Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewareni:
Ein perfides Katz-und Mausspiel
Der Fall Kussmund von Mart Schreiber
Majorin Gisela Reinhardt und ihr Kollege Max bekommen es nicht nur mit einem Toten zu tun, sondern auch mit der Entführung der jungen Mariella, wo bei Gisela gleich die Alarmglocken schrillen, da sie das Fotos der Entführten an einen früheren Fall erinnert. Damals hatte der Täter, der nur ,,Kussmund“ genannt wurde, eine junge Frau grausam verstümmelt und konnte aber der Polizei entwischen.
Auch dieses Mal scheint es so, als ob der Täter immer einen Schritt voraus ist und zeigt, dass er technisch versiert ist und Gisela immer wieder an der Nase herumführt. Als eine junge Kellnerin verschwindet und kurz darauf verstörende Bilder auftauchen wissen die Ermittler, dass sie nicht mehr viel Zeit haben, wenn sie den Täter stoppen wollen um noch schlimmeres zu verhindern.
Der Thriller ,,Der Fall Kussmund“ zeigt ein Katz-und Mausspiel zwischen den Ermittlern und dem Täter, der scheinbar immer einen Schritt voraus ist und weiß, wie er speziell Gisela demütigen kann, die schon vor Jahren an einem Fall gescheitert ist und Kussmund fliehen konnte.
Der Autor Mart Schreiber zeichnet dabei ein verstörendes und sadistisches Bild des Täters, wo manche Szenen unter die Haut gehen. Was mich ein wenig gestört hat war, dass man von Beginn weg mit ,,Kussmund“ konfrontiert war, aber man erst auf den letzten Seiten erfahren hat, warum er so genannt wird. Dadurch hatte ich immer das Gefühl, dass mir eine Vorgeschichte fehlt.
Gisela als Charakter ist auch nicht immer leicht zu verstehen, da sie gerade gegenüber ihrem Partner sehr widersprüchlich denkt und handelt. Einmal geht er ihr auf die Nerven, dann überlegt sie ob sie nicht eine Affäre mit ihm anfangen soll und kaum kommt eine neue Kollegin ist sie schon eifersüchtig.
Interessant war, wie einfach es scheinbar heutzutage ist sich in fremde Handys und Accounts einzuloggen und wie man in dem Roman gesehen hat, wie hilflos das Opfer dabei ist, wo selbst die Polizei nicht wirklich dabei helfen kann.
Schade ist, dass wichtige Personen, wie z.b. Mariellas Freund Jonathan am Ende nicht mehr auftauchen oder dass man erfährt, warum Kussmund die Taten wirklich begangen hat. Auch das Schicksal der entführten Frauen lässt der Autor offen, wo ich mir schon ein paar Ergänzungen dazu gewünscht hätte.
Die Ermittler haben scheinbar nicht immer mit dem nötigen Biss gearbeitet und es hat einige Szenen gegeben, wo das Treffen in einem Restaurant viel Platz eingenommen hat. Dabei geben sie selber zu, dass sie viel früher auf die richtige Spur hätten kommen sollen.
Im Großen und Ganzen ist es ein solider Thriller, den man leicht lesen kann und wo man als Leser speziell bei Themen wie Sicherheit im Internet oder Bildschirm- und SIM Sperre am Handy mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Trifft das Lebensgefühl vieler Frauen in den 30ern
Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau
"Dabei wir uns immer so nah" ist das Romandebüt von Jette Kötschau und ein sehr berührendes Buch, das auch als Hörbuch, einfühlsam, unterhaltsam und authentisch gesprochen von Rebecca Veil, sehr überzeugt. Ich habe das Hörbuch gerade beendet und fühle mich emotional immer noch sehr verstanden in Bezug auf das, was auch ich in meinen 30ern erlebt habe und was so viele Frauen in der heutigen Zeit verbindet und aber gleichzeitig auseinanderbringt: die unzähligen Lebensthemen und Herausforderungen, die auf uns alle in dieser Zeit einströmen, aber oft eben nicht zugleich, sodass es sich anfühlt, als ob unsere Leben immer mehr auseinanderdriften würden und es so schwierig ist, an der ehemals so nahen Freundschaft und Verbundenheit festzuhalten.
So geht es auch Henri, Merle und Katharina, die in Schul- bzw. Studienzeit allerbeste Freundinnen waren, ständig voneinander gehört, viel miteinander unternommen und all ihre Sorgen und Probleme miteinander geteilt haben.
