Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Spannendes neues Abenteuer in bekannter Fantasywelt
Heir von Sabaa Tahir
Die Geschichte spielt zwanzig Jahre nach den Ereignissen aus der “An Amber in the Ashes”-Reihe um Elias und Laia. Hier geht es zwar auch um neue Charaktere und Konflikte, aber ich würde schon empfehlen, die Reihe vorher zu lesen, weil man dadurch viel mehr versteht und auch, weil es ein wirklich schönes und spannendes Abenteuer ist, das man sich nicht entgehen lassen sollte!
Quil ist der Kronprinz des Imperiums und damit die Verbindung zu bereits bekannten Charakteren, schon dadurch hat mich seine Perspektive sehr interessiert.
Er wurde sein Leben lang darauf vorbereitet, eines Tages die Führung zu übernehmen, aber das ist eine Rolle, in der er sich eigentlich nicht wirklich sehen kann. Als das Imperium aber in Gefahr ist, muss er schwierige Entscheidungen treffen und Stärke beweisen, um diejenigen zu beschützen, die ihm am Herzen liegen.
Sirsha wird beauftragt, einen mysteriösen Mörder ausfindig zu machen, doch die Jagd nach ihm zwingt sie dazu, ihre Vergangenheit zu konfrontieren, vor der sie fliehen musste. Seitdem war sie auf sich allein gestellt und ist es auch gar nicht mehr gewohnt, mit anderen zusammen zu arbeiten, aber nun ist sie gezwungen, sich wieder auf andere Menschen zu verlassen und ihr Herz wieder zu öffnen.
Dann ist da noch Aiz, die aus dem weiter entfernten Reich Kegar stammt und weiß, wie es ist zu hungern. In ihrer Heimat müssen Waisen und Priester wegen machtgieriger Tyrannen leiden und Aiz will Gerechtigkeit und bekommt eine Chance, etwas zu unternehmen. Sie kämpft für diejenigen, die sich nicht selbst verteidigen können und hat gute Absichten, aber sie ist auch oft bereit, sich dafür die Hände schmutzig zu machen und trifft deswegen auch mal etwas fragwürdige Entscheidungen. Ich konnte ihre Motivation schon gut verstehen, aber ihre Taten haben sie mir nicht immer sympathisch gemacht.
Ich fand es schön, wieder in eine bekannte Welt einzutauchen, die hier so viel größer geworden ist und um neue Kulturen und Geschichten erweitert wird. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man schon einiges mit, aber es gibt auch einige Ereignisse, über die ich gerne noch mehr erfahren hätte. Insgesamt ist es durch die komplexen Charaktere, durch Magie, Machtkämpfe und die drohende Gefahr schon durchgehend spannend. Am Ende gibt es auch noch einige offene Fragen und ich hoffe, dass die Fortsetzung nicht zu lange auf sich warten lässt!
Viel Action, ein bisschen Magie und langsam wachsendes Vertrauen
The Wind Weaver (Wind Weaver 1) von Julie Johnson
Rhya ist ein Halbling und deswegen zum Tode verurteilt, doch als der mysteriöse General Scythe eintrifft, erkennt er, dass Rhya kein gewöhnlicher Halbling ist. Er entführt sie in die Nordlande und Rhya entdeckt, dass die Menschen, Fae und die Magie außerhalb ihrer Heimat ganz anders sind.
Zunächst ist Scythe eben Rhyas neuer Entführer, der sie etwas weniger grob und tatsächlich sogar ein bisschen menschlich behandelt, aber sein komisches Verhalten ist auch nicht sehr vertrauenerweckend.
Da fand ich es gut, dass Rhya noch viel hinterfragt, wachsam bleibt und ihre eigenen Entscheidungen trifft, die ich meistens gut nachvollziehen konnte.
Mit Scythe wurde ich nicht so richtig warm, habe mich aber im Laufe des Buches an ihn gewöhnt. Er könnte ganz anders mit Rhya umgehen und ehrlicher sein, aber er ist verschlossen und reagiert dann auch blöd auf Rhyas Handlungen, wenn sie mit den gegebenen Informationen ihre Entscheidungen trifft. Ich hatte bei ihm einfach das Gefühl, dass er nur so ist, damit er besonders mysteriös und anziehend wirkt, aber ich fand ihn dadurch eher anstrengend. Da gab es andere Charaktere, die ich interessanter fand und bei denen ich hoffe, dass sie in den Fortsetzungen mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Die Magie der Verbliebenen sowie die Fae, Halblinge und deren Machtkämpfe fand ich schon spannend, aber es könnte auch gern noch etwas mehr sein. Es gibt hier auch jede Menge Action, aber im Mittelteil zieht sich die Handlung auch ein bisschen. Ich fand es schade, dass hier besonders in der zweiten Hälfte die meiste Spannung auch nur durch Action kommt, obwohl ich fand, dass die magische Welt so viel mehr zu bieten hätte. Gerne mehr Intrigen, Machtkämpfe und große Ereignisse!
