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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gerlisch:

Spicy Romantasy

The Poison Daughter von Sheila Masterson

Harlow trägt eine Göttergabe in sich, die sie zur wandelnden Gefahr macht: Ihr Kuss tötet jeden Mann. Dass ausgerechnet ihr neuer Verlobter Henry diesen Kuss überlebt, ist der erste große Schockmoment und der Auftakt zu einer Geschichte voller Geheimnisse und Intrigen
Was Harlow so besonders macht, ist ihre Empathie gegenüber Frauen, die unter gewalttätigen Männern leiden.

Das verleiht ihr Tiefe und macht sie sofort sympathisch. Gleichzeitig bleibt sie mutig, kompromisslos und eindeutig morally grey, genau passend für eine düstere Romantasy-Geschichte.
Henry war für mich lange ein Rätsel. Seine Motive und seine Gefühle, vieles bleibt im Schatten. Doch seine bedingungslose Liebe zu seiner Familie stellt ihn in ein warmes Licht und macht ihn zu einem spannenden Gegenpol zu Harlow.
Die Liebesgeschichte zwischen Harlow und Henry sprüht vor Funken und emotionaler Spannung. Die zahlreichen Spice Szenen waren für mich nicht zwingend nötig, die Romance funktioniert auch ohne explizite Momente.
Besonders stark ist die Idee der sieben Götter und ihrer Gaben, auch die Blutleeren, deren Angriffe wie ein ständiger Schatten über der Handlung liegen, tragen zur düsteren Atmosphäre.
Der Schreibstil hat mir gefallen, er ist flüssig und leicht. Ab der Hälfte schleichen sich allerdings Wiederholungen und Längen ein, der Lesefluss wurde dadurch etwas ausgebremst. Ein paar Seiten weniger hätte dem Buch gutgetan.
Ein toller Romantasy Roman mit interessanten Charakteren, einer prickelnden Liebesgeschichte und einem göttlichen Worldbuilding, das sofort neugierig macht.

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Geheimnisvolles Schlangenreich

Embrace the Serpent von Sunya Mara

Saphira hat mich sofort für sich eingenommen. Als Gehilfin eines Juwelenschmieds lebt sie im Schatten, immer darauf bedacht, nicht aufzufallen. Doch ihr Talent, Schmuckstücken Magie einzuhauchen, ist außergewöhnlich und genau hier beginnt ein Abenteuer, das sie zu einer starken, mutigen Heldin werden lässt.

Sie begegnet Rane der für den geheimnisvollen Schlangenkönig den talentiertesten Juwelenschmied ausfindig machen soll. Die Begegnungen zwischen den beiden sind intensiv, voller unausgesprochener Emotionen und einem Slow Burn, der sich erst spät entfaltet, aber dann richtig trifft.
Die Welt wirkt mit seinen göttlichen Königreichen, Illusionsmagie, Intrigen und Geheimnissen, wie ein orientalisches Märchen. Das Tempo ist hoch, manchmal fast zu hoch, sodass einzelne emotionale Momente etwas an Intensität verlieren. Aber bei einem Stand Alone mit nur 384 Seiten ist klar, die Autorin setzt auf Abenteuer, Wendungen und Spannung und davon gibt es reichlich.
Durch einen wortgewandten Schreibstil lässt die Autorin magische Bilder vor meinen Augen entstehen. Fesselnde Handlungen und zahlreiche Plot Twists sorgten dafür, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte.

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Die Anderen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith

Die Geschichte entfaltet sich wie ein düsteres Märchen voller Macht, Magie und gefährlicher Verlockungen. Seit die grausame, unsterbliche Fae Moryen im Jahr 1471 den Rosenkrieg durch Magie beendet hat, herrscht sie als Königin über England und jedes Jahr gewährt sie jungen Debütantinnen den Rose Bargain, einen Handel, der ebenso verführerisch wie grausam sein kann.