Doch ganz leise und subtil haben sie begonnen, sich voneinander zu entfremden: ausgerechnet Merle, von der die Freundinnen angenommen hätten, sie wolle mit ihrem Partner für immer ein DINKS-Leben ohne Kinder genießen, ist nun Mutter eines kleinen Sohnes.
Dass sie darüber aber nicht merklich jeden Tag nur überglücklich ist und strahlt, sondern mit Einsamkeit, Überforderung und kaum mehr Zeit für sich zu kämpfen hat, fällt wiederum Katharina sehr schwer zu sehen, denn diese hat seit Jahren einen heimlichen unerfüllten Kinderwunsch, von dem die Freundinnen gar nichts wissen. Schon seit Jahren möchte sie gerne mit ihrem Partner beginnen, ein Baby zu bekommen, doch dieser vertröstet sie immer weiter und es ist nicht klar, ob das überhaupt noch etwas wird mit ihm.
Henri hingegen hat kein Kind und will auch keine, doch auch sie kämpft mit ihren ganz eigenen Herausforderungen: einer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter und der Begleitung der geliebten Großmutter, die im Sterben liegt. Dabei könnte sie die emotionale Unterstützung ihrer Freundinnen ebenfalls gut brauchen, die haben aber viel mit ihren eigenen Themen zu tun und weniger Zeit als früher.
Dem Roman gelingt es unglaublich gut, zu beschreiben und spürbar zu machen, wie die drei jungen Frauen alle mit ihren Herausforderungen zu kämpfen haben und sich eigentlich die alte Verbundenheit zurückwünschen, wie schwierig das aber für sie ist, obwohl alle drei eigentlich sympathische junge Frauen sind, die ihre Freundinnen aufrichtig schätzen. Doch die 30er bringen ihre ganz besonderen Schwierigkeiten mit sich und das noch einmal mehr in Zeiten, in denen Lebensentwürfe so stark auseinanderdriften wie kaum in einer Zeit zuvor.
Ich kann das Hörbuch allen, die selbst ungefähr in ihren 30ern sind und mit ähnlichen Themen zu tun haben, wärmstens empfehlen: man fühlt sich beim Hören einfach nur sowas von verstanden, die Autorin findet so passende Worte für all diese schwierigen Gefühle in dieser Zeit. Aber auch, wer sich in einem anderen Lebensalter befindet, aber Menschen in diesem Alter kennt und schätzt, kann von dem Hören dieses Hörbuches profitieren, denn nicht nur lernt man dabei viel über heutige Millenials, sondern es ist auch noch eine gute Unterhaltung.
Rezensionen von Lerchie:
Bereit zum Risiko?
Flip 7 von Jette Kötschau
Ein schönes Kartenspiel
Ein einfaches Kartenspiel. Es werden Karten gesammelt und Punkte gesichert. Es gibt Sonderkarten, die Regeln sind einfach. Es könne viele Personen, 3-18, mitspielen und es ist ab 8 Jahren. Außerdem wurde es zum Spiel des Jahres 2025 nominiert.
Man sammelt Zahlenkarten und hofft auf den Flip 7, den man zu erreichen versucht.
Man kann sich auch verzocken, indem man eine Karte doppelt zieht und dann scheidet man aus.
Meine Meinung
Es geht darum, sieben verschiedene Zahlenkarten zu sammeln. Bekommt man jedoch während des Sammelns eine doppelt, also z.B. zum zweiten Mal die Sieben, scheide man aus, man hat sich verzockt. Hat man sieben verschiedene Zahlenkarten vor sich liegen hat man eine Flip 7. Die Runde endet für alle und die Punkte werden gezählt. Bei der Flip 7 erhält man außerdem noch 15 Extrapunkte. Es gibt Bonuskarten wie z. B. 2+. Die zählen jedoch nicht zu den Flip 7, es werden nur die Punkte dazugezählt. Außerdem gibt es auch noch Aktionskarten wie z. B. Freeze wo man eine Person wählen muss die aus der Runde fliegt. Und noch zwei andere Sorten. Es ist ein schnelles Spiel
Wir haben es schon einige Male gespielt und es hat uns immer großen Spaß gemacht. Leider sind wir in der Regel immer nur zu dritt. Ich denke in einer großeren Runde macht es noch mehr Spaß.
Das Spiel hat viel mit Glück, aber auch mit Risikobereitschaft zu tun. Es gefällt mir bzw. uns sehr gut.