Zweite Chance nach langer Abwesenheit
The One I Left Behind von Piper Rayne
Nach vierzehn Jahren kehrt der ehemalige Footballstar Ben zurück in seine Heimat und trifft auf seine erste Liebe, die er nie vergessen konnte. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist auch nach all den Jahren nicht schwächer geworden und sie könnten sich ihren Gefühlen kaum widersetzen, doch die lange Trennung, Gerüchte und Gillians Sohn stellen schon kleine Hindernisse für ihre zweite Chance dar.
Die Dauer von Bens Abwesenheit hat mich ziemlich gestört. Er hat sich komplett ferngehalten und wollte in dieser Zeit nichts über Gillians Leben erfahren, aber kaum, dass er zurück ist, drängt er sich wieder in ihr Leben. Natürlich gab es schon Gründe, warum er sich zurückgezogen und sich nur auf seine Karriere konzentriert hat, aber er gibt sehr schnell nach, sobald er wieder in Gillians Nähe ist. Schade fand ich es um die ganze verschwendete Zeit und ich finde, dass es Ben auch etwas egoistisch erscheinen lässt, auch wenn seine Absichten anders waren.
Gillian mochte ich aber sehr gerne und auch ihre Beziehung zu ihrem Sohn hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich es doch ein bisschen komisch fand, wie ehrlich sie sein wollte und wie sehr sie es dann tatsächlich war. Aber ich fand, man konnte gut nachvollziehen, wie sie sich mit ihren Entscheidungen gefühlt hat und wie sie auch oft zu kämpfen hatte.
Insgesamt fand ich diese Liebesgeschichte ganz süß und unterhaltsam und trotz der wenigen Seiten fehlt es auch nicht an emotionaler Tiefe.
Spannende Kombination aus Spionage, Liebe und Magie
Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1 von Kristen Ciccarelli
Hexen werden seit Jahren verfolgt und getötet, aber als Roter Nachtfalter versucht Rune, so vielen Hexen wie möglich zu helfen. Um mehr über eine verhaftete Hexe zu erfahren, nähert sich Rune dem Hexenjäger Gideon an, aber er lässt sie nur an sich heran, weil er sie schon im Verdacht hat.
Die Protagonisten kämpfen auf gegnerischen Seiten und haben auf den ersten Blick unterschiedliche Persönlichkeiten, aber auch Gemeinsamkeiten, die sie nicht erwarten würden.
Rune stellt sich in der Öffentlichkeit dumm und muss so tun, als würde sie Hexen hassen, obwohl sie in Wahrheit selbst eine ist. Nur so kann sie die Kontakte aus den höheren Kreisen nutzen, um den Hexen bei ihrer Flucht zu helfen. Sie hasst, was sie schon alles für diese Rolle tun musste, aber sie kämpft für ihre Überzeugungen.
Gideon hingegen hat schlechte Erfahrungen mit Hexen gemacht und möchte die Welt vor ihnen beschützen. Er verdächtigt Rune und würde ziemlich weit gehen, um seinen Verdacht zu bestätigen, außerdem hält er Rune für oberflächlich und unerträglich. Aber je mehr Zeit er mit ihr verbringt, desto mehr gerät er in ihren Bann und bemerkt, dass viel mehr in ihr steckt, und dass er vielleicht gar nicht recht haben will.
Neben der gegenseitigen Spionage und dem inneren Konflikt wegen ihrer unerwarteten Gefühle gibt es auch noch Alex, der Gideons Bruder und Runes bester Freund ist und damit zwischen den Stühlen steht, weil er beiden gegenüber loyal sein will. Seine Treue zu Rune bringt Alex dazu, seinen Bruder anzulügen, um Rune zu beschützen, aber er will seine Beziehung zu Gideon auch nicht ausnutzen lassen, um ihm zu schaden. Umgekehrt liegt Alex den beiden auch sehr am Herzen und besonders Gideon hat ein schlechtes Gewissen, dass er sich Rune annähert, auch wenn seine Absichten zunächst nicht gerade romantischer Natur sind.
