Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
in diesem Thriller wird mit Social Media abgerechnet
Die Auszeit von Emily Rudolf
3,5 Sterne
Die erfolgreiche Bloggerin Viktoria Kaplan reist mit ihrer Entourage in ein exklusives Retreat in den Bayerischen Alpen, um dort den baldigen Meilenstein von 1 Million Follower zu feiern und in Kooperation Werbung für das Retreat zu machen.
Mit dabei sind ihr Bruder Max, ihr Freund Julian und ihre beste Freundin Karla, die alle für sie bzw.
ihren Blog arbeiten, sowie Julians bester Freund Sebastian und Max' neue Freundin Josefine.
Das Team des Retreats besteht aus dem Inhaber Pierre, seiner Assistentin Magdalena, dem Koch Thomas und der Aushilfe Paul.
Und an Tag 2 des Aufenthalts stirbt jemand...
In ihrem Debüt nimmt Emily Rudolf die Scheinwelt von Social Media aufs Korn; sie zeigt aber auch die viele Arbeit von etlichen Angestellten, die hinter so einem Account stecken, um diesen am Leben zu erhalten; und die schlechten Einflüsse, die Social Media auf (junge) Menschen hat.
Der Schreibstil ist flüssig, mit einem immer eher hohen Spannungsbogen - dies wird auch forciert, da man ständig aus einer anderen Personen-Sicht liest, beginnend 37 Stunden vor der Tat, schrittweise diesem Zeitpunkt immer näher kommend.
Nur aus Sicht von Karla liest man im Jetzt. Sämtliche Fäden und offenen Fragen lösen sich nach und nach auf und fügen sich, mit überraschenden Wendungen, zusammen.
Manchmal waren mir die Perspektivwechsel jedoch viel zu schnell, kaum hat man sich in diese eine Person eingelesen, ist auch schon wieder der Wechsel da.
Die Darsteller und Akteure im Hintergrund eines Social Media Kanals, und die Arbeit, die damit einhergeht, sind authentisch dargestellt. Auch die Charaktere sind unterschiedlich und haben Ecken und Kanten und vor allem: Geheimnisse.
Manchmal jedoch dreht sich alles im Kreis und man könnte die Personen einfach nur schütteln!
Miträtseln funktioniert hier prima, man hat ständig jemand anderen als Täter im Visier.
Leider fand ich den Showdown überzogen und das Ende bzw. die Auflösung nicht so ganz glaubwürdig. Ich fand das Motiv einfach nicht so ganz nachvollziehbar.
Im hinteren Buchdeckel werden die 6 Freunde sowie die 4 Angestellten des Retreats mittels kurzer Steckbriefe vorgestellt. So etwas finde ich immer sehr hilfreich, um sich einen ersten Überblick über die handelnden Personen bzw. die Verbindung zwischen ihnen zu verschaffen.
Fazit:
Mit diesem Thriller wird mit der Scheinwelt von Instagram abgerechnet - doch die Umsetzung hätte noch Luft nach oben gehabt; v.a. das Ende fand ich überzogen.
Rezensionen von Marie aus E.:
Der Funke ist leider nicht übergesprungen
Akikos stilles Glück von Jan-Philipp Sendker
Ich habe mich sofort in das wunderschöne Buchcover verliebt und wollte das Buch unbedingt haben.
Aber natürlich nicht nur um des Cover willens.
Seit "Herzen hören" mag ich die Bücher des Autors sehr gern.
Leider sprang der Funke diesmal nicht über.
Es geht um die Japanerin Akiko.
Neunundzwanzig Jahre alt, Single und Buchhaltungskraft in einer großen Firma in Tokio. Ihre Mutter, mit der sie zusammenlebte und die sie alleine großzog, ist erst kürzlich verstorben.
Groß Sozialkontakte hat Akiko nicht, nur über ihren Beruf.
Allerdings auch kaum Zeit, denn die Arbeitstage dauern 12 Stunden und mehr als eine Woche Urlaub im Jahr wird den Angestellten nicht zugestanden.
