Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sorko:

Wenn die Sonne dann doch untergeht

Reise nach Laredo von Arno Geiger

Karl, der Herrscher, in dessen Reich die Sonne nie unterging, war nirgendwo so richtig zuhause. Dass er rund drei Jahre vor seinem Tod abdankte und alle seine Ämter aufgab, war für die damalige Zeit ungewöhnlich. Er litt schwer unter der Gicht, was sicherlich einer der Gründe war, warum er sich nach Spanien in die abgelegene Gegend um das Kloster Yuste zurückzog.

Wie beschrieben hatte er aber noch zahlreiche Menschen um sich, die für ihn sorgten und ihn pflegten.
Als das Ende naht, hat Karl einen Traum, der vom Autor ausführlich dargestellt wird. Dieser Traum, wie auch sein vermeintlicher Sohn Geronimo, ist Fiktion (wobei natürlich die Möglichkeit besteht, dass der Ex-Kaiser noch einige uneheliche Kinder hatte, von denen wir nichts wissen). Karl begibt sich mit Geronimo auf einen Weg nach Laredo, er möchte dabei erfahren, wer er wirklich ist. Ob die durchaus interessanten Erlebnisse, die Karl in seinem Traum durchlebt, wirklich hilfreich sind für seine Selbstfindung, sei dahingestellt. So ganz überzeugt bin ich nicht.
Eine lesenswerte Geschichte, die Fiktion und historische Fakten verbindet und dem Leser verdeutlicht, dass sehr viel Macht nicht immer mit sehr viel Glück einhergeht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sorko

Rezensionen von yellowdog:

Der Bericht des Schwans

Als wir Schwäne waren von Behzad Karim Khani

Behzad Karim Khanis zweiter Roman „Als wir Schwäne waren“ ist ein intensiver Text, auch poetisch. Der Autor zeigt die Wut seines Protagonisten, der als 9jähriger aus dem Iran ins Ruhrgebiet einwandert. Hier erlebt er die manchmal lebensfeindlichen Lebensbedingungen und die Gewalt, die er schließlich selbst ausüben wird.

Ziemlich am Anfang wird gezeigt wie er einen Mitschüler, der es sicherlich verdient hat, brutal zusammenschlägt. Das löst beim Protagonisten ein Machtgefühl aus. So konsequent beschrieben, liest man das selten. Aber eine gewisse Faszination von Gewalt scheint zu bleiben, möglicherweise auch beim Autor. Etwas mehr Distanz täte auch gut. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass der Erzähler doch auch gereift und reflektierend wirkt.
Es ist nebenbei auch ein Buch über die Eltern, die in Deutschland sozialen Abstieg erlebten. Insbesondere der Vater ist eine melancholische Figur.
Das Buch wirkt wegen der Erzählweise des Berichts so stark.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von begine:

Interessant

Reise nach Laredo von Arno Geiger



Arno Geiger lässt uns in seinem Roman,
Reise nach Laredo, auf einer fantasievolle nReise teilnehmen.
Ich habe die letzten seiner Romane gerne gelesen, da musste ich diesen auch lesen.
Der Roman basiert auf historische Vorgaben. Der Protagonist ist an die letzten Jahre des Kaiser Karl V angelehnt.

Karl hat nicht mehr lange zu leben, als er sich von dem elfjährigenGeronimo zu der Reise überreden.
Karl kommt schwer auf das Pferd, da überredet Geronimo ihn, sei Maultier zu reiten.
Der Autor lässt diese Reise mit seinem guten Stil zu etwas besonders werden.
Es geschehen einige Abenteuer, die Karl mal mal ,ehr, mal weniger meistert.
Geronimos Beitrag gefällt mir an besten, obwohl seine Zukunft im Dunkeln bleibt.
Der Autor versteht es perfekt die Stimmung in dieser Zeit aufzugreifen.
Mich konnte er jetzt nicht total fesseln.
Trotzdem war der Roman unterhaltsam
und lesenswert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von begine

Rezensionen von mybookiverse:

konnte mich nicht überzeugen

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz von Kehribar Beril

Die Idee der Geschichte klang toll und ich habe mich richtig auf das Buch gefreut, doch leider hat die Umsetzung mich enttäuscht. Am Anfang hatte es ein hohes Tempo und es baute sich auch innerhalb weniger Kapitel ein hoher Spannungsbogen auf, doch sobald Zoé in Xanthia ist ist es sehr langatmig und ich hatte das Gefühl alles dreht sich andauernd nur im Kreis.

