendungen. Bei einem durchgehend hohen Spannungsbogen klären sich viele Fragen erst zum Schluss. Auch wenn die kurzen Kapitel es mir ermöglicht hätten, Pausen einzulegen, so fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Nur noch ein Kapitel, ach ich schaffe noch schnell ein weiteres sorgte für wenig Schlaf.

Mir hat der Auftakt zu dieser neuen Reihe von Psychothrillern sehr gut gefallen und ich freue mich auf mehr aus der Feder von Catherine Shepherd.

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Rezensionen von PMelittaM:

Erster Band einer Kinderbuchreihe

Starminster - Stadt in den Wolken von Megan Hopkins

Die elfjährige Astrid hat ihr ganzes bisheriges Leben im Rhabarberschuppen verbracht, wo sie ihre Mutter versteckt gehalten hat. Eines Tages bekommt sie Besuch von einer Frau mit Flügeln, die ihr eröffnet, dass sie eine Librae ist, und sie mit in eine Stadt in den Wolken über London nehmen möchte.

Der Roman ist der Start in eine Reihe für Kinder ab 11 Jahren. Ich finde die Idee recht originell, dass es Menschen gibt, denen Flügel wachsen, und zwar Flügel die denen der verschiedenen Vogelarten gleichen, so dass sie als Adler, Buchfink, Schwan und so weiter bezeichnet werden, und die Eigenschaften dieser Vögel haben sollen. Im Anhang gibt es eine Auflistung der Vogelarten, deren Flügel man in diesem Buch trifft. Die Flügel lassen sich einziehen, so dass manche der Librae in London arbeiten, alle wohnen aber im sogenannten Überlondon, wo sie frei fliegen können, und durch ein magisches Netz unsichtbar bleiben.

Kinder haben zunächst keine Flügel, sie kommen erst mit der Pubertät zum Vorschein. In Überlondon gehen die Librae-Kinder in die Starminster-Schule, wo sie auch Fliegen lernen, zuerst theoretisch, nachdem sie flügge geworden sind, also ihre Flügel bekommen haben, auch praktisch.
Astrid hat zunächst noch keine Flügel, sie findet schnell eine Freundin, und lernt auch einige der anderen Kinder näher kennen. Als jemand, der nicht in Überlondon aufgewachsen ist, ist für sie alles neu, so dass sie es zusammen mit den Leser:innen erkunden kann. Schnell fragt man sich auch, warum Astrids Mutter sie verborgen hielt, und ob sie wusste, dass sie eine Librae ist.

Natürlich wäre ein reines in die Schule gehen und auf die Flügel warten, etwas langweilig gewesen, und so stellt sich Astrid manche darüber hinausgehende Frage, denn nicht alles scheint richtig in Überlondon zu sein. Und tatsächlich gibt es etwas nicht ungefährliches zu entdecken, und die Geschichte nimmt einen spannenden, aber auch ziemlich grausamen Verlauf. Für sensible Kinder könnte das etwas zu heftig sein.

Astrid mag man schnell, sie ist ein aufgewecktes Kind, das sich auch einzubringen weiß. Ihre Freundschaft zu Penelope, genannt Pent, und auch zu anderen Kindern wirkt authentisch und ist schön mit mitzuerleben. Dass sie die Dinge nicht hinnimmt, sondern hinterfragt, spricht auch für sie. Auch andere Charaktere sind gut gezeichnet, manche wirken eher überzogen, wie der Rektor der Schule, Ferguson Finifugal.

Auch das Worldbuilding gefällt mir gut, man hat schnell ein Bild von Überlondon vor Augen, und wer hätte nicht gerne Flügel und könnte fliegen? Dass das Fliegenkönnen nicht vom Himmel fällt, sondern man es erst richtig lernen muss, gefällt mir für ein Kinderbuch auch gut. Durch die verschiedenen Flügelarten lernt man zusätzlich verschiedene Vogelarten kennen, das regt auch zum Weiterrecherchieren ein.