Ich fand die Inhaltsbeschreibung schon vielversprechend und die Umsetzung hat mir auch sehr gut gefallen. Die vielschichtigen Beziehungen zwischen den Hauptfiguren und alle Herausforderungen, die sie überwinden mussten, machen die Geschichte schon spannend und emotional, dazu kommen noch Spionage, Liebe und Magie und runden das fantastische Abenteuer damit schön ab. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!
Kleines Fantasy-Abenteuer zwischen Nacht und Chaos
Nightowls von Kathrin Tordasi
Nyx und James Fähigkeiten als Nachtboten wurden schon früh erkannt und sie wurden trainiert, um der zerstörerischen Kraft des Chaos entgegenzuwirken. Es gibt viele Rückblicke, in denen man diese Zeit nochmal miterlebt, wo die Protagonisten ihre Fähigkeiten erkunden und auch deren Risiken kennenlernen, bevor sie der Organisation dann später den Rücken kehrten.
Jetzt gibt es wieder eine Bedrohung und sie tun, wozu sie sich verpflichtet fühlen, auch wenn es sie selbst und ihre Liebsten in Gefahr bringt.
Ich fand das Abenteuer ganz nett, denn die Protagonisten sind sympathisch und haben interessante Hintergrundgeschichten, es gibt gute Charakterentwicklungen, kleine Überraschungen und auch ein wenig Action. Die Fantasy-Welt mit Tag- und Nachtboten, Chaos und Ordnung fand ich aber nicht allzu interessant und insgesamt finde ich das Buch damit durchschnittlich und es wird mir nicht im Gedächtnis bleiben. Es war nett für Zwischendurch, aber mehr war es für mich auch nicht.
Wiederholungen und Langeweile statt Fantasy, Romance und Spannung
Blood of Hercules von Jasmine Mas
Alexis kämpft zusammen mit ihrem Bruder ums Überleben und hofft auf einen der wenigen Studienplätze, doch dann stellt sich heraus, dass sie gar kein Mensch ist, sondern göttliches Blut in sich trägt. Das bedeutet, sie muss sich der Feuerprobe stellen und beweisen, dass sie die Unsterblichkeit verdient.
Aber sie hat gar keine Magie und ihre Mentoren und Lehrer scheinen nicht sehr viel von ihr zu halten.
Durch die ganzen Wiederholungen in der eintönigen Handlung sind alle Charaktere anstrengend und eintönig. Alexis redet sehr viel mit ihrer unsichtbaren Schlange, was letztendlich nicht annähernd so interessant ist wie es sein könnte, und sie nimmt Unterricht, während sie versucht zu überleben. Sie ist gut in Mathe, aber ansonsten wirkt sie nicht besonders clever, weil sie nie irgendwas versteht und sich komplett treiben lässt. Sie ist fertig mit dem Leben und hat gar nicht den Kampfgeist, den sie haben müsste, aber sie kommt trotzdem damit durch.
Die übrigen, hauptsächlich männlichen Charaktere kreisen um sie, sind genervt, aber gleichzeitig absolut fasziniert von irgendwelchen Eigenschaften, von denen Alexis selbst gar keine Ahnung hat und die für mich auch nicht so richtig nachvollziehbar waren. Insgesamt haben die Protagonisten zwar interessante Hintergrundgeschichten, aber durch ihre oberflächlichen Handlungen verlieren sie diese Tiefe wieder.
Ich hatte bei dem Cover, Titel und Klappentext eine ganz andere Story erwartet. Mehr Action, Gladiatorenkämpfe, Spannung und auch in romantischer Hinsicht wurde hier zu viel versprochen. Die Handlung zieht sich ohne bemerkbare Fortschritte in die Länge und ich habe lange gewartet, bis endlich mal was passiert, aber dann war das Buch auch schon vorbei. Es gibt keine Spannung, weil einiges durch wechselnde Perspektiven aufgeklärt wird, während anderes generell offensichtlich ist. Am Ende gab es schon kleine Überraschungen, aber die retten auch nicht das ganze Buch. Außerdem fand ich die Regeln dieser Welt nicht einleuchtend und auch nur schlecht erklärt, zum Beispiel die Rollen der Götter, Titanen und aller anderen Wesen, oder auch die willkürlichen Regeln für Frauen und deren Ehre.