Rezensionen von Murksy:
Arnold und sein Traum
Querfeldein von Alex Capus
Arnold will an der schweizerischen Grenze seinen Traum verwirklichen: ein Gasthaus. Das kleine Dorf scheint dafür gut geeignet, wenn auch die teilweise eigenwilligen Bewohner ihre ganz persönliche Note in die Geschichte bringen. Das Projekt scheint gut zu funktionieren, Dinge wie die große Weltpolitik oder gar der drohende Krieg scheinen das Dorfleben nicht zu stören.
Doch die Ruhe vor dem Sturm wird nicht ewig halten und eine Reihe von Ereignissen schüttelt Arnold und seine Familie durch.
Mit viel Lokalkolorit und einem ganz speziellen Charme wird die Geschichte erzählt. Neben den kauzigen Bewohnern sorgt ein immer wieder aufblitzender Humor für beste Unterhaltung. Und dabei geht das Buch auch in die Tiefe, die persönlichen Schicksale und die damalige Zeit prägen die Erzählung. Die Menschen wollen einfach nur leben, doch angesichts der Weltlage wird dies zunehmend schwerer. Mit Bauernschläue und festem Willen gelingt es den Figuren den Wirren zu trotzen. Und als Essenz des Ganzen stellt sich wieder einmal heraus, das die Liebe in der Lage ist, größte Hindernisse zu überwinden. Eine wirklich durchgehen hervorragend erzählte Geschichte mit historischem Hintergrund und auch wunderbar in unsere fragilen Zeiten zu übertragen.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von kabo16:
Eintauchen in Meeresseiten
National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon
Der Kugelfisch auf dem Cover blinzelt dir zu und nimmt dich mit auf eine Reise in die Unterwasserwelt. So wirkt es auf den ersten Blick.
Hier wird der Leser wirklich eintauchen, nicht nur in die Seiten, sondern mit den beeindruckenden Fotos auch direkt in die Meere. Selten hat uns ein Lexikon so mitgenommen.
Die ganze Familie entdeckt hier immer wieder etwas Neues.
Man kann gar nicht alles aufzählen was es hier in diesem Lexikon der Meere alles gibt. National Geographic Kids ist immer ein Gewinn für Kinder, weil es so viele Themen miteinander aus Forschung, Abenteuer und neuem Wissen leicht verständlich erklärt. Durch die einzigartigen Fotos kommt es nie langweilig rüber.
Die Themen "Tiefseeforschung" und der "Mensch und das Meer" finde ich für ältere Kinder spannend. Man kann nur schützen - was man kennt und liebt. So wachsen alle in den Umweltschutz hinein.
Großes Staunen immer wieder, wenn Kinder hören, dass wir nur auf einem Viertel Land dieser Erde leben.
Zwar ist die Altersempfehlung erst ab 8 Jahren, aber meine Enkelinnen sind begeistert von den Tierbildern und total wissbegierig. Sie kennen jetzt schon sehr viele Meeres- und Strandbewohner mit Namen.
Mit diesem großartigem Werk besteht die Möglichkeit nun ein Stück mehr von dem Rest unserer Welt kennenzulernen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Neugier löste sich in Rauch auf
Popóm von Johanna Sebauer
der Roman erzählt von Hendrik Popom, der glaubt, seinem zukünftigen Ich begegnet zu sein.
Dank der klaren Sprache lässt sich der Roman leicht lesen, und die ungewöhnliche Idee des Doppelgängers machte mich anfangs neugierig. Zu Beginn konnte mich die Geschichte fesseln, doch im weiteren Verlauf verlor sie für mich deutlich an Spannung.
Auch die zahlreichen Vergleiche haben den Lesefluss für mich eher gebremst als bereichert.
Allerdings konnte mich die Handlung nicht durchgehend überzeugen. An manchen Stellen zieht sich die Geschichte etwas in die Länge, etwa durch wiederholte Szenen im Tabakladen oder beim Teetrinken in der Küche. Auch die Figuren bleiben eher oberflächlich. Besonders die Beziehung zwischen Hendrik und seinem geheimnisvollen Gegenüber blieb für mich schwer nachvollziehbar. Zudem werden viele Fragen rund um den geheimnisvollen Doppelgänger nicht beantwortet, wodurch die Geschichte für mich mit der Zeit an Spannung verlor und ich mich am Ende gelangweilt fühlte.