Die Geschichte an sich empfand ich manchmal etwas aufgesetzt. Was spannend sein sollte, war für mich nicht immer ganz logisch, ich hätte mir in dem Zusammenhang auch etwas weniger Grausames gewünscht, gerade für einen ersten Band, in dem man erst einmal die Welt erkunden möchte. So hat mich die Geschichte vor allem gegen Ende wieder etwas verloren.

Der erste Band der Kinderbuchreihe führt eine interessante Welt innerhalb unserer Welt ein, die Protagonistin und einige andere Charaktere haben mir gut gefallen, nur die Geschichte hätte ich mir gerade in einem ersten Band etwas weniger heftig gewünscht, ich hätte gerne erst einmal die Welt zusammen mit der Protagonistin erkundet, ohne dass es gleich allzu gefährlich wird. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig aufrunde.

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Rezensionen von nil_liest:

Wenn das Leben plötzlich mehr will als „casual“

Keeping it casual von Karina May

Maxines Leben gerät aus den Fugen, und genau in diesem emotionalen Ausnahmezustand beginnt eine Geschichte, die viel mehr ist als eine klassische Romcom. Klar, da ist Tinder, da ist Johnny, da sind charmante Chatnachrichten und virtuelle Kochabende. Aber darunter liegt eine viel ernstere Frage: Was bleibt, wenn plötzlich alles auf dem Spiel steht?

Karina May schreibt mit einer Leichtigkeit, die fast täuscht – denn zwischen den humorvollen Dialogen und pointierten Chatverläufen verstecken sich echte emotionale Wucht und stille Zwischentöne.

Die Sprache ist modern, direkt und sehr nah an der Lebensrealität, ohne jemals banal zu wirken. Gerade die Chatpassagen sind lebendig, temporeich und oft so witzig, dass man unwillkürlich schmunzelt. Gleichzeitig schaffen sie Intimität, obwohl sich die Figuren zunächst gar nicht begegnen.

Diese Mischung aus digitaler Nähe und realer Distanz ist erzählerisch richtig klug umgesetzt – und fühlt sich erstaunlich authentisch an.

Max selbst ist dabei eine Protagonistin, die angenehm aus dem Romcom-Raster fällt. Sie ist nicht perfekt, nicht immer souverän, sondern vor allem eines: echt. Ihre Entwicklung steht im Mittelpunkt, nicht nur die Liebesgeschichte. Auch Alice als beste Freundin bringt eine schöne Dynamik hinein – unterstützend, aber nie eindimensional.

Johnny hingegen bleibt lange ein kleines Rätsel. Das passt zur Geschichte und erzeugt Spannung, auch wenn man sich manchmal wünscht, ihn früher klarer greifen zu können. Dafür sind die Dialoge zwischen ihm und Max umso stärker – voller Witz, Wärme und unterschwelliger Sehnsucht.

Ein besonderes Highlight ist das durchgezogene Food-Motiv: Das gemeinsame Kochen wird zur Sprache der Gefühle. Es verbindet, ohne dass sich die Figuren physisch nahe sind. Die eingestreuten Rezepte sind dabei mehr als ein nettes Extra – sie geben der Geschichte Struktur und Atmosphäre, auch wenn sie geschmacklich nicht jede*n gleichermaßen abholen dürften.

Fazit:
Eine moderne, klug erzählte Romcom mit Herz, Humor und überraschender Tiefe. Perfekt für alle, die sich zwischen Lachen und Nachdenken verlieren wollen – und vielleicht nebenbei Lust auf eine Tarte au citron bekommen.

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Rezensionen von nil_liest:

Freiheit, die sich anfühlt wie ein Abgrund

Grüne Welle von Esther Schüttpelz

Nach einem dieser vertrauten Abende – Kino, Gespräche, ein Stück Normalität – steigt die Frau ins Auto. Der Weg ist bekannt, beinahe automatisiert. Doch dann: eine Umleitung. Eine kleine Verschiebung, kaum der Rede wert – und doch der Anfang von allem. Aus einem simplen Heimweg wird eine Fahrt ins Offene.