Dieses Jahr jedoch verändert sich alles, Moryen ruft einen Wettbewerb aus, damit ihr Sohn eine Frau wählen kann. Sechs junge Frauen kommen in die engere Wahl, um die Aufmerksamkeit des Kronprinzen zu gewinnen – und müssen sich dafür grausamen Rätseln, gefährlichen Prüfungen und Intrigen stellen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Yvi erzählt, die nicht nur um den Wettbewerb kämpft, sondern vor allem nach ihrer verschwundenen Schwester Lydia sucht. Ihr Charakter ist stark, warmherzig und klug, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.
Bram, der Kronprinz, ist einfach zum Dahinschmelzen, galant, liebenswert und überirdisch schön. Emmett dagegen wirkt mürrisch und abweisend, doch hinter seinen meterhohen Mauern steckt ein zutiefst verletzlicher Mann, den man nur noch mehr lieben möchte. Zwischen den dreien entwickelt sich eine emotionale Liebesgeschichte, die nicht nur romantisch, sondern auch berührend und komplex ist.
Der fantastische, fesselnde Schreibstil hat es mir leicht gemacht, komplett in die Welt einzutauchen. Jede Szene wirkt lebendig, atmosphärisch und voller Spannung.
Im Verlauf der Story erhalten auch die anderen fünf Mädchen eigene Kapitel. Dadurch bekommt man noch tiefere Einblicke in ihre Motive. Es entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft, wachsenden Freundschaften, aber gleichzeitig auch Konkurrenzdenken
Wie gut, dass Teil 2 bald erscheint, denn ich MUSS wissen, wie es weitergeht.

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Cosy Romance im Herbstwind

Autumn Secrets von Sarah Fulmar

Autumn Secrets von Sarah Fulmar hat mich sofort mit seinem warmen Herbstflair abgeholt. Obwohl es der zweite Teil der St.-Ives‑Reihe ist, lässt sich die Geschichte problemlos ohne Vorwissen lesen. Der kleine Küstenort in Cornwall mit seinen Kürbisfeldern, Apfelplantagen und dem herzlichen Zusammenhalt der Bewohner schafft eine wunderbar gemütliche Stimmung, die perfekt zu einer Romance im Herbstwind passt.

Im Mittelpunkt stehen Penelope, eine junge Unternehmensberaterin, und Nathan, der grumpy Farmer und beste Freund ihres Bruders. Penelope trägt seit ihrer Jugend tiefe Gefühle für ihn in sich, gleichzeitig fürchtet sie, sich in einer Beziehung zu verlieren oder ständig zurückstecken zu müssen. Nathan wiederum kämpft mit eigenen Verletzungen aus der Vergangenheit, dem Altersunterschied und Penelopes Karriereambitionen. Beide bringen negative Beziehungserfahrungen mit, was ihre Annäherung glaubwürdig und emotional macht. Die Tropes Age Gap, Grumpy meets Sunshine und Small Town Vibes finde ich durchgehend präsent und stimmig umgesetzt.

Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar und die Handlungen konnte ich gut verfolgen. Dennoch fehlte mir an einigen Stellen der Pepp, der die Geschichte wirklich mitreißend gemacht hätte. Besonders in der Mitte wird die Handlung etwas langatmig, wodurch das Tempo kurz abfällt. Die Atmosphäre und das Setting fangen das jedoch zu einem großen Teil wieder auf, denn die herbstlichen Vibes und das Herzklopfen zwischen Penelope und Nathan bleiben durchgehend spürbar.

Trotz kleiner Schwächen hat mich St. Ives als Ort und seine Bewohner neugierig gemacht. Ich würde sehr gern erfahren, welche Geschichten die anderen Charaktere in den kommenden Bänden erleben werden, denn das Potenzial für weitere berührende Small‑Town‑Romances ist definitiv vorhanden.

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Atemlose Spannung

Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Island als Setting ist für mich ein absoluter Pluspunkt. Die einsame, rohe Weite, die karge Landschaft und das Gefühl von Wind, Kälte und Isolation haben die beiden Autoren in ihrem Thriller-Auftakt perfekt transportiert.
Helga war früher beim Jugendamt beschäftigt, aber durch einen Vorfall traumatisiert, nun Polizistin.