Eines Tages trifft sie einen alten Schulfreund aus Jugendzeiten wieder. Kento ist ein Hikikomori, also ein Mensch, der in selbstverfügter Isolation lebt und in dem Fall das Haus nur nachts verlässt.
Eigentlich ist damit schon fast alles erzählt. Mir hat hier die besondere Poesie der anderen Bücher gefehlt, das gewisse Etwas.
Es plätscherte so vor sich hin und hat mich emotional leider nicht erreicht.
Was mit hingegen sehr gut gefallen hat, das war der Einblick in die japanische Lebensrealität gerade von jungen Frauen. Zwischen Stundenhotels, weil für Beziehungen gar keine Zeit vorhanden ist (oder auch gar nicht gewünscht ist), Pflichterfüllung und einer in unseren Augen nicht existenten Work-Life-Balance. Spannend!
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Der Zauber des Anfangs
Akikos stilles Glück von Jan-Philipp Sendker
»Du verbringst seit fast dreißig Jahren Zeit mit dir. Das bedeutet aber nicht, dass du dich kennst.«
Hauptfigur ist die neunundzwandzigjährige Akiko, die als Buchhalterin arbeitet und alleinstehend in einer Wohnung in Tokio lebt. Sie ist „entsetzlich schüchtern“ und einsam, seit ihre Mutter gestorben ist.
Als sie den geheimnisvollen Kento wiedersieht, beginnt sie, über ihr Leben nachzudenken. „Je mehr ich von ihm erfuhr, je mehr er von sich erzählte, umso rätselhafter wurde er mir.“ Seine Geheimnisse sind wie ein Spiegel. Kennt sie sich eigentlich richtig? Die Gedanken, die Akiko sich macht, reichen zurück in die Schulzeit und sie stellt sich beispielsweise vor, Teil einer Simulation zu sein, was sie das Mobbing ertragen lässt, dem sie während der Schulzeit ausgesetzt war. Sie möchte sich selbst heiraten, weil sie lieber allein ist und hadert mit dem Verlust ihrer alleinerziehenden Mutter, die sie belogen hat. Es sind die Gespräche mit Freunden wie Tomomi, deren Mann sie kaum noch bemerkt, oder Naoko, die als Solo-Braut inspiriert, und vor allem mit Kento, der ihrem Leben eine neue Wendung gibt, als sich ihr die Frage aufdrängt: Was wäre, wenn …
»Ich hatte mich verlaufen. Ich irrte durch die Tage und meinen Alltag und suchte vergeblich.«
Der Schreibstil ist schnörkelos, klar und treffend. Erst denkt man, es geht nur um die sich langsam entwickelnde Beziehung zu Kento, der als Hikikomori
isoliert und zurückgezogen von überstimulierendem Reizen lebt und seine Wohnung nur nachts verlässt. Akiko mag ihn schon seit der Junior High School, auch wenn sie kaum miteinander gesprochen haben. Sie bleiben seit dem Treffen in Verbindung und mit Geschichten „Aus K.s Welt“ und Haikus lässt Kento sie an seinem Leben teilhaben. Tatsächlich steht jedoch Akikos Entwicklung im Vordergrund, die mit Sorgfalt und Glaubhaftigkeit in leisen Tönen so intensiv dargestellt wird, dass es eine Freude ist, sich darin zu verlieren. Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann das in diesem Roman viel zu viel Alkohol getrunken wird.
Rezensionen von Gavroche:
Spannend und unvorhersehbar
Dynasty of Hunters, Band 1: Von dir verraten (Atemberaubende, actionreiche New-Adult-Romantasy) von P. J. Ried
Laelia de bleu ist die einzige Tochter der Hauptfamilie der de Bleu. Es ist üblich, dass die jungen Adligen bei der Jagd auf der Insel Arc-en-Ciel mitmachen. Was dort genau geschieht, wissen sie nicht, denn alle, die dort waren, können und dürfen nicht darüber reden. Laelia und ihre Cousine Astoria bereiten sich seit Jahren auf dieses Ereignis vor, aber dann geschieht das Unfassbare: Laelia muss als Gejagte auf die Insel und ausgerechnet ihr Freund Laurent ist ihr Jäger.