Auch mit den Charakteren wurde ich leider gar nicht warm. Zoé handelt zu oft unüberlegt und wirklich gar nicht nachvollziehbar und Alexei ist einfach nur unsympathisch und abweisend. Auch die Anziehung zwischen den beiden hatte für mich leider absolut gar keine Grundlage und generell war alles was Alexei tut wirklich toxisch. Vielleicht ist dies auch die Grundlage damit Zoé in Folgebänden aus diesem Verhältnis lernen kann, aber dennoch hat es mich nicht überzeugt. Leider fand ich auch, dass die beworbenen Tropes nur spärlich eingebaut wurden und generell sehr viele Klischees genutzt wurden. Die Wendung am Ende war hingegen recht interessant und ich denke ich werde Band 2 noch eine Chance geben um zu schauen in welche Richtung die Reihe sich entwickelt.
Der Schreibstil war angenehm und bildhaft und die Sprecherin des Hörbuchs hat es sehr gut umgesetzt und Emotionen richtig gut rüberbringen können.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von mybookiverse

Rezensionen von yellowdog:

Das Licht in allem

Wünsche an die Wellen von Katya Balen

Katja Balen hatte schon mit ihren ersten Roman October, October um ein junges, sensibles, aber auch starkes Mädchen überzeugt. Der neue Roman geht in eine ähnliche Richtung, aber diesmal sind es zwei Kids, die im Mittelpunkt stehen.
Zofia und Tom wechseln sich jedes Kapitel ab und man erfährt kontinuierlich von ihren Gedanken.

Daher ist man ihnen schnell sehr nahe.
Zofia lebt allein mit ihrem Vater, Tom mit seiner Mutter. Dann kommen ihre Eltern zusammen und sie werden eine neue Familie, doch Zofia und Tom sind sehr verschieden und verstehen sich anfangs überhaupt nicht. Sie sind wie Öl und Wasser. Während Zofia lebhaft und laut ist, spürt man bei Tom eine Traumatisierung aufgrund früherer Misshandlungen. Zofia ist nicht begeistert, dass da neue Leute kommen und sich zwischen sie und ihren Vater dränge.
Als Toms Mutter schwanger wird, das Baby aber anscheinend krank ist, müssen sie sich zusammenraufen.
Es ist unmöglich, von dem Buch nicht berührt zu sein. Es ist eine gute Entscheidung der Autorin, beide Protagonisten ausgewogen und gleichwertig zu halten. Davon profitiert das Buch, dem es auch gelingt, einen guten Spannungsbogen aufzubauen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von Linelovesreading :

Ein neuer Fall für die Zeitdetektive

Die Zeitdetektive, 4, Die gefiederte Schlange von Fabian Lenk

Diesen Band der Reihe rund um die Zeitdetektive Kim, Leon, Julian und Katze Kija fand ich deutlich besser als den ersten Band. Das mag auch daran liegen, dass ich diese Geschichte noch nicht aus der ersten Reihe der Zeitdetektive kannte und mir somit keine Veränderungen auffallen konnten.
Die Handlung war sehr spannend und hat auch mir noch neue Informationen geliefert, was mir sehr gut gefallen hat.

Durch den flüssigen Schreibstil hat sich der historische Kriminalfall auch sehr gut lesen lassen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Schön fand ich auch den Zusammenhalt der Freunde, der wieder mal unter Beweis gestellt wurde.
Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die Zeichnungen. Ich habe einfach immernoch die Zeitdetektive vor Augen, die ich als Kind kannte und diese neuen Illustrationen passen da so gar nicht rein. Das stört mich immer, weil nicht nur der Stil, sondern auch die Darstellung der Personen anders ist und für mich einfach nicht zu den Zeitdetektiven passt.
Der Anhang mit den vielen Informationen rund um das historische Thema und auch die kurzen Erklärungen zu Geografie und anderen Begriffen haben mir sehr gut gefallen, weil diese einen Überblick über die Hintergründe der Geschichte geben.
Insgesamt ein toller historischer Krimi für Kinder, dessen Illustrationen mich nicht überzeugen konnten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Linelovesreading

Rezensionen von yellowdog:

Ein Leben im Extrem

Wie ein wilder Gott von Gianfranco Calligarich

Zwar ist dieser neue Roman von Gianfranco Galligarich ganz anders als sein Erfolgsroman "Der letzte Sommer in der Stadt", aber das schriftstellerische Geschick und ein gewisser Ton sind vorhanden.
Thema ist der Afrikaforschers Vittorio Bottego (1860 bis 1897).
Um die Geschichte Bottegos zu erzählen, nutzt der Autor die Reflexionen eines 70jährigen im Jahr 1933.