Das Ende hat mich emotional wieder berührt. Die späte Erkenntnis über das Schicksal der Frau des Doppelgängers verleiht der Geschichte zwar eine tragische Tiefe, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass dieses Element bereits früher stärker angedeutet oder in die Handlung integriert worden wäre. So wirkte die Wendung auf mich etwas nachträglich und hinterließ vor allem Traurigkeit statt eines runden Abschlusses.
Insgesamt ist „Popóm“ ein origineller Roman mit einer interessanten Grundidee, der mich jedoch nach einem starken Einstieg nicht dauerhaft überzeugen konnte. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen
Rezensionen von xyz:
Zwischen Kognition und Intuition
Magische Spiegel - Kinderspiel ab 5 Jahre von Kseniya Kuznetsova
Kseniya Kuznetsova hat sich mit ihrem Spiel "Magische Spiegel" eine sehr schöne Wahrnehmungsübung ausgedacht, die sowohl kognitiv die Vorstellungskraft fordert, als auch intuitiv die Phantasie anregt und fördert.
Darüber hinaus regt das Spiel die Experimentierfreude an, trainiert die Ausdauer, aktiviert den Erkenntnisgeist durch Betätigung der Hand-Auge-Hirnachse.
Außerdem macht es ob der entstehenden Spieldynamik unglaublich viel Spaß, da bei jedem Finden eines vorgegebenen Symbols Dopamin ausgeschüttet wird.
Bei nachlassender Dynamik entscheiden die Spielenden selbst, wann eine neue Basiskarte gezogen werden darf.
Zudem ist das Spiel viel anspruchsvoller als es auf den ersten Blick aussieht. Denn viele zu suchende, meist kleine Bildsymbole sieht man bereits ohne den Spiegel aufzusetzen, während auf mehreren immer größer und komplexer werdenden Ebenen Bildsymbole auftauchen, die nur durch den Spiegel sichtbar werden. Diese wahrzunehmen trotz vieler Formüberschneidungen und irritierender Farben, ist die Kunst bzw. die Leistung des Gehirns. Das geforderte Ergebnis unterliegt dabei keiner Interpretation, sondern ergibt sich immer exakt anhand der Außenkontur. Überraschung und Verblüffung nicht ausgeschlossen.
Deshalb ist dieses Spiel aus meiner Sicht nicht nur spannend für Kinder, sondern auch unbedingt für Erwachsene zu empfehlen.
Rezensionen von Lerchie:
Drei schöne Liebesromane
Dreimal Verliebt in der kleinen Pension Küstentraum von Rebecca Lehners
Die kleine Pension Küstentraum: Julia und Clemens habe sich getrennt, und nun will Julias Ex auch noch ausbezahlt werden. Doch woher das Geld nehmen? Und ausgerechnet Sebastian, den Julia vor einigen Taen kennen gelernt hat ist der Anwalt von Clemens.
Winterzauber in der kleinen Pension Küstentraum: Sara, Juias Schwestr, wurde wegen Burnout Ruhe verordnet, die sie bei Julia in ihrer Pension zu finden hofft.
Doch unterwegs nach Appenkuhl begegnet sie Oe, mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit hat. Es herrscht eine frostige Stimmung und als Zimmernachbarn in der Penbsion laufen sie sich ständig über den Weg. Doch Saras Fassade bröckelt.
Sommerküsse in der kleinen Pension Küstentraum: Merle, die von ihrer Großtante ein Haus an der Ostsee geerbt hat. will es vor dem Verkauf renovieren. Sie quartiert sich in der Pension Küstentraum ein. Das huas ist sehr renovierungsbedürftig. Sie wird unterstützt von Kai, dem Reiterhofbesitzer. Die beiden kommen sich näher, doch Merles leben ist in Berlin und sie muss wieder zurück, oder doch nicht?
Meine Meinung
Alle drei Bücher ließen sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten den Lesefluss. In die Geschichten bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Angefangen mit Julia, die von ihrem Freund getrennt lebt. Sie lernt Sebastian kennen, ihr Ex will sich plötzlich ausbezahlen lassen und sie weiß nicht, woher sie das Geld nehmen soll. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass Sebastian der Anwalt von Clemens ist. Kann das gutgehen? Zumal ihr immer noch das Geld fehlt.
