Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Magische Prüfungen und Drachen nebenbei
Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe) von Elise Kova
Isola hat das Tribunal noch vor sich: Jeder junge Erwachsene in Vinguard muss eine Reihe harter Prüfungen überstehen, um zu beweisen, dass er nicht vom Drachenfluch betroffen ist. Dabei ruhen besonders viele Augen auf Isola, denn sie scheint die Reinkarnation des legendären Drachentöters zu sein und es wird von ihr erwartet, dass sie diesem Namen gerecht wird.
Aber Isola zweifelt nicht nur an den Regeln der Gnadenritter; sie befürchtet auch, dass der Fluch auf ihr lastet.
Insgesamt hat mir das Buch schon ganz gut gefallen, aber die Prüfungen fand ich nicht immer spannend - inzwischen habe ich einfach nicht mehr so viel Lust auf Fantasy-Romane mit Prüfungen, vor allem wie hier, wo es gar nicht so sehr um Fähigkeiten geht, sondern um Manipulation, die eher oberflächlich blieb. Das Abenteuer fand ich auch etwas vorhersehbar, die Charaktere mit ihren Geheimnissen sympathisch, aber auch nicht spannend genug. Ich fand Bücher der Autorin bisher auch ganz unterhaltsam und das ist auch bei "Dragon Cursed" nicht anders, aber es ist auch nicht mehr als das. Die Welt der Drachen, Flüche und Drachentöter fand ich ganz interessant und freue mich darauf, mehr davon zu sehen, darum werde ich den zweiten Band der Dilogie wohl trotzdem lesen.
Ganz nett, konnte mich aber nicht ganz mitreißen
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Es gibt drei Parteien, die um Macht, für Gerechtigkeit oder ums Überleben kämpfen: Die Lucky Crows, zu denen Theo gehört, dann die Kaiserin und ihre Leute und zuletzt Toshiko, Jun und Mei. Mit Haru als Sohn der Kaiserin haben wir überall eine Erzählperspektive, die Einblicke in die verschiedenen Fraktionen gewähren, aber ohne je zu viel zu verraten, denn die Drahtzieher bleiben undurchschaubar.
Es ist ein magisches Abenteuer, das auch etwas Science Fiction enthält, da die Technik schon einen Schritt weiter ist und Bots eine wichtige Rolle spielen. Die Magie der Drachenperle sowie die Sonnengeister fand ich ganz nett und auch die Konflikte zwischen den Bürgern des Rainshadow-Archipels fand ich einigermaßen spannend, aber die Geschichte konnte mich nicht richtig begeistern. Die Protagonisten fand ich schon sympathisch, aber die tiefe Verbindung zwischen den Wahlgeschwistern, Theos Sorgen und Harus Unsicherheit konnte ich nicht richtig spüren, darum konnte mich ihr Schicksal auch nicht packen. Letztendlich habe ich das Gefühl, dass die Geschichte schon viel Potenzial und eine gute, in sich stimmige Handlung hat, aber es war einfach nicht ganz mein Fall.
Neues Abenteuer, neue Magie - wieder spannend
The Sea Spinner (Wind Weaver 2) von Julie Johnson
Ich konnte mich kaum noch an die Ereignisse des ersten Bandes erinnern, daher hat es mir direkt gut gefallen, wie die Handlung fast direkt an den Vorgänger anschließt. Es geht erstmal darum, wie sich Rhyas Beziehungen zu Penn und zu ihren anderen Freunden entwickelt haben, sodass es gleichzeitig auch eine neue Situation ist und man da auch wieder direkt dabei ist.
Bei einer Reise durch ein Portal landet sie dann bald aus Versehen bei König Soren, was auch zu ganz neuen Eindrücken und magischen Lektionen führt. Den Einstieg in die Geschichte fand ich also sehr gut gelungen und ich fand es auch direkt spannend und interessant, weil es auch ein neues Abenteuer für Rhya ist.
Rhya ist ziemlich verunsichert, weil Penn sie auf Abstand hält, und verbringt ihre Tage mit der Behandlung kranker Patienten, um ihrem Dasein einen Sinn zu geben und nicht nur auf Penn zu warten. Als sie bei Soren landet, will sie eigentlich nach Caeldera zurückkehren, doch Sorens magische Fähigkeiten haben Ähnlichkeiten zu ihren und sie kann viel von ihm lernen. Außerdem hat der charmante König auch viel mehr zu bieten, als Rhya zunächst erwartet hätte.
