Kunden em pfehlungen
Rezensionen von lorireads:
Reise zurück in die Vergangenheit
Yesteryear von Caro Claire Burke
Auf "Yesteryear" wurde ich vor allem durch die spannende Inhaltsangabe und die Leseprobe aufmerksam. An den Thema Tradwifes kommt man, zumindest wenn der Algorithmus richtig trainiert ist, auf Social Media nicht vorbei und auch nicht an der Kritik, die gegenüber diesen Influencerinnen verübt wird.
Ich war gespannt, wie die Autorin das in Romanform umsetzt und welche Lehren darauf gezogen werden können.
So Beginn wurde man direkt mitten ins Geschehen katapultiert, bzw. in die Vergangenheit. Natalie hat bereits ihren super erfolgreichen Instagram-Account sowie eine ganze Kinderschar, zwei Nannys und ihre Produzentin Shannon. Aufgrund eines Vorfalls mit Shannon steht sie kurz vor ihrem ersten PR-Skandal. Hier endet Teil 1 des Buches und damit auch die Leseprobe. Ab Teil 2 wurde es dann ganz anders, als ich ursprünglich erwartet hatte, denn die Geschichte dreht sich abwechselnd um Natalies Vergangenheit, ihrem Weg hin zur Yesteryear-Farm und ihrem erfolgreichen Sozial-Media -Auftritt sowie dem "jetzt", in dem Natalie wortwörtlich in der Vergangenheit gefangen zu sein scheint. Beide Perspektiven fand ich total spannend und auch wenn die Geschehnisse ganz unterschiedlich waren, ist es der Autorin durch die regelmäßigen Wechsel gelungen, beides miteinander zu verweben und dadurch immer mehr Spannung aufzubauen. Ich war während des Lesens zunehmend verwirrt und hatte keine Ahnung, wie die Fragen, die sich mir fortlaufend gestellt haben, am Ende auflösen werden. Schlussendlich war es dann die einzig logische Erklärung, aber gleichzeitig auch der Gipfel der Absurdität, aber dennoch ein tolles Ende, in dem beide Handlungsstränge zusammen gebracht wurden. Ich merke jetzt schon, dass mich das Buch sicherlich noch ein paar Tage beschäftigen wird und kann es nur empfehlen, auch wenn es überhaupt nicht so war, wie ich es erwartet hatte. Natalie war eine sehr spannende Protagonistin, wenn auch alles andere als sympathisch und für mich in ihren Sichtweisen auf die Welt auch absolut nicht 'relatable'. Teilweise las sich das Buch wirklich wie ein historischer Roman, weil die Ansichten und vor allem auch die Lebensweise von Natalie und ihrer Familie so weit von meiner Realität entfernt waren. Vor allem nicht, was ihren christlichen Glauben angeht. Trotzdem wirkte sie echt und auch nahbar. Etwas schade fand ich, dass das Thema Social-Media eigentlich keine wirkliche Rolle in dem Buch spielt. Empfehlen kann ich es dennoch sehr!
Rezensionen von clematis:
Tankstellennächte
Giftiger Grund von Thomas Knüwer
Drei junge Männer überfallen eine Tankstelle und werden zu entsprechenden Haftstrafen verurteilt. Am längsten, nämlich knapp sieben Jahre, sitzt Joran, der nun endlich freikommt und ein neues Leben beginnen will. Allerdings holt ihn die Vergangenheit schneller ein als er sich das vorstellen kann.
