Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Einfühlsam
Mein drittes Leben von Daniela Krien
Die Schriftstellerin Daniela Krien
schreibt einfühlsam und fesselnd.
Ich habe schon einiges von ihr gerne gelesen.
Der neue Roman, Mein drittes Leben, ist ihr besonders gut gelungen.
In diesem Roman erzählt die Autorin von der Gefühlswelt einer vierzigjährigen Frau, deren siebzehnjährige Tochter bei einem Unfall ums Leben kam.
Das bringt das Leben der Eltern in eine große Trauer. Die beiden trauern verschieden.
Linda rettet sich auf einen Hof auf dem Land. Zum Hof gehört ein Hund, der durch sein Dasein, weiterleben lässt. Linda braucht starke Tabletten, sie denkt sogar an Selbstmord.
Sie trifft auch viele Personen, die ihr mit angenehmer Art weiter helfen.
Nebenbei wird auch das schwierige Verhältnis mit ihrer Mutter aufgearbeitet.
Daniela Krien versteht es sehr gut, diese Erlebnisse zu Wort zu bringen.
Sie zeigt, das das Leben weiter geht. Die Trauerarbeit bringt sie gut ins Buch.
Ich konnte mich gut in die Geschichte einfühlen. Es ist ein lesenswertes Buch.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Träumst du auch von Starling House
Starling House von Alix E. Harrow
Ich bin vor einiger Zeit auf das Buch durch den Reeses Book Club gestoßen und habe seitdem auf die deutsche Übersetzung gewartet. Und so viel kann ich schon verraten, das Warten hat sich gelohnt, denn Starling House hat mir unglaublich gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin war einfach außergewöhnlich und wortgewandt.
Die Protagonistin Opal wird aus der Ich-Perspektive geschrieben, Arthur hingegen aus der Erzähler-Perspektive. Auch der Buchsatz ist etwas ganz Besonderes; die unterschiedliche Schriftart bei Erzählungen und die Fußnoten haben das Leseerlebnis besonders und interaktiv gemacht.
Charaktere: Opal und Arthur sind beide auf ihre Art eigensinnig, haben Ecken und Kanten und sind teilweise auch echt stur, aber genau das macht sie zu einem tollen und liebenswerten Duo.
Opals Sicht zeigt ihren starken Willen. Alleine mit ihrem Bruder lebend, ist Jasper der wichtigste Mensch für sie. Nichts lässt sie
unversucht um seine Zukunft abzusichern, wodurch sie manchmal auch ihre eigenen Ziele und Wünsche untermauert. Durch die Chance, in Starling House zu arbeiten, öffnen sich mehrere Türen und Chancen für Opal. Dunkle Geheimnisse, auf die nicht nur sie ein Auge zu werfen scheint.
Arthur, der fast sein ganzes Leben abgeschottet gelebt hat, kommt zuerst mit Opals Anwesenheit nicht zurecht. Doch ihr Mut verblüfft ihn, denn so leicht lässt sie sich nicht abschütteln wie erwartet. Mit jeder Plänkelei schließt Arthur sie mehr in sein Herz, und die zarte, aber wachsende Verbindung war einfach schön mit den spannenden Teilen verflochten. Man erhält im gesamten Buch immer wieder kurze Einblicke aus Arthurs Sicht und Gedankengänge, wodurch gerade am Anfang das Mysterium und die Spannung zu seinem Charakter bestehen bleibt.
Mir hat es sehr gefallen, dass eigentlich fast alle Charaktere nicht dem absoluten Schönheitsideal entsprochen haben, sei es schiefe Zähne oder Nase usw. Trotzdem sind sie alle auf ihre eigene Art und Weise etwas ganz Besonderes, einfach menschlich und authentisch.
