Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gerlisch:
Witzige Story
Breakups and Butterflies von Kyra Groh
Mara hat ihr Leben sehr genau durchgeplant. Sie ist seit 8 Jahren in einer Beziehung, Heirat, Haus und Kinder sind schon in Aussicht. Ihre Chefin Alex, eine erfolgreiche Bloggerin, verlässt sich voll und ganz auf sie, weiß aber ihren unermüdlichen Einsatz überhaupt nicht zu schätzen. Als Sebastian plötzlich ihre Verlobung löst und sie vor die Tür setzt, fällt sie aus allen Wolken.
Nun steht sie vor der Herausforderung ihr Leben neu zu überdenken.
Breakups and Butterflies ist eine Neuauflage von dem 2018 erschienenen Buch Gar kein Plan ist auch keine Lösung.
Aus Sicht von Mara erleben wir sehr authentisch ihre Niedergeschlagenheit und hre Ängste, aber auch ihre Zweifel und innere Zerrissenheit als sie den M+Ms kauenden, sieben Jahre jüngeren, planlos glücklichen Marius kennenlernt. Obwohl ihre Liebesgeschichte zuckersüß ist, steht mehr Maras Lebensgeschichte und ihre Entwicklung im Vordergrund, was dem Ganzen mehr Tiefe gibt.
Die Zeichnung der Charaktere ist gut gelungen, samt der vielleicht etwas skurilen Nebenfiguren, die der Story den besonderen Charme gegeben haben.
Die Autorin lässt uns auf humorvolle und herzerwärmende Weise an Maras Gedanken teilhaben und obwohl zum Schluss nicht alle Beziehungsprobleme aufgedröselt sind, hat mich das Buch voll gecatcht und mit einem dicken Schmunzeln im Herzen zurückgelassen
Romance Thriller
Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich von Antonia Wesseling
Lola hat Vivians Freund mit einer anderen gesehen, doch Vivian will ihr nicht glauben und verschwindet spurlos. Lola macht sich Sorgen, denn Vivian hat sich total verändert, seitdem sie mit Pascal zusammen ist. Zusammen mit Elias, Vivians Halbbruder, macht sie sich auf die Suche und was die beiden dabei aufdecken, ist absolut erschütternd.
Loverboy ist eine schockierende Geschichte über eine toxische Beziehung, es geht um Manipulation und körperliche Gewalt mit ein paar explizierten Szenen. Die Autorin zeigt aber andererseits auch die Entwicklung einer süßen Lovestory, allerdings brauchten meiner Meinung die Spice-Szenen nicht sein.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und wirken dadurch lebendig, Vivians Charakter empfand ich aber leider ein bisschen zu krass dargestellt.
Anfangs hatte ich leichte Schwierigkeiten mich von der Geschichte fesseln zu lassen. Zum Glück habe ich durchgehalten, denn gerade im letzten Drittel des Buches wurde es richtig spannend und der Plot hat mich geschockt zurückgelassen.
Die sogenannte Loverboy-Methode ist sehr realistisch beschrieben und es ist erschreckend zu wissen, dass dies so auch im Real Life passiert.
Es gibt kein Entkommen
Die Kammer von Will Dean
Fünf Männer und eine Frau sollen Arbeiten an einer Ölpipeline irgendwo in der Nordsee ausführen. Dazu werden sie auf engsten Raum einige Wochen in der sogenannten Kammer zum Druckausgleich verbringen müssen. Noch während des ersten Tauchgangs stirbt ein Kollege auf mysteriöse Weise, doch das Team muss ausharren, denn ein sofortiges Öffnen der Kammer bedeutet den sicheren Tod.
Der Autor hat einen fesselnden Schreibstil. Das ungewöhnliche Setting ist von ihm geschickt gewählt, denn durch die außergewöhnlich hohen körperlichen und psychischen Belastungen der Protagonisten, ist es ihm gelungen eine unter die Haut gehende klaustrophobische Atmosphäre zu erschaffen.