Ihre Selbstzweifel, die schwierige Vergangenheit und die Tatsache, dass sie wegen ihrer schwedischen Wurzeln nicht überall akzeptiert wird, machen sie zu einer authentischen, verletzlichen und starken Protagonistin.
Bjarki ist Verkehrspolizist, ein Naturtyp, kantig und loyal. Dass er Helga in seiner Freizeit unterstützt, gibt der Geschichte eine besondere Dynamik. Die beiden sind eigenwillig, nicht fehlerfrei, aber genau dadurch einprägsam. Auch die Nebencharaktere bleiben hängen, sie sind glaubwürdig, lebendig und mit klaren Konturen dargestellt.
Wechselnde Perspektiven halten die Spannung konstant hoch. Die kursiv geschriebenen Kapitel aus Sicht des Täters geben mir als Leser einen Vorsprung gegenüber dem Ermittlerteam und das, was man über den Täter erfährt, ist wirklich gruselig. Genau diese Mischung aus psychologischer Beklemmung und nordischer Kälte macht den Thriller so intensiv.
Die Story hat mich total gefesselt, mit hohem Tempo und wortgewandten Schreibstil wird man geradezu durch die Handlungen gepeitscht. Der Fall ist brutal, atmosphärisch und clever konstruiert.
Schlafende Vulkane ist ein packender, atmosphärischer Thriller und ich muss unbedingt den nächsten Band lesen.

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Fesselnder Pageturner

Nebelbeute von Benjamin Cors

Benjamin Cors liefert im dritten Fall der Gruppe 4 eine durchgehend packende Handlung. Die unerwarteten Wendungen greifen tief ins Geschehen ein und sorgen dafür, dass man als Leser nie zur Ruhe kommt.
Besonders intensiv ist Milas Solo-Mission, sie ist auf der Jagd nach Toblach, getrieben von der Hoffnung, endlich Hinweise zum Verbleib von Mathilda und Romy zu finden.

Diese persönliche Motivation verleiht dem Thriller eine zusätzliche emotionale Ebene.
Die Gruppe 4 ist ein echtes Highlight. Die Charaktere sind unterschiedlich, spannend und perfekt in Szene gesetzt. Handlungen und Dialoge greifen so sauber ineinander, dass man das Gefühl hat, mitten im Team zu stehen. Die Dynamik untereinander wirkt authentisch und menschlich.
Für mich der stille Star in dieser Geschichte ist der Hund ohne Namen, der immer wieder auftaucht und die Handlung subtil beeinflusst.
Einige Szenen sind explizit brutal. Wer zartbesaitet ist, wird hier an Grenzen stoßen, für Thriller-Fans allerdings genau die richtige Lese-Kost.
Der Fall ist logisch, glaubwürdig und atmosphärisch dicht konstruiert. Alles in allem für mich ein echter Pageturner und ich hoffe, dass diese Thriller-Reihe fortgesetzt wird.

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Solider Auftakt

Vega Varg - Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg

Vega Varg ist ein Krimi, der vor allem durch seine atmosphärische Dichte und den geschickt aufgebauten Spannungsbogen überzeugt. Die wechselnden Perspektiven und Rückblicke vor der Tat verleihen der Handlung eine lebendige Dynamik, die einen sofort in die Ermittlungen hineinzieht.

Die Autorin versteht es, ein Setting zu schaffen, das gleichzeitig ruhig, kühl und unterschwellig bedrohlich wirkt.

Die Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man die Tat aus verschiedenen Blickwinkeln erlebt, was die möglichen Motive und Abläufe besonders authentisch erscheinen lässt.

Die Figuren sind klar gezeichnet und sofort greifbar. Vega ist stur, eigenwillig, aber mit einem warmen Kern. Ihr privates Umfeld ist so detailliert beschrieben, dass man sie direkt vor sich sieht. Leopold ist immer tadellos gekleidet, eher ruhig und kontrolliert. Trotz der Gegensätze sind sie gute Freunde.

Besonders stark sind die Ermittlungs-Dialoge, die mir durch den präzisen und fesselnden Schreibstil der Autorin positiv aufgefallen sind.

Die verschiedenen Tatvarianten werden glaubwürdig und nachvollziehbar präsentiert. Man rätselt mit, ohne dass es konstruiert wirkt. Die ausgeprägte Beziehungsproblematik zwischen den Figuren nimmt jedoch zunehmend Raum ein und lässt den Fall gefühlt in den Hintergrund rutschen.

Nach dem starken Aufbau wirkt das Finale für meinen Geschmack zu knapp und bleibt deshalb hinter dem Potenzial zurück.

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Deine Zeit läuft ab

Böse Stunde: Thriller von Catherine Shepherd

Böse Stunde ist ein atmosphärischer Zons Thriller, der mit seinem raffinierten Spiel zwischen Zeitebenen, starken Ermittlerfiguren und einer stetig steigenden Spannung sofort fesselt. Catherine Shepherd verwebt zwei Handlungsstränge, die über 500 Jahre auseinanderliegen, aber durch das Motiv der Zeit eng miteinander verbunden sind.