Aus Abzweigungen werden verpasste Entscheidungen. Aus der Nacht wird ein Raum ohne Rückkehr.
Sie fährt weiter. Und weiter….Die Ampeln bleiben grün, als hätten sie sich gegen sie verschworen oder ihr – ganz leise – einen Ausweg angeboten. Zuhause wartet der Mann, zunehmend unruhig, irritiert von der Abweichung im gewohnten Ablauf. Doch während er versucht, die Kontrolle zu behalten, entgleitet sie ihm Kilometer um Kilometer. Die Nacht dehnt sich, ein neuer Tag bricht an – und mit ihm die Erkenntnis: Vielleicht ist das Weiterfahren kein Zufall. Vielleicht ist es der erste eigene Entschluss seit langer Zeit.
Was sich zunächst wie ein beinahe minimalistischer Plot liest, entfaltet eine enorme innere Wucht. Denn diese Fahrt ist keine Flucht vor der Dunkelheit der Straßen – sondern vor der, die längst in ihr Zuhause eingezogen ist. Zwischen Tankstellenlicht, Landstraßen und flüchtigen Begegnungen tastet sich die Frau durch Erinnerungen, Zweifel und leise, schmerzhafte Einsichten. Und plötzlich wird klar: Die größte Bedrohung sitzt nicht im Schatten der Nacht, sondern in der Enge einer Beziehung, die sie längst verschluckt hat.
Esther Schüttpelz schreibt dabei mit einer fast schon irritierenden Ruhe. Ihr Stil ist reduziert, klar, beinahe kühl – und gerade darin so eindringlich. Sie verzichtet auf große Dramatik und setzt stattdessen auf die Kraft der Wiederholung, auf das leise Drängen von Gedanken, die sich im Kreis bewegen wie das Auto auf der Straße. Dass ihre Figuren namenlos bleiben – die Frau, der Mann, die Freundin – ist kein Zufall, sondern Konzept: Es geht nicht um Einzelschicksale, sondern um Strukturen, um Muster, die erschreckend universell sind.
Besonders bemerkenswert ist die feine Symbolik, die sich durch den gesamten Roman zieht. Die grüne Welle wird zum Sinnbild für das passive Sich-Treiben-Lassen – aber auch für die seltene Chance, einfach weiterzufahren, ohne anzuhalten, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Gleichzeitig liegt in ihr etwas Unheimliches: ein Kontrollverlust, der sich erst wie Freiheit anfühlt und dann wie ein Abgrund.
Atmosphärisch ist dieser Roman dicht und fast körperlich spürbar. Man sitzt mit im Auto, hört das monotone Surren des Motors, spürt die Müdigkeit, die Angst, das leise Aufkeimen von Hoffnung. Die Begegnungen unterwegs wirken wie Spiegel, wie flüchtige Möglichkeiten eines anderen Lebens. Und doch bleibt immer diese Unsicherheit: Ist das hier Aufbruch – oder nur ein weiteres Kreisen?
„Grüne Welle“ ist kein lauter Roman. Er schreit nicht, er klagt nicht an – und trifft gerade deshalb so präzise. Es ist ein Buch über das Verstummen, über das Sich-Verlieren und vielleicht auch über den ersten, zaghaften Versuch, sich selbst wiederzufinden. Die Geschichte bleibt bewusst offen, verweigert einfache Antworten –gut so.
Ein stilles, klug komponiertes Debüt, das unter die Haut geht. Für alle, die Literatur lieben, die zwischen den Zeilen spricht – und dort ihre größte Wahrheit entfaltet.

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Rezensionen von Claudia R.:

tolle Grundidee

Born of Salt and Storm von Sophia Reynard

Klappentext / Inhalt:

In einer Welt, in der das Meer alles nimmt und die Gezeiten das Leben beherrschen, gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Berühre niemals, was der Sturm an Land bringt.
Als die junge Speerfischerin Tavi verschollen geglaubtes Seeglas findet, bricht sie dieses Tabu und entfesselt eine Magie, die besser in den Tiefen des Meeres geblieben wäre.