Ich fand, dass hier einfach viel zu wenig passiert ist, dabei hat das Buch ja auch einige Seiten. Das Worldbuilding ist eher dürftig und leuchtet auch nicht so ganz ein, es gibt kaum Fortschritte, dafür aber sehr viele Wiederholungen, sowohl in der Handlung als auch in Alexis’ Gedankenwelt. Auch in romantischer Hinsicht passiert fast nichts, obwohl es viele Gelegenheiten gibt, viele Andeutungen und jede Menge Dominanzverhalten. Am Ende ist hier einfach nur viel Lärm um nichts.
Interessante Ideen, oberflächliche Charaktere
A City of Flames von Rina Vasquez
Nara hasst Drachen und freut sich über die unglaubliche Gelegenheit, den Venatoren beizutreten, die Jagd auf Drachen machen. Doch schon bald merkt sie, dass deren Regeln nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.
Seit dem Tod ihres Vaters will Nara Rache, aber als sie wirklich Drachen gegenübersteht, fühlt sie eine unerklärliche Verbindung und das sät den Samen des Zweifels.
Naras innerer Konflikt ist schon spannend, aber auf Dauer auch etwas ermüdend.
Die Handlung ist auf verwirrende Weise oberflächlich. Es gibt so viele offene Geheimnisse, die keine Konsequenzen haben. Normalerweise fragt man sich ja, wie die Charaktere wohl reagieren, wenn sie etwas herausfinden. Aber hier passiert irgendwie gar nichts, daher gibt es bei mir eher Enttäuschung und Verwirrung und weniger Spannung. Dann ist es oft unlogisch, wie die Charaktere reagieren und das macht sie weniger interessant, sympathisch oder bedrohlich, je nachdem. Dadurch sind sie dann auf schlechte Art unberechenbar und ihre Positionen unglaubwürdiger.
Auf einige der Zufälle zum Ende hin hätte ich auch verzichten können, es war mir zu viel des Guten und hat der oberflächlichen Geschichte noch den Rest gegeben. Ich fand es schon schade, da ich die Ideen an sich nicht schlecht fand, aber der Schreibstil war nicht nach meinem Geschmack.
Der spannende Kampf um Jade und Macht geht weiter
Jade War - Magie ist Macht von Fonda Lee
Anden muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben und Kekon verlassen. In Espenia lernt er eine ganz andere Kultur kennen und es fällt ihm nicht leicht, sich dort anzupassen, denn hier gilt kein Ehrenkodex wie in Kekon und selbst andere Grünblute haben die Traditionen ihrer Heimat hinter sich gelassen.
In der Fremde muss Arden herausfinden, wo sein Platz ist und ob er nach vorne schauen mag oder seinen Wurzeln treu bleibt.
Hilo und Shae machen in ihren Positionen immer noch Fehler, doch durch ihre ungewöhnlichen Umstände bringen sie auch ganz neue Perspektiven mit. Sie müssen ihre Stellung aber auch verteidigen, denn der feindliche Clan ist entschlossen, die Insel für sich zu haben. Durch große Intrigen, kleine Gangster und Streitigkeiten innerhalb des Clans haben sie alle Hände voll zu tun. Auch Wen fand ich wieder sehr stark, weil sie das Beste aus ihrer Situation macht und Hilo unglaublich gut unterstützt, während sie von vielen unterschätzt wird.
Mich hat das Tempo immer wieder etwas aus der Geschichte geworfen, weil so oft Wochen und Monate vergingen und bei so etwas fällt es mir dann manchmal etwas schwer, die Entwicklungen nachzuvollziehen. Ansonsten fand ich die Handlung aber durchgehend spannend. Es hätte gern noch ein bisschen mehr Magie geben können, aber die Clanangelegenheiten, die persönlichen Entwicklungen der Protagonisten sowie ihre Beziehungen konnten mich an die Seiten fesseln.
Es müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden, es steht immer viel auf dem Spiel und auch wenn die Geschichte hauptsächlich auf der Insel Kekon spielt, ist die Welt größer und hat noch viel zu bieten. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Kampf um Jade und Macht ausgeht!