Der Leser erfährt viel über die Arbeit der Sättigungstaucher, ich fand das sehr gut beschrieben, auch wenn hier zahlreiche Fachbegriffe verwendet wurden, die meinen Lesefluss immer wieder etwas gestört haben, trotzdem zeigt sich hierbei eine intensive Recherche des Autors.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Ellen, der einzigen Frau im Taucherteam. Leider kommt es hier öfter zu Wiederholungen, die auf Kosten der Spannung gehen.
Ein lesenswerter Thriller, auch wenn mich das Ende etwas irritiert zurückgelassen hat.
Vier Dates, ein Kuss und dann Schluss?
Just for the Summer von Abby Jimenez
Justin ist vom Pech verfolgt, seine Beziehungen gehen alle in die Brüche und jede seiner Partnerinnen findet nach der Trennung die Liebe ihres Lebens. Emma führt ein Leben als Nomadin, sie hält es nie länger als drei Monate an einem Ort aus und ihr geht es genauso. Als sie einen Reddit-Post von Justin liest, nimmt sie Kontakt zu ihm auf um mit ihm den „Dating-Fluch“ zu brechen.
Just fort he summer ist mein erster Roman von Abby Jimenez und hat mich von Anfang bis Ende total begeistert. Mit viel Humor setzt sie ihre liebenswerten Figuren in Szene. Doch auch Emma’s schwere Kindheit und die damit verbundenen psychischen Probleme, sowie Justins Schicksalsschläge werden feinfühlig in Szene gesetzt.
Aus wechselnden Perspektiven konnte ich die Entwicklungen der tiefergehenden Gefühle zwischen den beiden erleben. Mit funkensprühenden und spritzigen Dialogen unterhält die Story sodass die Handlungen zu keiner Zeit langweilig werden.
Besonders gefallen hat mir Emma’s beste Freundin Maddy, die immer für sie da ist, wenn sie sich durch die Lieblosigkeit ihrer Mutter Amber wieder mal in sich selbst zurückzieht und sich ganz klein macht.
Diese zauberhafte, aber auch tiefgründige Geschichte voller Gefühl ist wirklich ein Highlight.
Nervenkitzel und Gänsehaut
Signalrot von Elias Haller
Kriminalkommissarin Tara Kronberg kehrt nach zwei Jahren Auszeit in einem japanischen Kloster nach Dresden zurück, um die Sondereinheit Dezernat 47 zu leiten. Nach dem grausamen Fund einer weiblichen Leiche ohne Füße soll sie, zusammen mit ihrem neuen Partner Gabriel Schneider, die ermittelnde Mordkommission K11 unterstützen.
Kann sie den nächsten brutalen Mord verhindern?
Die Hauptprotagonistin Tara ist empathisch, sehr scharfsinnig und versteht es aus kleinsten Hinweisen einer heißen Spur zu folgen. Die Vielzahl der unterschiedlichen Figuren hat mich allerdings stellenweise etwas verwirrt und ich hätte mir gern, gerade was Taras Partner Gabriel angeht, mehr Tiefe der Charaktere gewünscht.
Signalrot ist der Auftakt einer neuen Thriller-Serie von Elias Haller. Die Geschichte startet sofort spannend und mit einem flüssigen Schreibstil. Relativ kurze Kapitel und immer wieder neue Handlungen mit teilweise sehr brutalen und blutigen Szenen fesseln den Leser bis zum Schluss an die Story.
Durch die immer wieder eingefügten Tagebucheinträge bekommt der Leser Einblicke in die Vergangenheit des Täters, die zu der allgemein düsteren Atmosphäre noch zusätzlich beitragen.
Ein raffiniert konzipierter Fall der mich bis zum Ende mit unerwarteten Wendungen unterhalten hat. Ich freue mich schon auf einen weiteren Fall für Tara und Gabriel und die Weiterentwicklung der beiden.
Zirkus der Herzen
Play of Hearts von Juli Dorne
Als die Magie aus den Herzen der Menschen zu verschwinden drohte, hatten vier Kinder eine Idee. Sie boten der Magie ihre Herzen an und erhielten dafür bestimmte Fähigkeiten um die Magie am Leben zu erhalten.
