Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Julchentim:
Düsteres Epos voller Verrat und Verzweiflung
Five Broken Blades von Mai Corland
"Five Broken Blades - Verrat ist Pflicht" von Mai Corland ist ein fesselnder Fantasy-Roman, der in eine düstere Welt voller Verrat, Rache und Machtkämpfe entführt. Die Geschichte dreht sich um fünf bzw. eigentlich sechs ausdrucksstarke Charaktere, die ihre Klingen und Fähiglkeiten gegen ein unterdrückerisches Regime erheben haben.
Corland versteht es meisterhaft, eine mitreißende Atmosphäre zu schaffen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist von ständigen Bedrohungen geprägt. Die Charaktere sind vielschichtig und tiefgründig, mit der Zeit immer sympathischer werden. Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin die inneren Konflikte der Protagonisten darstellt. Jeder von ihnen kämpft mit den Geistern der Vergangenheit und der eigenen Schuld, was ihnen eine beunruhigende Menschlichkeit verleiht.
Die Handlung ist spannend und voller Wendungen. Die Corland hält die Leser mit unerwarteten Entwicklungen und geschickt platzierten Cliffhangern in Atem. Dabei wechselt sie gekonnt zwischen verschiedenen Perspektiven, was dem Roman eine zusätzliche Tiefe verleiht und den Leser in die Gedankenwelt der Figuren eintauchen lässt.
Allerdings ist die Geschichte nicht für Zartbesaitete. Die Brutalität und die oft schonungslose Darstellung der Konsequenzen von Verrat und Betrug können schwer verdaulich sein. Dennoch trägt dies zur Authentizität der Welt bei, die Corland erschaffen hat, und verstärkt das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, das die Protagonisten durchdringt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass der Einstieg in die Geschichte etwas holprig wirkt. Es dauert eine Weile, bis man sich in der komplexen Welt zurechtfindet, und manche Leser könnten von der Fülle an Informationen zu Beginn etwas überfordert sein. Doch wer durchhält, wird mit einer tiefgründigen und intensiven Geschichte belohnt.
Insgesamt ist "Five Broken Blades - Verrat ist Pflicht" ein beeindruckendes Werk, das Fantasy-Fans begeistern wird, die düstere, komplexe und emotionale Geschichten schätzen. Mai Corland zeigt mit diesem Roman eindrucksvoll ihr Talent, eine packende und zugleich nachdenklich stimmende Erzählung zu kreieren, die lange im Gedächtnis bleibt.
Ich durfte das Hörbuch genießen, welches von fabelhaften Sprechern ins Leben gerufen wurde. Ein absoluter Hörgenuss.
Rezensionen von brauneye29:
Überraschende Geschichte
Die Gräfin von Irma Nelles
Zum Inhalt:
Ein englischer Pilot stürzt mit seinem Flugzeug vor der Hallig Südfall ab, wo die sehr zurückgezogen lebende, achtzigjährige Hallig-Gräfin lebt. Obwohl alles dagegen spricht entwickeln die beide eine Verbindung miteinander.
Meine Meinung:
Mich hat schon das Cover sehr angesprochen, diese sehr zarten Farben und irgendwie kann man sich dort schon hinträumen.
Die Geschichte an sich ist sehr ruhig und lebt von der Beziehung der verschiedenen Menschen und entwickelt, obwohl nicht wirklich viel passiert, einen gewissen Sog. Was ich sehr spannend fand, war dass es die Hallig-Gräfin tatsächlich gab und fand es interessant etwas mehr über sie zu erfahren. So richtig rausgefunden, ob es den Piloten auch gab, habe ich nicht, aber am Ende ist es ja auch ein Roman. Das ganze Plattdeutsch im Buch passt zwar zum Buch, fand ich aber ganz schön schwer zu lesen und zu verstehen. Das Ende hat mich ein wenig überrascht.
Fazit:
Überraschende Geschichte
Rezensionen von brauneye29:
Eindringliche Geschichte
Als wir Schwäne waren von Behzad Karim Khani
Zum Inhalt:
Im Alter von 10 Jahren flieht Reza mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland, genauer gesagt ins Ruhrgebiet. Die Eltern hoffen auf ein besseres Leben, bekommen aber nicht mal ihre Bildungsabschlüsse anerkannt, versuchen aber dennoch in der neuen Heimat anzukommen. Reza kommt mit der Situation deutlich schlechter klar, gleitet schließlich sogar in die Kriminalität ab.