Der bedenkt nicht nur sein eigenes Leben sondern auch das Bottegos.
Der Erzähler stützt sich auf dessen Tagebücher. Direkt characterdriven ist der Roman nicht.

Galligarichs erzählerischer Einfallsreichtum erinnert mich latent an den portugiesischen Literaturnobelpreisträger Jose Saramago, stilistisch ist er aber zugänglicher. Der Text ist gut lesbar, hat aber auch immer wieder ausdrucksstarke Beschreibungen mit ausgezeichneten Formulierungen. dabei ist neben dem Weg der Karawanen in Afrika der Schauplatz Italien genauso wichtig.

Ein bemerkenswertes Buch!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von Sheilo:

Wimmelbuch für kleine Einhornfans

Sternenschweif, Wimmelbuch, Abenteuer im Einhornland von Linda Chapman

Das Einhorn Schimmerhorn fiebert seinem 2. Geburtstag entgegen, aber es weiß leider nicht, wann sein Geburtstag ist. Laura und ihr Einhorn Sternenschweif wollen Schimmerhorn helfen, um es gemeinsam heraus zu finden.
Sternenschweif ist eine bekannte Buchserie mit einer Vielzahl von Bänden, aber dieses richtet sich an die kleinen Kinder ab ca.

3 Jahren. Das bunte und farbenfrohe Wimmelbuch lädt zum Entdecken der Einhörner, Elfen und vielen süßen Details ein. Meine Kinder waren dabei besonders begeistert von dem Innenleben der Türme in Einhornform oder aber auch von den liebevollen Bildern in einer Trollhöhle.
Wie in typischen Wimmelbüchern überwiegen auf den Doppelseiten die großflächigen Illustrationen. Zusätzlich wird eine kurze Geschichte erzählt, wobei der Text je Seite altersgerecht kurz gehalten ist. Der Umfang der Erzählung hält sich zwar in Grenzen, aber für mich persönlich ist es passend, da die Wimmelbilder für mich im Vordergrund stehen.
Meine Kinder mögen das Buch sehr, es ist eine schöne Geschichte zum Miteinander und der Freundschaft mit verschiedenen Wesen wie Drachen, Trollen, Einhörner und Elfen. Wer ein schönes Wimmelbuch für kleine Einhornfans sucht, findet hier genau das Richtige.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sheilo

Rezensionen von Kwinsu:

Schön geschriebener Wohlfühlroman mit erzählerischen Schwächen

Und dahinter das Meer von Laura Spence-Ash

London 1940: die elfjährige Beatrix und ihre Eltern fürchten sich vor den immer mehr werdenden Bombenangriffen in der Stadt. Deshalb wird beschlossen, dass ihre Tochter in die USA verschickt wird, um dort in Sicherheit das Ende des Krieges abzuwarten. Das Mädchen landet bei den Gregorys, einer mittelständischen Familie mit zwei Söhnen, die sie herzlich aufnimmt.

Sie verbringt fünf Jahre bei ihnen und die Zeit prägt sie nachhaltig. Zurück in London wird der Kontakt zu und die Berührungspunkte mit ihrer amerikanischen Gastfamilie immer weniger, doch das Schicksal wird sie wieder zusammenbringen...

Der Debutroman von Laura Spence-Ash verspricht eine wohlige Familiengeschichte zwischen England und den USA. Über einen Zeitraum von 37 Jahren lernen wir die verschiedenen Protagonist:innen kennen - neben Beatrix spielen die beiden Gastfamilienbrüder William und Gerald eine wesentliche Rolle, aber auch die Eltern beider Familien sowie in späterer Folge auch die Ehefrau von William. In kurzen Erzählepisoden werden Ereignisse aus der Sicht der verschiedenen Charaktere geschildert, was angenehm und abwechslungsreich zu lesen ist. Die Sprache der Autorin gefällt mir wirklich gut, sie ist kurzweilig mit einem Hauch Melancholie und sie weiß starke Bilder zu erzeugen - besonders gelungen finde ich hier die geschaffene Atmosphäre auf der Sommerinsel in Maine, wo die Familie Gregory regelmäßig ihre Sommerferien verbringt. Ihr literarisches Talent beweist sie immer wieder durch wunderbare stilistische Kniffe, sei es sprachlich oder handwerklich gut gemachte Doppelungen und wiederkehrende Motive, wie beispielsweise das Meer.

