Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gerlisch:
Brutal spannend
Yoko von Bernhard Aichner
Yoko ist Ende zwanzig und hat als Metzgerin gearbeitet. Nach dem Tod ihres Vaters hängt sie die Messer an den Nagel und eröffnet eine Manufaktur für Glückskekse. Auf einer Auslieferungstour beobachtet sie wie zwei Männer einen kleinen Hund grausam quälen und geht dazwischen. Dies hätte sie lieber nicht tun sollen, denn dadurch legt sie sich mit Mitgliedern einer chinesischen Triade an.
Ihr Leben zerbricht innerhalb kurzer Zeit und sie wird zur Mörderin.
"Yoko" ist im typischen Aichner-Schreibstil geschrieben, absolut fesselnd, brutal und sehr blutig. Aichner konzentriert sich hauptsächlich auf die Hauptprotagonistin, so hatte ich Yoko gleich von Anfang an sofort vor Augen und war mittendrin in ihren Handlungen und ihren Gedanken. Sehr gut erzählt ist Yokos Entwicklung von der Glückskekssprüche-Autorin zur brutalen Mörderin. Ihre Gefühle wurden einfühlsam beschrieben, allerdings war mir das anfangs für einen Thriller zu viel.
Achtung! Einige Szenen sind erschreckend und nichts für schwache Nerven. Bei der Entsorgung einer Leiche wurde mir leicht übel.
Ein absolut fesselnder Thriller den man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen mag.
Rezensionen von Ele:
Erschütternd
Die Nacht der Bärin von Kira Mohn
Die Nacht der Bärin, Roman von Kira Mohn, HarperCollins eBook
Gewalt innerhalb der Familie
Jule ist entsetzt, bei einem Streit mit ihrem Freund, ist er ausgerastet und hat sie angegriffen. Nun verstört, ist sie auf dem Weg zu ihren Eltern, dort will sie in Ruhe überlegen, wie es weitergehen soll.
Hier erfährt sie, dass ihre Großmutter, die sie nie kennenlernte, gestorben ist. Zusammen mit ihrer Mutter fährt sie in das Haus ihrer Oma, um auszuräumen, dort stößt sie auf Hinweise auf ein schreckliches Familiengeheimnis, welches ihre Mutter stets von ihr geheim gehalten hatte.
Zuerst eine deutliche Triggerwarnung im Buch geht es um Beschreibungen von Gewalt in Beziehungen und in der Familie. Auch mich hat das Buch extrem aufgewühlt, wenn man in einer liebevollen Familie aufwachsen durfte, ist die Beschreibung eines Vaters, der Mutter und Kinder misshandelt und terrorisiert unbegreiflich. Für Betroffene vermutlich unerträglich.
Das Buch besteht aus 19 aufwühlenden, atmosphärisch sehr dichten Kapiteln, voller Spannung, die sich immer weiter steigert. Die einzelnen Kapitel wechseln sich ab, zum einen die Schilderung was damals im Haus, in der Familie geschah, diese im auktorialen Stil. Die Beschreibung in der Gegenwart ist aus der Sicht der Protagonistin Jule in der Ich-Form, genau dieser Wechsel war es der den Lesefluss gesteigert hat, ich konnte einfach nicht aufhören und hab das Buch in einem Rutsch gelesen.
Ganz besonders betroffen gemacht haben mich die Zitate zwischen den Kapiteln, einzelne Sätze die bei häuslicher Gewalt als bedrohliche Aussagen verwendet werden z.B. „Du tust, was ich dir sage“ „Du treibst mich doch dazu“ oder „Habe ich dir das erlaubt“. Da haben sich bei mir regelrecht die Haare aufgestellt. Gedanken sind kursiv gedruckt und damit deutlich gemacht.
Anfangs habe ich den Erzählstrang in der Gegenwart fesselnder gefunden. Aktuell, was zwischen Jule und Jasper vorgefallen ist und wie es weitergeht, doch immer mehr und zusehend schlimmer wurden die Kapitel aus der Vergangenheit, eine Weile hat es gedauert bis ich die beiden Erzählstränge miteinander in Verbindung bringen konnte. Auch die Erzählung an sich, die Beschreibungen der Erlebnisse im Wald, waren sehr flüssig und stimmungsvoll und bildmalerisch zu lesen. Die Gewalttaten sind angedeutet, zum Glück kaum bildhaft angeführt.