Ein so außergewöhnlicher wie fesselnder Kriminalroman ohne Ermittlerteam verbirgt sich hinter dem passenden giftgrünen Titelbild. Drei einander fremde Personen treffen unter sonderbaren Umständen aufeinander, kommen in mehreren Nächten an eine verlassene Tankstelle, einen Lost Place. Dabei handelt es sich um eine Influencerin, ein kleines Mädchen und um Joran selbst. Makaberer Nachbar in einem alten Schacht nebenan ist eine Leiche … Regelmäßige, aber stets übersichtliche, Blickwechsel bringen Kurzweil und Schwung in die Handlung, die selber aus gar nicht viel besteht, aber dennoch eine breite Themenpalette aufweist. Auch wenn die Figuren ein tristes Bild abgeben, wirken sie authentisch und glaubwürdig in ihren widrigen Lebensumständen. Möglicherweise ist es der bedrückende Unterton, welcher nicht bei allen Lesern gut ankommt, mir hingegen gefällt diese Stimmung gut, spiegelt sie doch die Gefühlswelt der Protagonisten perfekt wider. Besonders gelungen ist die Verknüpfung der drei Lebenswege, die einander hier kreuzen und eine Kaskade an Geschehnissen auslösen. Das Ende ist – wie bereits bei „Gudelia“ – eine gekonnte Auflösung aller losen Erzählstränge und eine gelungene Überraschung.
Ein Kriminalroman, wie man ihn noch nicht gelesen hat. Wer das Außergewöhnliche sucht mit vielen Grauschattierungen zwischen Schuld und Schicksal, der wird mit dieser Tankstellengeschichte bestimmt seine Freude haben. Von mir kommt jedenfalls eine Empfehlung.
Rezensionen von brauneye29:
Eher langatmig als spannend
Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi von Anett Steiner
Zum Inhalt:
Im Erzgebirge werden die Gebeine eines seit Jahren vermissten Mannes entdeckt. Dann stirbt ein alter Spielmann unter rätselhaften Umständen. Annalena nimmt die Ermittlungen auf, dabei stößt sie auf alte Feindschaften und Schuld, auf die Legende eines Schatzes, für den früher getötet wurde und es wird klar, dass jemand bereit ist wieder zu töten.
Meine Meinung:
Eigentlich hatte ich bei dem Buch ein gutes Gefühl, dass es ein spannender Lokalkrimi sein wird, aber jetzt kommt auch schon das aber. Ja, es ist ein Lokalkrimi aber spannend fand ich das Buch nicht. Irgendwie fand ich den ganzen Schreibstil anstrengend zu lesen weil mir total die Spannung fehlte und ich den Plot auch ein eher langweilig fand. Die Kommissarin hat mich auch nicht überzeugt, dieses ständige Gedanken darüber machen, wie ihr Kollege das wohl machen würde, statt einfach ihrem Gefühl zu folgen. Also mich hat das Buch überhaupt nicht überzeugt.
Fazit:
Eher langatmig als spannend
Rezensionen von gerlisch:
Was ist mit ihr los?
Woman Down von Colleen Hoover
Woman Down war mein erstes Buch von Colleen Hoover und leider kein Treffer für mich. Der Schreibstil ist zwar bildhaft und stellenweise wirklich wortgewandt, aber die Story zieht sich. Auf den ersten 100 Seiten passiert gefühlt nichts, was es mir schwer gemacht hat, dranzubleiben.
Die Beziehung zwischen Petra und Nathaniel wirkt obsessiv und toxisch.
Oft habe ich mich gefragt, was mit ihr los ist und warum sie sich so sehr auf diesen Mann einlässt. Die Szenen sind detailliert beschrieben, aber für meinen Geschmack unnötig aufgebauscht.
Als Romantic Thriller beworben, kam bei mir weder Romantik noch Thriller Feeling an. Mir fehlte die emotionale Tiefe, die mich in die Figuren hineinzieht.
Gefallen haben mir ein paar überraschende Wendungen, die kurz Spannung reinbringen, aber insgesamt hat das Buch mich nicht überzeugt.
Fazit: Starker Schreibstil, schwache Story. Für mich leider kein Highlight.
Rezensionen von gabiliest:
Ans Meer, da ist der Weg so weit
Mirabellentage von Martina Bogdahn
Was passiert, wenn ein Pfarrer plötzlich stirbt? Und was braucht eine Gemeinde, um angemessen zu trauern? Natürlich ein Grab! Das weiß auch Anna, seit dreißig Jahren Haushälterin von Pfarrer Josef in der fiktiven Gemeinde Blumfeld. Aber sie weiß auch: Josef wollte nicht begraben werden; also steht eine Kakaodose mit ungewöhnlichem Inhalt auf ihrem Küchenbüffet.