Die fünf Adelsfamilien zeichnen die Gejagten mit ihrer jeweiligen Farbe und machen sich diese damit hörig und untertan. Eine grausame Idee.
Aber dieses Mal verläuft die Jagd ganz anders als gedacht und das Buch nimmt viele unerwartete Wendungen und hat durchaus auch kritische Passagen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben fast alle Stärken, aber auch Schwächen. Es gibt so manch eine schwierige Entscheidung zu fällen oder auch Positionierung zu treffen.
Es fällt mir schwer, weiter auf das einzugehen, was mir besonders gut gefiel, ohne zu spoilern, denn die Geschichte baut sich langsam auf.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Britta Speer:
Von dem Versuch, ein glanzvolles Ich zu erstellen– ein kurzes Protokoll eines langen Leseprozesses
Honey von Victor Lodato
1. Der erste Blick auf das Cover: super! Endlich! Solche Bücher über „coole“ ältere Damen (80+) sind wichtig. Denn wir, die wir vielleicht noch nicht ganz so alt sind, brauchen dringend Vorbilder dafür, wie man das spätere Leben würde- und glanzvoll verbringen kann– und dies nicht auf dem Abstellgleis.
2. Der Roman beginnt eindrucksvoll, indem er uns die Protagonistin Honey mit ihren „rotpfirsichfarben lackierten Zehen“ in der Badewanne vorstellt.
3. Sie ist Amerikanerin, vermeintlich emanzipiert von ihrer mafiösen Familie, unverheiratet, aber nicht männerlos, kunstaffin, gebildet, unkonventionell, selbstbestimmt (auch finanziell), zeitlebens attraktiv, was sie mit einigen Mitteln (Perücke, Haute-Couture-Kleider, einem 47 Jahre jüngeren Liebhaber, wenig Essen, Valium und Wein) aufrechtzuerhalten versucht, also alles andere als „Honey“.
4. Doch dann kommen 463 Seiten, die die LeserInnen in ihrem Bann halten und die oben genannten Charaktereigenschaften mit Leben und Ereignissen füllen müssen, was leider nicht immer gelingt, vor allem weil die eigentliche Handlung erst im letzten Viertel des Romans langsam Fahrt aufnimmt.
5. Sprachlich oszilliert der Text zwischen unbeholfenen Vergleichen: „Familie, Treue, Pflicht – die alte Leier, der alte Pakt. Ein Rabauke, der einen zwickte und schubste.“ und gelungeneren Metaphern: „Nostalgie war eine Schlange, die log.“
6. Rückblickend sagt Honey: „Vielleicht war ihr großes Lebensprojekt, nämlich die Erstellung eines glanzvollen Ichs, nichts als ein Hütchenspiel, das sie noch dazu zu lange spielte, dass sie das chaotische Kügelchen längst nicht mehr nachverfolgen konnte.“ So geht es auch dem Leser mit diesem Roman, der am Ende nicht so recht weiß, wohin das Kügelchen nun gerollt ist.
Rezensionen von peedee:
Viele Emotionen
In Liebe, Helsinki von Madita Tietgen
In Liebe, Europa, Band 1: Annikki „Nikki“ Peltola ist finnische EU-Politikerin in Brüssel. Ein Klassentreffen führt sie in ihre Heimatstadt Helsinki zurück. Da ihre Zwillingsschwester nicht kommen konnte, gibt sich Nikki als sie aus, da sie sich vor dem Treffen mit ihrer ersten grosse Liebe Birger fürchtet.
Doch dieses Wiedersehen verliert an Brisanz, denn Nikki wird über Nacht in einen Skandal verwickelt: Ihr wird vorgeworfen, dass sie Bestechungsgelder angenommen hätte. Traurigerweise soll ihr Ex-Freund dahinterstecken! Sie versucht, sich von diesem Schock zu erholen, bevor sie um ihre Ehre kämpfen kann. Birger steht hinter ihr und lässt alte Gefühle neu aufleben. Kann aus ihnen etwas werden? Nikki hat ihre Liebe schon einmal für ihren Beruf geopfert…
Erster Eindruck: Ein sehr schön gestaltetes Cover – gefällt mir.