Meine Meinung:
Dies ist ein eindrückliches Buch, wie es Einwanderern ergehen kann, wie schwer sie es haben anzukommen. Der Ich-Erzähler Reza schildert wie schwer es ist, wenn man am Rand der Gesellschaft steht und wie schwer es ist, mit den Verletzungen umzugehen. Und das betrifft nicht nur die Eltern, sondern auch Reza, der allerdings wesentlich mehr Schwierigkeiten hat, damit umzugehen. Viele der Erlebnisse sind krass und kaum zu glauben, aber vermutlich im wahren Leben auch so. Ich finde es gut, dass der Autor seinen Finger in eine Wunde legt, die viele wahrscheinlich noch nie so gesehen haben. Der Schreibstil ist klar, manchmal sehr hart, passt aber gut zu Geschichte.
Fazit:
Eindringliche Geschichte
Rezensionen von Lesemama:
Kleinstadt-Charme
Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance von Laurie Gilmore
Zum Buch:
Jeanie übernimmt in Dream Harbor das Pumpkin Spice Café ihre Tante und zieht von Boston in die Kleinstadt. In ihrer ersten Woche lernt sie den grummeligen Logan kennen, zwischen den beiden knistert es ordentlich. Aber Logan ist nicht an eine Liebesbeziehung interessiert, vor allem, da das ganze Ort anscheinend Mitspracherecht hat,vor allem der Buchclub.
Meine Meinung:
Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, seit ich es letzten Herbst sah, allerdings da noch in englisch. Das Cover ist jetzt nicht so mein Fall, das Orginal gefiel mir besser, aber es geht ja um den Inhalt. Und der ist gut, total amüsant zu lesen, ich musste oft lachen. Jeanie und Logan mochte ich gleich, beide total unsicher, aber man spürt so die Chemie zwischen den beiden. Auch die anderen Bewohner der Kleinstadt waren facettenreich, der Bürgermeister, der seine Politik gerne träumt, Hazel, die Buchhändlerin, die genauso ist, wie eine Buchhändlerin einer Kleinstadt sein muss, Annie, die eine Bäckerei hat und der Buchclub, eine Mischung mit ganz wunderbaren, vor allem aber extrem neugierigen Personen. Mich hat die Geschichte jedenfalls sehr gut unterhalten und ich habe es gerne gelesen. Herbstlichen Flair, total süßes Setting, es macht Spaß und hat noch genug Potenzial für weitere Bücher in dem süßen Dream Harbor.
Rezensionen von brauneye29:
Erst den Vorgängerband lesen
Nur nachts ist es hell von Judith W. Taschler
Zum Inhalt:
Elisabeth war im ersten Weltkrieg Lazarettschwester, und nach dem Krieg studierte sie dann Medizin. Sie heiratet in eine Wiener Ärztefamilie ein und führt gemeinsam mit ihrem Mann eine Praxis. Das Leid der Frauen, die zu Engelmacherinnen berührt sie sehr, doch wie weit ist sie bereit zu gehen?
Alle dies und vieles mehr erzählt Elisabeth ihrer Nichte.
Meine Meinung:
Ich habe leider viel zu spät gesehen, dass es ein Buch vor diesem gab, dass auch schon von der Familie handelte und vermutlich hätte es die Lektüre dieses Buches einfacher gemacht, wenn man es zuerst gelesen hätte. Ich habe mich extrem schwer getan in die Geschichte reinzukommen und wenn ich ehrlich bin, bin ich es bis zum Schluss nicht wirklich. Irgendwie fand ich den Schreibstil auch anstrengend und ich konnte trotz des Stammbaums oft die Zusammenhänge nicht ohne weiteres herstellen. Nachdem ich mich so schwer getan habe ganz klare Empfehlung, zuerst den Vorgängerband zu lesen.
Fazit:
Erst den Vorgängerband lesen
Rezensionen von Kwinsu:
Ein namhaft tierischer Krimi im norddeutschen Setting
Ein tierischer Fall für den Kommissar von D.G. Ambronn
Kommissar Jörgensen sehnt sich sehr nach seinem in Bälde bevorstehenden Ruhestand. Bedauerlicherweise muss er sich innerhalb kürzester Zeit mit zwei Leichen auseinandersetzen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben. Der eine starb bei einem mutmaßlichen Unfall mit einem Pferd, der andere wurde offensichtlich erschossen und ist noch dazu ein Parlamentsmitarbeiter.
Zu den Ermittlungen im politischen Milieu gesellt sich immer wieder eine auffällige Frau, bei der unklar ist, wie sie in den Kontext passt. Die Ermittlungen nehmen Fahrt auf und immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen.