Stadtsoldat Bastian Mühlenberg bekommt es in Zons im Jahr 1507 mit grausamen Mordfällen zu tun, ein faszinierendes mittelalterliches Setting mit interessanten Ermittlungen, die ganz ohne Fingerabdrücke und DNA-Analyse auskommen müssen.
Mehr als 500 Jahre später, in der Gegenwart, ist es Oliver Bergmann, der zu perfiden Mordfällen gerufen wird, die psychologisch raffiniert inszeniert sind.
Die schnellen Wechsel zwischen den Zeitebenen erhöhen die Spannung immens. Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.
Besonders stark waren für mich immer wieder die unerwarteten Wendungen, die zum Miträtseln einladen. Es werden Hinweise und falsche Fährten so geschickt eingewebt, dass man ständig neue Theorien entwickelt, nur um im nächsten Kapitel erneut überrascht zu werden. Die Handlungen sind durchweg sehr bildhaft durch die packende Erzählweise der Autorin.
Für Zons-Neulinge wie mich, findet man sich auch ohne Vorwissen zur Reihe gut zurecht. Kleine Wissenslücken fallen kaum ins Gewicht, da die Handlung selbst stark trägt.

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Familiengeheimnisse

Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir

Das nordische Setting ist für mich ein echtes Highlight. Island bringt diese besondere Mischung aus Weite, Kälte und unterschwelliger Bedrohung mit, die perfekt zu einem Psychothriller passt. Die Autorin transportiert diese Stimmung sehr gut.
Durch den flüssiger Schreibstil kam ich gut durch die Seiten.

Geschrieben ist die Story in zwei Zeitebenen, Marsi in der Gegenwart, Stina in der Vergangenheit, dies könnte Spannung erzeugen, hier aber eher ruhig bleibt. Mehrere Perspektivwechsel finde ich immer spannend und interessant, aber hier konnte ich mich nicht in alle Figuren hineinversetzen, besonders nicht in die Hintergründe der Verdächtigen.
Die Grundidee gefällt mir gut. Vor zehn Jahren verschwindet Marsibils Schwester, zurück bleibt nur eine blutige Jacke, ausgerechnet an dem Ort, an dem Marsi sich mit ihrem geheimen Brieffreund treffen wollte. Das ist ein starker Ausgangspunkt, der sofort Fragen aufwirft und emotional wirkt.
Gelungen sind die famiilären Spannungen, die die Story tragen und das tröpfchenweise vermittelte Unbehagen, das typisch für Psychothriller ist.
Zum Ende hin gab es für mich einige überraschende Wendungen, trotzdem fehlte mir die anhaltende Spannung, die einen Psychothriller wirklich packend macht. Die Atmosphäre war da, aber der Nervenkitzel blieb eher verhalten.

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Beklemmendes Thema

Keine Angst, Darling von Vera Buck

Lea hat sich von ihrer Schwester Paula abgewendet, fühlt sich von vielen Dingen bedrängt und flieht nach Florida. Dort trifft sie auf Matt Graves. Als Paula wochenlang nichts von Lea hört und selbst ihre Social-Media-Profile verstummen, reist sie ihr hinterher und gerät in ein Netz aus Geheimnissen, Manipulation und psychologischer Gewalt.

Im Zentrum steht der Tradwife-Trend, bei dem Frauen sich freiwillig in ein Leben zurückziehen, das an die 50er Jahre erinnert: Hausfrauendasein, Unterordnung, Kontrolle. Die Rückblenden, die sich immer weiter der Gegenwart annähern, erzeugen eine stetig wachsende Spannung. Die Story ist sehr intensiv und erzeugt eine bedrohliche Atmosphäre die sich bis zum Ende des Buches hält. Systematische Erniedrigung und Unterwerfung sind hier ein eindringliches und beklemmendes Thema.
Die Figuren, besonders Paula und Lea, sind authentisch gezeichnet. Sie wirken menschlich und verletzlich. Ihre Ängste, Fehler und Sehnsüchte machen die Handlung emotional greifbar und verstärken die Spannung.
Schließlich baut sich die Story langsam und präzise auf. Keine Szene ist überflüssig, man hat das Gefühl der Wahrheit immer näher zu kommen und einen Blick auf die Geheimnisse hinter der Fassade zu werfen.

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