Im zweiten Buch geht es um Sarah, Julias Schweter und um Ole, den Sohn der örtlichen Fleischermeisters. Ole, der seinen Vater sehr enttäuschte, weil er sich gegen die Übernahme der Metzgerei entschieden und in England studiert hat. Das Studium hat er abgeschlossen und sich von seiner englischen Freundin Kate getrennt. Bei einer Kieler Firma hat er sich beworben und wartet noch auf Antwort. Sarah ist umgekippt und die Diagnose lautet auf Burnout. Sie muss sich lange Zeit erholen und das geht am besten bei Ihrer Schwester Julie in Appenkuhl. Sie versucht Ole aus dem Weg zu gehen, denn sie glaubt, dass er etwas Falsches von ihr denkt. Doch tut er dies?
Im dritten Buch geht es um Merle. Sie ist Krimi- und Thriller Autorin und hat in Appenkuhl das Haus ihrer Tante geerbt. Dieses muss sie noch renovieren bevor sie es verkaufen kann, denn das ist ihre Absicht. Doch sie lernt auch Kai kennen. Allerdings gibt es Beziehungsprobleme und diverse Missverständnisse. Können die geklärt werden. Und gibt es ein Happy End?
Alle drei Bücher haben mir gut gefallen, sie waren spannend, haben mich auch gefesselt und gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne
Rezensionen von Krani:
Unterhaltsam
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Rainshadow City ist prunkvolle Hauptstadt eines Inselreiches, das von einer Kaiserin beherrscht wird. Doch die wahren Herrscher sind die „Crows“, eine Art Mafia. Einwanderer, die aus ärmeren Gebieten des Reiches kommen, haben hier einen schweren Stand. Drei von ihnen sind Toshiko, Jun und Mei.
Ich fand es etwas schwierig, mich in die vielschichtige Gesellschaft dieser Fantasywelt einzulesen.
Glücklicherweise geht es recht langsam los und man hat viele Seiten, die wichtigsten Protagonisten kennen zu lernen. Denn davon gibt es mehrere, was alles etwas unübersichtlich macht.
Die Gesellschaft könnte beinahe eine der unsrigen sein. Auch die Geschichte einer versuchten Weltbeherrschung mit Technologien und bösen Absichten sowie der große Aufstand im Ghetto und der Zaubererwettstreit sind nicht neu. Es gibt eine magische Kraft, das so genannte Sola, das manche Menschen sehen und für sich nutzen können. Es gibt Drachen.
Leider hat mich das Ganze nicht so richtig gefesselt. Die Protagonisten haben keine Tiefe und außer ihrer Rolle in der Story kein besonderes Profil. Die Geschichte hat Längen; so sind nach der finalen Auseinandersetzung noch allzuviele Teilstücke zu Ende zu erzählen. Hier wird manches sogar etwas langweilig.
Insgesamt ist es recht unterhaltsam zu lesen, aber wegen der Komplexität und der vielen Hauptpersonen auch etwas anstrengend.
Rezensionen von Ruth:
Weltpolitik und private Geschichte
Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann
Christiane Hoffmann, studierte Slawistin und Osteuropa -Expertin, hat mit „ Die Träume, die wir hatten“ ihr zweites Buch vorgelegt. 2022, damals war sie noch stellvertretende Regierungssprecherin unter Bundeskanzler Scholz, landete sie einen Bestseller mit dem Buch „Alles, was wir nicht erinnern Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“.
Darin verbindet sie ihre eigene Familiengeschichte mit der allgemeinen Historie von Flucht und Vertreibung.
Auch in „Die Träume, die wir hatten“ verknüpft sie Persönliches und die große Weltpolitik.
Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Das ist aber nicht die einzige Schreckensnachricht, die Christiane Hoffmann an diesem Tag ereilt. Sie erfährt gleichzeitig vom Suizid ihrer langjährigen Freundin. Sie kennen sich seit Studientagen, beide haben Slawistik studiert, beide lieben die russische Literatur, gemeinsam haben sie Russland bereist.
Und die zufällige Koinzidenz dieser beiden Ereignisse lösen bei Christiane Hoffmann dieselben Fragen aus:
Hätte sie den Tod ihrer Freundin verhindern können? Hätte sie rechtzeitig die Anzeichen der Depression bei ihrer Freundin sehen und sich vermehrt um sie kümmern müssen?
Hätten wir, der Westen, die Politik, sie als Journalistin viel früher die Warnzeichen erkennen müssen und hätten wir den Krieg verhindern können?
Um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, geht die Autorin zurück in die späten 80er und frühen 90er Jahre.
In jener Zeit war Christiane Hoffmann als Studentin in Leningrad, später arbeitet sie als Praktikantin bei einer staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt in Kiew. Hautnah erlebt sie den oft schwierigen Alltag der Sowjetbürger, trifft russische und ukrainische Freunde, spricht mit vielen unterschiedlichen Menschen im Land.