D.G. Ambronn schafft mit "Ein tierischer Fall für den Kommissar" einen kurzweiligen Krimi, der sich vor allem durch seinen schrägen Humor auszeichnet. Die Figuren sind oft bissig überzeichnet, es wird kein gutes Haar an Politiker:innen gelassen, die manch sonderbare Eigenschaften an den Tag legen. Liebevoll ausgewählte Nachnamen aus der Tierwelt wurden vielen Charakteren verpasst und sind wohl einer der Gründe für den Buchtitel. Die Kapitel sind kurz und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was der Geschichte ein angenehmes Tempo und eine gute Abwechslung verpasst. Ein gewisser Lokalkolorit verleiht dem Buch einen erfrischenden Charme. Der Kriminalfall schließt mit einem offenen Ende, das aber das Erzählte gut abrundet.
Die Gründe, weshalb ich bei meiner persönlichen Bewertung zwei Sterne abziehe sind folgende: für mich blieben einige Fragen offen, was damit zu tun hat, dass ich die Jörgensen-Reihe noch nicht kannte und ein gewisses Maß an Vorkenntnissen von Nöten ist, um alle Anspielungen zu verstehen. Der etwas kauzige und berufsmüde Kommissar (mitsamt seiner Frau und dem Kater Salito) ist (sind) mir sehr sympathisch und ich möchte sehr gern die Vorgängerkrimis lesen, weil ich den Schreibstil des Autors sehr mag. Ich bin mir sicher, dass sich dann meine Fragezeichen in Luft auflösen. Einige Figuren waren nach meinem Geschmack zu überzeichnet und zu wertend was das andere Geschlecht betrifft. Die Wertungen mögen zwar bestimmt der Realität entsprechen, es liegt mir persönlich aber nicht so und könnte für mich in der Literatur auch ausgespart werden. Zudem konnte ich teilweise den Humor, vor allem was die Protagonistin Monique betrifft, nicht verstehen. Auch von ihr gibt es schon Vorgeschichten und hier habe ich mir oft schwer getan, ihr folgen zu können.
Mein Fazit: ein tierischer Fall für den Kommissar ist ein kurzweiliger und humoriger Krimi, bei dem es aber von Vorteil ist, wenn man die ersten Teile der Jörgensen-Reihe kennt, um die Geschichte gut nachvollziehen zu können. Wer einen speziellen (norddeutschen) Humor und überzeichnete Charaktere gemixt mit einer spannenden Krimihandlung mag, ist hier gut aufgehoben.
Rezensionen von froschman:
Erwartungen nicht erfüllt
Reise nach Laredo von Arno Geiger
Der Roman von Arno Geiger nimmt uns mit in eine uns völlig unbekannte Welt des Mittelalters. Er handelt im Jahre 1558. Karl ein gläubiger und mächtiger Mann, bekleidete er doch das Amt eines Königs und Kaisers. Mittlerweile hat er alle seine Ämter niedergelegt, denn von Krankheit gezeichnet hat er keine Kraft mehr als Herrscher zu fungieren.
Also zieht er sich in die Einsamkeit eines Klosters in Spanien zurück und wartet auf sein Ende. Sein elfjährige geheimer Sohn Geronimo lebt in seinem Umfeld und eines Tages beschließt Karl mit seinem Sohn das Kloster zu verlassen. Geronimo besorgt einen Esel und ein Pferd und in einer unwirtlichen, regnerischen Nacht machen sie sich auf den Weg ins Ungewisse. Sie kommen in bedrohliche Situationen, lernen neuen Weggefährten kennen und reisen nun gemeinsam nach Laredo. Diesmal hat mich der Roman von Arno Geigen nicht überzeugt. Manche Passagen sind zu langatmig und die philosophischen Ansätze zu wenig deutlich ausgefeilt. Spannendes Thema, leider nicht vollends ausgeschöpft
Rezensionen von Ruth:
Frei erfunden, aber…
Freunderlwirtschaft von Hartlieb Petra
Die österreichische Schriftstellerin und Buchhändlerin Petra Hartlieb hat ihre schriftstellerische Karriere als Krimiautorin begonnen. Gemeinsam mit dem Literaturkritiker Claus-Ulrich Bielefeld hat sie vor Jahren eine dreibändige Krimireihe geschrieben. Nun hat sie mit „ Freunderlwirtschaft“ erneut einen Krimi vorgelegt; für diesen aber ist sie allein verantwortlich.