Nette, spannende Spionage-Action mit jungen Agenten
Stars and Smoke von Marie Lu
Winter ist zwar ein erfolgreicher Sänger, aber er hat auch das Gefühl, den Ruhm nicht zu verdienen, und sehnt sich danach, mehr zu leisten. Da wird ihm ein gefährlicher Auftrag angeboten, wo er seine Karriere als Tarnung nutzen soll, um einem großen Verbrecher das Handwerk zu legen. Natürlich ist er schon nervös, aber im Rampenlicht hat er bereits gelernt, wie man überzeugend schauspielert und seine wahren Gefühle verbirgt.
Auch Sydney ist ein Profi darin, ihre Gefühle für sich zu behalten, denn sie ist schon seit einer Weile Agentin und schon davor war sie es gewohnt, auf sich allein gestellt zu sein. Nun muss sie mit Winter zusammenarbeiten und das bringt ihre professionelle Fassade schon etwas zum bröckeln. Natürlich gibt es da auch eine Liebesgeschichte, aber da lässt man sich eher Zeit. Es geht zwar um die Gefühle und Entwicklung der Charaktere, aber ihre Liebesgeschichte steht nicht so sehr im Vordergrund.
Am Ende ist es ein kleines Action-Spionage-Abenteuer mit jungen Erwachsenen als Protagonisten und daher ist es manchmal schon eher unglaubwürdig, aber das weiß man ja schon, wenn man sich auf das Buch einlässt und es war auch so, wie ich erwartet habe. Ein bisschen oberflächlich war es manchmal trotzdem und ich fand es etwas enttäuschend, wie gering die Konsequenzen ausfielen. Aber dafür fand ich die Handlung ganz gut gelungen, es gibt spannende Action und unerwartete Wendungen, die insgesamt ganz gut unterhalten können. So richtig packen konnte es mich zwar nicht, aber ich fand das Buch doch ganz nett.
Spannende Handlung und schöne Slow-Burn-Romantasy mit sympathischen Charakteren
The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson
Vaasa wird gegen ihren Willen verheiratet, doch sie flieht noch in der Hochzeitsnacht und begibt sich in die Stadt der Gelehrten. Dort will sie mehr über den zerstörerischen Fluch erfahren, an dem ihre Mutter gestorben ist, bevor Vaasa das gleiche Schicksal ereilt. Vormann Reid, ihrem Ehemann, entkommt sie aber nicht, denn er spürt sie schon bald auf und bietet ihr einen Handel an, der für beide Seiten von Vorteil sein könnte.
Als Königstochter war Vaasa in ihrem eigenen Land Asteria nur eine Marionette, fürchtete sich vor ihrem Fluch und vor den dunklen Seiten ihrer Familienmitglieder. Nun ist sie unfreiwillig in Ikruria gelandet, was andere Arten der Gefahren bedeutet, aber auch neue Freiheiten. Zwar hat sie auch jetzt nicht besonders viele Möglichkeiten, aber sie findet unerwartete Verbündete und hat die Chance zu zeigen, wie clever sie ist und dass es besser ist, sie auf der eigenen Seite zu haben.
Reid ist seit Vaasas Flucht fasziniert von seiner Ehefrau und hat Pläne mit ihr. Aus ihrer Perspektive ist er natürlich ein unberechenbarer Feind, dem sie nicht vertrauen kann, schließlich wurde sie zu dieser Ehe gezwungen und ist auch keine aufrichtigen Menschen gewöhnt. Reid braucht sie zwar für seine eigenen Ziele, aber er ist ehrlich und versucht schon, ihr entgegenzukommen. Ich fand es schön, dass es zum Ende hin auch ein paar Kapitel aus seiner Perspektive gab.
Die Magie hält sich eher in Grenzen, aber spielt trotzdem eine sehr große Rolle und hat mir auch gut gefallen. Auch mit der Liebesgeschichte bin ich sehr zufrieden, denn man kann Vaasas anfängliches Misstrauen sehr gut spüren und auch, wie sie sich langsam öffnet, während sie sich selbst entwickelt und ihre eigene Stärke entdeckt.
Da Reid zum Hauptmann von Ikruria gewählt werden möchte, geht es auch viel um seinen Wahlkampf und daher auch um Politik, die sich aber hauptsächlich in persönlichen Beziehungen zu mächtigen Männern zeigt und wie man sich dem Volk gegenüber verhält, dadurch ist es sowohl persönlich als auch spannend zu lesen.