So lenkt sie unweigerlich die Aufmerksamkeit des fanatischen Salzordens und
der Bestien des Sturmmahrs auf sich. Ausgerechnet Eero – eine dieser gefürchteten Kreaturen, halb Mensch, halb Mer – entpuppt sich als ihr einziger Ausweg.
Zwischen Misstrauen und wachsender Anziehung geraten Tavi und Eero in den Sog einer uralten
Legende, die ihre gespaltene Welt endgültig ins Chaos stürzt. Doch Tavi verfolgt ihre eigenen Pläne und muss sich entscheiden: Folgt sie dem Ruf ihrer Vergangenheit oder dem ihres Herzens?
Der Auftakt einer epischen Romantasy-Reihe voller bittersüßer Spannung und gnadenloser Wendungen.

Cover:

Das Cover finde ich wunderschön und bringt die Elemente der See und der Tiefe sehr gut hervor. Muscheln, Perlen, Seeglas und weitere Elemente und Verzweigungen der See sind hier erkennbar, sowie ein Schiff in einer Phiole und darauf die tosende See. Das Element Wasser wird hier sehr toll dargestellt und umgesetzt und auch farblich wird das Ganze sehr schön erfasst. Vom Optischen fand ich das Cover sehr ansprechend und vielversprechend.

Meinung:

Das Cover und der Klappentext hatten mein Interesse geweckt, jedoch fand ich den Einstieg recht fordernd und nicht locker, wie von vielen Büchern gewohnt. Der Schreibstil ist anfangs recht anspruchsvoll und man muss sich erst so ein wenig hineinfinden. Auch zieht es sich zu Beginn recht lang. Besonders das letzte Drittel nimmt extrem an Fahrt und Stärke zu und kann dann nochmal mehr überzeugen. Die Geschichte und die Idee dahinter finde ich ganz gut und auch atmosphärisch hat es einiges zu bieten, jedoch hat es für mich auch einige Schwächen, wie die Länge und Tiefe, denn in die Charaktere fand ich leider auch nur recht schwer und im Verlauf mehr und mehr hinein.

Inhaltlich möchte ich hier nicht weiter ins Detail gehen und halte mich mit weiteren Angaben dazu zurück.

Der Schreibstil ist anfangs recht fordernd und nicht ganz so locker und einfach, wie von vielen Büchern gewohnt. Man kommt etwas schwerer als sonst hinein. Zudem machen es einem einige Längen nicht gerade leichter. Es nimmt jedoch mehr und mehr an Fahrt auf und besonders im letzten Drittel kann es dann nochmal überzeugen.

Die Charaktere sind vielschichtig, aber leider nicht so richtig nahbar. Ich fand mich leider nicht so ganz in diese hinein und auch hier fehlte es mir etwas an Tiefe.

Die einzelnen Kapitel sind recht lang und umfangreich. Die Anfänge sind gut erkennbar und die Überschriften passend, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Das Glossar ist recht umfangreich und hilfreich und auch die Karte zu beginn hat mir gut gefallen. Gliederung und Gestaltung sind gut gemacht.

Die Grundidee finde ich sehr gut und auch das Setting und die Atmosphäre ist toll beschrieben und gut ausgearbeitet. Es hat viel Potenzial und ein guter Grundstein wurde hier gelegt, jedoch muss man anfangs etwas Geduld mitbringen. Bin gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Fazit:

Tolle Grundidee und zudem sehr atmosphärisch umgesetzt, jedoch mit einigen Längen und kleineren Schwächen.

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Rezensionen von Lesender:

Herzklopfen auf dem Campingplatz

Der kleine Campingplatz in den Dünen: Ein Stellplatz fürs Glück von Barbara Erlenkamp

Mit diesem Roman geht es an die Ostsee, auf den Campingplatz “Dünenblick”.Klingt nach Meeresrauschen, Sommerfeeling und viel Idylle drumherum…

Annika ist dort gelandet und sucht einen Job in der Tourismusbranche. Da kommt das Erbe von Campingplatzbesitzer Lars Harmsen gerade richtig. Er hat den Campingplatz an seine Stammtischfreunde vererbt und sie soll die ganze Anlage managen.