Mir hat gut gefallen, dass man tiefer in die Magie der Welt eintaucht und dass Rhya sich auch weiterentwickelt, sowohl mit ihren magischen Fähigkeiten als auch als Person; sie gewinnt langsam mehr Selbstbewusstsein, obwohl sie am Anfang noch so viel zweifelt und viele Sorgen hat. Ich fand das Abenteuer spannend, es gab auch genug Romance und nach dem Cliffhanger bin ich auch schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Welche Basis braucht eine Beziehung?
Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) von Kasie West
Gut küssen reicht nicht, denn auch wenn es am Ende des Dates heiß herging, war der Rest des Dates so furchtbar, dass Margot Oliver trotzdem nicht wiedersehen möchte. Aber als sie sich auf den Dating-Apps immer wieder begegnen und sich unterhalten, entsteht schon eine Freundschaft zwischen ihnen. Für Margot steht aber fest: es kann niemals mehr daraus werden.
Die Geschichte hat sich insgesamt schon anders entwickelt, als ich erwartet hätte, dabei hatte ich eigentlich auch keine speziellen Erwartungen. Ich hätte mir in dieser romantischen Komödie auch etwas mehr Humor gewünscht und noch etwas mehr Chemie zwischen den Protagonisten, aber Margot stellt sich schon ziemlich an, während Oliver typisch mysteriös, aber gleichzeitig auch liebenswert ist. Eine Liebesgeschichte braucht auch nicht besonders spannend sein, aber die Handlung zieht sich ein wenig und bleibt dabei auch ziemlich vorhersehbar. Insgesamt fand ich das Buch ganz nett, aber es konnte mich nicht ganz so gut unterhalten wie erhofft.
Fae-Magie, Geheimnisse, Prinzen und Prüfungen - es ist viel los
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
Nach einem Skandal kann Ivy nicht mehr darauf hoffen, bei der diesjährigen Heiratssaison eine gute Partie zu machen. Daher hat sie auch nichts zu verlieren, als sie sich als Brautkandidatin für Kronprinz Bram meldet. Die sechs Favoritinnen müssen aber die Prüfungen der Fae-Königin bestehen, bevor Bram sich eine Braut auswählen kann.
Neben den Prüfungen hat Ivy auch noch andere Probleme: Was ist mir ihrer Schwester geschehen, als sie verschwand und damit ihren Ruf ruinierte? Wie jeder andere Untertan der Königin muss auch Ivy früher oder später einen magischen Deal mit ihr machen, aber welche magische Gabe könnte ihr wirklich helfen? Während Ivy eigentlich noch das Herz des Kronprinzen gewinnen sollte und sich gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen muss, ist da noch ein weiterer Prinz, der sie durcheinanderbringt.
Besonders das Mysterium um ihre Schwester lässt Ivy keine Ruhe und die Lösung des Rätsels ist ihr höchstes Ziel am königlichen Hof, aber all die Ablenkungen sorgen auch für Spannung und dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Teilweise war mir auch zu viel auf einmal los und ich konnte die einzelnen Handlungsstränge nicht richtig genießen. Die Fae-Magie fand ich ganz interessant, aber das Ende konnte mich dann trotzdem nicht überzeugen, weil ich das dann wieder zu simpel fand für die eigentlich vielversprechende Handlung.
Trotzdem hat mir die Geschichte auch Spaß gemacht und ich möchte auch wissen, wie es weitergeht.
Tipps für den schmerzvollen Alltag
Dein Endometriose-Alltagshelfer von Lena Düsterhus
Die Erklärungen der Endometriose-Therapeutin Dr. med. Kirsten Hübner nehmen viel Raum ein und beantworten viele Fragen zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und medizinischen Hintergründen. Das ist ein wenig trocken, aber ich erwarte von einem Sachbuch auch nicht, dass es spannend ist. Dazu kommen ein paar persönlichere Erfahrungsberichte von Endometriose-Patientinnen, die auch sehr unterschiedliche Krankheitsgeschichten haben und damit verschiedene Facetten dieser komplizierten Krankheit beleuchten.