Die Geschichte erscheint zwar anfangs etwas wirr klärt sich aber zusehends, doch die große Frage die über allem schwebt und übrigbleibt: Was genau ist damals passiert? Und Warum spricht Jules Mama darüber mit keinem Wort. Warum hat Jule keinem Kontakt mehr, weder zu Mutter noch zur Schwester? Was hat zur Entfremdung der Schwestern geführt? Leider sind genau diese Fragen mir eigentlich kaum befriedigend beantwortet worden. Überhaupt fand ich Jules Mutter eine komische Figur im Buch, zu keiner Zeit hab ich ihre Handlungen verstanden, konnte ihre Beweggründe nicht nachvollziehen, im Erwachsenenalter und auch zum Teil als Jugendliche nicht.
Da waren etliche sympathische Charaktere im Buch, Jules Vater z.B. Auch Jule selbst, ihre Entwicklung und ihr unerschütterliches Bedürfnis auf Klärung des Geschehens fand ich nachvollziehbar. Mir selbst ist es unbegreiflich, dass man erst am Todestag der Großmutter hinterfragt, warum es keinen Kontakt gab, noch nicht einmal von einer Tante wusste Jule bis dahin Bescheid.
Insgesamt eine berührende Story, die mich über die Lektüre hinaus beschäftigt, beklemmend und mysteriös. Nicht in allen Punkten nachvollziehbar für mich. Wer sich einmal eine andere Seite von Kira Mohn erlesen möchte sollte zugreifen, von mir 4 Sterne.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Eine italienische Familiengeschichte
Das erste Licht des Sommers von Daniela Raimondi
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Norma, die direkt zu Beginn 1947 zur Welt kommt.
Ihre Mutter Elsa ist nicht das, was man eine liebevolle Mutter nennt, aber sie hat ihre Cousine und gleichzeitig beste Freundin Donata und eine liebevolle Beziehung zu ihrem Vater. Leider stirbt Donata viel zu früh.
Norma zieht es nach London, wo sie auch wieder auf ihren Kindheitsfreund Elia trifft.
Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von 1947 bis 2015 und wird nicht chronologisch erzählt. Die Autorin springt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und versteht es die Atmosphäre der jeweiligen Zeit einzufangen. Politische und wirtschaftliche Hintergründe fließen nebenbei in die Handlung ein. Die Nachkriegsjahre sind schwierig und die Schicksale bedrückend.
Durch detaillierte Landschaftsbeschreibungen wird die Atmosphäre der italienischen Provinz lebendig.
Es ist ein Familienroman, der sich über mehrere Generationen erstreckt, familiäre Herausforderungen beschreibt und die oft schwierigen Beziehungen zwischen den Charakteren authentisch wiedergibt.
„An den Ufern von Stellata“ ist der Vorgängerband, aber ich denke, dass Wissen aus diesem nicht unbedingt erforderlich ist und dieses Buch für sich stehen kann.
Rezensionen von Schlafmurmel:
ein mega spannender Thriller
In Zeiten des Todes von Luca D'Andrea
Das Cover von "In Zeiten des Todes" hat mich sofort gefesselt: Ein schneebedeckter Wald, durch den sich eine blutrote Spur zieht – wie ein kleines Rinnsal – und daneben ein Mann, den ich für den Ermittler Luther Krupp halte, der auf der Suche nach dem Opfer ist. Die blutrote Schrift hebt sich eindrucksvoll vom weißen Hintergrund ab und zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich.
Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, was sie besonders erschütternd macht. Der Gedanke, dass jemand Frauen so abgrundtief hassen kann, dass er sie töten muss – und das nicht nur einmal – ist sowohl verstörend als auch fesselnd.
