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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annaja:

Denk nicht an Rache

Und immer wieder Blut von Heiko Flemming

Der Schweizer David lebt in Dresden und ist der Protgonist in dem Buch, er ist für die UNO tätig. Er ist in unterschiedlichen Ländern in diversen Aufträgen unterwegs. Aktuell soll er nach Peru reisen und dort die Bürgermeisterin von Lima holen, um sie in die Schweiz zu bringen. Der Thriller wechselt in den verschiedenen Zeiten hin und her.

Es beginnt mit dem Bürgerkrieg in Guatemala. Im Laufe der unterschiedlichsten Ereignisse wird man hier mit viel Gewalt, Politik, Korruption und den persönlichen Entscheidungen und Ängsten der Protagonisten konfrontiert. Diese Erlebnisse hinterlassen tiefe Spuren in den Personen. Wie David sich letztendlich entscheidet wird für ihn auf jeden Fall eine sehr riskantes Wagnis.

Lesenswert, ganz besonders für politikinteressierte Leser.

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Rezensionen von Normanfips:

Humorvoll und melancholisch

Drei Tage im Juni von Anne Tyler

Der Roman von Anne Tyler erfasst lediglich drei Tage im Leben von Gail, ihrem Ex-Mann Max und ihrer gemeinsamen Tochter Debbie, die Kenneth heiraten will. Gail ist ein introvertierter Mensch, der sich nicht so gerne in Gesellschaft aufhält. Max ist eher der liebenswerte Chaot. Da er zur Hochzeit mit einer Katze anreist und aufgrund von Kenneths Katzenhaarallergie nicht bei Debbie unterkommen kann, landet er bei seiner Ex-Frau.

Diese ist davon zuerst wenig begeistert. Als Leser begleitet man die beiden durch die drei Tage und vor allem auch bei der Hochzeit. Man spürt die Verbundenheit der beiden, die die Trennung nicht aufheben konnte. Während dieser Tage verknüpft die Autorin die Gegenwart und die Vergangenheit geschickt miteinander. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich wirklich leicht lesen. Immer wieder werden Gails zum Teil sarkastische Ansichten eingeflochten, aber dennoch empfinde ich das Buch insgesamt als melancholisch bis hin zu deprimierend. Am Ende war mir nicht ganz klar, was Anne Tyler mit der Geschichte transportieren wollte. Mir fehlte es definitiv an Tiefe. Das Buch war eine angenehme Lektüre, wird mir dennoch nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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Rezensionen von Hennie :

Björn Kupernikus ermittelt

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

Das ist ein vollkommen anderer Winkelmann! Nun schreibt er also auch Cosy-Krimi! Ich war mit Freude bei der Lektüre und fühlte mich gut unterhalten.

Was ist denn los im idyllischen Himmelreich? Die Campingbewohner sind aufgestört, verunsichert und verängstigt. Ringsherum werden die abstrusesten Geschichten über die Leiche unter dem Paddleboard und dem kleinen Hund obendrauf verbreitet.

Die Gerüchteküche brodelt. Björn Kupernikus und Annabelle Schäfer empfinde ich als sympathische Protagonisten, die verantwortungsbewusst mit der Situation umgehen. Kommissar Fass, der den ungewöhnlichen Fall übernimmt, erscheint mir die meiste Zeit irgendwie überfordert. Herrlich, wie der Hund Pinguin auf dessen Namen reagiert.
Die Künstlerin Annabelle, wohnhaft in der Nähe des Campingplatzes und der ehemalige Schauspieler Kupernikus, der sich eigentlich erholen möchte in seinem alten Wohnmobil, das sind zwei interessante Typen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Mal sehen, was da in Zukunft noch draus wird.