Auch die zahlreichen Alltags-Tipps sind persönlich und sympathisch, da sie auf den Erfahrungen der Autorin sowie ihrer Community beruhen. Leider waren viele der Alltags-Tipps für mich nicht so nützlich, da sie sich auf die Bewältigung der Schmerzen beziehen, meine eigene Endometriose sich aber nur selten durch Schmerzen bemerkbar macht. Trotzdem fand ich die Tipps zu Wärme und auch zur Ernährung sehr interessant.
Insgesamt fand ich das Buch wirklich informativ und hoffe, dass es anderen Endometriose-Patientinnen besser helfen kann. Generell finde ich es auch schön, dass es Aufklärung zu dem Thema gibt und dass darüber hinaus den Betroffenen auch Mut gemacht wird, dass ihnen bei ihren Schmerzen geholfen werden kann.
Interessante Welt, langsame Liebe – aber kein Highlight
Born of Salt and Storm von Sophia Reynard
Als Tavi Seeglas findet, löst das eine Reihe von Problemen aus und am Ende muss sie sich ausgerechnet mit Eero verbünden, der als Mitglied des Mervolks eigentlich zu ihren Feinden gehört. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Sicherheit und nach Erklärungen für die Magie, die in Tavi erwacht.
Tavi war aufgrund der Verurteilung ihrer Eltern schon lange eine Außenseiterin unter ihren Leuten, doch nachdem sie das Seeglas findet, ändert sich alles noch mehr. Und als sie sich in ihrer Verzweiflung mit Eero verbündet, gibt es gar kein Zurück mehr. Das mächtige Seeglas macht die beiden zur Zielscheibe verschiedener Parteien, aber es hat Tavi auch magische Visionen verliehen, die sie noch nicht so ganz versteht.
Zwischen Tavi und Eero ist Misstrauen das vorherrschende Gefühl, aber Magie und Schicksal bringt sie zusammen und auf ihrer Reise bemerken sie, dass sie gemeinsame Ziele haben können und während Tavi merkt, dass das Mervolk nicht nur aus grausamen Bestien besteht, muss auch Eero feststellen, dass nicht jeder Mensch schlecht sein muss. Beide sind nach außen hin taff, aber beide mussten in ihren Gemeinschaften schon viel durchmachen, stehen unter enormem Druck und sind ständiger Gefahr ausgesetzt, während sie gar nicht genau wissen, wem sie eigentlich vertrauen können.
Insgesamt fand ich das Fantasy-Abenteuer, den Konflikt zwischen Mervolk und Salzorden sowie die langsame Liebesgeschichte der Protagonisten schon ganz interessant und einigermaßen spannend, aber wirklich vom Hocker reißen konnte mich das Buch leider auch nicht, dafür ist es mir zu durchschnittlich gewesen.
Selbstzweifel und zweite Chancen
The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh
Eleanore hat sich auf dem Springtide Festival in Lower Whilby sofort in den talentierten Musiker Dex verliebt, doch Dex ist nie wieder auf dem jährlich stattfindenden Festival aufgetaucht. Acht Jahre später ist er wieder in der Stadt, erkennt sie aber nicht wieder. Trotzdem werden die beiden zu Freunden und inspirieren sich gegenseitig.
Die Musikkarriere von Dexter läuft nicht gerade nach seinen Vorstellungen, denn oft wird er nur als Sohn seiner berühmten Eltern gesehen, dabei möchte er seinen Erfolg selbst verdienen. Nun steckt er in einem Teufelskreis aus Unzufriedenheit und Selbstzweifeln und steht sich auch ein wenig selbst im Weg, weil er sehr genaue Vorstellungen davon hat, wie Erfolg auszusehen hat. In Lower Whilby verbringt er nun mehr Zeit mit seinem Bruder, aber das bringt sie einander nicht nur näher, es reißt auch alte Wunden auf und sorgt für Konflikte.
Eleanore ist sehr schüchtern und hat bisher keine romantischen Erfahrungen machen können, da glaubt sie nicht, dass sie Chancen bei einem so charmanten und selbstbewussten Mann wie Dex hätte. Auch wenn Dex sich zunächst nicht auf diese Weise für sie interessiert, schließt er sie schnell ins Herz und möchte ihr dabei helfen, sich aus ihrem Schneckenhaus zu trauen. Während das Vertrauen wächst, wachsen auch ihre Gefühle füreinander.