Soviel zum Positiven. Leider hat mich der Roman aber enttäuscht. Das Thema, das Setting und der Buchtitel klangen für mich sehr interessant und ansprechend, aber bedauerlicherweise nervte mich das Erzählte über weite Strecken. Das hat vielerlei Gründe. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, was ja grundsätzlich nichts schlechtes ist. Da der Roman aber nur 364 Seiten hat, können die 37 Jahre dementsprechend nur sehr peripher abgedeckt werden. Wie das die Autorin macht, hat mir so gar nicht gefallen. Die Zeitsprünge sind vollkommen willkürlich, oft werden den Leser:innen bevorstehende Ereignisse angekündigt, aber dann werden diese - häufig für den Fortgang der Geschichte wesentlichen - Vorkommnisse dann nur in ein oder zwei Sätzen im Rückblick nacherzählt. Zudem werden oft Themen angeschnitten, die dann einfach wieder fallen gelassen werden - man wartet vergebens darauf, eine Erklärung oder eine Auflösung für Geschildertes zu erhalten. Weiters sind gewisse Aussagen über den Handlungsverlauf oder die Charaktere widersprüchlich oder inkonsequent, was vermutlich mit einem akkuraterem Lektorat vermieden hätte werden können.

Schade finde ich auch, dass die Figuren für mich allesamt schwer zu greifen sind, da sie nur sehr oberflächlich beschrieben werden und es meist ausgelassen wurde, Schlüsselszenen direkt zu beschreiben (diese werden, wie oben bereits erwähnt, oft nur kurz im Nachhinein geschildert). Außerdem vollziehen die Personen des Öfteren überraschende und nicht näher erläuterte Charakterwandlungen, die größtenteils unglaubwürdig sind. Besonders zwei Charaktere, nämlich Beatrix Mutter Millie als auch Williams Frau Rose sind sehr schwarz-weiß gezeichnet, doch zum Wohle des harmonischen Ausgangs der Geschichte, vollziehen sie einen plötzlichen Sinneswandel, der aber auch nicht näher begründet wird. Oft blieb ich ratlos ob der unerklärten Handlungen einzelner Figuren zurück. Augenscheinlich ist auch, dass wirklich alle Protagonist:innen sehr in der Vergangenheit verhaftet sind und die "gute alte Zeit" (in diesem Fall wohl die fünf Jahre, die Beatrix bei den Gregorys in den USA verbrachte) zurück sehnen. Interessant wäre es vielleicht, das Buch mit dem englischen Original zu vergleichen in der Hoffnung, dass einige immer wiederkehrende und beinahe lustlos wirkende Wortwiederholungen (z.B. "schön" oder "bezaubernd") ein wenig "lost in translation" sind. Das Happy End stört mich nicht so sehr, auch wenn es durchaus vorhersehbar war.

Mein Fazit: "Und dahinter das Meer" ist ein sprachlich schön formulierter Roman, der etliche erzählerische Schwächen aufweist. Wer eine dahinplätschernde Wohlfühlgeschichte mag und sich nicht daran stört, dass die Stringenz zu wünschen übrig lässt, ist hier gut aufgehoben. Meinen Geschmack konnte das Buch leider nicht treffen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kwinsu

Rezensionen von Sago:

Aus dem Leben gegriffen

Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein junior-Lexikon: Bauernhof von Andrea Erne

Mit der bewährten Reihe Wieso? Weshalb? Warum? Geht es diesmal für Kinder ab zwei Jahren auf den Bauernhof.

Fans von Landmaschinen kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie kleine Tierfreunde. Dabei sind die Bilder wieder einmal anschaulich, farbenfroh und kindgerecht gestaltet.

Selbst nicht alltägliche Aspekte wie ein Hühnermobil werden vorgestellt.

Das Landleben ist wirklich aus dem Leben gegriffen, was für mich als Erwachsene auch Wermutstropfen enthält. So säugt eine arme Muttersau ihre Ferkel eingepfercht in einem Kastenstand. Was leider noch der Realität entspricht, aber trotzdem nicht weniger bedauerlich ist.

Die kurzen Texte eignen sich sehr gut zum Vorlesen. Die Begriffe der Erntemaschinen dürften allerdings Kleinkinder noch überfordern.

Ansonsten punktet das Buch in bewährter Manier mit Robustheit, Spiralbindung und den beliebten Klappen, hinter denen es vieles zu entdecken gibt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sago