Fazit: Eine außergewöhnliche Geschichte, die mich durch seine Mysterien und düster detaillierten Beschreibungen der Kreaturen in den Bann gezogen hat. Authentische Charaktere, die ich in mein Herz geschlossen habe und mit denen ich mitfiebern konnte. Jeder, der dunkle Märchen mag, wird es lieben.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Spannende Kurzkrimis
Mordende Frauen von Lisa Deutschmann
Ich liebe den Schreibstil von Lisa Deutschmann sehr – flüssig und ansprechend, so dass man wirklich gut ins Buch kommt und direkt mitgerissen wird.
Schon bei „Gefährliche Untreue“ hat mich der Schreibstil und die unterschwellig lauernde, bösartige Atmosphäre sehr angesprochen und genauso habe ich es jetzt hier beim Lesen empfunden.
Mordende Frauen sind 20 Kurzkrimis, die unterhaltsam, böse aber auch witzig sind und zugleich spannende Geschichten, über unterschiedlichste Arten von Frauen und ihren Beweggründen, zu morden, die ich verschlungen habe. Es gibt so vielfältige Gründe, weshalb Frauen morden und dies bringt die Autorin hier sehr gut zu Papier – nicht nur unterhaltsam, sondern auch gedanklich nachhaltig.
Als Leserin fühle ich mich perfekt unterhalten, denn Lisa Deutschmann versteht es perfekt, ihre Worte spannend und fesselnd in die Kurzgeschichten zu übertragen. Für mich ein absolut tolles Buch, welches ich von Herzen gerne weiter empfehle ! Wer spannende Lesestunden sucht, der ist hier perfekt aufgehoben !
Rezensionen von LeserinLu :
Hat mich nicht erreicht
Leming von Murmel Clausen
TW: Suizid, Tod. Dieser Roman hatte mich mit der Ankündigung „Tschick trifft auf Nick Hornbys A Long way Down im Setting von The End of the F***ing World“ sehr neugierig gemacht, leider hat er mich jedoch überhaupt nicht berührt. Es scheint, als bemüht sich der Roman sehr, genau diese Vorgaben zu erfüllen, ohne jedoch eine eigene Sprache zu finden, sodass am Ende alles oberflächlich abgehandelt auf mich wirkte.
Nur das Nachwort im Namen des Autoren hat mich schließlich emotional erreicht.
Es geht um drei Außenseiter, die nach Ungarn aufbrechen, um sich umzubringen. Der Roadtrip erinnert tatsächlich an Tschick, allerdings ohne dass die Nebencharaktere wirklich Tiefe bekommen. Erzählt wird in einer ähnlich derben Sprache, die auf mich jedoch oft aufgesetzt und unauthentisch wirkte - dort redet kein Teenager, sondern es schimmert ein Erwachsener durch, der versucht, wie ein Teenager zu schreiben. Während Wörter wie „behindert“ reflektiert werden, werden „bitch“ und „normal“ einfach verwendet, ohne dass das irgendwie ironisch gebrochen wird o.Ä. Auch Trauer und Verzweiflung wurden für mich weder ernst noch ironisch dargestellt, sodass die Darstellung vor allem oberflächlich und bemüht wirkt.
Positiv: Die Geschichte wird flüssig erzählt, ich habe sie trotz Genervtheit zwischendurch zügig weglesen können. Das Nachwort und die zur Verfügung gestellten Informationen zu Hilfsmöglichkeiten fand ich auch gelungen.
Rezensionen von mybookiverse:
magisch und ereignisreich
Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall von Kate J. Armstrong
Nightbirds hat mir sehr gut gefallen! Ich fand die Idee, dass nur ausgewählte Personen über Magie verfügen und diese mittels eines Kusses weitergeben können sehr interessant und dies wie auch das schöne Cover haben mich neugierig gemacht.
Das Buch hat sich sehr angenehm gelesen. Ein flüssiger und bildhafter Schreibstil der immer an den richtigen Stellen an Tempo aufnahm um die Spannung zu steigern hat zu einem schönen Leseerlebnis beigetragen.