Die Liebesgeschichte der beiden fand ich ganz süß, aber das Buch hatte auch einige Längen und die Selbstzweifel der Protagonisten sorgten schon für ein paar Wiederholungen. Insgesamt hat es mir aber gut gefallen, konnte mich gut unterhalten und das Ende fand ich auch schön. Den dritten Band der Reihe werde ich auf jeden Fall auch noch lesen.
Viele Klischees, aber trotzdem spannend und unterhaltsam
Dire Bound von Sable Sorensen
Als Meryns Schwester Saela entführt wird, wie so viele Kinder zuvor, schließt Meryn sich der Armee an, um so über die Grenzen des Königreiches nach Saela suchen zu können. Doch dann müssen die jungen Rekruten sich dem Auswahlverfahren der Schattenwölfe stellen, und nur die besten unter ihnen werden für eine Verbindung auserwählt.
Meryn möchte nur ihre Schwester retten und die ganze Angelegenheit mit den Schattenwölfen ist ihr da ein riesiger Klotz am Bein, denn die Prüfungen sind tödlich, und als sich dann tatsächlich ein Wolf an sie bindet, muss Meryn zur Ausbildung bleiben, was die Rettung ihrer Schwester weiter verzögert. Ihr Widerwillen macht auch die Verbindung zu der Wölfin Anassa komplizierter, dabei ist Meryn als Bürgerliche schon eine Außenseiterin unter den Anwärtern, was sie noch mehr zur Zielscheibe macht.
Während sie schmollt und wütet, ist sie aber auch nervtötend erfolgreich, obwohl sie noch gar nicht alles versteht und wegen ihrer Einstellung noch andere Probleme hat. Sie hat dicke Plot Armor und einige Entwicklungen um sie herum sind wirklich zu viel des Guten, da musste ich schon einige Male die Augen verdrehen und über die Klischees lachen. Trotzdem fand ich die Geschichte unterhaltsam und auch spannend, auch wenn ich einige Wendungen schon lange habe kommen sehen. Es wird auch nie wirklich langweilig, obwohl sich einiges schon ein bisschen zieht und wiederholt, weil Meryn sich dem Charakterfortschritt lieber widersetzt und Fehler macht.
Also auch wenn mich einiges ein wenig genervt hat, hatte ich insgesamt schon Spaß an diesem Romantasy-Abenteuer und freue mich auch auf die Fortsetzung.
Geister und Geheimnisse
Weavingshaw von Heba Al-Wasity
St. Silas bietet Geld für Geheimnisse, aber nach einem Geständnis verändern sich die Menschen. Als Leena sehr verzweifelt ist und dringend ein Medikament für ihren Bruder braucht, lässt sie sich trotzdem auf einen Deal ein und verrät St. Silas, dass sie Geister sehen kann. Doch St. Silas kann jemanden mit dieser Fähigkeit gut gebrauchen und sorgt dafür, dass Leena für ihn arbeitet.
Mit ihrer ungewöhnlichen Gabe wurde Leena schon zur Außenseiterin und hat nicht viel mehr als ihren Bruder, für dessen Wohl sie sich nun in Gefahr begibt. Für den Saint muss sie ihre Fähigkeiten anders und intensiver nutzen als bisher, will aber auch nicht zu viel preisgeben, damit er nicht noch mehr Macht über sie hat.
St. Silas hat schon Aufgaben für Leena, aber er bleibt sehr mysteriös und verrät Leena kaum etwas über sich und seine Motive. Aber auch wenn er kalt und distanziert wirkt, merkt man sofort, dass er Leena gegenüber einigermaßen freundlich ist und sie beschützen möchte - auch wenn Leena selbst das vielleicht nicht so wahrnimmt.
Es ist alles immer sehr geheimnisvoll und mit den Geistern und anderen Bedrohungen auch ein wenig unheimlich. Das Abenteuer ist an sich schon spannend und auch die Dynamik zwischen den Protagonisten hat mir gut gefallen, trotzdem konnte mich die Geschichte nie so ganz packen und ich kann nicht genau sagen, woran das liegt.