Evie ist die Enkelin einer der vier Kinder, doch durch ihre magische Fähigkeit sehr einsam.
Sie verspricht einem unbekannten Jungen in einem magischen Spiegel ihr Herz im Austausch für die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches, einen Freund. Doch was sie nicht bedacht hat, ihre Hände töten jeden, den sie berührt. Als sie 18 Jahre alt wird, verliebt sie sich in Arthur, aber ihr Fluch steht ihnen im Weg. Gibt es einen Weg um diesen Fluch zu brechen?
In Play of hearts hat die Autorin auf der einen Seite eine düstere Atmosphäre geschaffen, aber auch sehr schöne Szenen und verzauberte Handlungsorte. Mir gefällt der Beginn jedes Kapitels, der mit Blumenranken geschmückt ist.
Obwohl dieses Buch alles hat, was mich fesseln kann, Spannung, Geheimnisse, Romantik und Magie, fehlte mir die Eindringlichkeit und die Tiefe der Protagonisten. Deshalb wurde ich mit dem Schreibstil nicht richtig warm und habe stellenweise sogar quergelesen. Zum Glück gab es immer wieder packende Szenen, die ein Weiterlesen belohnten.
Interessant sind die gegensätzlichen Charaktere und die Entstehung der Triangle Lovestory zwischen Arthur, Evie und Remi.
Das Buch endet mit einer unerwarteten Wendung, vielen offenen Fragen und einem üblen Cliffhanger, der viele Spekulationen zu Band 2 verspicht.
Die Brückendame
Die Brücke von London von Julius Arth
Die London Bridge wurde bereits als Achtes Weltwunder und als Krone der Themse bezeichnet. Julius Arth erzählt mit einem flüssigen Schreibstil in seinem historischen Debüt-Roman sehr fesselnd vom Leben auf der Londoner Brücke.
1749 kämpft die Tuchhändlerin Juliana Hamley um ihre Existenz, denn ihr verstorbener Mann hat ihr einen Haufen Schulden hinterlassen.
Der Bau einer zweiten Brücke über die Themse erschwert das Ganze noch zusätzlich. Doch unverhofft spült die Themse Unterstützung in Form des Straßenjungen Alder vor ihre Füße.
In einem zweiten Handlungsstrang tauchen wir immer wieder ins Jahr 1202 ein und erfahren Details vom Brückenbau, aber auch von der jahrhundertealten Weissagung, die den Untergang der London Bridge prophezeit.
Perfekt ausgearbeitete Charaktere und bildliche Beschreibungen der Umgebung ließen mich tief ins damalige Leben der Menschen abtauchen. Für Spannung in beiden Erzählebenen sorgten macht- und geldgierige Männer, die vor nichts zurückschreckten und besonders die Menschen aus dem Weg räumten, die es wagten sich gegen sie zu stellen.
Einzig das Ende lässt mich ein bisschen unbefriedigt zurück. Gerne hätte ich noch ausführlicher über das weitere Leben der mir liebgewonnenen Protagonisten erfahren, doch dem Lesevergnügen dieser sorgfältig recherchierten Geschichte steht dies nicht im Wege.
Herzerwärmende Story
Passion Project von London Sperry
Um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen, versucht Bennet in New York Fuß zu fassen. Ihre beste Freundin und Mitbewohnerin arrangiert ein Date mit dem immer gut gelaunten Henry. Gemeinsam versuchen sie Bennet für etwas zu begeistern und starten „Passion Project“.
Mit einem lockerem Schreibstil hat London Sperry mich sofort an diese herzerwärmende Story gefesselt.
Sie hat es geschafft, in den Handlungen Leichtigkeit, Humor und knisternde Stimmung zu verbinden. Aber auch ernste Themen wie Depressionen, Demenz und Schuldgefühle haben ihren Platz gefunden, ohne die Stimmung düster werden zu lassen.