Hauptkommissarin Alma Oberkofler, frisch von Linz nach Wien versetzt, bekommt es gleich in der ersten Woche mit einem brisanten Mordfall zu tun. Der smarte junge Minister für Tourismus und Landwirtschaft, Max Langwieser, wird tot in seiner Penthouse- Wohnung aufgefunden. Todesursache: ein Sturz auf den gläsernen Designertisch. War es ein Unfall oder hat hier jemand nachgeholfen? Doch wer sollte ein Interesse haben, den beliebten Politiker umzubringen. Der Verdacht fällt bald auf seine Freundin Jessica, die seitdem verschwunden ist. Doch Alma hat hier ihre Zweifel. Bald gibt es einen zweiten Toten, der mit dem ersten Opfer in Beziehung stand.
Die Ermittlungen führen die Polizeibeamtin und ihre Kollegen in allerhöchste Kreise. Langwieser war ein enger Freund von Bundeskanzler Fercher, der einige Ähnlichkeiten zum früheren österreichischen Kanzler Sebastian Kurz aufweist. Bald stellt sich heraus, dass der saubere Landwirtschaftsminister einige dubiose Geschäfte laufen hat. Wirtschaft und Politik gehen hier eine lukrative Verbindung ein. „ Die waren nicht sauber. Denen ging es nicht um das Wohl des Landes, das war höchstens der romantische Beginn ihrer politischen Karriere gewesen. Nun ging es um Geld, Macht und Privilegien , und auch wenn Frauen irgendwie mitspielen durften, war es ein Männerzirkel wie schon seit jeher. Verschlossen, kameradschaftlich und gnadenlos. Wo man hinsah, die Jungs hielten eisern zusammen, einfach weil es ein Prinzip war, aber auch, weil jeder vom jeweils anderen etwas in der Hand hatte, etwas, mit dem man erpressbar war.“
Mit Sachverstand ( die Recherche erforderte hier viel Zeit und Arbeit, wie die Autorin in einem Interview bekennt) und mit bissigem Spott beschreibt Petra Hartlieb die Ermittlungsarbeit . Doch es gibt noch eine zweite Perspektive im Roman, nämlich die von Jessica, der Verlobten des Toten. Hier erfährt der Leser aus erster Hand, wie sich die Beziehung zwischen der jungen Frau und dem Minister entwickelt hat. Beide kennen sich seit ihrer Schulzeit. Und hier begleiten wir Jessica auf ihrer Flucht und erfahren die Gründe dafür. So ist der Leser immer etwas schlauer als die ermittelnde Beamtin.
Petra Hartlieb legt Wert auf eine differenzierte Figurenzeichnung. Alle wichtigen Protagonisten bekommen einen biographischen Hintergrund. Das macht die Figuren authentisch und lebendig. Von Alma erfährt der Leser gleich zu Beginn, dass ein Kindheitstrauma verantwortlich war für ihre Berufswahl. Mentalen Ausgleich findet Alma in der Beziehung zu Antti, einem finnischen Professor, den sie vor drei Jahren auf Sylt kennengelernt hat und der seinen Arbeitsplatz ihr zuliebe nach Österreich verlegt hat. Und eine nette Buchhändlerin darf im Roman auch nicht fehlen. Die ist Wohnungsnachbarin von Alma und hat immer ein offenes Ohr und etwas zum Essen und Trinken für sie.
„ Freunderlwirtschaft“ ist ein unterhaltsamer Krimi, der zwar frei erfunden ist, aber Ähnlichkeiten mit Personen und Vorkommnissen aus der Realität aufweist. Die sympathische Ermittlerin und ihre geradlinige Vorgehensweise lassen auf eine Fortsetzung hoffen.
Rezensionen von Petra Sch.:
Die Jagd nach einem Serienkiller soll eine Freundschaft festigen
Unser Buch der seltsamen Dinge von Jennie Godfrey
Yorkshire, 1979: Die 12-jährige Miv erzählt uns ihre Geschichte in ich-Form, dadurch kann man sich noch mehr in die kleine bemitleidenswerte Kinderseele einfühlen. Dazwischen gibt es Einschübe aus Sicht anderer Personen in erzählender Form.
Miv hat genau eine Freundin, Sharon, mit der sie alles gemeinsam macht: Miv heckt die Pläne aus, Sharon setzt sie um.
Beide kommen aus unterschiedlichen Familien, doch trotz der sozialen Unterschiede werden sie beste Freundinnen.