Anna muss ans Meer, Pfarrer Josef wollte es so.
Mit “Mirabellentage” hat die SPIEGEL Bestseller-Autorin Martina Bogdahn ein Buch voll Herzenswärme geschrieben. Anna steht vor einem neuen Lebensabschnitt, sie trauert noch um ihren Jugendfreund Josef, doch der neue Pfarrer, Fridtjof, kommt schneller als gedacht. Leider versteht ihn keiner- Fridtjof spricht nur Platt. Aber früher wurde ja auf Latein gepredigt. Und wenn man das auch nicht kann, muss eben Annas italienisches Kochbuch herhalten- Rezepte inklusive.
Martina Bogdahn hat mit Anna eine Frauenfigur geschaffen, die in sich selbst zu ruhen scheint, zufrieden mit ihrem bisherigen Leben ist sie die gute Seele der Gemeinde Blumfeld. Aber wird man Anna jetzt noch brauchen? Lebensklug und freundlich tritt Anna dem neuen Pfarrer entgegen, der ohne sie in Bayern verloren wäre. Manches Gerücht kommt ihr ganz gelegen, denn kommt er nicht direkt aus Rom- vom heiligen Vater, wie die Gemeinde vermutet? Und da ist das Geheimnis in der Blechdose, die Anna dringend ans Meer bringen soll. Doch wie dort hinkommen? Außerdem hat Anna gerade so viel zu tun, sie muss die Mirabellen einkochen, im Garten steht ein Mirabellenbaum voll mit Früchten. Es ist Tradition, dass jeder, der im Pfarrhaus vorbeikommt, ein kleines Glas Marmelade bekommt.
Anna erkennt, dass es Zeit ist, für sich neue Perspektiven zu suchen. Mit ihrem Jugendschwarm, dem pensionierten Fahrlehrer Tanner, übt sie Auto fahren. Vielleicht sollte sie die Gemeinde ein paar Tage sich selbst überlassen, vielleicht ans Meer fahren, vielleicht mit der Blechdose im Gepäck?
“Mirabellentage” ist ein großartig geschriebener Roman, der sofort ein heimeliges Gefühl hervorruft und mit viel Witz und skurrilen Szenen die Vielfalt des Lebens beschreibt. Die Charaktere sind sympathisch und liebenswert, jeder auf seine Weise. Anna, die für alle Probleme eine Lösung weiß, ist liebevoll und zugewandt, ihr Leben als Pfarrersköchin war für sie genug. Doch kann sie jetzt einen neuen Lebensweg gehen? Pfarrer Josef, obwohl bereits verblichen, wird als eher ängstlich beschrieben, mit einer schweren Jugend und manchmal mit seiner Berufung als Priester hadernd. Doch hinterlässt er Anna nicht nur eine Blechdose, sondern auch einen Mercedes. Hier kommt Fahrlehrer Tanner ins Spiel, der von Anna beeindruckt ist, von ihren Fahrkünsten anfangs weniger. Fridtjof, der neue Pfarrer, wirkt hilflos und verloren, hat aber durchaus Qualitäten, mit denen Anna nicht gerechnet hat. So entsteht ein buntes Bild einer bayrischen Gemeinde und ein vergnüglich zu lesendes Buch.
Mein Fazit:
“Mirabellentage” ist ein gelungener Roman, der mit leichter Hand geschrieben ist und viel Witz und abstrus- komische Situationen bietet. Beschwingt folgt man den Protagonisten in eine heil erscheinende Welt, die doch manche persönlichen Tragödien birgt. Einfühlsam und empathisch stellt die Autorin die Frage, ob es mit Mitte Fünfzig noch möglich ist, dem Leben eine neue Wendung zu geben. Genau wie Anna gehen die Lesenden beschwingt dieser Frage nach. Schon das schön gestaltete Hardcover macht Appetit auf Mirabellen, zu denen man nur zurück kehren kann, wenn man den Mut hatte, sich auf den Weg in die Fremde zu machen. So ist “Mirabellentage” ein einfach schöner, menschlich berührender Roman mit viel Sinn für Humor im Alltäglichen.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Erinnerungen an früher
Mirabellentage von Martina Bogdahn
Anna lebt in einem kleinen katholischen Dorf in Bayern und arbeitet als Haushälterin für den Pfarrer, den sie schon seit Kindertagen kennt. Als dieser nun unerwartet verstirbt, beginnt ihre Welt zu wanken. Zudem kommt ein neuer Pfarrer aus dem hohen Norden, dessen Dialekt für Anna nicht ganz einfach und für die Leser ausgesprochen amüsant ist.