Ich war von Beginn an, sehr neugierig, wie sich alles auflöst. Wie Winkelmann seine Protagonisten sprechen und agieren lässt, gefällt mir sehr. Selbst der kleine Hund hat so einen besonderen Charakter. Es ist nicht herauszubekommen, wen er von den dubiosen Leuten kennt oder wen nicht. Das erhöhte zusätzlich die Ungewissheit, warum jemand auf solche bizarre Weise ums Leben kam.
Den Sprachstil empfand ich als flott, teilweise frech und anzüglich, aber gut zu lesen. Viele der Charaktere kommen ziemlich skurril daher und verhalten sich nicht wie Jedermann. Ich musste schon manchmal schmunzeln wegen der lustigen Einfälle, die der Autor in seiner Story verarbeitet hat.

Kupernikus ermittelte fleißig in der ganzen Umgebung und erfüllte sich ein wenig seinen unerfüllt gebliebenen Schauspielertraum in der Rolle als Tatortkommissar. Alle meine Fragen wurden am Ende umfassend beantwortet. Auf den Täter konnte man nicht kommen, weil Kupernikus nicht nur gegenüber dem Kommissar seine Erkenntnisse zurückhielt. Abgesehen davon war Fass wirklich nicht die hellste Kerze auf der Torte. Ich will ihm mal zugute halten, dass der arme Mann durch seine Schmerzen im Denken beeinträchtigt war. Die Rechtsmedizinerin an seiner Seite gefällt mir in ihrer Direktheit. Sie ist pragmatisch und unkompliziert, aber wahrscheinlich muss sie bei Fass so sein.

Ich fühlte mich durch den Cosy-Krimi gut unterhalten und warte dann auf weitere Einblicke ins Himmelreich, auf den Campingplatz, der tatsächlich existiert.

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Rezensionen von Julchentim:

Fesselnde Rachegeschichte mit düsterer Atmosphäre

Der König von Jo Nesbø

Jo Nesbø gelingt es in Der König, eine packende und tiefgründige Geschichte von Familie, Verrat und dunklen Geheimnissen zu erzählen. Der Roman zieht einen von der ersten Seite an in die düstere und atmosphärische Welt der norwegischen Provinz, in der der stille Außenseiter Roy und sein charismatischer Bruder Carl aufeinandertreffen.

Die Spannung ist konstant hoch, die Figuren sind sehr komplex und moralisch äußerst ambivalent, was sie umso faszinierender macht.

Besonders beeindruckend ist Nesbøs Fähigkeit, menschliche Abgründe auszuloten und die Handlung mit unerwarteten Wendungen aufzuladen. Die dichte Erzählweise verlangt jedoch Aufmerksamkeit, und einige Passagen hätten etwas gestrafft werden können.

Alles in allem ein großartiger Thriller mit einer psychologischen Tiefe, die lange nachhallt. Für Fans von Nesbø und düsteren Familiengeheimnissen ist Der König ein Muss.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Sehr süß und absolut treffend

Widder Willi will aber! von Romy Pohl

Nachdem das "Neinhorn" - ein Buch zu einem ähnlichen Thema - uns schon ein bisschen langweilig geworden war, war ich auf der Suche nach einem neuen lustigen und kindgerechten Buch zum Thema Autonomiephase für meine kleine Tochter. Schon der Titel "Widder Willi will aber!" hat mich schmunzeln lassen - genau diese Worte bringen es auf den Punkt.

Ich öffne das Buch und entdecke lauter entzückend gezeichnete Widder inmitten ihrer Schafherde. Dazu die Beschreibung: "Widder Willi lebt glücklich und zufrieden inmitten seiner Schafherde" - und ein unzufrieden schauender Widder Willi mit Sprechblase dazu: "Das stimmt überhaupt nicht!". Schon da bringt das Buch Eltern zum Lachen, die diese schwierige Phase ihres Kindes hier treffend widergespiegelt finden.

Aber auch für Kinder, die eigentliche Zielgruppe, ist es ein absolut entzückendes Buch und sehr kindgerecht für die Altersgruppe der 3- bis 5-jährigen mit vielen ansprechenden Illustrationen und nur kurzen begleitenden Texten. Widder Willi kann eine wichtige Identifikationsfigur für die Kinder sein, und das Buch zeigt auch Verständnis dafür, wie es sich für ihn aus der Innenperspektive anfühlt und was für Stürme in ihm toben können.