Kommissar Krupp lässt sich von den Mordfällen an den Prostituierten nicht abschrecken und ermittelt trotz des Widerstands seiner Kollegen weiter. Unterstützt wird er dabei von seiner entschlossenen Kollegin Arianna, während die anderen Polizisten die Morde als unwichtig abtun. Ein weiterer interessanter Charakter ist der Journalist Milla, der zunächst alles für eine gute Story gibt, einschließlich des Fotografierens der Leichen, nur um auf die Titelseite zu gelangen. Im Laufe der Handlung entwickelt er sich jedoch zu einem ernstzunehmenden Journalisten, der mehr auf Wahrheit als auf Sensation setzt.
Insgesamt fand ich "In Zeiten des Todes" einen packenden und spannenden Thriller, der durch seine authentische Erzählweise und die tiefgründigen Charaktere überzeugt.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Langatmig und verstörend
Love Letters to a Serial Killer von Tasha Coryell
Das Cover und Thema dieses Buches haben mich neugierig gemacht. Und dieses Buch hätte vielleicht gut sein können, wenn es anders geschrieben wäre. Zum Beispiel, wenn es glaubhaft um die psychologischen Hintergründe der Frauen gehen würde, die sich für Serienkiller interessieren, ihnen schreiben und sogar eine Beziehung zu ihnen eingehen wollen (dazu gibt es ja reale historische Beispiele, wie z.
B. zu Ted Bundy). Oder wenn es zumindest ein wirklich spannender Thriller/Krimi wäre, der so interessant geschrieben ist, dass man nächtelang wach bleibt und weiterlesen möchte.
Aber nichts davon ist der Fall. Denn "Love letters to a serial killer" ist einfach nur langatmig und banal. Es geht um eine junge Frau, die im Leben beruflich wie privat absolut erfolglos ist, sich wenig reflektiert und kaum weiterentwickelt und eine absurde Obsession mit einem angeklagten Serienkiller entwickelt, dann Briefkontakt aufnimmt und schließlich unglaublich stolz ist, seine Freundin zu sein.
Es tut beim Lesen fast schon weh und ist verstörend, wie sehr die junge Frau auf die vermutete Gefährlichkeit des Serienkillers sexuell abzufahren scheint und wie wenig Mitgefühl für dessen Opfer sie aufbringt.
Die weiteren Figuren, die im Buch vorkommen, sind charakterlich ebenfalls sehr eindimensional und flach gezeichnet und es gibt keinerlei Entwicklung zum Besseren, kein Sich-Hinterfragen und Lernen... das einzige, was sich entwickelt, ist die zunehmende Obsession der jungen Frau. Auch sprachlich ist es ein eher simpel geschriebenes Buch.
Für mich war dieses Buch ein Ausflug in ein Genre, in dem ich sonst kaum etwas lese (vermutlich Dark Romance oder ähnliches), ich vermute aber stark, dass es auch in diesem Genre deutlich Besseres zu lesen gibt.
Selbst, wenn man keine besonderen Ansprüche an das Niveau, Charakterentwicklung oder Sprache hat, ist es kein sonderlich empfehlenswertes Buch. Über weite Strecken passiert nicht viel Spannendes, banale Handlungen werden in epischer Breite geschildert und so konnte das Buch auch vom Unterhaltungsaspekt her meine Erwartungen kaum erfüllen.
Ich wüsste nicht wirklich, wem ich das Buch empfehlen könnte. Zwei Sterne dennoch gnadenhalber für die einigermaßen interessante Grundidee und vereinzelte spannende Stellen im Buch.
Rezensionen von Ruth:
Ein Frauenleben im Zwanzigsten Jahrhundert
Nur nachts ist es hell von Judith W. Taschler
Wer den Vorgängerroman „ Über Carl reden wir morgen“ gelesen hat, der hat mit viel Vorfreude dieses Buch erwartet. Dort erzählte Judith W. Taschler die Geschichte der Familie Brugger, die in einem kleinen Ort im österreichischen Mühlviertel eine Mühle betreibt. Sie spannt dabei den Bogen über drei Generationen hinweg, vom frühen 19.
Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg.
„ Nur nachts ist es hell“ schließt unmittelbar daran an. Doch hier geht es vorrangig um das Leben von Elisabeth Brugger, der einzigen Tochter der letzten Bruggerfamilie. Im Vorgängerroman griff Judith W. Taschler zu verschiedenen Perspektiven und schuf so ein vielstimmiges Bild. Hier wird alles aus der Perspektive von Elisabeth erzählt. Man muss den Vorgänger allerdings nicht gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen. Die österreichische Autorin baut alle notwendigen Informationen organisch in die Geschichte ein.
Elisabeth war das jüngste Kind und der Liebling ihrer Eltern. Die Zwillingsbrüder Carl und Eugen waren zwölf Jahre älter. Deren dramatisches Schicksal spielt auch in Elisabeths Leben herein. Gustav, der mittlere der Geschwister, der ihr in ihrer Kindheit am nächsten stand, stirbt in den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs. Elisabeth wird später in dessen Fußstapfen treten und wie er Medizin studieren; eine ungewöhnliche Laufbahn für Frauen zur damaligen Zeit. Doch gegen viele Widerstände, zuerst von den Eltern, dann von Studenten- und Professorenseite aus, setzt sich Elisabeth durch und wird eine anerkannte und beliebte Ärztin. Zunächst aber arbeitet sie während des gesamten Krieges als Krankenschwester an der Front.
Nach Kriegsende heiratet Elisabeth Georg, einen Studienfreund ihres gefallenen Bruders. Georg kommt versehrt aus dem Krieg nach Hause; ihm fehlt der linke Arm. Aber er unterstützt sie in ihrem Wunsch, Medizin zu studieren und bis zum Tod ihres Mannes werden sie gemeinsam eine Arztpraxis in Wien betreiben. Das Paar bekommt zwei Söhne, die glücklicherweise den Zweiten Weltkrieg überleben.
Man spoilert nicht, wenn man das alles verrät, denn das erfährt der Leser schon zu Beginn des Romans. Hier fasst Elisabeth die Eckpunkte ihrer Biographie ganz sachlich zusammen, um sie dann im Verlauf des Buches mit Leben zu füllen.
Das Ganze ist angelegt als langer Monolog, adressiert an die Großnichte Christina. Ihr erzählt sie Anfang der 1970er Jahre ihr Leben, aber auch von den Verhältnissen in ihrer weitverzweigten Familie. Dabei geht sie nicht streng chronologisch vor, sondern springt zwischen den Zeiten hin und her. Oft greift sie vor, dann wieder nimmt sie zurückliegende Erzählfäden auf oder schweift ab. So erschließt sich nach und nach die komplexe Figur der Elisabeth und man kommt ihr erst gegen Ende wirklich nahe.
Ärztin zu sein ist für Elisabeth mehr als ein Job, sie versteht ihn als Berufung. Das Thema Medizin und Medizingeschichte nimmt deshalb auch einen breiten Raum im Roman ein.
Einen noch größeren Einfluss auf Leben und Alltag der Protagonistin haben die historischen Zeitumstände, allen voran die beiden Weltkriege. Judith W. Taschler verknüpft dabei die gut recherchierten geschichtlichen Hintergründe meist sehr gekonnt mit der Romanhandlung. Manches wird aber auch nur aufgelistet, nach dem Motto : Was geschah sonst noch in der Welt? ( Amüsiert zur Kenntnis genommen habe ich, dass die Veröffentlichung des ersten Romans von Franz Werfel „Verdi. Roman der Oper“ im neu gegründeten Zsolnay Verlag Erwähnung findet.)
Lakonisch und gänzlich unsentimental wird uns hier das Leben einer kämpferischen und fortschrittlich denkenden Frau präsentiert, ein Leben mit einigen Höhen und vielen Tiefen.