Die Geschichte ist sehr ereignisreich, es passiert recht viel und all das führt auch zu tollen Weiterentwicklungen der Charaktere. Und die Protagonistinnen müssen auch nochmal hervorgehoben werden! Die drei Frauen sind wirklich starke Charaktere die an ihren Erfahrungen wachsen und sich trotz aller Umstände selbst finden. Und was ich wirklich toll fand ist welche Rolle der Aspekt der Freundschaft in dem Buch spielt.
Das Buch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen, es ist eine außergewöhnliche und schön zu lesende Geschichte mit starken weiblichen Protagonistinnen, die auch für jüngeres Publikum geeignet ist!
Rezensionen von Steffi Gruber:
Mitreißend
Solito von Javier Zamora
Das Cover ist sehr einfach gehalten und sagt dabei doch so viel. Da steht jemand, ein Kind, alleine und trägt einen Rucksack. Und seine Silhouette ist ausgefüllt von der Weite des Landes.
Nachdem seine Eltern vor dem Bürgerkrieg aus El Salvador geflüchtet sind, lebt Javier bei seinen Großeltern.
Doch endlich, als Javier 9 ist, soll er zu seinen Eltern gebracht werden. Leider nicht, wie er es sich gewünscht hätte, mit dem Flugzeug, sondern von Schleppern. Aber Javier freut sich natürlich trotzdem, immerhin wird er seine Eltern in zwei Wochen endlich wieder sehen…
Doch dann kommt alles ganz anders und Javier erlebt Schlimmes. Aber auch Gutes.
Dieses Buch ist ein Tatsachenbericht, erzählt von dem Protagonisten selbst. Es nimmt einen vom ersten Kapital an in Beschlag, in dem er sein Leben bei seinen Großeltern beschreibt. Dann die Hoffnung, seine Eltern bald wieder zu sehen, die Vorfreude, und dann die Reise. Eine Geschichte voller Höhen und sehr tiefer Tiefen, die den Lesenden immer wieder zu Tränen rührt.
Rezensionen von miart:
Wenn Spannung im Schlaf versinkt
Anna O. von Matthew Blake
Die Ausgangslage in "Anna O" von Matthew Blake klingt spannend: Anna Ogilvy, seit vier Jahren im Tiefschlaf, wird verdächtigt, ihre Freunde ermordet zu haben. Dr. Benedict Prince, ein Spezialist für Verbrechen im Schlaf, soll sie aus diesem Zustand wecken und die Wahrheit herausfinden. Das Buch wurde als echter Pageturner beworben - das Marketing ist klasse, aber es konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen.
Besonders die Thematik rund um das Schlaf-Mysterium fand ich spannend. Doch trotz des aufregenden Starts war es mir zu wenig Thriller. Irgendwann wurde es einfach zu unspektakulär. Der Autor hat zwar gut recherchiert und viele Details eingebaut, aber genau das hat die Story in die Länge gezogen und an Spannung eingebüßt.
Die Geschichte wollte viel zu viel auf einmal: viele Infos, ein verzwickter Mordfall, mehrere Perspektiven und das Privatleben des Ermittlers. Am Ende wurde man mit einer langatmigen, verworrenen Aufklärung erschlagen. Zu viele Zufälle und Logikfehler haben dafür gesorgt, dass das ganze Geschehen unrealistisch wirkte. Die Grundidee war gut - vielleicht wurde einfach zu viel gewollt und dann war es letztlich doch nicht der große Thriller, den ich erwartet hatte.
Rezensionen von Steffi Gruber:
Sehr gut geschrieben
Forever Never von Lucy Score
Das wunderschön gestaltete Cover macht direkt Lust auf den Inhalt des (Hör)buches. Und man wird auch ziemlich direkt in die Handlung geworfen:
Brick trifft auf die Ex-Freundin seines Bruders, Tochter seiner Chefin, Frau mit gewaltiger Anziehungskraft, Remi, von der er sich eigentlich dringend fernhalten wollte.