Ich habe Bennet sehr gern auf ihren Weg aus ihrem Stimmungstief begleitet. Am meisten aber mochte ich Henry, der sie dank seiner positiven und fröhlichen Art immer mehr aus ihrem Schneckenhaus herausgelockt hat. Er hat mit viel Feingefühl dieser bezaubernden und gefühlsintensiven Geschichte emotionale Tiefe gegeben.
Leider hat mich die Story zum Schluss ein bisschen verloren. Bennets Verhalten hat mir da nicht gefallen und einige Szenen waren zu schnell abgehandelt.
Ansonsten ein wunderschönes Debüt über die Kraft der Liebe.
Teuflische Spiele
Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe von Kaylie Smith
Die Nekromantin Ophelia erbt die Magie als ihre Mutter Tessa Grimm unter mysteriösen Umständen stirbt, allerdings auch ihre Schulden. Um nicht das Haus und ihre Lebensgrundlage zu verlieren, entschließt sich Ophelias Schwester, an den teuflischen Phantasma-Spielen teilzunehmen, denn dem Gewinner wird ein Wunsch erfüllt.
Doch die Spiele sind lebensgefährlich und Ophelia macht sich auf den Weg um Genevieve zu retten. Bei ihrem Kampf gegen die Gefahren kommt ihr Blackwell, ein heißes und unwiderstehliches Phantom zu Hilfe.
Als Setting wurde bei dieser fesselnden, fantastischen Story New Orleans gewählt. Die Stadt bietet durch ihre Geschichte eine lebendige und geheimnisvolle Atmosphäre.
Die Phantasma-Spiele sind abwechslungsreich und spannend, teilweise sehr brutal beschrieben, aber leider an manchen Stellen etwas undurchsichtig. Hier hätte ich mir mehr Genauigkeit und ausführliche Szenen gewünscht.
Ophelia, die Hauptprotagonistin leidet unter der OCD-Krankheit, eine Zwangsstörung, die sich in Form einer Schattenstimme bei ihr immer wieder zu den ungünstigsten Momenten bemerkbar macht. Der Autorin ist es hier sehr gut gelungen, Ophelias Gedanken und ihren Kampf gegen diese Triebimpulse in den Handlungen zu verarbeiten.
Einige interessante Nebenfiguren hätten gerne noch mehr Raum einnehmen dürfen, mir waren sie ein bisschen zu blass.
Mit knisternden Momenten und funkensprühenden Dialogen unterhält dieses Buch bis zum Schluss.
Spannende neue Thriller-Reihe
Dorn. Hotel der Angst von Jan Beck
Als die Wiener Ermittlerin Karla Hofbauer in Hamburg brutal ermordet wird, ermittelt die Bundeskriminalbeamtin Lea Wagner auf eigene Faust, denn von ihrem Vorgesetzten wird sie in diesem Fall ausgebremst. Die Spuren führen sie nach Bad Gastein zu Simon Dorn. Der ehemalige Kriminalpsychologe lehnt eine Zusammenarbeit ab, doch Lea lässt nicht locker denn der Serienkiller hat noch andere Opfer im Auge.
Der erste Fall für Simon Dorn und Lea Wagner hat mir mega gut gefallen. Die Geschichte startet rasant und durch den flüssigen Schreibstil wird der Leser die ganze Zeit an die Handlungen gefesselt.
Durch die Wechsel zwischen mehreren Handlungssträngen will dieser Thriller aufmerksam gelesen werden, was aber leicht gelingt, denn es passiert ständig etwas neues, wodurch der Spannungsbogen auf einem hohen Niveau gehalten wird.
Die Figuren sind brillant charakterisiert. Simon Dorn fühlt sich verflucht, alle ihm nahestehenden Menschen sind gestorben, deshalb hat er sich in dem alten Hotel Dornwald verbarrikadiert und lässt niemanden an sich heran. Lea Wagner, seine neue Verbindung nach draußen, ist pfiffig, selbstbewusst und macht ihr eigenes Ding.
Ein gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, die ich sehr gern weiter verfolgen werde, besonders auf die Weiterentwicklung der Hauptprotagonisten bin ich sehr gespannt.