Es macht Spaß und ist auch interessant, sie dabei zu begleiten und mitzuerleben, wie sie allem neuen Schwung verleiht und sich der Aufgabe stellt.

Probleme sind zum Lösen da und Schmetterlinge im Bauch sind auch nicht zu verachten!

Neben ihren Freunden und den unterschiedlchen Campern gibt es auch einen Neffen, bei dem man sich nicht sicher sein kann, welche Absichten hinter seinem plötzlichen Auftauchen stecken.

Unterhaltsam, aufregend, romantisch und humorvoll! Das perfekte Buch fpr den Sommerurlaub oder verregnete Tage zuhause.

Ich habe schon andere Bücher des Autorenduos gelesen und mag ihre Geschichten. Sie sind immer eine Mischung aus Wohlfühlroman und Neuanfang mit Romantik.

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Rezensionen von Claudia R.:

magische Unterhaltung

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1) von Nicki Pau Preto

Klappentext / Inhalt:

Ein Zauberinternat der besonderen Art
Da sie versehentlich einen Klassenraum in Brand gesteckt hat, fliegt die zwölfjährige Vin von der Schule – mal wieder. Nach mehreren Schulverweisen gibt es für sie nur noch eine Hoffnung: das Internat für magische Talente, das all jene jungen Zauberschüler aufnimmt, die als Unruhestifter angesehen werden und durch das Raster gewöhnlicher Schulen fallen.

Hier trifft Vin zum ersten Mal auf andere Schüler, denen es ähnlich geht wie ihr, und schließt echte Freundschaften. Sie verbringt ihre Zeit damit, die eigenen magischen Kräfte besser kennenzulernen und den Schulalltag zu meistern, und kommt dabei auch dunklen Geheimnissen aus der Vergangenheit auf die Spur. Derweil macht sich eine Gruppe abtrünniger Zauberer bereit, das Internat anzugreifen. Was Vin nicht weiß: Sie spielt in ihrem finsteren Plan eine entscheidende Rolle …

Cover:

Das Cover zeigt einige der Charaktere und bringt auch den Internat bzw. Schulcharakter des Ganzen sehr gut herüber. Eine bunte Gruppe an Jugendlichen ist hier erkennbar und jeder hat so seinen eigenen Stil. Auch die verschiedenen Elemente sind hier sehr gut herausgearbeitet und erkennbar. Farblich und optisch ist das Ganze sehr gut umgesetzt.

Meinung:

Magie, Spannung und Unterhaltung sind hier an der Tagesordnung. Von hat immer wieder versucht ihre Magie unter Kontrolle zubekommen, aber vergeblich. Das Internat Last Hope ist ihre letzte Option und Hoffnung, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber auch dort scheint einiges nicht mit rechten Dingen zu zugehen und in Gefahr zu schweben.

Doch zu viel möchte ich hier an dieser Stelle noch nicht verraten. Daher halte ich mich mit weiteren Informationen und Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell findet man sich in Charaktere und Situationen hinein. Ein wundervolles Internatsabenteuer voller Magie und Spannung und zugleich ein gelungener Auftakt. Die Charaktere sind toll gezeichnet und besonders Vin wirkt sehr authentisch und nahbar. Man kann sich gut in sie hineindenken und erlebt die Geschichte an ihrer Seite mit.

Die Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Kleinere Längen sind hierbei jedoch nicht weiter störend und auch die Spannung nimmt immer wieder an Fahrt auf. Das Ganze ist sehr schön und unterhaltsam umgesetzt.

Ein tolles Fantasybuch für Leser ab 10 Jahren und für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet.

Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel dabei zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Allen in allem recht rund und als Auftakt gut gelungen.

Fazit:

Magie, Spannung und Unterhaltung sind hier an der Tagesordnung.

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