Anna ist nicht nur einfach die Haushälterin des Pfarrers gewesen, dafür kannten sich die beiden viel zu lange. Zudem ist sie auch die gute Seele des Dorfes. Man muss sie einfach mögen.
Ich habe ihre Erinnerungen und Anekdoten, die geschickt mit der Gegenwart verwoben werden, gerne gelesen und bin dabei auf unerwartet viel Humor gestoßen, den ich hier nicht erwartet hatte, der mir teilweise gut gefiel aber manchmal auch einfach ein wenig zu viel war.
Zwischenzeitlich war ich ein wenig enttäuscht, dass es nur so wenig Handlung in der Gegenwart gab, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass mich das Buch mit seinen lustigen, traurigen und berührenden Momenten dennoch gut unterhalten hat.
Blumfeld ist einfach ein Dorf mit sympathischen Einwohnern, die liebevoll gezeichnet sind und die ich gerne durch ihr Leben begleitet habe und an die ich beim nächsten Einkochen von Marmelade denken werde .
Das Buch bietet mit seiner charmanten Dorfidylle einen schönen Kontrast zu unserer heutigen schnelllebigen Zeit in den großen Städten und zeigt, dass sich Mut und Neuanfänge durchaus lohnen.
Rezensionen von Miro:
Heilt die Zeit alle Wunden?
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Britta, Max und Pia waren unzertrennlich als Kinder. In ihrer Kleinstadt sind sie recht behütet aufgewachsen, obwohl jedes Kind auch sein Scherflein zu tragen hatte. Dennoch war ihre Kindheit geprägt von Lagerfeuer, Zelten und Picknicks am See. Lauter kleine Abenteuer, die eine gute Kindheit ausmachen.
Doch für Pia war das alles immer schon etwas eng. Sie wollte die große Welt sehen und ihrem Drang nach Freiheit endlich nachgeben.
Der Sommer nach dem Abitur sollte noch mal richtig unbeschwert sein, doch Pia verschwindet kurz nach der Abifeier ohne sich zu verabschieden und Max und Britta kommen mit ihren verletzten Gefühlen nicht klar. So verlieren sich alle drei aus den Augen, bis 20 Jahre später Brittas Vater nicht mehr allein zurecht kommt und Pia eine Ausstellung in ihrer ehemaligen Heimatstadt gibt.
Das holprige Wiedersehen reißt die alten Wunden auf und Geheimnisse kommen ans Licht. Die alte Freundschaft möchte wiederbelebt werden und neue Wege sollen beschritten werden. Können die drei über ihre Schatten springen und die gezogenen Gräben überwinden?
Greta Herrlicher widmet sich mit diesem Roman einem beliebten Thema: Die Vergangenheit und besonders ungelöste Konflikte beeinflussen das Denken und Handeln aller Protagonisten. Schuld und Verantwortung lassen sich häufig nicht klar zuordnen. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Es gibt ein Gefüge aus Entscheidungen, die mal mehr mal weniger richtig getroffen wurden und schlußendlich bis in die Gegenwart Folgen zeigen.
Das Grundgerüst der Geschichte gefällt mir prinzipiell gut, aber die Autorin verarbeitet in ihrem Text eindeutig zu viele Plattitüden, die sich als Alltagsweisheiten tarnen. Das war mit definitiv zu flach. Die Geschichte hat Potential und deshalb war sie auch ganz nett zu lesen. Eine klare Empfehlung kann ich dafür aber nicht aussprechen.