Als dann die Morde des Yorkshire Rippers immer mehr Angst und Schrecken verbreiten, weil nun auch die "normalen" Frauen in Gefahr sind (bisher hat er nur Prostituierte getötet, wobei Miv nur weiß, dass das keine "normalen" Frauen sind, weil dieses Wort nur hinter vorgehaltener Hand genannt wird), überlegt Mivs Vater, aus Yorkshire wegzuziehen. Doch das kommt für das Mädchen gar nicht in Frage, sie MUSS in Yorkshire und bei ihrer einzigen Freundin bleiben. Denn nur mit ihrer Mutter, die nichts mehr redet; ihrem Vater, der die Abende im Pub verbringt und ihrer ständig nörgelnden Tante, die sich nun alles im Haushalt kümmert, wird sie eingehen.
Also erstellt sie eine Liste (wie ihre Tante Jean es immer macht) - damit muss der Ripper doch zu entlarven sein! Und wenn sie ihn gestellt hat, kann sie mir ihrer Familie in Yorkshire bleiben.
Den Yorkshire-Ripper gab es wirklich: von 1975 bis 1980 hat er 13 Frauen ermordet; diese Begebenheiten haben die Autorin so geprägt, dass sie nun einen emotionalen Coming-of-Age-Roman darum herum gewebt hat.
Man fühlt sehr mit Miv mit und sieht vieles von sich selbst in ihr. Sharon ist ein starker Charakter, sie ist sehr einfühlsam und empathisch (das alles fehlt Miv). Gemeinsam sind sie ein unschlagbares Team.
Später kommen noch Ishtiaq (damals waren "solche" Leute "von woanders" verpönt. Das wird auch in der Geschichte immer wieder hervorgehoben; alles gipfelt darin, dass der Laden von Ishtiaqs Vater angezündet wird) und Paul zu ihrer Freundesgruppe dazu. Es ist schön zu sehen, wie sie sich gegen die Vorurteile und Anfeindungen entgegenstemmen und immer mehr zusammenschweißen.
Durch Mivs Liste lernen die Mädels etliche Bewohner des Ortes kennen, es kommen immer mehr von deren Geheimnisse zutage, und die Mädchen werden dadurch mit bestimmten Personen zusammengeschweißt; sie richten dabei Chaos an, helfen aber auch und bringen Freude in das Leben anderer.
Somit ist das Buch auch eine Sozialstudie der damaligen Zeit: vieles erkennt man in den Überzeugungen von Tante Jean. Auch die sozialen Unterschiede waren damals noch größer; und natürlich die Stellung der Frau dazumals.
Natürlich gibt es auch erste zarte Liebesgefühle und ein einschneidendes Erlebnis, das alles verändern soll.
Es geht um einen kurzen Abschnitt im Leben einer Jugendlichen, Höhen und Tiefen in familiären, freundschaftlichen und allgemein sozialen Beziehungen, die ihr weiteres Leben und ihren Charakter prägen. - Die Geschichte erinnerte mich an Stephen Kings "Stand by me - Das Geheimnis eines Sommers".
Fazit:
Emotionaler Coming-of-Age-Roman über die 12-jährige Miv, die unbedingt den allseits gefürchteten Serienkiller fangen will, um in Yorkshire bei ihrer besten Freundin Sharon bleiben zu können.
Rezensionen von Julyy:
Toller Auftakt einer neuen Young Adult Reihe
The Monet Family - Shine Bright Like a Treasure von Weronika Anna Marczak
Bei diesem Buch " The Monet Family" handelt es sich um den ersten Band einer neuen Young Adult Reihe. Zwei weitere Bände sollen dazu noch erscheinen.
Ich finde das Thema sehr spannend und sehr gut umgesetzt.
Hailie verliert bei einem Unfall ihre Familie und soll nun zu ihren 5 Halbbrüdern ziehen, die sie gar nicht kennt.
Diese sind recht wohlhabend und nun soll sie dort ein ganz anderes Leben führen, auf eine Privatschule gehen und sehr wohlbehütet im Luxus leben. Aber ihre Brüder scheinen ein Geheimnis zu haben...
Der Schreibstil war flüssig und sehr gut zu lesen und man war sofort mitten im Buch. Ich konnte mich sofort in Hailie rein versetzen und auch alle anderen Charaktere waren gut durchdacht und machten das Buch mit der tollen Geschichte zu einem echten Lesevergnügen.
Am Ende blieben noch ein paar Fragen offen, so darf man auf den nächsten Band gespannt sein.
Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön und ein echter Hingucker.
Ich empfehle das Buch allen weiter, die Young Adult Bücher mögen. Ich fand es super und so hatte ich das Buch sehr schnell durchgelesen. Ich freue mich schon auf Band 2, der am 11.11 24 erscheinen soll.