Der Roman endet mit der Frage, was entscheidend ist für das Leben eines jeden von uns. „ Was macht einen Menschen zu dem, was er ist? Was prägt ihn? Der Kopf und das Temperament. Hör auf dein Temperament….Bis zu einem gewissen Teil prägt einen auch die Familie, aus der man kommt.“ Doch Elisabeth hält nichts davon, die Verantwortung auf andere abzuwälzen. „ Geh davon aus, dass du allein die Verantwortung für dein Handeln trägst, und leb dein Leben danach.“ Diesen klugen Rat erteilt sie ihrer Großnichte. „ Und abgesehen von der Zeit, in die man hineingeboren wird und deren Unwägbarkeiten man sein Leben lang hinterherhechelt, gibt es auch noch Begegnungen mit Menschen, die direkt oder indirekt Einfluss auf uns nehmen.“
Genau all diese Aspekte greift der Roman auf: die eigene Persönlichkeit, das Elternhaus und die Familie, die Zeitumstände und die Menschen, die wichtig werden für das eigene Dasein.
Mit „ Nur nachts ist es hell“ ist Judith W. Taschler wieder ein unterhaltsamer Roman gelungen, der zwar nicht ganz an seinen Vorgänger heranreicht, aber sich zu lesen lohnt.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Ein toller Auftakt der Fantasy-Reihe
Wings and Claws von Karen A. Moon
Eclaria, eine Insel im magischen Reich Brysalias, ist durch einen Fluch in zwei Gebiete gespalten. In der Wüste leben die Jäger und in den Bergen, die Drachenreiter. Laut einer uralten Prophezeiung kann nur die Heirat zwischen einer Jägerin und einem Reiter, der des Königs Erbe in seinem Blute trägt, Frieden bringen.
Die junge Jägerin Jadina lebt seit 13 Jahren alleine in der Wüste und kämpft täglich ums Überleben. Als sie von einem Sandsturm geschwächt, versucht in ihr Lager zurückzufinden, wird sie von einem Trupp Drachenreiter entdeckt und in den Palast gebracht.
Dort soll sie sich, genau wie drei andere Anwärterinnen, auf die tödlichen Drachenreiterprüfungen vorbereiten.
Denn nur die Jägerin, die diese Prüfungen besteht, ist dazu vorbestimmt, als Königin der Drachenreiter in den Bergen zu herrschen.
Auch wenn Jadina nicht glaubt, dass sie die Auserwählte ist und sie auch nicht vorhat, den König zu heiraten, nimmt sie die Herausforderung an, denn es ist ihre einzige Chance, um zu überleben.
Sie lässt sich von Kayden, dem Anführer der Drachenreiter trainieren.
Schon bald weiß Jadina nicht mehr, wer Feind und wer Freund ist und auch ihre widersprüchlichen Gefühle für Kayden machen die Situation nicht einfacher.
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und liebe ihren Schreibstil sehr. Er ist flüssig und ausdrucksstark, dynamisch und wunderbar lebendig. Mit ihren bildhaften Beschreibungen machte sie es mir leicht, in die Handlung einzutauchen.
Die Seiten flogen nur so dahin und innerhalb kürzester Zeit, war ich schon am Ende der Geschichte angekommen.
Wir verfolgen die Handlung aus der Perspektive von Jadina.
Sie ist eine mutige junge Frau, die es gewohnt ist, alleine durchs Leben zu kommen. Seit ihre Eltern vor 13 Jahren nicht von der Jagd zurückkamen, schlägt sie sich alleine durch.
Im Palast findet sie sich, obwohl sie dieses Leben nicht kennt, erstaunlich schnell zurecht. Mir ging es zu Beginn schon fast etwas zu schnell, wenn man bedenkt, dass sie 13 Jahre lang mit keinem Menschen geredet hat.
Jadina entwickelt sich im Laufe der Handlung konstant weiter. Sie beweisst Stärke, großen Mut und Kampfgeist. Sie lässt sich nicht unterkriegen und stellt sich allen Herausforderungen.
Hilfe bekommt sie nicht nur von Kayden, sondern auch von seinen Freunden Lenn, Nayda und Dex.
Kayden. Hm, was soll ich zu ihm sagen?! Ich liebe ihn! Reicht das?! ;-)
Macht Euch bitte selbst ein Bild von ihm.