Dies ist Band 1 einer neuen Reihe. Die Geschichte wird abwechslungsweise aus der Sicht von Nikki und Birger erzählt. In diesem Band führt uns die Autorin in erster Linie nach Finnland.
Hui, Klassentreffen… das mag ich überhaupt nicht. Ich war einmal bei einem, das ich mitorganisiert habe, aber das Erlebte hat mir gereicht: Es wurde geprahlt, es wurde über andere gelästert, die kurz den Raum verlassen haben… nein, danke! Doch nun zum Buch:
Nikki ist Politikerin. Um diesen Weg zu gehen, hat sie sich einst von Birger getrennt. Er hat sie ohne Gegenwehr ziehen lassen. Und nun das erste Wiedersehen nach so vielen Jahren – Nikki ist nervös. Ob er wohl merkt, dass sie nicht Aliisa ist, als die sie sich ausgibt? Sie sind zwar zweieiige Zwillinge, sehen sich aber extrem ähnlich. Birger ist überrascht, Aliisa zu sehen. Aber ihm wird schnell klar, dass es sich um Nikki handelt. Er versteht nicht, wieso sie sich als ihre Schwester ausgibt. Das Wiedersehen weckt bei beiden unterschiedlichste Emotionen. Aber am nächsten Tag ist plötzlich alles anders, denn Nikki steht vor dem Scherbenhaufen ihrer politischen Karriere: Sie soll Bestechungsgelder angenommen haben! Wie soll sie sich rechtfertigen? Wie kann sie ihren Wählern plausibel machen, dass sie stets integer gehandelt hat?
Politik, Beziehungen, Zwillinge, Verlust, Liebe – dies sind nur einige der behandelten Themen. Die Politik wäre so gar kein Beschäftigungsfeld für mich, denn ich könnte nicht damit umgehen, wenn unfaire Anschuldigungen in den Raum gestellt würden und/oder jemand ausfallend würde. Kritik in der Sache ja, aber unter der Gürtellinie nein. Ich finde, Nikki hat sich sehr gut geschlagen und mir hat gefallen, wie Birger sie unterstützt hat, um schlussendlich seine eigenen Ratschläge um die Ohren gehauen kriegte, die ihn zum Nachdenken brachten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, war emotional und hat mir sehr gut gefallen. Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf den Folgeband.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Eine alte Frau und gar nicht langweilig
Honey von Victor Lodato
Der Titel gilt für das Buch und die Lebensgeschichte von Honey. Gut und leicht zu lesen, auch ihre Schwächen werden nicht ausgeblendet.
Über der Figur liegt dennoch ein Schleier von Melancholie, eine Traurigkeit, die wohl unvermeidlich ein Leben trübt, dem die Unbeschwertheit und das Glück der Kindheit so radikal fehlt.
Manche Gedankengänge und Überlegungen von Honey sind sehr nachvollziehbar formuliert, zeigen viel Einfühlungsvermögen. Ihr oft unorthodoxes Verhalten macht Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen, ein wenig verrückt zu sein - eines der wenigen Privilegien des Alters - und ich mag sie....
Manchmal geht es ein wenig in Richtung Kitsch, vor allem gegen Ende des Buches, daher 4 Punkte.
Aber ein absolut lesenswertes Roman, der viel Verständnis für die späte, nicht ganz leichte Zeit des Lebens aufbringt.
Rezensionen von Mabla59 :
eiskalte Spannung
Minus 22 Grad von Quentin Peck
Fotografie-Studentin Laura Gehler liebt Sport und hat zudem ihre festen Rituale.
In der Nacht und bei Wind und Wetter steigt sie auf ihr Trekking Rad und geht dabei an ihre Grenzen.
Doch eines Abends wird sie von einem SUV abgedrängt und bewusstlos geschlagen.
Als sie wieder erwacht, muss sie panisch feststellen, dass sie sich in einem Käfig aus Plexiglas befindet.
Um frei zu kommen, muss Laura das Rätsel lösen, warum sie dort gefangen gehalten wird.