Witzig auch der Widderonkel, der Willi und seinem neu gefundenen Steinbockfreund vorschlägt, sie sollten mal über ihren Schatten springen - eine Metapher, die Kinder so noch nicht verstehen, die die beiden Böcklein dann aber wörtlich nehmen und dabei viel Spaß haben. Insgesamt ein abwechslungsreiches, wunderschön gezeichnetes und lustiges Buch, das uns sicher noch an vielen Vorleseabenden begleiten wird!

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Rezensionen von Meli:

Literaturliebe und ein Anwesen voller Geheimnisse

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1) von Ava Reid

Als Frau ist es Effy nicht möglich, Literatur zu studieren, doch dann bietet sich ihr als Architekturstudentin die unglaubliche Chance, stattdessen das Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors zu renovieren. Sie freut sich darauf, dabei mehr über den Autor zu erfahren, aber Literaturstudent Preston steht ihr dabei oft im Weg.

Effy und Preston sind eigentlich in fast jeder Hinsicht unterschiedlicher Meinung, was unter anderem an ihrer Herkunft und am Geschlecht liegt. Preston studiert Literatur und während Effy die das berühmteste Werk von Emrys Myrddin verehrt, scheint Preston ganz andere Ziele zu haben. Außerdem hat Effy Halluzinationen, die sie manchmal daran zweifeln lassen, was wahr und was nur eine Sage ist, die in einem schönen Gedicht verarbeitet wurde. Für Effy sind es unter anderem Neid und Frust, aufgrund derer sie Preston nicht leiden kann, Preston hingegen scheint Effy oft zu unterschätzen und hält sie von den interessanten Unterlagen eher fern. Trotzdem sind sie bei vielen Dingen auch auf einer Wellenlänge, wie sie mit der Zeit merken.

Ich fand die Atmosphäre ein bisschen düster, aber in einem passenden Maß. Die Geheimnisse des Anwesens, Effys Ängste und Träume und das mysteriöse Verhalten aller Personen um sie herum ergeben eine unheimliche Spannung, dazu kommen noch die Spurensuche und die Liebe zur Literatur, mit der die Protagonisten sich ausgiebig beschäftigen. Ich hatte schon ein paar eigene Ideen zu den vielen offenen Fragen, doch die Arbeit der Charaktere und die Dynamik zwischen ihnen hat mir so gut gefallen, dass ich sie trotzdem sehr gerne auf ihrem Weg begleitet habe.

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Rezensionen von Pearl:

Ausbeutung von Pflegkindern

Im Namen der Barmherzigkeit von Hera Lind

Der neue Roman von Hera Lind ist eine weitere wahre Geschichte. Dieses Mal geht es über Pflegeeltern, die ihre Zöglinge total ausgenutzt haben. Sowie auch Steffi die mit anderen Pflegekindern zu einem Bauernhof geschickt wurden. Die Kinder wurden doch als Arbeitskräfte ausgenutzt. Sie wurden geschlagen, gedemütigt, durften keine Schuhe tragen, oft im Stall schlafen, bekamen schlechtes Essen und mussten noch andere und unwürdige Grausamkeiten ertragen, die den Lesen fassungslos zurücklassen.

Unfassbar das die zuständigen Behörden einfach davor die Augen verschlossen haben. Steffi wird sogar als kleines Mädchen ständig vom Pflegevater vergewaltigt. Damit sie darüber schwieg drohte ihr Pflegevater sie umzubringen. Ihr Leidensweg geht auch nachdem sie aus der Familie loskommt immer weiter. Lange Zeit verbringt sie zur Heilung ihrer Seele in Psychiatrien.
Fazit:
Der Roman der harter Tobak ist, erzählt die jahrelange Leidensgeschichte der Steffi, die daran fast zerbrochen ist und es doch letztendlich schafft zu heilen. Die Autorin hat es wieder geschafft einen fesselnden Roman zu schreiben.