Dabei beobachtet Christiane Hoffmann das politische Geschehen und sieht im Rückblick jene Jahre als die entscheidenden. Hier nahm die Entwicklung ihren Lauf, an deren Ende der russisch-ukrainische Krieg steht. „Diese frühen neunziger Jahre entscheiden über das künftige Verhältnis zwischen Russland und dem Westen, und damit langfristig über die Sicherheit Europas. Was in diesen Jahren getan und versäumt wird, wirkt lange nach.“
Der Westen hat zu lange auf Jelzin gesetzt, erhoffte sich von ihm Stabilität und sah deshalb über vieles hinweg. Auch die russischen Oligarchen unterstützen Jelzin und so „stirbt die russische Demokratie still an einer Überdosis Kapitalismus.“ „In dieser Zeit vollzieht sich jene Synthese von politischer und wirtschaftlicher Macht, die Russland von nun an prägen wird.“
Entscheidend aber auch für das zunehmend schlechtere Verhältnis zwischen Russland und dem Westen ist sicherlich der Konflikt über die Nato-Osterweiterung. Eine umstrittene Erweiterung, man sah die Nachteile und die Gefahren, verstand aber auch die Staaten, die um die Aufnahme in die Nato betteln. Christiane Hoffmann kritisiert den Schlingerkurs des Westens. „Man umarmt die Russen mit dem einen Arm, während der andere den Ostmitteleuropäern die Tür zur Nato öffnet.“
Eindeutig beantworten lässt sich die Frage nach der Schuld oder Mitverantwortung des Westens an der jetzigen Situation nicht. Sicher ist: Die Aggression geht von Putin aus, und sein Vorgehen lässt sich durch nichts rechtfertigen. Das steht für die Autorin außer Frage. Sie sieht und zeigt jedoch die Versäumnisse des Westens, die verpassten Chancen, das ungenutzte Zeitfenster, den fehlenden Mut.
Dann aber fragt sie sich wieder, ob es nicht vermessen ist zu glauben, der Westen könne tatsächlich die Entwicklung Russlands beeinflussen.
„So wie es vielleicht größenwahnsinnig ist zu glauben, ich hätte meine Freundin davon abhalten können, sich das Leben zu nehmen.“
Immer wieder kehrt Christiane Hoffmann zu ihrer Freundin zurück, beschreibt deren privaten und beruflichen Werdegang, erzählt von gemeinsamen Erlebnissen und von ihrer Trauer über den Verlust. Das alles auf sehr einfühlsame und berührende Weise, wobei auch hier Selbstzweifel anklingen: „Wieso nehme ich mir das heraus, die Deutungshoheit über Dein Leben? Über Deinen Tod?“
Eine zentrale Position im Buch nimmt die russisch-ukrainische Dichterin Anna Achmatowa ein. Sie ist ein Verbindungsglied zwischen der Autorin und ihrer Freundin. Beide lieben ihre Gedichte; die Freundin hat sich sowohl in ihrer Magister- als auch in ihrer Doktorarbeit mit Achmatowa beschäftigt. Gleichzeitig verkörpert die russische Dichterin durch ihr langes Leben und mit ihrem Schaffen russische Historie und russische Kultur.
„Die Träume, die wir hatten“, das sind die Träume von einem Leben in Frieden und Freiheit in einem ungeteilten Europa, „von gemeinsamer Sicherheit und Demokratie in Russland und überall , von „Nie wieder Krieg“. Das waren und sind auch meine Träume und deshalb verstehe ich den Schmerz und die Trauer der Autorin über eine Wirklichkeit, die so weit entfernt ist von unseren Hoffnungen und Wünschen.
Dieses Buch ist einerseits ein zutiefst berührender Bericht über eine langjährige Freundschaft, über Verlust und Trauer und zugleich eine kluge und fundierte Analyse der russisch-ukrainischen Beziehung und der Stellung des Westens. Auf der Folie eigener Erfahrungen und mit dem scharfen Blick einer kompetenten Journalistin zeigt die Autorin Hintergründe auf und macht komplexe Zusammenhänge deutlich.
Christiane Hofmann ist hier ein ganz wunderbares Buch gelungen, das ich jedem empfehlen kann. Auch damit dieser unsägliche Krieg, der bereits über vier Jahre andauert, und unendlich viel Leid gebracht hat, bei uns nicht in Vergessenheit gerät.