Zeitgleich erhält ihre Mutter eine Barbie Puppe mit einem Sterbedatum.
Kommissar Lukas Johannsen glaubt, den Täter zu kennen. Ein nie gefasster Mörder!
"Minus 22 Grad" ist das Erstlingswerk von Quentin Peck
Er schreibt die Handlung in verschiedenen Perspektiven. Kurze knappe Kapitel machen es schwer das Buch aus der Hand zu legen
Der Autor kommt dabei ohne blutige Details aus.
Die Spannung steigt dabei durch die immer neuen, unerwarteten Wendungen und das Kopfkino der Lesenden
Der Schreibstil von Quentin Peck lässt einem quasi die eisige Kälte und das Schneetreiben spüren.
Nicht zuletzt auch wegen des gelungenen Covers, mit der leicht erhabenen Eisfläche und der blutroten Temperatur.
Von mir gibt's jedenfalls eine fünf Sterne Bewertung
Rezensionen von yellowdog:
Die Stadt Ruby
Paradies von Toni Morrison
Paradies ist der erste Roman, den Toni Morrison veröffentlichte, nachdem sie den Literaturnobelpreis bekam. Die Erwartungen waren hoch. Umso schöner, dass das Buch jetzt neu rausgebracht wurde.
Das Buch zeigt Oklahoma und eine Stadt mit ungewöhnlicher Geschichte. Der Anfang ist drastisch. Dann wird auch die Vorgeschichte gezeigt und damit die Charaktere eingeführt.
Das sind insbesondere einige Frauen, die in einem Kloster nahe dieser Stadt leben. Man lernt sie und ihr oft hartes Schicksal im Verlaufe des Buches gut kennen.
Es ist kein einfaches Buch, doch eins, über das man lange nachdenken kann.
Ich würde es in der mittleren Bedeutung von Toni Morrison einordnen. Damit ist es auf jeden Fall lesenswert.
Abschließend möchte ich an dieser Stelle endlich auch mal erwähnen, wie ansprechend die Cover der Neuausgaben von Toni Morrison gestaltet sind.
Rezensionen von Nele33:
sehr wichtiges Thema
Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen von John Ironmonger
Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen aus der Feder des Autors John Ironmonger beschäftigt sich mit dem Klimawandel, den Folgen für die Umwelt und den Menschen.
Wie auch schon beim "Wal" beginnt die Geschichte des Eisbären in dem kleinen fiktiven Ort St. Piran, dort treffen Tom Horsmith Student der Geowissenschaften und der Politiker Montague Causley aufeinander.
Causley ist auf Besuch in seinem Wahlkreis und als Klimawandelleugner bekannt. Die beiden unterschiedlichen Männer geraten aneinander und Tom bezichtigt den Politiker als Lügner. Dieses Wortgefecht endet in einer Wette, deren Ausgang sich 50 Jahre in der Zukunft befindet. Gegenstand der Wette ist Causleys Haus, gebaut am Kiesstrand oberhalb der Klippen. Sollte sich das Haus in besagten 50 Jahren unter Wasser befinden, soll sich der Politiker zum ertrinken in sein Wohnzimmer begeben, sollte es nicht so sein, geht Tom ins Meer und ertrinkt. Sie ahnen nicht, welche Auswirkungen diese Wette, die zu alledem noch viral geht auf ihr weiteres Leben hat.
Nun werde ich als Leserin mitgenommen zu den Treffen, die 10, 25 und 50 Jahre nach der Wette stattfinden und die Veränderung der Welt, die wir mitbekommen, sehr gut schildern.
Der Autor hat tolle Charktere mit Tom und Maontague geschaffen, die einige Ecken und Kanten aufweisen. Die Nebenfiguren sind allerdings auch toll gezeichnet und haben einen großen Anteil am Verlauf der gesamten Geschichte.
Hinzu kommen die guten wissenschaftlichen Ausführungen zum Klimawandel, die durch die exzellente Einarbeitung ins Geschehen niemals trocken wirken.
Ein wichtiges und lesenswertes Buch zu einem Thema, welches uns alle betrifft.