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Rezensionen von Lomnia:

Sister of the Stars von Marah Woolf

Drei Hexenschwestern aus der Bretagne ziehen nach Groß Britannien damit
die jüngste Schwester Vianne von Dämonenfieber
geheilt werden kann. Vianne wurde von einer Sylphe gebissen, einem Dämon
der eigentlich gar nicht in ihrer Welt sein sollte.
Nach vier Jahren kehren die drei Schwestern nach Frankreich zurück,
welches mittlerweile von einer riesigen magischen Mauer umgeben
ist, um die Welt vor den Dämonen zu schützen.

Die jüngste der Schwestern
ist zwar wieder gesund, hat jedoch durch das Fieber ihre Magie
verloren und ist fest entschlossen, sich ihre Magie wieder zurück zu
holen. Als sie jedoch in Frankreich ankommen, müssen sie
schnell feststellen, dass sich so einiges geändert hat und auch der
Pakt, welcher mit den Dämonen unterzeichnet werden soll, nicht
so aufgesetzt wurde, wie sie gedacht hatten.
Die Triologie ist so spannend, dass man keines der Bücher auch nur kurz
gerne aus der Hand gibt. Die drei Schwestern kämpfen Seite an
Seite für die Gerechtigkeit und den Frieden und auch wenn so manches
schief geht, halten sie zusammen und sind für einander da. Fesselnd
bis zur letzten Seite mit Wendungen mit denen man nie rechnen würde.

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Rezensionen von Lomnia:

Die letzten Hexen von Blackbird Castle von Stefan Bachmann

Zita Bridgeborn wuchs in einem Waisenhaus auf und weiß nichts von ihrer
Vergangenheit. Seit einiger
Zeit arbeitet und lebt sie bei einer älteren Dame als Hausmädchen. Das
ändert sich jedoch, als eines Tages
eine Vogelscheuche mit einem Brief im Garten steht und ihn ihr übergibt.
Sie soll ein Schloss geerbt haben und
sich aufmachen um ihr Erbe anzutreten.

Natürlich macht sich Zita sofort
auf den Weg um herauszufinden wer ihre
Familie war. Als sie jedoch im Schloss ankommt, tauchen immer mehr
Rätsel auf und anstellen von schnellen Antworten
muss sie so manches dunkles Geheimnis lüften. An ihrer Seite stehen die
zwei Hausangestellten gegen die Geister
der Vergangenheit und allerlei dunkler Magie.
Eine sehr spannende Geschichte eines jungen Mädchens, das sich ihrer
Vergangenheit stellt und mit ihren Aufgaben wächst. Passend
für eine verregnete Herbstzeit in der warmen Wohnung mit Tee und Keksen.

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Rezensionen von Lomnia:

Godkiller von Hannah Kaner

Kyssen ist ein Godkiller. Sie hasst die Götter, welche sie aus ihren
früheren Leben gerissen haben bis aufs Blut
und hat es sich zur Aufgaben gemacht diese aufzuspüren und zu töten.
Eines Tages jedoch trifft sie auf das junge Mädchen
Inara, welche an den Gott der Notlügen Skedi gebunden wurde.

Inara
bittet sie um Hilfe, Skedi von ihr zu lösen, damit er frei
sein kann. Wiederstreben stimmt Kyssen ihnen zu, die beiden in die alte
Stadt Blenraden zu bringen und ihnen zu helfen. Auf ihrer
Reise begegnen sie den ehemaligen Ritter des Königs Elogast, welcher
sich ebenfalls auf den Weg in die Stadt der wilden Götter macht
um einer Bitte seines besten Freundes und Königs zu folgen.
Die Geschichte der vier sehr ungleichen Reisegefährten ist von Anfang an
sehr packend und verleitet dazu, das Buch in einem Zug
auszulesen.

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