Nayda, die Drachendame Elara und Limicu, der kleine Baby-Adler haben mir besonders gut gefallen, aber ich habe auch Lenn und Dex sofort ins Herz geschlossen.
Alle Charaktere sind vielschichtig und interessant gestaltet, ohne dabei zu klischeehaft zu wirken.
Sie passen perfekt in die Story und sind wichtig für den Verlauf der Geschichte.
Die Handlung ist reich an unvorhersehbaren Wendungen und es gibt viel Action.
Natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz (Enemies to lovers lässt grüßen) und es gibt eine geballte Ladung an Emotionen.
Ich bin mega gespannt auf die Fortsetzung, denn mein Kopf ist voller Fragen.
Du liebst Romantasy und High Fantasy? Drachen? Enemies to lovers und Slow burn? Dann musst Du dieses Buch unbedingt lesen!
Von mir gibt es für Band 1 verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Karoline Dertschei:
Unterhaltung mit Niveau
Babylon von Yasmina Reza
Die Hauptperson erzählt überlegt, aber zügig vom Leben, Lieben und Feiern in einer illustren Gesellschaft. Letztlich geschieht ein Mord, ein Femizid, den man dem Täter beinahe verzeihen möchte, so elegant und zart besaitet wird er beschrieben. Das ist dem Roman anzukreiden.
Letztlich bleibt das Buch ein zügig lesbarer Text in gelungener, eloquenter Sprache.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Facettenreich und eine großartige Geschichte
Ein anderes Land von James Baldwin
Diese Geschichte in Worte zu fassen ist nicht so einfach. Zu verstrickt und komplex sind die Protagonist*innen und deren Beziehungen untereinander. Immer geht es jedoch um Liebe, Hautfarbe, Sexualität und Anerkennung.
Der Roman wurde 1962 veröffentlicht. 14 Jahre hat Baldwin daran geschrieben. Es geht um den schwarzen Jazzmusiker Rufus, der sich aufgrund des Rassismus in Amerika, insbesondere in Harlem, wo der Roman angesiedelt ist, das Leben nimmt.
Seine Schwester Ida und seine Freunde bleiben zurück und versuchen zu verstehen, warum Rufus eine Selbsttötung begangen hat.
Baldwins Freund, Eugene Worth, hatte sich 1946 ebenfalls auf diese Art das Leben genommen und dürfte die Vorlage für die Romanfigur des Rufus sein.
Das Faszinierende an diesem Buch ist die Lebensrealität, wie sie sich Ende der 1950er Jahre in Amerika gezeigt hat: Rassismus, Homophobie und Ungerechtigkeiten in allen erdenklichen Lebensrealitäten.
Ein nahegehender Roman, der sehr lesenswert ist, aufgrund der vielen Themen, die in vielen Facetten seziert werden.
Aus dem Englischen: Miriam Mandelkow
Rezensionen von bine525:
Rachefeldzug
Yoko von Bernhard Aichner
Als die junge Protagonistin Yoko am Höhepunkt ihres erfüllten Lebens ist, bricht die Welt über ihr zusammen. Verliebt, beruflich aus dem familiären Metzereialltag entronnen und glückselig mit dem Vertrieb von Glückskeksen stellt ein Unglück ihre Zukunft auf den Kopf. Denn als sie einen kleinen Hund vor brutalen Peinigern retten will, wird ist aus dessen Folge brutalst vergewaltigt.
Daraufhin schwört sie bittere Rache an der chinesischen Mafia. Dabei kommen ihre gelernten Künste als Metzgerin gerade richtig und ihre Vergeltung ist nicht mehr zu stoppen.
Irgendwie konnte mich das Buch nicht 100% überzeugen, was zum Grossteil auch an der speziellen Schreibweise lag. Denn eigentlich liebe ich brutale Thriller bei denen viel Blut fliesst, aber dennoch sprang dann der Leseflussog nicht wirklich bei mir an. Schade, denn alleine schon vom tollen und speziellen Cover her ging ich mit grossen Erwartungen an diesen Thriller.