Aber das Gegenteil ist der Fall: Er bietet ihr ein Zimmer seines Hauses an und merkt schnell, dass die einst so toughe Remi sich stark verändert hat.
Leider weicht sie seinen Fragen mit halbgaren Unwahrheiten aus, sodass er sich gezwungen sieht, ihr noch näher zu kommen, um ihr zu helfen.
Mit einer ordentlichen Briese Humor, hier und da etwas prickelnder Erotik und einem sehr flüssigen Schreibstil fesselt einen die von Anfang an spannende Geschichte und zieht einen in ihren Bann.
Mich hat das Buch vollkommen abgeholt, auch da die Protagonisten sehr detailliert beschrieben sind und man sich gut in sie hineinversetzen kann.
Rezensionen von Steffi Gruber:
Lesenswert
Ein Regenbogen für den Schah von Elyseo da Silva
Endlich, nach nunmehr acht Jahren, ein weiteres Werk des Autors Elyseo da Silva!
Eine unglaublich interessante und zugleich lehrreiche Reise ins Deutschland im Jahr 1967 und die 68er Bewegung. Und dazu eine mitreißende (Liebes)geschichte zwischen zwei außergewöhnlichen Menschen.
Aber nicht nur die Protagonisten sind sehr bildhaft beschrieben, auch die "Nebendarsteller" ziehen einen in ihren Bann.
Man hat die ganze Zeit während des Lesens Bilder im Kopf, sei es von den einzelnen Personen oder den Orten des Geschehens, wie der Treffpunkt der Sozialistischen Studenten.
Das Buch ist sowohl lehrreich, was die damalige Zeit angeht, was die Entstehung einer ganzen Bewegung betrifft, als auch unheimlich spannend geschrieben, während man immer wieder mit musikalischen Ikonen der 60er und 70er konfrontiert wird, die zu der Zeit teilweise erst noch am Aufsteigen waren.
Man merkt nicht, dass der Autor selbst, Elyseo da Silva, erst Mitte der 70er geboren wurde, so authentisch ist sein Schreibstil.
Rezensionen von carola1475:
Was kostet Dich die Wahrheit?
Scandor von Ursula Poznanski
Ursula Poznanskis neues Buch beeindruckt schon mit dem auch haptisch außergewöhnlichen Cover, genau so kann ich mir Scandor vorstellen, den innovativen unfehlbaren Lügendetektor.
Philipp und Tessa gehören zu den Teilnehmern an einem Wettbewerb, bei dem Scandor getestet werden soll. 100 Kandidaten stellen sich der Herausforderung, jederzeit unbedingt ehrlich zu sein, dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 5 Millionen Euro.
Wer ausscheidet, muss sich seiner größten Angst stellen.
Die beiden jungen Leute lerne ich bereits beim Bewerbungsgespräch kennen, sie sind authentisch gezeichnete liebenswerte Protagonisten, aus deren jeweiligen Sicht erzählt wird und denen ich gespannt durch den Wettbewerb folge. Die kleinste unbedacht ausgesprochene Unwahrheit führt zum Ausscheiden und es wird schnell deutlich, wie anstrengend jede Begegnung mit anderen Menschen wird, wenn auf jedes geäußerte Wort geachtet werden muss.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft, alle wichtigen Charaktere wecken bei mir Interesse und Gefühle, der Schreibstil ist angenehm zu lesen und 'Scandor' fesselt von Anfang bis Ende. Selbst die Struktur der Geschichte trägt zur Spannung bei, denn jedes Kapitel beginnt mit der Anzahl der noch vorhandenen Kandidaten und es werden auch Momente des Ausscheidens mancher Teilnehmer beschrieben.
Es gibt Begegnungen im Wettbewerb, die Protagonisten wie Leser gleichermaßen verblüffen und Fragen aufwerfen und die Auflösung am Ende hat mich wirklich überrascht. Ursula Poznanski ist ein packendes spannendes Buch gelungen, das Jugendlichen wie Erwachsenen gefallen wird.