Rezensionen von Bineira:
Schade um die schöne Idee
Zwei in einem Bild von Morgan Pager
Das Cover des Buches hat mir nicht zugesagt, aber aufgrund des Klappentextes stand es schon länger auf meiner Wunschliste. Die Thematik ist so ungewöhnlich und verheißungsvoll, daraus hätte man eine tolle Geschichte weben können. Der Anfang war auch noch einigermaßen interessant: die Atmosphäre im Museum, das heimliche Leben in den Bildern und die von Kunst faszinierte Claire ergaben einen stimmigen Auftakt.
Doch schon bald ärgerte mich der aufgesetzte Schreibstil der Autorin, und die Geschichte wollte einfach nicht in Gang kommen. Die Protagonisten blieben für mich blass, ihre Motive haben mich nicht überzeugt. Die verschiedenen Handlungsfäden wirkten nicht zu Ende gedacht, es war kein Spannungsbogen erkennbar, Konflikte blieben an der Oberfläche.
Ich habe das Buch ab der Mitte nur noch quergelesen, weil es mir zu mühsam war und es mich nicht mehr interessiert hat. Sehr schade um die schöne Idee.
Rezensionen von Bineira:
Flüssiger Schreibstil
Gelbe Monster von Clara Leinemann
Charlie ist Ende Zwanzig und Studentin der Mathematik. Zu Beginn des Romans sitzt sie in der Bahn auf dem Weg zu einem Antiaggressionstraining. Sie hat einen Arm eingegipst und das Gesicht voller blauer Flecken. Man fragt sich also, ob sie nicht eher das Opfer als die Täterin ist?
In Rückblenden entfalten sich die Ereignisse, die zu Charlies Verletzungen geführt haben.
Es geht um die instabile Partnerschaft mit Valentin, in der sie sich nicht ausreichend gesehen gefühlt hat. Aufgrund ihres mangelnden Selbstwertgefühls reagiert sie darauf mit sich stetig steigernder verbaler und körperlicher Gewalt. Ihre Freundin Ella, bei der sie nach dem Verlust ihrer Wohnung vorübergehend untergeschlüpft ist, hat ihr die Bedingung gestellt, an dem Antiaggressionstraining teilzunehmen.
In der Erzählung wechseln sich vergangene Ereignisse mit gegenwärtigen ab. Alles wird aus Charlies Sicht beschrieben und bewertet, das war manchmal schon nervig zu lesen. Auch hat mir an einigen Stellen die Tiefe gefehlt. Die Figur des Valentin ist zum Beispiel so blass, dass ich ihn nicht einordnen konnte. Und die Ursachen für Charlies Verhalten oder dem der anderen Teilnehmerinnen am Antiaggressionstraining werden kaum mehr als angedeutet. Das Buch lässt sich durch den flüssigen Schreibstil schnell durchlesen, es wird dem komplexen Thema jedoch nicht gerecht, weil vieles zu vage und eindimensional bleibt.
Rezensionen von Bineira:
Schön schräg und pointiert
Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson
Von Kristof Magnusson habe ich mit großem Vergnügen "Ein Mann der Kunst" gelesen. In seinem neuen Roman "Die Reise ans Ende der Geschichte" bleibt er seinem gut lesbaren Schreibstil treu. Die Satire auf Spionageromane spielt Mitte der 1990er Jahre und lässt die damalige Aufbruchstimmung gekonnt wieder aufleben.
Nach dem zermürbenden Kalten Krieg zwischen Ost und West eröffnet sich mit dem Zerfall der Sowjetunion die Chance auf dauerhaften Frieden. Doch nicht alle sind glücklich mit der Situation. Für Geheimdienstmitarbeiter - und insbesondere solche in einer Doppelrolle - bedroht die Annäherung der ehemaligen Feinde ihre Karriere und zuweilen auch ihr Leben. Wie einer von ihnen sich mit einem letzten großen Coup aus der Szene verabschieden will, das erzählt Magnusson herrlich schräg und mit viel Situationshumor. Die skurrilen Protagonisten, ihre pointierten Dialoge, die atmosphärischen Beschreibungen der Schauplätze und die aberwitzigen Wendungen, all das hat mir echtes Lesevergnügen beschert. Nur das Ende war mir zu chaotisch und undurchsichtig.










